DE1300387B - Axial nicht verschieblich gelagerter Gegenlaufring bei Gleitring-dichtungen - Google Patents
Axial nicht verschieblich gelagerter Gegenlaufring bei Gleitring-dichtungenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
- Das Hauptpatent befaßt sich mit einem axial nicht verschieblich gelagerten Gegenlaufring bei Gleitringdichtungen, insbesondere für Ölpumpen, aus einem im Sinterverfahren hergestellten Kohlering, der auf seiner Gleitflächenseite eine zur Gleitfläche parallele Anlagefläche hat, mit der er durch eine an seinem Rücken angeordnete starke Feder gegen eine Abstützfläche des ihm zugeordneten Maschinenteils, z. B. Maschinengehäuse, angedrückt ist, nach Patent 1285 266.
- Diese Konstruktion -erlaubt es, als Gegenlaufring einen Sinterkörper zu verwenden, der nicht mit so großer Formgenauigkeit hergestellt werden kann wie beispielsweise ein Kunststoff-Preßteil. Für den genauen Sitz kommt es lediglich auf die genaue Zuordnung zweier einander engbenachbarter Flächen, nämlich der Gleitfläche und der ringförmigen Anlagefläche, an. Die Formgenauigkeit aller übrigen Flächen spielt nur eine untergeordnete Rolle. Eine Nachbearbeitung kann daher in weitem Umfang entfallen.
- In weiterer Ausgestaltung dieses Grundgedankens hat sich gezeigt, daß auch die Anlagefläche unbearbeitet sein kann. Nach der Sinterformung ist daher nur noch die Gleitfläche zu bearbeiten. Dieser einzige Nachbearbeitungsgang dient dazu, die Fläche für das Gleiten glattzumachen. Es genügt hierbei oftmals ein einfaches Läppen.
- Trotz der bekannten Formmängel eines Sinterkörpers können zwei einander eng benachbarte Flächen mit genügender Genauigkeit plan- oder planparallel erzeugt werden, sofern das Werkzeug, das beim Fertigsintern verwendet wird, Gegenflächen besitzt, die genau eben und parallel sind. Diese Forderung ist leicht zu erfüllen, da auch die Gegenflächen einander eng benachbart und am gleichen Werkzeugteil ausgebildet sind. Sie können beispielsweise durch Schleifen die gewünschte genaue Form erhalten.
- Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in einem Ausschnitt durch das Gehäuse einer Ölpumpe die Gleitringdichtung im Längsschnitt.
- Aus einem Pumpengehäuse 1 ist eine Pumpenwelle 2, die in einem Lager 3 gehalten ist, abgedichtet herausgeführt.
- In eine Ausnehmung 4 des Gehäuses ist ein Gegenlaufring 5 aus gesinterter Kohle eingesetzt. Er besitzt eine Nut an seiner äußeren Umfangskante, in welcher ein elastischer Dichtring 6 angeordnet ist. Mit Hilfe einer gewellten Ringfeder 7, die sich an einem Sprengring 8 abstützt, wird der Gegenlaufring 5 mit einer Anlagefläche 9 gegen eine zur Wellenachse senkrechte, ringförmige Andrückfläche 22 der Aussparung 4 gedrückt, wobei gleichzeitig der Dichtring 6 dichtend gegen diese Andrückfläche 22 gepreßt wird. Der Gegenlaufring 5 schließt eine innere Kammer 10 ab, die mit Öl gefüllt sein kann und über einen Kanal 11 mit der Saugseite der Pumpe in Verbindung steht. Auf der Welle 2 ist in der Kammer ein Stützring 12 aus Metall befestigt, der sich unter Zwischenlage einer Gleitscheibe 13 an der inneren Stirnwand der Kammer 10 abstützt. Eine Feder 14 liegt mit dem einen Ende an einem Stützring 12 und mit dem anderen Ende an einer Federschale 16 an. Die Feder ist so ausgebildet, daß sie sowohl um den Stützring als auch um die Federschale klemmt und dadurch als Mitnehmer wirkt. Die Wicklungsrichtung der Feder ist der Drehrichtung der Pumpe angepaßt. Finger 15 an der Federschale 16 greifen in entsprechende Aussparungen des mitrotierenden Gleitringes 18. Die Feder 14 wirkt über den Dichtring 17 in axialer Richtung auf den mitrotierendem Gleitring 18, der aus Metall, Gußeisen oder Stahl bestehen kann. Die Feder 14 besitzt eine Kraft, die etwa zehnmal kleiner ist als die der Feder 7. Der statische Dichtring 6 wird daher immer an die Andrückfläche 22 angepreßt, so daß an dieser Stelle keine Undichtigkeit entstehen kann.
- Der Gegenlaufring 5 und der Metallgleitring 18 liegen längs der Gleitfläche 19 dichtend aneinander, während sie aneinander entlanglaufen. In der senkrecht zur Wellenachse stehenden Ebene der Gleitfläche 19 hat der Metallring 18 eine kleinere Querschnittsfläche, während der Gegenlaufring 5 eine größere Querschnittsfläche aufweist. Der Gegenlaufring 5 besteht aus gesinterten Kohle- oder Graphitkörnern. Seine Gleitfläche 19 und die ringförmige Anlagefläche 9 sind planparallel geformt. Dies geschieht dadurch, daß das Fertigsintern in einem Werkzeug mit eben- und parallelgeschliffenen Gegenflächen erfolgt, wodurch sich eine genügende Genauigkeit mit Bezug auf die Planken und Parallelität der beiden Flächen ergibt. Anschließend ist lediglich die Gleitfläche 19 geläppt worden.
- Auf diese Weise ist es möglich, einen gesinterten Kohle-Gegenlaufring ohne Nachbearbeitung, abgesehen von der Gleitfläche, anzuwenden, ohne daß die größeren Herstellungstoleranzen und die größere Oberflächenrauheit stört.
- In der der Gleitfläche 19 abgewandten Seite des Gegenlaufringes 5 ist eine Aussparung 20 rings um das Mittelloch 21, welches die Welle 2 aufnimmt, vorgesehen. Auf diese Weise kann die trockene Seite der Gleitringdichtung besser entlüftet werden.
- Der gesinterte Kohle-Gegenlaufring 5 kann im Vakuum mit Kunststoff oder Metall imprägniert sein. Hierdurch wird der Ring flüssigkeitsdicht. Da die Imprägnierung im Vakuum erfolgt, dringt das Imprägnierungsmittel in das Sintermaterial ein. Daher ergeben sich keine störenden Ablagerungen des Imprägnierungsmittels an der Oberfläche. Beispielsweise kann kein Imprägnierungskunststoff an der Gleitfläche 19 die Reibung heraufsetzen.
Claims (1)
- Patentanspruch: Axial nicht verschieblich gelagerter Gegenlaufring bei Gleitringdichtungen, insbesondere für Ölpumpen, aus einem im Sinterverfahren hergestellten Kohlering, der auf seiner Gleitflächenseite eine zur Gleitfläche parallele Anlagefläche hat, mit der er durch eine an seinem Rücken angeordnete starke Feder gegen eine Abstützfläche des ihm zugeordneten Maschinenteils, z. B. Maschinengehäuse, angedrückt ist, nach Patent 1285266, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche unbearbeitet ist.
Priority Applications (4)
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-
1968
- 1968-08-21 BE BE719758D patent/BE719758A/xx unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| BE719758A (de) | 1969-02-03 |
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