DE1300025B - Verfahren zur Herstellung einer positiv arbeitenden Flachdruckplatte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer positiv arbeitenden FlachdruckplatteInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- Verfahren zur Herstellung einer positiv arbeitenden
lung einer positiv arbeitenden Flachdruckplatte mit Flachdruckplatte mit einem Diazo-Überzug als
einer lichtempfindlichen Diazoharzschicht. Sensibilisierungsschicht zu schaffen, bei dem man
Im besonderen betrifft die Erfindung die Herstel- nicht auf die erwähnten, infolge ihrer wasserunlöslung
einer lichtempfindlichen Platte, die bei Beiich- 5 lichkeit unhandlichen bekannten positiv arbeitenden
tung durch eine positive Kopiervorlage hindurch und Diazo-Verbindungen angewiesen ist; durch die Ernach
Behandlung mit einer geeigneten Entwickler- findung soll eine derartige positiv wirkende Flachlösung
eine Flachdruckplatte ergibt, von welcher man druckplatte geschaffen werden, deren positiv arbeipositive
Abzüge erhält. Eine derartige Platte wird tende Sensibilisierungsschicht unter Verwendung der
allgemein als »Positiv-Platte« bezeichnet. io bekannten, infolge ihrer Wasserlöslichkeit vorteil-
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Typ von haften, negativ wirkenden Diazo-Verbindungen her-Flachdruckplatten,
bei dem eine Schicht aus einer stellbar ist. Insbesondere soll durch die Erfindung die
lichtempfindlichen Substanz auf einem Schichtträger Umwandlung einer negativ arbeitenden Platte in eine
haftet. Der Schichtträger kann in bekannter Weise Positivplatte ermöglicht werden,
aus irgendeinem hierfür geeigneten Material, wie 15 Diese Aufgabe wird gemäß dem Verfahren der
beispielsweise aus einem biegsamen, wasserfesten Erfindung dadurch gelöst, daß man die mit einer
Papier, Kunststoff oder einer dünnen Metallfolie Schicht aus einem beliebigen, bekannten wasserlös-
oder aus Schichtungen hieraus, bestehen. Als typische liehen, negativ arbeitenden lichtempfindlichen Diazo-Metalle
kommen in Frage: Aluminium, eine Stahl- Harz versehene Platte mit einer wäßrigen Lösung
Zink-Legierung, Magnesium, Chrom, Kupfer. Wird 20 einer beliebigen bekannten Eisen-, Kobalt- oder
die lichtempfindliche Schicht vom Hersteller aufge- Nickel-Cyanid-Komplexverbindung behandelt,
bracht, so bezeichnet man die Platte als »vorsensibili- Durch die Erfindung wird es somit ermöglicht,
sierte Platte«. Wird der lichtempfindliche Überzug eine positiv arbeitende vorsensibilisierte Flachdruckhingegen
vom Verarbeiter aufgebracht, so spricht platte zu schaffen, deren Sensibilisierungsschicht, ausman
von einer »Wischplatte«. 25 gehend von negativ wirkenden Diazo-Verbindungen,
Diese lichtempfindlichen Platten können entweder herstellbar ist, indem diese negativ wirkenden Diazopositiv
oder negativ arbeiten; eine negativ arbeitende Verbindungen durch die gemäß der Erfindung vor-Platte
hat eine lichtempfindliche Schicht, die beim gesehene Behandlung mit einem wasserlöslichen
Auftreffen von Licht erhärtet und ölannehmend wird. Cyanid-Komplex in eine positiv arbeitende Sensibili-Eine
derartige Platte wird durch ein Negativ be- 30 sierungsschicht übergeführt wird,
lichtet. Die Bildstellen der Platte werden daher durch Hierdurch ergibt sich gegenüber den bekannten
die Lichteinwirkung gehärtet und wasserunlöslich positiv arbeitenden Flachdruckplatten der wesentgemacht.
Die nicht belichteten Teile der lichtemp- liehe Vorteil, daß für die Herstellung ausschließlich
findlichen Schicht werden dann mit einer Entwickler- wasserlösliche Komponenten benötigt werden, wählösung
entfernt, wobei der hydrophile Schichtträger 35 rend bisher für die Sensibilisierungsschicht von Haus
an den bildfreien Stellen offengelegt wird. aus positiv arbeitende Diazo-Verbindungen erforder-
Bei den positiv arbeitenden Platten ist der Vor- lieh waren, die wegen ihrer Wasserunlöslichkeit die
gang umgekehrt. Hier wird die lichtempfindliche Verwendung organischer Lösungsmittel erforderten,
Schicht durch Belichtung zerstört. Die bildfreien was einen höheren Aufwand für Rohmaterialien und
Teile werden sodann mit Wasser abgewaschen und 40 Apparaturen bedingte.
bilden die hydrophilen Teile der Platte. Bei einem Ein weiterer wesentlicher, durch die Erfindung erspeziellen
Verfahren können die nicht vom Licht zielbarer Vorteil besteht darin, daß vorhandene vorgetroffenen
Stellen des Überzugs mit einem geeigneten sensibilisierte negativ arbeitende Druckplatten nach
Kuppler-Agens nachbehandelt und dadurch beson- dem erfindungsgemäßen Verfahren in einfacher Weise
ders wasserunlöslich und druckfarbeannehmend ge- 45 durch Behandlung mit der Cyanid-Verbindung in
macht werden. eine positiv arbeitende Druckplatte umgewandelt
Eine der bestgeeigneten Stoffgruppen, die bei der werden können. Dies stellt einen erheblichen tech-Herstellung
von lichtempfindlichen Flachdruckplatten nischen Fortschritt dar, da hierdurch beispielsweise
Verwendung finden, sind die Diazo-Harze. Die Ver- eine kostensparende Vereinfachung der Lagerhaltung
wendung dieser Stoffe für eine Flachdruckplatte 50 ermöglicht wird.
wurde bereits 1945 in der französischen Patentschrift Bei der Behandlung mit der wäßrigen Lösung der
904255 von Kalle beschrieben. Seither haben die Cyanid-Komplexverbindung haben sich die verschie-Diazo-Harze
besonders starke Verwendung bei der denen löslichen Ferrocyanide oder Ferricyanide als
Herstellung von vorsensibilisierten Flachdruckplatten besonders günstig für die Zwecke der vorliegenden
auf Metallschichtträger gefunden, die zunächst mit 55 Erfindung erwiesen.
einer hydrophilen Substanz, wie beispielsweise dem Die Erfindung ist bei Druckplatten auf Papierin
der USA.-Patentschrift 2946 683 beschriebenen schichtträger nach der in der USA.-Patentschrift
Zirkonium-Hexahalogen, behandelt werden. 2 766 688 beschriebenen Platte ebenso anwendbar
Die bekannten, positiv arbeitenden vorsensibili- wie für Druckplatten auf Metallschichtträger. Eine
sierten Platten müssen wegen der Entwicklung mit 60 typische Druckplatte auf Metallschichtträger, die sich
Wasser oder wäßrigen Lösungen und wegen des für die Anwendung der vorliegenden Erfindung
Wischwassers beim Drucken mit einem wasserunlös- eignet, ist beispielsweise die in der USA.-Patentschrift
liehen Diazo-Harz beschichtet sein. Dies erfordert 2 946 683 beschriebene Druckplatte,
die Verwendung von organischen Lösungsmitteln bei Der Schichtträger der Platte kann glatt sein oder
der Aufbringung des Diazo-Harzes, wodurch sich der 65 auch vor Aufbringung des lichtempfindlichen Mateerforderliche Aufwand für Rohmaterialien und für rials geätzt oder mechanisch gekörnt werden. Sie
die Herstellung erhöht. kann vor der Aufbringung der lichtempfindlichen
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schicht mit einer hydrophilen Schicht versehen wer-
3 4
den, wie dies in der sogenannten Patentschrift er- bei Zimmertemperatur, d. h. bei etwa 15 bis 25° C,
läutert ist. Sie kann auch bei der Bildentwicklung mit durchgeführt; es können jedoch auch höhere Tempeeiner
hydrophilen Oberfläche versehen werden. raturen bis etwa 82° C Anwendung finden. Die Kon-Für
die vorliegende Erfindung besonders geeignet zentration des Cyanids sollte im Bereich von etwa
sind die Ferrocyanide und insbesondere Kaliumferro- 5 0,25 bis 20 Gewichtsprozent liegen, die Reaktionszeit
cyanid und Natriumferrocyanid, sowie Erdalkaliferro- kann von 5 Sekunden bis 3 Minuten variieren. Selbstcyanide,
wie beispielsweise Kalziumferrocyanid. verständlich wird die jeweils angewandte Temperatur,
Jedoch können auch andere lösliche Ferrocyanide Konzentration und Berührungs- bzw. Reaktionsdauer
Anwendung finden, darunter Ammoniumferrocyanid, entsprechend der jeweils verwendeten besonderen
Lithiumferrocyanid, Rubidiumferrocyanid und Cae- io Cyanid-Verbindung variieren und so gewählt, daß
siumferrocyanid. Auch verschiedene Ferricyanide sich optimale und wirtschaftlichste Verfahrensbedinsind
für die Erfindung geeignet; typische Verbindun- gungen ergeben. Offensichtlich kann, innerhalb der
gen dieser Art umfassen unter anderem das Natrium- Wirtschaftlichkeitsgrenzen, eine höhere Konzentra-
und Kaliumferricyanid sowie lösliche Ferricyanide tion oder eine längere Kontaktdauer Anwendung
der obenerwähnten Metalle. 15 finden, und die Wahl einer stärkeren Lösung kann Obwohl vorzugsweise die Eisencyanid-Komplex- zur Verwendung einer kürzeren Kontaktdauer oder
verbindungen Verwendung finden, können statt einer niedrigeren Temperatur führen,
dessen auch die entsprechenden Nickel- und Kobalt- Durch Behandlung der mit Diazo-Harz beschich-Komplexverbindungen Anwendung finden, wo dies teten Platte mit Kaliumferrocyanid wird das negativ wirtschaftlich erscheint. so arbeitende Diazo-Harz in ein positives Diazo-Harz Im Hinblick auf die vorliegende Erfindung korn- umgewandelt, und zwar durch eine Reaktion zwischen men als negativ wirkende lichtempfindliche Diazo- dem Diazo-Harz und dem Ferrocyanid, wobei ein Harze sämtliche typischen Harze in Frage, die bei Komplex gebildet wird, der z. B. aus dem Doppelsalz der Herstellung negativ wirkender vorsensibilisierter von Zinkchlorid und einem mit Formaldehyd polyLithographie-Platten Anwendung gefunden haben. 25 merisierten Diazoabkömmling von p-Aminodiphenyl-Ein Beispiel eines derartigen Diazo-Harzes ist das amin sowie Kaliumferrocyanid besteht. Die Eigen-Doppelsalz aus Zinkchlorid und dem Kondensations- schäften dieser neuen Verbindung sind von denen produkt aus p-Diazodiphenylamin mit Formaldehyd. des ursprünglichen Diazo-Harzes völlig verschieden. Ein derartiges Diazo-Harz ist vor der Reaktion mit Wird nämlich das ursprüngliche Diazo-Harz als der Cyanid-Komplexverbindung eine negativ arbei- 30 Schicht auf eine Aluminiumplatte oder eine Papierdende, lichtempfindliche Substanz. Wird es in Form platte aufgebracht und durch ein Negativ hindurch eines dünnen Films der UV-Strahlung ausgesetzt, so belichtet, so polymerisiert der vom Licht getroffene polymerisiert es weiter und wird unschmelzbar, Teil; er wird dabei wasserunlöslich und Farbwasserunlöslich und farbannehmend. annehmend.
dessen auch die entsprechenden Nickel- und Kobalt- Durch Behandlung der mit Diazo-Harz beschich-Komplexverbindungen Anwendung finden, wo dies teten Platte mit Kaliumferrocyanid wird das negativ wirtschaftlich erscheint. so arbeitende Diazo-Harz in ein positives Diazo-Harz Im Hinblick auf die vorliegende Erfindung korn- umgewandelt, und zwar durch eine Reaktion zwischen men als negativ wirkende lichtempfindliche Diazo- dem Diazo-Harz und dem Ferrocyanid, wobei ein Harze sämtliche typischen Harze in Frage, die bei Komplex gebildet wird, der z. B. aus dem Doppelsalz der Herstellung negativ wirkender vorsensibilisierter von Zinkchlorid und einem mit Formaldehyd polyLithographie-Platten Anwendung gefunden haben. 25 merisierten Diazoabkömmling von p-Aminodiphenyl-Ein Beispiel eines derartigen Diazo-Harzes ist das amin sowie Kaliumferrocyanid besteht. Die Eigen-Doppelsalz aus Zinkchlorid und dem Kondensations- schäften dieser neuen Verbindung sind von denen produkt aus p-Diazodiphenylamin mit Formaldehyd. des ursprünglichen Diazo-Harzes völlig verschieden. Ein derartiges Diazo-Harz ist vor der Reaktion mit Wird nämlich das ursprüngliche Diazo-Harz als der Cyanid-Komplexverbindung eine negativ arbei- 30 Schicht auf eine Aluminiumplatte oder eine Papierdende, lichtempfindliche Substanz. Wird es in Form platte aufgebracht und durch ein Negativ hindurch eines dünnen Films der UV-Strahlung ausgesetzt, so belichtet, so polymerisiert der vom Licht getroffene polymerisiert es weiter und wird unschmelzbar, Teil; er wird dabei wasserunlöslich und Farbwasserunlöslich und farbannehmend. annehmend.
Wird hingegen das nach dem Verfahren der Erfin- 35 Wird hingegen die durch die Behandlung gemäß
dung umgewandelte positive Harz in Form eines der vorliegenden Erfindung mit Ferrocyanid entdünnen
Films mit UV-Licht bestrahlt, so wird es stehende neue Verbindung auf einer Aluminium-oder
nicht polymerisieren und wasserunlöslich werden, Papierplatte durch ein Positiv hindurchbelichtet, so
sondern es wird zerstört. Wird die belichtete Ober- findet keine Polymerisation zu einem unlöslichen
fläche dann mit einem geeigneten Kuppler-Agens, 40 Harz statt, und sie wird nicht farbannehmend. Vielwie
beispielsweise Beta-Naphthol in leicht alkalischer mehr kann die neue Verbindung mit Wasser entfernt
Lösung, behandelt, so wird derjenige Teil der Ober- werden. Die nicht vom Licht getroffenen Teile des
fläche, der von dem UV-Licht getroffen wurde, ent- Überzuges, d. h. die Bildstellen, können nunmehr mit
fernt. Der nicht in Berührung mit der UV-Strahlung Beta-Naphthol oder anderen Kupplungsreagentien
gelangte Oberflächenteil geht eine chemische Ver- 45 gekuppelt werden. Diese Behandlung macht den
bindung mit dem Kupplungs-Agens ein, wodurch ein neuen Komplex unlöslich und farbannehmend. Die
festhaftendes, druckfarbeannehmendes Bild entsteht. bildfreien, d. h. die mit Wasser abgewaschenen Teile
Auf diese Weise erhält man somit eine Druckplatte, sind wasserannehmend.
in dem man mittels Belichtung durch ein lichtdurch- Ein typisches Entwicklungsverfahren besteht darin,
lässiges Positiv hindurch ein Bild »einbrennt«. 50 daß man nach der Belichtung die Platte mit einer
Es hat den Anschein, daß die wäßrige Lösung des wäßrigen Lösung von Beta-Naphthol und Tetra-Doppelsalzes
aus Zinkchlorid und der Diazo-Ver- natriumpyrophosphat 30 Sekunden lang behandelt
bindung mit der Cyanid-Verbindung unter Bildung und sodann mit Wasser wäscht. Nach dieser Behandeiner
neuen, wasserunlöslichen Verbindung reagiert. lung kann die Platte unter Verwendung von üblichen
Dieses Raektionsprodukt, das eine positiv arbeitende 55 Lacken für Diazo-Schichten lackiert werden. Auch
Diazo-Verbindung darstellt, kann sodann auf be- eine Zwischenbehandlung mit einer Azo-Lösung kann
liebige hydrophile Druckplatten-Schichtträger be- noch vorgesehen werden.
kannter Art, für die Beispiele weiter unten angeführt Zur Erhöhung des Kontrastes auf der nach diesem
werden, aufgebracht werden. Als derartige Schicht- Verfahren hergestellten Platte kann ein Alkaliträger kommen beispielsweise Papiere oder Kunst- 60 halogenid, wie beispielsweise Kaliumbromid oder
stoffe in Frage, die an der Oberfläche mit einer ge- Kaliumjodid, der Cyanidlösung zugesetzt werden,
eigneten Stärkeverbindung bzw. einem Stärke- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich abkömmling behandelt sind, sowie ein metallischer aus der folgenden Beschreibung von Ausführungs-Schichtträger, vorzugsweise Aluminium, dessen beispielen.
Oberfläche mit einem löslichen Silikat, einem Zirko- 65 Beispiel 1
nium-Hexahalogen ist oder einer Polyarcylsäure p
eigneten Stärkeverbindung bzw. einem Stärke- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich abkömmling behandelt sind, sowie ein metallischer aus der folgenden Beschreibung von Ausführungs-Schichtträger, vorzugsweise Aluminium, dessen beispielen.
Oberfläche mit einem löslichen Silikat, einem Zirko- 65 Beispiel 1
nium-Hexahalogen ist oder einer Polyarcylsäure p
behandelt wurde. Die Reaktion zwischen der Cyanid- Auf die Oberfläche einer mechanisch gekörnten
Verbindung und dem Diazo-Harz wird vorzugsweise Aluminiumplatte, die mit einer 4gewichtsprozentigen
5 6
Lösung des negativ arbeitenden Diazo-Harzes aus (3) 0,25 Gewichtsprozent Natrium-Ferrocyanid und
dem Kondensationsprodukt von Paraformaldehyd 0,05 Gewichtsprozent KBr;
und p-Diazodiphenylamin sensibilisiert war, wurde (4) o,5 Gewichtsprozent Kalzium-Ferrocyanid und
eine 0,5gewichtsprozentige wäßrige Lösung von 0,1 Gewichtsprozent KJ;
Kaliumferrocyanid aufgebracht Die Kaliumferro- 5 (5) 05 Gewichtsprozent Kalium-Ferrocyanid und
cyamd-Lösung wurde 10 bis 30 Sekunden lang in j Gewichtsprozent KBr.
Berührung mit der Plattenoberfläche gelassen. Die
überschüssige Kaliumferrocyanid-Lösung wurde Beispiel 3
durch Abwaschen mit Wasser, durch Ablaufenlassen
oder durch Auspressen zwischen Walzen, entfernt. 10 Das an Hand des obigen Beispiels 2 beschriebene
Falls die Entfernung durch Abwaschen erfolgte, ließ Verfahren konnte auch bei einer vorsensibilisierten
man das überschüssige Wasser ablaufen, worauf die Platte erfolgreich Anwendung finden, die mit einer
Platte an der Luft mittels Gebläse oder Wärme ge- der für derartige Platten bekannten hydrophilen
trocknet wurde. Die trockene Platte war nunmehr Schichten überzogen ist; ebensogut konnten Papiergebrauchsfertig. Zur Herstellung einer Druckform 15 platten verwendet werden, die einen geeigneten
wurde ein Druckbild mittels einer positiven Kopier- hydrophilen Überzug tragen, und zwar Stärkecarbavorlage
und UV-Strahlung in die Platte »eingebrannt«. mat oder Polyvinylalkohol. Der Kuppler bestand aus
Die Belichtungsdauer konnte zwischen 5 Sekunden einer Beta-Naphthollösung folgender Zusammenbis
5 Minuten variieren; mit dem in der Druckerei- setzung: 100 g Tetranatrium-Pyrophosphat, 10 g
technik üblichen normalen Bogenlicht und Vakuum- 20 Beta-Naphthol (fein gemahlen), Wasser zur Auffülrahmen
war eine Belichtungsdauer von 45 Sekunden lung auf 4000 cm3. Diese Lösung wurde auf die begeeignet,
reits umgewandelte Platte aufgebracht und während
Die Platte war nunmehr fertig zur Entwicklung. etwa 30 Sekunden in Berührung mit der Platte ge-Hierzu
wurde eine wäßrige Lösung von Beta-Naphthol halten.
und Tetranatrium-Pyrophosphat 30 Sekunden lang 25 Beisüiel4
auf die Platte aufgebracht und sodann mit Wasser p
abgewaschen. Diese Lösung erhält man, indem man Als weiterer zusätzlicher Schritt bei der Platten-
100 g Beta-Naphthol und 100 bis 140 g Tetranatrium- entwicklung konnte auch eine 2-Hydroxy-diphenyl-Pyrophosphat
in 4000 cm3 Wasser auflöst. An Stelle Lösung auf die Plattenoberfläche aufgebracht werden,
von Tetranatrium-Pyrophosphat konnten auch andere 30 Eine derartige Lösung hatte die folgende Zusammenschwache
Alkalien verwendet werden. setzung:
Nach dieser Behandlung brachte man eine Lösung /5Q Gewichtsprozent)
von Phenylazoanilin auf die Platte auf und beließ sie = ^g0 cm3 iSOpropylalkohol,
30 Sekunden lang auf dieser; anschließend wurde die
Lösung mit Wasser abgewaschen. Diese zweite Lö- 35 (3 Gewichtsprozent)
sung erhält man, indem man 10 g Phenylazoanilin, = 120 cm3 Äthylenglykol,
10 g Naphthalin-Trisulfonsäure und 10 cm3 konzen- (o,l bis 0,5 Gewichtsprozent)
trierte Phosphorsäure zu 3900 cm3 Wasser zugibt. = 4 bis 20 g 2-Hydroxy-diphenyl,
Die Platte wurde sodann zur Zwischenfixierung mit ,n ne.,. n Λ ^ . ,. .
Gummierungslösung überwischt; dann wurde ein 4» (0=05 bis 01 Gewich sprozent) _ A n ,·■
üblicher Entwicklerlack aufgetragen. = 2 bis 4 cm3 Phosporsäure oder Oxalsäure,
Wasser zur Auffüllung auf 4000 cm3.
Beispiel 2 Beispiel 5
In dem vorstehend beschriebenen Beispiel konnten Gleich gute Ergebnisse wurden bei Verwendung
statt Kaliumferrocyanid auch andere Eisen-Cyanid- der folgenden anderen bekannten, negativ arbeitenden
Komplexe eingesetzt werden. Es wurden gute Ergeb- Diazo-Harze an Stelle des oben angegebenen Konnisse
mit Platten erzielt, die nach dem oben beschrie- densationsprodukts aus Formaldehyd und p-Diazobenen
Verfahren unter Verwendung folgender 50 Diphenylamin erhalten:
Lösungen hergestellt waren: 0,5 Gewichtsprozent 4-Amino-4'-Methoxy-Diphenylamin; 4-Amino-
Kalium-Ferricyanid, 0,5 Gewichtsprozent Natrium- N-Cyclohexylanilin; 4-Amino-2',6-Dichlorbenzyl-Ferrocyanid
oder 0,5 Gewichtsprozent Kalium-Ferro- anilin; 4-Amino-N-Äthyl-N-Benzylanilin oder die
cyanid in Wasser. Doppelsalze dieser Diazo-Verbindungen; dem Kon-
Diese Cyanid-Komplexe konnten auch erfolgreich 55 densationsprodukt aus 4-Diazo-Diphenylamin-3-Carin
Verbindung mit Alkalihalogeniden, wie Kalium- boxylsäure mit Formaldehyd; sowie den in dem Buch
bromid oder Kaliumiodid, Anwendung finden. Dieser »The Aromatic Diozo Compounds« von K. H.
Zusatz verbesserte die Kontrastschärfe der fertig- Saunders, London 1949, S. 29, beschriebenen
gestellten Platte. Der Halogenid-Zusatz wurde der Diazo-Oxyden sowohl in mono- als auch in poly-Cyanid-Lösung
in der verhältnismäßig niedrigen 60 molekularer Form.
Konzentration zwischen 0,01 und 1 Gewichtsprozent Die Belichtungsdauer betrug bei allen Beispielen
zugegeben. Folgende typische Kombinationen von zwischen etwa 45 und etwa 120 Sekunden, konnte
Lösungen wurden verwendet: jedoch selbstverständlich bei anderen Kopiervorlagen
und anderer Lichtintensität variieren.
(1) 0,5 Gewichtsprozent Kalzium-Ferrocyanid und 65 Die nach obigen Beispielen hergestellten Platten
0,1 Gewichtsprozent KBr; ergaben ein ausgezeichnetes Bild; auf der Druck-
(2) 0,5 Gewichtsprozent Kalium-Ferrocyanid und presse ließen sich von derartigen Platten ohne weite-0,01
Gewichtsprozent KBr; res 5000 bis 25 000 scharfe, klare Abzüge herstellen.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung einer positiv arbeitenden Flachdruckplatte mit einer lichtempfindlichen
Diazo-Harzschicht auf einem Schichtträger, insbesondere zur Umwandlung einer negativ
arbeitenden Flachdruckplatte in eine positiv arbeitende Platte, dadurch gekennzeichnet,
daß man die mit einer Schicht aus einem beliebigen bekannten, wasserlöslichen, negativ
arbeitenden, lichtempfindlichen Diazo-Harz versehene Platte mit einer wäßrigen Lösung einer
beliebigen bekannten Eisen-, Kobalt- oder Nickel-Cyanid Komplexverbindung behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte mit einer wäßrigen
Ferrocyanidlösung behandelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte mit einer wäßrigen Kalium-Ferrocyanid-Lösung einer Konzentration ao
von 0,25 bis 20 Gewichtsprozent behandelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, insbesondere zur Herstellung einer Flachdruckplatte mit Aluminiumschichtträger,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte während 5 Sekunden bis 3 Minuten mit der Kalium-Ferrocyanid-Lösung behandelt
wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, insbesondere
nach Anspruch 4, zur Herstellung einer Flachdruckplatte mit einer Metallfolie als Schichtträger,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie vor dem Aufbringen des lichtempfindlichen Diazoüberzugs
mit einem beliebigen bekannten hydrophilen Überzug versehen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallschichtträger zur
Erzeugung des hydrophilen Überzugs mit einer wäßrigen Lösung eines Zirkonium-Hexahalogenids
behandelt wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Behandlung der Diazo-Harzschicht mit der wäßrigen Cyanidlösung bei einer
Temperatur im Bereich von Zimmertemperatur bis 85° C erfolgt.
909530/341
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