DE138861C - - Google Patents
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- DE138861C DE138861C DE1901138861D DE138861DD DE138861C DE 138861 C DE138861 C DE 138861C DE 1901138861 D DE1901138861 D DE 1901138861D DE 138861D D DE138861D D DE 138861DD DE 138861 C DE138861 C DE 138861C
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- Expired
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/18—Auxiliary means for rolling glass, e.g. sheet supports, gripping devices, hand-ladles, means for moving glass pots
- C03B13/186—Pot gripping devices
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein- und Ausbringen der Tiegel
bei Glasschmelzöfen, sowie zum Füllen der Tiegel, welche in bekannter Weise auf einer
doppelten Schiebebühne angeordnet ist. Die Erfindung besteht in der Hauptsache in der
besonderen Anordnung der zum Heben und Senken der Tiegel dienenden Zange nebst den
Vorrichtungen zum Spreizen sowie Heben und Senken, auf einer von der Schiebebühne getragenen
Drehscheibe, derart, daß eine besondere Ausbalanzierung dieser Scheibe nicht erforderlich ist. Das Heben und Senken der
Zange geschieht nämlich derart, daß die Zange mit ihrem Gelenk an der Peripherie der Drehscheibe
an einem Kugellager aufgehängt ist, während an den Zangenschenkeln (und zwar diametral gegenüber dem Kugellager) die Vorrichtung
zum Heben und Senken angreift.
Bei dieser Anordnung würde, da die Häfen leicht an ihrer Unterlage anbacken, ein Federn
der Zange und ruckweises Abheben der Häfen eintreten. Deshalb ist das Zangengelenk nach
vorliegender Erfindung federnd am Kugelgelenk aufgehängt. Ein weiterer Teil der Erfindung
besteht darin, daß die Vorrichtung zum Zusammen- und Auseinanderschrauben der Zangenarme derart ausgebildet ist, daß dieselbe
von der Höhenlage der Arme an dem hinteren Ende unabhängig betätigt werden kann.
Schließlich ist auf der Drehscheibe eine Beschickungsvorrichtung zum Einbringen des Glassatzes
in die Häfen angeordnet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die neue Vorrichtung in Fig. 1 im Längsschnitt nach
der Linie A-B-C-D der Fig. 2 dargestellt. Fig. 2 ist ein Grundriß der in Fig. 1 gezeigten
Maschine. Fig. 3 ist eine Seitenansicht teilweise im Schnitt mit dem Transportwagen in
der Stellung zum Einfüllen der Beschickung. Fig. 4 ist der zu Fig. 3 gehörige Grundriß.
Fig. 5 zeigt die Maschine im Querschnitt nach der Linie E-F, G-H der Fig. 3.
Die neue Vorrichtung ist in bekannter Weise auf einer doppelten Schiebebühne gelagert,
deren unterer Wagen 6 durch geeignete Antriebsvorrichtungen auf den parallel zur Ofenstirnwand
angeordneten Schienen 7 und deren oberer Wagen 18 auf dem Wagen 6 senkrecht
zur Bewegungsbahn desselben verschoben werden kann.
Auf dem oberen Wagen 18 ist nach der Erfindung eine Drehscheibe 21 gelagert, welche
die Einstellung der Hafenzange 26 oder der Füllschaufeln 27 (Fig. 3 und 4) gestattet und
deren Bewegung durch Drehung eines Handrades 28 erhalten wird, indem ein auf der
Welle des Handrades aufgekeiltes kleines Zahnrad 29 mit einem auf dem Rahmen des Wagens
18 gelagerten Zahnkranz 30 in Eingriff kommt.
Auf der Drehscheibe 21 ist die zum Fassen der Tiegel ig dienende Hafenzange 26 und
gleichzeitig die Beschickungsschaufel 27 angeordnet. Die Hafenzange 26 wird zur Herbeiführung
des beständigen Gleichgewichtes auf
der Drehscheibe an zwei einander diametral gegenüberliegenden Punkten unterstützt. Der
vordere dieser Stützpunkte entspricht der Drehachse der Zange, während der hintere Stützpunkt
durch die Vorrichtung zum Heben und Senken der Zange gebildet wird, welche an den hinteren Enden der Zangenschenkel angreift.
Die Aufhängung der Zange an dem vorderen Ende geschieht durch ein Kugelgelenk
31, und zwar unter Vermittlung zweier Tragstangen 32 und der Bufferfedern 33.
■ Diese Aufhängung sichert der Hafenzange die
erforderliche elastische Beweglichkeit, damit das Heben der Tiegel ruhig erfolgen kann,
falls der Tiegel mehr oder weniger fest auf dem Boden des Ofens aufsitzt.
Das. Heben und Senken der Hafenzange wird durch Drehen einer senkrechten
Schraube 34 bewirkt, welche mit der Schraubenmutter 35 in Eingriff kommt. Letztere ist
mit den Armen der Zange geeignet verbunden, so daß ein Auf- und Abschrauben der Schraubenmutter
35 eine Auf- oder Abbewegung der Zange bewirkt.
Bei dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel wird die Schraube 34 von einer Dynamomaschine
36 aus bewegt, welche durch Riementrieb eine Welle mit der Schnecke 37 in Umdrehung versetzt, die wiederum mit
einem Schneckenrad 38 auf der Schraubenwelle 34 in Eingriff steht.
Das Zusammenschrauben der Hafenzange geschieht durch Drehung eines Handrades 39
unter Vermittlung zweier mit einer Spannvorrichtung 41 versehener Gall?scher Ketten 40
und. der Schraube 42, deren Enden mit entgegengesetztem Gewinde versehen sind und je
in eine bewegliche Schraubenmutter 43 eingreifen, weiche durch einen Stift mit den
gabelförmigen Enden der Hafenzange in Eingriff stehen.
Das Einstellen der Hafenzange sowie das Zusammenschrauben kann durch Maschinen
bewirkt werden, zweckmäßiger wird dasselbe jedoch, wie beschrieben, von Hand aus bewirkt.
Das Einbringen der Füllung geschieht mittels, der Schaufel 27, welche um ihre Längsachse
gedreht werden kann, um die Be-Schickung in die Tiegel schlitten zu können.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Soll ein Tiegel in den Ofen 20 eingesetzt
oder aus ihm entfernt werden, dann wird die Tür 44 des Ofens geöffnet und, nachdem der
Wagen 6 vor diese Tür gebracht ist, führt man die Hafenzange 26 in den Ofen ein.
Man ergreift den Tiegel 19 mit der Hafenzange und hebt nach richtiger Einstellung der
letzteren den Tiegel vom Boden des Ofens, worauf, im Falle der Tiegel aus dem Ofen
herausgenommen werden soll, der Wagen 18 auf dem Wagen 6 so lange rückwärts bewegt
wird, bis der Tiegel vollkommen aus dem Ofen herausgenommen ist; dann wird der
untere Wagen 6 in Bewegung gesetzt und der Tiegel zu der Verwendungsstelle bezw. der
Gießstelle gebracht.
Das Einsetzen eines Tiegels geschieht in leicht verständlicher Weise durch die umgekehrte
Reihenfolge der angegebenen Arbeitsvorgänge.
Es ist zu erwähnen, daß sämtliche oben angegebenen Bewegungen nach dem Willen
des Wrärters der Maschine gleichzeitig vorgenommen werden können, da die einzelnen
Bewegungen voneinander unabhängig, sind.
Das Einfüllen der Beschickung in den Tiegel erfolgt in folgender Weise:
Nach Beendigung des Gießvorganges legt man die Schaufel 27 auf einen Träger 45 der
Maschine. Der Maschinenwärter umfaßt mit einer Zange den Beschickungswagen, welchen
er bis zu dem Ofen schleppt. Der Beschickungswagen, welcher wenigstens soviel Gemenge
enthält, als für die Beschickung der einen Ofenseite erforderlich ist, ist mit einem Trichter
versehen, in welchem ein Schieber angeordnet ist. Durch Drehung, der Drehscheibe wird die
Schaufel unter den Trichter gebracht und mit dem Gemenge gefüllt. Durch Rückwärtsdrehung
der Drehscheibe wird die Schaufel der Mündung des Ofens gegenüber gebracht. Darauf wird der Wagen 18 vorwärts bewegt,
bis die Schaufel über dem Schmelztiegel angekommen ist. Durch Drehung der Schaufel
um ihre Achse wird die Beschickung in den Tiegel gebracht und die Schaufel darauf durch
Zurückbewegen des Wagens 18 aus dem Ofen wieder entfernt.
Der Maschinenwärter hat während aller dieser Arbeitsvorgänge seinen Stand bei 46 auf der
Drehscheibe, welche mit einem geeigneten Geländer 47 versehen ist. Alle vom Maschinenwärter
zu bewegenden Teile sind derart angeordnet, daß er sie von seinem Stand 46 aus leicht betätigen kann. Durch Anordnung von
Schirmen 49, 50 aus blauem Glas oder dergl. wird der Maschinenwärter vor der ausstrahlenden
Wärme des Ofens geschützt.
Claims (1)
- Patent-An Sprüche:i. Vorrichtung zum Ein- und Ausbringen von Glashäfen. mit einer auf einer doppelten Schiebebühne spreizbar, drehbar und heb- und senkbar angeordneten Zange, dadurch gekennzeichnet, daß die Zange (26) nebst den Vorrichtungen zum Spreizen, Heben und Senken auf einer von der doppelten Schiebebühne (6, 18) getragenen Drehscheibe (21) angeordnet und zur Herbeiführung des beständigen Gleichgewichtesan zwei einander diametral gegenüberliegenden Punkten unterstützt wird, von denen der vordere Stützpunkt der Drehachse der Zangenarme entspricht, wahrend der andere, hintere Stützpunkt durch die an den Enden der Zangenarme angreifende Vorrichtung zum Heben und Senken der Zange gebildet wird.An der Vorrichtung nach Anspruch ι eine Einrichtung zum Öffnen (Spreizen) und Schließen der Zangenschenkel, bestehend aus einem die Schenkelenden verbindenden Spannschloß, dessen drehbarer Teil (42) von einer auf der Drehscheibe gelagerten festen Welle aus mittels Kette (40) in der Weise angetrieben wird, daß die Kette durch ein drittes, an einer Spannvorrichtung (41) befestigtes Kettenrad unabhängig von der Höhenlage der Arme gespannt erhalten wird.3. An der Vorrichtung nach Anspruch 1 die federnde Aufhängung des Zangengelenks an einem Kugellager (31).4. Bei der Vorrichtung nach Anspruch 1 die Anordnung einer Beschickungsschaufel (27)■ auf der Drehscheibe (21) in der Weise, daß der Schaufelstiel in festen Lagern drehbar gehalten ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE138861T | 1901-12-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE138861C true DE138861C (de) | 1903-03-12 |
Family
ID=34608419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1901138861D Expired DE138861C (de) | 1901-12-04 | 1901-12-04 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE138861C (de) |
-
1901
- 1901-12-04 DE DE1901138861D patent/DE138861C/de not_active Expired
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