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Abnehmer für selbsttätige keramische Pressen Das Patent 629 948 betrifft
einen neuartigen Abnehmer zum Fortnehmen auf selbsttätigen Pressen hergestellter
keramischer Preßlinge vom Preßtisch nach ihrem Ausstoßen aus der Matrize.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere Ausgestaltung des
im Hauptpatent beschriebenen selbsttätigen Abnehmers in der Weise, daß die Preßlinge
von dem aus dem Preßtisch zum Teil herausgetretenen Matrizenunterstempel zunächst
abgehoben und sodann seitlich fortgeführt werden. Eine solche Betätigung des Abnehmers
kommt vor allem dann in Frage, wenn der Preßling mit Vertiefungen versehen ist,
in die der Matrizenunterstempel eingreift.
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Aus den Fig. i und 2 ist die neuartige Ausbildung des selbsttätigen
Abnehmers erkenntlich.
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Der Preßling io ruht auf dem teilweise aus dem Preßtisch i
i herausgetretenen Matrizenunterstempel 12 und wird durch das Greiferpaar
13 erfaßt, das ihn von dem Matrizeriunterstempel i2 abhebt und sodann seitwärts
wegführt.
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Wie bei der Ausführung des Abnehmers nach dem Hauptpatent, sind auf
einem Paar Führungsschienen i¢ in ihrer Längsrichtung verschiebbare Schlitten 15
und 16 gelagert, die mittels Gleitbacken 17 auf den Führungsschienen i q. so lange
festgehalten werden, bis das Greiferpaar 13 den PreBling i o erfaßt und vom Matrizenstempel
12 abhebt. Der Druck der Anpressung der- Gleitbacken 17
an die Führungsschienen
1q. kann mittrls einstellbarer Federn 18 geregelt werden.
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Auf dem Führungsschienenpaar 1q. ist ferner der mit der ,Schubstange
i9 fest verbundene Querarm 2o vermittels der Gleitlager 21 in der Richtung der Bewegung
der Schubstange ig verschiebbar gelagert. In der Mitte des Querarmes 2o ist eine
Halteplatte 22 befestigt, die das Doppelhebelpaar 23 trägt. Um den Befestigungs-
und Drehpunkt des Doppelhebelpaares 23 an der Halteplatte 22 verändern zu können,
ist sowohl in dieser als auch in dem Doppelhebelpaar 23 selbst eine Reihe untereinanderliegender
Löcher angeordnet, durch die der Befestigungsbolzen 24 wahlweise hindurchgeschoben
werden kann., An den Enden besitzt das Doppelhebelpaar 23 Längsschlitze, die die
Zapfen 25 und 26 umfassen, die an den Gleithülsen 27 und 28 befestigt sind. Die
Gleithülse 27 sitzt auf einem Gleitzapfen
29 und die Gleithülse
28 auf einem Gleitzapfen3o.-_._Die.-beiden Gleitzapfen29 und 30 sind- an
dem mit den beiden Schlitten 15 und 16 verbünele4 _ Rahmen 3 i befestig t:-Die Gleithülse
27 hat an ihrem linken Ende-, eine Gabel, die das Querstück 32 umfai3i" An den Enden
dieses Querstücks 32 sind Zug=' Stangen 33 angelenkt, deren andere, freie Enden
mit den Winkelhebeln 34 und 35 gelenkig verbunden sind. Diese Winkelhebel 34 und
35 sind um zu ihnen lotrecht im Rahmen 31 angeordnete Drehbolzen schwenkbar und
haben gabelförmige Enden 36 und 37, die die Zapfen 38 und 39 umfassen. Die Zapfen
38 und 39 sind gelenkig rhit den aus den Flachstabpaaren 40, 41 bzw. 42, 43 und
den Verbindungsstücken 44 und 45 gebildeten Gelenkparallelogrammen verbunden, die
um dieselben Drehachsen wie die Winkelhebel 34 und 35 in einer zum Matrizentisch
i i parallelen Ebene drehbar und außerdem in einer dazu lotrechten Ebene schwenkbar
sind.
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In Fig. i ist einer der in dem Rahmen 31 befestigten Gewindebolzen
46 ersichtlich, um die sowohl die Winkelhebel 34 und 35 als auch die vorerwähnten
Gelenkparallelogramme verdrehbar sind. Auf diesen Bolzen 46 sitzen zu diesem Zweck
verdrehbare Hülsen 47 und 48, die ihrerseits mit seitlichen Gelenkzapfen 49 und
5o versehen sind, um die die Flachstabpaare 40, 41 bzw. 42, 43 der beiden, Gelenkparallelogramme
schwingen können. An den Zwischenstücken 44 und 45 sind die Greifer 13 befestigt
und in einer zum Matrizentisch i i parallelen Ebene «um die Gewindeholzen 54 52
verdrehbar angeordnet.
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Mit den oberen Flachstabpaaren 40, 41 bzw. 42, 43 der Gelenkparallelogramme
fest verbunden' sind die Hebelarme 53. und 54, an deren freien Enden die Zugbänder
oder -ketten 55 und 56 angreifen, die mit den Enden des Querarmes 57 verbunden sind.
Dieser Querarm 57 ist durch die :Bohrung des Ansatzes 58 an der Gleithülse 28 hindurchgeführt
und fest mit dieser verbunden. Auf dem freien Ende des in dem Rahmen 31 befestigten
Gleitzapfens 30 für diese Gleithülse 28 ist ein Anschlag 59 vorgesehen, der
die Bewegung der: Gleithülse nach links begrenzt.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: ' Durch die Schubstange
ig wird das Querstück 2o. nach" links verschoben und dabei das Ddppelhebelpaar 23
um den an' der Gleithülse 28 befestigten Zapfen
26 als zeitweiligen Festpuükt
nach liilks versehwerikt, wobei gleichzeitig eine Drehung dieses Doppelhebelpaa=es
23 um den Bolzen 24 stattfindet, Dadurch wird der an der Gleithülse. 27, befindliche
Zapfen 25 zusammen mit dieser und dein doppelarmigen Querstück 32 - eine Strecke
nach links verschoben, so daß die Winkelhebel 34 und 35 unter der Wirktrog des an
ihrem einen Ende angreifenden Zugstangen-
| .ares 33 gegeneinander verdreht werden. |
| t @bzt:e gabelförmigen Enden 36 und 37 nehmen |
| ;- ,;bei die Gelenkzapfen 38 und 39 mit und |
># izhren auf diese Weise die beiden Gelenkparallelogramme und damit auch das Greiferpaar
13 gegeneinander, bis dieses sich mit sanfter Pressung an den Umfang des
auf dem Matrizenunterteil i2 ruhenden Preßlings io anlegt und die Gegeneinanderbewegung
der Greiferbacken ihr Ende findet. Durch die weiter sich nach links verschiebende
Schubstange ig wird nunmehr das Doppelhebelpaar 23' um den an Gleithülse 27 befestigten
Zapfen 25 als zeitweiligen Festpunkt nach links verschwenkt; - wobei wiederum gleichzeitig
eine Drehung dieses Doppelhebelpaares 23 um den Bolzen 24 stattfindet. Dadurch wird
der an der Gleithülse 28 befestigte Zapfen 26 und diese selbst auf dem Gleitzapfen
30 nach links verschoben. Dadurch werden auch die an dem doppelarmigen Querstück
57 befestigten Zugbänder 55 und 56 angezogen, die die Hebelarme 53 und 54 samt den
Gelenkparallelogrammen, an denen sie befestigt sind, in einer zum Matrizentisch
i i lotrechten Ebene um die Gelenkzapfen 49 und 5o verschwenken, wobei das Abheben
des von den Greiferbacken 13 bereits erfaßten Preßlings vom Matrizenunterteil i2
stattfindet.
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Das Anheben des Preßlings io wird beendet, sobald die Gleithülse 28
gegen den in dem Gleitzapfen 30 vorgesehenen Anschlag 59 stößt. Bei der weiteren,
nach links gerichteten Schubbewegung der Schubstange ig vollzieht sich unter Überwindung
der durch die Gleitbacken 17 mittels der einstellbaren Federn 18 geregelten
Anpressung der Schlitten eis und 16 an die Führungsschienen 14 die Mitnahme des
mit ihnen verbundenen Rahmens 3i und damit die- seitliche Wegführung des von dem
Greiferpaar 13 erfaßten und angehobenen Preßlings io. Bei der Umkehr der Bewegung
der Schubstange ig werden die Schlitten 15 und 16 samt dem- Rahmen
3 1 durch die Anpressung der Gleitbacken 17 an die Führungsschienen 14 zunächst
in der Ruhelage gehalten. Es findet dabei ei >l Rechtsschwenken .des Doppelhebelpaares
23 um den Zapfen 25 als zeitweiligen -Festpunkt und -damit die Rückführung der Gleithülse
28 auf dem Gleitzapfen 30 statt, bis - das rechte Ende dieser Gleithülse
an das Rahmengestell 31 anschlägt. Dabei senken sich die beiden Gelenkparallelogramme
mit den daran befestigten Greifern, bis sich der Preßling auf eine neben dem Matrizentisch
aufgestellte Ablage oder Fördervorrichtung u. dgl, aufsetzt. Nach dem Anschlag der
Gleithülse 28 an das
Rahmengestell 31 wird der Zapfen 26
zum zeitweiligen Festpunkt, worauf nunmehr ein weiteres Verschwenken des unteren
Teils des Doppelhebelpaares 23 unter Rückführung der Gleithülse-27 auf dem Gleitzapfen
29 in ihre Ausgangsstellung stattfindet und wobei sich die Greiferbacken 13 unter
Freigabe des Preßlings io voneinander entfernen. Schließlich wird durch die weitere
Rechtsbewegung der Schubstange i9 die dreifervorrichtung selbst wieder in ihre Anfangsstellung
zurückgeführt, worauf bei erneut einsetzendem Linksschub der Schubstange i9 die
Erfassung des nächsten inzwischen in der Matrize geformten, auf dem Matrizenunterstempel
sitzenden Preßlings und dessen seitliche Wegführung in der vorbeschriebenen Weise
wiederholt.
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Da die Hubstrecke beim Abheben des Preßlings io vom Matrizenunterstempel
12 durch das Greiferpaar 13 im allgemeinen nur gering und der Halbmesser
des Kreisbogens ziemlich groß ist, auf dem die Greifer 13
durch die Gelenkparallelogramme
bei der Hubbewegung geführt werden, sind Beschädigungen der Ränder des Preßlings
beim Abheben vom Matrizenunterstempel durch Anstreifen an diesen nicht zu befürchten.
Gegebenenfalls kann der in den Preßling hineinragende Teil des Matrizenunterstempels
leicht kegelförmig nach oben verjüngt gehalten sein, was sich auch sonst im allgemeinen
für die Herstellung der Preßlinge empfiehlt. Natürlich stünde in besonderen Fällen
auch nichts im Wege, die Aufhängung der Greiferbacken in einer besonderen Geradführung
zu führen, um den Preßling vom Matrizenunterstempel genau lotrecht zur Ebene des
Matrizentisches abzuheben. An Stelle der Gelenkparallelogramme könnten in diesem
Falle der Einfachheit halber auch einfache Schwinghebel treten, die in der gleichen
vorbeschriebenen Weise wie die Gelenkparallelogramme um ein in dem Rahmen 3i vorgesehenes
Kreuzgelenk verdreh- und verschwenkbar sind.
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Der von den Greifern 13 auf den Preßling io beim Erfassen desselben
ausgeübte Druck kann bei dem vorbeschriebenen, selbsttätigen Abnehmer in ebenso
einfacher Weise geregelt werden, wie dies bei dem Abnehmer nach dem Hauptpatent
der Fall ist, indem die Anpressung der Gleitbacken 17 durch Verstellung der Druckfedern
i8 zweckentsprechend gewählt wird. Außerdem werden die auf den Preßling bei seinem
Abheben vom Matrizenunterstempel und seiner seitlichen Wegführung ausgeübten Kräfte
sowie die richtige Aufeinanderfolge des Erfassens und Abhebens des Preßlings durch
die zweckentsprechende Wahl des Drehpunktes geregelt, um den das Doppelhebelpaar
23 bei der Ausführung dieser Arbeitsvorgänge schwingt. Zu diesem Zwecke sind, wie
bereits vorbemerkt, sowohl in dem Doppelhebelpaar 23 wie in der Halteplatte 22 eine
Anzahl Löcher vorgesehen, die in einer Reihe untereinanderliegen und durch die der
Drehbolzen 24 hindurchgeführt werden kann. Der Drehpunkt des Doppelhebelpaares 23
wird so gewählt, daß infolge geeignetem Kräfteverteilung bei der Verschiebung der
Schubstange i9 nach links zunächst das Erfassen des Preßlings io, sodann sein Abheben
vom Matrizenunterstempel und schließlich seine seitliche Wegführung und das Absetzen
auf eine neben dem Matrizentisch befindliche Ablage erfolgt, worauf sich die Rückführung
des Abnehmers in die Anfangsstellung vollzieht.