DE1238683B - Vorrichtung an einem Messgeraet zur Daempfung eines schwingfaehigen, einer Richtkraft unter-liegenden Geraeteteils - Google Patents
Vorrichtung an einem Messgeraet zur Daempfung eines schwingfaehigen, einer Richtkraft unter-liegenden GeraeteteilsInfo
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Description
AUSLEGESCHRIFT
Deutschem.: 42 d-1/01
Nummer: 1238 683
Aktenzeichen: A 33749 IX b/42 d
1 238 683 Anmeldetag: 20. Januar 1960
Auslegetag: 13. April 1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Dämpfung eines schwingfähigen, einer Richtkraft unterliegenden
Geräteteils, das durch ein federndes Band od. dgl. mit einem längs der gleichen Bahn beweglichen
Tragglied verbunden ist, wobei das Tragglied infolge eines Nachlaufantriebes, der von einem den
schwingenden Geräteteil abfühlenden Taster gesteuert wird, dem Geräteteil nachläuft.
Derartige Vorrichtungen gelangen bei zahlreichen Meßgeräten zur Verwendung, die einen schwingend
gelagerten, einer Richtkraft unterliegenden Teil aufweisen, z. B. eine Kreuzspule, eine Kompaßnadel, ein
Kreiselsystem, ein Pendel od. dgl. Unter dem Einfluß der Richtkraft hat der Geräteteil das Bestreben, eine
bestimmte Ruhelage einzunehmen. Wird er aus der Ruhelage ausgelenkt, so führt er Schwingungen um
diese Ruhelage aus. Diese Schwingungen werden durch den Taster abgefühlt, der fotoelektrisch, elektrolytisch,
induktiv oder kapazitiv wirken kann und den Nachlaufantrieb steuert. Dieser Nachlaufantrieb
läßt das Tragglied, mit dem der Geräteteil durch eine Feder verbunden ist, dem Geräteteil nachlaufen. Dadurch
wird erreicht, daß die Stellung des Geräteteils hauptsächlich durch die Richtkraft und möglichst
wenig durch die Feder beeinflußt wird, die nur der reibungsfreien Lagerung des schwingenden Geräteteils
dienen soll. Die Dämpfungsvorrichtung bezweckt, die Schwingung des Geräteteils schnell abklingen
zu lassen. Dabei ist es erwünscht, daß die Dämpfung stärkt wirkt, aber die Reibung des Geräteteils
nicht erhöht und seine Ruhelage nicht beeinflußt. Auch soll die Stärke der Dämpfung unabhängig von
der Temperatur sein, und die Dämpfung soll keine unerwünschten Kräfte auf das schwingende Geräteteil
und dessen Lagerung ausüben.
Die gleichzeitige Erfüllung aller dieser Forderungen ist mit bekannten Dämpfungsvorrichtungen,
deren Wirkung auf der Reibung von Flüssigkeiten oder Gasen oder auf der Erzeugung von Wirbelströmen
beruht, nicht möglich, denn die Reibung von Flüssigkeiten oder Gasen hängt von der Temperatur
ab, und bei der Erzeugung von Wirbelströmen lassen sich unerwünschte Kräfte auf das schwingende Geräteteil
und dessen Lagerung nur schwer vermeiden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Dämpfung des schwingend gelagerten
Geräteteils zu schaffen, welche die vorstehend erläuterten Forderungen gleichzeitig erfüllt.
Erfindungsgemäß wird der Nachlaufantrieb durch eine Steuereinrichtung nur für eine kürzer als eine
halbe Schwingungsperiode bemessene Zeit zur Einwirkung auf das Tragglied gebracht, während für den
Vorrichtung an einem Meßgerät zur Dämpfung
eines schwingfähigen, einer Richtkraft unterliegenden Geräteteils
eines schwingfähigen, einer Richtkraft unterliegenden Geräteteils
Anmelder:
Anschütz & Co. G. m. b. H.,
Kiel-Wik, Mecklenburger Str. 32-36
Kiel-Wik, Mecklenburger Str. 32-36
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Hans Ehrich, Schulensee bei Kiel;
Martin Lässig, Kiel-Hasseldieksdamm
Martin Lässig, Kiel-Hasseldieksdamm
Rest der Schwingungsperiode das Tragglied festgehalten und das federnde Band unter Torsionsspannung
gesetzt wird. Diese Torsionsspannung übt auf den Geräteteil eine dessen Schwingung entgegenwirkende Kraft aus, die dem schwingenden Geräteteil
eine entsprechende Energie entzieht und dadurch die Schwingung dämpft.
Die Größe der Torsionskraft des federnden Bandes, die der Schwingung des Geräteteils entgegenwirkt,
läßt sich dadurch beliebig steigern, daß man die Federkonstante des Bandes entsprechend hoch
bemißt. Die Meßgenauigkeit des Gerätes wird dadurch nicht beeinträchtigt, weil das Band nach Beendigung
der gedämpften Schwingung entspannt ist. Die der Schwingung des Geräteteils entgegenwirkende
Kraft läßt sich daher so hoch bemessen, daß die Dämpfung in ausreichendem Maße gewährleistet ist.
Vorzugsweise ist die Steuerung in einer Weise ausgestaltet, derzufolge die Einwirkung des Nachlaufantriebes
auf das Tragglied jeweils beginnt, wenn der schwingende Geräteteil an einem Umkehrpunkt
seiner Schwingung ankommt. Schwingt der Geräteteil von dem Umkehrpunkt ausgehend zurück, so
wird dabei die Feder durch den Nachlauf antrieb möglichst schnell entspannt, damit sie die Rückschwingung
des Geräteteils, der bis zu dem Umkehrpunkt durch die Feder verzögert wurde, nur wenig beschleunigt.
Besonders bewährt hat sich eine andere Ausgestaltung der Steuerung, derzufolge die Einwirkung des
Nachlaufantriebes auf das Tragglied ohne Rücksicht auf den Schwingungsumkehrpunkt in regelmäßigen
Abständen beginnt.
Die Erfindung eignet sich zwar auch zur Dämpfung eines Geräteteils, der translatorische Schwingungen
ausführt, doch eignet sich die Erfindung besonders
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zur Anwendung auf ein Instrument mit einem Drehschwingungen ausführenden Geräteteil, bei welchem
das Tragglied der Feder um die Schwingungsachse drehbar gelagert und mit dem Gehäuse gekuppelt ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dabei das Tragglied unter Steuerung durch eine auf die Drehrichtung
des Nachlaufantriebes ansprechende Steuereinrichtung, z. B. einen Schleppschalter, und durch
einen Zeitschalter abbremsbar und gleichzeitig vom Nachlaufantrieb abkuppelbar.
Dabei kann das Tragglied mit einer Bremsscheibe und mit einer Herzkurvenscheibe versehen sein, und
der Nachlaufantrieb kann einen ständig dem schwingenden Geräteteil unter motorischem Antrieb nachlaufenden
Träger einer Rolle enthalten, die an dem Träger ein- und auswärts geführt und durch einen
Magneten verstellbar ist und durch Andrücken an die Herzkurvenscheibe den Nachlaufantrieb zur Einwirkung
auf das Tragglied bringt und durch Rückzug von der Herzkurvenscheibe diese Einwirkung beendigt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in den Zeichnungen
wiedergegeben ist. In diesen zeigt
F i g. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein das Verhältnis zweier Ströme messendes Kreuzspulinstrument,
F i g. 2, 3 und 4 Bewegungsdiagramme zur Erläuterung der Dämpfung und
F i g. 5 einen Grundriß einer in F i g. 1 im Schnitt gezeigten Einzelheit.
Zwischen den Schenkelnl eines Hufeisendauermagneten, also in dem Magnetfeld, dessen Kraftlinien
waagerecht etwa parallel zur Zeichungsebene verlaufen, ist ein Läufer 2 derart angeordnet, daß er
sich um die zu den Kraftlinien senkrecht verlaufende strichpunktierte Achse drehen kann. Dieser Läufer
trägt Wicklungen 3 und 4, deren Wicklungsebenen lotrecht aufeinanderstehen und die getrennte, nicht
näher veranschaulichte Stromzuführungen haben. Der Läufer 2 ist an einem zu ihm gleichachsig angeordneten
federnden Band 5 aufgehängt. Er kann ferner durch einen an seiner Unterseite vorgesehenen Lagerzapfen
geführt sein, der in eine entsprechende Lagerbohrung des Traggestells hineinragt, was in der Zeichnung
nicht veranschaulicht ist. Der Läufer 2 ist stets bestrebt, im magnetischen Feld eine Gleichgewichtslage
einzunehmen, die durch das Verhältnis der die Wicklungen 3 und 4 durchfließenden Ströme bestimmt
ist. Ändert sich dieses Verhältnis, so schwingt der Läufer 2 in eine neue Gleichgewichtslage ein.
Damit diese Gleichgewichtslage durch die Federung des Bandes 5 nicht beeinflußt wird, ist das
Band 5 an einem Tragglied 13 befestigt, das dem Läufer 2 nachzulaufen vermag und zu diesem Zweck
einen Antrieb 8, 15, 9 hat, der durch einen den Läufer 2 abfühlenden Taster 7 steuerbar ist. Das Tragglied
13 und eine dieses umgebende rohrförmige Nabe eines Reibrades 9 sind gleichachsig zum Läufer
2 in dem Hals 10 eines auf dem Hufeisenmagneten 1 befestigten Gehäuses 11 drehbar gelagert und
durch weiter unten näher beschriebene Einrichtungen für gewöhnlich starr miteinander gekuppelt. Die rohrförmige
Nabe des Reibrades 9 ragt oben aus dem Hals des Gehäuses 11 heraus und trägt dort eine an
ihr befestigte Anzeigescheibe 12, mit deren Hilfeman die jeweilige Lage des Läufers 2 ablesen kann. Der
Nachlaufantrieb enthält einen im Innern des Ge-
häuses 11 angeordneten und an ihm befestigten Elektromotor 8, dessen Läufer einen Reibzapfen hat, der
am Umfang eines am Gehäuse gelagerten zweiten ReibradeslS anliegt. Die Welle dieses Reibrades
bildet mit ihrem unteren Ende einen Reibzapfen, der am Umfang des ersten Reibrades 9 anliegt. Der
Motor 8 ist ein Wendemotor, der durch einen fotoelektrischen Taster 7 derart steuerbar ist, daß er über
das Reibradgetriebe 15 die Anzeigescheibe 12 ständig ίο dem Läufer 2 nachlaufen läßt. Solange die Anzeigescheibe
12 und das Tragglied 13 in einer bestimmten gegenseitigen Grundstellung gekuppelt sind, bleibt
das Band 5 daher frei von Torsionsspannungen. Denn diese können nur dann entstehen, wenn der
Nachlauf des Traggliedes 13 gegenüber der Anzeigescheibe 12 aufhört und daher eine gegenseitige Verdrehung
des Traggliedes 13 und des schwingenden Teiles 2 um die strichpunktierte Achse stattfindet.
Um nun die Schwingungen zu dämpfen, die aufao treten, wenn sich das Verhältnis der die Wicklungen 3 und 4 erregenden Ströme und damit die Winkellage der Richtkraft ändert, ist für den Nachlauf des Traggliedes 13 eine Steuerung vorgesehen, die den Tragteil 13 mindestens zeitweise mit einer Feder 5 spanas nenden Verzögerung hinter dem Geräteteil 2 zurückbleiben läßt.
Um nun die Schwingungen zu dämpfen, die aufao treten, wenn sich das Verhältnis der die Wicklungen 3 und 4 erregenden Ströme und damit die Winkellage der Richtkraft ändert, ist für den Nachlauf des Traggliedes 13 eine Steuerung vorgesehen, die den Tragteil 13 mindestens zeitweise mit einer Feder 5 spanas nenden Verzögerung hinter dem Geräteteil 2 zurückbleiben läßt.
Beim veranschaulichten Ausführungsbeispiel weist die Steuerung des Nachlauf antriebes eine nachstehend
erläuterte Ausgestaltung auf, derzufolge der Nachlaufantrieb für eine kürzer als die halbe Schwingungsperiode bemessene Zeit jedesmal dann zur Einwirkung
auf das Tragglied 13 gebracht wird, wenn der schwingende Geräteteil 2 an einem Umkehrpunkt
seiner Schwingung ankommt. Die Feststellung des Zeitpunktes dieser Umkehr erfolgt durch eine auf die
Drehrichtung des Nachlaufantriebes ansprechende Steuereinrichtung, beispielsweise durch einen elektrischen
Schleppschalter 21, der an einem Arm des ortsfesten Lagers des Reibrades 15 sitzt und mit Reibung
an dem Reibrad 15 anliegt. Solange dieses Reibrad in der einen Umlaufrichtung läuft, hält es den
Schalter 21 in der einen Schaltstellung und bringt diesen Schalter bei Umkehr der Drehrichtung in die
entgegengesetzte Schaltstellung. Bei jedesmaliger Umschaltung liefert der Schalter 21 einen elektrischen
Steuerimpuls.
Zum lösbaren Kuppeln des Traggliedes 13 mit der Anzeigescheibe 12 ist die folgende Anordnung getroffen:
An dem Tragglied 13 sitzt ein aufwärts gerichteter Schaft, der durch die Nabe der Anzeigescheibe
12 hindurchgeht und auf seinem oberen Ende eine Bremsscheibe 20 trägt, an der ein am Gehäuse
11 angeordneter Bremsschuh 19 anliegt. Außer der Scheibe 20 ist noch eine unter dieser befindliche Herzkurvenscheibe
14 starr mit dem Schaft des Traggliedes 13 verbunden. An diese Herzkurvenscheibe 14
vermag sich eine Rolle 18 anzulegen, die in radialer Richtung verschwenkbar von einem Arm 17 getragen
wird, der seinerseits an einem in der Anzeigescheibe 12 gelagerten Drehzapfen sitzt und durch einen von
der Anzeigescheibe 12 getragenen Drehmagneten 16 verschwenkt werden kann. Wird die Wicklung dieses
Drehmagneten erregt, so verschwenkt er den Arm 17 mit Bezug auf F i g. 5 im Gegenuhrzeigersinn, so daß
die Rolle 18 auf den Umfang der Herzkurvenscheibe 14 gedrückt wird und diese in die in F i g. 5 gezeigte
Lage verdreht. Zum Nachlaufantrieb gehören also nicht nur der Nachlaufmotor 8, das Reibrad 9 und
1
die unter dessen Einfluß ständig dem schwingenden Geräteteil 2 nachlaufende Anzeigescheibe 12, sondern
auch der Drehmagnet 16 und der Arm 17, desden Rolle 18 auf der Anzeigescheibe 12 ein- und auswärts
geführt, durch den Magneten 16 verstellbar ist, durch Andrücken an die Herzkurvenscheibe 14 den
Nachlauf antrieb zur Einwirkung auf das Tragglied 13 bringt und durch Rückzug von der Herzkurvenscheibe
diese Einwirkung beendigt. Dabei wirkt die Anzeigescheibe 12 als Träger der Rolle 18.
Die Wicklung des Drehmagneten 16 wird durch einen Ruhekontakt eines Relais R jedesmal dann erregt,
wenn dieses Relais den vom Schleppschalter 21 gelieferten Steuerimpuls erhält. Dieser Schleppschalter
besteht aus zwei Kontakten, die an dem Reibrad 15 angeordnet und mit der einen Klemme der Wicklung
des Relais R verbunden sind, und aus einem dritten zwischen diesen beiden Kontakten angeordneten
Schaltarm, der auf der Welle des Reibrades 15 frei drehbar gelagert, aber an dem Lagerbock abgebremst
ist, der am Gehäuse 11 befestigt ist und das Lager des Reibrades 15 trägt. Dieser Schaltarm ist
mit der anderen Klemme der Relaiswicklung über eine Stromquelle verbunden. Solange sich das Reibrad
in ein und derselben Richtung dreht, liegt der Kontaktarm an dem einen der beiden am Reibrad 15
befestigten Gegenkontakte an. Kehrt das ReibradlS indessen seine Drehrichtung um, so hebt sich dieser
Kontakt von dem Kontaktarm ab, während sich gleichzeitig der andere der beiden Kontakte dem
Kontaktarm nähert und dann in Berührung mit ihm gelangt und dann den Kontaktarm in der Gegenrichtung
mitnimmt. Infolgedessen wird der Stromschluß zwischen dem Kontaktarm und den beiden Gegenkontakten
vorübergehend getrennt. Diese vorübergehende Unterbrechung des Stromkreises, in welchem
die Wicklung des Relais R liegt, stellt den Steuerimpuls dar.
Das Relais R ist in an sich bekannter Weise so ausgestaltet, daß es beim Stromloswerden seinen Anker
sofort fallen läßt, worauf dieser den Ruhekontakt schließt, aber bei Erregung den Anker mit einer einstellbaren
zeitlichen Verzögerung anzieht. Infolgedessen stellt das Relais R einen Zeitschalter dar,
durch dessen Einstellung bestimmt werden kann, wie lange jeweils der Ruhekontakt nach Auslösen des
Steuerimpulses durch den Schleppschalter eingeschaltet bleibt. Für die Dauer dieser Einschaltung wird
der Drehmagnet 16 erregt, was die Wirkung hat, daß die Rolle 18 an die Herzkurve 14 angedrückt wird
und diese in die Lage der Fig. 5 dreht, wodurch das federnde Band 5 entspannt wird. Im Vergleich zur
Schwingungszeit des Geräteteils 2 ist die Zeitdauer der Einschaltung des Nachlaufantriebes kurz bemessen.
Danach wird der Magnet 16 wieder stromlos, und das Tragglied 13 wird dann wieder durch die
Bremse 19, 20 festgehalten.
Die Feder 5 ist vorzugsweise so bemessen, daß die von ihr auf den Geräteteil 2 ausgeübte Kraft in gleichem
Maße von der Relativbewegung zwischen dem Teil 2 und dem Tragglied 13 abhängt wie die auf den
Geräteteil 2 ausgeübte Richtkraft von der Relativdrehung des Geräteteils 2 zum Richtkraftvektor
(Nullage der Schwingung).
Die Wirkungsweise sei nunmehr an Hand der F i g. 2, 3 und 4 erläutert. In diesem gibt die Ordinate
die Schwingungswinkel der Teile 2 und 13 und die Abszisse die Zeit an.
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Der schwingende Geräteteil 2 möge eine beliebige Lage haben und unter dem Einfluß der vom elektromagnetischen
Feld ausgeübten Richtkraft eine Schwingung ausführen. Im Augenblick der Umkehr der Schwingung liefert der Schleppschalter 21 den
Steuerimpuls, durch den der Drehmagnet 16 eingeschaltet wird und die Rolle 18 in die Lage der F i g. 5
bringt. Dadurch wird der Nachlaufantrieb zur Einwirkung auf das Tragglied gebracht und dreht dieses
in kürzester Zeit in eine Winkelstellung, die der augenblicklichen Lage der Anzeigescheibe 12 entspricht,
was eine Entspannung des federden Bandes 5 zur Folge hat. Alsdann schaltet der Zeitschalter den
Drehmagneten 16 wieder aus, so daß die Rolle 18 keinen Druck auf die Herzkurvenscheibe 14 auszuüben
vermag. Diese und das Tragglied 13 werden daher durch die Bremsscheibe 20 und den Bremsschuh
19 festgehalten. Der Nachlaufmotor 8 dreht unter Steuerung durch den Taster 7 indessen die Anzeigescheibe
12 ständig dem schwingenden Geräteteil 2 nach. Durch die Schwingung dieses Geräteteils
wird das federnde Band 5 unter eine Torsionsspannung gesetzt, so daß es dem schwingenden Geräteteil
2 Schwingungsenergie entzieht und dieses verzögert.
Das beste Dämpfungsergebnis wird erzielt, wenn diese Verzögerung den schwingenden Geräteteil in
demjenigen Augenblick zum Stillstand und zum Beginn der Umkehr bringt, in dem der Geräteteil seine
durch die Richtkraft bestimmte Sollstellung erreicht. In diesem Augenblick wird dann durch den Schleppschalter
wiederum das Zeitrelais stromlos gemacht, das den Drehmagneten 16 einschaltet, unter dessen
Kraft dann die Teile 13, 14 und 20 entgegen der vom Bremsschuh 19 ausgeübten Reibungskraft mit großer
Geschwindigkeit der Anzeigescheibe 12 und somit dem Geräteteil 2 nachlaufen. Dieser Nachlauf ist in
F i g. 2 durch die senkrechte gestrichelte Linie angedeutet. Nach Beendigung dieses Nachlaufes wird der
Drehmagnet 16 wieder stromlos. Die Teile verbleiben nun so lange in dieser Lage, bis eine Richtungsänderung
der Richtkraft eintritt und einen neuen Schwingungsvorgang auslöst.
Der in F i g. 2 veranschaulichte Dämpfungsvorgang stellt einen Idealfall dar, der sich nur ausnahmsweise
verwirklichen läßt. In diesem Idealfall ist die Folgegeschwindigkeit des durch den Drehmagneten 16
nachgeführten Traggliedes 13 unendlich groß angenommen. Die Zeit der Gleichstellung der Teile 12
und 13 ist also im Vergleich zur Schwingungszeit so klein, daß sie vernachlässigt werden kann. Aus diesem
Grund ist die die Nachstellbewegung des Traggliedes 13 darstellende strichpunktierte Linie als
senkrechte Linie angegeben.
Die F i g. 3 und 4 zeigen den Schwingungsverlauf bei Drehung der Herzkurvenscheibe 14 mit endlicher
Geschwindigkeit. Dabei stellt die F i g. 4 eine in der Praxis erreichbare sehr gute Dämpfung dar.
Für jede Richtkraft kann man eine Charakteristik dadurch definieren, daß man die Änderung der Kraft
für jede Einheit des Weges angibt. Wenn diese Charakteristik ebenso groß gemacht wird wie die Steifigkeit
der Feder 5, dann übt die Feder auf das Tragglied 13 die gleiche Rückstellkraft aus wie die Richtkraft,
wenn der Geräteteil 2 während des Stillstandes des Traggliedes 13 und des Richtkraftvektors aus
seiner Nullage ausschwingt. Dadurch wird erreicht, daß nach einer Auslenkung des Läufers 2 seine
Claims (1)
1. Vorrichtung an einem Meßgerät zur Dämpfung eines schwingfähigen, einer Richtkraft unterliegenden
Geräteteils, das durch ein federndes Band od. dgl. mit einem längs der gleichen Bahn
beweglichen Tragglied verbunden ist, wobei das Tragglied, angetrieben durch einen Nachlaufantrieb,
der von einem den schwingenden Geräteteil abfühlenden Taster gesteuert wird, dem Geräteteil
nachläuft, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachlauf antrieb (8, 9, 12, 16, 17) durch eine Steuereinrichtung (21) nur für eine
kürzer als eine halbe Schwingungsperiode bemes-
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960A0033749 DE1238683B (de) | 1960-01-20 | 1960-01-20 | Vorrichtung an einem Messgeraet zur Daempfung eines schwingfaehigen, einer Richtkraft unter-liegenden Geraeteteils |
| CH35261A CH383017A (de) | 1960-01-20 | 1961-01-12 | Vorrichtung zur Dämpfung eines schwingend gelagerten Geräteteils |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960A0033749 DE1238683B (de) | 1960-01-20 | 1960-01-20 | Vorrichtung an einem Messgeraet zur Daempfung eines schwingfaehigen, einer Richtkraft unter-liegenden Geraeteteils |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1238683B true DE1238683B (de) | 1967-04-13 |
Family
ID=6928285
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1960A0033749 Pending DE1238683B (de) | 1960-01-20 | 1960-01-20 | Vorrichtung an einem Messgeraet zur Daempfung eines schwingfaehigen, einer Richtkraft unter-liegenden Geraeteteils |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH383017A (de) |
| DE (1) | DE1238683B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19024C (de) * | The Consolidated Telephone construction AND MArNTENANCE COMPANY (LIMITED) in London | Neuerungen an Diaphragmen für Telephone | ||
| DE845399C (de) * | 1945-01-31 | 1952-07-31 | Sperry Corp | Kreiselkompass |
| US2611973A (en) * | 1945-01-31 | 1952-09-30 | Sperry Corp | Gyrocompass |
-
1960
- 1960-01-20 DE DE1960A0033749 patent/DE1238683B/de active Pending
-
1961
- 1961-01-12 CH CH35261A patent/CH383017A/de unknown
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19024C (de) * | The Consolidated Telephone construction AND MArNTENANCE COMPANY (LIMITED) in London | Neuerungen an Diaphragmen für Telephone | ||
| DE845399C (de) * | 1945-01-31 | 1952-07-31 | Sperry Corp | Kreiselkompass |
| US2611973A (en) * | 1945-01-31 | 1952-09-30 | Sperry Corp | Gyrocompass |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH383017A (de) | 1964-10-15 |
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