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Amalgammischvorrichtung Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung
zum Mischen der Bestandteile von Amalgamen für zahnärztliche Zwecke, bei welcher
die Amalgambestandteile, z. B. Ouecksilber und Silberfeilicht, in einer an einem
schwingenden Arm angebrachten Büchse enthalten sind, welche durch die Schwingungen
des vorzugsweise federnden Armes in Schüttelbewegung versetzt wird. Nach der Erfindung
wird dies dadurch erreicht, daß der die Büchse tragende, schwingende Arm in radialer
Richtung an einer Welle befestigt ist, die einen zwisellen Polschuhen eines Magneten
oder mehrerer Magnete geführten Anker aus magnetischem Material mit oder ohne Stromwicklung
trägt und ferner mit die Bewegung der Welle mitmachenden Kontakten verbunden ist,
welche bei der hin und her gehenden Bewegung der Welle abwechselnd mit fest angeordneten
Kontaktorganen in Berührung gebracht werden, wobei die genannten Kontakte und Kontaktorgane
derart in den Stromkreis der Wicklung oder Wicklungen der Feldmagnete oder des Ankers
oder beider Teile eingeschaltet sind, daß durch jedes Offnen und Schließen der Kontakte
auf die den schwingenden Arm tragende Welle ein im entgegengesetzten Sinne zu der
vorhergehenden Drehrichtung gerichteter Bewegungsimpuls ausgeübt wird.
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In der Zeichnung ist in Abb. I in einer Vorderansicht und in Abb.
2 in einer Seitenansicht eine Vorrichtung nach der Erfindung in einer Ausführungsform
beispielsweise dargestellt.
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Die die Amalgambestandteile enthaltende Büchse I ist eingeklemmt
zwischen die beiden gegabelten Enden y und z des schwingenden, vorzugsweise federnden
Armes k. Dieser Arm ist am einen Ende der Weller auf dieser senkrecht zu ihrer Längsrichtung
befestigt. Auf der Welle ist weiter befestigt ein Anker, welcher in der dargestellten
Ausführungsform aus einem z. B. geschlossenen Körper aus Weicheisen von größerer
Breite als Höhe ohne Stromwicklung besteht und zwischen den beiden Polschuhen b
und c eines Elektromagnetena nachArt des Ankers eines Elektromotors geführt ist.
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Am anderen Ende ist auf der Welle h senkrecht zu deren Längsrichtung
querüber ein Metallstreifen m befestigt, welcher an seinen beiden Enden auf der
Oberseite mit Kontaktstücken o und n versehen ist. Gelagert ist die Welle in zwei
Plattentundg aus nicht magnetischem Material, welche an beiden Seiten der Polschuhe
b und c des Feldmagneten, den Zwischenraum zwischen diesen Polschuhen überbrückend,
an ihnen befestigt sind. An den Polschuhen angebracht sind ferner feststehende,
gegebenenfalls verstellbare Kontaktstücke p und q in solcher Lage, daß sie von oben
oder auch von unten den mit der Welle beweglichen Kontaktstückenn und o in solcher
Entfernung gegenüberstehen, daß dadurch die Ausschläge der Welle bzw des schwingenden
Hebels
in gewünschtem Maße begrenzt wer den. Die Kontakte p und q sind isoliert voneinander
und von den Polschuhen des Magneten angebracht und durch die Stromzuführungsdrähte
r und s mit den Spulen d unde des Elektromagneten in der auf der Zeidä nung durch
punktierte Linien angedeuteten Weise verbunden. Die anderen Enden der Wicklungen
der Feldmagnete d und e, t und t sind zu der Stromanschlußklemme v geführt. während
die andere Stromanschlußklemme x mit den beweglichen Kontakten o und n über deren
Metallträgerm und den Leitungs draht u verbunden ist.
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Die Betätigung der Vorrichtung kann durch Anschluß einerbeliebigenGleich-oder
Wechselstromquelle von geeigneter Spannung an die Anschlußklemmen v und x erfolgen
und verläuft in folgender Welse: Zu Beginn der Betätigung wird sich der schwingende
Hebel k infolge der Belastung durch die Büchsel zunächst stets in seitlich geneigter
Stellung befinden, so daß entweder der benvegliche Kontakt o oder der Kontakt 1
mit dem entsprechenden, den Ausschlag des Hebels begrenzen den festen Gegenkontakt
in Berührung steht. Bei Stromschluß wird also entweder die Spuled oder die Spule
e von Strom durchflossen, und hierdurch werden die Polschuhe b und c magnetisch,
so daß der Anker i einen Impuls im Sinne seiner Einstellung auf die kürzeste Verbindung
zwischen den Polschuhen des Feldmagneten erhält.
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Unter der Wirkung der lebendigen Kraft der bewegten Teile wird er
aber über dies Ziel hinausschießen, bis der andere bewegliche Kontakt mit seinem
festen Gegenkontakt in Berührung kommt so daß nunmehr der Strom durch die andere
Spule des Feldmagneten geschlossen wird, wieder ein Bewegungsimpuls auf den Anker,
aber diesmal im entgegengesetzten Sinne wie zuvor, erfolgt. worauf wieder Berührung
zwischen den Kontakten erfolgt usw. Das Ergebnis ist also eine fortwährende rasche
Hindundherbewegung des Armes samt der in diesem eingespannten Büchse, wodurch die
Amalgambestandteile in wirksamster Weise und kürzester Zeit miteinan der vermischt
werden.
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Die Einzelheiten der Vorrichtung sowie insbesondere der Stromführung
können im Rahmen des Erfindungsgedankens weitgehend geändert werden. So kann man
z. B. bei der dargestellten Ausführungsform die Wiclslung der Feldmagnete sowohl
im gleichen Sinn als auch in entgegengesetztem Sinn anordnen, so daß im letzteren
Falle die magnetische Polarität an beiden Polschuhen auch bei Verwendung von Gleichstrom
beständig wechselt.
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Statt bei dieser Schaltungsweise die entgegengesetzten Wicklungen
getrennt auf je einem Schenkel der Feldmagnete anzubringen, kann man sie auch gegebenenfalls
auf beiden oder auch- auf einem Schenkel des Feldmagneten neben-oder übereinander
in an sich bekannter Weise anordnen.
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Auch können in allen Fällen statt des einen Hufeisenmagneten a zwei
getrennte, z. B. in der Linie I-II der Abb. I voneinander magnetisch isolierte Elektromagnete
Verwendung finden.
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Ferner kann man auch bei den beschriebenen Ausführungsformen der
Schaltung der Feldinagnetwicklungen den aus Weicheisen bestehenden Anker mit einer
Stromwicklung oder Stromwicklungen versehen und diese in geeigneter Weise in den
Stromkreis einschalten. Vorteilhaft verwendet man hierzu zwei Wicklungen, die in
ihrer Wirkung entweder gleich oder entgegengesetzt angeordnet sind und deren eine
Enden mit einer Stelle der Strombahn, z. B. der Anschlußklemme r, verbunden sind,
während die anderen Enden zu den in diesem Falle voneinander isoliert anzubringenden
Kontakten o und ob geführt werden, so daß bei jeder Berührung eines dieser Kontakte
mit dem entsprechenden Gegenkontakt der Strom im Anker entweder im gleichen oder
im entgegengesetzten Sinn wie bei der vorherigen Stellung geschlossen wird, und
die Polschuhe des Ankers dementsprechend abwechselnd im gleichen Sinn oder im entgegengesetzten
Sinn magnetisch polarisiert werden. Die letztere Schaltungsweise wird im allgemeinen
nur Verwendung finden, wenn gleichzeitig durch Anwendung entgegengesetzt wirkender
Wicklungen auf dem oder den Feldmagneten für einen entsprechendenWechsel der Polarität
der Feldmagnete Sorge getragen ist.
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Weiterhin können die beweglichen Teile entsprechend den Kontakten
o und ii z. B. nach Art von Kollektorlaindlen drehbar angeordnet, z. B. in eine
auf der Welle angebrachte Trommel aus nicht leiten dem Material eingelassen und
die Gegenkontakte als Schleifbiirsten o. dgl. ausgebildet sein. In diesem Falle
genügt, wenn z. B. die Polschuhe der Feldmagnete stets nur im gleichen Sinn magnetisiert
werden spllen, bereits eine einzige Schleifbürste, die bei den Ausschlägen des schwingenden
Hebels abwechselnd mit jeder der beiden Lamellen in Verbindung gebracht wird.
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Um eine abwechselnde Polarisierung des Feldes zu erzielen, können
entsprechend der Stromführungsweise nach der Zeichnung bei Verwendung zweier solcher
Lamellen zwei Schleifbürsten Verwendung finden. Auch kann man bei Verwendung zweier
Schleifbürsten und entsprechender Schaltung z. B. statt zwei drei Kontaktlamellen
vorsehen
und von diesen die beiden äußeren z. B. im gleichen Sinne
polarisieren, so daß bei der Hinundherbewegung des Ankers jedesmal eine regelrechte
Umschaltung des durch die Schleifbürsten ab- oder zugeführten Stromes erzielt wird.
Auch in allen diesen Fällen kann der Anker gegebenenfalls mit einer Wicklung oder
Wicklungen versehen sein, so daß in Verbindung mit den verschiedenen. im obigen
angedeuteten Schaltungsweisen, gegebenenfalls unter Verwendung einer Mehrzahl von
beweglichen bzw. festen Kontaktorganen die verschiedenartigsten Kombinationen erzielt
werden können.
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Schließlich kann man auch den Feldmagnet bzw. die Feldmagnete aus
permanent magnetisiertem Stahl herstellen, wobei der in diesem Falle mit zur Längsachse
symmetrischem Querschnitt zu gestaltende Anker aus Weicheisen mit entsprechender
Stromwicklung zu versehen ist. Die Art der in diesen Fällen atlzuwendenden Schaltungen
ergibt sich ohne weiteres aus dem oben Gesagten.
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Bei Verwendung von feststehenden Kontakten in der in der Zeidmung
dargestellten Anordnung können diese gegebenenfalls auch als Flüssigkeits-, z. B.
Quecksilberkontakte oder z. B. federnd oder in sonstiger beliebiger geeigneter Weise
ausgebildet sein.
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Zur Herabminderung der an den Kontakten auf tretenden TTilterbrechungsf
unken kann man Kondensatoren parallel zur Funkenstrecke schalten. I ; Ferner empfiehlt
es sich, zwecks Erziehing eines elastischen und geräuschlosen Ganges an geeigneter
Stelle oder an mehreren Stellen federnde Organe, z. B. Gummipuffer, im Weg des Ankers
bzw. von mit diesem verbundenen festen Teilen, z. B. in Fonn von federnden Anschlägen,
für beide Arme des schwingenden Kontakthebels nz nach Abb. I vorzusehen. Der Angriff
dieser federnden Organe kann auch an der Welle selbst z. B. in der in Abb. 4 dargestellten
Weise erfolgen.
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Es ist hier I ein auf die Welle aufgesetztes Ansatzstück, in welches
das eine Ende einer Schraubenfeder2eingehängt ist, deren anderes Ende bei 3 mit
dem Fundament des Apparates vorzugsweise durch die Stellschraube 4 verstellbar verbunden
ist, so daß die Spannung der Feder beliebig geregelt werden kann.
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An Stelle dieser einen Schraubenfeder können auch zwei solche Federn
z. B. an einem Querstück zu beiden Seiten der Welle verwendet werden, oder es können
auch z. B. zu beiden Seiten der Welle zwei mit den unteren Enden am Fundament befestigte
Blattfedern derart vorgesehen sein, daß ihre oberen, freistehenden Enden beiderseits
federnde Ausschläge für ein an der Welle befestigtes Ansatzstück, z. B. nach Art
des Ansatzstückes I der Abb. 4, bilden o. dgl. mehr.
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Ebenso können die anderen Teile der Vorrichtung in beliebiger Weise
variiert werden.
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So kann z. B. die Anzahl der Feldmagnete sowie ihrer Polschuhe eine
beliebige sein.
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Ferner kann der schwingende Arm am Ende der Welle statt nach oben
unter Umständen auch nach unten gerichtet oder auch an einer anderen Stelle der
Welle, z. B. gemäß Abb. 3 am Anker selbst, angebracht sein.
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Seine Herstellung erfolgt mit Vorteil aus zwei flach aufeinanderliegen
den Streifen aus federndem Material, z.B. Stahlblech, die z.B. an der Anschlußstelle
einfach um die Welle herumgelegt und gegen diese z. B. durch Nieten oder Schrauben
in der auf der Zeichnung angedeuteten Weise verklemmt sein können.
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Die äußeren, gabelförmig abgebogenen Enden 1 und des des Armes sind
zweckmäßig mit Löchern bzw. Vertiefungen versehen, in welche die Büchse I mit an
ihren Enden angebrachten Ansätzen eingespannt sein kann, wobei, um das Einspannen
der Büchse zu erleichtern, der eine Gabelarm (in der Zeichnung ) vorteilhaft etwas
länger als der andere gehalten ist.