DE1238160B - Aufzehrbarer Waermekopf - Google Patents
Aufzehrbarer WaermekopfInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.
B22d
Deutsche Kl.: 31 b2 - 7/10
Nummer: 1238160
Aktenzeichen: L 48976 VI a/31 b2
Anmeldetag: 8. Oktober 1964
Auslegetag: 6. April 1967
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen in Verbindung mit Block-Gießformen zu verwendenden
Wärmekopf, der als Verlängerung am Kopf der Block-Gießform eine wärmeisolierende und zusätzliche
Wärme vermittelnde Wirkung ausübt, wobei im oberen Teil der Gießform während des Abkühlens
des eingefüllten Blockmaterials eine Schicht geschmolzenen Metalls gehalten wird. Zweck einer
solchen Wärmekopfwirkung ist es, die Bildung sogenannter Pfeifen zu verhindern oder noch weitgehend
auszuschalten und sonstige, beim Gießen des Blocks entstehende Mängel zu unterbinden.
Das wesentlich Neue an dem hier offenbarten aufzehrbaren Wärmekopf liegt in den Eigenschaften des
Selbstformens und Haltens begründet. Das hier offenbarte Gerät besteht aus vier Teilen aufzehrbaren Materials,
das das geschmolzene Metall bis zum Abkühlen und Festwerden in der Form hält und dann verbrennt,
wobei nur ein Aschenrest verbleibt. Infolgedessen braucht der Wärmekopf von dem gegossenen so
Block nicht mehr entfernt zu werden. Außerdem sind die vier Teile so angeordnet, daß zwei dieser Teile
an den Seiten des oberen Teils der Block-Gießform aufgehängt und die beiden anderen Teile des Wärmekopfes
an diese angefügt oder angesetzt und dadurch gehalten werden können. Ist das Gerät also teilweise
innerhalb des oberen Teils einer Block-Gießform angeordnet, so fügt es sich zu seiner Anordnung selbst
zusammen, hält sich in dieser Anordnung fest und, was noch wichtiger ist, kann durch Schütfelbewegung
in die vorgeschriebene Form gebracht werden, so daß sich die einzelnen Teile des Gerätes eng an die
Seitenwände der Block-Gießform fügen, um zu verhindern, daß Metall zwischen den Wärmekopf und
die Wände der Block-Gießform gelangt.
Die bereits bekannten aufzehrbaren Wärmeköpfe haben sich als unzureichend erwiesen, da sie das geschmolzene
Metall oft nicht hinreichend im Schmelzzustand erhalten haben und ihre Verwendung es
überdies notwendig machte, daß das geschmolzene Metall eine Temperatur innerhalb eines begrenzten
Temperaturbereiches aufweisen mußte. Bei den bisher entwickelten Wärmeköpfen kam es oft zu Verschiebungen,
so daß sie im oberen Teil beim Eingießen der Kokille keine flüssige Metallschicht zu
halten vermochten. Gleichzeitig floß häufig das Metall zwischen den Wärmekopf und die Innenwände
der Block-Gießform.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen verbesserten, aufzehrbaren Wärmekopf, der für einen
weiten Temperaturbereich verwendet werden kann, der seine Form nicht verändert und dadurch ober-Aufzehrbarer
Wärmekopf
Anmelder:
Michael Donald La Bate,
Wampum, Pa. (V. St. A.)
Wampum, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Beetz und Dipl.-Ing. K. Lamprecht, Patentanwälte, München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Michael Donald La Bate,
Wampum, Pa. (V. St. A.)
Wampum, Pa. (V. St. A.)
halb der Kokille die gewünschte flüssige Metallschicht aufrechterhält. Gleichzeitig ist das Gerät
sicher in die Block-Gießform eingepaßt und so angeordnet, daß seine Unterkanten mit starkem Druck
gegen die Block-Gießform gepreßt werden, so daß diese mit dem Wärmekopf eine Abdichtung bildet.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist es, einen aufzehrbaren Wärmekopf zu schaffen, der aus mehreren
Teilen besteht und im oberen Teil einer Block-Gießform durch Zusammenwirken mit den einzelnen
Teilen des Wärmekopfes in zusammengefügtem Zustand gehalten wird.
Ferner ist es Zweck der Erfindung, einen aufzehrbaren Wärmekopf aus einem Material zu schaffen,
das sich besonders für einen vollständigen Zerfall in krümeligem Zustand und/oder Aufzehrung eignet.
Ein weiterer Zweck der Erfindung liegt darin, einen aufzehrbaren Wärmekopf zu schaffen, der
außerdem ein aufzehrbares Material enthält, das bei der Verbrennung eine Temperatur erzeugt, die niedriger
ist als die Temperatur des in dem Wärmekopf enthaltenen heißen Metalls. Ferner soll der Wärmekopf
flüssiges Metall aufnehmen und halten, das Temperaturen bis zu etwa 1860° C aufweist, ohne
dabei seine ursprüngliche Form und physikalischen Eigenschaften zu verändern und ohne das flüssige
Metall entweichen zu lassen, so daß sich das Metall auf normale Weise verfestigen und eine flüssige
Schicht bilden kann, welche die Bildung sogenannter Pfeifen und/oder sonstiger Unregelmäßigkeiten im
Guß verhindert.
Ferner ist es Zweck der Erfindung, einen Wärmekopf aus vollkommen aufzehrbarem und/oder zersetzbarem
Material zu schaffen, der ohne Rücksicht
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auf die Dichte des eingegossenen Metalls hergestellt und vorzüglich für Block-Gießformen verwendet
werden kann.
Der in vorliegender Erfindung offenbarte aufzehrbare Wärmekopf stellt eine Verbesserung der bekannten
Wärmeköpfe dar, die bisher auf Block-Gießformen zur Aufnahme flüssigen Metalls, beispielsweise
Eisen und Stahl, verwendet worden sind. Bei der Herstellung von Eisen- und Stahlblöcken war es
lange Zeit üblich, einen keramischen Wärmekopf auf die Blockform zu setzen, der den obersten Teil des
gegossenen Blocks aufnahm und die Kühlung des Metalls verzögerte, so daß das Metall sich in der
Blockform abkühlen und verfestigen konnte, ohne daß sich Lunker oder Pfeifen bildeten. Der erfindungsgemäße
Wärmekopf besteht dagegen aus Material, das vollständig aufgezehrt wird, nachdem sich
das Metall darin verfestigt hat.
Die Erfindung betrifft somit eine Kombination und eine Anordnung von Teilen und deren spezielle Ausbildung,
wie sie im folgenden beschrieben und beansprucht wird. Die Beschreibung der speziellen Ausführung
nach der Zeichnung ist nicht als Einschränkung der Erfindung anzusehen, sondern nur als Erläuterung
aufzufassen. Es sind zahlreiche Änderungen und Variationen möglich, ohne daß dabei der
Erfindungsbereich verlassen wird.
Erfindungswesentliche Merkmale sollen nunmehr an Hand der Zeichnung ausführlicher beschrieben
werden; es zeigt
Fig. 1 eine räumliche Darstellung eines selbsttragenden, aufzehrbaren Wärmekopfes,
F i g. 2 eine Ansicht eines Teilstücks des in F i g. 1 gezeigten Wärmekopfes,
F i g. 3 eine Ansicht eines weiteren Teilstücks des in F i g. 1 gezeigten Wärmekopfes,
F i g. 4 eine Bodenansicht von der Geraden 4-4 (Fig. 3),
F i g. 5 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Wärmekopf, der innerhalb des oberen Teils
einer Block-Gießform angeordnet, in diese eingefügt und mit Metall gefüllt ist.
Der in F i g. 1 gezeigte, verbesserte aufzehrbare Wärmekopf in Form eines Rahmens aus etwa senkrechten
Wänden besteht aus zwei einander gegenüberliegenden, völlig gleichartig ausgebildeten Seitenteilen
10 und 11 und zwei einander gegenüberliegenden, völlig gleichartig ausgebildeten Quer- oder Endteilen
12 und 13. Die Seitenteile 10 und 11, sowie die Endteile 12 und 13 sind an ihrer jeweiligen Außenfläche
mit einer Anzahl von mit senkrechten Abstand angeordneten Kerben 14, 15 versehen, in die jeweils
das untere Ende einer als Winkelhaken ausgebildeten Aufhängevorrichtung 16 eingesetzt werden kann, wie
aus Fig. 1 am deutlichsten zu erkennen ist. Das obere Ende dieser Aufhängevorrichtung 16 ist jeweils
nach außen abgewinkelt (s. 17) und so ausgebildet, daß es über den oberen Rand einer Block-Gießform
M, wie in F i g. 5 dargestellt, greift. Die Wandteile 10 und 11 des Wärmekopfes sind in ihrer unteren
Hälfte breiter ausgelegt als in ihrer oberen Hälfte, und die Wandteile 12 und 13 sind in der oberen
Hälfte breiter ausgelegt als in der unteren Hälfte, so daß die Teile 12 und 13 auf die Teile 10 und 11
aufgesetzt und von den unteren Hälften der Teile 10 und 11 so in einer Block-Gießform gehalten werden,
daß sie über diese Block-Gießform hinausragen, wobei die TeilelO und 11 wiederum von den haken-
artig ausgebildeten Aufhängevorrichtungen 16 getragen werden. Wie aus der Zeichnung ferner zu ersehen
ist, sind die oberen Abschnitte der Teile 10 und 11 des Wärmekopfes so ausgebildet, daß ihre
Breite leicht nach oben abnimmt; das gleiche gilt übrigens für die unteren Abschnitte der Teile 12 und
13 des Wärmekopfes. Dadurch werden V-förmige Spalte zwischen den Kanten der Teile 10 und 11 und
den entsprechenden Kanten der anstoßenden Teile 12 ίο und 13 gebildet, in die Keilstücke 18 genau einsetzbar
sind. Eines dieser Keilstücke ist in F i g. 1 und zwei weitere sind in Fig. 5 dargestellt; dadurch
können die entsprechenden Endteile 12 und 13 nach außen gegen die Seiten der Block-Gießform verkeilt
werden, wie in Fig. 5 dargestellt, so daß ein Anheben oder »Aufschwimmen« des Wärmekopfes
sicher vermieden wird.
In Fig. 2 und 3 sind Teilansichten der Wärmekopfwandteile 10 und 13 gezeigt, die gleichartig ausgebildet,
aber umgekehrt zueinander angeordnet sind. Somit kann der Wärmekopf nach F i g. 1 aus vier
gleichartig ausgebildeten Teilen 10, 11, 12 und 13 gebildet werden, wobei die Teile 10 und 11 jeweils
mit dem breiteren Teil nach unten und die Teile 12 und 13 mit dem breiteren Teil nach oben zusammengesetzt
werden.
F i g. 4 zeigt eine Ansicht von unten auf den in F i g. 3 dargestellten Teil 10. Man ersieht daraus, daß
die senkrecht verlaufenden Kanten in der unteren Hälfte bei 19 abgerundet sind, so daß der aus vier
derartig ausgebildeten Teilen bestehende Wärmekopf in eine Block-Gießform eingesetzt werden kann, die
abgerundete Ecken aufweist, und gleichzeitig das geschmolzene Metall innerhalb des Wärmekopfes dicht
abschließen kann. Die hier offenbarte Ausbildung hat zudem den Vorteil, daß die Teile 10, 11, 12 und 13
des Wärmekopfes mit Hilfe der Keile 18 fest miteinander verkeilt werden, wenn sie in den oberen, offenen
Teil einer leeren Block-Gießform gesetzt werden. Somit ist jegliches Entweichen von flüssigem Metall
von vornherein ausgeschaltet.
Wenn das geschmolzene Metall in die Block-Gießform eingegossen wird, wie beispielsweise in der
Querschnittszeichnung in F i g. 5 dargestellt, steigt es nach oben in den Bereich des Wärmekopfes und bildet
dort eine flüssige Masse, die sich über einen längeren Zeitraum flüssig hält und als das flüssige Metall
in der Block-Gießform M, so daß dadurch für eine gewisse Menge heißen Metalls gesorgt ist und
die Bildung von Pfeifen, Lunkern und sonstigen Unregelmäßigkeiten in der gegossenen Kokille unterbunden
wird. Nachdem das Metall in den Randbereichen innerhalb der Block-Gießform im wesentlichen
abgekühlt und fest geworden ist, entzündet sich das Material des Wärmekopfes und zehrt sich
vollständig auf, wobei nur ein pulverförmiger Rückstand verbleibt, der den Gußblock in keiner Weise
schädlich beeinflußt und anderseits einen bereits fertiggeformten oberen Blockteil freigibt, der das Lösen
des Blocks aus der Gießform erleichtert.
Dem Fachmann sind aufzehrbare Wärmeköpfe bekannt, die aus vielerlei Grundstoffen bestehen können.
Als Beispiel eines für die Herstellung eines Wärmekopfes im Sinn der vorliegenden Erfindung
hervorragend geeigneten Gemisches sei eine Masse aus 18 kg Sägemehl, 63 kg Rohdolomit und 36 kg
Natriumsilikat als Bindemittel angeführt. Diese Grundmischung kann dadurch abgewandelt werden,
Claims (5)
1. Wärmekopf in Form eines an seinem oberen und unteren Ende offenen Rahmens aus etwa
vertikalen, aufzehrbaren Wänden, dadurch gekennzeichnet, daß er aus etwa T-förmigen
Wandteilen (10, 11,12,13) mit breitem, dem Querbalken des T entsprechenden oberen Abschnitt
und schmälerem, zum Fuß des T hin leicht nach innen abgeschrägten, dem Längsbalken des T
entsprechenden unterem Abschnitt zusammengesetzt ist, wobei jeweils zwei Wandteüe (10, 11)
umgekehrt werden und mit ihrer ebenen Querbalkenunterseite zwei weiteren Wandteilen (12,
13) als Auflage dienen.
2. Aufzehrbarer Wärmekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er vier gleichartig
ausgebildete Wandteile (10, 11, 12, 13) aufweist und daß zwischen den genannten Wandteilen
Keile (18) angeordnet sind, die diese zum Zwecke der Vergrößerung der äußeren Abmessungen des
Wärmekopfes auseinanderschieben.
3. Aufzehrbarer Wärmekopf nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweilige Stellung der Teile durch die genannten Keüstücke so geändert wird, daß sich die
Wandteile (12,13) des Wärmekopfes fugenlos an die entsprechenden Innenwände der Block-Gießform
fügen.
4. In eine Block-Gießform einzusetzender aufzehrbarer Wärmekopf nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der vier Wände in ihrer Außenfläche mit einer Anzahl in senkrechten Abständen
voneinander angeordneten Kerben (14, 15) versehen ist.
5. In eine Block-Gießform einzusetzender, aufzehrbarer Wärmekopf, nach den Ansprüchen 1
bis 4, der von der genannten Block-Gießform getragen wird und eine oberseitige Verlängerung
der Gießform bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmekopf ein erstes Paar in der Block-Gießform
einander gegenüber angeordneter Wandteile (10, 11) und in an den Außenflächen
dieser Wandteile vorgesehene Kerben (14, 15) eingreifende und an dem oberen Teil der Block-Gießform
gehaltene Aufhängevorrichtungen aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 548S15 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
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1964
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