DE1237622B - Verschieberegister mit je eine Mehrzahl OEffnungen aufweisenden Magnetkernen - Google Patents
Verschieberegister mit je eine Mehrzahl OEffnungen aufweisenden MagnetkernenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
GlIc
H03k
Deutsche Kl.: 21 al - 37/64
Nummer: 1237 622
Aktenzeichen: A 36033IX c/21 al
Anmeldetag: 15. November 1960
Auslegetag: 30. März 1967
Es sind Verschieberegister bekannt, bei denen als Speicherelemente in Serie geschaltete Magnetkerne
Anwendung finden, die je eine mittlere Hauptöffnung und mindestens eine kleinere, von einer Ausgangswicklung
durchsetzte Ausgangsöffnung aufweisen; aufeinanderfolgende Kerne sind durch von den
äußeren Stromquellen der Schaltung unabhängige, die Ausgangsöffnung des übertragenden Kernes
durchsetzende Ubertragerwicklungen gekoppelt, und die Kerne weisen ferner die Hauptöffnungen durchsetzende
Löschwicklungen und eine die Übertragung vorbereitende, die Ausgangsöffnung durchsetzende
Übertragungsvorbereitungswicklung auf, welch letztere die Polarisation an der Ausgangsöffnung eines
jeden erregten Kernes, von dem eine Information zu übertragen ist, umkehrt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einhaltung enger Toleranzen des Verschiebestromes
zu vermeiden, ohne daß dabei die Ausgangsöffnung auch von der dem Kern die Information zuführenden
Eingangswicklung durchsetzt ist. Dabei vermeidet die Erfindung eine Rückwirkung des Ubertragungsvorganges
auf den vorausgehenden Kern durch Anwendung einer Haltewicklung, die dem rückwirkenden
Störfluß entgegenwirkt.
Die belgische Patentschrift 569 974, welche der britischen Patentschrift 878 156 entspricht, sieht zwar
auch die Anwendung einer die Ausgangsöffnungen der Kerne durchsetzenden Übertragungsvorbereitungswicklung
vor, welche eine Polarisationsumkehr an der Ausgangsöffnung eines erregten Kernes bewirkt,
und vermeidet dadurch die Notwendigkeit der Einhaltung enger Toleranzen des Verschiebestromes,
dieser Vorteil wird jedoch dadurch erkauft, daß durch die Ausgangsöffnung auch die dem Kern die
Information zuführende Wicklung geführt ist. Bei der geringen Kerngröße ist in dem letztgenannten Umstand
ein schaltungstechnischer Nachteil zu sehen.
Die Erfindung macht sich hiervon frei und verwendet grundsätzlich Kernanordnungen, bei denen
die dem Kern die Information zuführende Wicklung nicht durch die Ausgangsöffnung, sondern durch eine
andere Kernöffnung geführt ist. Durch diese die Schaltung der Kerne vereinfachende Maßnahme wird
jedoch wiederum die Gefahr erhöht, daß der übertragende Kern auf den vorausgehenden Kern beim
Übertragungsvorgang, d. h. beim Löschvorgang des Kernes, zurückwirkt.
Ein Verschieberegister mit einer Mehrzahl in Serie geschalteter, je eine mittlere Hauptöffnung und
mindestens eine kleinere Ausgangsöffnung aufweisender Magnetkerne, bei dem aufeinanderfolgende
Verschieberegister mit je eine Mehrzahl
Öffnungen aufweisenden Magnetkernen
Öffnungen aufweisenden Magnetkernen
Anmelder:
AMP Incorporated, Harrisburg, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. phil. G. B. Hagen, Patentanwalt,
ίο München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
ίο München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
Als Erfinder benannt:
David Ralph Bennion,
Loma Mar, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 25. November 1959
(855 335)
V. St. ν. Amerika vom 25. November 1959
(855 335)
Kerne durch von den äußeren Stromquellen der Schaltung unabhängige, die Ausgangsöffnung des
übertragenden Kernes durchsetzende Übertragerwicklungen gekoppelt sind und den Kernen die
Hauptöffnungen durchsetzenden Löschwicklungen und eine die Übertragung vorbereitende, die Ausgangsöffnungen
durchsetzende Übertragungsvorbereitungswicklung zugeordnet sind, welch letztere die
Polarisation an der Ausgangsöffnung eines jeden erregten Kernes, von dem eine Information zu übertragen
ist, umkehrt, kennzeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch, daß eine bei Erregung einer
Löschwicklung zur Erregung gelangende Haltewicklung vorgesehen ist und diese Haltewicklung dem
dem übertragenden Kern, von welchem aus die Datenübertragung stattfindet, vorangehenden Kern
eine solche magnetomotorische Kraft überträgt, daß der vorgeschaltete Kern gegen eine Störsignalerregung
durch den Löschvorgang des übertragenden Kernes geschützt ist.
Zweckmäßigerweise durchsetzen die Haltewicklungen die Ausgangsöffnungen der Kerne in solcher
Weise, daß die Polarisation im Außenschenkel einer Ausgangsöffnung eines jeden Kernes, dem Löschstrom
nicht zugeführt wird, in der dem Löschzustand entsprechenden Richtung gehalten wird.
Daß die Haltewicklungen die Ausgangsöffnungen der Kerne ebenfalls durchsetzen, ist aber nicht als schaltungstechnischer Nachteil zu werten, weil die Haltewicklungen durchgehende Wicklungen sind,
Daß die Haltewicklungen die Ausgangsöffnungen der Kerne ebenfalls durchsetzen, ist aber nicht als schaltungstechnischer Nachteil zu werten, weil die Haltewicklungen durchgehende Wicklungen sind,
709 547/276
während die Ausgangswicklungen und damit auch die Eingangswicklungen eines Kernes für jede Kernstufe
eine individuelle Wicklung darstellen, für die sich also nicht die Möglichkeit ergibt, die Wicklung als
einen durchlaufenden längeren Faden durch samtliehe Öffnungen nacheinander durchzufädeln.
Hinsichtlich der Technik betreffende Verschieberegister mit Magnetkernen, die eine Mehrzahl Öffnungen
aufweisen, ist insbesondere zu verweisen auf den Aufsatz in der Zeitschrift »Proceedings I.R.Ε.«, ίο
1959, S. 63 ff. Eine weitere ergänzende Veröffentlichung erschien im März 1959 unter dem Titel
»Proceedings of the Western Joint Computer Conference« aus Anlaß der im März 1959 tagenden
Konferenz in San Franzisko.
Die Erfindung und ihre Ausführung werden nachstehend an Hand der Figuren erläutert. Von den
Figuren zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines bekannten Verschieberegisters mit Kernen, welche eine
Mehrzahl Öffnungen haben,
Fig. 2A und 2B schematisch die Ausbildung verschiedener
Zustände magnetischer Remanenz in den Kernen,
Fig. 2C und 2D Kerne in einer erfindungsgemäßen
Anordnung, wobei verschiedene Zustände der magnetischen Remanenz gezeigt sind,
F i g. 3 bis 7 schematisch verschiedene Ausführungsformen von Schieberegistern gemäß der Erfindung.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Schaltungsanordnung eines Verschieberegisters, wie es im allgemeinen
den vorgenannten Patenten entspricht. Das Schieberegister besteht aus den in Serie geschalteten Magnetkernen
11 bis 14, wobei unter praktischen Verhältnissen mindestens 20 Kerne Anwendung finden. Die
mit ungeraden Ziffern bezeichneten Kerne der Schaltung werden im allgemeinen als ungerade Kerne bezeichnet
und diejenigen mit geraden Ziffern als gerade Kerne. Zur Speicherung einer jeden Bitstelle
sind ein ungerader Kern, beispielsweise der Kern 11, und ein gerader Kern, beispielsweise der nachfolgende
Kern 12, vorgesehen. Das Eingangssignal zu dem Verschieberegister wird über eine Eingangswicklung
19 von der das Signal liefernden Vorrichtung 16 erzeugt, und das Ausgangssignal wird über eine Ausgangswicklung
20 an die das Signal aufnehmende Vorrichtung 18 geleitet.
Die Kerne sind im wesentlichen von Ringform und haben Hauptöffnungen UM bis 14M sowie
Empfangsöffnungen 11R bis 14 R und Übertragungsöffnungen
11Γ bis 14 T. Übertragerwicklungen 21 bis 23 bewirken die Kopplung der ungeraden Kerne
und der geraden Kerne miteinander und sind durch die Übertragungsöffnung des einen Kernes und die
Empfangsöffnung des angekoppelten Kernes geführt.
Um sämtliche ungeraden Kerne zu löschen, damit sie einen solchen magnetischen Zustand annehmen,
in welchem Information gespeichert werden kann, wird Strom von einer ersten Stromquelle 24' der für
die ungeraden Kerne vorgesehenen Löschwicklung 24 zugeführt, wobei diese Wicklung induktiv mit den
ungeraden Kernen dadurch gekoppelt ist, daß sie durch die Hauptöffnung UM, 13M geführt ist. In
ähnlicher Weise wird, um die geraden Kerne zu löschen und sie in den Zustand zu versetzen, in
welchem Informationsdaten aufgezeichnet werden können, Strom von einer zweiten Stromquelle 25'
der für die geraden Kerne vorgesehenen Löschwicklung 25 zugeführt, welch letztere induktiv mit den
geraden Kernen dadurch gekoppelt ist, daß sie durch die Hauptöffnungen 12 M und 14 M geführt ist. Ein
gelöschter Kern enthält den BitO gespeichert, und ein erregter Kern enthält den Bit 1 gespeichert.
Um eine Verschiebung von einem geraden Kern auf einen ungeraden Kern zu bewirken, geht die
Wicklung 30 von der Verschiebestromquelle 32 durch die Öffnung 11Γ des Kernes 11, um den Öffnungsschenkel, welcher zwischen der Übertragungsöffnung
11Γ und der Hauptöffnung UM liegt, d. h. um den
inneren Öffnungsschenkel, sodann wiederum durch die Öffnung 11T, dann durch die öffnung UR des
Kernes 12, durch die Öffnung 12 M und um den inneren Schenkel der Öffnung, wiederum durch die
Öffnung 12 R und sodann durch die öffnung 13 T des nächsten ungeraden Kernes. Die Wicklung 30 bewirkt
sowohl transformatorische Kopplung mit den Wicklungen 21 bis 23 als auch eine Übertragungsvorbereitung der Kerne, so daß der kritische Stromwert zum Umschalten der Magnetisierung der Kerne
verringert wird.
Die Wicklung 34, welche eine Verschiebung von den geraden Kernen zu den ungeraden Kernen bewirkt,
verläuft von der Verschiebestromquelle 36 durch die Öffnung 12 Γ des Kernes 12, die öffnung
13 R des Kernes 13 und ist im übrigen genauso angeordnet wie die Wicklung 30.
Die Wirkungsweise der in Fig. 1 dargestellten Anordnung soll nunmehr im Hinblick auf die
Fig. 2A und 2B erläutert werden. In dem Kern40
nach Fig. 2A zeigen die Pfeile in der Nähe der Übertragungsöffnung und der Empfangsöffnung die
Magnetisierung an, die beim Löschen in dem Kern erhalten wurde, indem beispielsweise der Löschwicklung
42, welche die Hauptöffnung des Kernes 40 durchsetzt, Strom zugeführt wurde. Die Pfeile in der
Nähe der Empfangsöffnung und der Übertragungsöffnung zeigen an, daß im Löschzustand die Richtung
des Magnetfeldes im äußeren Schenkel und im inneren Schenkel einer jeden öffnung im Uhrzeigersinn
um die Hauptöffnung herum erfolgt.
Es wird nunmehr angenommen, daß gemäß Fig. 1
Löschstrom der Wicklung 24 zugeführt wurde und daß die ungeraden Kerne in den Löschzustand gemäß
F i g. 2 A übergeführt wurden und daß gewünscht ist, einen Bit 1 von der Vorrichtung 16 auf den Kern 11
zu übertragen. Der Zustand der Magnetisierung in einem erregten Kern ist in Fig. 2B gezeigt. Wenn
ein hinreichend starker Strom der Wicklung 19 zugeführt ist, welche die öffnungHi? nach Fig. 1
durchsetzt, ergibt sich eine Umkehr der Magnetisierung an dem magnetischen Weg, welcher die Hauptöffnung
umgibt. Insbesondere wird die Richtung des Magnetflusses in dem äußeren Schenkel der Empfangswicklung
umgekehrt und ferner in dem inneren Schenkel der Übertragungsöffnung. Der Magnetfluß
im inneren Schenkel der Empfangsöffnung und im äußeren Schenkel der Übertragungsöffnung behält die
gleiche Richtung wie zuvor. Der Strom, welcher die die Empfangsöffnung durchsetzende Wicklung durchfließt,
muß eine hinreichend hohe Amplitude haben, mit anderen Worten gesagt, die magnetomotorische
Kraft, welche in dem Kern durch dieEmpfangsöffnung zur Wirkung gebracht wird, muß so stark sein, daß eine
Umkehr des magnetischen Feldes um die Hauptöffnung herum erfolgt. Es muß diese magnetomotoriscae
Kraft einen bestimmten Mindestwert überschreiten, damit die Umkehr des magnetischen Feldes erfolgt
und nicht der Kern in dem in Fig. 2A dargestellten Zustand verbleibt. Um Daten auf die Kerne zu übertragen,
muß daher die Stromquelle 16 einen Strom an die Wicklung 19 liefern, wenn jedoch der Strom niedriger
ist als dem Minimalwert entspricht, wird die Magnetisierung im Kern 11 nicht geändert. Wenn der
Strom jedoch diesen Schwellwert überschreitet, wird der Kern 11 in den Erregungszustand gebracht.
Die Wicklung 25 wird dann erregt, und es werden sämtliche geraden Kerne gelöscht. Darauf wird die
Wicklung 30 mit einem Strom erregt, dessen Amplitude eine elektromotorische Kraft bewirkt, die etwas
kleiner oder gleich dem kritischen Stromwert ist, welcher den Kern 12 in den Erregungszustand überführt,
diesen Stromwert aber nicht überschreitet. Wenn der Kern 11 sich unter dem Einfluß der von der Vorrichtung
16 gelieferten Signale weiterhin im Löschzustand befindet, werden die Zustände der Kerne 11
und 12 nicht geändert. Auf diese Weise kann ein Signal 0 von dem Kern 11 auf den Kern 12 übertragen
werden. Der der Wicklung 30 zugeführte Strom hat eine solche Richtung, daß eine Umkehr des Magnetflusses
um die Übertrageröffnung des Kernes, mit welcher die Wicklung 30 gekoppelt ist, bewirkt wird.
Wenn sich der Kern im Löschzustand befindet, kann nur eine Flußumkehr um die Hauptöffnung herum
erfolgen, und da die zur Wirkung gebrachte magnetomotorische Kraft den Schwellwert nicht überschreitet,
tritt eine solche Umkehr des Magnetflusses nicht ein.
Wenn ein Magnetkern sich in seinem Erregungszustand befindet, kann eine Umkehr des Magnetflusses
um die Übertragungsöffnung dadurch erzeugt werden, daß eine magnetomotorische Kraft zur Wirkung
gebracht wird, die geringer ist als dem genannten Schwellwert entspricht oder geringer ist als der
Wert, welcher eine Umkehr des Magnetflusses um die Hauptöförung bewirkt. Wenn sich daher der Kern 11
im Erregungszustand befindet, kann ein Strom in der Wicklung 30 eine Umkehr des Magnetflusses an der
Übertragungsöffnung des Kernes 11 bewirken, so daß eine Spannung in der Wicklung 21 erzeugt wird,
welche sich dem bereits fließenden Strom hinzu addiert, so daß nunmehr der kritische Stromwert, welcher
eine Umkehr des Magnetflusses um die Hauptöffnung des Kernes 12 herum bewirkt, überschritten
wird, so daß der Kern 12 in seinen der Fig. 2B entsprechenden
Erregungszustand gebracht wird. Nachdem die ungeraden Kerne durch die Wicklung 24 gelöscht
wurden, wird die Wicklung 34 erregt, so daß ein Bit des Kernes 12 auf den Kern 13 übertragen
wird. Der Kern 11 befindet sich jetzt in dem Zustand, daß er einen neuen Bit aufnehmen kann. Indem man
der Reihe nach die Löschwicklungen und die Verschiebewicklungen erregt, können Daten von ungeraden
Kernen auf die geraden Kerne übertragen werden und von den geraden Kernen auf die ungeraden
Kerne, und schließlich können die Daten aus dem Verschieberegister hinausgeschoben werden.
Bei dem in Fig. 2C dargestellten Kern ist eine
Übertragungsvorbereitungswicklung 46 mit der Übertragungsöffnung gekoppelt, die sich um den inneren
Schenkel dieser Öffnung mit einer Anzahl Windungen N1 erstreckt und sich um den äußeren Schenkel
der öffnung mit einer Windungszahl N2 erstreckt. Die
Wicklung 46 ist mit der Übertragungsöffnung in ähnlicher Weise gekoppelt wie die Verschiebewicklungen
mit der Empfangsöffnung und der Übertragungsöffnung gekoppelt sind, nämlich in Form einer 8.
Es soll zunächst angenommen werden, daß ein Strom in der Wicklung 46 in solcher Richtung fließt, daß die
S Richtung des Magnetflusses an der Übertragungsöffnung entsprechend Fi g. 2 C umgekehrt wird, ohne
daß dabei die Richtung des Magnetflusses um die Hauptöffnung beeinflußt wird. Der Strom hat eine
Größe, die unterhalb des kritischen Stromwertes liegt,
ίο wenn der Kern sich im Erregungszustand befindet,
und wenn sich der Kern im Löschzustand befindet, ist er nicht hinreichend groß, um eine unerwünschte
Umkehr des Magnetfeldes zu bewirken. Der Magnetfluß um die Übertragungsöffnung wird im Gegenuhrzeigersinn
polarisiert entsprechend Fig. 2C, wenn der Kern vorbereitet wird, und wird im Uhrzeigersinn
entsprechend Fig. 2D polarisiert, wenn der
Kern nicht vorbereitet wird. Die Zuführung eines Stromes zu der Übertragungswicklung 48 bewirkt eine
Umkehr des Magnetflusses um die Ubertragungsöffnung herum, auch wenn der Kern zuvor erregt war,
so daß der Magnetfluß um die Übertragungsöffnung im Uhrzeigersinn polarisiert wird. Nachdem ein Kern
in den Erregungszustand gebracht wurde, welches der Zustand ist, in welchem der Magnetfluß um die Übertragungsöffnung
im Uhrzeigersinn verläuft, wird eine Übertragungsvorbereitung durch Erregen der Ubertragungsvorbereitungswicklung
bewirkt, so daß der Magnetfluß um die Übertragungsöffnung umgekehrt wird.
Es wird nunmehr auf F i g. 3 Bezug genommen. Die Verschiebewicklungen 47, 49 zum Verschieben
von einem ungeraden Kern zu einem geraden und umgekehrt sind mit den ungeraden bzw. geraden Kernen,
beispielsweise wie in F i g. 1 gezeigt, gekoppelt. Die Polarität der Kopplung muß so sein, daß der
Magnetfluß in bezug auf die Übertragungsöffnung in dem Uhrzeigersinn wirksam wird, wenn die Verschiebewicklungen
erregt werden. Um die Übersichtlichkeit nicht zu stören, ist die Verschiebewicklung
in F i g. 3 in vollständiger Form nur am Kern 11 gezeigt. Bei den anderen Kernen ist die Kopplung nur
durch Pfeile angedeutet. Eine Übertragungsvorbereitungswicklung 50 eines geraden Kernes ist induktiv
mit der Übertragungsöffnung sämtlicher geraden Kerne gekoppelt, wie dies in Fig.2C bei der Wicklung
46 gezeigt ist. Es ist jedoch, um. die Übersichtlichkeit der Figuren nicht zu stören, diese Kopplung
bei den Kernen 11 bis 13 nur durch Pfeile angedeutet.
Eine ÜbertragungsvorbereitungswicklungSl für die
ungeraden Kerne ist in ähnlicher Weise mit den Übertragungsöffnungen der ungeraden Kerne gekoppelt,
entsprechend der Kopplungsweise der Wicklung 46 nach Fig. 2C. Eine Löschwicklung54 für die ungeraden
Kerne ist in Serie mit den ungeraden Kernen gekoppelt, indem die Wicklung durch die Hauptöffnung
geführt ist und von dort an den äußeren Schenkel der Übertragungsöffnung der geraden Kerne geleitet
ist und danach wiederum durch die Hauptöffnung des folgenden ungeraden Kernes und dann
durch den äußeren Schenkel an der Übertragungsöffnung des folgenden geraden Kernes geführt ist. In
ähnlicher Weise ist eine Löschwicklung 56 durch die Hauptöffnung eines geraden Kernes und dann durch
die Übertragungsöffnung eines ungeraden Kernes geführt. Der Teil einer jeden Löschwicklung, welcher
mit der Übertragungsöffnung gekoppelt ist, dient dem Zweck, den betreffenden Kern gegen den Erregungs-
Vorgang zu schützen, welcher durch das Löschen des nachfolgenden Kernes, mit welchem die Übertragungswicklung
gekoppelt ist, bedingt sein kann.
Die Reihenfolge der Erregung der verschiedenen Wicklungen nach Fig. 3 ist in der nachstehenden
Tabelle 1 erläutert.
| »Ε 4Π | Tabelle | ti | 1 | Il | Strom der Übertr | agungswicklung ι |
|
| Taktfolge | 54 | Gerader Kern 12 | ti | Il | Positiv | ||
| Verschieben O -s | 50 | It | Il | Ungerader Kern 13 | ti | ||
| Löschen O | -O 49 | It | ti | ti | Negativ | ||
| Vorbereiten E | 56 | It | Il | Il | Positiv | ||
| Verschieben £-5 | 52 | It | Positiv | ||||
| Löschen E | tt | ||||||
| Vorbereiten O | tt | ||||||
| tt | |||||||
| tt | |||||||
| It | |||||||
| It | |||||||
| It | |||||||
Zur Erläuterung der Tabelle wird angenommen, daß der Kern 11 in den Erregungszustand gebracht
wurde und danach vorbereitet wurde. Neben der Spalte, welche die Taktfolge der Erregungen der verschiedenen
Wicklungen angibt, sind zwei Spalten in der Tabelle vorgesehen, die Pfeile aufweisen und den
geraden Kern 12 betreffen; zwei weitere Spalten mit Pfeilen betreffen den ungeraden Kern 13. Die Pfeile
in der ersten Teilspalte entsprechen dem Magnetfluß in dem äußeren und inneren Schenkel der Empfangsöffnungen des Kernes 12, und die Pfeile in der zweiten
der beiden Spalten entsprechen der Richtung des Magnetflusses in den inneren und äußeren Schenkeln
der Ausgangsöffnung bzw. Übertragungsöffnung.
Die Tabelle zeigt ferner die Richtung der Ströme in den Übertragungswicklungen 21 und 22. Diese
Ströme sind mit /i21 und IL22 bezeichnet.
Bei Erregen der Wicklung 47 wird der Erregungszustand des Kernes 11 auf den Kern 12 übertragen.
Der Magnetfluß in dem Kern 12 nimmt dann den Zustand an, der in der ersten Zeile der für den geraden
Kern 12 maßgeblichen Spalte bezeichnet ist. Ein positiver Strom fließt in der Übertragungswicklung 21
und hat daher eine solche Richtung, daß durch ihn der Kern 12 erregt wird. Die Wicklung 54 wird darauf
erregt und ändert den Zustand des Kernes 12 nicht, es wird indessen der Kern 13 gelöscht, wie dies
in den Spalten des ungeraden Kernes 13 vermerkt ist.
Darauf wird die Wicklung 50 erregt, so daß der Magnetfluß in dem inneren Schenkel und dem äußeren
Schenkel an der Übertragungsöffnung in jedem der geraden Kerne umgekehrt wird, mit Ausnahme
desjenigen, der bereits im Erregungszustand ist; ein negativer Strom wird daher in der Übertragungswicklung
22 induziert infolge des Stromes, der durch die Wicklung 50 fließt, welcher eine solche Richtung
und Amplitude hat, daß der Zustand der Magnetflüsse der ungeraden Kerne oder der geraden Kerne,
die sich im Löschzustand befinden, nicht beeinflußt wird. Die Wicklung 49 wird jetzt erregt und bewirkt,
daß der Kern 13 in den Erregungszustand übergeführt wird und der Kern 12 einen Zustand annimmt,
der identisch mit dem Zustand ist, in welchem er das erste Mal in den Erregungszustand gebracht wurde.
Ein positiver Strom fließt durch die Wicklung 22, was für das Erregen des Kernes 13 wünschenswert ist.
Es wird nunmehr die Wicklung 56 erregt. Durch das Löschen des Kernes 12 ergibt sich eine Umkehr
des magnetischen Flusses in dem äußeren Schenkel des Kernes 12 an der Empfangsöffnung, was zur
Folge hat, daß ein positiver Strom in der Wicklung 21 fließt; dieser Strom kann eine solche Amplitude
annehmen, daß der Kern 11, mit welchem die Über-
ao tragungswicklung 21 gekoppelt ist, fälschlicherweise erregt wird. Um dies zu vermeiden, ist die Wicklung
56 mit den Ubertragungsöffnungen der ungeraden Kerne gekoppelt, und zwar in einem solchen Sinn,
daß eine Gegenkopplung gegen die Erregung erfolgt, die durch den positiven Strom in der Übertragungswicklung
in den ungeraden Kernen bewirkt wird. Derartige Gegenkopplungen der Wicklung 56 verhindern
die ungewünschte Erregung von ungeraden Kernen. Die Wicklung 54 ist in ähnlicher Weise mit den
geraden Kernen gekoppelt, um nicht gewünschte Erregungen zu verhüten. Würde man solche Gegenkopplungen
nicht verwenden, so müßte die Amplitude des Löschimpulses einen niedrigen oberen
Grenzwert haben, und die Impulsbreite des Löschimpulses würde einen hohen unteren Grenzwert haben,
wodurch sich ungünstige Stromtoleranzen und eine Verringerung der Arbeitsgeschwindigkeit ergeben
würden.
Die magnetomotorische Kraft, die durch die den inneren Schenkel umschließende Ubertragungsvorbereitungswicklung
50, 52 erzeugt wird, die in Fig. 2C mit der WindungszahlN1 angegeben ist,
liegt unterhalb des Schwellwertes der Hauptöffnung, damit teilweises Löschen des Kernes während des
Übertragungsvorbereitungszustandes vermieden wird. Die magnetomotorische Kraft der auf den äußeren
Schenkel wirkenden Übertragungsvorbereitungswicklung, die mit der Windungszahl N2 wirkt, liegt ebenfalls
unterhalb des Schwellwertes, der für die Hauptöffnung maßgeblich ist, so daß unerwünschte Erregungen
der gelöschten Kerne vermieden werden. Die maximal mögliche magnetomotorische Kraft der
Übertragungsvorbereitung ist daher gleich dem doppelten kritischen Schwellwert. Es ist auch möglich,
irgendein Verhältnis der Windungszahlen N1 zu den
Windungszahlen N2, welches größer als 1 ist, zu verwenden,
und es ist im Prinzip auch möglich, mit irgendeinem Verhältnis der Windungszahlen NT der
mit der Übertragungsöffnung gekoppelten Übertragerwicklung zu der Windungszahl N% des mit der
Empfangsöffnung gekoppelten Teiles der Übertragerwicklung zu arbeiten. Die minimale untere Grenze
der Breite des Ubertragungsvorbereitungsimpulses ergibt sich, wenn AT1 = N2 ist und NT = NR ist, wo-
bei der Widerstand RL der Ubertragerwicklung den
oberen Grenzwert hat, der sich aus Betrachtungen der Magnetflußbedingungen ergibt. Dieser obere
Grenzwert bestimmt die maximale Ubertragungsge-
schwindigkeit der Anordnung, da die Übertragungsgeschwindigkeit
im wesentlichen durch die Zeitdauer beschränkt wird, welche für die Übertragungsvorbereitung
benötigt wird.
Der wesentliche Unterschied zwischen dem Verschieberegister gemäß F i g. 1 und dem gemäß F i g. 3
besteht darin, daß bei der erstgenannten Ausführung eine Umschaltung des Magnetflusses stets bei einem
Verschiebeimpuls entweder in beiden Schenkeln oder in keinem der Schenkel, welche mit einer Übertragerwicklung
gekoppelt sind, auftritt; bei der Anordnung gemäß F i g. 3 erfolgt eine Umschaltung in nur einem
Schenkel, welcher mit einer Übertragerwicklung gekoppelt ist, beispielsweise bei der Wicklung 22, wenn
die Wicklungen 50 und 54 erregt werden.
Die entsprechenden elektromotorischen Kräfte ΝΤΦΕ bzw. Ν%Φ0, wobei ΦΕ und Φο die entsprechenden
Änderungen des magnetischen Flusses in den geraden bzw. ungeraden Kernen bedeuten, müssen
durch das Spannungsgefalle RLIL ausgeglichen
werden, wobei 1L der Strom der Übertragerwicklung
ist und RL der Widerstand derselben. Dementsprechend
ist der Werti?L, welcher vom Durchmesser,
der Länge und dem Material der Übertragerwicklung abhängt, von hoher Bedeutung bei einer Ausführungsform
gemäß F i g. 3, während, vorausgesetzt, daß die Werte hinreichend niedrig sind, bei einer Anordnung
gemäß F i g. 1 sich kein besonderer Einfluß ergibt.
Eine Schaltungsanordnung gemäß F i g. 3 kann wesentlich vereinfacht werden, wie F i g. 4 zeigt. Es
zeigt sich aus der Reihenfolge der Änderungen des magnetischen Kraftflusses, wie sie in Tabelle 1 dargestellt
sind, daß während eines vollständigen Zyklus der Taktgeberimpulse die Wicklungen 54 und 56 zur
gleichen Zeit erregt werden wie die Wicklungen 47 und 49. Da die Gegenkopplungsteile der Wicklungen
54 und 56 im wesentlichen identisch mit den koppelnden Teilen der Wicklungen 47 und 49 an den Kernen
sind, kann eine gemeinsame Wicklung an der Übertragungsöffnung eines jeden Kernes für die Zwecke
der Verschiebung und der Gegenkopplung verwendet werden, wenn die Windungszahl der Gegenkopplungswicklung
gleich der Windungszahl der Übertragerwicklung an einer Übertragungsöffnung ist.
Eine derartige Anordnung der Wicklungen ist in F i g. 4 gezeigt. Eine zum Löschen der ungeraden
Kerne dienende Wicklung 60 erstreckt sich durch die Hauptöffnungen der ungeraden Kerne 11 und 13, und
eine dem Löschen der geraden Kerne dienende Wicklung 62 erstreckt sich durch die Hauptöffnungen der
geraden Kerne 12 und 14. Nach Durchsetzen der Hauptöffnungen der geraden bzw. ungeraden Kerne
sind die Wicklungen 60 und 62 miteinander verbunden und in Serie geschaltet mit einer Verschiebe- und
Gegenkopplungswicklung 64. Die Wicklung 64 ist mit der Übertragungsöffnung eines jeden Kernes des Verschieberegisters
gekoppelt und wird erregt, wenn entweder die Wicklung 60 oder 62 erregt wird. Für die
Zwecke der Einstellung der Vorpolarisation in den Kernen durchsetzt eine Wicklung 69 in Serie die
Hauptöffnungen sämtlicher Kerne 11 bis 14 mit einer Wicklungszahl NB.
Eine einzige Übertragungsvorbereitungswicklung 66 ist induktiv mit der Übertragungsöffnung eines
jeden Kernes des Verschieberegisters gekoppelt. Da die magnetomotorische Kraft der Ubertragungsvorbereitung
niemals den Schwellwert überschreitet, welcher erforderlich ist, um den Magnetfluß um die
Hauptöffnung herum umzukehren, kann die magnetomotorische Kraft der Übertragungsvorbereitung auch
an den ungeraden Kernen zur Wirkung gebracht werden, wenn die geraden Kerne vorerregt werden,
d. h., die Übertragungsvorbereitung kann an allen Kernen gleichzeitig wirken. Der Strom der Übertragungsvorbereitung
kann sämtlichen Kernen kontinuierlich zugeführt werden, wenn die Löschströme
ίο so eingestellt sind, daß sie die zusätzliche magnetomotorische
Kraft, welche durch den kontinuierlichen Übertragungsvorbereitungsstrom erzeugt wird, aufheben;
dadurch kann eine einzige Ubertragungsvorbereitungswicklung, die sämtliche Kerne durchsetzt,
verwendet werden. Es kann die nachfolgende Art der Erregung und Taktfolge verwendet werden:
Impuls-Übertragungsvorbereitung
Löschen ungerade Kerne
Vorbereitung
Löschen gerade Kerne
Vorbereitung
Vorbereitung
Löschen gerade Kerne
Vorbereitung
Gleichstrom-Übertragungsvorbereitung
Löschen gerade Kerne
Löschen ungerade Kerne
Löschen ungerade Kerne
Wenn die Wicklungen gemäß F i g. 4 angeordnet sind, kann das Verschieberegister durch eine Folge
von Erregungen von nicht mehr als vier Wicklungen betrieben werden, wobei nur drei Impulsgeneratoren
benötigt werden, da zwei der Erregungen durch die Übertragungsvorbereitung gebildet werden.
Mit einer geeigneten Anzahl Windungen kann für die Übertragungsvorbereitung Gleichstrom verwendet
werden, so daß eine Folge von zwei Phasen sich bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 ergibt. Die zum
Löschen der geraden Kerne und zum Löschen der ungeraden Kerne vorgesehenen Wicklungen 60 bzw.
62 sind mit den Kernen in gleicher Weise gekoppelt wie in Fig. 4. Eine Verschiebe- und Gegenkopplungswicklung
68 ist mit den Übertragungsöffnungen sämtlicher Kerne gekoppelt und liegt in Serie mit
den Wicklungen 60 und 62, so daß eine Steuerung erfolgt, wenn entweder eine Wicklung 60 oder eine
Wicklung 62 erregt wird.
Eine Übertragungsvorbereitungswicklung 70 ist induktiv mit den Ubertragungsöffnungen sämtlicher
Kerne gekoppelt. Bei der Gleichstromvorerregung wird die in Tabelle 2, rechte Spalte, dargestellte Zeitfolge
benutzt.
Eine Wicklung66 durchsetzt gemäß Fig. 4 die Hauptöffnungen sämtlicher Kerne und kann dem
Zweck dienen, eine positive Übertragungsvorbereitung im Sinne des Erregungszustandes der Kerne zu
bilden, so daß sämtliche Signale aufnehmenden Kerne während des Übertragungsvorganges einen geringeren
Übertragungsstrom benötigen und dementsprechend die Amplitude der für die Verschiebung benötigten
magnetomotorischen Kraft geringer wird. Die Anwendung einer solchen magnetomotorischen
Übertragungsvorbereitung an allen übertragenden Kernen wirkt sich lediglich auf die Wahl der Windungszahl
Nc der Löschwicklungen aus. Die Wicklung
66 kann in Serie mit der Wicklung 64 liegen, wobei sich in diesem Fall eine enge obere Grenze
für die Amplituden der erregenden Ströme der Wicklungen 60 und 62 ergibt. Wenn der vorgenannte
709 5+7/276
durch Gleichstrom erzeugte Vormagnetisierungsstrom verwendet wird, müssen die Werte von JV1 und N2 in
geeigneter Weise aufeinander abgestimmt werden.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 ist die Vormagnetisierungswicklung fortgelassen. Wenn
Gleichstrom für die Übertragungsvorbereitung benutzt wird, wie dies nach F i g. 5 der Fall ist, so hat
eine Ubertragungsvorbereitungswicklung an dem inneren Schenkel einer Übertragungsöffnung den Einfluß,
welchen ein negativer Gleichstrom als Vormagnetisierung eines empfangenden Kernes ausübt.
Dieser Einfluß muß entweder durch einen Impulsvormagnetisierungsstrom, welcher dem inneren
Schenkel der Ubertragungsöffnung zugeführt wird, ausgeglichen werden, oder es muß eine zusätzliche
Beschränkung der vormagnetisierenden magnetischen Kräfte FB und der vorbereitenden magnetomotorischen
Kräfte Fp in Kauf genommen werden. Diese beschränkende Bedingung kann ausgedrückt werden
als
wobei F2 der magnetische Schwellwert für die Hauptöffnung
ist und
-F2<FB<F2
ist. Die Übertragungsvorbereitungswicklung 70 in Fi g. 5 ist nur mit den äußeren Schenkeln der Übertragungsöffnungen
der betreffenden Kerne gekoppelt, wobei Fβ — 0 und FP ^. F2.
Wenn die Hysteresisschleife des Kernmaterials vollkommen rechteckig wäre, würde sich theoretisch
kein oberer Grenzwert für die Amplitude des der Verschiebewicklung zugeführten Impulses und auch
nicht für die Geschwindigkeit der Übertragung ergeben, da in Anbetracht der Übertragungsvorbereitung
der Kerne der Verschiebungsimpuls sich so auswirkt, daß eine Änderung des Magnetflusses in Richtung
auf den Löschzustand sich ergibt. Eine gewisse elastische Flußkopplung im übertragenden Kern, d. h.
ein Magnetfluß, welcher sich sofort rückbildet, sobald die erregende magnetomotorische Kraft aufhört,
bewirkt, daß ein gewisser Übertragungsstrom auch fließt, wenn ein Wert 0 übertragen wird. Wenn
dieser Strom hinreichend stark ist und sich hinreichend schnell ändert, wird eine hinreichend nichtelastische Flußänderung in dem empfangenden Kern
erzeugt, so daß ein Aufbau des Löschzustandes beginnt, und dadurch ist dem Verschiebestrom eine
obere Grenze gesetzt. Es hat sich unter praktischen Verhältnissen jedoch gezeigt, daß die obere Grenze
des Verschiebestromes mindestens dreimal so groß ist wie der untere Grenzwert.
Für die Löschamplitude besteht kein oberer Grenzwert, vorausgesetzt, daß das Verhältnis NHINC, nämlich
das Verhältnis der Gegenkopplungswindungszahl zur Löschwindungszahl, einen bestimmten Wert überschreitet,
beispielsweise den Wert 2, wenn N7JNR = 2.
Aus Tabelle 1 war zu erkennen, daß an dem inneren Schenkel eines Kernes in der Nähe der Empfangsöffnung
während eines vollständigen Arbeitszyklus keine Änderung auftritt. Es kann daher die
Empfangsöffnung bei einem Kern fortgelassen werden, wenn erfindungsgemäß Übertragungsvorbereitung
verwendet wird, so daß sich nicht nur eine einfachere Konstruktionsweise des Kernes ergibt, sondern
auch der Bau des Verschieberegisters selbst beträchtlich einfacher wird, da die Übertragerwicklung
durch die große Hauptöffnung und nicht durch die kleine Empfangsöffnung eines Kernes geführt werden
kann. Läßt man die Empfangsöffnung in Fortfall kommen, so kann ein sehr viel niedrigerer steuernder
Strom verwendet werden, da Verluste, die sich durch elastische Flußänderungen um die Empfangsöffnung
herum ergeben, vermieden werden.
F i g. 6 zeigt, wie Kerne ohne Empfangsöffnung verwendet werden können, wobei die Übertragerwicklung
in jedem Fall durch die Übertragungsöffnung eines Kernes und die Hauptöffnung des folgenden
Kernes geführt ist. Nach F i g. 6 haben die Kerne 81 bis 84 nur Hauptöffnungen 81M bis 84 M und
Ubertragungsöffnungen 81T bis 84 T. Daten darstellende
Signale werden von der Vorstufe 86 geliefert, die mit dem ersten Kern 81 über die Eingangswicklung 88 gekoppelt ist, welche durch die öffnung
81M geführt ist. Übertragerwicklungen 91 bis 93
koppeln die Kerne 81 bis 84 miteinander in solcher Weise, daß eine Übertragung von Daten von einem
Kern auf den nächsten möglich ist. Jede Übertragerwicklung durchsetzt die Ubertragungsöffnung des
übertragenden Kernes und die Hauptöffnung des Kernes, auf welchen die Übertragung stattfindet, während
eine Ausgangswicklung 94 durch die öffnung 84 T des letzten Kernes und an die nachgeschaltete Stufe
96 geschaltet ist.
Eine Wicklung 98 zum Löschen der ungeraden Kerne ist an eine Löschimpulse liefernde Stromquelle
100 angeschlossen und durchsetzt die ungeraden Kerne, indem sie durch ihre Hauptöffnungen geführt
ist. Eine Wicklung 102 zum Löschen der geraden Kerne ist an eine Stromquelle 104 angeschlossen,
welche Löschimpulse liefert, wobei die Wicklung 102 die Hauptöffnungen der geraden Kerne durchsetzt.
Die Enden der Wicklungen 98 und 102 sind miteinander verbunden und bilden eine Verschiebe- und
Gegenkopplungswicklung 106, die in Serie sämtliche Übertragungsöffnungen 81T bis 84 T durchsetzt. Eine
Übertragungsvorbereitungswicklung 108 erhält Strom von einer Stromquelle 110. Die Wicklung 108 ist
durch sämtliche Hauptöffnungen der Reihe nach geführt und durch sämtliche Übertragungsöffnungen.
Die Windungszahl an den Hauptöffnungen ist JV1, und die Windungszahl an den Ubertragungsöffnungen
ist JV1 und N2. Diese Anordnung der Übertragungsvorbereitungswicklung
kann statt der in F i g. 4 vorgesehenen Art verwendet werden. Es ist indessen die
Folge der Erregung der Wicklungen die gleiche wie in F i g. 4. Es kann entweder eine impulsmäßig oder
eine durch Gleichstrom betriebene Übertragungsvorbereitung Anwendung finden, wobei in F i g. 6
die Polarität angedeutet ist.
Gemäß F i g. 7 ist eine weitere Vereinfachung dadurch erzielt, daß die Verschiebe- und Gegenkopplungswicklung einen Teil der Übertragungsvorbereitungswicklung
bildet. In F i g. 7 sind diejenigen Teile, welche die gleichen Funktionen wie in F i g. 6 erfüllen,
in gleicher Weise bezeichnet. Die Löschwickhingen für die geraden Kerne und die ungeraden
Kerne 98, 102 durchsetzen zunächst die Hauptöffnungen der betreffenden Kerne, sind dann miteinander
verbunden und an das eine Ende der Verschiebe- und Gegenkopplungswicklung 112 angeschlossen,
welch letztere der Reihe nach sämtliche Übertragungsöffnungen durchsetzt. Das andere Ende
der Wicklung 112 ist an die Stromquellen 100 und 104 angeschlossen, welche die Löschströme für die
geraden bzw. ungeraden Kerne liefern. Die Enden der Wicklungen 98, 102, welche miteinander verbunden
sind, sind ebenfalls an einen Teil der Ubertragungsvorbereitungswicklung 114 angeschlossen, welche
letztere sämtliche Hauptöffnungen der Kerne in umgekehrter Reihenfolge durchsetzt und zu einer die
Übertragungsvorbereitung bewirkenden Stromquelle 110 geführt ist. Das andere Ende der Wicklung 112
ist ebenfalls an die Stromquelle 110 angeschlossen.
Wenn entweder die Stromquelle 100 oder die Stromquelle 104 erregt wird, so bewirken die betreffenden
Wicklungen 98 und 102, wie zuvor erörtert, den Löschvorgang und das Vorrücken der Daten
zu den geraden oder ungeraden Kernen und verhindern das Auftreten nicht gewünschter Erregungen in
den Kernen, die sich durch Induktion von Spannungen in den Übertragungsleitungen beim Löschen
eines Kernes ergeben könnten. Das Erregen der Wicklung 114 durch die Stromquelle 110 sendet einen
Strom durch die Wicklungen 114 und 112, die hier als eine einzige Übertragungsvorbereitungswicklung
wirken. Die elektrischen Stromquellen 100, 104 und 110 sind in bekannter Weise voneinander isoliert.
Claims (4)
1. Verschieberegister mit einer Mehrzahl in Serie geschalteter, je eine mittlere Hauptöffnung
und mindestens eine kleinere Ausgangsöffnung aufweisender Magnetkerne, bei dem aufeinanderfolgende
Kerne durch von den äußeren Stromquellen der Schaltung unabhängige, die Ausgangsöffnung
des übertragenden Kernes durchsetzende Übertragerwicklungen gekoppelt sind und den Kernen die Hauptöffnungen durchsetzende
Löschwicklungen und eine die Übertragung vorbereitende, die Ausgangsöffnungen durchsetzende
Übertragungsvorbereitungswicklung zugeordnet sind, welch letztere die Polarisation an der
Ausgangsöffnung eines jeden erregten Kernes, von dem eine Information zu übertragen ist, umkehrt,
dadurch gekennzeichnet, daß eine bei Erregung einer Löschwicklung zur Erregung gelangende Haltewicklung (54, 56; 64; 68;
106; 112) vorgesehen ist und diese Haltewicklung dem dem übertragenden Kern, von welchem aus
die Datenübertragung stattfindet, vorangehenden Kern eine solche magnetomotorische Kraft überträgt,
daß der vorgeschaltete Kern gegen eine Störsignalerregung durch den Löschvorgang des
übertragenden Kernes geschützt ist.
2. Verschieberegister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltewicklungen
(54, 56; 64; 68; 106; 112) die Ausgangsöffnungen der Kerne durchsetzen und die Polarisation im
Außenschenkel einer Ausgangsöffnung eines jeden Kernes, dem Löschstrom nicht zugeführt
wird, in der dem Löschzustand entsprechenden Richtung halten.
3. Verschieberegister nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die geraden
Kerne und für die ungeraden Kerne je eine zugleich als Verschiebewicklung wirkende Löschwicklung
(54, 56; 60, 62; 98, 102) vorgesehen ist und die sämtliche Ausgangsöffnungen der Kerne
in Serie durchsetzende Haltewicklung (64; 68; 106) in Serie mit den beiden Löschwicklungen
(60, 62; 98, 102) liegt.
4. Verschieberegister nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Löschwicklungen
(98, 102) durchfließende Strom anschließend den die Ausgangsöffnung durchsetzenden
Teil (112) der Ubertragungsvorbereitungswicklung (112) durchfließt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1138 564;
französische Patentschrift Nr. 1111263;
belgische Patentschrift Nr. 569 979.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1138 564;
französische Patentschrift Nr. 1111263;
belgische Patentschrift Nr. 569 979.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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