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DE1235869B - Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure

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Publication number
DE1235869B
DE1235869B DET25818A DET0025818A DE1235869B DE 1235869 B DE1235869 B DE 1235869B DE T25818 A DET25818 A DE T25818A DE T0025818 A DET0025818 A DE T0025818A DE 1235869 B DE1235869 B DE 1235869B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphoric acid
rock phosphate
digestion solution
content
digestion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DET25818A
Other languages
English (en)
Inventor
Riichiro Imoto
Toshio Sakomura
Mitsuo Kikuchi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tosoh Corp
Original Assignee
Toyo Soda Manufacturing Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Toyo Soda Manufacturing Co Ltd filed Critical Toyo Soda Manufacturing Co Ltd
Publication of DE1235869B publication Critical patent/DE1235869B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/22Preparation by reacting phosphate-containing material with an acid, e.g. wet process
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/234Purification; Stabilisation; Concentration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochwertiger Phosphorsäure, die beim Erhitzen auf 250' C oder darüber weder eine Färbung noch eine Trübung entwickelt.
  • Es ist bekannt, hochwertige Phosphorsäure im elektrischen Ofen herzustellen. In neuerer Zeit wurde ein anderes Verfahren entwickelt, bei welchem Rohphosphat mit Salzsäure umgesetzt und die dabei erhaltene Lösung mit einem Lösungsmittel extrahiert wird. Ein derartiges Verfahren zur Herstellung von hochwertiger Phosphorsäure, die mit dem Produkt des im elektrischen Ofen durchgeführten Verfahrens vergleichbar ist, ist in der USA.-Patentschrift 2 880 063 beschrieben.
  • Dieses Verfahren ist wirtschaftlich vorteilhafter als das mit dem elektrischen Ofen arbeitende Verfahren, weist aber den Nachteil auf, daß die dabei gewonnene Phosphorsäure durch die aus dem Rohphosphat stammenden organischen Stoffe verfärbt ist. Aus diesem Grunde kann die nach diesem Verfahren gewonnene Phosphorsäure zur Herstellung vieler Phosphate nicht verwendet werden.
  • Es sind auch schon zahlreiche Verfahren bekannt, die darauf abzielen, diese Schwierig ,keit zu beseitigen, z. B. die Extraktion der organischen Stoffe mit einem Lösungsmittel vor der Extraktion der Phosphorsäure, die Zersetzung der organischen Stoffe mit einem Oxydationsmittel, die Adsorption an Aktivkohle usw.
  • Mit allen diesen Verfahren wird jedoch keine vollständige Entfernung der organischen Stoffe erreicht, und die dabei gewonnene Phosphorsäure verfärbt sich mehr oder weniger stark. Die Verfärbung war auch bisher bei der Herstellung von Phosphaten unvermeidbar, z. B. bei der Herstellung von Natriumhexametaphosphat, die eine Behandlung bei hohen Temperaturen von 2501' C und darüber erfordert.
  • Es ist ferner bekannt, organische Stoffe aus dem Rohphosphat durch Calcinieren bei hohen Temperaturen zu entfernen. Durch Versuche konnte bestätigt werden, daß sich die in dem Rohphosphat enthaltenen organischen Stoffe durch Calcinieren des Rohphosphats vollständig entfernen lassen und daß man bei Verwendung eines solchen calcinierten Rohphosphats eine vollständig entfärbte Phosphorsäure erhalten kann. Die vollständige Entfernung der organischen Stoffe kann aber nur durch Calcinieren des Rohphosphats bei recht hohen Temperaturen erzielt werden, wobei andere Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Die Hauptnachteile, die sich aus dem Calcinieren des Rohphosphats bei hohen Temperaturen ergeben, sind (1) die Emulsionsbildung, die durch die Ausfällung von Kieselsäure im Verlaufe der Extraktion infolge der Erhöhung des säurelöslichen Si02 aus dem Rohphosphat und der Verminderung des Molverhältnisses von Fluor zu Silicium in der salzsauren Rohphosphat-Aufschlußlösung verursacht wird, (2) die Erhöhung des löslichen SO4 in der salzsauren Rohphosphat-Aufschlußlösung infolge der hohen Calcinierungstemperatur und die entsprechende Erhöhung des SO4-Gehaltes in dem Extraktionslösungsmittel und mithin auch in der als Endprodukt anfallenden Phosphursäure, (3) die Verminderung der Absetzgeschwindigkeit der unlöslichen Stoffe in der Aufschlußlösung, die ebenfalls auf die hohe Calcinierungstemperatur zurückzuführen ist.
  • Es ist also zwar ein Calcinierungsverfahren zur Entfernung der organischen Stoffe bekannt; man hat aber noch keinen Weg gefunden, um die mit der Entfernung der organischen Stoffe bei diesem Verfahren verbundenen Nachteile zu beseitigen.
  • Die Erfindung zielt auf die Beseitigung dieser Nachteile ab und stellt ein Verfahren zur Herstellung hochwertiger, auch beim Erhitzen auf 250' C oder darüber farblos bleibender Phosphorsäure durch Aufschluß von Rohphosphat mit Salzsäure und anschließende Extraktion zur Verfügung. Das bei den nachstehend beschriebenen Versuchen verwendete Rohphosphat (Florida-Rohphosphat) ergibt bei der Analyse die folgenden Werte: Das uncalcinierte Rohphosphat hat einen Tricalciumphosphatgehalt von 75%.
    p205 , * , 34,460/0 c02 2,55%
    CaO ... 49,4511/o s03 0,470/0
    Fe203 1,03 % si02 .... 5,75%
    A1203 1,06-110 F ....... 3,82,1/0
    1. Entfernung der organischen Stoffe Das erreichbare Ausmaß der Entfernung der organischen Stoffe durch Calcinieren von Rohphosphat wurde durch die folgenden Versuche ermittelt: Je 500 g Rohphosphat wurden 30 Minuten im elektrischen Ofen bei den nachstehend angegebenen Temperaturen calciniert und in einem Gemisch aus 600 ml Wasser und 800 ml 351/oiger Salzsäure gelöst. Durch Filtrieren wurde eine klare Aufschlußlösung erhalten.
  • 50 ml eines aus 4 Raumteilen n-Butanol, 4 Raumteilen Isoamylalkohol und 2 Raumteilen 35%iger Salzsäure bestehenden Lösungsmittels wurden in einem Scheidetrichter mit 25 ml der oben beschriebenen klaren Aufschlußlösung versetzt, und die Extraktion wurde durch 5 Minuten langes Schütteln des Scheidetrichters durchgeführt.
  • Nach der Trennung des Inhaltes in zwei Schichten wurde die wäßrige Schicht abgezogen. Dann wurden weitere 25 ml der klaren wäßrigen Aufschlußlösung zu der Lösungsmittelschicht in dem Scheidetrichter zugesetzt. Auf diese Weise wurden die in der Aufschlußlösung enthaltenen organischen Stoffe durch Schütteln des Gemisches in die Lösungsmittelschicht extrahiert. Der gleiche Arbeitsvorgang wurde mit dem gleichen Lösungsmittel 50mal jeweils unter Verwendung frischer Aufschlußlösung wiederholt. Schließlich wurde die Lösungsmittelschicht in dem Scheidetrichter mit dem doppelten Volumen Wasser gewaschen, um wasserlösliche gefärbte Stoffe, wie Säuren, Eisenverbindungen usw., daraus zu entfernen. Das so gewaschene Lösungsmittel, in welchem sich die organischen Stoffe angesammelt hatten, wurde mit Hilfe eines Elektrophotometers mit einer Zellenlänge von 10 mm unter Verwendung einer Lichtwellenlänge von 420 mli auf sein Lichtabsorptionsvermögen untersucht. Die Ergebnisse waren die folgenden:
    Caleinierungstemperatur Lichtabsorption
    0 C -log T
    1000 0,018
    900 0,077
    800 0,079
    750 o#091
    700 0,106
    650 0,162
    600 0,295
    Unealeiniertes Rohphosphat 00
    Bei der Durchführung des Verfahrens im großtechnischen Betrieb wird ein Teil der in dem Lösungsmittel angereicherten organischen Stoffe durch Rückextraktion in verdünnte wäßrige Phosphorsäurelösung übergeführt, und auf diese Weise wird das gefärbte Endprodukt gewonnen. Daher kann angenommen werden, daß die Untersuchung des Ausmaßes, zu dem die organischen Stoffe sich in der Lösungsmittelschicht ansammeln, Werte ergibt, die dem Grad der Färbung des Endproduktes entsprechen. Daher können um so bessere Ergebnisse erhalten werden, je geringer die Lichtabsorption ist; Versuche zur Herstellung von Phosphorsäure haben jedoch bestätigt, daß ein praktisch farbloses Produkt bei Verwendung eines bei 7001 C oder höheren Temperaturen caleinierten Rohphosphats erhalten werden kann.
  • 2. Löslichkeit der Kieselsäure Das in dem Rohphosphat enthaltene Calciumcarbonat spaltet beim Calcinieren Kohlendioxyd ab und geht in Calciumoxyd über, und dieses Calciumoxyd reagiert mit Siliciumdioxyd, wie Quarz, unter Bildung einer säurelöslichen Verbindung, wie Caleiumsilicat, und deshalb enthält die durch Aufschluß von caleiniertem Rohphosphat gewonnene Aufschlußlösung eine größere Menge Si02 als die durch Aufschluß von uncaleiniertem Rohphosphat gewonnene Lösung.
  • Es wurde gefunden, daß eine starke Anreicherimg an kolloidaler Kieselsäure indem Extraktionslösungsmittel stattfindet, wenn die Konzentration des Si0" in der Aufschlußlösung so stark zunimmt daß das Molverhältnis von Fluor zu Silicium auf etwa 6,5 oder weniger absinkt. Wenn in diesem Falle koHoidale Kieselsäure mit Wasser rückextrahiert wird, entsteht durch die Ausfällung von Si02 eine Emulsion, die die Trennung der wäßrigen Schicht von der Lösungsmittelschicht stark behindert.
  • Es ist daher wünschenswert, unter solchen Bedingungen zu arbeiten, daß das Molverhältnis von Fluor zu Silicium in der Aufschlußlösung einen Wert von 7 oder mehr beibehält. Je höher das Molverhältnis von Fluor zu Silicium ist, desto mehr freier Fluorwasserstoff ist in der Aufschlußlösung enthalten, und dieser freie Fluorwasserstoff reagiert mit der kolloidalen Kieselsäure unter Bildung von Kieselfluorwasserstoffsäure nach der folgenden Gleichung:
    Si02 - x 11,0 + 6 HF ---> H2SiF6 + x'I-I20
    Kolloidale
    Kieselsäure
    Versuche über den Einfluß der Calcinierungstemperatur auf das Molverhältnis von Fluor zu Silicium in der Aufschlußlösung haben folgendes ergeben:
    Caleinierungs- Si02-Kon- Fluor in der Mol-
    temperatur zentration Aufschluß- verhäl
    0 C g/1 lösung, g/1 F: Si
    1000 5,90 11,53 6,19
    900 4,40 8,75 6,30
    800 2,40 5,63 7,41
    700 1,95 5,25 8,51
    600 1,89 5,13 8,50
    Aus diesen Werten ergibt sich, daß eine höhere Caleinierungstemperatur als 9000 C ungeeignet ist. 3. Löslichkeit des S04 Es wurde gefunden, daß die Löslichkeit des indem Rohphosphat enthaltenen SO4 sich beträchtlich mit der Caleinierungstemperatur ändert. SO4 ist eine der Hauptverunreinigungen in technischer Phosphorsäure, und die technischen Normvorschriften geben eine obere Grenze für den zulässigen S04-Gehalt an. Die Analysen des S04-Gehaltes der nach dem obigen Verfahren gewonnenen Aufschlußlösungen ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
    Calcinierungstemperatur S04 in der Aufschluß-
    0 C lösung, mg/1
    1000 340
    900 237
    875 31
    800 6
    750 5
    700 7
    650 9
    600 8
    Wenn Aufschlußlösungen mit hohem S04-Gehalt als Ausgangsstoffe verwendet wurden, gelang es nicht, Endprodukte mit noch zulässigem S04-Gehalt zu gewinnen; um ein Endprodukt mit einem SO4-Gehalt von 30 Teilen je Million zu erhalten, mußte von einer Aufschlußlösung mit einem S04-Gehalt von 50 mg/1 ausgegangen werden. Die obige Tabelle zeigt, daß die günstigste Calcinierungstemperatur in dieser Hinsicht bei 8751 C oder darunter liegt.
  • 4. Absetzgeschwindigkeit der unlöslichen Stoffe in der Aufschlußlösung Nach dem oben beschriebenen Verfahren wurde durch Calcinierung und anschließende Behandlung mit Salzsäure eine Reihe von Aufschlußflüssigkeiten hergestellt. Nach Zusatz von 2 Volumprozent einer 0,11/oigen Lösung eines Absetzbeschleunigungsmittels (Handelsbezeichnung »Separan«) zu jeder dieser Aufschlußlösungen wurde die Absetzgeschwindigkeit in einem 500-mI-Zylinder bei 20' C bestimmt. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammen-,aestellt: D
    Caleinierungstemperatur Anfängliche Absetz-
    0 C geschwindigkeit, ni/h
    1000 0,04
    900 1,56
    800 2,04
    750 1,90
    700 1,90
    650 1,90
    600 1,20
    Aus den obigen Werten ist ersichtlich, daß eine Caleinierungstemperatur von 600 bis 900' C zu bevorzugen ist.
  • Die oben verzeichneten Ergebnisse der Versuche 1, 2, 3 und 4 sind in F i g. 1 graphisch dargestellt und in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßt. Aus dieser Tabelle ergibt sich, welche Calcinierungstemperaturen im Hinblick auf die verschiedenen Wirkungen geeignet bzw. ungeeignet sind.
    Calcinierungstemperatur, 0 C
    600 700 800 900 1000
    Organische Stoffe <--ungeeignet 1 < geeignet >
    Sio.' geeignet D 1 e ungeeignet 3#
    s04 geeignet I e ungeeignet >
    Absetzgeschwindigkeit E geeignet I 4#=- ungeeignet 31
    Hieraus ergibt sich, daß die in sämtlichen Hinsichten zu bevorzugende Calcinierungstemperatur bei einer Calcinierungsdauer von 30 Minuten im Bereich von 700 bis 875' C liegt.
  • Die Erfindung ermöglicht es, hochwertige technische Phosphorsäure, die sich selbst beim Erhitzen über 2501 C nicht verfärbt und keine Trübung entwickelt, nach einem Verfahren herzustellen, durch welches nur die in dem Rohphosphat enthaltenen organischen Stoffe in eine nichtextrahierbare Form übergeführt werden, ohne daß die darin enthaltenen anorganischen Stoffe, wie SiO, und SO4, in beträchtlichem Ausmaße in den löslichen Zustand übergeführt werden und ohne daß die in der Aufschlußlösung enthaltenen unlöslichen Stoffe in eine Form übergehen, in der sie sich nicht leicht absetzen.
  • Der Calcinierungsgrad hängt zwar von der Calcinier-ungstemperatur und der Caleinier-ungsdauer ab; das Ergebnis der Caleinierung spiegelt sich jedoch in der Menge des restlichen CO.,-Gehaltes des calcinierten Rohphosphates wieder. bie Beziehung zwischen dem restlichen CO.-Gehalt des Rohphosphates als Maß für den Calcinierungsgrad einerseits und der Calcinierungstemperatur andererseits ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
    Calcinierungs- Calcinierungszeit Restlicher
    temperatur CO2-Gehalt
    0 C Minuten 0/0
    1000 30 0,15
    900 30 0,61
    900 30 0,57
    875 30 0,62
    850 30 1,07
    825 30 1,21
    800 30 1,28
    750 30 1,36
    700 30 1,63
    600 30 2,14
    500 30 2,23
    Diese Werte sind in F i g. 2 graphisch dargestellt. Der oben angegebene bevorzugte Temperaturbereich von 700 bis 875' C entspricht also einem restlichen CO2-Gehalt von 0,6 bis 1,61/o.
  • Zur Erläuterung der Erfindung dienen die nachstehenden Beispiele sowie die Zeichnungen, von denen F ig. 1 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen den bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ausschlaggebenden Faktoren und der Caleinierungstemperatur und F i g. 2 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Calcinierungstemperatur, dem restlichen CO.-Gehalt des Rohphosphates und der Gewichtsabnahme des Rohphosphates bei der Caleinierung darstellt.
  • Das in den nachstehenden Beispielen verwendete Rohphosphat stammt aus Florida; das erfindungsgemäße Verfahren kann jedoch auch mit Rohphosphat aus Marokko und anderen Fundorten durchgeführt werden. Beispiel 50 kg Florida-Rohphosphat (Tricalciumphosphatgehalt in unealciniertem Zustand 77%) werden 30 Minuten im elektrischen Ofen bei 7501 C caleiniert. Zu dem calcinierten Produkt werden 601 Wasser und 80 1 35%ige Salzsäure zugesetzt, und das Gemisch wird 1 Stunde reagieren gelassen. Dann werden die unlöslichen Stoffe absitzen gelassen, wobei man eine klare Aufschlußlösung erhält. Die klare Aufschlußlösung wird in einer Gegenstrom-Extraktionsvorrichtung mit zehn Extraktionsstufen mit einem Lösungsmittel aus 4 Raumteilen n-Butanol, 4 Raumteilen Isoamylalkohol und 2 Raumteilen 351/oiger Salzsäure extrahiert. Die Gesamtmenge des sauren Lösungsmittels in der Extraktionsvorrichtung beträgt 5 1. Die Extraktion der Phosphorsäure erfolgt bei einer Strömungsgeschwindigkeit der Aufschlußlösung von 1 I/Std. und einer Strömungsgeschwindigkeit des Extraktionslösungsmittels von 2 I/Std. Der Lösungsmittelextrakt wird in einer anderen Gegenstrom-Extraktionsvorrichtung mit fünf Extraktionsstufen mit reinem Wasser bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,5 I/Std. rückextrahiert ' wobei ein Gemisch aus Phosphorsäure und Salzsäure gewonnen wird. Das von der Säure befreite Extraktionslösungsmittel wird in die erste Extraktionsvorrichtung zurückgeleitet und wieder verwendet. Die aus dem Lösungsmittel gewonnene Mischsäure wird durch Eindampfen eingeengt, wobei die Salzsäure zurückgewonnen und als Rückstand 85#/oige Phosphorsäure gewonnen wird.
  • Die Untersuchungen zeigen, daß (1) die Absetzgeschwindigkeit der unlöslichen Stoffe in der Aufschlußlösung 2 m/Std. beträgt, (2) bei der Extraktion praktisch keine Emulsionsbildung durch Ausfällung von Kieselsäure stattfindet, (3) der S04-Gehalt der als Endprodukt anfallenden Phosphorsäure nur 10 Teile je Million beträgt und (4) das Endprodukt beim Erhitzen auf 2501 C kaum eine Farbe entwickelt.
  • Die nach dem obigen Beispiel hergestellte Phosphorsäure besitzt also eine zufriedenstellende Beschaffenheit. Vergleichsversuch 1 50 kg Morida-Rohphosphat (Tricalciumphosphatgehalt in unealciniertem Zustand 77 1/o) werden ohne vorherige Calcinierung unmittelbar in 601 Wasser und 801 351/oiger Salzsäure gelöst und nach dem obigen Beispiel auf Phosphorsäure verarbeitet.
  • Die Ergebnisse zeigen, daß (1) außer der starken Neigung zur Schaumbildung beim Lösen der Überlauf vom Verdicker mit Schwimmstoffen verunreinigt ist, während die Absetzgeschwindigkeit des unlö#-liehen Schlammes nur 0,8 m!Std. beträgt, (2) bei der Extraktion keine Emulsion durch Ausfällung von Sio, stattfindet, (3) der SO 4-Gehalt des Endproduktes 12 Teile je Million beträgt und (4) das Endprodukt selbst nach der Entfärbung mit Aktivkohle noch etwas gelblich ist und beim Erhitzen auf 250' C schwarz wird. Das auf diese Weise erhaltene Endprodukt ist also in Anbetracht seiner Färbung ungeeignet. Vergleichsversuch 2 Florida-Rohphosphat (Tricalciumphosphatgehalt in uncalciniertem Zustand 770/9) wird 30 Minuten im elektrischen Ofen bei 6001 C calciniert. Aus diesem calcinierten Rohphosphat wird nach dem Verfahren des obigen Beispiels Phosphorsäure gewonnen, die dann auf ihre verschiedenen Eigenschaften untersucht wird. Die Ergebnisse sind die folgenden: (1) Die Absetzgeschwindigkeit der unlöslichen Stoffe beträgt 1,9 miStd., (2) bei der Extraktion findet keine Emulsion durch Ausfällung von SiO, statt, (3) der SO4-Gehalt der erzeugten Phosphorsäure beträgt 10 Teile je Million, und (4) das Endprodukt weist nach dem Erhitzen nur eine schwache Schwärzung auf. Hieraus ergibt sich, daß das auf diese Weise hergestellte Produkt immer noch unbefriedigend ist. Vergleichsversuch 3 Rohphosphat wird bei 1000' C calciniert und gemäß dem obigen Beispiel auf Phosphorsäure verarbeitet. Die Ergebnisse sind die folgenden: (1) Die Absetzgeschwindigkeit ist sehr gering und beträgt nur 0,04 mIStd., (2) bei der Extraktion findet eine äußerst starke Emulsionsbildung durch Ausfällung von Si0'2 statt, (3) der S04-Gehalt der Phosphorsäure beträgt 200 Teile je Million, (4) das Endprodukt erleidet jedoch auch nach dem Erhitzen keinerlei Verfärbung. Trotz der guten Beschaffenheit des Endproduktes hinsichtlich der Farbe erweist sich also auch diese Caleinierungstemperatur als ungeeignet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure durch Aufschluß von calciniertem Rohphosphat mit Salzsäure, Extrahieren der Aufschlußlösung mit einem organischen Lösungsmittel und Ge#-winnung der Phosphorsäure aus dem organischen Extrakt, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohphosphat vor dem Aufschluß mit der Salzsäure bei 700 bis 875' C bis zur Erreichung eines restlichen CO.-Gehaltes von 0,6 bis 1,6 Gewichtsprozent ealeiniert und der bei der Extraktion der salzsauren Aufschlußlösung erhaltene organische Extrakt mit Wasser extrahiert und die dabei erhaltene verdünnte Phosphorsäure konzentriert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegesehrift Nr. 1074 558; britische Patentschrift Nr. 181255.
DET25818A 1963-03-23 1964-03-13 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure Withdrawn DE1235869B (de)

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JP1235869X 1963-03-23

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ID=14864261

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DET25818A Withdrawn DE1235869B (de) 1963-03-23 1964-03-13 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure

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DE (1) DE1235869B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4325928A (en) 1979-03-01 1982-04-20 Albright & Wilson Limited Rock treatment process

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB181255A (en) * 1921-07-15 1922-06-15 Andrew Kelly Improvements in the production of phosphoric acid
DE1074558B (de) * 1960-02-04 Fa. Makhtsavei Israel, Tel Aviv (Israel) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure

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