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DE2810050A1 - Verfahren zur gewinnung von kalium aus abfaellen von manganat-gewinnungsanlagen - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von kalium aus abfaellen von manganat-gewinnungsanlagen

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Publication number
DE2810050A1
DE2810050A1 DE19782810050 DE2810050A DE2810050A1 DE 2810050 A1 DE2810050 A1 DE 2810050A1 DE 19782810050 DE19782810050 DE 19782810050 DE 2810050 A DE2810050 A DE 2810050A DE 2810050 A1 DE2810050 A1 DE 2810050A1
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DE
Germany
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koh
solids
potassium
reaction
water
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Application number
DE19782810050
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English (en)
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DE2810050C2 (de
Inventor
Horst Rudolf Adolf
Peter Guenter Mein
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Carus LLC
Original Assignee
Carus LLC
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Publication date
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G45/00Compounds of manganese
    • C01G45/12Complex oxides containing manganese and at least one other metal element
    • C01G45/1207Permanganates ([MnO4)-] or manganates ([MnO4)2-]
    • C01G45/1214Permanganates ([MnO4)-] or manganates ([MnO4)2-] containing alkali metals

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
A. GRÜNECKER
H, KINKELDEY
CR-ING.
W. STOCKMArR
0R.-ING.-AÄ ICALTCCH
K. SCHUMANN
OR. RER NAT. - DtPL-PHYS
P. H. JAKOB
DPL-ING.
G. BE2OLD
DR R£R. WiT- DtPU-CHBVt
Carus Corporation 1375 Eighth Street LaSaIIe, Illinois, USA
8 MÜNCHEN 22
MAXIMILIANSTRASSE 43
8. März 1978
P 12 387
Verfahren zur Gewinnung von Kalium aus
Abfällen von Manganat-Gewinnungsanlagen.
Kaliumpermanganat (KMnO1J) wird aus Braunsteinerz (Macg^nerz) in zwei Stufen hergestellt. Auf der ersten Stufe wird Mangandioxid mit Kaliumhydroxid und Sauerstoff umgesetzt und 6-wertiges Manganat erhalten. Auf der zweiten Stufe wird das 6-wertige Manganat elektrolytisch zu Kaliumpermanganat oxydiert. Diese beiden Oxydationsstufen können durch folgende Gleichungen dargestellt werden:
(1) MnO2+2 K OH+1/2
(2) K2 MnO4+H2O
MnO4+H2O
oh+1/2
Der Betriebsablauf zur Herstellung von 6-wertigem Manganat schließt die Abtrennung des 6-wertigen Manganate aus dem Erzrückstand mit ein. Das unreine K, MnO4, das der Erzrückstand enthält, wird mit verdünnter K OH extrahiert, um das 6-wertige Manganat zu lösen, während der ungelöste Erzrückstand zurückbleibt. Bisher wurden die Rückstand-
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TELEFON (OS«) 33 28 63
TELEX OB-S838O
TELEKOPIERER
feststoffe aus dem extrahierten K2 MnO4 abgetrennt und die Feststoffe wurden verworfen. Wegen des hohen Gehaltes an Kalium können sie nicht als fester Abfall, wie zur Landauffüllung, verworfen werden. Der Kaliumgehalt war für Zwecke der Landauffüllung bedenklich, da - obwohl das Kalium nicht leicht löslich war - es allmählich unter der Einwirkung von Regen und Grundwasser freigegeben wird, was zu unerwünschter Verunreinigung des Grundwassers führt. Bei der bisherigen Praxis wurde der halbflüssige Abfall zu einer Lagune geleitet, in der man die Feststoffe sich absetzen und die Flüssigkeit in einen Fluß überfließen ließ, was im Hinblick auf die Vermeidung von Flußverunreinigungen unbefriedigend blieb. Ein besseres Verfahren zur Behandlung des Braunsteinerzabfalles zur Verwerfung wird daher benötigt, insbesondere ein solches, das den Kaliumgehalt des Abfalls herabsetzt. Das Verfahren der Erfindung erfüllt diesen Zweck, während es gleichzeitig eine verdünnte K OH-Lösung erzeugt, die in die Manganat-VI-Anlage zurückgeführt werden kann, und das verbliebene Feststoff-Abfall-Material kann verworfen und zur Landauffüllung verwendet werden.
Ein industrielles Verfahren zur Gewinnung und Reinigung von 6-wertigem Manganat wird in der US-Patentschrift 3 172 830 beschrieben. Bei diesem Verfahren wird der Braunsteinerz-Rückstand aus dem extrahierten K2 MnO. zusammen mit CaCOg und Ca(OH)2 abgetrennt., Das Calciumcarbonat und Calciumhydroxid ist anwesend aufgrund der Kaustifizierung des überstehenden aus dem Manganat-VI-Kristallisierer. Ganz besonders enthält das überstehende aus dem Kristallisierer lösliche Kaliumsalze, hauptsächlich Kaliumcarbonat, aber auch etwas Kaliumsilikat und Kaliumaluminat» Durch Behandlung der überstehenden Lösung mit Calciumhydroxid werden die Kaliumsalze in Kaliumhydroxid umgewan-
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delt und die entsprechenden Calciumsalze ausgefällt, einschließlich Calciumcarbonat, Calciumsilikat und Calciumaluminat. überschüssiges Calciumhydroxid wird auch ausgefällt, indem es durch Kaliumhydroxid aus der Lösung geworfen wird. Die Löslichkeit von Calciumhydroxid vermindert sich so schnell wie die Konzentration an Kaliumhydroxid zunimmt.
Kalium-enthaltende Rückstand-Feststoffe, die .bei der Umwandlung von Braunsteinerz in K3MnO4 anfallen, werden in Form einer wäßrigen Aufschlämmung von teilweise gelöstem Ca(OH)2 umgesetzt. Durch Verwendung von 2 bis 5 Mol Ca pro Mol K in den Feststoffen und durch Begrenzung der Konzentration von in der Aufschlämmung gebildetem KOH auf weniger als 50 g KOH pro Liter Wasser können bis 70 % oder mehr des K in den Rückstand-Feststoffen gelöst werden und als verdünnte KOH-Lösung gewonnen werden. Der genaue Mechanismus der Kaliumgewinnung ist nicht bekannt; es scheint sich aber um eine Ionenaustauschreaktion zu handeln. Aufgrund der experimentellen Ergebnisse scheint es so, daß das meiste - wenn nicht das ganze - an den Abfall gebundene Kalium an Verbindungen gebunden werden, die Ionenaustauschreaktionen einzugehen imstande sind. Diese Verbindungen können möglicherweise Aluminiumsilikate und Delta-Mangandioxid sein. Aluminiumsilikate werden abgeleitet von Erzgestein und Delta-Mangandioxid wird durch Hydrolyse von Kalium(VI)-Manganat gebildet. Diese beiden Verbindungen haben ausserdem Ionenaustauscheigenschaften. Die erforderlichen Reaktionsbedingungen .legen darüber hinaus einen Ionenaustauschmechanismus nahe.
Ein großer Überschuß von Ca gegenüber K begünstigt die gewünschte Umsetzung, während die Umsetzung mit zunehmenden Konzentrationen von KOH in Wasser inhibiert wird.
- 4 809845/0663
-4-
Indem mindestens 2 Mol Ca pro Mol K in den Rückstand-Feststoffen verwendet werden und die Konzentration von K OH in Wasser auf weniger als 50 g pro Liter begrenzt wird, können mindestens 50 % oder mehr des K in den Rückstand-Feststoffen als K OH gelöst werden. Unter den bevorzugten Bedingungen von mindestens 2,5 Mol Ca pro Mol K und weniger als 35 g K OH pro Liter Wasser, können 70 bis 90 % K gewonnen werden. Obgleich das Produkt eine sehr verdünnte K OH-Lösung ist, kann es ferner in den Manganat(VI)-Prozeß zurückgeführt werden, wie es anschlies send im Einzelnen beschrieben wird, und die abgetrennten umgesetzten Feststoffe können verworfen werden und zur Landauffüllung verwendet werden.
Die beigefügte Zeichnung ist ein Fließdiagramm einer Ausführungsforra des K-Gewinnungsverfahrens der Erfindung.
Das Ausgangsmaterial für das Verfahren der Erfindung kann als Kalium-enthaltende Rückstand-Feststoffe, die bei der Umwandlung von Braunsteinerz zu K„ MnO- durch Umsetzung des Erzes mit K OH und O2 anfallen, bezeichnet werden. Die Rückstand-Feststoffe können auch Calciumcarbonat und Calciumhydroxid enthalten. Auf die US-Patentschrift 3 172 83Ο wird hier als Stand der Technik hingewiesen.
Wie in der Patentschrift beschrieben, wird das rohe K2 MnO. mit einer wäßrigen K OH-Lösung ausgelaugt, das vor zugsweise 60 bis 100 g pro Liter K OH enthält. Die ausgelaugte Lösung enthält im allgemeinen gewöhnlich 10 bis 15 % κ OH. Bei der Auslaugung wird das 6-wertige Manganat gelöst, während die unlöslichen Erζverunreinigungen zurückbleiben, überschüssiges Calciumhydroxid, das von der Kaustifizierung des überstehenden des Kristallisierers mit herübergebracht wird, wird weitgehend - bedingt durch die K OH-Konzentration - ausgefällt und die durch
809846/068 "3 =5~
Filtration aus der Laugenflüssigkeit abgetrennten Feststoffe enthalten Erzverunreinigungen, ausgefälltes Calciumhydroxid und auch Calciumcarbonat. Der Filterkuchen kann 55 bis 75 % Wasser enthalten. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wird dieser Filterkuchen weiter behandelt, um Kalium zu gewinnen, das 6 bis 9 Gew.%, bezogen auf die Trockenbasis der Filterkuchen-Feststoffe ausmachen kann. Nach dem Verfahren der US-Patentschrift 3 172 830 setzen sich die Rückstand-Feststoffe, die im Filterkuchen enthalten sind, folgendermaßen zusammen:
Mn
Ca
Fe :
K :
Si :
Al :
Ba :
: 15-22
ί 12-16
: 6-12
6- 9
3- 5
: 3- 5
1- 2
Die meisten Bestandteile des Abfall-Filterkuchens leiten sich vom Gesteins-Anteil des Braunsteinerzes ab. Das Mn und ein Teil des K bilden wahrscheinlich Hydrolyseprodukte des Kalium (VI)-Manganats und etwas Si (in Form von SiO2) wird manchmal dem System zugesetzt, um die Filtrierbarkeit des Feststoffabfalles zu verbessern. Es scheint wahrscheinlich, daß das meiste Kalium an den Silikat-Aluminat-Anteil des Gesteinserzes gebunden ist. Wie vorher erklärt, ist die Anwesenheit des Calciums auf die
Verwendung des Calciumhydroxides als Kaustifizierungsmittel zurückzuführen, entsprechend dem in der US-Patentschrift 3 172 830 beschriebenen Verfahren. Es versteht
sich allerdings von selbst, daß die genaue Zusammensetzung des Abfalles mit dem Gesteinscrehalt des verwendeten Erzes schwankt. Die Schwankung und die genaue Zusammensetzung
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der Braunsteinerz-Rückstand-Feststoffe beeinflußt aber nicht die Anwendbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens unter der Voraussetzung, daß der Ca-Gehalt des CaO/Ca(OH)2 im Verhältnis zum K-Gehalt des Abfallmateriales ange.-wandt wird.
Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es wünschenswert, routinemässig Proben der Rückstand-Feststoffe auf den Kaliumgehalt hin zu analysieren. Das kann flammenfotometrisch geschehen. Beispielsweise kann ein handelsübliches Flammenspektrofotometer dazu benutzt werden. Siehe Vogel, Text-Book of Quantitative Inorganic Analysis, Kapitel 14, Seiten 879 - 889 (3. Ausgabe).
Wenn der K-Gehalt der Rückstand-Feststoffe bestimmt ist, kann die Menge an CaO/Ca(OH)«"Reaktionspartner leicht berechnet werden. Im allgemeinen sollten 2 bis 5 Mol Gesamt-Ca pro Mol K in den Feststoffen verwendet werden. Die bevorzugte Menge liegt bei 2,5 bis 4,0 Mol Ca pro Mol K.
Es wird angenommen, daß die gewünschte Reaktion nach folgender Gleichung verläufts
wirksames Material des
+ Ca(OH)
2 KOH+Ca
festen Kati- onenaustau-
onenaustau- schers.
schers
wirksames Material des festen Kati
Wie oben erwähnt, ist die genaue Beschaffenheit des festen Kationenaustauschermateriales nicht mit Sicherheit anzugeben. Es kann Aluminiumsilikate und Delta-Mangandioxid
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enthalten. Die obige Gleichung kann eine Hilfe sein, um zu erklären, warum die K-Gewinnung gegenüber höheren K OH-Konzentrationen in der flüssigen Phase empfindlich ist. Calciumhydroxid ist in Anwesenheit von K OH sehr unlöslich, sogar in verdünnten K OH-LÖsungen. Die Umsetzungsgeschwindigkeit wird daher fortschreitend in dem Maße herabgesetzt, wie die K OH-Konzentration in der flüssigen Phase zunimmt.
Durch Beibehalten der K OH-Konzentration in der flüssigen Phase auf unterhalb von 50 g K OH pro Liter Wasser und vorzugsweise auf unterhalb von 35 g K OH pro Liter, wird aber die Gewinnung von K bei der Anlage praktikabel.
Bei der praktischen Durchführung des K-Gewinnungsverfahrens der Erfindung werden die Rückstand-Feststoffe in Form einer Aufschlämmung umgesetzt. Wasser muß daher zu dem Filterkuchen-Rückstand aus dem Manganat(VI-Verfahren zugesetzt werden, der gewöhnlich nur 55 bis 70 % Wasser enthält. Ausreichendes Wasser sollte zugesetzt werden, um - falls erforderlich - zu ermöglichen, daß die Rückstand-Feststoffe gemischt oder gepumpt werden können. Bezogen auf die Gesamtwasserbasis kann die Aufschlämmung der Rückstand-Feststoffe 5 bis 15 Gew.Teile Wasser pro Gewichtsteil Trockenfeststoffe enthalten. Diese Wassermenge schließt das im Filterkuchen vorliegende Wasser, dem Filterkuchen zugesetztes Wasser und auch mit der Kalkaufschlämmung eingeleitetes Wasser ein.
Der Rückstand-Filterkuchen kann gegebenenfalls mit Wasser in einer Aufschlämm-Vorrichtung gemischt werden, um eine Aufschlämmung zu erhalten, bevor er mit dem Kalkreagens gemischt wird. Bei dieser Anordnung kann die Aufschlämmung der Rückstand-Feststoffe in einen Reaktor zusammen mit der Kalkaufschlämmung eingeleitet werden. Das beigefügte
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Fließdiagramm veranschaulicht das allgemeine Verfahren. Der Reaktor ist mit einem Rührer - wie gezeigt wird versehen, um die Rückstand-Feststoffe so weit als möglich in Suspension zu halten, und sie dabei in innige Berührung mit dem Calciumhydroxid-Reaktionspartner zu bringen. Die Kalkaufschlämmung enthält gelöstes Ca(OH)2 und das ungelöste Ca(OH)-F das allmählich in dem Maße gelöst wird, wie das Calcium in Lösung das adsorbierte K ersetzt (wenn CaO dem Wasser zugesetzt wird, bildet es Ca(OH)2, das sich bis zu seiner Löslichkeitsgrenze löst). Nachdem die Umsetzung so weit wie gewünscht wird durchgeführt worden ist und nachdem mindestens 50 % des K als KOH gelöst worden sind, werden die umgesetzten Feststoffe der Aufschlämmung aus der verdünnten KOH-Lösung abgetrennt. Die Abtrennung wird vorzugsweise durch Zentrifugierung vorgenommen, wie aus dem beigefügten Fließdiagramm hervorgeht. Die Flüssigkeit, die die verdünnte KOH-Lösung aus der zentrifugalen Abtrennung enthält, kann wieder in den K-MnO.-Prozeß zurückgeführt werden, wie aus dem Fließe diagramm hervorgeht. Die Feststoffe werden vorzugsweise vor der Verwerfung mit Wasser gewaschen, um zurückgehaltenes KOH zu entfernen. Dieses Waschwasser kann auch wieder in den K3MnO4-PrOZeB zurückgeleitet werden. Das Zentrifugat, das die verdünnte KOH-Lösung enthält, kann beispielsweise zu dem Kaustifizierer zurückgeführt werden und das Waschwasser kann als Filterwaschwasser beim Verfahren verwendet werden. (Siehe US-Patentschrift 3 172 830, Kaustifizierer 11 und Filter 5). Hierdurch wird die Wassermenge, die sonst zu dem K-MnO.-Prozeß zugesetzt werden müßte, herabgesetzt und auch KOH umgewandelt.
Die Temperatur der K-Gewinnungsumsetzung ist nicht kritisch. Temperaturen im Bereich von etwa 20 bis 80° C können verwendet werden. Höhere Temperaturen steigern die
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Geschwindigkeit der gewünschten Umsetzung, können aber die Abtrennung der umgesetzten Feststoffe erschweren. Ein bevorzugter Arbeitsbereich liegt zwischen 25 und 45° C. Andere vorteilhafte Bedingungen für eine wirtschaftliche Durchführung bestehen in der Verwendung von 8 His 12 Teilen Gesamtwasser pro Teil Trockenrückstand-Feststoffe, 2,5 bis 3,0 Mol Ca pro Mol K und $er Begrenzung der Endkonzentration der flüssigen Phase auf 10 bis 20 g KOH pro Liter. Unter diesen Bedingungen können 70 bis 90 % des K als KOH in einer Umsetzungszeit von 3 bis 4 Stunden gewonnen werden. In Abhängigkeit von den Umsetzungsbedingungen und der Anlage und der gewünschten Prozente der K-Gewinnung können aber Umsetzungszeiten von 2 bis 16 Stunden verwendet werden, obwohl Umsetzungszeiten von über 6 Stunden normalerweise nicht benötigt werden. Es kann erwartet werden, daß die Konzentration des Zentrifugates von etwa 0,3 bis 2 % KOH entsprechend 3 bis 20 g KOH pro Liter schwankt.
Unter einigen Betriebsbedingungen kann es erforderlich werden, den Kaliumgehalt im Rückstand zu korrigieren. Gegenwärtig enthält der Rückstand-Filterkuchen aus der Manganat(VI)-Anlage zu vernachlässigendes Kalium. Spuren von Kalium sind aber anwesend und werden mit dem Kalium in der Gewinnungsanlage gelöst. Die Rückführung der verdünnten KOH-Lösung zu der Manganat(VI)-Anlage kann, daher allmählich die im Kreislauf geführte Kaliumbelastung steigern, so daß der Filterkuchen-Rückstand erhebliche Mengen Natrium neben Kalium enthält. Genauigkeitshalber sollte daher bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens das in den Rückstand-Feststoffen enthaltene Natrium als Kalium bei der Bestimmung der zu verwendenden Mol Ca mitgerechnet werden.Das ist notwendig, weil das Calcium sowohl für Natrium als auch Kalium aus-
- IO -
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-IQ-
getauscht wird.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
100 g gewaschener Abfall-Filterkuchen aus der K3MnO4-Anlage, der 9,97 g Kalium enthielt, wurdenmit 1000 ml Wasser aufgeschlämmt. Anschliessend wurden 40 g CaO zu der Aufschlämmung gegeben und ein Mol-Verhältnis von Ca:K von 2,75:1 erhalten. Das Gesamtgemisch wurde 16 Stunden bei Umgebungstemperatur (20 - 30° C) gerührt. Nach dem Abfiltrieren der Feststoffe und Waschen des Kuchens enthielt das vereinigte Filtrat und Waschwasser insgesamt 8,26 g gelöstes K. Die Gewinnung von K erfolgte mit einer Ausbeute von 82,9 %.
Beispiel 2
74,56 kg gewaschener Abfall-Filterkuchen aus der K2 MnO4-Anlage, der 5,90 kg Kalium enthielt, wurden in 855 1 Wasser aufgeschlämmt. Anschliessend wurden 23,5 kg trockenes CaO zugegeben und das Gesamtgemisch 2 Stunden bei 37° C gerührt. Das Molverhältnis von Ca:K betrug etwa 2,78:1. Nach Abzentrifugieren der Feststoffe und Waschen des Kuchens enthielt das vereinigte Filtrat und Waschwasser insgesamt 5,4 kg gelöstes K. Die Gewinnung von K erfolgte mit einer Ausbeute von 90,8 %.
Beispiel 3
Der gewaschene Abfall-Filterkuchen aus der K2 MnO4-Anlage, der etwa 1,2 % κ enthielt, wurde mit Wasser in einer Aufschlämmvorrichtung aufgeschlämmt und eine Suspension er-
- 11 809 845/0663
halten, die 8 - 12 % Feststoffe enthielt. Ein kontinuierlicher Strom dieser Aufschlämmung (mit einer Geschwindigkeit von 151,5 Liter/Min. (40 gal/min)) wurde in den Kalium-Gewinnungsreaktor gepumpt, einem Kessel mit einem Fassungsvermögen von 4920 Litern (13000 gallon), der mit einem Rührer und einer Vorrichtung zur Dampferhitzung versehen war. Diesem Reaktor wurde auch kontinuierlich eine Aufschlämmung von 15 bis 20 % Kalk (CaO) in Wasser mit einer Geschwindigkeit von 3,785 Liter/Min (1 gal/min.) zugesetzt. Ein Teil des CaO lag in Form von gelöstem Ca(OH)2 vor. Die mittlere Menge Ca:K lag bei etwa 2,9:1 auf Molbasis. Die Temperatur im K-Gewinnungsreaktor wurde zwischen 35 und 40° C gehalten. Die mittlere Verweilzeit der flüssigen Suspension im Reaktor betrug etwa 4 Stunden. Anteile des Reaktorinhaltes wurden periodisch entfernt und zentrifugiert. Das Zentrifugat, das typischerweise 0,20 - 0,25 % gelöstes Kalium enthält, wurde in das Verfahren über einen Kaustifizierer zurückgeführt. Das Waschwasser aus dem Zentrifugatkuchen mit 0,05 - 0,07 % gelöstes Kalium wurde zum Waschen von neuem Abfall-Filterkuchen verwendet. Der Zentrifugatkuchen wurde nach dem Waschen zur Landauffüllung verwendet. Die Gesamtausbeute bei der Kaliumgewinnung betrug 88 - 90 %.
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Claims (8)

PATENTANWÄLTE! A. GRÜNECKER DU3L-ING. H. KINKELDEY Dft-ING W. STOCKMAIR ΟΛ-mS. ■ AoE ICALTECH 2810050 κ·SCHUMANN ^ ' ^^ >^ DR. RER NAT-DlPL-PHVS P. H. JAKOB Θ. BEZOLD P 12 387 Ο« FERN«· DIPL-CHEM 8 MÜNCHEN 22 MAXIMILIANSTFiASSE 4-3 Patentan sp r ü c h e
1. Verfahren zur Gewinnung von Kalium aus. Kalium enthaltenden Rückstand-Feststoffen Ό die bei der Umwandlung von Braunsteinerz zu K3MnO^ anfallen^ durch Umsetzung des Erzes mit KOH und O9 t . -
gekennzeichnet durch
(a) die Umsetzung einer wäßrigen Aufschlämmung der Rückstand-Feststoffe mit gelöstem CaXOH)2 in Anwesenheit des ungelösten Ca(OH)2* wobei 2 bis 5 Mol Gesamt-Ca pro Mol K in den Feststoffen verwendet werden und das in den Feststoffen vorliegende Na bei der Bestimmung der zu verwendenden Mol Ca als K mitgezählt wird;
80984 5/0663 ORIGINAL INSpicTE~D
TELEX OS-29S80 TELEGRAMME MONAPAT
(b) die Fortsetzung der Umsetzung bis mindestens 50 % des K in den Rückstand-Feststoffen als KOH gelöst worden sind, während die Konzentration des KOH auf weniger als 50 g KOH pro Liter Wasser begrenzt wird, und
(c) die Abtrennung der erhaltenen KOH-Lösung aus den umgesetzten Feststoffen.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß 2,5 bis 4,0 Mol Ca pro Mol K verwendet werden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und /oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Umsetzung fortgesetzt wird, bis mindestens 70 % des K in den Rückstand-Feststoffen gelöst worden sind.
4-, Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis dadurch gekennzeichnet, daß die KOH-Konζentration auf weniger als 35 g KOH pro Liter Wasser begrenzt wird.
5· Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis dadurch gekennzeichnet, daß die KOH-Konzentration bei Beendigung der Umsetzung im Bereich von 5 "bis 20 g KOH pro Liter Wasser liegt.
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6. Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung (a) bei einer Temperatur von 25 bis 4-5°C und mit 5 bis 15 Gew.
Teilen Wasser pro Gewichtsteil der Eückstand-Eeststoffe durchgeführt wird.
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