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Zuführ- und Ausbreitvorrichtung für Wäschestücke od. dgl. Die Erfindung
betrifft eine Zuführ- und Ausbreitvorrichtung für Wäschestücke od. dgl. zu einer
Mangel, bei welcher mittels zweier taktweise angetriebener und mit Greifern versehener
Umlaufketten od. dgl. die Wäschestücke von einer Aufgabe- zu einer Abgabestation
förderbar sind, wobei die Klemmung bzw. die Abgabe der erfaßten Wäschestücke jeweils
im Bereich von Umlenkrädern erfolgt.
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Zum Ausbreiten von Wäschestücken ist es bekannt, den Wäschestücken
gleichzeitig mit der Vorschubkraft in der Zuführ- und Ausbreitstrecke eine von der
Mitte nach beiden Seiten gerichtete Querkraftkomponente im Sinne einer Ausbreitung
zu übertragen. Dadurch wird es möglich, daß die Wäschestücke an der Abgabestelle
flach ausgebreitet und praktisch faltenfrei ablaufen.
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Zur Übertragung der Querkraftkomponente zusammen mit der Vorschubkraft
ist es bekannt, das Wäschestück zwischen Förderwalzen durchlaufen zu lassen, die
von der Mitte ausgehend nach außen schraubenförmige Mitnehmerrippen aufweisen, welche
während der Drehung gleichzeitig eine schneckenartige Schubwirkung in axialer Richtung
der Walzen auf das Wäschestück ausüben.
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Bei einer anderen bekannten Ausführungsform läuft das Wäschestück
über eine Fördergutanordnung, bei der wenigstens die äußeren Gurte in Förderrichtung
auseinanderlaufen und dabei das Wäschestück in Querrichtung mitnehmen und ausbreiten.
Bei allen diesen bekannten Anordnungen besteht jedoch zwischen dem Förderorgan und
dem Wäschestück nur Kraftschluß und kein Formschluß, so daß die Gefahr besteht,
daß bei starker Faltenbildung diese Falte nicht ausgeglättet wird, d. h. daß die
Querkraft nicht ausreicht, um das Wäschestück in Querrichtung glattzuziehen. Durch
eine Verbesserung des Reibungsschlusses zwischen dem Förderorgan, z. B. dem Gurt
und dem Wäschestück kann die übertragene Querkraft zwar erhöht werden, andererseits
besteht dann aber die Gefahr, daß empfindliche Wäschestücke beschädigt werden.
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Eine andere bekannte Anordnung hat Fördergurte, die von der Zuführseite
bis zur Abführseite auseinanderlaufen und die Greifeinrichtungen aufweisen, an denen
die Ecken der Wäschestücke ergriffen werden, so daß wenigstens die Anfangskante
des Wäschestükkes formschlüssig mit den Förderorganen verbunden ist und auf das
vorbestimmte Maß ausgebreitet wird. Dabei sind bei den bekannten Anordnungen zur
Anpassung an unterschiedliche Wäschstückbreiten Einrichtungen vorgesehen, um den
Spreizwinkel der Förderorgane, bei einer bekannten Anordnung Förderketten, einzustellen.
Bei dieser bekannten Anordnung müssen entweder die Wäschestücke entsprechend ihrer
Zuführbreite vorsortiert werden, oder es muß in Kauf genommen werden, daß einige
Wäschestücke nicht über die volle Breite gespannt werden können bzw. andere Wäschestücke
gegebenenfalls zu stark gespannt werden und dabei beschädigt werden.
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Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine derartige
Zuführ- und Ausbreitvorrichtung unter Verwendung von Greiferketten mit durch die
Umlenkbewegung um die Umlenkkettenräder gesteuerten Greifern eine Anordnung zu treffen,
durch die eine selbsttätige Anpassung an unterschiedliche Wäschestückbreiten erfolgt
und allen Wäschestücken innerhalb eines vorbestimmten Breitenbereiches eine etwa
gleiche Querkraft im Sinne einer Ausbreitung erteilt wird. Gemäß der Erfindung wird
dies dadurch erreicht, daß jede Umlaufkette auf einem in der Förderebene der Wäschestücke
um je einen an der Aufgabeseite angeordneten Drehpunkt schwenkbaren Rahmen geführt
ist, wobei die Rahmen gegenüber dem Aufgabeabstand in spreizendem Sinne federnd
vorgespannt sind. Durch diese erfindungsgemäße Anordnung erfolgt auch bei einer
formschlüssigen Verbindung zwischen Wäschestück und den Förderketten die übertragung
der Querkraft nachgiebig federnd, und zwar unabhängig von der Breite, da die Feder
selbsttätig bis zur vollen Breite an der Vorderkante des Wäschestückes dieses spannt.
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Um eine gleichmäßige Vorspannung nach beiden Seiten sicherzustellen,
sind die schwenkbaren Rahmen vorzugsweise mittels eines Mittenteilervorrichtun
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zur Förderrichtung symmetrisch geführt. Dabei kann die Mittenteilervorrichtung mit
einer die Rahmenspreizbewegung dämpfenden Bremsvorrichtung verbunden sein, um Schwingbewegungen
zu verhindern. Die Umlaufkette an jedem Schwenkrahmen kann annähernd in Dreieckform
geführt sein, derart, daß die Umlaufketten in Förderrichtung von der Aufgabeseite
aus zu der Abgabeseite hin ansteigen. Durch diese Anordnun- wird das Wäschestück
von der Aufgabeseite frei an seiner Vorderkante frei nach oben gezogen und kann
sich ungehindert ausbreiten. Um diese Ausbreitung des frei abhängenden Wäschestückes
zu erleichtern, kann im Bereich der Aufgabestation eine an sich bekannte, annähernd
gegen die Förderrichtung des Wäschestückes wirkende Blasvorrichtung angeordnet sein.
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Um das Wäschestück nach der Freigabe von den Ausbreitgreiferketten
in seiner ausgebreiteten Lage zu halten und gegebenenfalls im frei abhängenden rückwärtigen
Teil noch vorhandene Falten auszugleichen, können im Bereich der Abgabeseite der
Umlaufkette unter deren Abgabestelle an sich bekannte, angetriebene Ausbreitwalzen
angeordnet sein. Dabei kann im Bereich der Ausbreitwalzen eine an sich bekannte
Blasvorrichtung angeordnet sein, mittels welcher die freigegebenen Wäschestücke
auf die Ausbreitwalzen aufblasbar sind, so daß sie von diesen sicher erfaßt werden.
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Die Erfindun- wird im fol-enden an Hand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht der Zuführvorrichtung,
F i g. 2 eine Vorderansicht der Einspeiseseite der in F i g. 1 dargestellten Zuführvorrichtung,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die Einspeiseseite der in F i g. 1 dargestellten Zuführvorrichtung
und F i g. 3 A eine Draufsicht auf deren Abführseite, wobei F i g. 3 A an F i -.
3 und der Linie A-A anschließt, F i g. 4 eine Ansicht des Abgabeendes der in F i
g. 1 dargestellten Zuführvorrichtung, gesehen von der rechten Seite der F i g. 1,
F i g. 5 einen teilweise in Ansicht dargestellten, etwas vergrößerten Teilschnitt
durch das eine Ende der Abgabewalze, F i g. 6 einen der F i g. 5 ähnlichen Schnitt
durch das Ende einer anderen Walze, F i g. 7 eine Seitenansicht der Enden der aus
Abgabewalzen bestehenden Abgabegruppe, F i g. 8 eine der F i g. 7 ähnliche Ansicht,
die die Enden der Walzen der Abgabegruppe nach Linie 8-8 der F i g. 4 zeigt, F i
g. 9 eine vergrößerte Teilansicht der an der Einspeiseseite der Zuführvorrichtung
stillgesetzten Förderkette mit einer Greiferklemme in Offenstellung, F i g. 10 eine
Seitenansicht der Förderkette und einer Greiferklemme, wobei die Greiferklemme sich
in Schließstellung befindet und die Vorderkante eines Bettuches erfaßt, F i g. 11
eine schematische Darstellung einiger Arbeitselemente mit ihren elektrischen Stromkreisen
und F i g. 12 eine schematische Darstellung der Einrichtung, die die Schwingarme
in einem gleichen Abstand von der Längsmittellinie der Zuführvorrichtun- hält.
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Die Zuführvorrichtung (F i g. 1 bis 4) besitzt ein gerüstarti-es Gestell,
das aus unteren Trägern 20, an den Gestellecken angeordneten rechten Stützen 21
und aus waagerechten oberen Trägern 22 besteht, wobei die Träger durch Querstreben
verbunden sind. Von der Einspeiseseite der Zuführvorrichtung aus gesehen (links
in F i g. 1), an welcher sich der Stand der Bedienungsperson befindet, sind ein
linker Schwingrahmen 23 und ein rechter Schwingrahmen 24 (F i g. 2, 3 und 3 A) vorgesehen,
die jeweils am Eingangsende von den entgegengesetzten Enden einer Antriebswelle
25 durch Kardangelenke schwenkbar getragen werden, wobei der Antrieb über Kettenräder
26 und 27 erfolgt.
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Da die beiden Schwingrahmen 23 und 24 den gleichen Aufbau haben, wird
nur der Schwingrahmen 24 beschrieben. Der Schwingrahmen 24 weist einen langen waagerechten
Arm 28 bzw. 28a auf, der sich über die gesamte Länge der Zuführvorrichtung erstreckt
und an dessen Einspeiseseite ein kurzer senkrechter Arm 29 befestigt ist. An den
Ecken des so gebildeten L-förmigen Rahmens sind Kettenräder 27, 30 und
31 gelagert, über die eine Gliederkette 32 geführt ist. Der Antrieb
der Gliederkette erfolgt über das Kettenrad 27 durch eine Antriebswelle 25 in der
durch die Pfeile in F i g. 1 dargestellten Richtung. Der Arm 28 trägt zwei Umlenkrollen
35 (F i g. 3 A), die an einer Konsole 36 auf der Unterseite des Armes 28 gela-ert
sind. Diese Umlenkrollen 35 laufen auf einer Stützschiene 37, die an oberen Trägern
22 sitzt. Die Stützschiene 37 ist kreisbogenförmig gebogen, so daß auf ihr die auf
beiden Seiten einer Längsmittellinie der Zuführvorrichtung angeordneten Schwingrahmen
23, 24 eine Schwingbewegung ausführen können. Wie F i g. 3 A zeigt, werden die Schwingrahmen
aus ihrer in voll ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die in -estrichelten
Linien dargestellte Stellung und manchmal darüber hinaus und umgekehrt bewegt, wobei
jeweils die Schwingrahmen einen gleichen Abstand von der Längsmittellinie beibehalten.
Die Größe der Schwenkbewegung hängt von der Breite des zu behandelnden Wäschestückes
ab, das auch schmaler sein kann als ein übliches Bettuch. Die Zuführvorrichtun-
weist (F i g. 3 A, 9 und 12) zwei Führungsrollen 38 auf, die auf den gegenüberstehenden
oberen Trägern 22 angeordnet sind. Um diese Führungsscheiben läuft ein endloses
Spreizband 38-39 a, das mit den Armen 28 und 28a verbunden ist und das sich zwischen
diesen Armen in der aus F i g. 12 ersichtlichen Weise kreuzt. Eine oder mehrere
Spannfedern 40 sind in die Bandführung eingeschaltet, um die Spannung im Spreizband
beizubehalten, so daß jeweils beide Arme 28, 28 a um ein entsprechendes Maß in der
entgegengesetzten Richtung gegenüber der Längsmittelinie der Zuführungsvorrichtung
gespeist werden können.
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Die Arme 28, 28 a werden wie folgt in ihre maximale Spreizstellung
gebracht (F i g. 1 und 3 A): Eine Spreizwelle 43 ist auf dem rechten oberen Träger
22 a und auf der Stützschiene 37 in Lagern 44 bzw. 45 gelagert. Auf der Spreizwelle
43 ist eine Riemenscheibe 46 befestigt, über die eine Schnur 47 läuft, deren Ende
an einem Ansatz 48 des Armes 28 a befestigt ist. Auf der Speizwelle 43 ist ferner
eine zweite Riemenscheibe 49 befestigt, um die eine zweite Schnur 50 läuft, die
an einer Kolbenstange 51 befestigt ist, die aus einem Kolben (nicht dargestellt)
ragt, der sich innerhalb eines langen Spreizzylinders 52 (F i g. 1) befindet. Dieser
Spreizzylinder 52 ist an dem unteren Träger 20 befestigt. Ein an der Kolbenstange
51 befestigter Führungskopf 55 wird von zwei Rückstellfedern
56
und 57 nach unten vorgespannt. Die Federn 56 und 57 sind an ihren oberen Enden mit
dem Führungskopf 55 und an ihren unteren Enden mit dem Träger 20 verbunden. Die
Zugspannung der Rückstellfedern zieht den Führungskopf 55 nach unten unten dreht
über die Schnur 50 die Riemenscheiben 49 und 46. Durch die Drehung der Riemenscheibe
46 werden die Arme 28 a und 28 nach außen gezogen. Diese durch die Federkraft gegebene
gespeizte Außenlage ist die normale Ruhestellung der Arme 28, 28a.
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Eine nach außen gerichtete zu schnelle Spreizbewegung der Arme wird
durch die in dem Zylinder 52 erzeugte Stoßdämpferwirkung verhindert. Der im Zylinder
befindliche Kolben bewegt sich in Öl, das über ein Umgehungsrohr 58 nach oben oder
nach unten verdrängt wird. Das Umgehungsrohr 58 hat eine durch ein Nadelventil 59
mittels Handgriff 60 einstellbare Drosselöffnung.
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Die Umlaufkette 32 wird von einem Motor 63 über einen Riemen 63 a,
eine Stufenschaft- und Riemenspannvorrichtung 64, einen Riemen 65, eine Riemenscheibe
66, einen Riemen 67 und eine auf der Welle 25 sitzende Riemenscheibe 68 angetrieben.
Der Motor ist mit einer Bremse gekuppelt, die bei Stromunterbrechung zum Motor eingeschaltet
wird.
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Am Abgabeende der Maschine ist eine Gruppe von Ausbreitwalzen vorgesehen,
die auf einer Konsole 69 und einer Querstrebe 70 getragen werden, die beide auf
Ständern 21 befestigt sind. Diese Walzengruppe wird ständig von einem Motor 88 getrieben.
Die dargestellte Gruppe weist fünf Walzen 73, 74, 75, 76 und 77 (F i g. 7) auf,
die alle - mit Ausnahme der Walze 75 - auf der Konsole 69 gelagert sind. Die Walze
75 ist in den Enden von Kurbelarmen 78 gelagert, deren andere Enden auf Stummelwellen
79 drehbar sind, die aus der Konsole 69 (F i g. 4) nach innen ragen. Diese übertragungswalzengruppe
soll ein von der Umlaufkette an die Oberseite der Walzengruppe angeliefertes Bettuch
aufnehmen und auf die Mangel überführen. Am rechten Ende der F i g. 1 ist in gestrichelten
Linien das Aufnahmeende eines Lieferförderers dargestellt, der endlose Förderbänder
80 und eine Oberwalze 81 aufweist.
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Die Walzen 73, 74, 76 und 77 werden durch Riemen 84, 85, 86 und 87
von einem Motor 88 in gleichem Drehsinn angetrieben. Die Walze 75 wird über einen
Riemen 89 auf der anderen Seite der Zuführvorrichtung (F i g. 9) angetrieben, der
von einer Riemenscheibe 91 an der Walze 76 zu einer auf der Stummelwelle 79 sitzenden
Riemenscheibe 92 läuft. Auf der Stummelwelle 79 sitzt ein Zahnrad 95, das mit einem
Zahnrad 96 auf der Welle der Walze 75 im Eingriff steht. Aus F i g. 8 ist zu sehen,
daß auch bei der durch die Stummelwelle 79 erfolgenden Linksdrehung des Kurbelarmes
78 die Walze 75 sich durch den Eingriff der Zahnräder 95 und 96 in entgegengesetzter
Richtung dreht, daß jedoch die Walze 75 nach Art eines Umlaufrades um die feste
Achse der Stummelwelle 79 nach oben schwingt.
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Die beiden Stellungen der Walze 75 sind in voll ausgezogenen Linien
und in gestrichelten Linien in F i g. 7 dargestellt, wobei die Schwingbewegung der
Walze 75 in folgender Weise erfolgt: Über das auf der Stummelwelle 79 befestigte
Kettenrad 95a läuft eine Gliederkette 97, deren eines Ende an einer Zugfeder
98 befestigt ist, die an einer Gestellkonsole 99 sitzt. Das andere Ende der Kette
97 ist am Anker eines Magneten 100 befestigt. Die Feder 98 versucht die Welle 97
entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn zu drehen, um die Walze 75 auf ihre in F i g.
7 in voll ausgezogenen Linien dargestellte Stellung anzuheben. Wird der Magnet 100
eingeschaltet, dann wird die Kette 97 in der entgegengesetzten Richtung gezogen,
so daß die Walze 75 auf die in gestrichelten Linien dargestellte Stellung zurückgestellt
wird.
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Die Umlaufketten 32 tragen Greifer zum Erfassen der Bettücher. An
der Kette 32 (F i g. 9 und 10) ist durch Konsolen und Niete 103 bzw. 104 ein biegsamer
Streifen 105 aus Leder oder einem Kunststoff befestigt, der sich um die von den
Kettenrädern 27, 30 und 31 gebildeten Ecken der Umlaufbahn bewegt. An diesem biegsamen
Streifen ist an der Befestigungsstelle 104 ein starrer Metallstreifen 106 befestigt,
der auf der einen Seite seiner Verbindungsstelle eine leicht gebogene Zunge 106a
und auf der anderen Seite der Verbindungsstelle einen geradlinigen Greiferteil 106
b hat, der eine Abdeckung 106c aus Schwammgummi mit einer Reibfläche aufweist.
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Eine Bedienungsperson erfaßt die Ecken der Vorderkante einer Bettuchkante
und drückt diese in den zwischen den Klemmenteilen 105 und 106c gebildeten Winkel.
Die Ketten 32 werden kurzzeitig in der unmittelbar unterhalb des Kettenrades 30
(F i g. 1) dargestellten Stellung stillgesetzt. Die elastischen Abdeckungen 106c
erfassen die Bettuchecken und nehmen bei der Bewegung der Ketten das Bettuch unter
dem unteren Kettentrum nach rechts in F i g. 1 mit. Sobald die Klemmen um die Ecke
laufen, nehmen die Klemmenteile 106 b die in F i g. 10 dargestellte Stellung ein,
in der die Zunge 106a gegen die Kette drückt und den Klemmendruck auf die Bettuchecken
erhöht. Bewegen sich die Klemmen um das an der Abgabeseite gelegene Kettenrad 31,
öffnen sich die Klemmenteile und geben die Vorderkante des Betttuches frei.
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Auf jeder Kette sind im gleichen Abstand drei Klemmen 106,107 bzw.108
vorgesehen. Jede Klemme trägt einen Finger 106d, der einen Schalter 109 betätigt,
wenn eine Klemme geöffnet an der Einspeiseseite liegt, um die Förderketten stillzusetzen.
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Die Ketten werden daher jeweils nach einem Drittel des vollen Umlaufs
stillgesetzt.
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Die Maschine weist zwei Luftgebläse 113 und 114 auf. Das Gebläse 113
ist am unteren Träger 20 nahe dem Vorderende der Maschine befestigt und richtet
einen Luftstrom nach vorn und nach oben in ein muschelförmiges flaches Gehäuse 115,
das eine vordere halbkreisförmige Wand 115a und eine hintere halbkreisförmige
Wand 115 b (F i g. 1) hat. Die Wände haben in Umfangsrichtung einen Abstand voneinander,
so daß die Luft in einem Halbkreis um die Gehäusekanten strömt. Außerdem sind zwei
öffnungen 116 in der Vorderwand vorhanden, durch die ein starker Luftstrom gegen
das Wäschestück strömen kann.
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Das Gebläse 114 sitzt auf der oberen Seite am hinteren Maschinenende.
Das Gebläse hat eine Leitung 117, die oberhalb der übertragungswalzen 74, 75, 76
und 77 angeordnet ist und einen Luftstrom nach unten über diese Walzen und zur Seite
richtet. Das Gebläse 113 wird von einem - Motor 118 getrieben, und das Gebläse 114
wird von einem Motor 119 getrieben. Der Einlaß des Gebläses 114 wird von einem Zuregler
120 geregelt. Bei offenem Zuregler wird ein starker Luftstrom nach unten auf das
auslaufende
Wäschestück gerichtet und bläst dieses gegen die Aubreitwalzen.
Bei geschlossenem Zuregler wird der Luftstrom auf eine Kleinstmenge verringert.
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Die Maschine arbeitet in folgender Weise: Beim Schließen der Schalters
123 wird Drehstrom aus dem Netz L1, L2, L 3 zugeführt, so daß sich der Motor
88 für die Übertragungswalzen und die Motore 118 und 119 für die Gebläse 7.13 bzw.
114 ständig drehen. Der Motor 63 für den Kettenantrieb ist seit dem Ende des vorangehenden
Zyklus aus folgendem Grunde zeitweilig stillgesetzt worden: Am Ende des vorhergehendes
Zyklus betätigte der auf der Klemme 108 vorhandene Finger den Schaltkolben
des Schalters 109, so daß der Magnet 124 über Leiter 125, Schalter 109, Leiter 126,
Spule des Magneten 124 und die Leiter 127 und 128 eingeschaltet wurde.
Durch das Einschalten des Magneten 124 betätigte der Anker 124
a einen Zeitschalter TS 1. Dieser Zeitschalter TS1 wurde sofort geschlossen,
öffnet sich jedoch nach einer vorherbestimmten Zeit von beispielsweise 6 Sekunden.
Beim Schließen des Schalters TS1 wurde ein Magnet 129 eingeschaltet über Leiter
130, Schalter TS1, Leiter 131, Spule des Magneten 129 und Leiter 132 zum Netzleiter
L 1. Der Anker des Magneten 129 öffnet sofort den Schalter 133 gegen den Zug der
Feder 134, die für gewöhnlich diesen Schalter geschlossen hält. Die Zeitregelung
im Schalter TS1 ist so eingestellt, daß sich der Schalter TS1 nach 6 Sekunden öffnet,
was einen Wiederanlauf oder ein Wiedereinschalten des Motors 63 für die Förderkette
32 zur Folge hat.
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Während dieser Pause von 6 Sekunden erfolgt ein anderer Arbeitsvorgang.
Parallel zum Magneten 124 liegt über die Leiter 137 und 138 ein zweiter Zeitschalter
TS2, der eine zeitlich abgestimmte Ruheperiode nach Betätigung durch den Anker des
Magneten 139 hat, worauf der Schalter TS2 einen Summer 40 einschaltet. Der Strom
verläuft über den Leiter 141, Schalter TS2 und die Leiter 142 und 143. Der Summer
wird beispielsweise 4 Sekunden nach Stillsetzen der Förderketten eingeschaltet und
gibt der Bedienungsperson ein 2 Sekunden lang dauerndes Warnzeichen, das kenntlich
macht, daß die Ketten sich bald bewegen.
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Ein Schalter 149, der von einem auf der Ketie 32 sitzenden Finger
(nicht dargestellt) betätigt werden kann oder der auf eine Betätigung von einem
der Zeitschalter TS1 oder TS2 anspricht, schaltet einen Zeitschalter TS3 ein, und
zwar über Leiter 150, Schalter 149, Leiter 151, Zeitschalter TS3 und Leiter 152.
Durch das Schalten des Schalters TS3 wird der Magnet 100 (F i g. 7) und über
einen Parallelstromkreis der Magnet 154 eingeschaltet. Der Magnet 100 gibt seinen
Anker 100 a frei, so daß die Feder 98 die Walze 75 heben kann, die während der von
dem Zeitregler bestimmten Zeitdauer nach oben gehalten wird. Gleichzeitig betätigt
der Anker 154a des Magneten 154 den bereits beschriebenen Zuregler 120, so daß ein
kräftiger Luftstrom aus der Rohrleitung 117 nach unten strömt und das Bettuch dicht
an die übertragungswalzen und an die Spannwalze anlegt. Dieser Zustand besteht infolge
der Einstellung des Zeitschalters TS3 für die Dauer von etwa 1 Sekunde oder ähnlich,
worauf der normale Zustand wiederhergestellt wird. In Wirklichkeit wird die Walze
75 für gewöhnlich unter der Einwirkung der Feder 98 in die obere Stellung bewegt,
wird jedoch durch den Magneten 100 gesenkt, wenn sich die Vorderkante des Bettuches
nähert. Die Walze 75 wird in der vorstehend beschriebenen Weise gehoben, wenn die
Vorderkante des Bettuches die Walzen der Plättmaschine erreicht.
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Sollte die Bedienungsperson feststellen, daß ein zerrissenes oder
anderweitig beschädigtes Bettuch durch die Maschine hindurchläuft, dann betätigt
die Bedienungsperson sofort einen Hebel oder einen Druckknopf, der den Schalter
157 schließt, der dann in ähnlicher Weise wie der geschlossene Schalter 149 wirkt.
Die Walze 75 wird hierdurch vorzeitig nach oben gehoben, ehe die Vorderkante des
Bettuches von den Walzen der Plättmaschine erfaßt wird. Da sich die Walze 75 in
der entgegengesetzten Richtung dreht, fördert diese Walze das betreffende Bettuch
nach hinten und nach unten zwischen die Walzen 74 und 75, so daß das Bettuch nicht
auf die Plättmaschine übertragen wird.
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Außer den auf den tlbertragungswalzen vorhandenen, aus Metall bestehenden
Spiralrippen 158 können um die Walzen nahe den Rippen zusätzliche Wülste oder Streifen
159 aus einem Material hoher Reibung, z. B. aus einem Keilriemenmaterial od. dgl.,
gewickelt sein. Der Streifen 159 ist in bezug auf die Rippe 158 so angeordnet, daß
bei dem durch die Spiralrippen erfolgenden Ziehen des Bettuches der Reibstreifen
159 den größten Teil des Zuges übernimmt. Bei der Ausübung des Zuges durch die Walzen
der Plättmaschine liegt dagegen das Bettuch in der Hauptsache an den glatteren Rippen
158 an. Dies trägt dem Umstand Rechnung, daß die Bügelmaschine für gewöhnlich
so eingestellt und angeordnet ist, daß sie mit etwas höherer Lineargeschwindigkeit
arbeitet als die Übertragungswalzen.
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Zur bequemeren Verwendung ist die Vorrichtung mit Schwenkrollen 163
und mit einer Bodenbremse 164 (F i g. 1, 2 und 5) versehen, die durch einen
drehbaren Handgriff 164a (F i g. 1) gehoben oder gesenkt werden kann. Die
zurückgewiesenen Bettücher fallen in einen Sammelbehälter 165 oder werden auf andere
Weise weggefördert.
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Die Spannung auf die Umlaufketten 32 kann mittels eines auf dem Arm
28 vorhandenen Gewindeansatzes 166 geregelt werden, dessen Endeinstellung durch
eine Sperrmutter 167 gesichert wird.
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Der Schalter 109 (F i g. 3 A) kann auf dem Arm 28 a in folgender Weise
verstellt werden: Der Schalter 109 wird von einer rechteckigen Schiene 168 getragen,
deren entgegengesetzte Enden in rechteckigen Haltern 169 und 170 gleiten. In das
Ende der Schiene 168 ist eine Stange 171 eingeschraubt, die von der Bedienungsperson
entsprechend gedreht wird, um eine begrenzte Längsbewegung der Schiene 168 und infolgedessen
eine Einstellbewegung des Schalters 109 zu erzielen. Die Stellung des Schalters
109 bestimmt die Stillsetzstellung der Kette 32 und infolgedessen die Offenstellung
der Klemmen an der Arbeitsseite der Maschine, d. h. an der Seite, an der sich die
Bedienungsperson befindet. Eine kleine Änderung der Stellung dieser Klemme hat eine
Abweichung in der Greifwirkung der Klemme zur Folge, so daß es für die Bedienungsperson
eine große Hilfe ist, wenn die Möglichkeit besteht, die Stellung des Schalters zu
ändern.
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An der Arbeitsseite der Maschine ist eine Schalttafel 174 (F
i g. 1 und 2) angebracht, die fast alle Schaltvorrichtungen trägt. Der aus der Schalttafel
174 nach unten ragende Hebel 175 kann die Schalteinrichtung
für
den Rückweisschalter 157 sein, und der Hebel 176 kann den Hauptschalter 123 betätigen.
Der Summer 140 kann ebenfalls auf der Schalttafel 174 angebracht sein. Ebenso können
andere Vorrichtungen, wie Zähler, Zeitschalter usw., auf der Schalttafel befestigt
werden.