DE1234145B - Anlage zur Durchfuehrung von nach einem Programm selbsttaetig ablaufenden galvanischen Behandlungsoperationen oder aehnlichen Oberflaechenbehandlungsoperationen - Google Patents
Anlage zur Durchfuehrung von nach einem Programm selbsttaetig ablaufenden galvanischen Behandlungsoperationen oder aehnlichen OberflaechenbehandlungsoperationenInfo
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Description
- Anlage zur Durchführung von nach einem Programm selbsttätig ablaufenden galvanischen Behandlungsoperationen oder ähnlichen Oberflächenbehandlungsoperationen Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Durchführung von nach einem Programm selbsttätig ablaufenden galvanischen Behandlungsoperationen oder ähnlichen Oberflächenbehandlungsoperationen, bei der zum Transportieren des zu behandelnden Gutes von und zu den Behandlungswannen an einer Schiene hängend hin und her verfahrbare Laufkatzen vorgesehen sind, die mit Vorrichtungen zum Herausheben und Einsenken des Behandlungsgutes oder der das Behandlungsgut aufnehmenden Behälter versehen sind.
- Es sind Anlagen der vorgenannten Art bekanntgeworden, die in Führungen eingehängte, oberhalb der Behandlungswannen hin und her verfahrbare Laufkatzen enthalten, bei denen die Träger für das Behandlungsgut nacheinander nach dem Eintauchen in eine Behandlungswanne aus der Wanne herausgehoben und an die nachfolgende Wanne herangeführt werden, um in diese eingetaucht zu werden.
- Bei diesen bekannten Anordnungen bleibt jedoch die Behandlungswanne Jeweils in der Zeit (im folgenden »tote Zeit« genannt) unbenutzt, in welcher die Laufkatze von der betreffenden Behandlungswanne bis zur nachfolgenden Wanne und von dieser zurück in die Ausgangsstellung und nach dem Beladen des Trägers mit neuem Behandlungsgut wieder bis zur ersten Wanne fährt. Ferner kann bei den bekannten Anlagen mit einer einzigen Laufkatze die erforderliche Verweilzeit, die der Zeitspanne zwischen dem Austritt eines Trägers für das Behandlungsgut und dem Austritt des folgenden Trägers aus der Anlage entspricht, oft nicht eingehalten werden. Man hat deshalb schon vorgeschlagen, Anlagen der hier in Frage stehenden Art mit mehreren Laufkatzen zu versehen, doch wurden hierdurch die Gestehungskosten und die Betriebskosten der Anlage wesentlich erhöht. Das Ziel der Erfindung besteht darin, zur Vermeidung der obigen Schwierigkeiten eine Anlage zu schaffen, bei der bei relativ einfachem, nicht teurem Aufbau die tote Zeit unter Einhaltung des Arbeitstaktes auf ein Minimum herabgesetzt wird.
- Zu dem obengenannten Zweck sind gemäß der Erfindung jeder Laufkatze horizontale Führungsschienen und vertikale Führungsstangen für zwei gemeinsam horizontal und einzeln vertikal bewegbare Träger für das Behandlungsgut zugeordnet, wobei die horizontalen Schienen in ihrem mittleren Streckenbereich einen vertikal bewegbaren Schienenabschnitt aufweisen. Die erfindungsgemäße Anordnung zeichnet sich dadurch den Vorteil aus, daß sie bei denkbar einfachem Aufbau einen Betrieb möglich macht, bei dem die toten Zeiten möglichst klein gehalten werden können und der aus Fertigungsgründen und auch im Hinblick darauf, daß ein haltbarer, zuverlässiger Überzug erreicht werden soll, den erwünschten Arbeitstakt einhalten läßt. Bei der vorgenannten erfindungsgemäßen Anlage hat man sich das vom Transportieren von Wickelkörpern aus Band- oder Streifenmaterial oder vom Transportieren der Werkstücke zwischen Drehbänken her bekannte Prinzip der Verwendung von zwei miteinander im Abstand ihres Verschiebeweges verbundenen Werkstückträgern zunutze gemacht. Zweckmäßig weist jede Laufkatze ein motorisch angetriebenes, an Führungen parallel zur Laufkatzfahrbahn hin und her getriebenes Schiebeorgan auf, das mit gleichzeitig zwei als Gutträger dienende Schlitten horizontal bewegenden Mitnehmern versehen ist, mit denen die Schlitten von unten her kuppelbar sind.
- In der Zeichnung ist ein AuSführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Anlage gemäß der Erfindung in einer Seitenansicht, teilweise in einem senkrechten Schnitt, Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 in einem Schnitt gemäß der Linie 2-2 der F i g. 1 und Fig. 3 die Anordnung nach Fig. 1 ohne Schlitten und Behälter in einem Schnitt gemäß der Linie 3-3 derFig. 1.
- Die erfindungsgemäße automatische Galvanisieranlage enthält eine Laufkatze, die einen Träger 1 besitzt, der von einer Laufschiene 2 unterstützt wird und in deren Längsrichtung verfahrbar ist. Diese Laufbahn 2 ist oberhalb der Behandlungswanne 3 angeordnet und dieser gegenüber ausgerichtet, wobei die Laufkatze an der Laufbahn unter Vermittlung der Räder 4 gelagert ist, die von einem Getriebemotor 5 angetrieben werden. Oberhalb der Laufkatze 1 ist ein Stützelement 6 angeordnet, das dazu dient, unter Vermittlung der Räder7, die an einer feststehenden Führungsbahn 8 abrollen, Schwenkbewegungen der Laufkatze zu verhindern.
- Der Träger 1 besitzt zwei zueinander parallele Führungen9, die sich in Längsrichtung der Laufkatze erstecken und auf denen sich ein Schiebeorgna 10 abstützt, das im wesentlichen aus zwei Mitnehmern 11 besteht, die miteinander fest verbunden sind und in einer Entfernung voneinander liegen, die dem gesamten Weg jedes von zwei auf der Laufkatze bewegbaren Schlitten oder Wagen 14, 15 entspricht. Die Mitnehmer 11 bestehen aus zwei Querstangen 11' und 11", die hochgebogene Lappen 12 und 13 der den Behälter 30 mit dem zu behandelnden Gut tragenden Wagen 14, 15 im Sinne der Verschiebebewegung mitnehmen. Die Hin- und Herbewegung des Schiebeorgans 10 entlang den Führungen 9 wird vom Getriebemotor 16 über Mechanismen 17 gesteuert.
- In Längsrichtung des Trägers 1 der Laufkatze verlaufen außerdem zwei Führungsschienen 18, die mit einem mittleren Schienenabschnitt 19 versehen sind, der in lotrechter Richtung bewegt werden kann, wie weiter unten eingehend beschrieben werden wird. Auf den Schienen 18, 19 werden die Schlitten oder Wagen 14, 15 unter Vermittlung der an ihrem Umfang mit Nuten versehenen Räder 20 verfahren.
- Der Träger 1 ist mit zwei lotrechten Flanschen 21 versehen, welche die Führungsstangen 22 für die Auf-und Abbewegung der Traverse 23 tragen, auf der die mittleren Schienenabschnitte 19 angeordnet sind. Die Traverse 23 bewegt sich entlang den Führungsstangen 22 unter Vermittlung der Räder 24, die paarweise an jedem Ende der Traverse angeordnet sind, und wird in ihrer Auf- und Abbewegung vom Getriebemotor 25 über die Achse 26 und Kettenräder und Ketten 27 angetrieben.
- Jeder Wagen 14 und 15 ist mit Organen 28 zur automatischen Herstellung der Verbindung mit den Armen 29 der Behälter für das zu behandelnde Gut versehen.
- An dem einen Flansch 21 des Trägers 1 ist eine Zahnstange 31 vorgesehen, welche ein üblicherweise an jedem Behälter vorgesehenes Zahnrad mitnimmt, um eine Drehbewegung des Behälters während des Anhebens zu bewirken.
- Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Vor Beginn der Operation sind die beiden Schlitten oder Wagen 14. 15 so angeordnet, daß sich der eine, z. B. der Schlitten 14 (vgl. F i g. 1), am rechten Ende der Führungsschienen 18 und der andere, z. B. der Schlitten 15, auf dem mittleren Schienenabschnitt 19 befindet, der von der Traverse 23 getragen wird.
- Während des Laufs der Anlage ist am Schlitten 14 der Behälter 30 aufgehängt, der das zu behandelnde Gut enthält; die Laufkatze mit der Traverse 23, die den Schlitten oder Wagen 15 in abgesenkter Stellung trägt, wird unter Einwirkung des Getriebemotors 5 entlang der Laufschiene 2 verstellt, bis die Mitte des Trägers 1 sich senkrecht über der ersten Behandlungswanne 3 befindet, aus welcher der Behälter 30', der vor Beginn der gerade geschilderten Operation in die Wanne eingetaucht worden war, herausgenommen werden soll. Hierdurch soll ermöglicht werden, daß der Behälter 30 mit dem neu zu behandelnden Gut in die Wanne eingetaucht werden kann.
- Nachdem die Laufkatzen über der ersten Behandlungswanne angekommen ist, wird die Traverse23, die den Schlitten 15 trägt, der mit Hilfe der Organe 28 automatisch die Arme 29 des in den Behälter 3 eingetauchten Behälters 30' mitnimmt, mit Hilfe des Getriebemotors 25 über die Welle 26 und die Kettenräder und die Kette 27 entlang der Führungsstangen 22 nach oben bewegt. Am Ende dieser Bewegung der Traverse 23 befindet sich der mittlere Schienen abschnitt 19 auf gleicher Linie mit den Führungsschienen 18, und der hochgebogene Lappen 13 des Schlittens 15 wird zwischen den beiden Querstangen 11' und 11" des betreffenden Elementes 11 des Schiebeorgans 10 mitgenommen. Die Behandlungswanne 3 ist nunmehr leer und kann einen neuen Behälter 30 aufnehmen. Unter Vermittlung des Getriebemotors 16 werden die beiden Schlitten oder Wagen vom Schiebeorgan 10 gleichzeitig in dem Sinne bewegt, daß z. B. der Schlitten 15 mit dem Behälter 30' zum linken Ende der Führungsschienen 18 verschoben und der Schlitten 14 mit dem Behälter 30 auf den mittleren Schienenabschnitt 19 gebracht wird. In der unmittelbar anschließenden Phase der Operation wird die den Schlitten 14 tragende Traverse23 erneut abgesenkt, bis der Behälter 30 sich automatisch vom Schlitten 14 löst, indem er sich auf den Stützen der Wanne 3 abstützt.
- Die Laufkatze wird zur nächsten Wanne vorgeschoben, und die Operation wiederholt sich vollständig, mit dem einzigen Unterschied, daß der Behälter, der in der zweiten Wanne eingetaucht ist, nunmehr vom Schlitten 14 angehoben wird, während der Behälter 30', der aus der vorhergehenden Wanne angehoben worden ist, durch den Schlitten 15 in die nachfolgende Wanne eingetaucht wird.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Anlage zur Durchführung von nach einem Programm selbsttätig ablaufenden galvanischen Behandlungsoperationen oder ähnlichen Oberflächenbehandlungsoperationen, bei der zum Transportieren des zu behandelnden Gutes von und zu den Behandlungswannen an einer Schiene hängend hin und her verfahrbare Laufkatzen vorgesehen sind, die mit Vorrichtungen zum Herausheben und Einsenken des Behandlungsgutes oder der das Behandlungsgut aufnehmenden Behälter versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Laufkatze horizontale Führungsschienen (18) und vertikale Führungsstangen (22) für zwei gemeinsam horizontal und einzeln vertikal bewegbare Träger (14, 15) für das Behandlungsgut zugeordnet sind, und daß die horizontalen Schienen (18) in ihrem mittleren Streckenbereich einen vertikal bewegbaren Schienen abschnitt (19) aufweisen.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Laufkatze ein motorisch angetriebenes, an Führungen (9) parallel zur Laufkatzfahrbahn hin und her getriebenes Schiebeorgan (10) aufweist, das mit gleichzeitig zwei als Gutträger dienende Schlitten (14, 15) horizontal bewegenden Mitnehmern (11) versehen ist, mit denen die Schlitten von unten her kuppelbar sind.
- 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (11) aus zwei Querstangen (11' und 11") zusammengesetzt sind und zwischen den Mitnehmern (11) ein Abstand vorhanden ist, der dem gesamten Weg jedes Schlittens (14, 15) entspricht, und die Schlitten einen zwischen die beiden Querstangen einführbaren, nach oben ragenden Teil (12) aufweisen.
- 4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Schienenabschnitt (19) mit einer Traverse (23) fest verbunden ist, die an zwei endlosen Ketten (27) angelenkt und von diesen entlang den Führungsstangen (22) auf und ab bewegbar ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 873 618; USA.-Patentschriften Nr. 2 918 180, 2 954 135.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1234145X | 1961-12-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1234145B true DE1234145B (de) | 1967-02-09 |
Family
ID=11433924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA39786A Pending DE1234145B (de) | 1961-12-01 | 1962-03-23 | Anlage zur Durchfuehrung von nach einem Programm selbsttaetig ablaufenden galvanischen Behandlungsoperationen oder aehnlichen Oberflaechenbehandlungsoperationen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1234145B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2918180A (en) * | 1954-12-28 | 1959-12-22 | Wickes Machine Tool | Workpiece handling apparatus for center drive crankshaft lathes |
| US2954135A (en) * | 1957-06-12 | 1960-09-27 | Mesta Machine Co | Coil transfer mechanism |
| GB873618A (en) * | 1959-01-26 | 1961-07-26 | Udylite Res Corp | Improvements in or relating to work supporting assemblies for use in conveyor apparatus |
-
1962
- 1962-03-23 DE DEA39786A patent/DE1234145B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2918180A (en) * | 1954-12-28 | 1959-12-22 | Wickes Machine Tool | Workpiece handling apparatus for center drive crankshaft lathes |
| US2954135A (en) * | 1957-06-12 | 1960-09-27 | Mesta Machine Co | Coil transfer mechanism |
| GB873618A (en) * | 1959-01-26 | 1961-07-26 | Udylite Res Corp | Improvements in or relating to work supporting assemblies for use in conveyor apparatus |
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