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Telefonanrufbeantworter mit festzeitgesteuerter Gesprächsabwicklung
Die Erfindung betrifft einen Telefonanrufbeantworter mit festgelegter, begrenzter
Ablaufzeit und Sprachaufzeichnungseinrichtung. Derartige Anrufbeantworter sind gemäß
Postvorschrift bestimmten Zeitmaßen unterworfen. So darf der Gesamtzyklus, während
dem die Amtsschleife geschlossen ist, die Zeit von 65 Sekunden nicht überschreiten,
und die Dauer des zu Beginn an den Anrufer ergehenden Ansagetextes darf höchstens
30 Sekunden dauern, soll aber die Zeit von 20 Sekunden nicht unterschreiten;
der Absagetext am Schluß des Zyklus ist mit 4 Sekunden begrenzt.
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In der Regel wird der Zeitablauf und die Durchführung der erforderlichen
Schaltvorgänge uhrwerksähnlich durch einen Stenerinagnetoorammträger, auf den auch
der An- und Absagetext aufgezeichnet wird, bestimmt.
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Beispielsweise wird bei einem bekannten Gerät durch ein vom Antriebsteller
des plattenförmi 'gen Steuermagnetogranimträgers untersetztes Getriebe
25 Sekunden nach Beginn des Ansagetextes ein Kontakt betätigt, der das angeschlossene
Tonbandgerät zum Zwecke der Aufzeichnung der Nachricht des Anrufers anlaufen läßt.
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Bei einem anderen bekannten Gerät ist eine ablaufende Endlosbandschleife
mit einer kodierten Perforation versehen, die etwa 25 Sekunden nach Beginn
des Ansagetextes eine Lichtquelle passiert und über einen Fotowiderstand die Erregung
eines Relais bewirkt, das ebenfalls ein zum Zweck der Aufzeichnung der Nachricht
des Anrufers angeschlossenes t2 Tonbandgerät anlaufen läßt.
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Die Umschaltung des angeschlossenen Magnettongerätes auf den Bereitschaftszustand
zur Aufnahme der Mitteilung des anrufenden Teilnehmers erfolgt also bei diesen Geräten
in der Mitte des zugelassenen Toleranzbereiches von 10 Sekunden. Dies bedeutet
einerseits, daß bei einer kurzen Ansage von nur 20 Sekunden Dauer 5 Sekunden
für die Gesprächsaufzeichnung verlorengehen, andererseits muß der Benutzer beim
Aufsprechen des Ansagetextes sich an eine feste Zeit anpassen, die 5 Sekunden
kürzer als die laut Postvorschrift erlaubte Maximalzeit ist. Ist sein Text zu lang,
muß er außerordentlich schnell sprechen, ist sein Text zu kurz, so muß er unnormal
langsam sprechen, denn da der Ansagetext mit den Worten endet »Bitte sprechen Sie
jetzt«, entsteht sonst bei einem späteren Anruf eine Pause, bevor auf Aufnahme geschaltet
wird und die ersten Worte des Anrufers gehen verloren, wenn dieser sofort nach der
Aufforderung zu sprechen beginnt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den fÜr einen Zyklus zur
Verfügung stehenden Gesamtzeitraum optimal auszunutzen und die Aufsprache des Ansagetextes
zu erleichtern.
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Die Erfindung geht aus von einem Telefonanrufbeantworter, bei dem
der Ablauf eines Gesprächszyklus in vorgegebener Zeit durch Schaltbefehle bestimmt
ist, die während des sich für jeden Zyklus wiederholenden Ablaufes eines Steuermagnetogrammträgers
ausgelöst werden, wobei auf einen ersten Schaltbefehl, der die Amtsschleife durchschaltet
und die Durchgabe des auf dem Steuermagnetogrammträger aufgesprochenen Ansagetextes
an den anrufenden Teilnehmer bewirkt, in vorgegebener Zeit ein zweiter Schaltbefehl
folgt, durch den die Bereitschaft zur Aufnahme einer Mitteilung des anrufenden Teilnehmers
auf einem Magnetogranunträ er herge-9 stellt wird.
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Die Erfindung besteht darin, daß ein Schalter zur Aufzeichnung einer
zusätzlichen Markierung auf dem Steuermagnetogrammträger vorgesehen ist, dem Abtast-
und Schaltmittel derart zugeordnet sind, daß er dieselbe Funktion auslöst wie der
zweite Schaltbefehl und daß der Steuermagnetogrammträger derart ausgebildet ist,
daß die zusätzliche Markierung innerhalb des Zyklus schon vor dem zweiten Schaltbefehl,
aber erst in einer vorgegebenen Zeit nach dem ersten Schaltbefehl zur Wirkung kommen
kann.
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Bei Aufsprache des Ansagetextes ist somit keine Beschränkung auf eine
Festzeit erforderlich, sondern es muß nur der Bereich von 20 bis 30 Sekunden
eingehalten werden. Die zum Umschalten dienende Markierung setzt der Bedienende
sofort am Ende seines Ansagetextes, so daß sichergestellt ist, daß der Anrufer sofort
danach mit der Aufsprache seiner Mitteilung beginnen kann.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Es ist mit EB der als Endlosschleife ausgebildete Steuermagnetogrammträger
bezeichnet, der von
einem nicht dargestellten Antrieb in Richtung
des Pfeiles Pf transportiert wird. Zur Steuerung des Zeitablaufes dienen Lochgruppen
4, 7 und 8, die beim Durchlaufen der durch eine Glühlampe GL und einen
Fotowiderstand PW gebildeten Lichtschranke die erforderlichen Steuerbefehle über
den Steuerverstärker SV auslösen. Es sei angenommen, daß die Endlosbandschleife
durch die Schlußperforation 7 stillgesetzt war und zum Zweck der Aufsprache
des Ansagetextes erneut gestartet wurde. In der uezeichneten Stellung, ist angenommen,
daß die EndIosbandschleife die Position erreicht hat, in der die Aufsprache beginnen
kann. In dieser Position, die für den Benutzer beispielsweise auf der Endlosbandschleife
gut sichtbar gekennzeichnet ist, passiert die Perforation 8 die Lichtschranke,
denn diese Perforation sorgt beim späteren Gesprächsablauf dafür, daß die Amtsschleife
geschlossen wird und der Ansagetext über die Fernsprechleitung gegeben werden kann.
Der nun in das Mikrophon M gesprochene Ansagetext wird über den Aufsprechverstärker
A V auf den Hör-/Sprechkopf HSK gegeben, der eine Aufzeichnung auf
der oberen Spur des Magnetogrammträgers besorgt. Die untere Spur des Magnetogrammträgers
ist auf dem Abschnitt zwischen 1 und 2 für eine Laufzeit von 20 Sekunden,
nämlich die vorgeschriebene Mindestansagetextlänge, entweder ohne Magnetitbeschichtung
oder durch Bekleben mit einer zusätzlichen, nicht magnetisierbaren Folie hinreichend
weit von einem Pilottonkopf PTK entfernt. In dem beschriebenen Beispiel ist angenommen,
daß der Benutzer den Ansagetext etwa nach 25 Sekunden in Stellung
3 des Magnetogrammträgers beendet. Bei seinen letzten Worten betätigt er
den Schalter S,
so daß über den Steuerverstärker SV auf den Pilottonkopf
PTK ein Signal gegeben wird, das in Form einer Markierung auf den Magnetogrammträger
aufgezeichnet wird. Die Endlosbandschleife läuft nun unbesprochen weiter, bis der
Benutzer in Stellung 5
seine Absage spricht, die in Stellung 6 beendet
sein muß, weil die Schlußperforation 7 zwecks Beendigung des Zyklus in der
vorgegebenen Zeit von 65 Sekunden die Endlosbandschleife wiederum zum Stillstand
bringt.
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Der Anrufbeantwortungsvorgang läuft dann folgendermaßen ab: Durch
den ankommenden Ruf wird die Endlosbandschleife EB in Bewegung gesetzt.
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Passiert nun die Perforation 8 die Lichtschranke, so wird ein
erster Schaltbefehl ausgelöst, der die Amtsschleife durchschaltet und die Durchgabe
des vom Hör/Sprechkopf HSK abgetasteten und von dem als Wiedergabeverstärker geschaltetenVerstärkerAY
verstärkten Meldetextes auf die hier nicht gezeichnete Postleitung bewirkt. Der
Pilottonkopf PTK erhält erst beim Passieren der Stellung 3 des Tonbandes
ein Signal und läßt über den Steuerverstärker SV
das nicht dargestellte Tonbandgerät
mittels seiner elektrischen Fernbedienung in Stellung Aufnahme anlaufen. Falls der
Benutzer die ihm für den Ansagetext zur Verfügung stehende Maximalzeit von
30 Sekunden bis zur Perforation 4 des Tonbandes ausgenutzt hat, sorgt die
Perforation 4 beim Passieren der Lichtschranke dafür, daß nun das angeschlossene
Tonbandgerät läuft. Durch die mittels des Pilottonkopfes aufgezeichnete Markierung
kann also der sonst von der Perforation 4 ausgelöste Schaltbefehl innerhalb eines
Bereiches von 10 Sekunden vorverlegt werden. Nach Herstellung der Aufsprechbereitschaft
entweder durch die Markierung 3 oder die Perforation 4 zeichnet das angeschlossene
Tonbandgerät die Nachricht des Anrufers auf. Nach dem Ertönen des Absagetextes zwischen
den Stellungen 5
und 6 besorgt die Endperforation 7 beim Hindurchlaufen
zwischen der Lichtschranke GL, PW das Ab-
schalten des Antriebes und den übergang
des Anrufbeantworters in erneute Anrufbereitschaft.