DE1232307B - Vorrichtung an Rundstrickmaschinen zum Herstellen von Fersen- oder Spitzenbeulen - Google Patents
Vorrichtung an Rundstrickmaschinen zum Herstellen von Fersen- oder SpitzenbeulenInfo
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- DE1232307B DE1232307B DESCH30816A DESC030816A DE1232307B DE 1232307 B DE1232307 B DE 1232307B DE SCH30816 A DESCH30816 A DE SCH30816A DE SC030816 A DESC030816 A DE SC030816A DE 1232307 B DE1232307 B DE 1232307B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
D 04b
Deutsche Kl.: 25 a - 9/02
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Sch 30816 VII a/25 a
11. Januar 1962
12. Januar 1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Rundstrickmaschinen zum Herstellen von Fersen- oder
Spitzenbeulen bei nahtlosen, nur im Rundlauf gestrickten Strümpfen gemäß Hauptpatent 1187 762
mit synchron mit dem Nadelzylinder rotierenden, während seines Umlaufs programmgemäß in Umfangsrichtung
gegeneinander verstellbaren Nocken.
Mittels dieser Vorrichtung wird durch allmähliche Vergrößerung der Maschenlänge längs eines Teils
des Zylinderumfangs eine Beule im Schlauch ge- ίο strickt, wobei der Übergang am Rande der ausgearbeiteten
Fersen- bzw. Spitzenbeule von einer Maschenlänge zur anderen in Richtung der Maschenreihen
sowie auch in Richtung der Maschenstäbchen kontinuierlich erfolgt. Der zur Steuerung der Kuliertiefe
eines oder mehrerer Abzugsschloßteile dienende Nocken weist eine räumlich gekrümmte Oberfläche
auf. Die Herstellung räumlich gekrümmter Flächen ist jedoch verhältnismäßig umständlich und teuer.
Außerdem wäre zur Ausbildung einer entsprechenden Spitzenform ein zweiter Nocken notwendig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die räumlich gekrümmte Form der Nocken durch einfacher
herstellbare, scheibenförmige Nocken zu ersetzen sowie die Möglichkeit zu schaffen, mit dieser as
Vorrichtung die Fersenbeulen als auch die Spitzenbeulen ausbilden zu können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der verstellbare Nocken aus einer Steuerscheibe besteht, die
durch einen schräg durchbohrten Schubzylinder gegenüber einer Rundlaufscheibe verschiebbar angeordnet
ist. Die Steuerscheibe ist kreisförmig gebogen und weist die Form einer beliebigen Funktionskurve
auf. Sie ist in zwei entgegengesetzten Richtungen gegenüber der Rundlaufscheibe verschiebbar.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
F i g. 1 und 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung im Schnitt mit zwei verschiedenen Einstellungen des
Nockens,
F i g. 3 in schematischer Darstellung die drei Extremstellungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Schnitt,
F i g. 4 die Extremstellungen der Steuerscheibe nach F i g. 3 in der Draufsicht,
F i g. 5 und 6 einen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten Strumpf im Ausschnitt.
Auf einer Welle 11, welche mit der gleichen Umdrehungszahl
wie der Nadelzylinder rotiert, ist eine Rundlaufscheibe 1 mittels einer Nabe 310 befestigt.
Gleichfalls auf der Welle 11 ist ein Schubzylinder 100 verschiebbar angeordnet, der von der Welle 11
Vorrichtung an Rundstrickmaschinen zum
Herstellen von Fersen- oder Spitzenbeulen
Herstellen von Fersen- oder Spitzenbeulen
Zusatz zum Patent: 1187 762
Anmelder:
Schubert & Salzer Maschinenfabrik
Aktiengesellschaft,
Ingolstadt/Donau, Friedrich-Ebert-Str. 84
Als Erfinder benannt:
Karl Haberhauer, Ingolstadt/Donau
schräg durchdrungen und mittels einer Paßfeder 12 mit dieser Welle 11 verbunden ist. Auf dem Schubzylinder
100 sitzt eine Steuerscheibe 2, die mit ihrer Nabe 2' auf dem Schubzylinder 100 gleitet, während
sie mittels Schrauben 111 so an der Rundlaufscheibe 1 befestigt ist, daß sie entlang der Schlitzführungen
112 gegenüber der Rundlaufscheibe 1 verschiebbar ist. Die Steuerscheibe 2 sowie der Schubzylinder
100 und die Rundlauf scheibe 1 drehen sich somit gemeinsam mit der Welle 11.
In eine zur Welle 11 konzentrischen Ringnut 110 des Schubzylinders 100 greift eine Schaltklaue 101
ein, um den Schubzylinder 100 auf der Welle 11 zu verschieben. Die Schaltklaue 101 ist mittels einer
Muffe 105 auf der Steuerwelle 103, welche in einem am Maschinengestell befestigten Gehäuse 7 gelagert
ist, verschiebbar angeordnet und wird von einer Feder 104 gegen eine auf der Steuerwelle fest angeordnete
Muffe 102 gedrückt. Die gegeneinandergedrückten Seiten der beiden Muffen 102 und 105 sind
als Kurven, beispielsweise als ineinanderpassende Schraubenlinien oder als Tastatur und Kurve, ausgebildet.
Durch Verdrehen der Steuerwelle 103 werden diese Kurvenstücke gegeneinander verdreht und dadurch
die Muffe 105 gegen den Druck der Feder 104 verschoben. Der Antrieb der Steuerwelle 103 erfolgt,
ähnlich, wie bereits im Hauptpatent beschrieben, durch ein Klinkenschaltgetriebe.
Rings um die Rundlaufscheibe 1 und die Steuerscheibe 2 sind, wie in F i g. 4 gezeigt, die Tastrollen
R1, Rn, R1n und i?IV entsprechend der Anordnung
der Abzugsteile um den Nadelzylinder angeordnet und mit diesen über entsprechende Übertragungs-
609 757/22
Claims (1)
- 3 4organe verbunden. Die Tastrollen R laufen in ihrer eine wesentlich bessere Paßform auch in der Spitze.Breite zur Hälfte über die Rundlauf scheibe 1 und zur In F i g. 3 ist die zugehörige Steuerkurve y der MuffeHälfte über die Steuerscheibe 2. 102 bzw. 105 gezeigt zur Erzeugung einer Fersen-Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: und Spitzenbeule. Der auf der Welleil gelagerte Während des Strickens des Längens werden über den 5 Schubzylinder 100 ist dann nach zwei Seiten über die gesamten Zylinderumfang Maschen gleicher Größe Grundstellung M hinaus verschiebbar,
gestrickt, und die Tastrollen R dürfen von der Steuer- In Fig. 4 ist die Steuerscheibe 2 einmal in ihrer scheibe 2 nicht betätigt werden. Die Tastrollen R Stellung F' während der Herstellung der Fersenbeule laufen deshalb nur auf der Rundlaufscheibe 1, und und einmal — mit strichpunktierter Linie gezeichdie Steuerscheibe 2 ist in eine solche Lage verscho- io net — in ihrer Stellung 5'während der Spitzenherstelben, daß sie nicht den Umfang der Rundlaufscheibe 1 lung gezeigt. Die Tastrollen R werden somit in der überragt und somit nicht die Tastrollen R von der Stellung 5" auf dem entgegengesetzten Teil der Rund-Rundlaufscheibe 1 abheben kann. Diese Grundstel- laufscheibe 1 abgehoben, d. h., die Abzugsteile werlung entspricht der in Fig. 3 gezeigten StellungM den auf dem der Fersenhälfte gegenüberliegenden des Schubzylinders 100 bzw. der beiden Muffen 102 15 Zylindersektor betätigt,
und 105 in F i g. 1. F i g. 3 zeigt die entsprechenden Stellungen desSobald am Strumpf die Fersenbeule gestrickt wer- Schubzylinders 100, der zunächst durch die Kurve yden soll, wird durch einen Knopf auf der Steuerkette von der Stellung M in die Stellung F' und wieder zu-das Klinkenschaltwerk in Tätigkeit gebracht, das die rück verschoben wird. Die Steuerwelle macht hierbeiSteuerwelle 103 antreibt. 20 eine halbe Umdrehung. Wenn die Fersenbeule be-Wie in dem Hauptpatent geschildert, wird dieses endet ist, befindet sich die Steuerscheibe 2 wieder inKlinkenschaltwerk von einem Exzenter angetrieben. der Grundstellung M und verbleibt dort, bis dieEs wird also bei jeder Umdrehung der Welle 11 bzw. Spitzenbeule gestrickt werden soll. Dann wird derdes Nadelzylinders die Schaltwelle 103 ein durch das Schubzylinder 100 beim Bilden der Spitzenbeulehier nicht näher gezeigte Klinkenschaltwerk vorbe- 25 durch die Kurve y allmählich in die durch S gekenn-stimmtes Stück weitergedreht, so lange, bis die zeichnete Stellung gebracht. Die Steuerscheibe 2 wirdSchaltwelle 103 eine volle Umdrehung vollendet hat. somit auf die gegenüberliegende Seite der Rundlauf-Durch die Drehbewegung der Welle 103 wird die mit scheibe 1 verschoben, so daß die Tastrollen R jetztder Welle 103 fest verbundene Muffe 102 ebenfalls über den mit strichpunktierten Linien gezeichnetenverdreht und die Muffe 105 der Schaltklaue 101 ent- 30 Kreis und über die stark gezeichnete Rundlauf-gegen dem Druck der Feder 104 verschoben. Der auf scheibe 1 (Fig. 4) laufen. Nach Vollendung derder Wellell angeordnete Schubzylinder 100 wird Spitzenbeule steht der Steuerzylinder 100 wieder indadurch ebenfalls in Pfeilrichtung verschoben und seiner Grundstellung M. Die Steuerwelle 103 hatsomit eine fortlaufende Verstellung der Steuer- während dieser Zeit wiederum eine halbe Umdre-scheibe 2 gegenüber der Rundlaufscheibe 1 bewirkt 35 hung ausgeführt.(Fig. 2). Der Teil der Steuerscheibe 2, der infolge Je nachdem, ob lediglich eine Fersenbeule oderder Verstellung über den Umfang der Rundlauf- eine Fersenbeule und eine Spitzenbeule gestricktscheibe 1 hinausragt, hebt die Tastrollen R bei jedem werden soll, muß die Muffe 102 bzw. 105 eineUmlauf an, so daß bei jeder Zylinderumdrehung die Kurve χ oder y aufweisen, wie sie in F i g. 3 abge-Abzugsschloßteile entsprechend verstellt werden. 40 wickelt dargestellt ist.Durch das fortlaufende Verstellen der Abzugsteile Diese beschriebene erfindungsgemäße Weiterbilwird die Maschenbildung so beeinflußt, daß am dung der Vorrichtung gemäß Hauptpatent hat nicht Strumpf eine Fersenbeule entsteht. Wenn die Steuer- nur den Vorteil einfacherer Fertigung, sondern erwelle 103 eine Umdrehung gemacht hat, steht die möglicht hintereinander die Herstellung von Fersen-Steuerscheibe 2 wieder in der in F i g. 1 dargestellten 45 und Spitzenbeule mit ein und derselben Vorrichtung. Grundstellung, und alle Systeme bilden Maschen Die Form der Beule wird durch die Form des die gleicher Größe über den gesamten Zylinderumfang. Rundlaufscheibe 1 überragenden Teils der Steuer-F i g. 3 zeigt die zugehörige Kurve χ der Muffe 102 scheibe 2 bestimmt. Dieser Teil kann kreisbogenför- bzw. 105 in der Abwicklung. Es erfolgt eine Ver- mig oder auch ellipsenförmig ausgebildet sein oder Schiebung des Schubzylinders 100 und damit der 50 auch die Form einer beliebigen anderen Funktions-Steuerscheibe lediglich nach einer Seite, und zwar kurve haben. Die einfachste Form der Steuerscheibe 2 von der Grundstellung M über die äußerste Fersen- ist eine Scheibe vom gleichen Durchmesser der stellung F' und wieder zurück. Das Klinkenschalt- Rundlaufscheibe 1. Fersen- und Spitzenbeulen werwerk kann auch so eingerichtet sein, daß die fortlau- den dadurch in der Breite und Tiefe gleich ausgebilfende Weiterschaltung der Steuerwelle 103 in der 55 det. Durch unterschiedliche Formen der beiden äußersten Fersenstellung F' mehrere Reihen unter- Steuerscheibenhälften kann jedoch auch eine verbrochen wird und die Steuerscheibe 2 erst dann wie- schiedenartige Ausbildung von Fersen- und Spitzender in ihre Grundstellung M zurückkehrt. beule erreicht werden. Durch Veränderung derGemäß einer abgeänderten Ausführung des erfin- Zähnezahl des Schaltrades kann ferner die Länge derdungsgemäßen Gegenstandes kann mit der gleichen 60 Beule variiert werden, während eine AbänderungVorrichtung auch abwechselnd auf beiden Seiten des der Muffenkurven χ bzw. y eine Veränderung derStrumpfes eine Beule gewirkt werden, und zwar um Beulentiefe bewirkt,
die Ferse und die Spitze auszuformen. F i g. 5 zeigtden Fuß eines Strumpfes, bei dem zunächst eine Patentansprüche:Fersenbeule F und anschließend nach einer vorbe- 65 1. Vorrichtung an Rundstrickmaschinen zumstimmten glatten Fußlänge auf der anderen Schlauch- Herstellen von Fersen- oder Spitzenbeulen beiseite eine Spitzenbeule S gestrickt wurde. Durch die nahtlosen, nur im Rundlauf gestrickten Strümp-Spitzenbeule S erhält der fertige Strumpf (Fig. 6) fen gemäß Hauptpatent 1187 762 mit synchronmit dem Nadelzylinder rotierenden, während seines Umlaufs programmgemäß in Umfangsrichtung gegeneinander verstellbaren Nocken, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Nocken aus einer Steuerscheibe (2) besteht, die durch einen schräg durchbohrten Schubzylinder (100) gegenüber einer Rundlaufscheibe (1) verschiebbar angeordnet ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (2) kreisbogenförmig ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (2) die Form einer beliebigen Funktionskurve aufweist.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (2) in zwei entgegengesetzten Richtungen gegenüber der Rundlaufscheibe (1) verschiebbar ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 745176.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 757/22 1.67 © Bundesdruckerei Berlin
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