DE1231427B - Thermoplastische Formmasse - Google Patents
Thermoplastische FormmasseInfo
- Publication number
- DE1231427B DE1231427B DEK41681A DEK0041681A DE1231427B DE 1231427 B DE1231427 B DE 1231427B DE K41681 A DEK41681 A DE K41681A DE K0041681 A DEK0041681 A DE K0041681A DE 1231427 B DE1231427 B DE 1231427B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weight
- percent
- polyvinyl chloride
- molding compound
- copolymer
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L27/00—Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers
- C08L27/02—Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
- C08L27/04—Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment containing chlorine atoms
- C08L27/06—Homopolymers or copolymers of vinyl chloride
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L2205/00—Polymer mixtures characterised by other features
- C08L2205/02—Polymer mixtures characterised by other features containing two or more polymers of the same C08L -group
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C08f
Deutsche Kl.: 39 b-22/06
Nummer: 1231427
Aktenzeichen: K 41681IV c/39 b
Anmeldetag: 15. September 1960
Auslegetag: 29. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft eine thermoplastische Formmasse auf der Grundlage von Polyvinylchlorid.
Die Verwendung von Polyvinylchlorid bereitet in der Praxis Schwierigkeiten insofern, als die Verarbeitungstemperatur
etwa der Wärmezersetzungstemperatur entspricht. Aus diesem Grunde wird Polyvinylchlorid
zur Verbesserung der Verarbeitungsbedingungen Weichmacher beigegeben, wodurch zwar
die Verarbeitungseigenschaften des Polyvinylchlorids verbessert, die Eigenschaften, insbesondere Stoßfestigkeit,
Härte und Warmfestigkeit der fertigen Gegenstände jedoch nachteilig beeinflußt werden. Außer der
Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften tritt bei diesen Gegenständen auch vielfach im Laufe
der Zeit ein »Ausblühen« des verwendeten Weichmachers auf, insbesondere dann, wenn die Gegenstände
aus sogenannten »halbstarren« oder »starren« Polyvinylchloridzusammensetzungen, d. h. Polyvinylchloriden
mit einem großen Anteil an Weichmacher zur Verbesserung der Bearbeitbarkeit bzw. Erniedrigung
der Schmelzviskosität während der Verarbeitung hergestellt sind.
So ist z. B. eine Formmasse aus 100 Gewichtsteilen Polyvinylchlorid und 100 Gewichtsteilen Tricresylphosphat
bekannt, wobei zum Zwecke der besseren Verarbeitbarkeit vor oder während des Plastifizierens
der Formmasse einige Prozente, vorzugsweise 2 bis 5 % Polyvinyläther, berechnet auf den Polyvinylchloridanteil,
zugesetzt werden. Ihre Herstellung erfolgt nicht durch unmittelbare Zugabe des Polyvinyläthers zu
dem Polyvinylchlorid, sondern in der Weise, daß der Polyvinyläther dem in einer erheblichen Menge Weichmacher
dispergierten Polyvinylchlorid zugegeben wird. Abgesehen von der Giftigkeit des Tricresylphosphates
weist diese Formmasse trotz der Zugabe des Weichmachers eine schlechte Wärmedeformationstemperatur
und Sprödigkeitstemperatur und darüber hinaus die vorstehend beschriebenen, die mechanischen Eigenschaften
der fertigen Gegenstände betreffenden Nachteile auf.
Es ist auch bekannt, Folien, Fasern oder Bänder durch Vermischen eines Homopolymerisates der
Struktur
Thermoplastische Formmasse
Anmelder:
Kureha Kasei Co., Ltd., Tokio
Vertreter:
Dipl.-Ing. Ph. Eyer, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Emil-Claar-Str. 30
Als Erfinder benannt:
Yuji Hoshi,
Mitsuo Onozuka, Nakoso (Japan)
CH2-CH-
O — CH2 — CH2 — NR1R2/
mit einem Chlor enthaltenden Polymerisat herzustellen,
wobei das erhaltene Gemisch in einem Lösungsmittel gelöst und anschließend dem Verarbeitungsprozeß
unterworfen wird.
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 16. September 1959 (29 736),
vom 17. Februar 1960 (5158)
Japan vom 16. September 1959 (29 736),
vom 17. Februar 1960 (5158)
Der Nachteil dieser Formmasse liegt insbesondere in der Unverträglichkeit der beiden Mischungsbestandteile,
die zur Folge hat, daß die beiden Polymerisate nicht in eine homogene Masse übergeführt
werden können. Es ergeben sich bei Verwendung dieser Formmasse somit Gegenstände eines schlechten
Aussehens und einer ungleichmäßigen, rauhen Oberfläche.
Es sind auch Formmassen mit einer hohen Stoßfestigkeit und einem niedrigen Sprödigkeitspunkt
bekannt, die im wesentlichen aus einem Polyvinylchlorid und einem synthetischen Kautschuk bestehen.
Ihr Nachteil liegt insbesondere in der verminderten Witterungsbeständigkeit, ihren schlechten mechanischen
Eigenschaften sowie auch darin, daß sich ihr Aussehen infolge des Doppelbindungsaufbaues des
synthetischen Kautschuks im Laufe der Zeit verändert.
Es wurde nun eine leicht verarbeitbare Formmasse gefunden, aus der Formkörper mit einer guten
Witterungsbeständigkeit und guten Stoß-, Sprödigkeits- und Wärmeverformungseigenschaften hergestellt
werden können. Die Formmasse besteht aus A 5 bis 99,5 Gewichtsprozent Polyvinylchlorid und B 0,5 bis
95 Gewichtsprozent eines Mischpolymerisates, das aus
a) 60 bis 99,5 Gewichtsprozent Vinylchlorid und
b) 0,5 bis 40 Gewichtsprozent Alkylvinyläther mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe'
hergestellt worden ist.
609 749/447
Diese erfindungsgemäße thermoplastische Formmasse kann — außer durch die üblichen allgemein
bekannten Verformungs- und Verarbeitungsverfahren — außerordentlich gut durch Strangpressen verarbeitet
werden. Auf den Zusatz von Weichmachern kann verzichtet werden, so daß auch das vielfach
auftretende »Ausblühen« des Weichmachers beim fertigen Gegenstand vermieden wird.
Besonders vorteilhaft findet zur Herstellung der thermoplastischen Formmasse gemäß Erfindung ein
Copolymerisat Verwendung, das aus 70 bis 98 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 2 bis 30 Gewichtsprozent
Alkylvinyläther besteht, wobei der Alkylvinyläther 12 bis 16 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe
enthält.
Als Polyvinylchlorid kann jedes handelsübliche Polyvinylchlorid verwendet werden, wobei das Polyvinylchlorid
auch ohne Beeinträchtigung der Eigenschaften der erfindungsgemäß hergestellten Formmasse
übliche Weichmacher bis zu einem Gehalt von etwa 10 Gewichtsprozent enthalten kann. Ebenso kann
als Komponente A ein Copolymerisat aus Vinylchlorid und einem anderen, mit Vinylchlorid polymerisierbaren
Monomeren, beispielsweise Vinylacetat, Vinylidenchlorid, Alkylacrylat, Alkylmethacrylat oder
Alkylmaleat, verwendet werden, sofern der Anteil an
diesen Monomeren unter 5 Gewichtsprozent des Copolymerisates liegt.
Das Mischpolymerisat aus Vinylchlorid und Alkylvinyläther kann in jeder beliebigen Weise, beispielsweise
durch Emulsions- oder Suspensionspolymerisation, hergestellt werden. Die endgültige Formmasse
kann im allgemeinen durch mechanisches Mischen des Polyvinylchlorids und des Copolymerisats aus
Vinylchlorid und Alkylvinyläther, beispielsweise in einem Banbury-Mischer oder auf einer Mischwalze,
hergestellt werden. Ebenso kann das Mischen der Polymerisate in Form einer Emulsion oder Suspension
durchgeführt werden.
Zur Herstellung von Gegenständen mit guten Stoß-,
to Sprödigkeits- und Wärmeverformungseigenschaften
findet vorteilhaft eine Formmasse Verwendung, die eine große Menge Polyvinylchlorid und eine kleine
Menge Vinylchlorid- Alkylvinyläther-Copolymerisat enthält. Andererseits wird zur Erzielung höherer
mechanischer und thermischer Eigenschaften des Endproduktes eine Formmasse mit geringerem Polyvinylchloridanteil
und höherem Vinylchlorid-Alkylvinyläther-Copolymerisatanteil
Verwendung finden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Vergleichsbeispiele erläutert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Vergleichsbeispiele erläutert.
Verglichen werden Formmassen gemäß Erfindung mit verschiedenen Gehalten an Copolymerisat aus
92 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 8 Gewichtsprozent Cetylvinyläther und handelsüblichen Formmassen
aus Polyvinylchlorid und verschiedenen Anteilen an Weichmacher. Die Gehalte an Copolymerisat
bzw. Weichmacher in den verglichenen Formmassen sind so gewählt, daß die resultierenden Formmassen
die gleiche Bearbeitbarkeit aufwiesen.
Formmasse gemäß Erfindung
Handelsüblicher PVC
1. Gehalt an Copolymerisat, %
2. Gehalt an Weichmacher, %
(Dioktylphthalat [DOP])
(Dioktylphthalat [DOP])
3. Kerbschlagzähigkeit, kg/cm2
1. Gehalt an Copolymerisat, %
2. Gehalt an Weichmacher, °/o ·
3. Formbeständigkeit, 0C
a) Kerbschlagzähigkeit
| 4 | 8 | 10 | — | — |
| — | — | — | 2 | 4 |
| 3,9 | 3,8 | 3,8 | 3,2 | 2,8 |
b) Formbeständigkeit
| 6 | 10 | 14 | — | — |
| —■ | •—■ | — | 3 | 5 |
| 67 | 67 | 67 | 60 | 53 |
7
46
46
Aus den vorstehenden Versuchsergebnissen ergibt sich, daß die durch Vermischen eines Copolymerisats
mit Polyvinylchlorid erhaltene Formmasse gemäß der Erfindung die gleiche Bearbeitbarkeit wie eine Polyvinylchloridformmasse
besitzt, die einen Zusatz an Weichmacher (DOP) von etwa der Hälfte der Menge
des erfindungsgemäß zur Anwendung kommenden Copolymerisates enthält. Die Kerbschlagzähigkeit und
Formbeständigkeit sind bei den erfindungsgemäßen Formmassen gegenüber den üblichen Polyvinylchloridmischungen
aus Polyvinylchlorid und Weichmacher wesentlich verbessert, wobei die physikalischen Werte
durch die Zugabe der. Copolymerisate praktisch nicht
beeinflußt werden. Die Messung erfolgte an Produkten,
die durch Verpressen nach dem Walzen unter Druck und Erwärmen erhalten worden sind. Die verformten
Produkte sind weiterhin aus Massen hergestellt worden, die stranggepreßt, kalandriert und spritzverformt
worden sind.
Ein aus 95 g Vinylchlorid, 5 g Cetylvinyläther, 300 g Wasser, 0,2 g Methylcellulose und 0,5 g Laurylperoxyd
durch 30stündiges Polymerisieren bei 55° C hergestelltes Copolymerisat mit 4 Gewichtsprozent
Cetylvinyläther und einem K-Wert von 65 wird zu 5 Gewichtsteilen mechanisch mit 95 Gewichtsteilen
handelsüblichem Polyvinylchlorid mit einem K-Wert von 65 vermischt. Diese hergestellte Formmasse wird
hinsichtlich ihrer mechanischen und Wärmeeigenschaften mit einer weichgemachten Polyvinylchloridformmasse gleicher Fließfähigkeit verglichen. Die Versprödungstemperatur
wurde nach ASTM D 746-55 T ermittelt.
| 5 | Kerbschlagzähigkeit kg/cm/cm2 |
6 | Formbeständigkeit nach Mertens 0C |
| 4,1 3,0 |
Sprödigkeits- temperatur 0C |
69 67 |
|
| Formmasse gemäß Erfindung Handelsüblicher PVC (+1 % DOP) |
-12 -8 |
||
IO
30 Gewichtsteile eines aus 92 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 8 Gewichtsprozent Myristylvinyläther
bestehenden Copolymerisates mit einem K-Wert 52 werden mit 70 Gewichtsteilen Polyvinylchlorid mit
einem K-Wert 60 vermischt. Die Fließgeschwindigkeit dieser Zusammensetzung entspricht einem Polyvinylchlorid
mit 7 Gewichtsprozent Weichmacher (DOP). Die so hergestellte Formmasse wurde verglichen
mit einem Gemisch aus 97,6 Gewichtsteilen Polyvinylchlorid und 2,4 Gewichtsteilen Polymyristylvinyläther,
und zwar hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Kerbschlagzähigkeit und Formbeständigkeit.
| Wärme deformations temperatur 0C |
Kerbschlag zähigkeit kg/cm/cm2· |
Sprödigkeits- temperatur 0C |
Fließmenge ml/Sek. |
|
| Formmasse gemäß Erfindung | 67 68 |
3,9 3,8 |
-12 -10 |
4,0 · ΙΟ-3 2,8 · ΙΟ"3 |
| PVC mit Polymyristylvinyläther |
Der Vergleich der Fließmengen bei der Formmasse zeigt, daß die Formmasse gemäß Erfindung eine
bessere Verarbeitbarkeit aufweist. Obwohl die Wärmedeformationstemperatur, Kerbschlagzähigkeit und
Sprödigkeitstemperatur beider zu vergleichender Formmassen nicht stark voneinander zu differieren scheinen,
ist doch das aus Polyvinylchlorid und Polymyristylvinyläther hergestellte Produkt auf seiner Oberfläche
klebrig und weißlich getrübt. Die Ergebnisse von Untersuchungen in dem Brabender-Plastographen
zeigen, daß die Verarbeitungsgeschwindigkeit in der Walzenknetvorrichtung für die bekannte Formmasse
sehr gering und die Fließmenge kleiner als bei der erfindungsgemäßen Formmasse ist, wobei gleichzeitig
die sogenannte »Verarbeitbarkeit« bei der bekannten Formmasse wesentlich schlechter als bei dem erfindungsgemäßen
Produkt ist. Darüber hinaus zeigen aus der bekannten Formmasse hergestellte Folien
feine wellenförmige Markierungen auf der Oberfläche sowie ein schlechtes Aussehen, wohingegen aus der
Formmasse gemäß der Erfindung hergestellte Folien ein einwandfreies Aussehen sowie eine einwandfreie
Oberflächenbeschaffenheit aufweisen.
4 Gewichtsteile eines aus 87 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 13 Gewichtsprozent Laurylvinyläther bestehenden
Copolymerisates werden mechanisch mit 96 Gewichtsteilen eines mit 4 Gewichtsprozent Tricresylphosphat
(TCP) weichgemachten Polyvinylchlorids vermischt. Die K-Werte des Copolymerisates und
des Polyvinylchlorids betragen 52 bzw. 65. Die Fließgeschwindigkeit der homogen gemischten Formmasse
ist die gleiche wie diejenige eines mit 7 Gewichtsprozent Tricresylphosphat weichgemachten Polyvinylchlorids.
Kerbschlagzähigkeit
kg/cm/cm2
kg/cm/cm2
Sprödigkeitstemperatur
0C
0C
Formbeständigkeit
nach Mertens
0C
Formmasse gemäß Erfindung
PVC mit 7% TCP
PVC mit 7% TCP
1,5
0,2
0,2
61
56
56
Die Zahlenwerte zeigen, daß die homogen vermischte Formmasse bessere Kerbschlagzähigkeit, Sprödigkeitstemperatur,
Formbeständigkeit im Vergleich zu der stark weichgemachten Formmasse aufweist.
60 Gewichtsteile eines aus 80 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 20 Gewichtsprozent Laurylvinyläther
bestehenden emulgierten Copolymerisates mit einem K-Wert von 50 werden mit 40 Gewichtsteilen
handelsüblicher Polyvinylchloridemulsion vermischt, die 50 Gewichtsprozent Polyvinylchlorid eines K-Wertes
von 62 enthält. Die Fließgeschwindigkeit der aus dieser Emulsion erhaltenen Formmasse entspricht
einer aus Polyvinylchlorid mit 20 Gewichtsprozent Dioctylphthalat hergestellten Formmasse.
Kerbschlagzähigkeit
kg/cm/cm2
kg/cm/cm2
Sprödigkeitstemperatur
0C
0C
Formbeständigkeit
nach Mertens
0C
Formmasse gemäß Erfindung
PVC mit 20% DOP
PVC mit 20% DOP
0,4
0,1
0,1
-5
12
12
51
28
28
Wie die Zahlenwerte zeigen, besitzt diese Formmasse eine geringere Sprödigkeitstemperatur und höhere
Formbeständigkeit als die 20 Gewichtsprozent Dioctylphthalat enthaltende Polyvinylchloridformmasse.
Die beiden Formmassen wurden anschließend mit 2 Gewichtsprozent eines Stabilisators versetzt und in
Folien mit einer Dicke von 2 mm durch Kalandrieren verarbeitet. Folien von 10 ■ 10 mm wurden zwischen
Filterpapiere gebracht und weiter auf beiden Seiten mit dünnen Aluminiumfolien abgedeckt. Zwei in
entsprechender Weise hergestellte Proben aus den verglichenen Massen wurden in einen Ofen bei 70° C
gebracht und nach 12 Stunden der prozentuale ,Gewichtsverlust gemessen.
Gewichtsverlust (%)
Formmasse gemäß Erfindung 0,01
PVC mit 20% DOP 0,07
Es ergibt sich, daß die erfindungsgemäße Formmasse außer den bereits nachgewiesenen Vorteilen nur
ein geringfügiges Ausschwitzen im Vergleich zu dem der vorbekannten Polyvinylchloridformmasse aufweist.
10 Gewichtsteile eines aus 88 Gewichtsprozent Vinylchlorid und 12 Gewichtsprozent Cetylvinyläther
bestehenden Copolymerisates mit einem K-Wert von werden mit 90 Gewichtsteilen eines 97 Gewichtsprozent
Vinylchlorid und 3 Gewichtsprozent Vinylacetat enthaltenden Copolymerisates homogen vermischt.
Das Vermischen der Polymerisate erfolgt in Suspension. Das Gemisch wird mit einem Copolymerisat
aus Vinylchlorid und Vinylacetat gleicher Fließgeschwindigkeit — nach Zusatz von 3 Gewichtsprozent
Dioctylphthalat — verglichen.
Kerbschlagzähigkeit
kg/cm/cm2
kg/cm/cm2
Sprödigkeitstemperatur
0C
0C
Formbeständigkeit
nach Mertens
°C
Formmasse gemäß Erfindung
Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymerisat mit 3 %
Dioctylphthalat
Dioctylphthalat
1,4
0,7
0,7
0
20
64
58
Die Zahlenwerte zeigen, daß die erfindungsgemäße Formmasse bei Verbesserter Bearbeitbarkeit erhöhte
Formbeständigkeit sowie Kerbschlagzähigkeit und eine niedrigere Sprödigkeitstemperatur besitzt.
Claims (4)
1. Thermoplastische Formmasse auf der Grundlage von Polyvinylchlorid, bestehend aus A 5 bis
99,5 Gewichtsprozent Polyvinylchlorid und B 0,5 bis. 95 Gewichtsprozent eines Mischpolymerisates,
das hergestellt worden ist aus
a) 60 bis 99;5:Gewichtsprozent Vinylchlorid und
b) 0,5 bis 40 Gewichtsprozent Alkylvinyläther mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe.
2. Thermoplastische Formmasse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 50 bis
98 Gewichtsprozent Polyvinylchlorid und 2 bis 50 Gewichtsprozent Copolymerisat.
3. Thermoplastische Formmassenach Anspruch 1
und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt eines aus 70 bis 98 Gewichtsprozent Vinylchlorid und
2 bis 30 Gewichtsprozent Alkylvinyläther bestehenden Copolymerisates, wobei der Alkyläther 12 bis
16 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe enthält.
4. Thermoplastische Formmasse nach Anspruch! bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an
Weichmacher bis maximal 10 Gewichtsprozent.
In Betracht gezogene Druckschriften;
Deutsche Patentschrift Nr. 865 202;
britische Patentschrift Nr. 725 590.
Deutsche Patentschrift Nr. 865 202;
britische Patentschrift Nr. 725 590.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2973659 | 1959-09-16 | ||
| JP515860 | 1960-02-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1231427B true DE1231427B (de) | 1966-12-29 |
Family
ID=26339065
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK41681A Pending DE1231427B (de) | 1959-09-16 | 1960-09-15 | Thermoplastische Formmasse |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3168594A (de) |
| DE (1) | DE1231427B (de) |
| GB (1) | GB928799A (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1358641A (fr) * | 1963-02-22 | 1964-04-17 | Rhone Poulenc Sa | Nouveaux mélanges de chlorure de polyvinyle |
| US3475361A (en) * | 1965-06-24 | 1969-10-28 | Uniroyal Inc | High impact strength blends of vinyl chloride polymers |
| US3477980A (en) * | 1965-10-22 | 1969-11-11 | Gaf Corp | Emulsion polymerization of vinyl acetate with vinyl alkyl ethers |
| US3463834A (en) * | 1968-01-02 | 1969-08-26 | Goodrich Co B F | Heat-resistant,high-impact blends of post chlorinated vinyl chloride resins and a rubbery tetrahydrofuran polymer |
| US3548037A (en) * | 1969-03-19 | 1970-12-15 | Goodrich Co B F | High impact rigid blends of vinyl chloride resins and polymerized tetrahydrofuran |
| US4206290A (en) * | 1975-11-06 | 1980-06-03 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Fire retardant resinous compositions |
| US5641845A (en) * | 1995-08-11 | 1997-06-24 | Libbey-Owens-Ford Co. | Copolymers of vinyl chloride, allyl glycidyl ether, and a vinyl ester and method of making the same |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE865202C (de) * | 1942-11-04 | 1953-01-29 | Hellmuth Holz Dr | Verfahren zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit und der Stabilitaet von Polyvinylchlorid |
| GB725590A (en) * | 1952-04-01 | 1955-03-09 | Rhone Poulenc Sa | Chlorine-containing vinyl polymeric compositions |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2734890A (en) * | 1956-02-14 | Ureidoalkyl vinyl ethers | ||
| DE634408C (de) * | 1930-11-13 | 1936-08-26 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten von Vinylverbindungen |
| US2520959A (en) * | 1945-11-06 | 1950-09-05 | Goodrich Co B F | Polymerization of vinyl compounds |
| US2871203A (en) * | 1955-09-30 | 1959-01-27 | Rohm & Haas | Process for the preparation of polymeric aminoalkyl-vinyl ethers |
| DE1042892B (de) * | 1957-04-06 | 1958-11-06 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von loeslichen Polyharnstoffen |
-
1960
- 1960-09-12 GB GB31379/60A patent/GB928799A/en not_active Expired
- 1960-09-12 US US55272A patent/US3168594A/en not_active Expired - Lifetime
- 1960-09-15 DE DEK41681A patent/DE1231427B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE865202C (de) * | 1942-11-04 | 1953-01-29 | Hellmuth Holz Dr | Verfahren zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit und der Stabilitaet von Polyvinylchlorid |
| GB725590A (en) * | 1952-04-01 | 1955-03-09 | Rhone Poulenc Sa | Chlorine-containing vinyl polymeric compositions |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB928799A (en) | 1963-06-12 |
| US3168594A (en) | 1965-02-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1104694B (de) | Verfahren zur Herstellung von thermoplastischen Massen | |
| DE1263296B (de) | Weichmachen von Mischpolymerisaten aus AEthylen und Vinylestern | |
| DE1233138B (de) | Thermoplastische Formmassen | |
| DE1934850B2 (de) | Thermoplastische Vinylchloridpolymerisat-Massen | |
| DE3331220C2 (de) | ||
| DE1469990B2 (de) | Thermoplastische Mischungen | |
| DE1231427B (de) | Thermoplastische Formmasse | |
| DE2821342C2 (de) | ||
| DE1208882B (de) | Thermoplastische Formmasse auf der Basis von taktischem Polyvinylchlorid | |
| DE1291116B (de) | Thermoplastische Masse zur Herstellung durchsichtiger oder halbdurchsichtiger schlagfester Formkoerper | |
| DE2952653C2 (de) | Aus Vinylidenchloridcopolymer und Äthylen-Vinylacetat-Copolymerisat bestehende Folie und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1769390B2 (de) | Thermoplastische formmassen mit verbesserten gebrauchseigen schaften | |
| DE2302673C3 (de) | Schaumstoffe aus Piastisolen von Polyvinylchlorid oder Vinylchlorid -Vinylacetat-Mischpolymerisat und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2030325C3 (de) | Wärmebeständige Harzmassen | |
| DE848255C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyvinylpasten | |
| DE1260777B (de) | Thermoplastische Massen zur Herstellung schlagfester Formkoerper | |
| DE1206581B (de) | Thermoplastisch verarbeitbare Formmasse auf der Basis von Polyamid | |
| DE1544900C3 (de) | Thermoplastische Massen mit verbesserten FlieBeigenschaften | |
| DD223723A5 (de) | Gemische aus einem sulfonpolymer und einem stossfesten interpolymer | |
| DE1208883B (de) | Formmassen auf der Basis von Polyvinylchlorid zur Herstellung schlagfester Formkoerper | |
| DE1017785B (de) | Kunststoffmassen fuer Formkoerper auf der Grundlage von Polyvinylchlorid | |
| DE3788327T2 (de) | Stabilisatormischung. | |
| AT228492B (de) | Weichgemachte, thermoplastische Masse | |
| DE1907024A1 (de) | Formmassen auf der Grundlage von Vinylchlorid-Polymerisaten | |
| DE1186622B (de) | Thermoplastische Masse zur Herstellung schlagfester Formkörper |