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Einäugige Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven und mit einer
kameraseitigen Blendeneinstell-, Vorwahl-, Speicher- und Abtasteinrichtung Es ist
eine, mit Wechselobjektiven arbeitende einäugige Spiegelreflexkamera bekannt, bei
der die im jeweiligen Wechselobjektiv befindliche Blende kameraseitig eingestellt
oder vorgewählt und abgelesen wird. Kameraseitig sind also Blendenskala nebst Ableseindex,
Blendenvorwahl- sowie eine Speichervorrichtung für die vorgewählte Blendengröße
vorgesehen, wobei im Augenblick der Kameraauslösung die vorgewählte Blende abgetastet
und das Abtastergebnis nach vom in den Blendenmechanismus des angesetzten Objektivs
geleitet wird.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe, gestellt, diese Kamera zusätzlich
zu dem Bereich der manuellen Blendenvorwahl mit einem Bereich der Blitzlichtautomatik
zu versehen, in dem die Blende bei Kameraauslösung, den voreingestellten Werten
von Leitzahl und Entfernung entsprechend, selbsttätig gebildet wird. Die auf Grund
ihrer Brennweiten- und Lichtstärkeneigenschaften für Tageslichtaufnahmen und für
Blitzlichtautomatikaufnahmen geeigneten Objektive sind mit einem Bereichswahlring
(Umschaltring) versehen, der auf seinem Umfang nebeneinander die mit dem gleichen
gehäusefesten Index zusammenarbeitenden Skalenwerte von manueller Blende und von
Leitzahl trägt.
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Mit der Aufgabenstellung der Erfindung verbunden ist das Erfordernis
der größtmöglichen Einfachheit der Bedienung durch den Kanierabenutzer, dessen mit
dem unmittelbaren Erfindungsproblem zusammenhängende Betätigung sich auf den Objektivwechsel
und die Bereichswahl beschränken sollen.
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Es gehört mit zur Aufgabenstellung der Erfindung, daß mit dem Ansetzen
eines Wechselobjektivs, das für Tageslichtaufnahmen und für Blitzlichtautomatikaufnahmen
geeignet ist, eine Bereitschaft der Kamera hergestellt wird, bei am Umschaltring
gewähltem manuellem Blendenvorwahlbereich die Blendenvorwahl-, Speicher- und Abtasteinrichtung
in üblicher Weise arbeiten zu lassen, bei am Umschaltring abei eingestelltem Blitzlichtautomatikbereich
diese Blendenvorwahl-, Speicher- und Abtasteinrichtung außer Wirksamkeit zu setzen.
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Schließlich stellt es ein Ziel der Erfindung dar, daß das Ansetzen
von Wechselobjektiven, die eines Blitzlichtautomatikbetriebes nicht fähig sind,
eine Beeinträchtigung der Wirksamkeit der Blendenvorwahl-, Speicher- und Abtasteinrichtung
nicht hervorruft.
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Es sind Kameras mit mehreren Arbeitsbereichen, nämlich einem Bereich
der Blitzlichtautomatik, der manuellen Blendenwahl oder Blendenvorwahl und einem
solchen der automatischen Tageslichtblendenbildun& bekannt, wobei diese Kameras
einen Bereichswahlring (Umschaltring) aufweisen, der auf seinem Umfang nebeneinander
die dem gleichen gehäusefesten Index gegenüberzustellenden Skalenwerte von manueller
Blende sowie von Leitzahl und ein Merkzeichen für die Tageslichtautomatik trägt.
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Dieser Umschaltring ist auch bereits am Objektiv vorgesehen worden,
wobei diese Objektive die Abtast- und Einstelleinrichtungen für die Bildung der
automatischen Blitzblende und der manuellen Blende oder Vorwahlblende sowie einen
Teil der Einrichtungen für die Bildung der automatischen Tageslichtblende enthalten.
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Bei den bekannten Kameras war es verhältnismäßig einfach, in Abhängigkeit
von der Einstellung des Umschaltringes die Blende-nbildungsmittel des nicht gewünschten
Bereichs abzuschalten und die des gewählten Bereichs in Funktion zu setzen. Dies
wurde teils durch am Innenumfang des Umschaltringes vorgesehene Abschalt- -und Einschaltkurven,
teils durch ebendort angebrachte Anschläge erzielt, die bei Drehung des Ringes ihren
Abstand von Gegenschlägen am Blendenmechanismus so änderten, daß ein Zusammenwirken
mit dem Blendenmechanismus nicht mehr möglich war. Dieser einfache Wechsel zwischen
Betrieb und Nichtbetrieb war insbesondere für die Mittel zur Bildung der manuellen
Vorwahlblende vorgesehen, wo man einfach einen Stopanschlag in eine unwirksame Stellung
wegwandern ließ, wenn der Bereich der manuellen Blendenvorwahl zugunsten eines anderen
Arbeitsbereichs verlassen wurde.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Kamera unterscheidet sich in ihrem
Aufbau von den bekannten Kameras dadurch erheblich, daß die Blendeneinstellmittel
(Blendenskala und Blendenindex
) sowie die gesamte Einrichtung für
die Blendenvorwahl, für die Speicherung des Vorwahlwertes sowie für die Abtastung
der Vorwahlstellung im Augenblick der Kameraauslösung sich an der Kamera befinden,
während vom Wechselobjektiv lediglich der Blendenmechanismus und die Entfemungsstelleinrichtung
mitgebracht wird. Es ist also bei der der Erfindung zugrundeliegenden Kamera stets
fest zwischen den kameraseitigen Blendenstell- bzw. Vorwahlmitteln und dem objektivseitigen
Blendenmechanismus die kameraseitige Einrichtung für die Speicheruno, des Blendenvorwahlwertes
sowie für die Abtastung der Vorwahlstellung zwischengeschaltet, und es schien zunächst
nicht möglich, mit einer solchen Kamera einen automatischen Blitzlichtbetrieb durchzuführen,
bei dem die Blende allein nach Maßgabe, des jeweils gewählten Leitzahlenwertes und
Entfernungswertes zu bilden ist. Erschwerend kam noch die Notwendigkeit der Belassung
der Einrichtung für die Blendenvorwahl, die Speicherung des Vorwahlwertes und die
Abtastung der Vorwahlstellung hinzu sowie das Erfordernis, die Bedienung der Kamera
außer der Eindrehung des gewünschten Arbeitsbereichs mit keiner weiteren Bedienungsmaßnahme
zu belasten. Schließlich sollte auch nach wie vor jedes Objektiv ansetzbar sein,
das für Blitzlichtaufnahme nicht geeignet oder für automatische Bildung der Blitzblende
nicht eingerichtet ist.
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Die, Erfindung hat einen Weg eröffnet, der alle Schwierigkeiten überwindet
und allen Erfordernissen gerecht wird. Ausgehend von einer fotografischen Kamera,
welche mit Wechselobjektiven arbeitet und welche mit einer kameraseitigen Blendeneinstell-,
Vorwahl-, Speicher- und Abtasteinrichtung versehen ist, deren Abtastergebnisse in
den Blendenmechanismus des jeweils angesetzten Wechselobjektivs geleitet werden,
wird nach dem Haupterfindungsgedanken vorgeschlagen, daß an sich bekannte Mittel
für eine Blitzlichtautomatik vorgesehen sind, daß jedes für Blitzlichtautomatikaufnahmen
geeignete Wechselobjektiv mit einem ebenfalls an sich bekannten Bereichswahlring
(Umschaltring) ausgestattet ist, daß objektivseitige Schaltmittel vorgesehen sind,
welche durch Becinflussungszonen am Umschaltring in Ab-
hängigkeit von der
Bereichswahl ausgelenkt werden, daß kameraseitige Schaltmittel vorgesehen sind,
welche geeignet sind, die Blendenspeicher- und Abtasteinrichtung von- einer wirksamen
Stellung in eine unwirksame oder umgekehrt zu bringen, und daß zwischen den objektivseitigen
und den kameraseitigen Schaltmitteln eine Steuerverbindung so angeordnet ist, daß
bei Wahl des Bereichs der Blitzlichtautomatik die Blendenspeicher- und Abtasteinrichtung
ihre unwirksame Stellung einnimmt, während sie bei Wahl des Bereichs der manuellen
Blendenbildung ihre wirksame Abtaststellung einnimmt.
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Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Ausführungsbeispiele
der F i g. 1 bis 4 erläutert, von denen die F i g. 1 und 2 die in
diesem Zusammenhang wesentlichen Teile der bekannten Kamera ohne Blitzlichtautomatikbereich
zeigen und die F i g. 3 und 4 die durch die Erfindung bedingten Vervollständigungen
veranschaulichen. Es stellt im einzelnen dar F i g. 1 einen in der Ebene
der optischen Achse liegenden seitlichen Querschnitt durch das den Einstell- und
Ablesering für die Blende enthaltende Fotozellengehäuse sowie durch den die optische
Achse umgebenden Zahnkranz, wobei die soeben genannten Teile als kameraseitige Teile
der bekannten Kamera anzusehen sind, F i g. 2 eine teilweise geschnittene
Vorderansicht des für die bekannte Kamera charakteristischen Blendenstellgetriebes,
des Blendenvorwahlgetriebes und der Speicher- und Abtasteinrichtung für die vorgewählte
Blende, F i g. 3 eine teilweise geschnittene Draufsicht aut die Steuer- und
Getriebeeinrichungen der Erfindung und F i g. 4 die Darstellung eines herausgezeichneten
Details.
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In den Ausführungen der F i g. 1 und 2 ist bereits Vorsorge
getroffen, daß mit dem Ansetzen eines Wechselobjektivs die kameraseitige blenden-Stell-und
Ableseeinrichtung mit dem am Objektiv verfügbaren Blendenstellbereich in übereinstimmung
gebracht wird. Beim Ansetzen eines Wechselobjektivs, dessen Fassung 12 nur teilweise
dargestellt ist, wird zu diesem Zweck durch eine Mitnehmernase 14 desselben ein
Hebel 9 am Blendenindexring 8, der nur eine einzige Indexmarke
7 trägt, gegenüber der Blendenskala auf dem Blendenskalenling 1 verstellt.
Diese Verstellung geschieht in Abhängigkeit von der Lichtstärke des angesetzten
Objektivs völlig selbsttätig und wird durch eine in Abhängigkeit von der Objektivlichtstärke
stehende Winkelstellung der Mitnehmernase 14 bewirkt. Je größer die Lichtstärke
des Objektivs ist, um so mehr wird der Hebel 9 in die Stellung9a,
9b oder 9c verstellt, und demgemäß wandert auch die Indexmarke7 des Indexringes8
"egenübe,r a der Blendenskalal. Es wird damit eine Anpassung der Blendenskala an
die Lichtstärke des jeweils angesetzten Wechselobjektivs erreicht; nur bei dem lichtschwächsten
Objektiv, das dann eine Mitnehmernase entbehren kann, verbleibt der Hebel
9 in seiner durch eine Feder 13 und einen nicht gezeigten Anschlag
festgelegten Grund- oder Ausgangsstellung. Es wäre auch eine Umkehrung möglich,
wonach die Ausgangsstellung des Hebels 9 der Indexstellung beim lichtstärksten
Objektiv entspricht und seine Auslenkuno, mit kleiner werdendem öffnungsverhältnis
des angesetzten Obiektivs wächst. Das würde das Fehlen dei Mitnehmeriase beim lichtstärksten
Objektiv und eine Anbringung der Nasen in wachsender Winkellage bei den lichtschwächeren
Objektiven sowie eine Umkehrung des Skalen'ganges voraussetzen.
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Die Blendenskala auf dem Skalenringl kann durch Drehen des Blendeneinstellgliedes
4 über die Räder 3
und 2 eingestellt werden. Das Blendeneinstellglied 4 weist
beidseitig wirkende Anschläge 41, 42 gegenüber einem ortsfesten Anschlagbolzen 43
auf, welche die überstreichung einer bestimmten Zahl von Blendenintervallen an der
Skala 1, beispielsweise sieben, gewährleisten. Durch das objektivbedingte
Wandern der Indexmarke 7 wird in Verbindung hiermit erreicht, daß für jedes
Objektiv selbsttätig mit dessen Ansetzen der seinen optischen Gegebenheiten entsprechende
Bereich der möglichen Blendenzahlen (Blendenöffnungsverhältnisse) einstellbar und
ablesbar ist.
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Um hierüber hinaus nun auch noch die Bedingungen einer Blendenvorwahl
zu erfüllen, ist das Blendeneinstellglied 4 über ein Rad 20 mit einer Speichervorrichtung
21, 22, 31 verbunden. 23 ist ein die optische Achse der Kamera umgebender
drehbarer Zahnkranz, der mit einem aus Federkem 24,
einer Feder
25 und einem ortsfesten Federhaus bestehenden Kraftspeicher verbunden ist.
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In den Zahnkranz 23 greift weiterhin ein Rad 27
ein,
das mit einem Rad 26 in Verbindung steht. Dieses letztere weist einen Mitnehmerbolzen
44 auf, der die Kupplung zwischen dem Rad 26 und dem Verschlußaufzug- und
Filmtransportglied oder -getriebe bildet.
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Schließlich steht der Zahnkranz 23 noch mit einer Scheibe
28 in Verbindung, welche einen Abtastnocken 29 für die Vorwahlspeichervorrichtung
21, 22 aufweist.
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Die Vorwahlspeichervorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Rad
21 auf einer ortsfesten Achse 30, auf welcher sich auch ein Federelement
31 mit abgewinkelten, einander benachbart gegenüberstehenden Federenden31a,
31b befindet. Das Rad 21 weist einen Stellbolzen 22 auf, an welchen sich
die Federenden 31 a, 31 b beiderseits anlegen. Bei einer
Drehung des Rades 21 im Uhrzeigersinn (infolge einer Drehung des Einstellgliedes
4 im Sinn einer Blendenvergrößerung) drückt der Stellbolzen 22 von innen gegen das
Federende 31 b, worauf sich die Feder 31, dieser Stellkraft folgend,
aus der dargestellten Grundstellung, die der kleinstmöglichen Blendenöffnung entspricht,
als Ganzes verstellt und in der der gewählten Blendenöffnung entsprechenden Zwischenstellung
stehenbleibt.
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Der Abtastnocken 29 an der auf der gleichen Achse
30 sitzenden drehbaren Scheibe 28 ragt in die Bewegungshahn der Feder
31 hinein. Bei gespanntem Verschluß ist der Abtastnocken 29 aus dem
Schwenkbereich der Feder 31 herausgedreht und nimmt die Stellung
29 a ein. Bei abgelaufenem Verschluß liegt der Abtastnocken dem Federende
31 b außen an und wird bei der obenerwähnten Betätigung des Einstellgliedes
4 von der durch den auswandernden Stellbolzen 22 bewegten Feder 31 mitgenommen.
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Die Arbeitsweise der Blendenvorwähleinrichtung ist folgende-. Verschluß
wird aufgezogen Bei Betätigung des Verschlußaufzuggliedes, mit dem gleichzeitig
der Filmtransport gekuppelt sein kann, werden über das entsprechende Getriebe und
den Mitnehmerbolzen 44 die Räder 26, 27 und der Zahnkranz 23 angetrieben,
wodurch der Kraftspeicher 24, 25 gespannt wird. Gleichzeitig wird vom Zahnkranz
23 aus die den Abtastnocken 29 tragende Scheibe verstellt, wodurch
der Nocken 29 in die mit 29a bezeichnete Stellung gebracht wird. Gleichzeitig
wird die Objektivblende, deren Steuermittel mit dem Zahnkranz 23 gekuppelt
sind, auf volle Öffnung ge-
bracht.
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Zur Vorwahl der der Aufnahme zugrunde zu legenden Blendenöffnung wird
das Blendeneinstellglied 4 gedreht, wodurch über die Räder 2, 3 die Blendenskala
verstellt wird. Zugleich damit wird über das Rad 20 die Vorwahlspeichervorrichtung
21, 22 angetrieben; der Stellbolzen 22 drückt gegen die Innenseite des Federendes
31 b, worauf die Feder 31,
dieser Stellkraft folgend, sich als Ganzes
mitbewegt, um in der dem vorgewählten Blendenwert entsprechenden Zwischenstellung
stehenzubleiben.
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Verschluß wird ausgelöst Bei der Verschlußauslösung wird der Kraftspeicher
242 25 freigegeben, welcher über den Zahnkranz 23
Wird am Blendeneinstellglied
4 eine Blendeneinstellung, beispielsweise im Sinne einer Vergrößerung der Blendenöffnung,
vorgenommen, so drückt del Stellbolzen 22 von innen gegen das Federende
31 b,
dieses wiederum gegen den an seiner Außenseite anliegenden Abtastnocken
29 und dieser über 28, 23
und 24 gegen die Feder 25. Die Objektivblende
öffnet sich. Wird am Blendeneinstellglied 4 dagegen eine Blendeneinstellung im anderen
Sinne, also eine Verkleinerung der Blendenöffnung vorgenommen, dann drückt der Stellbolzen
22 gegen die Innenfläche des Federendes 31 a, worauf sich die Feder
31 dieser Stellkraft folgend verstellt und der Abtastnocken 29
unter
der Wirkung der Feder 25 nachläuft. Die über die Scheibe 28 und den
Zahnkranz 23 angeschlossene Objektivblende schließt sich. Wird nach dieser
Blendenvorwahl der Verschluß aufgezogen, dann bleiben Feder 31 und Stellbolzen
22 in der erreichten Lage stehen, über 26, 27 und 23 wird der Kraftspeicher
24, 25 gespannt, die von 23 gesteuerte Objektivblende auf volle Öffnung
gebracht und schließlich über den Zahnkranz 23 und die Scheibe
28 der Abtastnocken 29 in die, Stellung 29a bewegt. Bei erneuter Auslösung
wird der Abtastnocken 29 wieder von dem Federende 31 b aufgehalten.
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Gemäß der Erfindung (F i g. 3 und 4) ist jedes auf Grund seiner
Lichtstärke- und Brennweiteneigenschaften für Blitzlichtbetrieb geeignete Objektiv
mit einem Umschaltring 33 ausgerüstet, der mit einer nicht dargestellten
Leitzahlenskala für den automatischen Blitzbereich und mit einer Blendenskala für
den manuellen Tageslicht-Vorwahlblendenbetrieb versehen sein möge. Demzufolge weist
der Umschaltring 33 an seiner einen Stirnfläche Steuerkurven bzw. _flächen
33 a bis 33 c auf, von denen die im wesentlichen ungeneigte Steuerfläche
33a dem Blitzlichtbereich und die der Fläche 33 a parallele, aber gegen diese
vorspringende Fläche 33 c dem manuellen Vorwahl-Blendenbereich zugeordnet
sind. Abgetastet werden alle diese Flächen durch einen in der Objektivfassung gelagerten,
in der optischen Achse oder parallel dazu verschiebbaren Stift 34, dessen eines
Ende 34 a dem die Flächen 33 a bis 33 c tragenden Stirnrand
des Umschaltringes 33 anliegt.
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Die Stirnfläche der Fassung 35 des Objektivs ist an der Lagerungsstelle
des Abtaststiftes 34 mit einer Ausnehmung 35 a versehen, die
einem kameraseitigen Steuerelement gestattet, mit dem aus dieser Ausnehmung
35 a herausragenden Ende 34 b des objektivseitigen
Abtaststiftes 34 in kraftschlüssige Verbindung zu treten. Dieses kameraseitige Steuerelement
besteht aus dem in Richtung F federnden, bei 38 geden auf der Scheibe
28 sitzenden Abtastnocken 29 scr lange der ausgelenkten Feder
31 entgegenbewegt, bis dieser auf das Federende 31 b auftrifft. Durch
die bei diesem Kraftmoment hervorgerufene Zusammenziehung ihrer Windungen wirkt
die Feder 31 als starrer, unverrückbarer Anschlag; der mit den Steuermitteln
der Objektivblende verbundene Zahnkranz 23 kommt somit unmittelbar beim Auftreffen
von 29
auf 31 b zum Stillstand, und die Blende geht auf den vorhergewählten
Wert. Es herrscht also übereinstimmung zwischen Objektivblende einerseits und Blendenskaleneinstellung
andererseits. Die Feder 31 verbleibt in der diesem Blendenwert entsprechenden
Zwischenstellung.
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Verschluß ist abgelaufen
häusefest gemachten Hebel
36, dessen Lappen oder Vorsprung 36 a an 34 b anliegt. Lageveränderungen
von 34 infolge Bereichswahlen am Umschaltring 33
wirken sich, wie gestrichelt
dargestellt, aus, wobei der Steuerhebel 36 dank seiner federnden Eigenschaften
die Direktionskraft für den ständigen Kraftschluß von 34 a und
33 und von 36 a an 34 b liefert. Der Lappen 36a durchdringt
die an dieser Stelle durchbrochene Kameragehäusewand 39 und die Platine 40,
hinter welcher sich die erfindungsgemäß, gestaltete Blendenspeicher- und Abtastvorrichtung
befindet.
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Der Steuerhebel 36 erstreckt sich bis mindestens zur Achse
32 der Blendenspeicher- und Abtasteinrichtung, die wie in Verbindung mit
F i g. 2 bereits dargelegt, im wesentlichen aus den Rädern 21 und 28, deren
Stell- und Anschlagbolzen 22 und 29 sowie der Würgefeder 31 besteht.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist das den Anschlagbolzen
29 tragende Rad 28 mitsamt der es fest tragenden Achse 32 axial beweglich
gemacht, wobei der Bewegungshub so bemessen ist, daß von der einen Extremlage, in
der die Räder 21 und 28 einander benachbart sind, in eine andere Extrrmlage
übergegangen werden kann, in der die, Räder 21, 28 so voneinander entfernt sind,
daß die Bolzen 22, 29 bzw. das anschlagende Federende 31a und der Bolzen
29 sich in getrennten, einen Zusammenschlag ausschließenden Ebenen bewegen.
Die Lagerung der Achse 32 in dem die Feder 31 tragenden Gehäuseteil
41 sowie in den Platinen 40 und 42»ist so ausgestaltet, daß von der stark ausgezogenen
einen Extremlage der Teile 32, 28 in die gestrichelt wiedergegebene andere
Extremlage 32',
28' gegangen werden kann. Die Anlage des Endes
36b des Steuerhebels 36 an das untere Achsende 32a der Achse 32 ist
sowohl durch eigene federnde Eigenschaften des Steuerhebels 36 gegebenals
auch durch die Wirkung einer auf das obere Achsende 32 b
drückenden Blattfeder
37, für deren stark ausgezogene und gestrichelte Extremlage (letztere mit
37' bezeichnet) das vorstehend für die Teile 21, 28 und
32
Gesagte gilt.
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Bei Einstellung eines Tageslicht-Blendenbereichs am Umschaltring
33 wirkt die Steuerfläche 33 c auf den Abtaststift und drückt ihn
auslenkend und den Steuerhebel nach unten verschiebend herab. Dies hat zur Folge,
daß die Räder 21, 28 mit ihren Bolzen 22, 29 bzw. dem Federende
31 a einander so benachbart sind, daß normale Abtastung der an der Kamera
vorgewählten Blende erfolgen kann.
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Beira Blitzlichtautomatikbetrieb wird die Blitzlichtblende im Objektiv
bekanntlich dadurch gebildet, daß durch Auslenkflächen am Leitzahlenstellorgan (Umschaltring)
und am Entfernungsstellorgan die ge# wählten Leitzahlen- und Entfernungsgrößen mittels
Abtastelementen (Abtasthebeln) abgefühlt und durch sie ein Fangzahn verstellt wird,
der bei Kameraauslösung an einem mit einer Anschlagtreppe versehenen, ablaufenden
Ring die Größe der zu bildenden Blende, bestimmt. Diese Blitzlichtautomatik ist
bekannt und bedarf keiner näheren Darstellung oder Erläuterung. Durch die Erfindung
wird erreicht, daß die bekannte Kamera auch eines automatischen Blitzlichtbetriebes
teilhaftig werden kann, wobei außer den Teilen der Blitzlichtautomatik im wesentlichen
nur der Abtaststift 34, der Steuerhebel 36 und die Axialverschiebbarkeit
von Achse 32 nebst Rad 28
benötigt werden, um unter Beibehaltung der
bekannten Blendenspeicher- und Abtasteinrichtung vorn Blitzlichtbereich auf Tageslichtbereiche
und umgekehrt gehen zu können, ohne daß dem Kamerabenutzer an neuen Bedienungsmaßnahmen
mehr zugemutet wird, als die Einstellung der Bereiche ani Umschaltring
33 bzw. die Wahl der Leitzahlen- und manuellen Blendengrößen. Die Wirkungsweise
der erfindungsgemäßen Anordnung im Bereich der Blitzlichtautomatik ist die, daß
der der Steuerfläche 33 a
gegenübergestellte Abtaststift 34 so weit
zurücktritt, daß der Steuerhebel 36, dieser Verschiebung dank seiner Federkraft
folgend und dabei die Federwirkung der Blattfeder37 überwindend, die Achse32 und
das Rad28 in die gestrichelt gezeichnete obere Extremlage32', 28' bringt,
in der die Wirkung der Speicher- und Abtasteinrichtunor21, 22, 28, 29, 31
aufgehoben
ist. Die Blende kann sich einzig und allein den Maßgaben der Blitzlichtautomatik
entsprechend bilden.
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Das Rad 28 bleibt dabei auf Grund seiner entsprechend tief
gestalteten Verzahnung mit dem Ring 23 stets im Eingriff, so daß die Einwirkungen
des Kameraaufzugsmittels des Getriebes 26, 27 (F i g. 2) und des Federantriebs
24, 25 auf die Blende nach wie vor erhalten bleiben. Die Erfindung bietet
also eine Erweiterung der Fähigkeiten der Kamera, ohne daß nennenswerte Hinzunahmen
im Aufbau und der Be,-dienung erforderlich werden. Auch bleibt die Sicherheit gegen
Funktionsstörunge-n insofern gewahrt, als verhindert wird, daß beim Ansetzen des
Objektivs durch zufälliges Auseinandergehen der Blendenöffnungen im Objektiv und
der vorgewählten Blendenwerte an der Kamera eine bleibende Lageumkehr der Bolzen
22, 29 eintreten kann. Diese würde nämlich einen normalen Kameraaufzug unmöglich
machen, da die beiden in falscher Reihenfolge hintereinanderstehenden Bolzen gegeneinander
anstoßen und den Aufzug vorzeitig bremsen würden. Dieser übelstand wird, wie F i
g. 4 zeigt, dadurch verhindert, daß der eine Bolzen 29 in Laufrichtung
eine einseitige Abschrägung 29 a erhält, die bewirkt, daß der in verkehrter
Stellung befindliche Bolzen 29, die Kraft der Feder 37 überwindend,
beim Kameraaufzug über den davorstehenden Bolzen 22 hinwegspringt, worauf der Aufzug
vollendet und die richtige Abtastlage beider Bolzen wieder erreicht ist.
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Handelt es sich um ein Wechselobjektiv, das eines Blitzlichtbetriebes
nicht fähig ist, so wird bei seinem Ansetzen die Blitzlichtstellung der Teile der
Speicher-und Abtasteinrichtung dadurch verhindert, daß ein solches Objektiv mit
einem ganz normalen Fassungsrand (ohne die Aussparung 35a) versehen ist und keinen
Umschaltring besitzt. Durch die Erfindung ist es also möglich, bisherige Wechselobjektive
unter Beibehaltung ihrer normalen Ausstattung weiterzubenutzen. Auch ist es möglich,
Objektive bei beliebiger Blendenöffnung anzusetzen, ohne daß an der Kamera erst
übereinstimmung am Blendenwählring hergestellt werden muß.
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Man kann die Kamera so einrichten, daß der Belichtungsmesser im Blitzlichtautomatikbereich
eingeschaltet bleibt, was den Vorteil hat, daß der Kamerabenutzer beim Mischlichtblitzen
den Belichtungswert ablesen und mit der gewählten Leitzahl kombinieren kann. Sollte
aber, um Verwirrungen zu
vermeiden und um dem Kamerabenutzer anzuzeigen, daß
er sich jetzt im Blitzlichtbereich befindet, dem Gedanken der Vorzug gegeben werden,
daß der Belichtungsmesser im Blitzlichtautomatikbereich abgeschaltet
werden
sollte, dann kann diese Abschaltung gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung durch
den Steuerhebel 36 erfolgen.