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DE1229420B - Geschosszuender mit Doppelzuendung - Google Patents

Geschosszuender mit Doppelzuendung

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Publication number
DE1229420B
DE1229420B DES90441A DES0090441A DE1229420B DE 1229420 B DE1229420 B DE 1229420B DE S90441 A DES90441 A DE S90441A DE S0090441 A DES0090441 A DE S0090441A DE 1229420 B DE1229420 B DE 1229420B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carrier
squib
detonator
movable
firing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES90441A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles Auguste Somville
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PRB NV
Original Assignee
PRB NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PRB NV filed Critical PRB NV
Publication of DE1229420B publication Critical patent/DE1229420B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/20Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a securing-pin or latch is removed to arm the fuze, e.g. removed from the firing-pin
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/18Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved
    • F42C15/188Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a carrier for an element of the pyrotechnic or explosive train is moved using a rotatable carrier
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes
    • F42C9/147Impact fuze in combination with electric time fuze

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Geschoßzünder mit Doppelzündung Die Erfindung bezieht sich auf einen Geschoßzünder mit Doppelzündung mit einer elektrisch zu zündenden Zündpille, einem dieselbe normalerweise kurzschließenden beweglichen Kontakt, durch dessen Verschiebung nach dem Abschuß der Kurzschluß aufgehoben und die elektrisch zu zündende Zündpille effektiv in den Stromkreis eines im Geschoß eingesetzten Stromerzeugers eingeschaltet wird, ferner mit einem Sprengkapselträger und eingesetzter Sprengkapsel, einem Schlagbolzen, einer in einem bewegbaren Träger sitzenden mechanisch zu zündenden Zündpille, welche beim Aufschlag des Geschosses durch den Schlagbolzen gezündet wird, sowie mit einem Halteorgan, durch welches der bewegbare Zündpilleträger in Sicherungslage arretierbar ist und welches nach dem Abschuß des Geschosses durch Eigenbewegung den Zündpilleträger freigibt, so daß er die mechanisch zu zündende Zündpille in Zündlage vor den Schlagbolzen zu bringen vermag, wobei die Zündung der Sprengkapsel über die elektrisch oder die mechanisch zu zündende Zündpille erfolgt.
  • Ein derartiger Geschoßzünder ist bereits bekannt, weist jedoch eine ganze Reihe von Nachteilen auf. So ist ein derartiger Geschoßzünder nicht für Geschosse verwendbar, welche ihre Flugbahn praktisch ohne Drall verfolgen, da das erwähnte Halteorgan nicht infolge seiner Beharrung verschoben wird, sondern durch die beim Drall des Geschosses auftretenden Zentrifugalkräfte. Außerdem befindet sich die mechanisch zu zündende Zündpille ständig mit dem Schlagbolzen in einer Fluchtlinie, selbst wenn das Geschoß sich in Ruhelage befindet, also gesichert ist. Dies ergibt naturgemäß ein starkes Gefahrenmoment. Die Lagerung der mechanisch zu zündenden Zündpille steht direkt mit dem Sprengkapselträger in Verbindung, und zwar sowohl in Sicherungslage als auch in Zündlage des bewegbaren Trägers. Demgegenüber steht die elektrisch zu zündende Zündpille nicht mit dem Sprengkapselträger in Verbindung, sondern lediglich mit der mechanisch zu zündenden Zündpille über einen Kanal, in welchem ein Organ angeordnet ist, welches unter dem Druck der bei Zündung der elektrisch zu zündenden Zündpille entstehenden Gase verschiebbar ist, wobei also dieses Organ die mechanisch zu zündende Zündpille zündet, welche dann ihrerseits die Sprengkapsel zündet. Die Zündung der Sprengkapsel durch die elektrisch zu zündende Zündpille erfolgt also indirekt. Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Geschoßzünders besteht in seiner relativ komplizierten Konstruktion. Außerdem wird der bei diesem bekannten Geschoßzünder verwendete Stromerzeuger bereits während des Fluges des Geschosses betätigt, so daß die elektrisch zu zündende Zündpille schon während des Fluges gezündet werden könnte.
  • Der Erfindung liegt unter Berücksichtigung dieser Tatsachen die Aufgabe zugrunde, einen Geschoßzünder der genannten Art zu schaffen, welcher die genannten Nachteile nicht aufweist.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Geschoßzünder der eingangs genannten Art vor, welcher dadurch gekennzeichnet ist, daß der bewegbare Zündpilleträger auch den beweglichen Kontakt und die elektrisch zu zündende Zündpille trägt, wobei in Sicherungslage des bewegbaren Zündpilleträgers die mechanisch zu zündende Zündpille in an sich bekannter Weise weder mit der Sprengkapsel in Verbindung steht, noch mit dem Schlagbolzen in Flucht ist, daß das Halteorgan in an sich bekannter Weise beim Abschuß durch Beharrung verschiebbar ist und daß die Lagerungen der beiden Zündpillen im bewegbaren Träger durch Zündkanäle verlängert sind, welche konvergierend nur in Zündlage des bewegbaren Trägers zum Sprengkapselträger mit seiner Sprengkapsel gerichtet sind.
  • Durch diese Ausbildung erzielt man eine hohe Sicherheit eines derartigen Geschoßzünders, da die mechanisch zu zündende Zündpille bei Ruhelage des bewegbaren Trägers nicht mit der Sprengkapsel und dem Schlagbolzen fluchtet, so däß die Gefahr einer ungewollten Zündung der Sprengkapsel nur sehr gering ist. Dabei ist Gebrauch gemacht von einer Anordnung, wie sie bei Geschoßzündern anderer Bauart - wenn auch ebenfalls mit bewegbarem Zündpilleträger - schon bekannt ist. Der erfindungsgemäße Geschoßzünder ist gleichzeitig deshalb äußerst betriebssicher, weil die Zündpillen - wie auch schon bei den Geschoßzündern mit beweglichem Zündpilleträger anderer Bauart an sich bekannt - normalerweise nicht mit der Sprengkapsel in Verbindung stehen. Andererseits ruft die Zündung der einen oder der anderen dieser Zündpillen die direkte Zündung der Sprengkapsel durch den entsprechenden Zündkanal hindurch hervor.
  • Der erfindungsgemäße Geschoßzünder läßt sich ebenso gut in Geschossen verwenden, welche sich auf ihrer Flugbahn um ihre Längsachse drehen, d. h. Drall aufweisen, wie bei anderen Geschossen, da das Halteorgan infolge seiner Beharrung im Augenblick des Abschusses verschoben wird. Gleichzeitig ist seine Konstruktion relativ sehr einfach, da der bewegbare Träger den bewegbaren Kontakt und gleichzeitig die elektrisch zu zündende Zündpille trägt.
  • Ein Geschoßzünder, bei welchem das Halteorgan ebenfalls infolge seiner Beharrung im Augenblick des Abschusses verschoben wird, ist allerdings bereits bekannt, jedoch ist dieser bekannte Geschoßzünder in seinen anderen Teilen völlig andersartig aufgebaut.
  • Gegenüber dem eingangs erläuterten bekannten Geschoßzünder ist beim erfindungsgemäßen Zünder der Stromerzeuger in der Weise ausgebildet, daß er in durch andere Zünder bekannter Weise erst beim Aufschlag des Geschosses den elektrischen Strom liefert.
  • Bezüglich der Ausbildung des Halteorgans, welches in an sich bekannter Weise durch den Schlagbolzen gebildet werden kann, ist vorgesehen, daß im Schlagbolzen eine Längsnut ausgebildet ist, in welche zur Verhinderung einer Drehung um seine Längsachse ein Zapfen eingreift, ferner ein Sackloch, in welches ein Sicherungsstift einschiebbar ist, alsdann eine Ringnut, in welche in Sicherungslage eine Sperrkugel einrastet, und schließlich eine flache Umfangsnut vorgesehen wird, in welche die gleiche Sperrkugel in Zündlage des bewegbaren Zündpilleträgers einrastet.
  • Als besondere Sicherungsmaßnahme ist vorgesehen, daß der bewegbare Zündpilleträger in Sicherungslage sowohl durch einen Anschlag als auch durch die in eine Bohrung einrastende Schlagbolzenspitze .und in Zündlage durch den gleichen Anschlag und ein Federblatt arretiert ist, dessen freies Ende normalerweise auf dem Umfang des Zündpilleträgers aufliegt, bei in Zündlage verdrehtem Zündpilleträger jedoch gegen die eine Fläche einer Ausfräsung des Trägers stößt.
  • Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung im einzelnen erläutert; es zeigt F i g. 1 die Gesamtansicht eines Geschosses mit dem erfindungsgemäßen Zünder im Teilschnitt, F i g. 2 eine möglichst einfach gehaltene schematische Darstellung der speziellen Anordnungen der Erfindung, F i g. 3 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Zünders in Gesamtansicht, F i g. 4 eine Draufsicht auf die Anordnung nach F i g. 3, F i g. 5 das gleiche Aggregat von F i g. 3 und 4 im Teilschnitt längs der Linie V-V in F i g. 4, F i g. 6, 7, 8 und 9 einen Schnitt durch F i g. 3 längs der Linie VI-VI, wobei der Zünder in vier charakteristischen aufeinanderfolgenden Positionen dargestellt ist, F i g. 10 einen Schnitt durch F i g. 9 längs der Linie X-X.
  • Wie stark schematisiert in F i g. 2 dargestellt ist, besteht der erfindungsgemäße Geschoßzünder mit Doppelzündung im wesentlichen aus einem Körper 1, einem an sich bekannten darin gelagerten Rotor (Zündpilleträger) 2, welcher sowohl eine erste Zündpille 3 für einen elektrischen Zündkreis 4 sowie eine zweite Zündpille 5 und Anordnungen zur Gewährleistung einer mechanischen Zündung trägt, die schematisch durch den Schlagbolzen 6 dargestellt sind. Diese verschiedenen Elemente sind derart miteinander kombiniert, daß die beiden Zündpillen 3 und 5 von ihren elektrischen bzw. mechanischen Zündvorrichtungen gleichzeitig abgeschaltet sind, sobald das Geschoß auf einem Transportwagen oder der Abschußrampe od. dgl. ruht, während die beiden Zündpillen gleichzeitig unter dem Einfluß ihrer elektrischen bzw. mechanischen Zündvorrichtungen stehen, sobald das Geschoß abgeschossen ist.
  • F i g. 1 zeigt in stark, schematisierter Darstellung ein mit dem erfindungsgemäßen Zünder versehenes Geschoß. Der Geschoßzünder A ist zwischen dem Körper und dem Schwanz des Geschosses angeordnet, und seine elektrische Zündvorrichtung wird durch einen piezoelektrischen Stromerzeuger B gespeist, der in bekannter Weise im Kopf des Geschosses untergebracht ist.
  • In F i g. 3 und den folgenden Figuren ist ein praktisches Ausführungsbeispiel eines Geschoßzünders mit Doppelzündung dargestellt, welche die grundlegende Kombination, welche schematisch in F i g. 2 dargestellt ist, anwendet.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel hat der Körper 1 im allgemeinen zylindrische Form und weist eine ebene Fläche 7 auf, welche sich aus einer breiten Ausfräsung 8 ergibt. Der Körper 1 setzt sich nach vorn in den Sprengkapselträger 9 fort, welcher seinerseits die rohrartige Sprengkapsel 10 trägt, welche axial in die mit C in F i g. 1 bezeichnete Sprengladungskammer hineinragt.
  • Von der Fläche 7 ist in den Körper 1 eine zylindrische Kammer 11 eingefräst, in welche ein zylindrischer Kanal 12 mündet, der parallel zur Längsachse X-Y des Geschoßzünders verläuft. In dem Kanal 12 kann mit leichter Reibung ein Hammer 13 gleiten, welcher an seiner Vorderfläche die Schlagbolzenspitze 14 trägt. Der daher gleichzeitig den Schlagbolzen bildende Hammer 13 hat eine Längsnut 15, in welche dauernd ein vorspringender Zapfen 16 eingreift, welcher derart im Körper 1 des Zünders sitzt, daß der Schlagbolzen zwar axial gleiten kann, sich dabei jedoch nicht um seine Längsachse verdrehen kann. Außerdem weist der Schlagbolzen 13 noch ein Sackloch 17 auf, in welches das entsprechende freie Ende eines Sicherungsstiftes 18 einrasten kann. Ferner ist im Außenmantel des Schlagbolzens eine flache Umfangsnut 19 vorgesehen, welche derart angeordnet ist, daß in Sicherungslage des Schlagbolzens 13 eine Sperrkugel 20 unter dem Druck einer Druckfeder 21 in die Umfangsnut einrastet, wobei die Feder 21 sich in einem Rädialkanal 23 auf einer Schraube 22 abstützt. Schließlich ist am vorderen Teil des Schlagbolzens 13 eine Ringnut 24 an einer derartigen Stelle eingefräst, daß die Sperrkugel 20 in die Nut einrasten kann, sobald der Schlagbolzen 13 bzw. seine Spitze 14 in Zündlage liegt.
  • In die zylindrische Kammer 11 mündet außerdem ein koaxial zur Längsachse X-Y des Zünders verlaufender Kanal 25, der andererseits in den Sprengkapselträger 9 mündet.
  • Die Schraube 22 der Arretierungsvorrichtung für den Schlagbolzen 13 hält außerdem ein Federblatt 26 fest, dessen eines Ende 27 einen ständigen elastischen Druck auf den Rotor 2 ausübt, der in die zylindrische Kammer 11 eingesetzt und mit einem Mittelzapfen 28 auf einer Kugel 29 drehbar gelagert ist. Der Zapfen 28 ragt in eine Mittelbohrung 31 im Boden der zylindrischen Kammer 11, welche bei 30 zur Aufnahme der Kugel 29 entsprechend vertieft ist.
  • Der Rotor 2 weist zylindrische Form entsprechend der Kammer 11 und außer dem unteren Mittelzapfen 28 auf seiner oberen Fläche einen Mittelzapfen 32 auf. Außerdem hat er eine tiefe Einfräsung 33 mit zwei orthogonalen Flächen 34,35 sowie gegenüber der Einfräsung 33 eine glatte Fläche 36, deren Durchmesser vorzugsweise dem den Kanals 25 zwischen der zylindrischen Kammer 11 und dem Sprengkapselträger 9 entspricht. Schließlich ist im Rotor 2 noch eine untere Kammer 37 ausgebildet, welche durch eine Wandung mit zwei winkelförmig zueinander verlaufenden Kanten 38,39 begrenzt wird. Der in seinen Außenformen vorstehend beschriebene Rotor 2 hat einen ersten rohrförmigen Kanal 40, welcher von der Fläche 35 der Ausfräsung 33 ausgeht und in die Fräsfläche 36 mündet. In den rohrartigen Kanal 40 ist die elektrisch zu zündende Zündpille 3 eingesetzt, deren einer Polschuh 41 über die in den Rotor 2 eingeschraubte Schraube 42 mit Masse verbunden ist, während ihr zweiter Polschuh 43 rechtwinklig derart umgebogen ist, daß sein freies Ende in Ruhelage des Zünders eine elastische Lamelle 44 berührt, die über die in den Körper 1 des Zünders eingesetzte Schraube 45 mit Masse verbunden ist. Dieser Kontakt erfolgt über einen Ausschnitt 46 einer Platte 47, welches als Halte- und Führungsplatte für den Rotor dient. Aus diesem Grund weist die Platte eine Mittelbohrung 48 auf, welche mit leichter Reibung vom oberen Zapfen 32 durchstoßen wird und welche auf dem Körper 1 des Zünders mit den Schrauben 45, 49, 50 und 51 festgeschraubt ist. Eine Rückholfeder 52 ist um den oberen Mittelzapfen 32 herumgewickelt und greift mit ihrem einen Ende radial in den Zapfen 32 ein, während ihr anderes Ende durch die Schraube 49 festgehalten wird. Die Feder 52 ist derart gespannt, daß sie den Rotor 2 dauernd in Zündlage drückt. Als Teil der elektrischen Anordnung weist der Zünder außerdem vor der Kante des Rotors 2 eine an der Platte 47 anliegende Gegenplatte 53 aus Isoliermaterial auf, auf welche ein Isolierträger 54 durch die Schrauben 50,51 aufgeschraubt ist. Der Träger 54 trägt eine Kontaktlamelle 55 und eine Gegendrucklamelle 56, die auf der ersten Lamelle durch Niete 57, 58 befestigt ist. Die Kontaktlamelle weist ein besonderes Profil und insbesondere eine umgebogene Kante 59 auf, so daß in Sicherheitslage des Zünders diese Lamelle einen Druck ausübt und einen Kontakt mit der Zunge 60 der Platte 47 in der Weise erzielt, daß bei Bewegung des Zünders in Zündlage die Kante 59 das Anheben der Lamelle 55 infolge des Drucks des Polschuhes 43 der elektrisch zu zündenden Zündpille erleichtert. Außerdem trägt der Träger 54 noch einen kleinen Polschuh 61, der mit den Lamellen 55, 56 in Kontakt steht. An den Polschuh ist die Leitung 62 angeschlossen, welche direkt von dem piezoelektrischen Stromerzeuger B herkommt. Außerdem ist im Rotor 2 gegenüber dem mechanischen Schlagbolzen ein zweiter Kanal 63 vorgesehen, der in einen breiten Kanal 64 ausläuft, dessen Innendurchmesser gleich dem Durchmesser des zylindrischen Kanals 12 ist, während an der anderen Seite ein engerer Kanal 65 ausgebildet ist, der in die glatte Abfräsung 36 nahe der Mündung des Rohrkanals 40 mündet. In dem Kanal 63 ist die mechanisch zu zündende Zündpille 5 untergebracht.
  • Schließlich weist der Rotor 2 noch ein Sackloch 66 auf, welches in Ruhe- oder Wartelage des Geschosses bzw. seines Zünders koaxial zum Schlagbolzen 13,14 liegt, dessen Spitze 14 dabei in das Sackloch einrastet.
  • Der vorbeschriebene Geschoßzünder mit Doppelzündung arbeitet folgendermaßen: In Warteposition, wie sie in F i g. 3, 4 und 6 dargestellt ist, ist die im Kanal 40 des Rotors 2 eingesetzte elektrisch zu zündende Zündpille 3 kurzgeschlossen, da der erste Polschuh 41 normalerweise über die Schraube 42 im Rotor 2 mit Masse verbunden ist, während der zweite Polschuh 43 über die Lamellen 44 und die Schraube 45 im Körper 1 des Zünders mit Masse verbunden ist.
  • Auch der piezoelektrische Stromerzeuger B ist seinerseits mit Masse verbunden, da seine Leitung 62 über den Polschuh 61, die Platten 55, 56, die Zunge 60 und die Platte 47 mit ihren Befestigungsschrauben 45, 49, 50 und 51, die in den Körper 1 eingeschraubt sind, an Masse angeschlossen ist.
  • In dieser Position ist die elektrisch zu zündende Zündpille 3 vollständig ausgeschaltet und ihre Verbindung mit dem Kanal 25, welcher zur Sprengkapsel führt, unterbrochen.
  • Außerdem ist in dieser Position der Rotor 2 durch die in das Sackloch 66 eingerastete Schlagbolzenspitze 14 verriegelt, wodurch eine einwandfreie Dauerarretierung für ihn ausgebildet ist, da der Schlagbolzen 13 selbst durch den Sicherungsstift 18 festgehalten wird. Eine weitere Sicherung wird außerdem dadurch erreicht, daß auch die mechanisch zu zündende Zündpille 5 in dieser Lage völlig aus dem Weg der Schlagbolzenspitze 14 herausgedreht ist. Dadurch ergibt sich eine große Anzahl von Sicherungen, welche jede zufällige Zündung verhindern.
  • Vor dem Scharfmachen des Zünders bzw. des Geschosses wird der Sicherungsstift 18 herausgezogen. Der Schlagbolzen 13 wird jedoch noch durch die Haltevorrichtung 19 bis 23 in seiner Lage festgehalten.
  • Bei einer unvermuteten Bewegung des Schlagbolzens 13 nach hinten muß er unbedingt den Rotor 2 vollkommen freigeben, bevor dieser sich unter dem Einfluß der Rückholfeder 32 in Zündlage verdrehen kann. In dieser Lage wird der Schlagbolzen 13 jedoch durch die in die Ringnut 24 einrastende Sperrkugel 20 arretiert, so daß jede Verschiebung des Schlagbolzens 13,14 verhindert wird.
  • Beim Abschuß bleibt der Schlagbolzen 13,14 automatisch, wie schematisch in F i g. 7 dargestellt, in der hinteren Stellung. Da der Sicherungsstift 18 herausgezogen ist, kann der Schlagbolzen 13,14 infolge seiner Beharrung den seitlichen Druck durch die Arretierung 19 bis 23 überwinden und wird sozusagen schlagartig in die hintere Stellung verschoben und in dieser Lage durch die Sperrkugel 19 festgehalten.
  • Wenn der Geschoßzünder scharf ist, wird über den Rotor 2 die elektrisch zu zündende Zündpille in den Stromkreis des piezoelektrischen Stromerzeugers B wie folgt eingeschaltet: Einmal bleibt der Polschuh 41 der elektrisch zu zündenden Zündpille dauernd über die Schraube 42 mit Masse verbunden, während sich der Polschuh 43 von der Lamelle 44 entfernt, welche ihn mit Masse verband, und kommt dadurch in Berührung mit der Lamelle 55, dem Polschuh 61 und der elektrischen Leitung 62. Hierbei hat der Polschuh 43, welcher die Lamelle 55 angehoben hat, den Kontakt mit Masse unterbrochen. Die Lamelle 55 hat sich hierbei von der Zunge 60 der Platte 47 abgehoben. Gleichzeitig steht in der Zündlage des Rotors 2 seine elektrisch zu zündende Zündpille 3 über den Kanal 25 in Verbindung mit dem Sprengkapselträger 9, und die mechanisch zu zündende Zündpille 5 ist über die Kanäle 65 und 25 mit dem Sprengkapselträger 9 verbunden und liegt außerdem in der Achse des Schlagbolzens 13,14. Außerdem legt sich in dieser Position die Lamelle 26 mit ihrem freien Ende gegen die Fläche 35 der Ausfräsung 33, wodurch jede gegenläufige Bewegung des Rotors 2 verhindert und somit eine genaue Zündlage des Geschoßzünders gewährleistet wird. Dieses Einrastsystem wirkt mit einer zweiten Anordnung zusammen, welche die genaue Position des Rotors bestimmt und durch das Zusammenwirken zwischen dem Zapfen 67 und den umgebogenen Kanten 38,39 der Einfräsung 37 gebildet wird. Im einzelnen sind die beiden speziellen Positionen, welche durch diese Anschlagvorrichtung zwangläufig bestimmt sind, in F i g. 7 und 8 dargestellt. Wie klar ersichtlich ist, speist im Augenblick des Aufschlages der piezoelektrische Stromerzeuger B den Zündkreis der elektrisch zu zündenden Zündpille 3. Gleichzeitig wird durch die Aufschlagwirkung der Schlagbolzen 13,14 gegen die mechanisch zu zündende Zündpille vorgeschleudert, welche plötzlich von der Schlagbolzenspitze 14 getroffen wird. Da von beiden Zündpillen konvergierende Kanäle zum Sprengkapselträger 9 führen, wird dadurch jedesmal eine Doppelzündung der Sprengladung erreicht.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Geschoßzünder mit Doppelzündung mit einer elektrisch zu zündenden Zündpille, einem dieselbe normalerweise kurzschließenden beweglichen Kontakt, durch dessen Verschiebung nach dem Abschuß der Kurzschluß aufgehoben und die elektrisch zu zündende Zündpille effektiv in den Stromkreis eines im Geschoß eingesetzten Stromerzeugers eingeschaltet wird, ferner mit einem Sprengkapselträger und eingesetzter Sprengkapel, einem Schlagbolzen, einer in einem bewegbaren Träger sitzenden mechanisch zu zündenden Zündpille, welche beim Aufschlag des Geschosses durch den Schlagbolzen gezündet wird, sowie mit einem Halteorgan, durch welches der bewegbare Zündpilleträger in Sicherungslage arretierbar ist und welches nach dem Abschuß des Geschosses durch Eigenbewegung den Zündpilleträger freigibt, so daß er die mechanisch zu zündende Zündpille in Zündlage vor den Schlagbolzen zu bringen vermag, wobei die Zündung der Sprengkapsel über die elektrisch oder die mechanisch zu zündende Zündpille erfolgt, d adurch gekennzeichnet, daß der bewegbare Zündpilleträger (2) auch den beweglichen Kontakt (43) und die elektrisch zu zündende Zündpille (3) trägt, wobei in Sicherungslage des bewegbaren Zündpilleträgers (2) die mechanisch zu zündende Zündpille (5) in an sich bekannter Weise weder mit der Sprengkapsel (10) in Verbindung steht, noch mit dem Schlagbolzen (6,14) in Flucht ist, daß das Halteorgan (13,14) in an sich bekannter Weise beim Abschuß durch Beharrung verschiebbar ist und daß die Lagerungen (40,63) der beiden Zündpillen (3,5) im bewegbaren Träger (2) durch Zündkanäle (65,65) verlängert sind, welche konvergierend nur in Zündlage des bewegbaren Trägers (2) zum Sprengkapselträger (9) mit seiner Sprengkapsel (10) gerichtet sind.
  2. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stromerzeuger (B) ein solcher vorgesehen ist, der in bekannter Weise erst beim Aufschlag des Geschosses elektrischen Strom liefert.
  3. 3. Zünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteorgan (13,14) in bekannter Weise durch den Schlagbolzen (6) gebildet wird.
  4. 4. Zünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Schlagbolzen (13,14) eine Längsnut (15) ausgebildet ist, in welche zur Verhinderung einer Drehung um seine Längsachse ein Zapfen (16) eingreift, ferner ein Sackloch (17), in welches ein Sicherungsstift (18) einschiebbar ist, alsdann eine Ringnut (24), in welche in Sicherungslage eine Sperrkugel (20) ein-.rastet, und schließlich eine flache Umfangsnut (19), in welche die gleiche Sperrkugel (20) in Zündlage des bewegbaren Zündpilleträgers (2) einrastet.
  5. 5. Zünder nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegbare Zündpilleträger (2) in Sicherungslage sowohl durch einen Anschlag (67) als auch durch die in eine Bohrung (66) einrastende Schlagbolzenspitze (14) und in Zündlage durch den gleichen Anschlag und ein Federblatt (26) arretiert ist, dessen freies Ende (27) normalerweise auf dem Umfang des Zündpilleträgers (2) aufliegt, bei in Zündlage verdrehtem Zündpilleträger jedoch gegen die eine Fläche (35) einer Ausfräsung (33) des Trägers (2) stößt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 925 213, 1116 578; französische Patentschriften Nr.1135100, 1283 236, 1298 047; USA: Patentschriften Nr. 2 483 555, 2 919 649.
DES90441A 1963-04-10 1964-04-09 Geschosszuender mit Doppelzuendung Pending DE1229420B (de)

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