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DE1229289B - Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen aufweisenden Kunststoffen, einschliesslich Schaumstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen aufweisenden Kunststoffen, einschliesslich Schaumstoffen

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Publication number
DE1229289B
DE1229289B DEF45032A DEF0045032A DE1229289B DE 1229289 B DE1229289 B DE 1229289B DE F45032 A DEF45032 A DE F45032A DE F0045032 A DEF0045032 A DE F0045032A DE 1229289 B DE1229289 B DE 1229289B
Authority
DE
Germany
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weight
strength
hydroxyl number
mixed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF45032A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Merten
Dr Guenther Braun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF45032A priority Critical patent/DE1229289B/de
Priority to GB253266A priority patent/GB1089100A/en
Priority to FR46781A priority patent/FR1465135A/fr
Publication of DE1229289B publication Critical patent/DE1229289B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
    • C08G18/40High-molecular-weight compounds
    • C08G18/48Polyethers
    • C08G18/487Polyethers containing cyclic groups
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C08g
Deutsche Kl.: 39 b -22/04
Nummer: 1229 289
Aktenzeichen: F 45032IV c/39 b
Anmeldetag: 22. Januar 1965
Auslegetag: 24. November 1966
Urethangruppen enthaltende Kunststoffe mit verschiedenartigen physikalischen Eigenschaften werden nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren aus Verbindungen mit mehreren aktiven Wasserstoffatomen, insbesondere Hydroxyl- und/oder Carboxylgruppen tragenden Verbindungen, und Polyisocyanaten, gegebenenfalls unter Mitverwendung von Kettenverlängerungsmitteln, Vernetzungsmitteln, Treibmitteln, Aktivatoren, Emulgatoren und anderen Zusatzstoffen, seit langem in technischem Maßstab hergestellt (Ang. Chemie, A 59, 1948, S. 257; Taschenbuch »Bayer-Kunststoffe«, 2. Auflage, 1959, S. 25ff.). Es ist nach diesen Verfahrensweisen möglich, bei geeigneter Wahl der Komponenten sowohl elastische als auch starre Schaumstoffe, Lackierungen, Imprägnierungen, Beschichtungen oder Elastomere herzustellen.
Kunststoffe auf Polyisocyanatbasis werden vorzugsweise durch Vermischen flüssiger, gegebenenfalls gelöster Komponenten hergestellt, wobei man die miteinander umzusetzenden Ausgangsmaterialien entweder gleichzeitig zusammenmischt oder aber im Mehrstufenverfahren zunächst aus einer Polyhydroxylverbindung mit einem Überschuß an Polyisocyanat ein NCO-Gruppen enthaltendes Voraddukt herstellt, das dann in weiteren Arbeitsgängen, gegebenenfalls zusammen mit Vernetzungsmitteln und/oder Treibmitteln, in den Kunststoff übergeführt wird.
Wesentliche Faktoren bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen stellen Viskosität, Zugänglichkeit, Hydrophobie und Reproduzierbarkeit der erforderlichen Polyhydroxylverbindungen dar.
Es hat nicht an Versuchen gefehlt, die technisch leicht zugänglichen Phenole als Additionskomponente, d. h. als Polyhydroxylverbindungen, im Isocyanat-Polyadditionsverfahren zur Herstellung von Kunststoffen einzusetzen, indem durch Kondensation mit Aldehyden hergestellte höhermolekulare Harze, Phenolformaldehydharze, Novolake unter (alkalischer) Katalyse an der phenolischen Hydroxylgruppe alkoxyliert und so in Polyhydroxylverbindungen mit mehreren aliphatisch gebundenen Hydroxylgruppen übergeführt worden waren. Infolge ihres höhermolekularen Aufbaus besitzen derartige Polyhydroxylverbindungen hohe Viskositäten, die ihre Anwendung beispielsweise als Schaumstoffausgangsmaterialien technisch schwierig machen, während z. B. zur Lackherstellung eine erhebliche Verdünnung mit gegenüber NCO-Gruppen inerten Lösungsmitteln erforderlich ist. Höhere Anteile an Alkylenoxydresten bewirken zwar eine Reduzierung der Viskosität, führen jedoch gleichzeitig zu einer Erniedrigung der Funktionalität, d. h. der Anzahl der
Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen
aufweisenden Kunststoffen, einschließlich
Schaumstoffen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Rudolf Merten, Leverkusen;
Dr. Günther Braun, Köln-Flittard
Verzweigungen pro Mengeneinheit, was in vielen Fällen unerwünscht ist.
Andererseits ist es bekannt, durch Umsetzung von Phenolaten mit z. B. Formaldehyd die entsprechenden C-Hydroxymethylphenolate herzustellen, die jedoch beim Erhitzen oder Ansäuern zu höhermolekularen Reaktionsprodukten kondensieren. Ihre Isolierung in reiner Form ist nur schwer möglich, so daß derartige polyfunktionelle C-Hydroxymethylphenole nicht ohne weiteres wie die normalen Alkohole zur Herstellung höhermolekularer stabiler Polyhydroxylverbindungen eingesetzt werden können.
Wie nun überraschenderweise festgestellt wurde, können zur Herstellung von Polyurethankunststoffen einsetzbare Polyhydroxylverbindungen auf Basis von hydroxylalkylierten Phenolen in einfacher Weise durch Alkoxylierung der aus Phenolen mit mindestens einer kondensationsfähigen C-H-Bindung in o- oder p-Stellung zur phenolischen Hydroxylgruppe und Aldehyden bei pH-Werten über 7 erhaltenen Hydroxymethylphenole in bekannter Weise erhalten werden.
Die so hergestellten färb- und geruchlosen PoIyhydroxylverbindungen weisen gegebenenfalls hohe Funktionalitäten bei niederen Viskositäten auf und sind auch mit den üblicherweise verwendeten Polyisocyanaten und Zusatzmitteln einwandfrei verträglich.
Im Gegensatz zu den bekannten Polyhydroxylverbindungen auf Grundlage von alkoxylierten Phenolformaldehydharzen oder Novolaken erhält man die erfindungsgemäß zu verwendenden Polyhydroxylverbindungen bei vergleichbar eingesetzten Mengen an Phenol, Formaldehyd und Propylenoxyd durch den anderen Aufbau der Polyhydroxylverbindungen nicht nur in größerer Ausbeute, was für die Wirtschaftlichkeit ihrer Verwendung bei der Schaumstoffherstellung
609 728/442
3 4
spricht, auch der Hydroxylgehalt ist höher, was pro Alkylenoxyd einfach ohne jede Isolierung oder
Gewichtseinheit einen größeren Verzweigungs- und Reinigung, wobei pro Mol an ursprünglich einge-
Vernetzungsgrad im Polyurethankunststoff liefert. setzter phenolischer OH-Gruppe mindestens 1 Mol
Die im übrigen durchschnittlich kleinere Molekül- an Alkylenoxyd verwendet werden sollte,
größe ·— auf Grund des anderen Aufbaues der Poly- S Die Alkoxylierung wird bei Temperaturen unter
hydroxylverbindung — gibt schließlich die bereits 120° C in der wäßrig-alkalischen Lösung vorgenom-
erwähnte gewünschte Viskositätserniedrigung. men, im allgemeinen im Temperaturbereich zwischen
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren 60 und 9O0C. Nach Beendigung der Alkoxylierung
zur Herstellung von Urethangruppen aufweisenden wird der alkalische Katalysator durch Neutralisation,
Kunststoffen, einschließlich Schaumstoffen, auf Grund- io z. B. mit Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure,
lage von polyalkoxylierten Reaktionsprodukten aus entfernt. Durch Einengen im Vakuum und gegebenen-
Phenolen und Aldehyden und Polyisocyanaten, sowie falls anschließende Filtration erhält man die fertigen
gegebenenfalls Vernetzungsmitteln, Treibmitteln oder Polyhydroxylverbindung als Ausgangsmaterial.
weiteren Zusatzstoffen, unter Formgebung, das dadurch Im allgemeinen wird man die Mengenverhältnisse
gekennzeichnet ist, daß als polyalkoxylierte Reaktions- 15 so einstellen, daß die Polyhydroxylverbindungen einen
produkte aus Phenolen und Aldehyden solche, allein OH-Gehalt zwischen 0,5 und 30, speziell zwischen
oder in Verbindung mit anderen Polyhydroxylverbin- 5 und 20 % aufweisen.
düngen, verwendet werden, die unterhalb 12O0C in Bei der Herstellung der Polyurethankunststoffe
situ durch Addition von Alkylenoxyden an' im alka- werden die erfindungsgemäß zu verwendenden PoIy-
lischen wäßrigen Medium erhaltene Hydroxymethyl- 20 hydroxylverbindungen allein oder in Abmischung mit
phenole aus a) ein- und/oder mehrwertigen Phenolen anderen Polyhydroxylverbindungen eingesetzt. Hierzu
mit mindestens einer in o- und/oder p-Stellung zur kommen beispielsweise die üblichen linearen oder
OH-Gruppe befindlichen kondensationsfähigen C-H- verzweigten Polyester, ζ. B. aus Adipinsäure, Sebazin-
Bindung und b) Aldehyden erhalten worden sind. säure, Phthalsäure, Maleinsäure, monomeren, dimeren
Als Phenole werden zur Herstellung der Ausgangs- 25 oder trimeren Fettsäuren und Äthylenglykol, PoIymaterialien ein- oder mehrwertige Phenole mit min- äthylenglykolen, Propylenglykol, Polypropylenglykodestens einer gegenüber einem Aldehyd kondensations- len, Butandiol, Hexantriolen oder Glycerin, lineare fähigen C-H-Bindung in o- und/oder p-Stellung zu oder verzweigte Polyäther, z. B. auf Basis von Äthylenden OH-Gruppen eingesetzt. Als Beispiele seien oxyd, Propylenoxyd oder Butylenoxyd, Polythioäther, Phenol, Kresole, Xylenole, Brenzkatechin, Resorcin, 30 Polyacetale, Addukte von Äthylenoxyden an im Hydrochinon, 4,4'-Di-hydroxydiphenylmethan, 4,4'-Di- allgemeinen aliphatische Polyamine, Polyphosphite hydroxydiphenyl, 2,4'-Dihydroxydiphenylmethan, gemäß französischer Patentschrift 1 333 026, alkoxy-Äthylphenole oder tert.-Butylphenole genannt. Her- lierte Phosphorsäuren oder Aminonitriläther z. B. vorzuheben sind Phenol, Kresole oder Xylenole. gemäß der deutschen Patentschrift 1157 387 in Frage.
Als Aldehyde sind beispielhaft Formaldehyd in 35 Als Polyisocyanate kommen aliphatische oder
seinen verschiedenen Anlieferungsformen, Acet- aromatische mehrwertige Isocyanate in Frage, z. B.
aldehyd, Butyraldehyd oder Isobutyraldehyd zu Alkylendiisocyanate, wie Tetra- oder Hexämethylen-
nennen. Besonders Formaldehyd (wäßrige Lösung diisocyanat, Arylendiisocyanate oder ihre Alkylie-
oder Paraformaldehyd) ist hervorzuheben. rungsprodukte, wie die Phenylendüsocyanate,
Als Alkylenoxyde werden im allgemeinen Äthylen- 40 NaphthylendiisocyanatejDiphenylmethandiisocyanate,
oxyd, Propylenoxyd oder Butylenoxyde, aber auch Toluylendiisocyanate, Di- oder Triisopropylbenzoldi-
Styroloxyd oder Epichlorhydrin verwendet. Äthylen- isocyanate oder Triphenylmethantriisocyanate, p-Iso-
oxyd oder Propylenoxyd sind besonders geeignet. cyanatophenylthiophosphorsäuretrieste^p-Isocyanato-
Bei der Herstellung der Polyhydroxylverbindungen phenylthiophosphorsäuretriester, Aralkyldiisocyanate,
können die einzelnen Komponenten (Aldehyde, 45 wie !-(Isocyanatophenyty-äthylisocyanat oder die
Phenole, Alkylenoxyde) auch in Form ihrer Mischun- Xylylendiisocyanate, sowie auch die durch die ver-
gen eingesetzt werden. schiedensten Substituenten, wie Alkoxy-, Nitro-, Chlor-
Die Herstellung der erfindungsgemäß als Ausgangs- gruppen, substituierten Polyisocyanate, öder ferner material zu verwendenden Polyhydroxylverbindungen mit unterschüssigen Mengen von Polyhydroxylvererfolgt derart, daß unter Zusatz von alkalischen 50 bindungen mit Trimethylolpropan, Hexantriol, GIy-Katalysatoren, z. B. Alkalimetall- oder Erdalkali- cerin oder Butandiol modifizierte Polyisocyanate, metallhydroxyden oder -carbonaten, in wäßrigem Genannt seien weiter z. B. mit Phenolen oder Bisulfit Medium die phenolischen Komponenten mit dem verkappte Polyisocyanate, acetalmodifizierte PolyAldehyd bei Temperaturen unter 120° C, möglichst isocyanate sowie polymerisierte Isocyanate mit Isozwischen 0 und 80° C, kondensiert werden. Hierbei 55 cyanuratringen.
kann pro Mol an kondensationsfähiger o- und/oder Die Herstellung der Urethangruppen aufweisenden p-ständiger C-H-Bindung 1 Mol an Aldehyd einge- Kunststoffe aus den beschriebenen Polyhydroxylsetzt werden; geringere Aldehydanteile führen zu verbindungen und Polyisocyanaten erfolgt im übrigen unvollständiger Hydroxymethylierung, größere An- nach den an sich bekannten zahlreichen Verfahren teile sind gleichfalls möglich. Die Alkalimengen 60 mit oder ohne Lösungsmittel, mit oder ohne Kettenkönnen so eingestellt werden, daß pro Mol an pheno- Verlängerungsmittel, Vernetzungsmittel, Treibmittel lischer OH-Gruppe maximal ein Äquivalent an oder anderen Hilfsstoffen, wie Aktivatoren, Emulga-Alkali Verwendung findet, im allgemeinen reichen toren, Stabilisatoren, Farbstoffen, Füllstoffen oder jedoch geringere Anteile, z. B. 5 bis 25 % dieser Menge, Flammschutzmitteln.
vollkommen aus. Nach Beendigung der Hydroxy- 65 Die verwendeten Mengen an Pclyisocyanat sollen
methylierung, bei der der Wassergehalt weitgehend im allgemeinen zumindest der vorhandenen Summe
schwanken und z. B. zwischen 5 und 80 % variiert an reaktiven Wasserstoffatomen äquivalent sein,
werden kann, erfolgt die weitere Umsetzung mit Bei zusätzlicher Verwendung von Wasser als treibender
Komponente zur Herstellung von Schaumstoffen wird man entsprechende, dem Wassergehalt angemessene Mengen an überschüssigem Pclyisocyanat verwenden. Andererseits können weitere überschüssige Anteile an Isocyanatgruppen durch Polymerisationsoder sekundäre Additionsreaktionen in das Kunststoffgefüge eingebaut werden. Bei einer Verschäumung können Wasser und/oder andere Treibmittel, wie Azoverbindungen, niedersiedende Kohlenwasserstoffe, halogenierte Methane oder Äthane oder Vinylidenchlorid, Verwendung finden. Die Umsetzung kann in Gegenwart von Katalysatoren, z. B. Aminen, wie Triäthylamin, Dimethylbenzylamin, 1-Dimethylamino-3-äthoxypropan, Tetramethyläthylendiamin, N-Alkylmorpholinen oder Triäthylendiamin, oder Metallsalzen, wie Zinn(II)-acylaten, Dialkylzinn(IV)-acylaten, Acetylacetonaten von Schwermetallen oder Molybdänglykolat, durchgeführt werden. An Emulgatoren sind z. B. oxyäthylierte Phenole oder Biphenylole, höhere Sulfonsäuren, Schwefelsäureester von Ricinusöl oder Ricinolsäure oder ölsäure Ammoniumsalze, an Schaumstabilisatoren sind z. B. solche mit Siloxan- und Alkylenoxydeinheiten oder basische Silikonöle zu nennen. Überzüge oder Imprägnierungen können unter Mitverwendung von inerten Lösungsmitteln, wie Estern, Kohlenwasserstoffen, Halogenkohlenwasserstoffen oder Aromaten, erhalten werden.
Herstellung der Ausgangsmaterialien
Allgemeine Arbeitsvorschrift
Nach Lösen des verwendeten Phenols in der angegebenen Menge Wasser und Natronlauge wird bei
ίο Temperaturen zwischen 20 und 40° C Formaldehyd als 40%ige wäßrige Lösung oder Paraformaldehyd zugesetzt und 8 bis 10 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt.
Anschließend wird bei der angegebenen Temperatur Alkylenoxyd nach Maßgabe der Umsetzung in die wäßrige Lösung eingetropft. Nach der Addition wird die zugesetzte Natronlauge mit der berechneten Menge wäßriger Salzsäure oder Schwefelsäure neutralisiert, im Vakuum bei 8O0C eingeengt und gegebenenfalls durch Filtration von festen Anteilen befreit.
(Die Angaben der Tabelle sind Gewichtsteile, soweit nicht anders angegeben, als Phenol findet in A 8 und A 9 m-Kresol, in A12 4-Chlorphenol Verwendung.)
Nr. Phenol NaOH H2O Fonnaldehyd
(40% wäßrige
Lösung)
Äthylen
oxyd
Propylen-
oxyd
Temperatur
bei Addition
0C
Roh-
ausbeute
7.OH Viskosität
cP/25°
A 1 188 80 200 255 500 90 bis 100 750 19,8 1180
A 2 188 20 200 255 500 90 bis 100 754 18,2 15680
A 3 188 5 200 255 120 90 bis 100 390 17,5 >100000
A 4 376 20 20 490 500 90 bis 100 1023 16,9 > 100 000
A 5 376 20 20 490 1000 90 bis 100 1510 16,9 17700
A 6 376 20 20 250 90 100 70 bis 80 1534 15,2 6280
A 7 376 30 30 720 1500 70 bis 80 2127 16,3 4740
A 8 216 15 30 540 550 80 932 20,0 71500
A 9 216 15 30 370 400 80 732 18,3 > 100 000
AlO 188 40 100 540 400*) 70 840 5110
All 188 40 100 540 600*) 75 950 192 12260
A 12 256 40 100 360 450 80 785 8940
*) A 10 enthält Äthylenoxyd, A11 enthält 1,2-Butylenoxyd.
Beispiel 1
50 Teile A 1 werden mit 50 Teilen eines propoxylierten Äthylendiamins (Hydroxylzahl 450), 1 Teil permethyliertem Aminoäthylpiperazin, 0,5 Teilen PoIysiloxan-Polyalkylenglykolester und 2 Teilen Natriumricinusölsulfat (50 % Wasser) gründlich vermischt.
Nach Zusatz einer Lösung von 40 Teilen Trichlorfluormethan in 148 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (9O°/o) erhält man einen harten Schaumstoff mit folgenden physikalischen Eigenschaften:
Raumgewicht 24 kg/m3
Druckfestigkeit 1,7 kp/cm2
Schlagzähigkeit 0,2 cmkp/cma
Wärmebiegefestigkeit 1520C 6q
Beispiel 2
50 Teile A 2 werden mit 50 Teilen eines propoxylierten Trimethylolpropans (Hydroxylzahl 550), 3 Teilen Äthylmorpholin, 0,5 Teilen Polysiloxan-Polyalkylenglykolester und 2 Teilen Natriumricinusölsulfat (50 % Wasser) gründlich verrührt. Nach Zusatz einer Lösung von 30 Teilen Trichlorfluorrnethan in 152 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (90%) erhält man einen harten Schaumstoff mit folgenden mechanischen Eigenschaften:
Raumgewicht 29 kg/m3
Druckfestigkeit 2,2 kp/cm2
Schlagzähigkeit 0,2 cmkp/cm2
Wärmebiegefestigkeit 16O0C
Beispiel 3
30 Teile A 3 werden mit 70 Teilen eines propoxylierten Trimethylolpropans (Hydroxylzahl 380), 3 Teilen Dimethylbenzylamin, 0,5 Teilen Polysiloxan-Polyalkylenglykolester und 2 Teilen Natriumricinusölsulf at (50% Wasser) gründlich vermischt. Nach Zusatz einer Lösung von 30 Teilen Trichlorfluormethan in 121 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (90 %) erhält man einen feinporigen Hartschaumstoff mit folgenden physikalischen Eigenschaften:
Raumgewicht 28 kg/m3
Druckfestigkeit 1,6 kp/cma
Schlagzähigkeit 0,2 cmkp/cm2
Wärmebiegefestigkeit 125 0C

Claims (1)

  1. 7 8
    Beispiel4 Beispiele
    50 Teile A 4 werden mit 50 Teilen eines propoxy- 50 Teile A 8 werden mit 30 Teilen eines propoxylierten Trimethylolpropans (Hydroxylzahl 380), 2 Tei- lierten Trimethylolpropans (Hydroxylzahl 550), 20 Teilen permethyliertem Aminoäthylpiperazin, 0,3 Teilen len permethyliertem Äthylendiamin (Hydroxylzahl Polysiloxan-Polyalkylenglykolester und 6 Teüen Na- 5 450), 2 Teilen Dimethylbenzylamin, 0,3 Teilen PoIytriumricinusölsulfat (50 % Wasser) gründlich ver- siloxan-Polyalkylenglykolester und 6 Teilen Natriumrührt, ricinusölsulfat (50 % Wasser) gründlich verrührt.
    Nach Zusatz von 159 Teilen 4,4'-Diphenylmethan- Nach Zusatz von 186 Teilen 4,4'-DiphenyImethandiisocyanat (90%) erhält man einen zähen Hart- diisocyanat (90%) erhält man einen zähen Hartschaumstoff mit folgenden physikalischen Eigen- i° Schaumstoff mit folgenden physikalischen Eigenschaften: schäften:
    Raumgewicht 50 kg/m3 Raumgewicht 45 kg/m3
    Druckfestigkeit 3,9 kp/cm2 Druckfestigkeit 3,2 kp/cm2
    Schlagzähigkeit 0,3 cmkp/cm2 Schlagzähigkeit 0,3 cmkp/cm2
    Wärmebiegefestigkeit 151°C 5 Wärmebiegefestigkeit 181°C
    Beispiel5 Beispiel9
    50 Teile A 5 werden mit 30 Teilen eines propoxy- 30 Teile A 9 werden mit 70 Teilen eines aus Adipin-
    lierten Trimethylolpropans (Hydroxylzahl 550), 20 Tei- 20 säure, Phthalsäureanhydrid, Ölsäure und Trimethylol-
    len eines propoxylierten Äthylendiamins (Hydroxylzahl propan hergestellten Polyesters (Hydroxylzahl 380),
    450), 2 Teilen Tetramethylätbylendiamin, 0,5 Teilen 2 Teilen permethyliertem Aminoäthylpiperazin, 0,5Tei-
    Polysiloxan-Polyalkylenglykolester und 2 Teilen Na- len Polysiloxan-Polyalkylenglykolester und 2 Teilen
    triumricinusöl (50% Wasser) gründlich vermischt. Natriumricinusölsulfat (50% Wasser) gründlich ver-
    Nach Einrühren einer Lösung von 30 Teilen Tri- 25 mischt.
    chlorfluormethan in 143 Teilen 4,4'-Diphenylmethan- Nach Zusatz einer Lösung von 30 Teilen Trichlor-
    diisocyanat (90 %) erhält man einen Hartschaumstoff fluormethan in 123 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiiso-
    mit folgenden mechanischen Eigenschaften: cyanat (90%) erhält man einen feinporigen Hart-
    Raumgewicht 30 kg/m3 , schaumstoff mit folgenden mechanischen Eigen-
    Druckfestigkeit 2,2 kp/cm2 3° scüaIten·
    Schlagzähigkeit 0,2 cmkp/cm2 Raumgewicht 30 kg/m3
    Wärmebiegefestigkeit 154° C Druckfestigkeit 1,0 kp/cm2
    Schlagzähigkeit 0,2 cmkp/cm2
    B e i s ρ i e 1 6 35 Wärmebiegefestigkeit 142° C
    70 Teile A 6 werden mit 30 Teilen eines propoxylierten Äthylendiamins (Hydroxylzahl 450), 3 Teilen B e 1 s ρ 1 e 1 10
    Methylmorpholin, 0,5 Teilen Polysiloxan-Polyalkylen- 100 Gewichtsteile eines Adduktes von Toluylen-2,6-glykolester und 2 Teilen Natriumricinusölsulfat (50 % und -2,4-diisocyanates an Trimethylolpropan mit Wasser) gründlich verrührt. 40 17,65 % NCO werden in 100 Gewichtsteilen Glykol-
    Nach Zusatz einer Lösung von 30 Teilen Trichlor- monomethylätheracetat gelöst. Je 50 Gewichtsteile der
    fluormethan in 131 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiiso- so erhaltenen Lösung werden dann mit a) 8,9 Ge-
    cyanat (90 %) erhält man einen zähen Hartschaumstoff wichtsteilen A11, b) 10 Gewichtsteilen A 5, c) 10 Ge-
    mit folgenden physikalischen Eigenschaften: wichtsteilen A 6 vermischt und die Lösungen auf
    τ, . ,. „Λ1 , , 45 Papier, Textil bzw. Metall aufgebracht. Beim Trocknen
    Raumgewicht 30 kg/m3 b/ Raumtemperatur ermt & man nach 24 StunderL
    c ^ ·ΐ· 1 ·ϊ υ ι™, 2 lösungsmittelfeste Überzüge, durch Einbrennen bei
    Schlagzähigkeit 0 3 cmkp/cm2 m ^ 22QaQ ^ ^ Trockentemperatur auf
    Warmebiegefestigkeit 140 C 2 g^^ bzw_ 15 Minuten reduziert we4Q_
    Beispiel 7 5° . .
    Beispiel 11
    70 Teile A 7 werden mit 30 Teilen eines aus Adipinsäure, Phthalsäureanhydrid, Ölsäure und Trimethylol- 100 Gewichtsteile A 5 werden unter Rühren mit propan hergestellten Polyesters (Hydroxylzahl 380), 125 Gewichtsteilen 4,4'-Diisocyanatodiphenylmethan 3 Teilen permethyliertem Diäthylentriamin, 0,5 Teilen 55 versetzt und in eine Form eingebracht. In exothermer Polysiloxan-Polyalkylenglykolester und 2 Teilen Na- Reaktion entsteht ein fester und unlöslicher Formtriumricinusölsulfat (50% Wasser) gründlich ver- körper,
    mischt.
    Nach Zumischen einer Lösung von 30 Teilen Tri- Patentanspruch:
    chlorfluormethan in 133 Teilen 4,4'-Diphenylmethan- 60
    diisocyanat (90%) erhält man einen feinporigen Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen Hartschaumstoff mit folgenden mechanischen Eigen- aufweisenden Kunststoffen, einschließlich Schaumschaften: stoffen, auf Grundlage von polyalkoxylierten
    Reaktionsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
    Raumgewicht 29 kg/m3 65 und Polyisocyanaten sowie gegebenenfalls VerDruckfestigkeit 1,9 kp/cm2 netzungsmitteln, Treibmitteln oder weiteren ZuSchlagzähigkeit 0,2cmkp/cm2 satzstoffen, unter Formgebung, dadurch ge-
    Wärmebiegefestigkeit 142° C kennzeichnet, daß als polyalkoxylierte
    9 10
    Reaktionsprodukte aus Phenolen und Aldehyden einer in o- und/oder p-Stellung zur OH-Gruppe
    solche, allein oder in Verbindung mit anderen befindlichen kondensationsfähigen C-H-Bindung
    Polyhydroxyverbindungen verwendet werden, die und b) Aldehyden erhalten worden sind.
    unterhalb 12O0C in situ durch Addition von
    Alkylenoxyden an im alkalischen wäßrigen Medium 5
    erhaltene Hydroxymethylphenole aus a) ein- In Betracht gezogene Druckschriften:
    und/oder mehrwertigen Phenolen mit mindestens Deutsche Auslegeschriften Nr. 1121 801, 1156 227.
    609 728/442 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEF45032A 1965-01-22 1965-01-22 Verfahren zur Herstellung von Urethangruppen aufweisenden Kunststoffen, einschliesslich Schaumstoffen Pending DE1229289B (de)

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