DE1227861B - Waeschestaerke - Google Patents
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Description
- Wäschestärke Die Erfindung betrifft eine Wäschestärke, der sogenannte Bügelhilfsmittel zugegeben sind, die der Wäsche einen besonders guten Glanz und Griff geben sollen und ein leichtes Gleiten des Bügeleisens auf der Wäsche erlauben.
- Es ist z. B. bekannt, dem Stärkepuder bis zu 250/( Borax beizumischen. Diese sogenannte Glanzstärke verleiht den Wäschestücken einen seidenmatten Glanz. Weiterhin finden vielfach Paraffine und synthetische Hartwachse entweder in fester Form oder aber in Form einer Ol-in-Wasser-Emulsion als Bügelhilfsmittel zusätzlich Verwendung. Diese Zusätze zu Stärkekleistern oder Lösungen schmelzen beim Bügeln unter der Temperatureinwirkung und verhindern das Ankleben der Wäschestücke an den blanken Flächen der Bügelmaschinen und am Bügeleisen und bewirken so ein leichteres Gleiten des Eisens über dem Stoff.
- In nachteiliger Weise können jedoch flüssige Präparate nicht mit Stärkepudern vermischt in den Handel gebracht, sondern dürfen erst beim Bereiten der Stärkeflotte zugesetzt werden. Die in fester Form verwendbaren Erzeugnisse, die in gemahlener Form oder in Stücken in den Handel kommen, müssen erst zusammen mit der Stärkesuspension aufgekocht werden, um ein Schmelzen des Wachses zu erreichen.
- Beim Rohstärkeverfahren, wie es heute sehr häufig in den Wäschereien durchgeführt wird, bringt der Zusatz von Wachsen oder Paraffinen Schwierigkeiten, da diese Produkte in Wasser nicht löslich sind und erst bei höherer Temperatur schmelzen und eine Öl-in-Wasser-Emulsion ergeben.
- Die Verwendung von Wachsen beim Kochstärkeverfahren hat den Nachteil, daß nach dem Abkühlen des Stärkekleisters auf diesem eine dünne Wachsschicht schwimmt. Beim Einstärken gelangt das Wachs ungleichmäßig verteilt in die Wäschestücke und kann dort zu Fett- bzw. Wachsflecken führen.
- Außerdem lassen sich die bekannten Bügelhilfsmittel nicht ohne weiteres aus dem Gewebe entfernen, da sich nur die Wachse durch das Alkali des Waschmittels verseifen lassen, und auch diese nur teilweise. Die Paraffine als höhere Kohlenwasserstoffe sind nicht verseifbar.
- Die erfindungsgemäße Verwendung von Polyäthylenoxyd als Bügelhilfsmittel gegenüber den obengenannten Präparaten weist wesentliche Vorteile auf. Polyäthylenoxyd ist wachs ähnlich, wobei sich der Wachscharakter jedoch lediglich auf die äußere Form beschränkt, es ist leicht schmelzbar und wasserlöslich. Die Vermischung des Polyäthylenoxyds erfolgt im gemahlenen Zustand mit Stärke- pudern. Hierdurch erhält man gebrauchsfertige Wäschestärken, die nicht erst bei der Verwendung mit einem Bügelhilfsmittel versehen zu werden brauchen. Die neuartigen Stärkemischungen können wahlweise im Rohstärkeverfahren oder im Kochstärkeverfahren Verwendung finden.
- Polyäthylenoxyd verteilt sich infolge seiner guten Wasserlöslichkeit in den Stärkeflotten gleichmäßig, so daß keine Gefahr der Wachsfleckenbildung in den Wäschestücken besteht. Außerdem läßt sich das Polyäthylenoxyd beim Waschen ohne weiteres aus dem Gewebe herausspülen, da es nicht erst verseift zu werden braucht.
- Bereits eine Konzentration von O,50/o Polyäthylenoxyd, berechnet auf Stärkemenge, ist ausreichend, um den Bügelvorgang wesentlich zu erleichtern. Das Bügeleisen gleitet selbst bei hoher Restfeuchtigkeit der Wäschestücke mühelos über das Gewebe, und auch ein Ankleben der Wäschestücke an den blanken Flächen der Bügelmaschinen oder am Bügeleisen wird hierdurch weitgehend verhindert. Das gebügelte Wäschestück weist einen leichten seidenmatten Glanz auf.
- Bei einer Konzentration von 1 bis 20/o Polyäthylenoxyd, berechnet auf Stärke, erhält das gestärkte Wäschestück neben den obengenannten vorteilhaften Eigenschaften noch einen angenehmen Griff, da sich hierbei die weichmacherartige Wirkung des Polyäthylenoxyds bemerkbar macht.
- Beispiel 1 995 g Reisstärkepuder werden mit 5 g Polyäthylenoxyd vermischt. Zum Einstärken von Wäsche werden 10 g der Mischung in 1 1 Wasser aufgekocht. Die Wirkung des Polyäthylenoxyds zeigt sich bei anschließendem Bügeln: Das Bügeleisen gleitet leicht über das Gewebe, ohne anzukleben. Nach dm Bügeln hat das Gewebe seidigen Glanz.
- B e i s p i e l 2 950 g Maisstärke werden mit 50 g-Polyäthylenoxyd vermischt. Von dieser Mischung werden 10 g in 1 1 kaltem Wasser aufgeschlämmt (Rohstärkeverfahren).
- Nach dem Bügeln der eingestärkten feuchten Wäsche ergibt sich ein seidenmatter Glanz sowie ein weicher, elastischer Finish.
Claims (1)
- Patentanspruch: Wäschestärke mit Bügelhilfsstoffen, enthaltend Stärkepuder mit einem Zusatz von 0,5 bis 10 Gewichtsprozent trocken beigemischtem Polyäthylenoxyd.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 812 783; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 780; USA.-Patentschriften Nr. 2 788 372, 7 876 125.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH46813A DE1227861B (de) | 1962-09-01 | 1962-09-01 | Waeschestaerke |
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Publications (1)
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| DE1227861B true DE1227861B (de) | 1966-11-03 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1227861B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2164850A1 (de) * | 1970-12-30 | 1972-07-20 | Kao Soap Co., Ltd., Tokio | Stärkemittel |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE812783C (de) * | 1949-01-28 | 1951-09-03 | Chemische Werke Huels G M B H | Verfahren zur Erhoehung der Waschbarkeit von verschmutzten Textilien |
| US2788372A (en) * | 1957-04-09 | Humectant product of condensation of | ||
| DE1095780B (de) * | 1957-02-20 | 1960-12-29 | Union Carbide Corp | Verfahren zum Schlichten von Garnen aus synthetischen oder natuerlichen Fasern oder Faeden |
| US7876125B1 (en) * | 2007-11-15 | 2011-01-25 | Lattice Semiconductor Corporation | Register data retention systems and methods during reprogramming of programmable logic devices |
-
1962
- 1962-09-01 DE DEH46813A patent/DE1227861B/de active Pending
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