DE1225611B - Vorrichtung zur intensivierten Granulierung pulverfoermiger Stoffe - Google Patents
Vorrichtung zur intensivierten Granulierung pulverfoermiger StoffeInfo
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- DE1225611B DE1225611B DEC22526A DEC0022526A DE1225611B DE 1225611 B DE1225611 B DE 1225611B DE C22526 A DEC22526 A DE C22526A DE C0022526 A DEC0022526 A DE C0022526A DE 1225611 B DE1225611 B DE 1225611B
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J2/00—Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
- B01J2/14—Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic in rotating dishes or pans
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
BOIj
Deutsche Kl.: 12 g-1/01
Nummer: 1225 611
Aktenzeichen: C 22526IV a/12 g
Anmeldetag: 14. Oktober 1960
Auslegetag: 29. September 1966
Die deutsche Patentschrift 1064482 beschreibt
einen Granulierteller. Dieser ist gekennzeichnet durch ein oder mehrere außerhalb des Tellers befestigte,
im ersten in Drehrichtung hinter dem Scheitelpunkt liegenden Quadranten eingreifende Granulierbleche,
die mit einer Kante entgegen der Drehrichtung auf dem Tellerboden aufsitzen, etwa bis zum Mittelpunkt
des Tellers reichen und in ihrer Neigung zum Tellerboden innerhalb des Winkelbereiches von 2 bis 45°
verstellbar sind.
Auch in die um den Innenraum des Tellers angebrachten sogenannten Kragenräume oder Ringkanäle
können in ihrer Neigung veränderliche, auf der Bodenfläche entgegen der Drehrichtung aufsitzende
und von außen, her befestigte Leitbleche eingehängt sein.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine weitere Ausbildung des Granuliertellers gemäß
Patent 1064 482. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des bzw. zusätzlich zu dem außerhalb
des Granuliertellers befestigten, von außen verstellbaren, auf den Tellerboden mit einer Kante aufsitzenden
Leitblech gemäß Patent 1064482 ein Leitblech, außerhalb des Granuliertellers befestigt und
von außen verstellbar, am Staurand des Granuliertellers in der Weise angebracht ist, daß es mit einer
Kante, entgegengesetzt zur Drehrichtung, im Winkel von 5 bis 70° verstellbar, auf dem Staurand aufsitzt.
Vorteilhaft wird das Leitblech an der linken Seite des sich im Uhrzeigersinn drehenden Granuliertellers
angebracht.
Auch dieses Leitblech ist als Fläche ausgebildet. Seine Funktion besteht nicht nur darin, den Strom
des zu granulierenden Gutes vom Staurand abzulenken, es wirkt vielmehr ebenfalls als Granulierfläche,
die der Strom des Granuliergutes in ihrer ganzen Ausdehnung passieren muß. Das Granuliergut
rollt über das Leitblech ab, wobei die Granulation weitergeht; die Resultate aus Fliehkraft einerseits,
aus Schwerkraft andererseits ergibt zwangläufig einen erheblich verlängerten Weg für das Granuliergut.
A b b. I a zeigt einen in dieser Weise ausgerüsteten Granulator im Schnitt,
Abb. Ib in der Aufsicht.
1 ist der Tellergranulator, dessen Staurand 4 hier relativ hoch ausgebildet ist, so daß der Granulator
zylindrische Form besitzt. In solchen Fällen, d. h., wenn das Verhältnis der Staurandhöhe zum Tellerboden
bis 1:1 wird, wirkt sich die Anordnung des Leitbleches 2 am Staurand 4 besonders günstig aus.
β deutet in Abb. Ib den Winkelbereich von 5 bis Vorrichtung zur intensivierten Granulierung
pulverförmiger Stoffe
pulverförmiger Stoffe
Zusatz zum Patent: 1064 482
Anmelder:
Chemische Werke Albert,
Wiesbaden-Biebrich, Albertstr. 10-14
Als Erfinder benannt:
Rüdiger Lothar von Reppert, Wiesbaden
70° an, innerhalb dessen das Leitblech zum Staurand verstellbar ist. — Ein Teller mit hohem Staurand
kann bei gleichem Durchmesser wesentlich mehr Granuliergut aufnehmen als ein flacher Teller
mit niedrigem Staurand.
An Stelle eines einzigen Leitbleches können mehrere Bleche in gleicher Weise am Staurand angebracht
werden.
Eine weitere Ausführimgsform der erfindungsgemäßen Granuliervorrichtung ist in A b b. II a im
Schnitt, in Abb. Hb in Aufsicht dargestellt. Auch hier bedeutet 1 den Tellergranulator, 2 ist das am
Staurand 4 angebrachte Leitblech, 3 ein weiteres Leitblech, das gemäß Patent 1064 482 mit einer
Kante auf dem Boden des Tellers aufsitzt. Hier ist also ein Leitblech gemäß vorliegender Erfindung mit
einem solchen gemäß Hauptpatent kombiniert. Beide Bleche können auch aus einem Stück gefertigt sein.
Beispiel (Abb. Ha und Hb)
In einem mit Ringkanal ausgestatteten Tellergranulator 1 mit einem Durchmesser von 1 m und
einem Staurand 4 von 50 cm Höhe ist ein Leitblech 2 von 15 · 40 cm im Winkel von 35° zum Staurand angebracht,
ferner ein weiteres Leitblech von 20 · 30 cm im Winkel von 20° zum Boden des Tellers gemäß
Hauptpatent. Mit einer Umlaufgeschwindigkeit von 30 Touren pro Minute wird kontinuierlich ein für die
Herstellung keramischer Boden- oder Wandfliesen übliches Gemisch aus Ton, Kaolin und Feldspat
unter Eindüsen von 14% Wasser in 15 bis 20 mm große Granalien übergeführt.
Die so erhaltenen Granalien werden in einem um den Innenraum des Granulators angebrachten, 15 cm
609 668/418
breiten und 20 cm tiefen Kragenraum mittels in die
umlauf ende Masse eingehängter Heißdampfdüsen auf einen Restwassergehalt von 6 bis 7% getrocknet.
Man erhält stündlich 1000 bis 1100 kg Granulat, das sich leicht handhaben läßt und nicht stäubt.
Das erfindungsgemäß am Staurand 4 angebrachte Leitblech 2 ennöglicht die für einen Granulator sehr
hohe Geschwindikeit von 30 Umdrehungen je Minute, denn das umlaufende Granuliergut kann nun nicht
mehr am Staurand haftenbleiben, sondern wird durch das Leitblech abgehoben, so daß es ständig der Rollbewegung
unterworfen ist. Mit dem gleichen Granulator ohne Leitbleche erhält man höchsten 700 bis
800 kg Granulat je Stunde.
Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung weicht in entscheidenden Punkten von der Kratzervorrichtung
gemäß der deutschen Patentschrift 1035 041 ab. Diese Kratzervorrichtung hat ausschließlich
die Aufgabe, den Boden und die Seitenwand des Granuliertellers sauber zu halten; sie besteht
aus kurzen, schmalen Blechstreifen, die fest aufsitzen.
Sobald das Granuliergut diese Streifen passiert hat, fällt es sofort.wieder auf den Tellerboden
oder Staufand zurück, der Fluß, der Weg des Gutes ändert sich damit nicht. Würde man den Granulierteller
gemäß dieser Patentschrift 1 035 041 schneller laufen lassen, blieben Art und Richtung des Granuliergutes
die gleiche, die Ausbeute an Fertiggut ließe sich deshalb auch nicht erhöhen.
Im Gegensatz hierzu sind die Leitbleche gemäß vorliegender Erfindung als Flächen ausgebildet; erst
dadurch wird es möglich, die Umlaufgeschwindigkeit des Tellers zu erhöhen und eine erheblich, größere
Ausbeute zu erhalten. Der Unterschied gegenüber der Vorrichtung nach Patentschrift 1 035 041 besteht
somit nicht nur im Bau, sondern auch in der Funktion und im davon abhängigen Effekt.
Claims (1)
- Patentansprüche:ο 1. Weitere Ausbildung des Granuliertellers gemäß Patent 1064482, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des bzw. zusätzlich zu dem außerhalb des Granuliertellers befestigten, von außen verstellbaren, auf dem Tellerboden mit einer Kante aufsitzenden Leitblech, gemäß Patent 1064 482 ein Leitblech, außerhalb des Granuliertellers befestigt und von außen verstellbar, am Staurand des Granuliertellers in der Weise angebracht ist, daß es mit einer Kante, entgegengesetzt zur Drehrichtung, im Winkel von 5 bis 70° verstellbar, auf dem Staurand aufsitzt,2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech an der linken Seite des sich im Uhrzeigersinn drehenden Granuliertellers angebracht ist.3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Leitbleche am Staurand angebracht sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1035 041.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 668/418 9.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC22526A DE1225611B (de) | 1960-10-14 | 1960-10-14 | Vorrichtung zur intensivierten Granulierung pulverfoermiger Stoffe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC22526A DE1225611B (de) | 1960-10-14 | 1960-10-14 | Vorrichtung zur intensivierten Granulierung pulverfoermiger Stoffe |
| FR872791A FR1300454A (fr) | 1961-09-09 | 1961-09-09 | Perfectionnements aux granulateurs à cuve rotative |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1225611B true DE1225611B (de) | 1966-09-29 |
Family
ID=25969342
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC22526A Pending DE1225611B (de) | 1960-10-14 | 1960-10-14 | Vorrichtung zur intensivierten Granulierung pulverfoermiger Stoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1225611B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1035041B (de) | 1956-08-15 | 1958-07-24 | Zementanlagenbau Veb | Granulierteller zum Granulieren von Zementrohmehl oder aehnlichen, einem Brennprozess zu unterziehenden Materialien |
-
1960
- 1960-10-14 DE DEC22526A patent/DE1225611B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1035041B (de) | 1956-08-15 | 1958-07-24 | Zementanlagenbau Veb | Granulierteller zum Granulieren von Zementrohmehl oder aehnlichen, einem Brennprozess zu unterziehenden Materialien |
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