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DE1223510B - Verfahren zur Herstellung von Flachglas - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Flachglas

Info

Publication number
DE1223510B
DE1223510B DEP32603A DEP0032603A DE1223510B DE 1223510 B DE1223510 B DE 1223510B DE P32603 A DEP32603 A DE P32603A DE P0032603 A DEP0032603 A DE P0032603A DE 1223510 B DE1223510 B DE 1223510B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bath
glass
layer
atmosphere
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP32603A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pilkington Group Ltd
Original Assignee
Pilkington Brothers Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pilkington Brothers Ltd filed Critical Pilkington Brothers Ltd
Publication of DE1223510B publication Critical patent/DE1223510B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B18/00Shaping glass in contact with the surface of a liquid
    • C03B18/02Forming sheets
    • C03B18/18Controlling or regulating the temperature of the float bath; Composition or purification of the float bath

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C03b
Deutsche Kl.: 32 a -19/00
Nummer: 1223 510
Aktenzeichen: P 32603 VI b/32 a
Anmeldetag: 17. September 1963
Auslegetag: 25. August 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Flachglas, bei dem das Glas auf einem Bad aus geschmolzenem Metall getragen wird. Das Bad kann beispielsweise aus geschmolzenem Zinn oder einer Zinnlegierung mit einem spezifischen Gewicht, das größer als das des Glases ist, bestehen. Ein für diese Zwecke geeignetes Bad ist in der deutschen Patentschrift 1010 247 beschrieben. Um die beiderseitig der Kanten des Glasbandes liegenden Oberflächen des Bades zu schützen, ist der Raum über dem Bad mit einer Schutzatmosphäre gefüllt. Diese Schutzatmosphäre ist gewöhnlich eine reduzierende Atmosphäre und gelangt auch in die keilförmigen Räume zwischen dem Glasband und dem Bad an den Stellen, an denen das Band auf das Bad gelangt und von diesem ausgetragen wird.
Indessen können die frei liegenden Oberflächen des Bades durch Sauerstoff und/oder Schwefel verunreinigt werden, die in Spuren ihren Weg in den Raum oberhalb des Bades finden können.
Die Erfindung bezweckt, einen zusätzlichen Schutz der Oberfläche des geschmolzenen Metallbades zu erzielen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Oberfläche des Bades, die nicht mit dem Glas in Berührung steht, zum mindesten im Bereich des Austragendes des Bades mit einer Schicht aus einem Material bedeckt wird, das weder mit dem geschmolzenen Metall noch mit dem Glas reagiert, wodurch ein zusätzlicher Schutz des Metallbades gegen die Einwirkung von Stoffen aus der Atmosphäre erzielt wird.
Es ist anzunehmen, daß freier Sauerstoff und Schwefel aus dem Raum über dem Bad am Einlaßende des Bades, an dem Temperaturen in der Größenordnung von 1000° C herrschen, durch Reduktion durch die heiße reduzierende Atmosphäre entfernt werden können. Am anderen Ende des Bades, wo das Glasband aus dem Bad ausgetragen wird, beträgt die Temperatur etwa 600° C, so daß das Glasband, genügend verfestigt, unbeschädigt durch mechanische Mittel ausgetragen werden kann. Bei dieser niedrigen Temperatur im Raum oberhalb des Bades am Auslaßende des Bades können Spuren von verunreinigenden Gasen in der Atmosphäre nicht durch die reduzierende Atmosphäre entfernt werden.
Ein bevorzugter Werkstoff zur Bildung der Schicht auf der Badoberfläche gemäß der Erfindung ist Kohlenstoff, der in der Form von feinen Graphitflocken verwendet wird und eine Schicht auf der Oberfläche des Bades bildet, die im wesentlichen inert gegen die Gase in dem Raum oberhalb des Verfahren zur Herstellung von Flachglas
Anmelder:
Pilkington Brothers Limited,
Liverpool, Lancashire (Großbritannien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. K. Walther, Patentanwalt,
Berlin 19, Bolivarallee 9
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. September 1962
(35 902)
Bades ist. Kohlenstoff reagiert nicht in schädlicher Weise mit dem geschmolzenen Metall des Bades, gewöhnlich Zinn, oder mit dem Glas, das längs des Bades fortbewegt wird.
a5 Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird z. B. eine Vorrichtung, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 010 247 beschrieben ist, verwendet. Bei dieser Vorrichtung ist in einem Behälter ein Bad aus geschmolzenem Zinn oder einer Zinnlegierung enthalten. In dem Raum oberhalb des Bades ist eine Schutzatmosphäre aufrechterhalten. Längs des Bades wird Glas in Bandform vorwärts bewegt, und erfindungsgemäß wird Kohlenstoff in Form feiner Graphitflocken verwendet, um eine Schicht zu bilden, die die Badoberfläche, die nicht von dem Glasband bedeckt ist, in einer Stärke von ungefähr 5 mm zu bedecken.
Die Schicht aus Kohleteilchen kann sich über die ganze frei liegende Badoberfläche erstrecken, d. h.
bis zu deren heißen Ende und unter das Glas, wo dieses auf das Bad zugeführt wird. Die reduzierende Atmosphäre, die in dem Raum oberhalb des Bades aufrechterhalten wird, schützt den Kohlenstoff gegen Verbrennen.
Der Schutzwerkstoff wird vorzugsweise auf die Badoberfläche aus einer Vorratskammer zugeteilt, die mit dem Raum oberhalb des Bades in Verbindung steht. Dieser Kammer wird Schutzgas zugeführt, um den Eintritt der Außenluft in die Kammer zu verhindern. Der Schutzwerkstoff wird längs des Bades durch das Fortschreiten des Glasbandes mitgenommen und kann von der Badoberfläche durch eine
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geeignete abgedichtete Kammer am Auslaßende des Bades entfernt werden. Die Schicht aus Schutzwerkstoff wird also dauernd erneuert, und es können Einrichtungen vorgesehen sein, die sichern, daß keine Lücken in der Schicht des Schutzwerkstoffes längs des Glases und unter dem Glas am Einlaß- und Auslaßende des Bades entstehen.
Eine solche Schicht aus Schutzwerkstoff nach der Erfindung kann auch auf die Badoberfläche bei einem Verfahren zur Herstellung von Flachglas aufgebracht werden, bei dem das Glas in flüssiger Form auf das Bad aufgebracht wird und dort eine Querbewegung ausführen kann, ohne die Seiten des Badbehälters zu berühren, um auf diese Weise ein Glasband zu bilden, das fortschreitend längs des Bades fortbewegt wird. Zur Abdeckung des Bades können Kohlepartikelchen verwendet werden, selbst wenn ein Querfluß des Glases stattfindet, da diese die Bewegung des Glases weder stören noch verhindern, weil die Schicht des Werkstoffes nur dünn ist und der Kohlenstoff nicht am Glas haftet. Die Schutzschicht auf dem Bade wird also dauernd aufrechterhalten, wenn auch Änderungen in der Breite des Körpers oder des Glasbandes während der Fortbewegung eintreten.
Als weitere Werkstoffe für die Bildung der Schutzschicht auf der Oberfläche des Bades gemäß der Erfindung sind ferner feuerfeste Werkstoffe geeignet, z. B. Tonerde, Kieselerde oder Kieselgur. Ferner kann auch Glas mit einem hohen Schmelzpunkt verwendet werden.
Zur Bildung der Schicht aus einem Schutzwerkstoff können auch gewisse Salze Verwendung finden, z. B. Natriumchlorid oder Kaliumchlorid. Die Verwendung dieser Salze ist jedoch auf das kalte Ende des Bades beschränkt, da sie ihre körnige Struktur am heißen Ende des Bades nicht aufrechterhalten. Falls es erwünscht ist, können auch die Schichten aus Kohlenstoff oder feuerfesten Werkstoffen auf das kalte Ende des Bades beschränkt sein. Die Verwendung der Schutzschicht nur am kalten Ende des Bades gibt bereits einen genügenden zusätzlichen Schutz für das Bad, wenn nur sehr geringe Spuren von Sauerstoff und Schwefel in der Schutzatmosphäre ίο oberhalb des Bades enthalten sind.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Flachglas, bei dem das Glas auf einem Bad aus geschmolzenem Metall getragen wird, über dem eine Schutzatmosphäre aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Bades, die nicht mit dem Glas in Berührung steht, mindestens im Bereich des Austragsendes des Bades mit einer Schicht aus einem Material bedeckt wird, das weder mit dem geschmolzenen Metall noch mit dem Glas reagiert, wodurch ein zusätzlicher Schutz des Metallbades gegen die Einwirkung von Stoffen aus der Atmosphäre erzielt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; daß die Schicht aus Kohlenstoff in Form von Graphitflocken besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht aus einem feuerfesten Stoff, wie Tonerde, Kieselerde oder Kieselgur oder einer Mischung solcher Stoffe, besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht aus Natriumchlorid oder Kaliumchlorid besteht.
609 657/73 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEP32603A 1962-09-20 1963-09-17 Verfahren zur Herstellung von Flachglas Pending DE1223510B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB35902/62A GB1061812A (en) 1962-09-20 1962-09-20 Improvements in or relating to the manufacture of flat glass

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1223510B true DE1223510B (de) 1966-08-25

Family

ID=10382813

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP32603A Pending DE1223510B (de) 1962-09-20 1963-09-17 Verfahren zur Herstellung von Flachglas

Country Status (7)

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US (1) US3356475A (de)
AT (1) AT246947B (de)
BE (1) BE637656A (de)
DE (1) DE1223510B (de)
ES (1) ES291784A1 (de)
FR (1) FR1369702A (de)
GB (1) GB1061812A (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3332763A (en) * 1964-10-16 1967-07-25 Ford Motor Co Process for manufacture of glass
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Family Cites Families (1)

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DE1050028B (de) * 1955-03-08 1900-01-01

Also Published As

Publication number Publication date
AT246947B (de) 1966-05-10
ES291784A1 (es) 1964-03-01
BE637656A (de) 1964-03-20
US3356475A (en) 1967-12-05
GB1061812A (en) 1967-03-15
FR1369702A (fr) 1964-08-14

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