DE1223510B - Verfahren zur Herstellung von Flachglas - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FlachglasInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C03B18/18—Controlling or regulating the temperature of the float bath; Composition or purification of the float bath
Landscapes
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- Glass Compositions (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C03b
Deutsche Kl.: 32 a -19/00
Nummer: 1223 510
Aktenzeichen: P 32603 VI b/32 a
Anmeldetag: 17. September 1963
Auslegetag: 25. August 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Flachglas, bei dem das Glas auf
einem Bad aus geschmolzenem Metall getragen wird. Das Bad kann beispielsweise aus geschmolzenem
Zinn oder einer Zinnlegierung mit einem spezifischen Gewicht, das größer als das des Glases ist, bestehen.
Ein für diese Zwecke geeignetes Bad ist in der deutschen Patentschrift 1010 247 beschrieben. Um die
beiderseitig der Kanten des Glasbandes liegenden Oberflächen des Bades zu schützen, ist der Raum
über dem Bad mit einer Schutzatmosphäre gefüllt. Diese Schutzatmosphäre ist gewöhnlich eine reduzierende
Atmosphäre und gelangt auch in die keilförmigen Räume zwischen dem Glasband und dem
Bad an den Stellen, an denen das Band auf das Bad gelangt und von diesem ausgetragen wird.
Indessen können die frei liegenden Oberflächen des Bades durch Sauerstoff und/oder Schwefel verunreinigt
werden, die in Spuren ihren Weg in den Raum oberhalb des Bades finden können.
Die Erfindung bezweckt, einen zusätzlichen Schutz der Oberfläche des geschmolzenen Metallbades zu
erzielen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Oberfläche des Bades, die nicht mit dem Glas in
Berührung steht, zum mindesten im Bereich des Austragendes des Bades mit einer Schicht aus einem
Material bedeckt wird, das weder mit dem geschmolzenen Metall noch mit dem Glas reagiert, wodurch
ein zusätzlicher Schutz des Metallbades gegen die Einwirkung von Stoffen aus der Atmosphäre erzielt
wird.
Es ist anzunehmen, daß freier Sauerstoff und Schwefel aus dem Raum über dem Bad am Einlaßende
des Bades, an dem Temperaturen in der Größenordnung von 1000° C herrschen, durch Reduktion
durch die heiße reduzierende Atmosphäre entfernt werden können. Am anderen Ende des Bades,
wo das Glasband aus dem Bad ausgetragen wird, beträgt die Temperatur etwa 600° C, so daß das Glasband,
genügend verfestigt, unbeschädigt durch mechanische Mittel ausgetragen werden kann. Bei dieser
niedrigen Temperatur im Raum oberhalb des Bades am Auslaßende des Bades können Spuren von verunreinigenden
Gasen in der Atmosphäre nicht durch die reduzierende Atmosphäre entfernt werden.
Ein bevorzugter Werkstoff zur Bildung der Schicht auf der Badoberfläche gemäß der Erfindung ist
Kohlenstoff, der in der Form von feinen Graphitflocken verwendet wird und eine Schicht auf der
Oberfläche des Bades bildet, die im wesentlichen inert gegen die Gase in dem Raum oberhalb des
Verfahren zur Herstellung von Flachglas
Anmelder:
Pilkington Brothers Limited,
Liverpool, Lancashire (Großbritannien)
Liverpool, Lancashire (Großbritannien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. K. Walther, Patentanwalt,
Berlin 19, Bolivarallee 9
Berlin 19, Bolivarallee 9
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. September 1962
(35 902)
Großbritannien vom 20. September 1962
(35 902)
Bades ist. Kohlenstoff reagiert nicht in schädlicher Weise mit dem geschmolzenen Metall des Bades,
gewöhnlich Zinn, oder mit dem Glas, das längs des Bades fortbewegt wird.
a5 Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird z. B. eine Vorrichtung, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 010 247 beschrieben ist,
verwendet. Bei dieser Vorrichtung ist in einem Behälter ein Bad aus geschmolzenem Zinn oder einer
Zinnlegierung enthalten. In dem Raum oberhalb des Bades ist eine Schutzatmosphäre aufrechterhalten.
Längs des Bades wird Glas in Bandform vorwärts bewegt, und erfindungsgemäß wird Kohlenstoff in
Form feiner Graphitflocken verwendet, um eine Schicht zu bilden, die die Badoberfläche, die nicht
von dem Glasband bedeckt ist, in einer Stärke von ungefähr 5 mm zu bedecken.
Die Schicht aus Kohleteilchen kann sich über die ganze frei liegende Badoberfläche erstrecken, d. h.
bis zu deren heißen Ende und unter das Glas, wo dieses auf das Bad zugeführt wird. Die reduzierende
Atmosphäre, die in dem Raum oberhalb des Bades aufrechterhalten wird, schützt den Kohlenstoff gegen
Verbrennen.
Der Schutzwerkstoff wird vorzugsweise auf die Badoberfläche aus einer Vorratskammer zugeteilt,
die mit dem Raum oberhalb des Bades in Verbindung steht. Dieser Kammer wird Schutzgas zugeführt, um
den Eintritt der Außenluft in die Kammer zu verhindern. Der Schutzwerkstoff wird längs des Bades
durch das Fortschreiten des Glasbandes mitgenommen und kann von der Badoberfläche durch eine
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geeignete abgedichtete Kammer am Auslaßende des Bades entfernt werden. Die Schicht aus Schutzwerkstoff
wird also dauernd erneuert, und es können Einrichtungen vorgesehen sein, die sichern, daß keine
Lücken in der Schicht des Schutzwerkstoffes längs des Glases und unter dem Glas am Einlaß- und Auslaßende
des Bades entstehen.
Eine solche Schicht aus Schutzwerkstoff nach der Erfindung kann auch auf die Badoberfläche bei
einem Verfahren zur Herstellung von Flachglas aufgebracht werden, bei dem das Glas in flüssiger Form
auf das Bad aufgebracht wird und dort eine Querbewegung ausführen kann, ohne die Seiten des Badbehälters
zu berühren, um auf diese Weise ein Glasband zu bilden, das fortschreitend längs des Bades
fortbewegt wird. Zur Abdeckung des Bades können Kohlepartikelchen verwendet werden, selbst wenn ein
Querfluß des Glases stattfindet, da diese die Bewegung des Glases weder stören noch verhindern,
weil die Schicht des Werkstoffes nur dünn ist und der Kohlenstoff nicht am Glas haftet. Die Schutzschicht
auf dem Bade wird also dauernd aufrechterhalten, wenn auch Änderungen in der Breite des Körpers
oder des Glasbandes während der Fortbewegung eintreten.
Als weitere Werkstoffe für die Bildung der Schutzschicht auf der Oberfläche des Bades gemäß der Erfindung
sind ferner feuerfeste Werkstoffe geeignet, z. B. Tonerde, Kieselerde oder Kieselgur. Ferner
kann auch Glas mit einem hohen Schmelzpunkt verwendet werden.
Zur Bildung der Schicht aus einem Schutzwerkstoff können auch gewisse Salze Verwendung finden,
z. B. Natriumchlorid oder Kaliumchlorid. Die Verwendung dieser Salze ist jedoch auf das kalte Ende
des Bades beschränkt, da sie ihre körnige Struktur am heißen Ende des Bades nicht aufrechterhalten.
Falls es erwünscht ist, können auch die Schichten aus Kohlenstoff oder feuerfesten Werkstoffen auf das
kalte Ende des Bades beschränkt sein. Die Verwendung
der Schutzschicht nur am kalten Ende des Bades gibt bereits einen genügenden zusätzlichen
Schutz für das Bad, wenn nur sehr geringe Spuren von Sauerstoff und Schwefel in der Schutzatmosphäre
ίο oberhalb des Bades enthalten sind.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Flachglas, bei dem das Glas auf einem Bad aus geschmolzenem
Metall getragen wird, über dem eine Schutzatmosphäre aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Bades, die nicht mit dem Glas in Berührung steht, mindestens im Bereich des Austragsendes
des Bades mit einer Schicht aus einem Material bedeckt wird, das weder mit dem geschmolzenen
Metall noch mit dem Glas reagiert, wodurch ein zusätzlicher Schutz des Metallbades gegen die
Einwirkung von Stoffen aus der Atmosphäre erzielt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet;
daß die Schicht aus Kohlenstoff in Form von Graphitflocken besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht aus einem feuerfesten
Stoff, wie Tonerde, Kieselerde oder Kieselgur oder einer Mischung solcher Stoffe, besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht aus Natriumchlorid oder Kaliumchlorid besteht.
609 657/73 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
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