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Ki~äftärilage
Schwungkranz des Schwungrades der Aubkolbenbrennkraftmaschine auf seiner der Hubkolbenbrennkraftmaschine
zugewandten Seite über einen gegenüber der Breite des Schwungkranzes schmalen Fliüi'sch
an der Kurbelwelle befestigt ist, so daß das Sc'fiwunäräd auf seiner von der Hubkolbenbrennkraftmaschine
abgewandten Seite einen freien Raum in *ich einschließt.
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Zur Unterbringung einer Kraftanlage steht vielfach nur wenig Raum
zur Verfügung. Dies trifft insbesondeie für Schifskraftaillägen zu. Eine Erschwerung
im Hinblick auf die Unterbringung der Kraftanlage ist bei Schiffskraftanlagen dadurch
gegeben, daß außer dem Abtrieb für die Schraubenwelle noch Nebenabtriebe für Winden
od. dgl. vorgesehen werden sollen.
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Hydrostatische Nebenabtriebe sind im Schlepperbau bekannt (britische
Patentschrift 764 798; deutsche Äuslegeschrift 1024 811). In diesen Fällen wird
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doch der räumlichen Anordnung der hydrostatischen Übertragungselemente
in bezug auf eine günstige Raumausnutzung keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Eine raumsparende Konstruktion ist bei Schiffskraftanlagen in größerem Maße erforderlich,
da der Raum für Nebenabtriebe äußerst begrenzt ist. Hinzu kommt, daß von der Brennkräftmaschine
eine Reihe von Pumpen angetrieben werden muß.
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Durch die österreichische Patentschrift 186 061 ist es ferner bekannt,
in dem freien Raum des Schwungrades einer Brennkraftmaschine, insbesondere zum Antrieb
von Fahrrädern, einen Lichtlnagnetzünder anzuordnen. Lichtmagnetzünder sind Hilfsaggregate
der Brennkraftmaschine, die nicht für die Abgabe der zum Antrieb von Winden erforderlichen
Leistungen geeignet sind. Außerdem ist diese Anordnung nur für Brennkraftmaschinen
kleiner Leistung möglich.
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Für die Nebenabtriebe wird bei einer Kraftanlage der eingangs näher
beschriebenen Art kein besonderer Raum beansprucht, wenn gemäß der Erfindung die
Antriebselemente für einen hydrostatischen Nebenabtrieb in dem freien Raum des Schwungrades
angeordnet sind. Die erfindungsgemäße Anbrdnung hat den Vorteil, daß bei geringem
Kosten- und Räumaufwand auch große Leistungen abgezweigt und vom Hauptantrieb unabhängig
entnommen weiden können, und daß der Nebenabtrieb vollständig unabhängig von der
Bauart der Brennkraftmaschinesogar nachträglich eingebaut werden kann. Dazu kann
es zwbckmäßig sein, daß die Kurbelwelle über den Flansch zur Befestigung des Schwungrades
hinaus verlängert ist, etwa bis zur äußeren Begrenzung einer das Schwungrad umgebenden
Glocke und dort einen Kuppelflansch öd. dgl. aufweist. Hierdurch wird der Vorteil
erzielt, daß im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Nebenabtrieb der Abtrieb
der Schraubenwelle in keiner Weise behindert ist.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
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Die A b b. 1 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch die Hälfte
des Schwungrades einer Hubkolbenbrennkraftmaschine und deren näherer Umgebung; Die
A b b: 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie II-lI in A b b. 1.
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Die A b b. 3 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch die Hälfte
des Schwungrades einer Hubkolbenbrennkraftmaschine und deren näherer Umgebung bei
einer anderen Ausführungsform; Die A b b. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV
in A b b. 3.
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Das in A b b. 1 dargestellte Schwungrad 1 ist das Schwungrad einer
Hubkolbenbrennkraftmaschine 18, welche die Kraftquelle einer Kraftanlage ist. Die
Kurbelwelle dieser Hubkolbenbrennkraftmaschine 18 ist mit 2 bezeichnet. Der Schwungkranz
3 des Schwungrades 1 ist auf seiner der Hubkolbenbrennkraftmaschine 18 zugewandten
Seite über einen gegenüber der Breite des Schwungkranzes 3 schmalen Flansch 4 an
der Kurbelwelle 2 mit Hilfe von Schrauben 5 befestigt. Dadurch ist es möglich, daß
das
Schwungrad 1 auf seiner von der Hubkolbenbrennkraftmaschine
18 abgewandten Seite einen freien Raum 6 einschließt. In diesem freien Raum 6 sind
hydrostatische übertragungselemente für einen Nebenabtrieb angeordnet.
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In dem freien Raum 6 des Schwungrades ist die Pumpe einer hydrostatischen
Kraftübertragung angeordnet. Die Pumpe hat einen. oder mehrere in radialer Richtung
zur Kurbelwelle bewegbaren Kolben 7, die von der Kurbelwelle 2 aus mit Hilfe eines
auf der Kurbelwelle 2 angeordneten Exzenters 8 angetrieben werden. Zu diesem Zweck
stehen die Kolbenstangen 9 der' Kolben 7 mit dem Exzenter 8 über einen Stößelantrieb
in kraftschlüssiger Verbindung. Der Stößelantrieb besteht aus einem in die Kolbenstange
9 eingeschraubten Stößel 10, der sich an seinem im Exzenter 8 zugewandten Seite
über eine Laufrolle 11 gegen den Exzenter 8 abstützt. Die Bewegung des Kolbens 7
durch den Exzenter 8 erfolgt entgegen der Kraft einer Feder 12, die sich in einem
napfförmigen Teil 13 der Kolbenstange 9 und gegen den Deckel 14 des Zylinders 15
abstützt, in welchem der Kolben 7 arbeitet. An Stelle des Exzenters 8 kann auch
ein Nocken treten. An den Zylinder 15 sind zwei Leitungen 16 und 17 angeschlossen,
von denen die eine die Saugleitung und die andere die Druckleitung des hydrostatischen
Systems bildet. Es ist ohne weiteres verständlich, daß es zur stufenlosen Druckbildung
möglich ist, eine Reihe von Kolben 7 sternförmig auf den Umfang der Kurbelwelle
2 anzuordnen: Alle Kolben 7 arbeiten dann in an sich bekannter Weise in ein und
dasselbe hydrostatische System hinein, welches an den Maschinen, die noch. nebenher
angetrieben werden müssen, hydrostatische Antriebsmotoren aufweist.
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Der oder die Zylinder 15 werden von einer das Schwungrad 1 umgebenden
und am Maschinengestell der Hübkolbenbrennkraftmaschine 18 befestigten Glocke
19 ortsfest gehalten. Zu diesem Zweckhaben die Zylinder 15 Ansätze 20- mit
Befestigungsflanschen 21, die an der Innenseite der radial gerichteten Wand 22 der
Glocke 19 anliegen und mit dieser Wand verschraubt sind. Aus der A b b. 2 sind die
Löcher 23 zur Hindurchführung der Befestigungsschrauben zu ,erkennen.
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Wie die A b b. 1- erkennen läßt, ist die Kurbelwelle 2 über den Flansch
24 zur Befestigung des Schwungrades 1-hinaus verlängert bis zur äußeren Begrenzung
der das Schwungrad 1 umgebenden Glocke 19, und weist dort einen Kuppel$ansch 25
für die Hauptkraftabnahme auf.
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Die Ausführungsform der Erfindung nach -den A b b. 3 und 4 unterscheidet
sich von der Ausführungsform nach den A b b. 1 und 2 in der Hauptsacke nur dadurch,
daß die sternförmig angeordneten Kolben, die zusammen mit ihren Zylindern den primären
Teil des hydrostatischen Nebenabtriebsystems bilden, nicht von der Kurbelwelle aus,
sondern vom Schwungrad aus :angetrieben werden. Zu diesem Zweck hat das Schwungrad
26 an seiner Innenseite einen Innenexzenter 27, der zum Antrieb der sternförmig
angeordneten Kolben 28 dient. Die Zylinder 29 der Kolben 28 sind auf einer Verlängerung
30 der Kurbelwelle 31 zentriert und sind mit der das Schwungrad 26 umgebenden Glocke
32 in einem Stück gegossen. Der Antrieb der Kolben 28 erfolgt sinngemäß in der gleichen
Weise wie der Antrieb der Kolben 7 nach den A b b. 1 und 2. Die Zylinder 29 sind
wiederum jeweils mit einer Ansaugleitung 33 und einer Druckleitung 34 versehen.
An Stelle des Innenexzenters 27 kann selbstverständlich. auch ein Innennocken treten.
Die Verlängerung 30 der Kurbelwelle ist zusammen mit dem. Flansch 35 des Schwungrades
26 -über Schrauben 36 mit der Kurbelwelle 31 verbunden. Durch die einstöckige Verbindung
der Zylinder 29 mit der Glocke 32 ist es. notwendig, für die Hauptkraftabnahme am
äußeren Ende 37 der Verlängerung 30 des Schwungrades einen Kuppelflansch 38 zu befestigen.