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Einrichtung zum Vermeiden fehlerhaften Eintritts von Papierbogen in
Druckmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Vermeiden fehlerhaften
Eintritts von Papierbogen in Druckmaschinen, bei der die einzuführenden Bogen vor
ihrem Eintritt in die Druckmaschine durch lichtelektrische Mittel abgetastet werden,
die bei unkorrekter Bogenzuführung einen elektrischen Schaltirnpuls abgeben Derartige
Einrichtungen sind bekannt. Wird einer solchen bekannten Maschine beispielsweise
ein schiefliegender Bogen zugeführt, so ist ein Stillsetzen der Maschine unvermeidlich.
Auch das Auftreten von Doppelbogen soll mit dieser bekannten Maschine vermieden
werden. Auch hier ist dies aber nur möglich, indem die Druckmaschine vorübergehend
angehalten wird.
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Zwar ist auch schon eine Vorrichtung bekannt, mit der ein Doppelbogen
erfaßt und ausgesondert wird, ohne daß dabei ein Stillstand der Maschine notwendig
ist, jedoch verwendet diese bekannte Vorrichtung nicht die oben angegebenen Merkmale,
nämlich lichtelektrische Mittel zum Abtasten der Bogen, sondern komplizierte mechanische
Einrichtungen, die den Herstellungsaufwand erheblich vergrößern und naturgemäß eine
Störanfälligkeit bedingen. Diese bekannte Einrichtung ist andererseits auch nur
in der Lage, einen Doppelbogen zu erfassen und auszusondern, jedoch kann der Fehler,
der sich bei schräg- bzw. schiefliegende Bogen ergibt, nicht vermieden werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, die den bekannten Vorrichtungen
anhaftenden Nachteile zu vermeiden und insbesondere eine möglichst einfache Einrichtung
zum Vermeiden fehlerhaften Eintritts von Papierbogen in Druckmaschinen zu schaffen,
die unter Verwendung von lichtelektrischen Mitteln betriebssicher und störunanfällig
arbeitet, d. h. sowohl Doppelbogen als auch schiefliegende Bogen aussondert,
ohne daß ein Stillsetzen der Maschine nötig ist.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß drei auf Fotozellen
gerichtete Lichtstrahlen die Bogenvorderkante abtasten, von denen die mittlere Fotozelle
die Gegenwart von zwei Bogen signalisiert, während zwei beiderseits der mittleren
Fotozelle angeordnete Fototzellen die Abweichungen der Bogen gegenüber den Vordermarken
und das Fehlen von Bogen signalisieren, und daß die Impulse der fotoelektrischen
Zellen eine gemeinsame mechanische Ablenkvorrichtung betätigen und eine elektromagnetische
Drucklösung zwischen Druckformzylinder und Gegendruckwalze bewirken.
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Durch die Ablenkvorrichtung werden fehlerhafte Bogen ausgesondert.
Durch die Drucklösung wird vermieden, daß die nachfolgenden Bogen infolge Verschmutzung
der Gegendruckwalze beidseitig bedruckt werden. Die erfindungsgemäße Einrichtung
arbeitet auch noch bei höchsten Arbeitsgeschwindigkeiten betriebssicher.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß durch
die Impulse der fotoelektrischeu Zellen ein Elektromagnet betätigt wird, der auf
einer Welle sitzende Schwenkhebel verschwenkt, die schräg oder schief eintretende
Bogen erfassen. Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Einrichtung durch Betätigung
eines von der Maschine über einen Nocken betätigten Kontaktes zeitlich einstellbar.
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Der Schutz erstreckt sich nur auf die gleichzeitige und gemeinsame
Anwendung der im Patentanspruch enthaltenen Merkmale.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine perspektivische Ansicht
einer Vorrichtung, wie sie an der Druckmaschine angebracht wird, F i g. 2
ein elektrisches Schaltschema.
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Gemäß der Erfindung besitzt die Vorrichtung eine Einrichtung, bestehend
aus einer Lichtquelle und einer fotoelektrischen Zelle, welche die Gegenwart von
zwei aufeinanderliegenden Bogen signalisiert, sowie eine Einrichtung 2, bestehend
aus einer weiteren Lichtquelle und einer fotoelektrischen Zelle, welche die Abweichung
der Kante des Bogens gegenüber dem Bogenanschlag signalisiert bzw. das Fehlen eines
Bogens, und einer Einrichtung 3, die ebenfalls eine
Lichtquelle
und eine fotoelektrische Zelle besitzt, welche die Abweichung der anderen Bogenkante
gegenüber dem Bogenanschlag, bzw. das Fehlen des Bogens signalisiert.
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Die Einrichtung 1 arbeitet dauernd, während die Einrichtungen
2 und 3 abwechselnd arbeiten, je nach Stellung des Bogens, wenn dieser
den Anschlag erreicht, und zwar an der rechten Seite oder der linken Seite der Druckmaschine.
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Die fotoelektrische Zelle der Vorrichtung 1 wirkt auf das Gitter
einer Elektronenröhre 4, und die fotoelektrischen Zellen der Einrichtungen 2 und
3 wirken auf eine Elektronenröhre 5.
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In dem Anodenkreis der beiden Röhren ist ein Relais 6 als gemeinsame
Belastung angeordnet, welches die Spannungszufuhr der Wicklung eines Zwischenrelais
18 mittels eines Kontaktes 7 steuert.
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Das Zwischenrelais 8 steuert durch seinen Kontakt
9 die Spannung der Wicklung eines Elektromagneten 10, welcher den
Druck des Zylinders 10 löst, während durch einen anderen Kontakt
11 es die Spannungszufuhr einerWicklung eines selbsthaltenden Relais 2 steuert,
welches die Spannung eines Elektromagneten 13 unterbricht, die während der
Arbeit der Maschine zugeführt wird.
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Durch einen Hebel 14 betätigt der Elektromagnet 13 die Welle
15, auf welcher Schwenkhebel 16 montiert sind. Die Bewegung dieser
Schwenkhebel ermöglicht die Führung des Bogens in zwei verschiedenen Richtungen.
g Die inkorrekt eintretenden Papierbogen, die durch die Schwenkhebel 16 ausgetrieben
werden, werden während des Transportes durch die Tragrollen 17 und die Druckrollen
18 zum Stapelgehäuse 19 geführt, woselbst sie gesammel werden.
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. Die Transportrollen 17 sitzen an einer Welle 20, die
durch einen Riemenantrieb gedreht wird.
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In dem Zuleitungsstromkreis der Wicklung 12 des Zwischenrelais ist
ein Kontakt 22 vorgesehen. Dieser Kontakt wird durch einen Nocken 23 betätigt,
welcher das Fließen des Kontaktes 23 in dem Zuleitungsstromkreis der Wicklung
des Elektromagneten 13
zeitlich abstimmt. Der Nocken 23 ist mit der
Drehung des Druckzylinders synchronisiert, und sein Zweck besteht darin, das Schließen
des normalerweise geschlossenen Kontaktes 24 durch eine Drehung des Zylinders zu
verzögern, wodurch es möglich wird, daß ein krumm und schief eingetretener Papierbogen
gegen das Lagergehäuse 19 ausgetreiben wird.
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Beim Öffnen des elektrischen Kontaktes 22 des Nockens 23 erhält
das selbsthaltende Relais 12 keinen Strom mehr. Der Kontakt 25 öffnet sich,
und der normalerweise geschlossene Kontakt 24 schließt sich selbst. Auf diese Weise
gelangt die Austreibungsvorrichtung in die der normalen Arbeit der Maschine entsprechende
Lage zurück.
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Die Einrichtungen 2 und 3 können nur während eines Teiles des
Druckarbeitsspieles verbunden sein, wobei ein Nocken 27 einen Kontakt
26 betätigt.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besitzt folgende Vorteile: Bogen,
die wegen schrägen Eintritts in die Maschine beschädigt sind, fallen weg; der Druckzylinder
kann nicht mehr verunreinigt werden; die ausgetriebenen Bogen werden wieder verwendet;
die Lebensdauer der Druckform wird verlängert; die Möglichkeit, daß ein nicht bedruckter
Bogen in den bedruckten Bogenstapel gerät, fällt weg.