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DE3907037A1 - Vorrichtung zur bogenlaengenabfrage in einer bogen bearbeitenden maschine, insbesondere einer bogen-rotationsdruckmaschine - Google Patents

Vorrichtung zur bogenlaengenabfrage in einer bogen bearbeitenden maschine, insbesondere einer bogen-rotationsdruckmaschine

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DE3907037A1
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bogenlängenabfrage in einer Bogen bearbeitenden Maschine, insbesondere einer Bogen-Rotationsdruckmaschine, mit Merkmalen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bekannt ist eine solche Vorrichtung aus der DE-PS 26 21 250 an einer Bogenübergabetrommel einer Bogenrotationsdruckmaschine für den Schön- und Widerdruck. In längsverlaufenden Kanälen der Bogenübergabetrommel sind Greifer zum Erfassen der Bogenvorderkante eines Bogens und außerdem an eine Saugluftquelle angeschlossene Sauggreifer zum Erfassen der Bogenhinterkante eines vorauslaufenden Bogens in einer Reihe entlang der Wand des Kanals angeordnet, wobei zwei Sauggreifer gegenüber der Reihe entgegen der Transportrichtung des Bogens versetzt sind und die Sauggreifer in ihrer Anschlußleitung einen Druckwächter aufweisen, so daß die Saugdüsen gleichzeitig als Abfragedüsen dienen, um Bogen nicht ausreichender Länge, Bogen mit umgeschlagenen Ecken an der Hinterkante und andere Formatfehler zu erkennen und nachfolgende Druckwerke abstellen zu können. Bei Rotationsdruckmaschinen für Schön- und Widerdruck werden dadurch zu kurze Bogen erkannt und entsprechende Kommandos für die Maschinensteuerung ausgelöst, zum Beispiel das nächste Druckwerk abgeschaltet. Würde die Bogenhinterkante eines gewendeten Bogens von den Greifern der Wendetrommel nicht im Bereich der üblichen Toleranz erfaßt, könnte dieser Bogen bei den folgenden Druckvorgängen aus den Greifern ganz oder teilweise herausgezogen werden, so daß es zu Passerfehlern kommt. Falls ein Bogen in der Wendeeinrichtung an der Hinterkante gar nicht erst erfaßt wird, kommt es zu erheblichen Folgeschäden, wobei der Gegendruckzylinder eingefärbt wird und der zu kurze Bogen eventuell ins Farbwerk laufen könnte.
Nicht geeignet ist die bekannte Vorrichtung zum Erkennen von Kurzbogen, die zum Beispiel infolge elektrostatischer Aufladung oder dergleichen von der Speichertrommel vor einer Wendetrommel in einer Rotationsdruckmaschine für den Schön- und Widerdruck mitgeschleppt werden, wodurch ebenfalls erhebliche Folgeschäden entstehen. Bei hohen Maschinengeschwindigkeiten wird das durch zu kurze Bogen ausgelöste Problem besonders kritisch, weil die Zeitspanne zwischen dem Erkennen des Fehlers am Bogen und der eventuell ausgelösten Druckabschaltung sehr kurz ist und eventuell nicht mehr ausreicht, um das Einlaufen eines zu kurzen oder in anderer Weise fehlerhaften Bogens in das Druckwerk oder ein Bedrucken der Druckzylinder zu verhindern.
Bekannt sind außerdem elektrisch oder pneumatisch wirksame Mittel zur Fehlbogenkontrolle, insbesondere an der Wendeeinrichtung von Rotationsdruckmaschinen für den Schön- und Widerdruck.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Bogenlängenabfrage in der Weise zu gestalten, daß für den Durchlauf durch die Druckwerke zu kurze oder für den Druck durch andere Fehler ungeeignete Bogen bereits vor dem Einlauf in das erste Druckwerk erkannt werden, so daß die Maschine bereits abgeschaltet werden kann, bevor ein solcher Bogen vom Anleger dem ersten Druckwerk zugeführt wird.
Die Erfindung sieht zur Lösung dieser Aufgabe eine Ausbildung mit Merkmalen nach dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 vor.
Saugluftmeßdüsen in der erfindungsgemäßen Anordnung tasten die zu bedruckenden Bogen bereits ab, sobald sie vom Bogenstapel im Anleger abgehoben werden und mit der Vorderkante in einer Anschlagposition kurzzeitig verharren, bevor die Transportmittel des Anlegers den Bogen übernehmen und über den Anlegetisch gegen die Vordermarken transportieren. Hierzu ist ein zusätzlicher Saugluft-Steuerkanal für den als Saugluftmeßdüse wirksamen Fallsauger erforderlich.
Durch die Ausbildung mit den Erfindungsmerkmalen werden auch Bogen eines zu kurzen Ries und ein nicht mehr zulässiger Riesversatz im Bogenstapel im Anleger erkannt, so daß daraus resultierende Störungen vermieden werden.
Eine vorteilhafte Anwendung finden die Erfindungsmerkmale bei einem Anleger mit einem Saugkopf, welcher Saugdüsen aufweist, die etwa senkrecht auf den Randbereich an der Bogenhinterkante des obersten Bogens im Bogenstapel gerichtet und an eine Saugluftquelle angeschlossen sind. In Ergänzung zu diesen Saugdüsen sind Fallsauger als Saugluftmeßdüsen in der erfindungsgemäßen Ausbildung im Saugkopf des Anlegers angeordnet und zur Bogenhinterkante gegenüber den bereits vorhandenen Saugdüsen versetzt angeordnet. Eine Verstellung in Richtung des Bogentransports ermöglicht eine Ausrichtung der Saugluftmeßdüsen auf das genaue Bogenformat bzw. auf eine Bogenlänge innerhalb der noch zulässigen Toleranzgrenzen. Für die Bogenabfrage wird ausgenutzt, daß die durch Lockerungsbläser gegebenenfalls vorgelockerten Bogen durch die Saugdüsen des Saugkopfes einzeln vom Bogenstapel senkrecht angehoben werden, bevor der horizontale Bogentransport im Anleger beginnt. Als fehlerhaft erkannte Bogen, zum Beispiel zu kurze Bogen, führen über ein Differenzdruckmeßventil zum sofortigen Abschalten des Anlegers, so daß der fehlerhafte Bogen auf dem Bogenstapel liegenbleibt und entnommen werden kann. Dies vermeidet Folgeschäden durch solche fehlerhaften Bogen in den Druckwerken der Maschine.
Die Unteransprüche 3 und 4 enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungsmerkmale.
Ausführungsbeispiele für die konstruktive Gestaltung der Erfindungsmerkmale werden nachstehend anhand schematischer Darstellungen in der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Saugkopfes einer Bogenrotationsdruckmaschine über einem Bogenstapel,
Fig. 2 einen schematischen Grundriß der Saugdüsenanordnung des Saugkopfes nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Hinteransicht der Sauger eines Saugkopfes nach Fig. 1,
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt durch einen als Saugluftmeßdüse ausgebildeten Fallsauger,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt durch einen Hubsauger,
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel eines Springsaugers in der Ausbildung als Saugluftmeßdüse im vertikalen Schnitt durch das untere Ende und
Fig. 7 ein Bewegungsdiagramm für die Hubsauger und Saugluftmeßdüsen.
Die Bogenlängenabfrage der für den Durchlauf durch die Druckwerke zu kurzen oder für den Druck durch andere Fehler ungeeigneten Bogen erfolgt vor dem Einlauf in das erste Druckwerk, so daß eine Druckabschaltung erfolgen kann, bevor ein solcher Bogen vom Anleger dem ersten Druckwerk zugeführt wird. In ähnlicher Weise können zu kurze Bogen auch in anderen Bogen bearbeitenden Maschinen ermittelt werden, um Steuervorgänge auszulösen, die die Bearbeitung solcher Bogen verhindern. Diese Bogenlängenabfrage erfolgt durch Saugluftmeßdüsen, die auf die Hinterkante des obersten Bogens in einem Bogenstapel gerichtet sind, von dem die Maschine die Bogen einzeln abhebt und der Bearbeitung zuführt.
Im Anleger einer Bogenrotationsdruckmaschine befindet sich mit einem gewissen Abstand über dem Bogenstapel 1 ein Saugkopf 2, an dem Hubsauger 4 oder andere Saugluftdüsen zum Abheben des jeweils obersten Bogens 3 vom Bogenstapel 1 und zu dessen Transport in den Anleger angeordnet sind. Die Beaufschlagung der Hubsauger 4 oder dergleichen mit Saugluft einer auf der Zeichnung nicht dargestellten Saugluftquelle wird über ein Rotationsventil 5 gesteuert. Allgemein sind mehrere solcher Hubsauger 4 im Bereich der Hinterkante des Bogenstapels 1 und an anderen Stellen der Bogenseiten angeordnet. Bei Beaufschlagung mit Saugluft heben diese Hubsauger 4 den obersten Bogen 3 vom Bogenstapel 1 ab, so daß Tragluft unter den Bogen geblasen werden kann und der Bogen mit seiner Vorderkante gegen Anschlagklappen stößt und in dieser Lage kurzzeitig verharrt, bevor er in den Anleger transportiert wird. Zum Zwecke der Erkennung zu kurzer Bogen im Stapel 1 sind auf die Bogenhinterkante 3 a Saugluftmeßdüsen mit ihrer Saugluftbohrung in der Weise gerichtet, daß die Saugluftbohrung bei normaler Länge des abgehobenen Bogens verschlossen ist.
Diese Saugluftmeßdüsen sind als Fallsauger 5 ausgebildet und neben den Hubsaugern 4 zum Abheben des jeweils obersten Bogens 3 vom Bogenstapel 1 angeordnet. Ein solcher Fallsauger 5 oder vorteilhaft mehrere Fallsauger 5 sind in der Transportrichtung des Bogens 3 verstellbar und können dadurch auf die Hinterkante des Bogenstapels ausgerichtet werden. Die Steuerung der Saugluftzufuhr erfolgt über das Rotationsventil 6, welches einen Steuerkanal 25 für die über eine Saugluftleitung 7 angeschlossenen Hubsauger 4 und einen weiteren Steuerkanal 26 für die über eine Saugluftleitung 8 angeschlossenen, als Saugluftmeßdüse wirksamen Fallsauger 5 aufweist. In der Saugluftleitung 8 zu den Saugluftmeßdüsen befindet sich ein Differenzdruckmeßventil 9 mit einem Mikroschalter 10, der durch den Differenzdruck betätigt wird, wenn ein zu kurzer Bogen die Saugluftöffnung der Saugluftmeßdüse nicht verschließt. Mehrere Düsen 11 dienen zur Vorlockerung. Mit der Düse 12 wird Tragluft unter den abgehobenen Bogen 3 geblasen.
Die Fig. 1 und 2 und die im Maßstab gegenüber diesen vergrößerte Hinteransicht in Fig. 3 zeigen die Anordnung der Hubsauger 4 und der Fallsauger 5.
Ein als Saugluftmeßdüse ausgebildeter Fallsauger 5 ist in einem wiederum vergrößerten Maßstab in Fig. 4 in vertikaler Schnittdarstellung wiedergegeben. Der horizontal verstellbare und um eine horizontale Achse schwenkbar angeordnete Fallsauger besteht aus einem Gehäuse 13 und einem Kolben 14, der in dem Gehäuse unter der Wirkung einer Feder 15 und infolge der durch die Saugluft ausgelösten Druckdifferenzen axial beweglich ist. Der Kolben 14 weist eine axiale Durchbohrung auf, die die Abfragebohrung 16 bildet und die über eine Querbohrung 17 mit der Saugluftleitung 8 verbunden ist. Der Kolben 14 wird durch die Feder 15 in seiner oberen Endlage gehalten. Bei Druckluftbeaufschlagung wird der Kolben gegen die Wirkung der Feder 15 in die dargestellte Lage abgesenkt und tastet dabei die Hinterkante des vom Stapel 1 abgehobenen Bogens 3 ab. Bogen normaler Länge verschließen die Abfragebohrung 16, so daß keine Druckdifferenz gegenüber der Saugluft in dem Saugluftsystem entsteht. Wird die Abfragebohrung 16 jedoch, wie dargestellt, nur teilweise verschlossen, entsteht eine Druckdifferenz, die auf den Mikroschalter einwirkt, so daß über diesen Mikroschalter eine Druckabschaltung oder eine andere Teilabschaltung der Maschine bewirkt werden kann.
Die Fig. 6 zeigt eine Umkehrung des in der Fig. 4 dargestellten Prinzips der Gestaltung eines Fallsaugers. Hiernach ist der Kolben 14 feststehend angeordnet und das Gehäuse 13 auf dem Kolben 14 in der Höhe axial beweglich.
Die Darstellung in der Fig. 5 veranschaulicht einen möglichen Riesversatz, der durch eine Saugluftmeßdüse nach der Erfindung erkannt würde, und außerdem die konstruktive Gestaltung eines in herkömmlicher Weise angeordneten Hubsaugers 4, der den Riesversatz nicht aufspüren kann. Ein in seiner Ausbildung an sich einem Springsauger entsprechender Hubsauger ist an seinem unteren Rand mit einer ringförmigen Manschette 18 aus elastischem Material umgeben, deren unterer Rand eine Dichtlippe 24 zur Abdichtung des Gehäuses 13 gegenüber dem vom Stapel 1 abgehobenen Bogen 3 bildet.
In der Fig. 7 ist ein Diagramm für den Bewegungsablauf und für die Luftsteuerung im Saugkopf während einer Maschinenumdrehung (360 Grad) dargestellt. Die obere Kurve 19 gibt den Schleppsaugertransport und die untere Kurve 20 die Hubsaugerbewegung wieder. In dem Drehwinkelbereich, welcher mit 21 markiert ist, befinden sich die Hubsauger 4 im Saugkopf unter Sauglufteinwirkung. Innerhalb dieses Bereichs erhält auch die Saugluftmeßdüse während des kürzeren Bereiches 22 Saugluftanschluß. Dieser letztere Saugluftanschluß erfolgt unmittelbar nachdem der Hubsauger den obersten Bogen vom Bogenstapel abgehoben hat und endet kurz bevor die Transportsauger den Bogen vom Hubsauger übernehmen. Die Schleppsauger erhalten innerhalb des Drehwinkelbereiches 23 Saugluftanschluß.
Bezugszeichenliste
 1 Bogenstapel
 2 Saugkopf
 3 oberster Bogen
 3 a Bogenhinterkante
 4 Hubsauger
 5 Fallsauger
 6 Rotationsventil
 7 Saugluftleitung
 8 Saugluftleitung
 9 Differenzdruckmeßvorrichtung
10 Mikroschalter
11 Düse
12 Düse
13 Gehäuse des Fallsaugers
14 Kolben des Fallsaugers
15 Feder
16 Abfragebohrung
17 Querbohrung
18 Manschette
19 Kurve
20 Kurve
21, 22, 23 Drehwinkelbereiche mit Saugluftanschluß 24 Dichtlippe
25 Steuerkanal für Hubsauger
26 Steuerkanal für Saugluftmeßdüse

Claims (4)

1. Vorrichtung zur Bogenlängenabfrage in einer Bogen bearbeitenden Maschine, insbesondere einer Bogen- Rotationsdruckmaschine, bestehend aus Saugluftmeßdüsen, die auf die Bogenhinterkante ausgerichtet sind und in ihrer Verbindung mit einer Saugluftquelle Schaltglieder im Stromkreis des Maschinenantriebes aufweisen und bei der ein Anleger die zu bearbeitenden Bogen an Anschlägen für die Bogenvorderkante ausrichtet und einzeln von einem Bogenstapel abhebt, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Saugluftmeßdüse als Fallsauger (5) ausgebildet und im Anleger mit einer Abfragebohrung (16) auf die Hinterkante (3 a) des obersten Bogens (3) im Bogenstapel (1) gerichtet ist, wobei in der Saugluftleitung dieses Fallsaugers (5) ein Differenzdruckmeßventil (9) angeordnet ist, welches mit den Schaltgliedern zusammenwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Anleger mit in einem Saugkopf angeordneten, etwa senkrecht auf den hinteren Randbereich des obersten Bogens im Bogenstapel gerichteten und an eine Saugluftquelle angeschlossenen Saugdüsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallsauger (5) mit einer Abfragebohrung (16) im Saugkopf (2) gegenüber den Hubsaugern (4) zur Bogenhinterkante (3 a) versetzt und in Richtung des Bogentransports verstellbar angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallsauger (5) mit einer Abfragebohrung (16) um eine vertikal zur Bogenebene verlaufende Achse schwenkbar und ihre Abfragebohrung (16) exzentrisch zu dieser Achse angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallsauger (5) mit der Abfragebohrung (16) mittels eines zusätzlichen Saugluftkanals (8) an das Saugluftsteuerventil (6) angeschlossen ist und erst nach dem Ansaugen des Bogens (3) durch den Saugkopf (2) Saugluft erhält.
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