DE1221390B - Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von MagnetfilternInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C1/00—Magnetic separation
- B03C1/02—Magnetic separation acting directly on the substance being separated
- B03C1/28—Magnetic plugs and dipsticks
- B03C1/284—Magnetic plugs and dipsticks with associated cleaning means, e.g. retractable non-magnetic sleeve
Landscapes
- Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
BOId
HOIf
Deutsche Kl.: 23 c -1/06
Deutsche Kl.: 23 c -1/06
Nummer: 1221390
Aktenzeichen: St 23369 VI a/23 c
Anmeldetag: 13. Februar 1965
Auslegetag: 21. Juli 1966
Es sind magnetische Verfahren bekannt, die Eisenteile aus einem Flüssigkeitsstrom entfernen. Bei
Werkzeugmaschinen werden z. B. die umgepumpten Kühlemulsionen über Magnetabscheider gegeben, um
sie von Drehspänen oder Schleifgut zu befreien. Bei den abgeschiedenen Eisenteilen handelt es sich um
starke, ferromagnetische Stoffe.
Weiterhin ist bekannt, daß auch Eisenoxide bei bestimmter chemischer Zusammensetzung schwache
magnetische Eigenschaften aufweisen. Der in der Natur vorkommende Magnetit und der bei der
Warmverformung von Eisen abfallende Hammerschlag und Walzzunder gehören in diese Stoffklasse
der magnetischen »Ferrite« (FeO-Fe2O3). In der
elektrischen Nachrichtentechnik spielen diese »Ferrite«, deren zweiwertiges Eisenoxid durch andere
zweiwertige Metalloxide, wie z. B. CuO, ZnO, NiO, MnO u. a., ausgetauscht ist, als magnetische Werkstoffe
eine zunehmende Rolle. Sogar das dreiwertige Eisenoxid läßt sich zum Teil durch andere dreiwertige
Metalloxide, wie z. B. Al2O3, ersetzen, ohne
daß die Mischkristalle ihre magnetischen Eigenschaften völlig verlieren.
Neuere Untersuchungen ergaben, daß »Ferrite« auch unter den Betriebsbedingungen von Dampfkesseln
entstehen und sich im Speisewasser-Dampf-Kondensatkreislauf anreichern. Sie entstehen durch
Abbröckeln der Magnetitschutzschichten von den beheizten Rohren und auch durch chemisches Ausfällen
der Korrosionsprodukte des Eisens, Messings und legierter Stähle. Infolge der Feinkörnigkeit dieser
»Ferrite« lassen sie sich mit Hilfe von Sieb- oder Kiesfiltern nur unzureichend aus dem Kreislauf entfernen.
Die zur Zeit bekannten Magnetabscheider eignen sich wenig für schwachmagnetische Stoffe, besonders
wenn sehr feinkörnige »Ferrite« aus großen Flüssigkeitsmengen in Druckapparaturen abzuscheiden sind.
Für viele technische Zwecke müssen sich diese Magnetfilter schnell und ohne viel Umstände von abgeschiedenem
Material durch einen Regenerierprozeß wieder befreien lassen.
Diese Lücke soll das nach einem neuen Prinzip entwickelte Regenerierverfahren schließen. Wegen
der Einfachheit der Methode dürfte es sich besonders für schwachmagnetische Stoffe, aber auch für
feinkörnige ferromagnetische, universell eignen. Es läßt sich auf Kleinst- und Großapparaturen übertragen
und bei jedem Betriebsdruck anwenden. Bekannt ist, daß sich schwachmagnetische Stoffe am besten
in divergierenden Magnetfeldern an den Polenden vieler Einzelmagnete bei mäßiger, laminarer Strö-Verfahren
zum Reinigen von Magnetfiltern
Anmelder:
Beteiligungs- und Patentverwaltungsgesellschaft
mit beschränkter Haftung,
Essen, Altendorfer Str. 103
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Fritz Spillner, Duisburg
mung abscheiden lassen. Das Regenerieren der beladenen Magnetstäbe erfolgt zumeist durch Aus-
ao bauen und manuelles Reinigen. Durch kurzzeitiges, kräftiges Rückspülen mit Wasser läßt sich in bekannter
Weise das anhaftende Material auch ohne Ausbauen der Magnete entfernen. Es handelt sich
hier um kleine Filtereinheiten.
Bei großen Filtereinheiten, besonders wenn es sich um Druckapparaturen handelt, eignen sich diese
Methoden wenig. Wegen der schweren Verschraubungen scheidet ein häufiges Öffnen der Magnetfilter,
um die Magnete reinigen zu können, aus. Das Rückspülprinzip läßt sich bei großen Apparateeinheiten
schlecht anwenden, da die benötigten, sehr großen Wassermengen technische Komplikationen
nach sich ziehen, wie ein einfaches Rechenbeispiel zeigt.
Das Magnetfilter soll 200 m3 Wasser pro Stunde reinigen. Zum Rückspülen ist etwa die hundertfache
Wassergeschwindigkeit notwendig, um nun das an den Magnetpolen festhaftende Material wieder zu
lösen. Es wären somit Pumpen, Armaturen, Was-
serzu- und -ablaufe für 20 000 Va3Ih erforderlich.
Es sind aufwendige Anlagen bekannt, die, um eine große Menge an zu reinigendem Wasser durchsetzen
zu können, eine Vielzahl parallelgeschalteter, kleiner Filter aufweisen, die nach einem Programm gesteuert
nacheinander rückgespült werden, um so die aufgeteilten Spülwassermengen bewältigen zu können.
Bekannt ist z. B. auch ein Magnetfilter, dessen Magnete sich in einem zylinderförmigen Apparat in
ständiger rotierender Bewegung befinden, um die an den Magneten anhaftenden Abscheidungen kontinuierlich
abstreifen und austragen zu können. Bei schwachmagnetischen und/oder feindispergierten
609 590/354
Stoffen wirken dabei auftretende Turbulenzen einer hochgradigen Abscheidung entgegen.
Bei ruhenden Magnetanordnungen hingegen, die nur zur diskontinuierlichen Regenerierung in bezug
auf die umgebende Flüssigkeit in eine schnelle Bewegung versetzt werden, kann die magnetische Beladung
nahezu turbulenzfrei erfolgen. Da bei dem neuen Regenerierverfahren keine Abstreifer erforderlich
sind, hat man freie Hand in der Anordnung und Dimensionierung der Einzelmagnete.
Ziel der Erfindung ist somit ein Regenerierverfahren,
das mit einer Spülwassermenge (m3/h) auskommt,
die weit unter der Durchsatzmenge (ms/h) liegt. Der Baugröße der Filtereinheiten sind damit
kerne Grenzen gesetzt. Um das abgeschiedene magnetische Material wieder abzulösen, wird nicht das
Wasser mit gebührender Geschwindigkeit an den Magneten vorbeigeleitet, sondern die Magnete
schnell in bezug auf das Wasser bewegt. Es eignen sich bei großen Einheiten Rotations-, bei kleinen
auch Translationsbewegungen und Vibrationen. Das auf diese Weise abgelöste Material braucht nur noch
mit wenig Spülwasser ausgetragen zu werden.
In F i g. 1 ist eine der hierzu möglichen Konstruktionen dargestellt. In einem Rotationskörper (1) sind
eine Vielzahl von Dauermagneten (2) angeordnet, zwischen denen die zu reinigende Flüssigkeit (3) mit
leicht turbulenter Strömung in Längsrichtung zur Achse geleitet wird. Es tritt oben (4) wieder aus.
Eine leichte Turbulenz zwischen den Magnetstäben unterstützt den Abscheideeffekt, da hierdurch der
Grad der Wahrscheinlichkeit erhöht wird, daß ein magnetisches Teilchen in die Nähe der Magnetpole
gelangt, wo die Anziehungskräfte am stärksten sind. Auf diese Weise läßt sich der Filterdurchsatz gegenüber
einer rein laminaren Strömung erhöhen. Man könnte das Wasser in einer ähnlichen Apparatur
auch im Querstrom durch den Rotationskörper führen (Fig. 2).
Wenn die Magnete beladen sind, wird der Wasserstrom abgeriegelt und der Rotationskörper so schnell
bewegt, daß sich die an den Magneten haftenden Partikeln infolge der Turbulenz ablösen. Mit wenig
Spülwasser (5) wird der Schlamm unten (6) ausgetragen.
Bei der in F i g. 1 aufgezeigten Gegenstromregeneration und bei axialer Beaufschlagung ist es angebracht,
das Magnetsystem während der Beladung in ίο sehr langsame Rotation zu versetzen, damit, trotz
eventuell ungleichmäßiger Durchströmung des Rotationskörpers, alle Magnetgruppen gleich beladen
werden.
Da sich grobe Eisenteile nur mit großem Kraftaufwand von starken Magneten wieder entfernen
lassen, kann man vor das beschriebene Magnetnlter Fangmagnete in an sich bekannter Konstruktion
schalten. In der Figur sind in der Nähe der Eintrittsleitung zwei Magnettaschen (7) angedeutet.
Claims (3)
1. Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung
der bei mäßigen Wassergeschwindigkeiten abgeschiedenen Stoffe durch eine schnelle
Bewegung der Magnete in bezug auf das umgebende Wasser erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgelösten magnetischen
Stoffe von einem Wasserstrom herausgetragen werden, dessen Menge, gemessen in ms/h, kleiner
als die zu reinigende ist.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete in
rotierende oder schwingende Bewegung versetzt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 030 955.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 030 955.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 590/354 7.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST23369A DE1221390B (de) | 1965-02-13 | 1965-02-13 | Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST23369A DE1221390B (de) | 1965-02-13 | 1965-02-13 | Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1221390B true DE1221390B (de) | 1966-07-21 |
Family
ID=7459724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST23369A Pending DE1221390B (de) | 1965-02-13 | 1965-02-13 | Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1221390B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1299790B (de) * | 1968-05-14 | 1969-07-24 | Stelzner & Co | Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden Medium |
| DE1794280B1 (de) * | 1968-05-14 | 1971-02-11 | Stelzner & Co | Magnetische Filtervorrichtung |
| US4519906A (en) * | 1981-05-25 | 1985-05-28 | Dai Nippon Insatsu Kabushiki Kaisha | Apparatus for the separation of magnetic and nonmagnetic solid particles from a liquid |
| JP2008012423A (ja) * | 2006-07-05 | 2008-01-24 | Shimonishi Seisakusho:Kk | 管式マグネットセパレータ |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1030955B (de) * | 1954-07-05 | 1958-05-29 | Pintsch Bamag Ag | Magnet-Filter mit mehreren uebereinander um eine gemeinsame Welle rotierend angeordneten Ausscheidungselementen |
-
1965
- 1965-02-13 DE DEST23369A patent/DE1221390B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1030955B (de) * | 1954-07-05 | 1958-05-29 | Pintsch Bamag Ag | Magnet-Filter mit mehreren uebereinander um eine gemeinsame Welle rotierend angeordneten Ausscheidungselementen |
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| DE1299790B (de) * | 1968-05-14 | 1969-07-24 | Stelzner & Co | Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden Medium |
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| JP2008012423A (ja) * | 2006-07-05 | 2008-01-24 | Shimonishi Seisakusho:Kk | 管式マグネットセパレータ |
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