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DE1221390B - Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern

Info

Publication number
DE1221390B
DE1221390B DEST23369A DEST023369A DE1221390B DE 1221390 B DE1221390 B DE 1221390B DE ST23369 A DEST23369 A DE ST23369A DE ST023369 A DEST023369 A DE ST023369A DE 1221390 B DE1221390 B DE 1221390B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic
water
magnets
procedure
magnetic filters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST23369A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Spillner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beteiligungs und Patentverwaltungs GmbH
Original Assignee
Beteiligungs und Patentverwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beteiligungs und Patentverwaltungs GmbH filed Critical Beteiligungs und Patentverwaltungs GmbH
Priority to DEST23369A priority Critical patent/DE1221390B/de
Publication of DE1221390B publication Critical patent/DE1221390B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C1/00Magnetic separation
    • B03C1/02Magnetic separation acting directly on the substance being separated
    • B03C1/28Magnetic plugs and dipsticks
    • B03C1/284Magnetic plugs and dipsticks with associated cleaning means, e.g. retractable non-magnetic sleeve

Landscapes

  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
BOId
HOIf
Deutsche Kl.: 23 c -1/06
Nummer: 1221390
Aktenzeichen: St 23369 VI a/23 c
Anmeldetag: 13. Februar 1965
Auslegetag: 21. Juli 1966
Es sind magnetische Verfahren bekannt, die Eisenteile aus einem Flüssigkeitsstrom entfernen. Bei Werkzeugmaschinen werden z. B. die umgepumpten Kühlemulsionen über Magnetabscheider gegeben, um sie von Drehspänen oder Schleifgut zu befreien. Bei den abgeschiedenen Eisenteilen handelt es sich um starke, ferromagnetische Stoffe.
Weiterhin ist bekannt, daß auch Eisenoxide bei bestimmter chemischer Zusammensetzung schwache magnetische Eigenschaften aufweisen. Der in der Natur vorkommende Magnetit und der bei der Warmverformung von Eisen abfallende Hammerschlag und Walzzunder gehören in diese Stoffklasse der magnetischen »Ferrite« (FeO-Fe2O3). In der elektrischen Nachrichtentechnik spielen diese »Ferrite«, deren zweiwertiges Eisenoxid durch andere zweiwertige Metalloxide, wie z. B. CuO, ZnO, NiO, MnO u. a., ausgetauscht ist, als magnetische Werkstoffe eine zunehmende Rolle. Sogar das dreiwertige Eisenoxid läßt sich zum Teil durch andere dreiwertige Metalloxide, wie z. B. Al2O3, ersetzen, ohne daß die Mischkristalle ihre magnetischen Eigenschaften völlig verlieren.
Neuere Untersuchungen ergaben, daß »Ferrite« auch unter den Betriebsbedingungen von Dampfkesseln entstehen und sich im Speisewasser-Dampf-Kondensatkreislauf anreichern. Sie entstehen durch Abbröckeln der Magnetitschutzschichten von den beheizten Rohren und auch durch chemisches Ausfällen der Korrosionsprodukte des Eisens, Messings und legierter Stähle. Infolge der Feinkörnigkeit dieser »Ferrite« lassen sie sich mit Hilfe von Sieb- oder Kiesfiltern nur unzureichend aus dem Kreislauf entfernen.
Die zur Zeit bekannten Magnetabscheider eignen sich wenig für schwachmagnetische Stoffe, besonders wenn sehr feinkörnige »Ferrite« aus großen Flüssigkeitsmengen in Druckapparaturen abzuscheiden sind. Für viele technische Zwecke müssen sich diese Magnetfilter schnell und ohne viel Umstände von abgeschiedenem Material durch einen Regenerierprozeß wieder befreien lassen.
Diese Lücke soll das nach einem neuen Prinzip entwickelte Regenerierverfahren schließen. Wegen der Einfachheit der Methode dürfte es sich besonders für schwachmagnetische Stoffe, aber auch für feinkörnige ferromagnetische, universell eignen. Es läßt sich auf Kleinst- und Großapparaturen übertragen und bei jedem Betriebsdruck anwenden. Bekannt ist, daß sich schwachmagnetische Stoffe am besten in divergierenden Magnetfeldern an den Polenden vieler Einzelmagnete bei mäßiger, laminarer Strö-Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern
Anmelder:
Beteiligungs- und Patentverwaltungsgesellschaft
mit beschränkter Haftung,
Essen, Altendorfer Str. 103
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Fritz Spillner, Duisburg
mung abscheiden lassen. Das Regenerieren der beladenen Magnetstäbe erfolgt zumeist durch Aus-
ao bauen und manuelles Reinigen. Durch kurzzeitiges, kräftiges Rückspülen mit Wasser läßt sich in bekannter Weise das anhaftende Material auch ohne Ausbauen der Magnete entfernen. Es handelt sich hier um kleine Filtereinheiten.
Bei großen Filtereinheiten, besonders wenn es sich um Druckapparaturen handelt, eignen sich diese Methoden wenig. Wegen der schweren Verschraubungen scheidet ein häufiges Öffnen der Magnetfilter, um die Magnete reinigen zu können, aus. Das Rückspülprinzip läßt sich bei großen Apparateeinheiten schlecht anwenden, da die benötigten, sehr großen Wassermengen technische Komplikationen nach sich ziehen, wie ein einfaches Rechenbeispiel zeigt.
Das Magnetfilter soll 200 m3 Wasser pro Stunde reinigen. Zum Rückspülen ist etwa die hundertfache Wassergeschwindigkeit notwendig, um nun das an den Magnetpolen festhaftende Material wieder zu lösen. Es wären somit Pumpen, Armaturen, Was-
serzu- und -ablaufe für 20 000 Va3Ih erforderlich.
Es sind aufwendige Anlagen bekannt, die, um eine große Menge an zu reinigendem Wasser durchsetzen zu können, eine Vielzahl parallelgeschalteter, kleiner Filter aufweisen, die nach einem Programm gesteuert nacheinander rückgespült werden, um so die aufgeteilten Spülwassermengen bewältigen zu können.
Bekannt ist z. B. auch ein Magnetfilter, dessen Magnete sich in einem zylinderförmigen Apparat in ständiger rotierender Bewegung befinden, um die an den Magneten anhaftenden Abscheidungen kontinuierlich abstreifen und austragen zu können. Bei schwachmagnetischen und/oder feindispergierten
609 590/354
Stoffen wirken dabei auftretende Turbulenzen einer hochgradigen Abscheidung entgegen.
Bei ruhenden Magnetanordnungen hingegen, die nur zur diskontinuierlichen Regenerierung in bezug auf die umgebende Flüssigkeit in eine schnelle Bewegung versetzt werden, kann die magnetische Beladung nahezu turbulenzfrei erfolgen. Da bei dem neuen Regenerierverfahren keine Abstreifer erforderlich sind, hat man freie Hand in der Anordnung und Dimensionierung der Einzelmagnete.
Ziel der Erfindung ist somit ein Regenerierverfahren, das mit einer Spülwassermenge (m3/h) auskommt, die weit unter der Durchsatzmenge (ms/h) liegt. Der Baugröße der Filtereinheiten sind damit kerne Grenzen gesetzt. Um das abgeschiedene magnetische Material wieder abzulösen, wird nicht das Wasser mit gebührender Geschwindigkeit an den Magneten vorbeigeleitet, sondern die Magnete schnell in bezug auf das Wasser bewegt. Es eignen sich bei großen Einheiten Rotations-, bei kleinen auch Translationsbewegungen und Vibrationen. Das auf diese Weise abgelöste Material braucht nur noch mit wenig Spülwasser ausgetragen zu werden.
In F i g. 1 ist eine der hierzu möglichen Konstruktionen dargestellt. In einem Rotationskörper (1) sind eine Vielzahl von Dauermagneten (2) angeordnet, zwischen denen die zu reinigende Flüssigkeit (3) mit leicht turbulenter Strömung in Längsrichtung zur Achse geleitet wird. Es tritt oben (4) wieder aus. Eine leichte Turbulenz zwischen den Magnetstäben unterstützt den Abscheideeffekt, da hierdurch der Grad der Wahrscheinlichkeit erhöht wird, daß ein magnetisches Teilchen in die Nähe der Magnetpole gelangt, wo die Anziehungskräfte am stärksten sind. Auf diese Weise läßt sich der Filterdurchsatz gegenüber einer rein laminaren Strömung erhöhen. Man könnte das Wasser in einer ähnlichen Apparatur auch im Querstrom durch den Rotationskörper führen (Fig. 2).
Wenn die Magnete beladen sind, wird der Wasserstrom abgeriegelt und der Rotationskörper so schnell bewegt, daß sich die an den Magneten haftenden Partikeln infolge der Turbulenz ablösen. Mit wenig Spülwasser (5) wird der Schlamm unten (6) ausgetragen.
Bei der in F i g. 1 aufgezeigten Gegenstromregeneration und bei axialer Beaufschlagung ist es angebracht, das Magnetsystem während der Beladung in ίο sehr langsame Rotation zu versetzen, damit, trotz eventuell ungleichmäßiger Durchströmung des Rotationskörpers, alle Magnetgruppen gleich beladen werden.
Da sich grobe Eisenteile nur mit großem Kraftaufwand von starken Magneten wieder entfernen lassen, kann man vor das beschriebene Magnetnlter Fangmagnete in an sich bekannter Konstruktion schalten. In der Figur sind in der Nähe der Eintrittsleitung zwei Magnettaschen (7) angedeutet.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung der bei mäßigen Wassergeschwindigkeiten abgeschiedenen Stoffe durch eine schnelle Bewegung der Magnete in bezug auf das umgebende Wasser erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgelösten magnetischen Stoffe von einem Wasserstrom herausgetragen werden, dessen Menge, gemessen in ms/h, kleiner als die zu reinigende ist.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete in rotierende oder schwingende Bewegung versetzt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 030 955.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 590/354 7.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEST23369A 1965-02-13 1965-02-13 Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern Pending DE1221390B (de)

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DEST23369A DE1221390B (de) 1965-02-13 1965-02-13 Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern

Publications (1)

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DE1221390B true DE1221390B (de) 1966-07-21

Family

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DE (1) DE1221390B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1299790B (de) * 1968-05-14 1969-07-24 Stelzner & Co Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden Medium
DE1794280B1 (de) * 1968-05-14 1971-02-11 Stelzner & Co Magnetische Filtervorrichtung
US4519906A (en) * 1981-05-25 1985-05-28 Dai Nippon Insatsu Kabushiki Kaisha Apparatus for the separation of magnetic and nonmagnetic solid particles from a liquid
JP2008012423A (ja) * 2006-07-05 2008-01-24 Shimonishi Seisakusho:Kk 管式マグネットセパレータ

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1030955B (de) * 1954-07-05 1958-05-29 Pintsch Bamag Ag Magnet-Filter mit mehreren uebereinander um eine gemeinsame Welle rotierend angeordneten Ausscheidungselementen

Patent Citations (1)

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