DE1299790B - Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden Medium - Google Patents
Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden MediumInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine magnetische Filtervor- Durchlaß des Mediums zu den weiteren, hinter dem
richtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Einlaß liegenden Ablagerungsstellen versperrt wird.
Teilchen aus einem strömenden Medium, mit einer Zudem besteht die Gefahr, daß abgelagerte Teilchen
aus mindestens einem Permanentmagneten bestehen- von der Flüssigkeit wieder mitgerissen und dem
den Magnetvorrichtung und einer in Zuflußrichtung 5 mechanischen Filtersieb zugeführt werden, welches
des Strömungsmediums der Magnetvorrichtung vor- hierdurch unerwünscht stark belastet wird. Die Abgelagerten
Mantelschale, welche das zufließende Strö- scheidung mikrofeiner ferromagnetischer Teilchen ist
mungsmedium in Richtung auf den Raum auf der bei diesem Filter nicht unbedingt sichergestellt,
dem Zulauf abgewandten Seite der Magnetvorrich- Der Erfindung liegt vornehmlich die Aufgabe zutung
umlenkt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist io gründe, diese schwerwiegenden Nachteile der beinsbesondere
zum Abscheiden magnetisierbarer Ver- kannten. Abscheide- und Filtervorrichtungen zu beunreinigungen
aus Flüssigkeiten, wie z. B. Öl, Kühl- heben. Insbesondere bezweckt die Erfindung, den im
mitteln u. dgl., bestimmt, wobei das Magnetsystem Filter verfügbaren Ablagerungsraum sowie die Main
üblicher Weise in einem Filtergehäuse angeordnet gnetkräfte des Magnetsystems besser auszunutzen und
ist. Sie läßt sich aber auch ohne besonderes Einbau- 15 vor allem auch Verstopfungen an der Zulaufseite des
gehäuse für die magnetische Säuberung von körnigen Filters zu vermeiden. Stoffen, Stoffsuspensionen u. dgl. verwenden. Die erfindungsgemäße Filtervorrichtung kenn-
Rein magnetisch wirkende oder magnetmechani- zeichnet sich dadurch, daß die Magnetvorrichtung
sehe Filter- und Abscheidevorrichtungen sind in zahl- an der dem Zulauf abgewandten, offenen Seite der
reichen Ausführungen bekannt. Die wirksamsten Vor- 20 Mantelschale durch die Mantelschale unabgedeckt
richtungen dieser Art sind so ausgebildet, daß die und etwa zentral in dem von der Mantelschale umden
Filter- oder Abscheidevorgang störenden Ein- schlossenen Raum angeordnet ist und daß ferner der
flüsse, wie insbesondere die Viskosität und die Strö- Raum an der offenen Seite der Mantelschale eine
mung des flüssigen Mediums, durch eine Zwangs- magnetische Auffang- und Ablagerungszone mit
lenkung des Flüssigkeitsstroms senkrecht auf das 25 einem im wesentlichen über diese gesamte, seitlich
Magnetsystem mehr oder weniger weitgehend be- von den freien Stirnkanten der Mantelschale beseitigt
werden. Dabei hat es sich aber als Nachteil grenzte Zone wirkenden magnetischen Auffangfeld
erwiesen, daß in den unmittelbar im Bereich des Ein- besteht.
lasses befindlichen Magnetfeldern bereits größere Die die Magnetvorrichtung teilweise umschlie-Mengen
ferromagnetischer Verunreinigungen od. dgl. 30 ßende Mantelschale kann z. B. kugel- oder dachaufgefangen
werden, so daß hierbei der Einlaßquer- förmig ausgebildet sein. Vorzugsweise findet jedoch
schnitt für das zu filternde Medium verhältnismäßig eine zylindrische Mantelschale Verwendung, welche
rasch zuwächst und damit der Durchlaß bzw. der die Magnetvorrichtung koaxial in geringem Abstand
Weg des Mediums zu den weiteren, hinter dem Ein- umschließt, derart, daß die magnetischen Haftkräfte
laß befindlichen Ablagerungsstellen versperrt wird. 35 an der Außenfläche der Mantelschale geringer sind
Hierdurch ergibt sich eine scheinbare frühzeitige als die dort auftretenden Strömungskräfte.
Sättigung des Magnetfilters, obwohl hinter dem Ein- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung belaßquerschnitt
häufig noch ein großer freier Ablage- steht die Mantelschale aus Eisen. Vorteilhaft ist hierrungsraum
zur Verfügung steht, der aber praktisch bei insbesondere eine Ausführungsform, bei der in
nicht voll genutzt werden kann. Außerdem ist bei 40 der aus Eisen bestehenden Mantelschale ein stabdiesen
bekannten Vorrichtungen nachteilig, daß die förmiger Permanentmagnet angeordnet ist, dessen
zur Verfügung stehenden Magnetkräfte des Magnet- einer Pol der Zuflußseite des zu filternden Strösystems
überwiegend oder zumindest zu einem erheb- mungsmediums und dessen anderer Pol der offenen
liehen Teil für den eigentlichen Filtervorgang wir- Seite der Mantelschale zugewandt ist, wobei die
kungslos bleiben. Der Filterwirkungsgrad der Ma- 45 freien Stirnkanten der Mantelschale Mantelschalengnetsysteme
ist daher verhältnismäßig klein. pole bilden, über die sich das Feld des Permanent-
Diese Nachteile weist weitgehend auch ein bekann- magneten zu dessen von der Mantelschale unabgetes
magnetmechanisches Filter auf, bei dem in einer decktem Pol schließt. Andererseits kann die Magnetdoppelwandigen
Umhüllung in Gestalt eines Zylinder- vorrichtung aber auch aus einer Magnetsäule besegments
stabförmige Permanentmagneten angeord- 50 stehen, die aus einzelnen, mit ihren gleichnamigen
net sind. Die Permanentmagneten liegen somit auf Polen einander zugewandten Permanentmagneten beeinem
Teilkreisbogen in geringem Abstand neben- steht. In diesem Fall läßt sich eine Mantelschale vereinander,
wobei sie mit ihren ungleichnamigen Polen wenden, die aus unmagnetischem Werkstoff besteht,
einander zugewandt sind. Die doppelwandige Um- Mit der Erfindung wird erreicht, daß die spezifisch
hüllung besteht aus unmagnetischem Werkstoff; sie 55 schwereren Schwebeteilchen des zu filternden Meist
so angeordnet, daß die radial zufließende Flüssig- diums bei einem frontal auf die Mantelschale od. dgl.
keit nach beiden Seiten um die zylindrische Außen- gerichteten Strom auf Grund ihrer größeren kinefläche
der Umhüllung strömt und an den beiden tischen Energie mit der Oberfläche der Mantelschale
Stirnenden der Umhüllung in den Innenraum der- in Berührung kommen und dann durch die zwangselben
umgelenkt wird, von wo sie über einen Filter- 60 läufige Strömungsänderung auf der Mantelfläche in
zylinder zum Filterauslaß strömt. Bei diesem Filter Strömungsrichtung bis an eine Stelle mitgenommen
werden die ferromagnetischen Verunreinigungen zum werden, die auf der dem Zulauf abgewandten Seite
weitaus überwiegenden Teil an der Außenfläche der der Magnetvorrichtung im Bereich der Auffangzone
zylindrischen Umhüllung, d. h. im Strömungsweg für die ferromagnetischen Teilchen liegt. Die permaselbst
und im Bereich des Filterzulaufs, magnetisch 65 nentmagnetischen Kräfte, die im Umfangsbereich der
abgeschieden. Es ist daher nicht zu vermeiden, daß Magnetvorrichtung wirksam sind, werden außerdem
der Filterquerschnitt im Bereich des Filtereinlasses durch die die Magnetvorrichtung teilweise umschlieverhältnismäßig
rasch zuwächst und damit der ßende Mantelschale so beeinflußt, daß sie im Einlauf
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wesentlich geschwächt, also hier mit nur mäßiger halten werden, wobei die Filter-Nebenöffnung zweck-Intensität
wirksam werden, während sie auf der der mäßig durch den Ringkanal zwischen dem Filter-Einlaufseite
gegenüberliegenden offenen Seite der zylinder und dem Filtergehäuse gebildet wird. Um
halbzylindrischen Mantelschale ihre volle Wirksam- eine Sättigungsanzeige zu erhalten, kann die Steilkeit
entfalten können. Hierdurch wird erreicht, daß 5 bzw. Drehbewegung der Strömungstore durch eine
die mit der Oberfläche der Mantelschale in Beruh- mechanische, magnetische oder elektrische Anzeigerung
kommenden ferromagnetischen Verunreinigun- vorrichtung angezeigt werden. Die genannten Strögen
bei ihrer Vorbeibewegung an der Mantelschale mungstore od. dgl. dienen nicht nur als Ventilorgane,
nur schwach magnetisiert werden, so daß hier die die bei einem vorbestimmten Sättigungswert einen
Strömungsenergie des zu filternden flüssigen Me- io Nebenauslaß des Filters öffnen; sie haben zugleich
diums überwiegt und somit eine Mitnahme der ferro- die Aufgabe, das zu filternde Medium am Filtereinlaß
magnetischen Verunreinigungen in diesem Bereich so auszurichten, daß es im wesentlichen senkrecht
auf der Oberfläche der Mantelschale sichergestellt auf die der Magnetvorrichtung vorgeschaltete Mantelist.
Die ferromagnetischen Verunreinigungen werden schale od. dgl. auftrifft.
hierbei »vororientiert«, so daß sie an derjenigen 15 In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Stelle, an der die halbzylindrische Mantelschale im Erfindung dargestellt. Es zeigt
Bereich der Auffangzone endet, durch die ungemin- F i g. 1 schematisch in Draufsicht eine Filtervor-
derte magnetische Kraft der Magnetvorrichtung zur richtung gemäß der Erfindung mit einem einteiligen,
Abscheidung gebracht werden. quaderförmigen Dauermagneten, der von einer halb-
Durch die plötzliche Erweiterung des Durchlaß- ao zylindrischen Mantelschale umschlossen ist,
querschnitts an den freien Enden der Mantelschale F i g. 2 die Vorrichtung gemäß F i g. 1 in einer
in Richtung auf den unabgedeckten Teil der Magnet- Stirnansicht in Richtung auf die Zulaufseite des
vorrichtung bzw. den Ablagerungsraum hin wird zu- Filters,
dem ein Expansionseffekt erzielt, durch den die Ab- F i g. 3 einen Querschnitt durch ein topfartiges FiI-
scheidung der hydrodynamisch und magnetisch vor- 25 tergehäuse mit einer magnetischen Filtervorrichtung
orientierten Verunreinigungen unterstützt wird. Auf gemäß der Erfindung in einer Ausführung als ma-
diese Weise lassen sich ferromagnetische Verunreini- gnetmechanisches Teilstromfilter,
gungen aus einem fließenden Medium herausholen, F i g. 4 in der Darstellung gemäß F i g. 3 ein abge-
ohne daß die Gefahr besteht, daß bereits abgeschie- ändertes Ausführungsbeispiel in der Ausführung als
dene Teilchen durch Strömungskräfte wieder gelöst 30 magnetmechanisches Absolutfilter,
und mitgerissen werden. Bei der Filterung von Flüs- F i g. 5 einen Querschnitt durch eine magnetische
sigkeiten kann der Durchfluß durch entsprechende Filtervorrichtung gemäß der Erfinder, wobei die Ma-
Zwangsführung des Filterstroms so gelenkt werden, gnetvorrichtung aus einer Magnetsäule besteht, der
daß auch feinste abgelagerte Verunreinigungen nicht eine unmagnetische Mantelschale vorgelagert ist,
mehr in den Strom zurückgelangen können. Um eine 35 F i g. 6 die Vorrichtung gemäß F i g. 5 in einer
unbedingte Zwangsführung des Filterstroms sicher- Stirnansicht in Richtung auf die nicht abgedeckte
zustellen, empfiehlt es sich, im Bereich des bzw. der Seite der Magnetsäule.
freien Enden der Mantelschale ein Leitorgan, wie Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung
z. B. eine Leitfläche, anzuordnen, die das zu filternde weist einen quaderförmigen Permanentmagneten 1
Medium in die Auffangzone an der nicht abgedeck- 40 auf, der auf der Zulaufseite von einer etwa halb-
ten Seite der Magnetvorrichtung umlenkt bzw. ie zylindrischen Mantelschale 2 aus Eisen umgeben ist,
Umlenkung unterstützt. während er auf der dem Zulauf 5 für das zu filternde
Da die Abscheidung der magnetisierbaren Teil- Medium abgewandten Seite freiliegt, so daß hier eine
chen erfindungsgemäß somit nicht an der Zulauf- Auffangzone 11 für die magnetisierbaren Bestandseite
der Magnetvorrichtung, sondern vielmehr an 45 teile des zu filternden Mediums gebildet wird. Der
der der Zulaufseite abgewandten Seite der Magnet- Permanentmagnet ist so angeordnet, daß z. B. sein
vorrichtung erfolgt, wird auch die Gefahr einer Ver- Nordpol dem Zulauf 5 zugewandt ist, während sein
stopfung des Filters auf der Zuflußseite wirksam Südpol an der gegenüberliegenden Seite liegt, an der
behoben. der Magnet durch die Mantelschale 2 nicht abge-
Es empfihlt sich, im Strömungsweg des zu filtern- 50 deckt wird. Die von dem innenliegenden Magnetden
Mediums hinter der Magnetvorrichtung, wie be- pol N ausgehenden Kraftlinien werden überwiegend
kannt, ein Filtersieb od. dgl. anzuordnen, um auch von der Mantelschale 2 aufgefangen und über die
nichtmagnetische Teilchen auszufiltern. Vorzugsweise Mantelschalenpole 3 an den beiden freien Enden der
findet hierbei ein Filterzylinder Verwendung, der halbzylindrischen Mantelschale zum Gegenpol 5 geeinen
axialen Einlaßschlitz aufweist und in dem die 55 schlossen. Durch diesen erzwungenen Kraftlinienfluß
Magnetvorrichtung und die dieser vorgelagerte Man- werden auf der Außenfläche 2' der Mantelschale je
telschale od. dgl. angeordnet sind. An dem Einlaß- nach der Wanddicke d derselben schwache Streufelder
schlitz des Filterzylinders sind zweckmäßig Strö- wirksam. Diese Streufelder lassen sich durch entmungstore
od. dgl. angeordnet, die gegen den Wider- sprechende Wahl der Wanddicke d so einstellen, daß
stand einer Feder bei einem vorbestimmten Strö- 60 die Haftkraft magnetisierter Teilchen hier kleiner ist
mungsdruck unter Freigabe einer Filternebenöffnung als die Strömungskraft, mit der die magnetisierbaren
verstellbar sind, derart, daß bei Erreichen eines be- Teilchen von der Strömung über die zylindrisch gestimmten
Sättigungsgrades des Filters eine Filter- wölbte Außenfläche 2' der Mantelschale mitgeführt
umgehung geöffnet wird. Die genannten Strömungs- werden. Es wird auf diese Weise eine Vormagnetitore
sind nach einem weiteren Merkmal der Erfin- 65 sierung und eine Konzentration der ferromagnetidung
vorzugsweise nach Art von Klappenventilen sehen Teilchen an der Außenfläche 2' erreicht, ohne
schwenkbar gelagert uns so angeordnet, daß sie durch daß es hier jedoch zu einer Ablagerung dieser Teil-Federkraft
gegen einen Ventilsitz des Gehäuses ge- chen kommen kann. Die abzuscheidenden Verun-
reinigungen od. dgl. werden daher auf Grund der magnetischen und der hydrodynamischen Vororientierung
des nach beiden Seiten um die Außenfläche 2' strömenden Mediums in die Abscheide- und Auffangzone
11 befördert. Sobald die die Mantelschale nach beiden Seiten hin umströmenden Teilströme in
den Bereich der Mantelschalenpole 3 gelangen, werden die ferromagnetischen Teilchen durch die dort
ungehindert wirkende magnetische Saugkraft förmlich aus dem Strom herausgerissen, ohne daß dabei ω
Strömungskräfte, Stromdichte oder Viskosität der Strömung zu überwinden sind. Das an den Fangpolen
3 vorbeiströmende Medium bewirkt, daß die abzuscheidenden Teile mehr und mehr in die Auffangzone
11 hineingepreßt werden. Die Gefahr eines Losreißens bereits abgeschiedener Teile bei stärkerer
Anhäufung der Abscheidungen in der Auffangzone 11 besteht nicht, weil die verfügbare magnetische
Haftkraft hier wesentlich stärker ist als die Strömungskraft im Bereich der Auffangzone 11.
Gemäß F i g. 3 ist die in den F i g. 1 und 2 dargestellte
magnetische Abscheidevorrichtung zum Filtern von Flüssigkeiten in ein topf artiges Gehäuse 4
eingebaut, welches mit einem Zufluß 5 und einem diametral gegenüberliegenden Abfluß 6 versehen ist.
Im Bereich der Mantelschalenpole 3 sind dabei Leitflächen 7 an der Gehäusewand angeordnet, welche
die Teilströme in Nähe der Pole 3 in die Auffangzone bzw. den Sammelraum 11 des Filters umlenken.
Im Abstand hinter dem Permanentmagneten 1 ist vor dem Ablauf 6 ein Siebgewebe 8 für die Abscheidung
nicht magnetisierbarer Verunreinigungen angeordnet. Hierdurch erhält man ein vorzüglich wirkendes Teilstromfilter,
das wegen seines geringen Druckverlustes mit besonderem Vorteil als Ansaug- oder Rücklauffilter
verwendet werden kann.
Gemäß Fig. 4 ist ein gewellter zylindrischer Filterkörper
10 koaxial in dem Filtergehäuse angeordnet, der den Permanentmagneten 1 und die Mantelschale 2 umschließt und der auf der Zulauf seite einen
axialen Schlitz aufweist, dessen Breite etwa gleich dem Abstand zweier klappenartiger Strömungstore 9
ist, die in Pfeilrichtung α drehbeweglich in Drehlagern 12 gelagert und unter der Vorspannung einer Spannfeder
13 stehen, so daß sie mit einem vorbestimmten Anpreß- bzw. Schließdruck gegen die Dichtflächen
14 an der Gehäuseinnenwand gedrückt werden. Sobald sich am Filtereinlauf ein unzulässig hoher Überdruck
einstellt, können die Strömungstore 9 unter Überwindung der Federkraft nach außen schwenken,
wodurch eine Umgehung 4' am Außenumfang des Filterkörpers 10 zwischen diesem und der zylindrischen
Gehäusewand 4 freigegeben wird.
Diese Anordnung hat unter anderem den Vorteil, daß selbst dann, wenn die als Klappenventile ausgebildeten
Strömungstore 9 bei dem vorbestimmten Differenzdruck ansprechen und den Umgehungsweg 4' öffnen, spezifisch schwere Verunreinigungen
nicht durch den Umgehungsweg 4' ungefiltert abgeführt werden, sondern vielmehr auf Grund des radialen
Zuflusses in den Filterkörper 10 und über die Mantelschale 2 in den Filterraum 11 gelangen. Da
der unzulässige Differenzdruck, bei dem die Strömungstore 9 öffnen, ausschließlich durch die Verstopfung
des mechanisch wirkenden Filterkörpers 10 hervorgerufen wird, ist der Filterraum 11 ohne weiteres
in der Lage, diese Verunreinigungen aufzunehmen. Die Mitnahme der Verunreinigungen über
die Umgehung 4' wird zudem auch dadurch verhindert, daß die Klappenventile bzw. die Strömungstore 9 gegenüber dem radialen Einlauf 5 nach beiden
Seiten hin etwas versetzt in dem Gehäuse 4 angeordnet und außerdem so gelagert sind, daß die Klappen
entgegen der Richtung des zuströmenden Mediums öffnen. Mit dieser Ausführungsform gemäß F i g. 4
wird somit erreicht, daß der Absolutfilter bei Sättigung des mechanischen Filterkörpers sich in einen
Teilstromfilter verwandelt, ohne daß jedoch die Gefahr besteht, daß die über den Einlauf zugeführten
spezifisch schweren ferromagnetischen Verunreinigungen
oder bereits in der Filterkammer 11 abgelagerte Verunreinigungen in den Auslaß gelangen.
Die Drehbewegung der Strömungsklappen 14 läßt sich mit bekannten Mitteln vom Druckraum des
Filtergehäuses nach außen übertragen, um eine Filtersättigungsanzeige zu erhalten.
An Stelle eines quaderförmigen Magneten läßt sich gemäß den F i g. 5 und 6 auch eine Magnetfiltersäule
verwenden, die im wesentlichen aus sogenannten keramischen Magnetringen 15 und dazwischenliegenden
bzw. diese abdeckenden Weicheisen-Polscheiben 16 besteht, die auf einer gemeinsamen unmagnetischen
Achse 17 sitzen. Da die Magnetringe 15 gemäß F i g. 6 mit ihren gleichnamigen Polen einander
zugewandt sind, verlaufen die magnetischen Kraftlinien 18 in der in F i g. 6 dargestellten Weise
jeweils zwischen den benachbarten Polscheiben. Aus diesem Grund wird hier eine unmagnetische Mantelschale 19 vorgesehen, die die Magnetsäule gegenüber
dem Filtereinlauf abdeckt. Für die Intensität der sich an der Mantelschalenoberfläche 19' einstellenden
Streufelder ist der Abstand α zwischen dem Umfang
der Magnetsäule und der zylindrischen Mantelschale 19 maßgebend. Im übrigen erfolgt die Abscheidung
in der bereits vorstehend in Zusammenhang mit den F i g. 1 bis 4 beschriebenen Weise.
Claims (12)
1. Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem
strömenden Medium, mit einer aus mindestens einem Permanentmagneten bestehenden Magnetvorrichtung
und einer in Zuflußrichtung des Strömungsmediums der Magnetvorrichtung vorgelagerten
Mantelschale, welche das zufließende Strömungsmedium in Richtung auf den Raum auf
der dem Zulauf abgewandten Seite der Magnetvorrichtung umlenkt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Magnetvorrichtung (1, 15, 16) an der dem Zulauf abgewandten, offenen Seite der Mantelschale (2, 19) durch die Mantelschale unabgedeckt und etwa zentral in dem von
der Mantelschale umschlossenen Raum angeordnet ist und daß ferner der Raum an der offenen
Seite der Mantelschale eine magnetische Auffang- und Ablagerungszone mit einem im wesentlichen
über diese gesamte, seitlich von den freien Stirnkanten (3) der Mantelschale begrenzte Zone wirkenden
magnetischen Auffangfeld bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Magnetvorrichtung (1,
15,16) teilweise umschließende Mantelschale (2, 19), wie bekannt, zylindrisch ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Mantelschale
(2, 19) die Magnetvorrichtung koaxial in einem
solchen Abstand umschließt, daß die magnetischen Haftkräfte auf der Außenfläche der Mantelschale geringer sind als die dort auftretenden
Strömungskräfte.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelschale (2,19) aus Eisen besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der aus Eisen bestehenden
Mantelschale (2) ein stabförmiger Permanentmagnet (1) angeordnet ist, dessen einer Pol (N) der
Zuflußseite des zu filternden Strömungsmediums und dessen anderer Pol (S) der offenen Seite der
Mantelschale (2) zugewandt ist, wobei die freien Stirnkanten (3) der Mantelschale (2) Mantelschalenpole
bilden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetvorrichtung
aus einer Magnetsäule (15, 16) besteht, die aus einzelnen, mit ihren gleichnamigen
Polen einander zugewandten Permanentmagneten (15) besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetvorrichtung,
wie an sich bekannt, in einem topfförmigen Gehäuse (4) angeordnet ist und daß die
Mantelschale (2,19) im Abstand von der Gehäusewand an der Zulaufseite angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des bzw. der freien.
Enden (3) der Mantelschale (2,19) Leitorgane (7,20) zur Einleitung des Mediums in den Ablagerungsraum
(11) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungsweg
des Mediums hinter der Magnetvorrichtung, wie bekannt, ein Filtersieb (8,10) angeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetvorrichtung (1) und
die ihr vorgelagerte Mantelschale (2) in einem Filterzylinder (10) liegen, der einen axialen Einlaßschlitz
aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterzylinder (10) an
dem Einlaßschlitz Strömungstore (9) od. dgl. aufweist, die gegen den Widerstand einer Feder (13)
bei einem vorbestimmten Strömungsdruck unter Freigabe einer Filterumgehung (4') verstellbar
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungstore (9) nach
Art von Klappenventilen schwenkbar gelagert und durch Federkraft gegen einen Ventilsitz (14)
des Gehäuses gehalten sind, wobei die Filterumgehung (4') durch den Ringkanal zwischen
dem FilterzyHnder (10) und dem Filtergehäuse (4) gebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909530/405
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|---|---|---|---|
| DE19681758330 DE1299790B (de) | 1968-05-14 | 1968-05-14 | Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden Medium |
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Publications (1)
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| DE1299790B true DE1299790B (de) | 1969-07-24 |
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| DE19681758330 Pending DE1299790B (de) | 1968-05-14 | 1968-05-14 | Magnetische Filtervorrichtung zur Abscheidung von ferromagnetischen Teilchen aus einem stroemenden Medium |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1299790B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1134173B (de) * | 1953-07-15 | 1962-08-02 | Hans Thoma Dr Ing | Magnetfilter |
| DE1221390B (de) * | 1965-02-13 | 1966-07-21 | Beteiligungs & Patentverw Gmbh | Verfahren zum Reinigen von Magnetfiltern |
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1968
- 1968-05-14 DE DE19681758330 patent/DE1299790B/de active Pending
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