DE1220200B - Brennstoffeinspritzeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen mit einer Vorrichtung zum Abstellen der Brennstoffzufuhr beim Rueckwaertsanlaufen - Google Patents
Brennstoffeinspritzeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen mit einer Vorrichtung zum Abstellen der Brennstoffzufuhr beim RueckwaertsanlaufenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
F02d
Deutsche KL: 46 b2-1/02
Nummer: 1220 200
Aktenzeichen: S 726681 a/46 b2
Anmeldetag: 22. Februar 1961
Auslegetag: 30. Juni 1966
Die Erfindung betrifft eine Brennstoffeinspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer von
der Maschine angetriebenen Zahnrad-Förderpumpe für ein hydraulisches Medium und mit einem mit
dem Regelglied der Einspritzpumpe verbundenen, auf Überdruck des hydraulischen Mediums ansprechenden
Stellglied, mit dem das Regelglied beim Rückwärtsanlaufen der Maschine im Sinne eines Abstellens
der Brennstoffzufuhr zu den Zylindern betätigbar ist, wobei das Stellglied auf den Druck in
der Leitung zwischen einem in normaler Förderrichtung öffnenden Rückschlagventil und der Förderpumpeneinlaßseite
anspricht.
Bei einer solchen bekannten Brennstoffeinspritzeinrichtung wird im Hydraulikkreislauf ein Ventil
verwendet, das sich bei einem bestimmten Druck aus Sicherheitsgründen öffnet. Nachteilig ist bei der
bekannten Einrichtung, daß nicht immer ein genügend hoher Druck zur Verfügung steht, um die
Regelstange auf Null-Förderstellung zu verstellen und es auch an der direkten Abhängigkeit zwischen Regelstangenstellung
und Ventilöffnungszustand fehlt. Der zusätzliche Druckmittelkreislauf bedingt hohe Herstellungskosten.
Aufgabe der Erfindung ist es, die der bekannten Brennstoffeinspritzeinrichtung anhaftenden Nachteile
zu vermeiden, diese Einrichtung also insbesondere einfacher auszubilden, und zwar dadurch, daß ein
zusätzlicher geschlossener Druckmittelkreislauf entfällt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das hydraulische Medium der Kraftstoff
ist und daß das Stellglied als normalerweise geschlossenes Druckentlastungsventil so ausgebildet ist,
daß es beim Rückwärtsanlaufen der Maschine eine Rückforderung des Kraftstoffs zu einem Vorratsbehälter
zuläßt.
Die Erfindung bringt den Vorteil, daß ein zusätzlicher geschlossener Druckmittelkreislauf entfällt.
Dadurch ergeben sich erhebliche Vereinfachungen, geringere Wartungen und eine Verringerung der Herstellungskosten.
Regeltechnisch besteht ein wesentlicher Vorteil darin, daß das Beherrschen des Entlastungsventils
durch das Stellglied insofern günstiger ist, als das an sich naheliegende Vorsehen eines anderen,
beliebigen, bei einem bestimmten Druck aus Sicherheitsgründen sich öffnenden Ventils, als stets
zunächst ein genügend hoher Druck als Kraft zur Verstellung der Regelstange auf Null-Förderstellung
zur Verfügung steht und eine direkte Abhängigkeit zwischen Regelstangenstellung und Ventilöffnungszustand
gegeben ist.
B rennstoffeinspritzeinrichtung für
Brennkraftmaschinen mit einer Vorrichtung zum Abstellen der Brennstoffzufuhr beim
Rückwärtsanlaufen
Brennkraftmaschinen mit einer Vorrichtung zum Abstellen der Brennstoffzufuhr beim
Rückwärtsanlaufen
Anmelder:
Simms Motor Units Limited, London
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Görtz, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Schneckenhofstr. 27
Frankfurt/M., Schneckenhofstr. 27
Als Erfinder benannt:
Thomas Paterson,
Zdzislav Stanislav Miracki, London
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 23. Februar 1960 (6321)
Es ist zwar bekannt, den Kraftstoff als Regelmedium bei Einrichtungen zum Verhindern des
Rückwärtslaufs von Brennkraftmaschinen durch Verstellen
bzw. Halten der Regelstange in Null-Förderstellung heranzuziehen, doch handelt es sich nicht
um eine Brennstoffeinspritzeinrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß das Druckentlastungsventil einen an
die Vorratsbehälterseite des Rückschlagventils angeschlossenen Druckentlastungskanal beherrscht.
Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Endansicht der Einrichtung, teilweise geschnitten, entlang der Linie 1-1 der F i g. 2,
Fig.2 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, entlang der Linie 2-2 der F i g. 1 und
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 in F i g. 2, wobei gewisse zusätzliche Bauteile schematisch
dargestellt sind.
Die Einspritzpumpe 12 weist eine Regelstange 13 auf, die in Längsrichtung bewegbar ist, um die Menge
des von der Einspritzpumpe zugeführten Brennstoffs zu regeln. Die Einspritzpumpe ist mit einem Dieselmotor
gekoppelt, so daß sie von ihrem Auslaß 61 aus den Zylindern des Motors der Reihe nach Brennstoff
zuführt. Der Antrieb der Einspritzpumpe geschieht von der Nockenwelle 62 aus.
609 587/117
Die Regelstange 13 wird ihrerseits von einem Fliehkraftregler 63 gesteuert, der die Regelstange 13
(wie in F i g. 2 gezeigt) mit zunehmender Drehzahl des Motors nach rechts bewegt, wodurch die Kolben
der Einspritzpumpe gedreht werden, um die Menge des durch sie zugeführten Brennstoffs zu verringern.
Sinkt die Drehzahl des Motors ab, so wird die Regelstange 13 nach links gedrückt, um die Menge des
von der Einspritzpumpe zugeführten Brennstoffs zu steigern. Die Regelstange 13 ist mit einem Verlängerungsstück
14 versehen, das ins Ende der Regelstange 13 eingeschraubt ist und durch eine Kontermutter
15 in seiner Stellung gehalten wird. Das Verlängerungsstück 14 besitzt ein abgerundetes Ende 16,
das gegen das Widerlagerteil 17 anliegt und einen Teil der Einheit 11 bildet. Der Teil 17 hat die Form
eines in einer Bohrung 18 hin- und herbewegbaren Kolbens und wird mittels einer sprialförmigen Druckfeder
19 nach rechts gedrückt (wie aus F i g. 1 zu ersehen), wobei die Bewegung des Teils 17 durch
Einwirkung der Feder 19 durch Anschlagen eines Stutzens 21, der von dem Teil 17 getragen wird, gegen
den Schraubstutzen 22, der das eine Ende der Bohrung 18 verschließt, beschränkt wird. Der Raum 23
in der Bohrung 18 ist über die Leitungen 24, 43 mit der Ausgangsseite einer Zahnradpumpe verbunden,
die in der Einheit 11 zwei Getrieberäder 26, 27 aufweist. Das Rad 27 ist auf einer Welle 28 angebracht,
die ein Teil der Nockenwelle 62 der Einspritzpumpe 12 ist. Das Zahnrad 26 ist auf einer Stummelwelle
29 angebracht, die drehbar in einer Bohrung 31 aufgenommen wird. Der Brennstoff gelangt durch eine
Leitung32 (Fig.3) in die Einheit und läuft durch
eine Leitung 42 hindurch zur Einlaßseite der Zahnradpumpe. Die Leitung 24 steht über eine Leitung
30, die eine einschnürende Öffnung 39 besitzt, mit einem Auslaß 33 in Verbindung, der seinerseits über
die Leitungen 64, 65 und einen Filter 66 mit dem Brennstoff einführstutzen 67 der Einspritzpumpe 12
verbunden ist.
Das Teil 17 kann einen Abschnitt 35 von beträchtlich verringertem Durchmesser aufweisen. Wenn der
Motor nicht läuft, stößt die Verlängerung 14 der Regelstange 13 gegen den Abschnitt 35 des Teils 17.
Die Regelstange 13 ist dann weiter links als ihre in Fig. 2 gezeigte Stellung, und infolgedessen kann die
Brennstoffeinspritzpumpe einen Überschuß an Brennstoffzufuhr liefern, wie ihn der Motor beim
Start verlangt. Das Teil 17 weist, wie bei 38 gezeigt, eine sich verjüngende Form auf, so daß die Regelstange
13 infolgedessen (wie in Fig.2 gezeigt) allmählich
nach rechts bewegt wird, sobald die Drehzahl des Motors nach unten und weiter zunimmt,
vorausgesetzt natürlich, daß der Motor weiter bei voller Belastung läuft, so daß der Regler die Verlängerung
14 der Regelstange in Berührung mit dem Teil 17 hält.
Ein Überdruckventil 34 ist zwischen dem Auslaß 33 und dem Einlaß 32 vorgesehen. Das Ventil 34
öffnet sich, sobald der anliegende Druck einen vorbestimmten Wert übersteigt, und verhindert dadurch,
daß der Druck am Auslaß 33 einen übermäßigen Wert erreicht.
Der Brennstoff wird dem Einlaß 32 über ein Ventil 44 zugeführt, das normalerweise offen ist, damit der
Brennstoff über die Leitungen 45, 46 zum Einlaß 32 fließen kann. Die Leitung 46 steht mit einer Ventilkammer
47 in Verbindung, die ein Ventilorgan 48
ίο aufweist, das seinerseits durch eine Feder 49 in die
in F i g. 3 veranschaulichte Stellung gedrückt wird. Wenn die Maschine in falscher Drehrichtung anläuft,
wird der Brennstoff unter Druck durch den Einlaß 32 zurückgepumpt. Dadurch wird das Ventil
44 geschlossen, und der Brennstoffdruck in der Leitung 46 betätigt dann das Ventil 48, um einen Druckentlastungskanal
51 zu öffnen. Bei dieser Betätigung tritt das Ventilorgan 48 mit einem Motorstoppglied
52 in Wirkverbindung, das eine mechanische Ver-
ao bindung 68 mit der Regelstange 13 besitzt und dazu dient, den Motor durch Betätigung der Regelstange
13 abzustellen, indem die Brennstoffzufuhr zum Motor unterbrochen wird. Eine handbetätigte Einspritzpumpe
53 ist mit aufgenommen, die Regulierventile 40, 41 besitzt.
Claims (2)
1. Brennstoff einspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer von der Maschine angetriebenen
Zahnrad-Förderpumpe für ein hydraulisches Medium und mit einem mit den!
Regelglied der Einspritzpumpe verbundenen, auf Überdruck des hydraulischen Mediums ansprechenden
Stellglied, mit dem das Regelglied beim Rückwärtsanlaufen der Maschine im Sinne eines Abstellens der Brennstoffzufuhr zu den Zylindern
betätigbar ist, wobei das Stellglied auf den Druck in der Leitung zwischen einem in
normaler Förderrichtung öffnenden Rückschlagventil und der Förderpumpeneinlaßseite anspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Medium in an sich bekannter Weise der Kraftstoff ist und daß das Stellglied als
normalerweise geschlossenes Druckentlastungsventil (47,48) so ausgebildet ist, daß es beim
Rückwärtsanlaufen der Maschine eine Rückförderung des Kraftstoffs zu einem Vorratsbehälter
zuläßt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckentlastungsventil
(47,48) einen an die Vorratsbehälterseite des Rückschlagventils (44) angeschlossenen Druckentlastungskanal
(51) beherrscht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 527 923, 891 638,
891 769, 941 236;
britische Patentschriften Nr. 408 760, 448 305.
Deutsche Patentschriften Nr. 527 923, 891 638,
891 769, 941 236;
britische Patentschriften Nr. 408 760, 448 305.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| GB6321/60A GB975233A (en) | 1960-02-23 | 1960-02-23 | Improvements in or relating to fuel injection systems |
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|---|---|
| DE1220200B true DE1220200B (de) | 1966-06-30 |
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ID=9812382
Family Applications (1)
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| DES72668A Pending DE1220200B (de) | 1960-02-23 | 1961-02-22 | Brennstoffeinspritzeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen mit einer Vorrichtung zum Abstellen der Brennstoffzufuhr beim Rueckwaertsanlaufen |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| ES (1) | ES265069A1 (de) |
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