DE3718607A1 - Kraftstoffeinspritzpumpenanordnung - Google Patents
KraftstoffeinspritzpumpenanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzpumpenan
ordnung zur Kraftstoffzufuhr zu einem Dieselmotor, mit
einer Hochdruckpumpe, die in zeitlicher Abstimmung mit dem
Motor betätigt wird, und einer motorgetriebenen Nieder
druckpumpe, die der Hochdruckpumpe Druckkraftstoff zuführt,
und mit kraftstoffdruckbetätigten Mitteln, die die von der
Hochdruckpumpe geförderte Kraftstoffmenge regeln, wobei die
Niederdruckpumpe die Druckkraftstoffquelle für die kraft
stoffdruckbetätigten Mittel bildet.
Ein Beispiel für eine solche Anordnung ist eine Verteiler
einspritzpumpenanordnung, bei der der Kraftstoffstrom von
der Nieder- zur Hochdruckpumpe von einer Drossel geregelt
wird, die mit dem Förderdruck der Niederdruckpumpe beauf
schlagt und gegen die Kraft einer Feder bewegbar ist zur
Verminderung des Kraftstoffstroms zur Hochdruckpumpe und
damit zum Motor bei steigender Motordrehzahl. Die von der
Feder ausgeübte Kraft kann von Hand verstellt werden, und
es wird eine Regelwirkung erhalten, da mit abnehmender
Motordrehzahl auch der Förderdruck der Niederdruckpumpe
abnimmt, so daß die druckbetätigten Mittel verschoben wer
den, um die dem Motor zugeführte Kraftstoffmenge zu er
höhen, und umgekehrt.
Ein weiteres Beispiel für eine Anordnung der eingangs
genannten Art ist in der veröffentlichten GB-Patentanmel
dung 20 37 365 A beschrieben, wobei der Verteiler in Axial
richtung gegen die Kraft einer Feder zur Verminderung des
Kraftstoffstroms zum Motor aufgrund des von der Nieder
druckpumpe zugeführten Druckkraftstoffs verschiebbar ist,
wobei der den Verteiler beaufschlagende Kraftstoffdruck
mittels einer elektronischen Steuerung verstellbar ist.
Ein weiteres Beispiel für eine Anordnung mit axial ver
schiebbarem Verteiler ist in der veröffentlichten GB-Pa
tentanmeldung 20 69 722 A beschrieben. Dabei wird der den
Verteiler beaufschlagende Druck von einer mechanischen
Regelvorrichtung geregelt.
Bei jeder der vorstehend genannten Anordnungen besteht für
den Fall, daß der Förderdruck der Niederdruckpumpe, z. B.
aufgrund von in die Niederdruckpumpe angesaugter Luft ab
fällt, die Gefahr, daß die dem Motor zugeführte Kraftstoff
menge erhöht wird, und zwar deshalb, weil der Druck des von
der Niederdruckpumpe zugeführten Kraftstoffs zwar fallen
kann, jedoch eventuell nicht weit genug fällt, um den
Kraftstoffstrom zur Hochdruckpumpe zu vermindern. In jedem
Fall kann die Hochdruckpumpe selbst Kraftstoff durch ihren
Förderkanal ansaugen, und zwar insbesondere bei steigender
Motordrehzahl. Dies führt dazu, daß die Regelwirkung ver
lorengehen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
einer Anordnung der eingangs genannten Art in einfacher und
zweckmäßiger Form.
Die Kraftstoffeinspritzpumpenanordnung nach der Erfindung
ist gekennzeichnet durch ein elektromagnetisches Absperr
organ, das im erregten Zustand Kraftstoff zum Motor strömen
läßt, durch ein druckempfindliches Element, das auf den von
der Niederdruckpumpe erzeugten Kraftstoffdruck anspricht
und bei über einem vorbestimmten Pegel liegendem Kraft
stoffdruck das Absperrorgan erregt hält, und durch Mittel
zum Erregen des Absperrorgans, um das Anlassen des Motors
zu ermöglichen.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Pumpenan
ordnung; und
Fig. 2 ein elektrisches Schaltbild für die Anordnung
nach Fig. 1.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Anordnung eine Hochdruckpumpe 10
mit mehreren Auslässen 11, die im Betrieb an die jeweiligen
Einspritzdüsen des zugehörigen Motors angeschlossen sind.
Die Hochdruckpumpe 10 wird in zeitlicher Abstimmung mit dem
zugehörigen Motor angetrieben, und Kraftstoff wird ihr von
einer ebenfalls vom Motor angetriebenen Niederdruckpumpe 12
zugeführt. der Einlaß 13 der Niederdruckpumpe 12 ist an
einen Kraftstoffvorrat, z. B. einen Kraftstoffbehälter,
angeschlossen, und ihr Auslaß 14 ist über eine Drosselein
heit 15 und ein Schaltventil 16 mit dem Einlaß der Hoch
druckpumpe verbunden. Der Ein- und der Auslaß der Nieder
druckpumpe sind über ein Druckregelventil 17 miteinander
verbunden, das den Förderdruck der Niederdruckpumpe so
regelt, daß dieser entsprechend der Drehzahl, mit der die
Anordnung angetrieben wird, änderbar ist.
Wenn im Betrieb das Schaltventil 16 geöffnet ist, wird
Kraftstoff von der Niederdruck- zur Hochdruckpumpe geför
dert, die ihrerseits Kraftstoff zu den Brennräumen des
zugehörigen Motors fördert. Die Kraftstoffmenge ist durch
die Einstellung der Drosseleinheit 15 bestimmt, die ein in
Axialrichtung gegen die Kraft einer Verstellfeder durch den
Kraftstoffdruck am Auslaß 14 der Niederdruckpumpe ver
schiebbares Drosselglied aufweist. Die Drossel ist so ange
ordnet, daß bei ihrer weiteren Verschiebung gegen die Kraft
der Feder mit steigendem Kraftstoffdruck die Kraftstoff
menge, die der Hochdruckpumpe und damit dem Motor zugeführt
wird, verringert wird. Die von der Feder ausgeübte Kraft
ist durch manuell betätigte Mittel verstellbar, und die
Anordnung hat eine Drehzahlregelwirkung.
Wie bereits erläutert, kann in den Einlaß 13 der Nieder
druckpumpe Luft gelangen, was zu einer Verminderung des
Förderdrucks führt, und aufgrund der Anordnung der Drossel
kann diese auf die Druckminderung ansprechen und mehr
Kraftstoff zum Motor strömen lassen. Die Reglerwirkung geht
daher verloren, und dies kann insbesondere dann zu einer
gefährlichen Situation führen, wenn der Motor ein Straßen
fahrzeug antreibt.
Um dieses Problem zu überwinden, ist ein kraftstoffdruck
empfindliches Element 18 vorgesehen, das auf den Druck am
Auslaß 14 der Niederdruckpumpe anspricht. Das Element 18
bestimmt, die Aktivierung des Schaltventils 16, und es ist
vorgesehen, daß bei unter einen vorgegebenen Pegel sinken
dem Förderdruck das Schaltventil 16 in die Schließstellung
gebracht wird, so daß eine weitere Kraftstoffzufuhr zum
Motor blockiert ist.
Das Schaltventil 16 kann durch ein Absperrorgan 19 ersetzt
werden, das in der Schließstellung den Kraftstoffstrom zum
Motor zuläßt, während in der Offenstellung des Absperror
gans der von der Hochdruckpumpe geförderte Kraftstoff zu
einem Rücklaufbehälter strömt, so daß die Kraftstoffzufuhr
zum Motor unterbrochen ist.
Die Absperrorgane 16 und 19 sind elektromagnetisch betä
tigt, und wenn dem Motor Kraftstoff zugeführt werden soll,
müssen diese Absperrorgane erregt werden. Auf diese Weise
können die Absperrorgane erforderlichenfalls auch zum Ab
stellen des Motors dienen. Das kraftstoffdruckempfindliche
Element 18 kann mit den Absperrorganen 16 oder 19 elek
trisch in Reihe geschaltet sein, wobei das Element 18 ein
Schalter ist, der geschlossen ist, wenn der Druck über
einem vorbestimmten Pegel liegt. Bei dieser Anordnung tritt
jedoch das Problem auf, daß beim Anlassen des Motors der
Förderdruck der Niederdruckpumpe unter dem vorgenannten
vorbestimmten Pegel liegt. Es ist somit notwendig, irgend
einen Kurzzeit-Förderkreis für die Absperrorgane zum An
lassen des Motors vorzusehen.
Fig. 2 zeigt den Startermotor bei 20, dessen einer Anschluß
an Masse und an einer Klemme der Batterie 21 liegt. Der
andere Anschluß des Startermotors kann mit der anderen
Klemme der Batterie über ein Relais 22 verbunden sein, das
eine Wicklung aufweist, die erregt wird, wenn die Schalter
23 und 24 geschlossen werden. Der Schalter 23 ist der kon
ventionelle Startschalter des elektrischen Systems des
Kraftfahrzeugs, der geschlossen wird, wenn das Fahrzeug
angelassen werden soll, wobei dieser Startschalter auch
dazu dient, die Energiezufuhr zu verschiedenen Zusatzein
richtungen des Fahrzeugs zu regeln. Der Schalter 24 wird
üblicherweise geschlossen, wenn der Startschalter über
seine Normalstellung hinaus in eine Motorstartstellung
gedreht wird. Wenn die Schalter 23 und 24 geschlossen sind,
wird das Relais 22 erregt, so daß der Startermotor der
Brennkraftmaschine betätigt wird. Ein zwischen den Schal
tern 23, 24 liegender Punkt ist mit dem Absperrorgan 16
über den Fühler 18 verbunden, der im vorliegenden Fall ein
einfacher druckbetätigter Schalter ist. Bei Normalbetrieb
des Motors wird daher der Schalter 23 geschlossen, der
Schalter 24 geöffnet und der durch den Fühler 18 gebildete
Schalter geschlossen, so daß das Absperrorgan 16 erregt
wird und einen Kraftstoffstrom zuläßt.
Zum Anlassen ist eine Diode 25 vorgesehen, die beim Schlie
ßen des Schalters 24 dem Absperrorgan 16 Strom zuführt und
es solange erregt, wie der Startermotor in Betrieb ist.
Nachdem der Motor angelassen ist, wird der vom Fühler 18
gebildete Schalter geschlossen, und der Motor läuft normal
bei geöffnetem Schalter 24. Die Diode hat die Funktion,
eine Erregung des Relais 22 nach dem Öffnen des Schalters
24 zu verhindern. Wenn der Motor abgestellt werden soll,
wird der Schalter 23 geöffnet, wodurch das Absperrorgan 16
entregt wird und eine weitere Kraftstoffzufuhr zur Hoch
druckpumpe und damit zum Motor unterbindet.
Im Fall der Pumpen, wie sie in den veröffentlichten GB-
Patentanmeldungen 20 37 365 A und 20 69 722 A beschrieben
sind, wird die Drosseleinheit 15 durch ein Druckregelsystem
ersetzt, das den das Ende des Verteilers der Anordnung be
aufschlagenden Druck regelt. In diesem Fall ist das Ab
sperrorgan 16 direkt mit dem Auslaß 14 der Niederdruckpumpe
verbunden, so daß, wenn das Absperrorgan 16 entregt wird,
die Kraftstoffzufuhr zum Motor unterbunden wird.
Bei beiden Ausführungsformen der beschriebenen Anordnung
ist es hin und wieder erforderlich, Luft aus den Leitungen
in der Anordnung, insbesondere den Leitungen der Hochdruck
pumpe, abzulassen, um ein schnelles Wiederanlassen des
Motors zu erleichtern.
Zu diesem Zweck ist ein weiteres Absperrorgan 26 vorge
sehen, und gemäß Fig. 2 ist dieses mit dem Relais 22 pa
rallelgeschaltet, so daß es erregt wird, wenn der Starter
motor des Motors läuft. Im erregten Zustand nimmt das Ab
sperrorgan 26 eine Offenstellung ein, und es ist vorgese
hen, daß es mit der Pumpkammer der Hochdruckpumpe während
der Füllperioden derselben in Verbindung steht. Dies wird
durch Verwendung geeigneter Öffnungen am Verteiler und in
dem umgebenden Gehäuse erreicht. Auf diese Weise bildet das
Absperrorgan 26 während einer Füllperiode der Hochdruck
pumpe einen Strömungsweg zum Behälter, wodurch das Entlüf
ten der Leitungen in der Anordnung erleichtert wird. Der
Strömungsweg durch das Absperrorgan 26 muß derart sein, daß
der Kraftstoffstrom zwar gedrosselt ist, aber ein im we
sentlichen ungehinderter Luftstrom ermöglicht ist, da sich
sonst die Pumpkammer der Hochdruckpumpe nicht mit Kraft
stoff füllt.
Alternativ können das Absperrorgan 26 und die Öffnungen so
angeordnet sein, daß Luft und Kraftstoff nur während der
Anfangsphase eines Förderhubs der Hochdruckpumpe zum Behäl
ter entweichen können.
Claims (6)
1. Kraftstoffeinspritzpumpenanordnung zur Kraftstoffzufuhr
zu einem Dieselmotor, mit einer Hochdruckpumpe, die in
zeitlicher Abstimmung mit dem Motor betätigt wird, und
einer motorgetriebenen Niederdruckpumpe, die der Hochdruck
pumpe Druckkraftstoff zuführt, und mit kraftstoffdruckbe
tätigten Mitteln, die die von der Hochdruckpumpe geförderte
Kraftstoffmenge regeln, wobei die Niederdruckpumpe, die
Druckkraftstoffquelle für die kraftstoffdruckbetätigten
Mittel bildet,
gekennzeichnet durch
ein elektromagnetisches Absperrorgan (16; 19), das im er regten Zustand Kraftstoff zum Motor strömen läßt,
ein druckempfindliches Element (18), das auf den von der Niederdruckpumpe (12) erzeugten Kraftstoffdruck anspricht, und bei über einem vorbestimmten Pegel liegendem Kraft stoffdruck das Absperrorgan (16; 19) erregt hält, und
Mittel (23, 24) zum Erregen des Absperrorgans (16; 19), um das Anlassen des Motors zu ermöglichen.
ein elektromagnetisches Absperrorgan (16; 19), das im er regten Zustand Kraftstoff zum Motor strömen läßt,
ein druckempfindliches Element (18), das auf den von der Niederdruckpumpe (12) erzeugten Kraftstoffdruck anspricht, und bei über einem vorbestimmten Pegel liegendem Kraft stoffdruck das Absperrorgan (16; 19) erregt hält, und
Mittel (23, 24) zum Erregen des Absperrorgans (16; 19), um das Anlassen des Motors zu ermöglichen.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Erregen des Absperrorgans (16; 19) einen
Schalter (24) umfassen, der geschlossen wird, um den Star
termotor (20) des zugehörigen Motors zu aktivieren.
3. Anordnung nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch
eine Diode (25), die mit dem Schalter (24) und dem Absperr
organ (16) in Reihe liegt, wobei die Diode (25) die Strom
zuführung zu anderen elektrischen Bauelementen sperrt, wenn
der Schalter (24) nach dem Anlassen des Motors geschlossen
wird.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-3,
gekennzeichnet durch
ein weiteres Absperrorgan (26), das während des Anlassens
des Motors wirksam ist und ein Entlüften der Hochdruckpumpe
(10) gestattet.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erstgenannte Absperrorgan (16) in Reihe zwischen
die Hochdruckpumpe (10) und die Niederdruckpumpe (12) ge
schaltet ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erstgenannte Absperrorgan (19) der Hochdruckpumpe
(10) zugeordnet ist und im geöffneten Zustand von der Hoch
druckpumpe (10) geförderten Kraftstoff zu einem Behälter
ableitet.
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