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Flexible, das Luftkissen eines Luftkissenfahrzeuges lückenlos begrenzende
Schürze Die Erfindung bezieht sich auf eine flexible, das Luftkissen eines Luftkissenfahrzeuges
lückenlos begrenzende Schürze, die aus mehreren, im wesentlichen vertikal angeordneten
Teilstücken besteht.
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Bei einem bekannten Luftkissenfahrzeug mit einer derartigen Schürze
sind die Teilstücke flexibel ausgebildet und hängen am Umfang des Fahrzeuges das
Luftkissen begrenzend herunter.
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Außerdem ist ein Kraftfahrzeug bekanntgeworden, welches teilweise
von einem Luftkissen getragen werden kann, das mit am Fahrzeugrahmen gelenkig befestigten
Wänden, deren bodennahe Ränder mit einem Dichtungsstreifen aus Gummi od. dgl. elastischem
Material versehen sind, begrenzt ist. Der Nachteil der zuletzt genannten Abdichtung
besteht darin, daß diese über die gesamte Fahrzeugbreite in sich starr ist, so daß
sie sich, insbesondere wenn sich das Fahrzeug über relativ unebenen Boden hinwegbewegt,
diesem Boden nur schlecht anpassen kann, was zur Folge hat, daß erhebliche Luftmengen
aus dem Luftkissen ausströmen.
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Zur Vermeidung dieses Nachteils hat man bei dem eingangs genannten
Fahrzeug die Schürze in mehrere vertikal angeordnete Teilstücke, welche aus einem
flexiblen und abriebfesten Kunststoff bestehen, aufgeteilt.
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Bei dieser Anordnung kann jedoch die Luft zwischen allen einzelnen
Teilstücken ohne Schwierigkeiten austreten, was wiederum zu einer Herabsetzung des
Wirkungsgrades der Antriebsvorrichtung bei Luftkissenfahrzeugen führt.
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Um auch diesen Mangel zu beseitigen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
die Teilstücke mittels eines flexiblen, im Ruhezustand der Schürze eine im wesentlichen
senkrecht zum Fahrzeugboden stehende Falte zwischen je zwei benachbarten Teilstücken
bildenden Zwischenstückes geringerer Steifigkeit als die der Teilstücke miteinander
zu verbinden. Dabei bleibt die Beweglichkeit der Teilstücke gegeneinander erhalten,
wobei die Dichtung auch bei ausgelenkten Teilstücken gewährleistet ist.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung kann die Schürze derart aufgebaut
sein, daß die Teilstücke zusammen mit den Zwischenstücken aus einem Stück bestehen,
oder daß die Teilstücke auf der Außenseite zwischen den Falten der als ein Teil
ausgebildeten Zwischenstücke angeordnet sind.
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Zur Verminderung des Gewichts können, wie .bereits vorgeschlagen wurde,
die Teilstücke Hohlräume aufweisen.
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Daneben ist es möglich, die Hohlräume; wie ebenfalls bereits vorgeschlagen
wurde, mit einem unter Druck stehenden Gas zu füllen oder mit das Einknicken der
Teilstücke über ein bestimmtes Maß hinaus verhindernden Bauteilen zu versehen.
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Damit die Schürze in Bodennähe flexibler ist als nahe der Fahrzeugunterseite,
wurde bereits vorgeschlagen, den Querschnitt der Schürze derart zu dimensionieren,
daß er über deren Höhe von oben nach unten abnimmt. Diese Dimensionierung hat sich
auch für die erfindungsgemäß ausgebildeten Teilstücke als zweckmäßig erwiesen. Ebenso
sind diese an einer oder mehreren bestimmten Stellen ausschließlich oder einschließlich
der Befestigungsstelle an der Fahrzeugunterseite mit biegsamen Sollknickstellen
versehen.
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Um die zwischen der Schürze und der überschwebten Oberfläche auftretenden
Reibungskräfte sowie den Anteil der aus dem Luftkissen austretenden Luft klein zu
halten, können die unteren Enden der Schürzenteilstücke -in bereits vorgeschlagener
Weise
derart ausgebildet werden, daß sie bei Verbiegung in Richtung
auf das Luftpolster ein geringeres Widerstandsmoment als in entgegengesetzter Richtung
bieten.
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Schließlich kann der untere Teil der Schürze in bereits vorgeschlagener
Weise schräg -:nach innen gegen das Luftpolster geneigt sein, wodurch wiederum einerseits
die Gleitfähigkeit des unteren Randes und andererseits die Dichtung zwischen diesem
und der überschwebten Fläche verbessert werden.
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Der Gegenstand der Erfindung ist an Hand von in den F i g. 1 bis 5
der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispielen nachstehend näher
erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Horizontalschnitt durch einen Teil einer Ausführungsform
der Schürze, F i g. 2 einen Teil der Anordnung nach F i g. 1 im auseinandergezogenen
Zustand-im Horizontalschnitt, F i g. 3 einen Horizontalschnitt eines Teiles einer
anderen Ausführungsform der Schürze, F i g. 4 die Anordnung nach F i g. 3, bei welcher
das mittlere Teilstück nach innen ausgelenkt ist und F i g. 5 einen Vertikalschnitt
durch ein Ausführungsbeispiel der Schürze.
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Die in der Zeichnung dargestellten Schürzen sind längs des Umfanges
auf der Unterseite eines Fahrzeugs befestigt" welches von einem Luftkissen getragen
wird. Dieses Fahrzeug kann mit einer lediglich längs des Umfanges verlaufenden,
einen Luftvorhang bildenden Druckkammer oder aber einer auf der gesamten Unterseite
des Fahrzeugs angeordneten Sammelkammer versehen sein. In jedem Falle wird die Schürze,
die das Luftpolster gegenüber der Atmosphäre begrenzt, vom Fahrzeug getragen, wobei
sie mit ihrem oberen Rand an der Unterseite des Fahrzeugs befestigt ist und ihr
unterer Rand im Betriebszustand des Fahrzeugs einen geringen Abstand vom Boden einnimmt,
über welchen sich das Fahrzeug hinwegbewegt.
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Die in F i g. 1 und 2 dargestellte Schürze setzt sich aus mehreren
einzelnen Teilstücken 1 zusammen, deren obere Enden in Abständen längs des Umfanges
an der Fahrzeugunterseite befestigt sind. Die -Teilstücke 1 haben einen rechteckigen
Querschnitt und bestehen ihrerseits aus den beiden sich von oben nach unten erstreckenden
Teilen 1 A und 1 B, die gegenüberliegend auf einem die benachbarten Teilstücke
1 miteinander verbindenden Zwischenstück 2 angeordnet sind. Das Zwischenstück
besteht aus einer sich über den gesamten Umfang des Fahrzeugs erstreckenden flexiblen
Membran. Stehen die Teilstücke 1 sowie das Zwischenstück 2 lediglich unter der Wirkung
der Schwerkraft, hängen sie von der Fahrzeugunterseite derart herab, daß das Zwischenstück
2 zwischen je zwei benachbarten Teilstücken 1 -eine senkrecht verlaufende Falte
3 bildet. Die Teilstücke 1 besitzen eine erheblich größere Steifigkeit als das Zwischenstück
2. So besteht letzteres vorzugsweise aus Gummi, während die Teilstücke 1 z. B. aus
Nylon oder aus einem Gummimaterial-bestehen, in welchem Verstärkungsstäbe aus Stahl
eingebettet sind. Ferner können die Teilstücke 1 selbst aus Stahlblech bestehen.
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Trifft- die Schürze während der Bewegung des Fahrzeugs auf ein Hindernis,
können ein oder mehrere-Teilstücke ausgelenkt werden; wie es beispielsweise finit
F i g. 2 vei-anschaülicht ist. Es ist zu erkennen, daß sich der Abstand zwischen
zwei benachbarten Teilstücken vergrößert hat, wobei die zwischen diesen Teilstücken
befindliche Falte des Zwischenstückes 2 auseinandergezogen wird.
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Die Aufgabe der relativ starren Teilstücke besteht darin, den. auf
die Schürze wirkenden Druck des Luftpolsters aufzunehmen, so daß diese eine -annähernd
vertikale Lage einnimmt. Das flexible Zwischenstück 2 hat dagegen die Aufgabe
zu verhindern, daß Luft weder in der normalen vertikalen Lage der Teilstücke noch
in ausgelenkter Lage, wenn z. B. der Vorhang auf ein Hindernis auftrifft, austritt.
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Aus den F i g. 3 und 4 der Zeichnung ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Schürze ersichtlich, bei welchem die Teilstücke 1 der Schürze lediglich auf
der Außenseite des flexiblen Zwischenstückes 2 befestigt sind. Wie ferner zu. erkenn
en ist, haben die Teilstücke nach diesem -Ausführungsbeispiel einen trapezförmigen
Querschnitt und sind jeweils gegeneinander um 180° versetzt derart angeordnet, daß
die benachbarten Flächen der Teilstücke parallel zueinander verlaufen. Zwischen
jeweils benachbarten Teilstücken 1 befindet sich in normaler Betriebslage der Schürze
die Falte 3 des flexiblen Zwischenstückes 2. Wie insbesondere aus F i g. 4 der Zeichnung
hervorgeht, gestattet die Anordnung der Falte 3 eine Auslenkung benachbarter Teilstücke
1 gegeneinander um einen Betrag, welcher der Breite der Falte 3 entspricht.
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Daneben können die Teilstücke 1 auch kreisrund oder rohrförmig sein,
wobei die Abmessungen des Querschnitts in Abhängigkeit vom Abstand von der Fahrzeugunterseite
kleiner werden können.
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Während im Regelfall die Teilstücke 1 sich senkrecht nach unten
erstrecken, können sie auch bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel um
einen geringen Betrag schräg nach hinten geneigt angeordnet werden.
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Die Teilstücke 2 sind gelenkig mit der Fahrzeugunterseite verbunden,
so daß sie schwingende Bewegungen nach vorn und hinten ausführen können. Da das
Zwischenstück 2' eine relativ große Flexibilität besitzt, kann dieses unmittelbar
an der Fahrzeugunterseite befestigt werden. Es kann jedoch in gleicher Weise wie
die Teilstücke 1 an die Unterseite des Fahrzeugkörpers angelenkt werden.
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Bei der in F i g. 5 im Vertikalschnitt dargestellten, aus den Teilstücken
1 und dem Zwischenstück 2 bestehenden Schürze ist der untere Rand 6 schräg nach
innen gegen das Luftkissen geneigt. Hierdurch wird das Entweichen von Luft aus dem
Luftkissen behindert, und gleichzeitig die Gleitfähigkeit der über den Boden gleitenden
Schürzenränder verbessert.
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Die Teilstücke 1 können auch derart dimensioniert sein, daß die zwischen
Innen- und Außenwand gemessene Stärke der Teilstücke mit zunehmendem Abstand von
der Fahrzeugunterseite abnimmt.
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Ferner können in den Teilstücken 1 Sollknickstellen vorgesehen werden,
wozu innerhalb der Teilstücke geschlossene Hohlräume von kreisförmigem, elliptischem,
quadratischem, recht- oder vieleckigem Querschnitt vorgesehen werden. Daneben können
die Teilstücke massiv sein und einen kreuzförmigen V-, I- oder T-förmigen Querschnitt
haben, wobei wiederum die Querschnittsfiäche in Abhängigkeit vom Abstand von der
Fahrzeugunterseite kleiner werden kann.
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Durch diese Maßnahmen wird das Widerstandsmoment der Schürze gegen
Verbiegen beeinflußt.
Sind die Teilstücke 1 mit Hohlräumen versehen,
so können in diesen Bauteile, z. B. eine Stange, ein Rohr oder ein kegelförmiger
Zapfen, angeordnet werden, die ein Einknicken der Teilstücke über ein bestimmtes
Maß hinaus verhindern, so daß zu hohe mechanische Beanspruchungen der Schürze vermieden
werden, die von sehr starken Krümmungen in den Randbereichen der mit Hohlräumen
versehenen Teilstücke begleitet wären.
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Die Teilstücke 1 können mit derart angeordneten Hohlräumen versehen
sein, daß die Wandstärke auf der Vorderseite größer ist als auf der dem Luftkissen
zugekehrten Seite, so daß die Teilstücke 1 ein geringeres Widerstandsmoment bieten,
wenn sie nach hinten umgebogen werden als wenn eine Durchbiegung in Fahrtrichtung
erfolgt. Diese für den Bug eines Fahrzeugs geeignete Schürzenform hat eine relativ
große Steifigkeit und ist in der Lage, den Druck des Luftkissens aufzunehmen; dagegen
weist sie eine geringere Steifigkeit auf, wenn sie beim überschweben von Wasseroberflächen
oder vom Festland mit Wellen bzw. Hindernissen in Form von Unebenheiten in Berührung
kommt.
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Die Schürzen eignen sich auch zur Unterteilung des Luftkissens und
sind entsprechend den Regeln zu bemessen, die im Zusammenhang mit den am Umfang
des Fahrzeugs anzuordnenden Schürzen erläutert wurden.
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Unter einem Luftkissenfahrzeug ist auch ein Fahrzeug zu verstehen,
welches nicht ausschließlich von einem Luftkissen getragen wird.