DE1220119B - Heizpresse zum Vulkanisieren von Fahrzeugluftreifen - Google Patents
Heizpresse zum Vulkanisieren von FahrzeugluftreifenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D30/00—Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
- B29D30/06—Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
- B29D30/52—Unvulcanised treads, e.g. on used tyres; Retreading
- B29D30/54—Retreading
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Description
- Heizpresse zum Vulkanisieren von Fahrzeugluftreifen Die Erfindung bezieht sich auf eine Heizpresse zum Vulkanisieren von Fahrzeugluftreifen, insbesondere zur Runderneuerung und Besohlung von Fahrzeugluftreifen, mit einem beheizbaren, einteiligen, senkrecht ausgerichteten Formkasten und zwei beiderseits gegenüber von Fahrzeugluftreifen, dem Formkasten bewegbaren, an den zu bearbeitenden Reifen anlegbaren, planparallelen Deckteilen, von denen einer zentrisch mit einem dem Felgendurchmesser der zu bearbeitenden Reifen angepaßten Führungshohlzylinder verbunden ist und die durch ein sämtliche Pressenteile durchdringendes Spannelement über ein an diesem angreifendes Spannstück schließbar sind.
- Es ist bekannt, Heizpressen so auszubilden, daß einem einteiligen Formkasten zwei beidseitig anlegbare Deckteile zugeordnet sind, die durch ein zelltrales Spann- und Führungselement gegeneinander und damit gegen die Seitenwandungen eines in den Formkasten eingelegten Reifens gepreßt werden.
- Durch die im wesentlichen vertikale Orientierung des Spann- und Führungselementes wirken einseitig Belastungen auf den Reifen, was ein Verlaufen des Protektors zur Folge haben kann. Die für das Abhiezen notwendige Felge ist bei der bekannten Ausführungsform gegenüber den Pressenteilen frei beweglich, so daß sie zusätzlich einseitig auf den eingelegten Reifen drückt.
- Zur Vermeidung dieser einseitigen Reifenbelastung durch die Felge ist es bekannt, eine zylinderförmig ausgebildete Felge einzusetzen, die an einem ortsfesten Deckteil starr befestigt ist. Bei dieser bekannten Ausführungsform ist es jedoch notwendig, den Formkasten und das zweite Deckteil frei zu bewegen, was nur bei kleinen Reifengrößen ohne mechanische Hilfsmittel möglich ist. Zudem müssen der Formkasten und das frei bewegliche Deckteil mit Teilen ineinandergreifen, um den Reifen nicht einseitig durch Pressenteile zu belasten. Wegen der notwendigen Formschlüssigkeit der Pressenteile ist es nur sehr bedingt möglich, auf der gleichen Presse Reifen unterschiedlicher Größe abzuheizen.
- Weiterhin ist es bekannt, komplette, zweiteilige, senkrecht ausgerichtete Formkästen mit Rädern auszustatten, um sie in einen Preßrahmen zum Abheizen einzufahren. Bei dieser bekannten Ausführungsform werden eine Merhzahl kompletter Formkästen nebeneinandergestellt, - an eine-zentrale Heizdampfleitung angeschlossen und durch Druckstücke während des Abheizvorganges gegeneinander und gegen zusätzliche Heizflächen gepreßt. Diese bekannte Aufb form hat den Nachteil, daß für jede Reifengrößekomplette Formkästen vorhanden sein müssen und daß zum Abheizen immer eine größere Anzahl von Pressen gleichzeitig eingefahren werden müssen, was eine große Anzahl von Formkästen für den Betrieb voraussetzt und trotzdem keinen kontinuierlichen Betrieb zuläßt.
- Schließlich ist es bekannt, mehrteilige, vorzugsweise zweiteilige, Formkästen zu verwenden, die durch Antriebselemente, z. B. Hydraulikanlagen, geschlossen werden. Diese Heizpressen sind sehr aufwendig und deshalb nur für größere Betriebe geeignet, die eine große Anzahl gleicher Reifen hintereinander vulkanisieren, weil bei jeder Anderung der Reifengröße oder-des Reifenprofils die Presse umgerüstet werden muß.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obengenannte Heizpresse so zu verbessern, daß ohne großen Aufwand und ohne große Rüstzeiten nacheinander- Reifen unterschiedlicher Größe und/oder unterschiedlichen Profils abgeheizt werden können.
- Erfindungsgemäß wird bei der Heizpresse der angegebenen Art die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß der Formkasten und zumindest eines der Deckteile gegeneinander verschiebbar ausgebildet sind.
- Durch die Verschiebbarkeit der Pressenteile gegeneinander sind diese in der Höhe gegenseitig ausgerichtet, so daß keine formschlüssige Verbindung zwischen den Teilen notwendig ist. Ferner ermöglicht die Verschiebbarkeit ein leichtes Öffnen und Schließen der Presse ohne mechanische Mittel und einen kontinuierlichen Arbeitsablauf, weil die Formkästen vorbereiten bestückt und dann ohne Kraftaufwand zwischen die Deckteile eingefahren werden können.
- Vorteilhaft ist es, daß - am nicht verschiebbaren ortsfesten Deckteil der Führungshohlzylinder und das Spannelement befestigt sind.
- Zweckmäßig ist es ferner, daß der Formkasten und das verschiebbare Deckteil Räder, insbesonderewunter Zwischenschaltung von Drehtellern, aufweisen und ihnen Schienen zugeordnet sind. Weiter ist es von Vorteil;, daß am Spannelement ein Antriebsteil, z. B. ein Druckluftzylinder zum Schließen der Presse angeordnet ist.
- An Hand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel erläutert.
- Fig. 1 zeigt im Aufriß und Fig. 2 im Seitenriß eine Heizpresse zum Teil im Schnitt.
- Die Presse besteht aus dem Formkasten 1 und den beiderseits anlegbaren Deckteilen 2 und 3. Die Verbindung der Pressenteile erfolgt durch die Zentralführungsstange 4.
- Der Formkasten 1 ist als ringförmiger Hohlkörper ausgebildet, dem über einen Rohrstutzen 5 in den Hohlraum 6 Heizdampf zugeführt werden kann. An der Innenseite ist der Formkasten 1 mit einer Matrize 7 entsprechend dem gewünschten Laufflächenprofil für den Reifen 8 versehen.
- Die Deckteile 2 und 3 bestehen aus kreisringförmigen Stahlplatten 9, die durch Speichen 10 mit Druckstöcken 11 und 12 verbunden sind. An den Platten 9 sind Felgenhörner 13 als Wulstringe, vorzugsweise lösbar befestigt. Weiterhin ist an der Platte 9 des Deckteiles 2 ein Führungshohlzylinder 14 befestigt, der in seinem äußeren Durchmesser dem Felgendurchmesser des zu bearbeitenden Reifens angepaßt ist. Die Befestigung der Felgenhörner 13 und des Hohlzylinders 14 geschieht vorteilhaft derart, daß sie betriebsmäßig ausgewechselt werden können. Dadurch kann die Presse an verschiedene Reifengrößen, Felgendurchmesser und Wulstformen angepaßt werden. In der Zeichnung ist aus Gründen der Übersicht auf das Einzeichnen von lösbaren Verbindungselementen, wie Schrauben oder Klemmen, verzichtet.
- Die Platte 9 des Deckteiles 3 ist etwas schmäler gehalten, so daß der Hohlzylinder 14 durch die Platte 9 beim Schließen der Presse hindurchgreifen kann.
- Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, Formkästen verschiedener axialer Länge, also auch Reifen verschiedener Maulweite, in die gleiche Presse einzusetzen. Um den für den Preßschlauch 15 notwendigen Anschlußstutzen 16 beim Aufschieben des Formkastens mit dem eingelegten Reifen einführen zu können, ist der Hohlzylinder 14 mit einem Ausschnitt 17 entsprechend der Stärke des Stutzens 16 versehen.
- Zentral im Hohlzylinder 14 ist ein Rohrstutzen 18 durch Speichen 19 gehaltert. Der Rohrstutzen 18 dient zur Zentrierung und Halterung des als Führungsstange ausgebildeten Spannelementes 4. Die genaue Einstellung erfolgt durch in den Rohrstutzen 18 eingesetzte Stellschrauben 20.
- Zur Herstellung einer kraft- und formschlüssigen Verbindung zwischen den Pressenteilen und dem Spannelement 4 sind an den Enden Gewindespindeln 21 und 22 eingeschnitten, auf die Spindelmuttern 23 und 24 aufgezogen sind. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Mutter 23 mit dem Spannelement 4 in senkrecht zueinanderliegenden Ebenen verstiftet und gegebenenfalls auch noch verschweißt. Die Mutter 24 ist mit einer Handhabe 25 versehen. Durch Festziehen der Mutter 24 wird über das Druckstück 12 das Deckteil 3 gegen den Reifen 8 und dieser damit gegen das als Widerlager dienende Deckteil 2 gepreßt. Bei bestimmten Reifengrößen können die Deckteile 2 und 3 dicht an den Seitenflächen des Formkastens 1 anliegen.
- Im gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Deckteile 2 und 3 mittels Stützplatten 26 auf Rahmen 27 und 28 montiert. Während der Rahmen 27 durch Stützteile 29 starr mit einem Fundament verbunden ist, sind unter dem Rahmen 28 Räder 30 auf Drehtellern 31 montiert. Hierdurch wird erreicht, daß das Deckteil 3 nach dem Lösen der Mutter 24 leicht gegenüber dem Formkasten 1 und dem Deckteil 2 bewegt werden kann. Um sicherzustellen, daß die einzelnen Pressenteile gut aufeinanderpassen, können zusammen mit den Stützteilen 29 in das Fundament entsprechende Laufschienen zur Führung des Formkastens 1 und des Deckteiles 2 eingelassen werden.
- Auch der Formkasten 1 ist, um eine leichte Bestückung der Presse zu ermöglichen, über einen Tragrahmen 32 auf Rädern 33 gelagert. Damit der Formkasten zwischen die Rahmen 27 und 28 eingefahren werden kann, ist der Rahmen 32 schmaler gehalten.
- Die Anordnung, zumindest der Räder 30, erfolgt zweckmäßig nach Art eines Dreipunktauflagers.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Heizpresse zum Vulkanisieren von Fahrzeugluftreifen, insbesondere zur Runderneuerung und Besohlung von Fahrzeugluftreifen, mit einem beheizbaren, einteiligen, senkrecht ausgerichteten Formkasten und zwei beiderseits gegenüber dem Formkasten bewegbaren, an den zu bearbeitenden Reifen anlegbaren, planparallelen Deckteilen, von denen einer zentrisch mit einem dem Felgendurchmesser der zu bearbeitenden Reifen angepaßten Führungshohlzylinder verbunden ist und die durch eine sämtliche Pressenteile durchdringendes Spannelement über ein an diesem angreifenden Spannstück schließbar sind, d a du r c h gekennzeichnet, daß der Formkasten (1) und zumindest eines der Deckteile (2, 3) gegeneinander verschiebbar ausgebildet sind.
- 2. Heizpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am nicht verschiebbaren, ortsfesten Deckteil (2) der Führungshohlzylinder (14) und das Spannelement (4) befestigt sind.
- 3. Heizpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkasten (1) und das verschiebbare Deckteil (3) Räder (30, 33), insbesondere unter Zwischenschaltung von Drehtellern (31), aufweisen.
- 4. Heizpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Rädern (30, 33) des Formkastens (1) und des verschiebbaren Deckteiles (3) Schienen zugeordnet sind.
- 5. Heizpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Spannelement (4) ein Antriebsteil, z. B. ein DruckLuftzylinder, zum Schließen der Presse angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 810 321, 875 090; schweizerische Patentschriften Nr. 234 632, 262 619; französische Patentschrift Nr. 1 008 665; britische Patentschrift Nr. 612 923; USA.-Patentschriften Nr. 1 760 944, 2280401, 2 286 134, 2 335 878, 2712 156, 2 777 163.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA30770A DE1220119B (de) | 1958-11-19 | 1958-11-19 | Heizpresse zum Vulkanisieren von Fahrzeugluftreifen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE (1) | DE1220119B (de) |
Citations (12)
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