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Anordnung zur Femsteuerung von Selialtern'in Hoehspannungsschaltanlagen
Es ist bereits eine Steuerung mit Schubfachsteuergeräten bekannt, die in der Weise
ausgebildet ist, daß jedem Hochspannungsabzweig und somit jedem Schälttafelfeld
ein SjÜubfachsteuerggrät zugeordnet Ist. Dieses Schubfachsteuergerät enthält für
jeden in dein betreffenden Abzweig enthaltenen Anlagengchalter einen Anwahlschalter,
vorzugsweise in Form eines Druckknopfes. Ferner ist in dem Schubfachsteuergerät
ein für alle von hier aus ferngesteuerten Anlagenschalter gemeinsamer Steuerquittungssehalter
vorhanden. Bei dieser Anordnung benötigt man für die Fernsteuerung von n Hochspannungsschaltern
mittels eines Schubfachsteuergeräts nicht n Steuerschalter, sondern nur einen Steuerschalter,
der durch n Anwahlschalter mit den Ein- und Ausschaltorganen der Hochspannungsschalter
verbunden wird.
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'Die Anwahlschalter sind meist als Ariwahltasten mit Vielfachkontakten
ausgebildet. Es ist auch schon bekannt, an Stelle soUer Anwahltasten Anwahldrückknöpfe
mit nur ein bis zwei Kontakten und einrin z ugeordneten Anwahlzwischenrelais zum
Zweck der Kontaktvervielfachung zu verwenden.
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Die erwähnten Schaltungen arbeiten so, daß vor der Betätigung eines
Anlagenschalters der ihm zugeordnete Anwahldruckkno f des Schubfachsteuergerätes
gedrückt wird. DaTuIrch wird die Verbindung zwischen den Ein- und Aussebgits ulen
des angewä . hlten Hochspannuggssphalters ..Ter Anlage und dem SteuerquittungsschqUer
des Schubfachsteuergeräts h!->rgestellt, Dann kann mit Hilfe dieses gemeinemen Steuerquittungsschalters
der angewählte Hoch-,spannung>schalter ein- oder ausgeschaltet werden. Zwischen
den einzelnen Anwahltasten eines Schubfachsteuergeräts besteht eine mechanische
Verklinkung, so daß immer nur eine Anwahltgste betätigt werden kann.
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Bei dieser Form d#r Sühubfachsteuerung sind für jeden Hochspannungsschalter
sechs Leitungen erforderlich. Sind also von einem Schubfachsteuergerät fünf Schalter
zu steuern, so sind dafür 30 Lpitgngen erforderlich. Wenn eine Anlage zehn
Felder bzw. Schubfachsteuergeräte enthält, so sind insgesamt 300
Steuerleitungen
zu verlegen.
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Es ist auch schon eine leitungsparende Schaltung unter Verwendung
von Zwischenrelais in der Anlage bekannt. Dabei werden unter der gleichen Voraussetzung
wie vorher (fünf ferngesteuerte Schalter) nur noch 15 Leitungen, aber sechs
Anwahlzwischenrelais benötigt. Auch dieser Aufwand ist beträchtlich.
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Gemeinsam ist beiden Ausführungsfonnen, daß das Schubfachsteuergerät
einen Steuerquittungsschalter enthält, bei dem zwischen »Einschalten« und »Ausschalten«
unterschieden werden muß und ferner, daß eine mechanische Verklinkung zwischen den
einzelnen Anwahltasten vorhanden ist, die Platz innerhalb des Sc'hubfachsteuergeräts
beansprucht und gelegentlichen Störungen unterliegt.
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Die Erfigdung betrifft eine Anordnung zur Fern-Steuerung von 9-chaltern
mit Meldekontakte in Hochspamiungsschaltanlagen mittels Schi4bfacbsteuergeräten,
von denen je eines einem ilochsp4»nungsabzweig zugeordnet ist und das für
jeden ija diesem zu steuernden Hochspannungsschalter eine Anwal-A-tas#te, ein Anwahlzwischenrelais
und, allen Schaltern gemeinsam, zwei Endrelais für die Vorbereitung des Schaltbefehles
enthält.
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Erfind.ungsgemäß ist für die Zwischenrelais eine elektrische Verriegelung
vorgesehen, die bewirkt, daß jeweils nur ein Zwischenrelais erregt werden kann,
und daß durch Betätigen einer Anwahltaste über das zugehörige Zwischenrelais und
den dem Schalter zugeordneten Meldekontakt das entsprechende Endrelais mit angewählt
wird, das den Stromkreis für die Schaltspule des Schalters vorbereitet, der anschließend
durch eine allen Schaltern gemeinsame Befehlstaste geschlossen wird.
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Der Vorteil dieser Anordnung liegt einesteils in der automatischen
Kommandoauswahl durch die Anlage selbst und zum anderen darin, daß die Anordnung
als Grundlage für eine automatische Anlage dienen kann, in der die Befehls- und
Anwahltaste nicht mehr von Hand, sondern automatisch betätigt werden. In vorteilhafter
Weise läßt sich der Gegenstand der Erfindung unter entsprechender Anpassung somit
als Baustein einer automatischen Schaltanlage verwenden.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes nach dem Anspruch ist in
der Zeichnung schematisch dargestellt.
Es ist angenommen, daß die
im Teil I der Zeichnung dargestellten Elemente sich in der Warte, und zwar in dem
betreffenden Schubfachsteuergerät, befinden. Alle Schaltungselemente im Teil
U der Zeichnung befinden sich im Steuerschrank, der gleichfalls in der Warte.,oder
in einem Nebenraum der Warte aufgestellt sein kann. Erst die im Teil 111
dargestellten Elemente befinden sich in der Hochspannungsschaltanlage, also in mehr
oder minder großer Entfernung von der Schaltwarte. Ferner ist angenommen, daß das
Schubfachsteuergerät, wie an sich bekannt, an seiner Oberseite ein Blindschaltbild
des betreffenden Abzweiges enthält und daß darin Anwahltasteii-1 bis 7 für
-die Anwahl des jeweils gewünschten Schalters vorhanden sind. Außerdem ist eine
gemeinsaffie Befehistas-'fe 8 #iorgesehen, di# än früher üb-
lichen
Steuerquittungsschalter ersetzt. Zu jeder Anwahltaste 1 bis 7 gehört,
wie durch eine gestrichelte Verbindung in der Zeichnung angedeutet wurde, ein einpoliger
Kontakt 10, 20, 30 ... 70. Ferner ist jeder Anwahltaste ein Anwahlrelais
110, 120, 130 ... 170
zugeordn et. Jedes der Anwahlrelais enthält mehrere
Schwachstrom- und drei Starkstromkontakte. An Stelle der früher üblichen mechanischen
Verklinkung zwischen den Anwahltasten ist eine elektrische Verriegelung vorhanden,
die über Kontakte der Anwahlrelais 110, 120, 130 ... 170 geführt ist.
Durch diese Verriegelung ist die Zahl der Sch-wachstromkontakte bedingt. Sie hat
die Wirkung, daß stets nur eine der Anwahltasten gedrückt werden kann.
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Es befindet sich an jedem der Hochspannungsscbalter ein Melde.kontakt
111, 121, 131 ... 171,
dessed Stellung -von der jeweiligen Stellung
des nur Is#heinatisch angedeuteten - Hochspannungsschalters -abhängt. Schließlich
aehören zu jedem der Hochspan- tD nungsschalter Ein- und Ausschaltspulen 112, 122,
132 ... 172. Gemeinsam für den ganzen Abzweig ist ein Schaltschütz
100,' das über einen Kontakt von der Befehlstaste 8 betätigt wird.
Gemeinsam sind ferner Endrelais 101, 102,-die den jeweiligen Vorgang,
d. h. Ein- bzw. Ausschaltung, bewirken.
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Der Steuervorgang-spielt sich folgendermaßen ab: Beim Drücken z. B,
der Anwahltaste 1 wird über den Anwahlkontakt 10 das Anwahlrelais
110 zum Ansprechen gebracht. Durch die im einzelnen nicht erläuter#te elektrische
Verriegelung ist dafür gesorgt, daß keine der anderen Anwahltasten gedrückt werden
kann. Das Anwahlrelais 110 stellt seinerseits die Verbindung zu dem Meldeschalter
111 des betreffenden Hochspannungsschalters her. Es kommt dabei auf die jeweilige
Stellung des Meldeschalters 111 an. In dem gezeichneten Fall wird positives
Potential über den-vierten Schwachstromkontakt des Anwahlrelais 110 an den
Meldeschalter 111 gelegt und hierdurch über den oberen gescldossenen Kontakt
des Endrelais 102 und die Spule des Relais 101 eine Verbindung zum Minuspol
hergestellt. - Das Endrelais 101
spricht an und schließt seine Kontakte,
darunter den durch stärkeren Strich hervorgehobenen Starkstromkontakt. über diesen
Starkstromkontakt wird eine Verbindung zu der Einschaltspule 112E vorbereitet.
Dieser Stromkreis wird geschlossen, wenn die Steuertaste 8 betätigt und damit
das Schaltschütz 100 zum Ansprechen gebracht wird. Der Vorgang vollzieht
sich also so, daß zunächst der Schalter vorgewählt wird. Der Schalter selbst bereitet
durch die Lage seines Meldeschalters die Ausführung des beabsichtigten
Kommandos vor und bestimmt seinerseits das Ansprechen. eines der beiden Endrelais
101, 102, so daß auf diese Weise der Schaltvorgang vorgewählt .wird. Der
Steuerimpuls wird schließlich, gleichgültig, welcher der Hochspannungsschalter auch
betätigt werden soll, und gleichgültig, ob es sich um Ein- oder Ausschaltung handelt,
in jedem Fall in gleichbleibender Form durch Niederdrücken der Steuertaste
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gegeben.
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. Patentschutz wird nur begehrt für die Vereinigung der Merkmale
des Anspruches'.