DE1219280B - Regeleinrichtung fuer das Ausbringen von pulverfoermigen oder gekoernten Staeube- oder Streumitteln - Google Patents
Regeleinrichtung fuer das Ausbringen von pulverfoermigen oder gekoernten Staeube- oder StreumittelnInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
- A01M9/00—Special adaptations or arrangements of powder-spraying apparatus for purposes covered by this subclass
- A01M9/0092—Regulating or controlling systems
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C17/00—Fertilisers or seeders with centrifugal wheels
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIm
Deutsche KL: 45 k-9/00
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1219 280
G37515III/45k
13. April 1963
16. Juni 1966
G37515III/45k
13. April 1963
16. Juni 1966
Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung für das Ausbringen von staubförmigen oder gekörnten
Stäube- oder Streumitteln, wie sie z. B. für den Pflanzenschutz verwendet werden.
Es sind Einrichtungen zum Ausstreuen fester Mittel bekannt, bei welchen unterhalb eines Vorratsbehälters für das zu streuende pulverförmige oder
körnige Mittel eine hin- und herschwingende Schale mit Auswurftülle angeordnet ist, welcher das Streugut
durch die Durchtrittsöfmungen zweier gegeneinander verdrehbarer, den Behälterboden verschließenden
Scheiben zufließt.
Die Durchtrittsöfmungen der auf der Schale liegenden unteren der beiden gegeneinander in Umfangsrjphtung
verstellbaren Scheiben werden durch die f?ere Scheibe mehr oder weniger verdeckt, so daß
e Durchflußmenge des Stäube- oder Streumittels mit dieser bekannten Einrichtung so weit geregelt
werden kann, daß das Streugut der Auswurftülle in einem grob verstellbaren Strom kontinuierlich zufaßt.
Diese bekannte Regelung des Streugutstromes befriedigt in der Praxis nicht, weil sich eine ausreichend
genaue Einstelung der Regeleinrichtung während des Fahrbetriebes infolge Erschütterungen des Fahrzeuges,
hervorgerufen durch Bodenunebenheiten oder durch die laufende Antriebsmaschine, nur schwer erzielen
läßt. Ist der Träger der Regeleinrichtung eine holmgeführte Maschine, so muß der Bedienungsmann
einen Hohn loslassen, um den oft schwer zugänglichen und schwerfälligen Stellhebel zu handhaben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der beschriebenen Nachteile eine Regeleinrichtung
zu schaffen, durch welche der Stäubeoder Streugutstrom vom Vorratsbehälter zur Düse
vom Bedienungsmann zusätzlich mit einer Fingerbewegung leicht und schnell unterbrochen werden
kann, ohne daß eigens hierfür eine Hand freizumachen, d. h. einer der Führungshohne bei holmgeführten
Maschinen loszulassen ist.
Die Erfindung besteht darin, daß der Stellhebel in Schließrichtung der Staubaustrittsöffnung durch eine
Zugfeder beaufschlagt und sein Schwenkweg durch einen verstellbaren Anschlag begrenzt, sowie der
Stellhebel in Öffnungsrichtung durch ein Zugmittel schwenkbar ist.
Der verstellbare Anschlag ist erfindungsgemäß als Schraubenspindel ausgebildet, und der Stellhebel trägt
eine radial verschiebbare, in Richtung auf den Drehpunkt unter Einfluß einer Feder stehende Sperrklinke,
die mit dem Anschlag zusammenarbeitet. In Öffnungsstellung liegt die Sperrklinke vor dem Anschlagkopf
Regeleinrichtung für das Ausbringen von
pulverförmigen oder gekörnten Stäube- oder
Streumitteln
pulverförmigen oder gekörnten Stäube- oder
Streumitteln
Anmelder:
Walter Gutbrod,
Wolfgang Gutbrod,
ίο Bübingen über Saarbrücken, Bübinger Hof
Walter Gutbrod,
Wolfgang Gutbrod,
ίο Bübingen über Saarbrücken, Bübinger Hof
Als Erfinder benannt:
Dr. Heinrich Ostarhild,
Auersmacher über Saarbrücken
Dr. Heinrich Ostarhild,
Auersmacher über Saarbrücken
und in Schließstellung, durch ein weiteres Zugmittel radial nach außen gezogen und unter Einfluß der
Feder geschwenkt, ruht sie seitlich an dem Anschlagkopf.
Der Stellhebel und die Sperrklinke werden erfindungsgemäß mittels bekannter Bowdenzüge betätigt,
a5 deren Zughebel zweckmäßigerweise vor den Handgriffen
an den Lenkholmen oder an anderen geeigneten Stellen des Bedienungsstandes des die Regeleinrichtung
fortbewegenden Fahrzeuges angeordnet sind. Die Erfindung ermöglicht in vorteilhafter Weise
eine Schnellanstellung des Streugutflusses zu Beginn der Arbeit durch Fingerdruck bei Betätigung des mit
dem Regelhebel verbundenen Zugmittels entgegen der Verschließrichtung des Vorratsbehälters. Sie gestattet
ferner ein stufenloses Regulieren der Größe der Austrittsöffnung
durch Verstellung des schraubenspindelförmigen Anschlages für den federbelasteten Regelhebel,
und dies während fortschreitendem Arbeitsgang. Schließlich ist, wenn z. B. bei nur wenig geöffneter
Austrittsöffnung eine Verstopfung im Stäube- oder Streugutfluß eintritt, ein Aufreißen des Verschlusses,
d. h. eine kurzfristige volle Öffnung des Behälterausflusses möglich, und zwar ebenfalls durch
Fingerbewegung mit kleinstem Kraftaufwand, wenn der Regelhebel über das Zugmittel erneut betätigt
wird. Er wird jeweils durch die Federbelastung wieder in die vorher durch den Anschlag eingestellte
Stellung zurückgezogen.
Eine Skala kann an geeigneter Stelle vorgesehen werden, die die jeweilige Stellung des Regelhebels
anzeigt und dem Bedienungsmann eine genaue Überwachung der Stäube- oder Streumitteldosierung ermöglicht.
609 579/105
Bei Beendigung des Arbeitsvorganges kann die Behälteraustrittsöffnung
vom Bedienungsstand aus dadurch geschlossen werden, daß der den Regelhebel hemmende Anschlag ausgeklinkt wird. Dies geschieht
wiederum in einer für den Bedienungsmann mühelosen Weise durch einen mäßigen kurzen Fingerzug
an der dafür vorgesehenen Reißleine.
Die Stellung des Anschlages bleibt hierbei unbeeinflußt, so daß berm späteren Wiedereinstellen durch
das Zugmittel die gleiche Stellung des Regelhebels erreicht ist wie vorher.
In den Zeichnungen ist ein in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutertes Ausführungsbeispiel
der Einrichtung nach der Erfindung dargestellt.
F i g. 1 zeigt in teilweise geschnittener Seitenansicht einen Stäubemittelvorratsbehälter mit Regeleinrichtung,
F i g. 2 die Draufsicht auf die Einrichtung gemäß
Fig. 1, wobei die Behälterwände im Bereich der Regeleinrichtung aufgebrochen sind.
An einem Vorratsbehälter 1 mit gelochter Bodenplatte 2 ist eine ebenfalls gelochte Regelscheibe 3
drehbar angeordnet. Bei Verdrehung der Regelscheibe 3 wird die Öffnung 4 im Vorratsbehälter 1
entweder ganz verdeckt oder durch die Öffnung 5 in der Regelscheibe teilweise oder ganz freigegeben. Ein
Rührwerkö mit Rührstern 7 sorgt dafür, daß sich
über der jeweils eingestellten Öffnung während des ganzen Stäube- bzw. Streuvorganges genügend Staubbzw.
Streugut befindet.
An der Regelscheibe 3 ist ein Hebel 8 fest angeordnet, der infolge der Kraft einer Feder 9 die Regelscheibe
3 in Schließrichtung belastet. Eine Schraubenspindel 10 liegt am Hebel 8 an, so daß dessen
Stellung, also der jeweilige Öffnungsgrad des Austrittes, eingestellt werden kann.
Auf dem Hebel 8 ist ferner eine Sperrklinke 12 angeordnet, an deren vorderem Ende in der in Fig. 2
ausgezogenen gezeichneten Stellung die Schraubspindel 10 anliegt und an deren hinterem Ende ein dbppelarmiger
Hebel 13 angelenkt ist. Durch eine Druckfeder 17 wird die Sperrklinke 12 in der gezeichneten
Stellung gehalten.
Mit einem Zugseil 14 kann die Sperrklinke 12 mittels des Hebels 13 entgegen der Kraft der Feder 17
zurückgezogen werden, so daß der Stellhebel 8 von seinem Anschlag an der Schraubenspindel 10 freikommt
und unter der Zugwirkung der Feder 9 schlagartig die Regelscheibe 3 in Schließrichtung B bewegt.
Diese Stellung ist in Fi g. 2 strichpunktiert dargestellt.
Am Hebel 8 ist eine Zugleine 11 befestigt, die ebenfalls zu einem Führungshohn. oder zum Fahrersitz
eines die Stäube- oder Streueinrichtung tragenden
oder ziehenden Schleppers führt, durch deren Betätigung
der Stellhebel 8 in Richtung des Pfeiles A bewegt wird. Hierbei schnellt der Stellhebel 8 unter der
Wirkung der Feder 17 nach vorne, sobald sein vorderes Ende, welches bei geschlossener Behälterauslauföffnung
seitlich an der Schraubenspindel anliegt (strichpunktierte Stellung B), die auf der Zeichnung
ausgezogen gezeichnete Stellung erreicht.
Berm weiteren Ziehen an Zugseil 11 werden Stellhebel
8 und Regelscheibe 3 in Richtung A weiterbewegt, bis die Öffnungen 4 und 5 übereinanderstehen
und die Behälteraustrittsöffnung ganz freigeben. Beim Loslassen des Zugseiles 11 zieht die Feder 15 den
Stellhebel 8 in Richtung des Pfeiles B zurück, bis das vordere Ende des Stellhebels 8 wieder an der Schraubenspindel
10 anliegt und die zuvor durch Betätigung der Schraubenspindel 10 gewählte Größe der Behälteröffnung
erreicht ist.
Claims (4)
1. Regeleinrichtung für das Ausbringen von pulverförmigen oder gekörnten Stäube- oder
Streumitteln mit einer die Größe der Austrittsöffnung im Boden eines Vorratsbehälters verändernden
Drehschieberplatte mit Stellhebel, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellhebel (8) in Schließrichtung der Staubaustrittsöffnung
durch eine Zugfeder (9) beaufschlagt und sein Schwenkweg durch einen verstellbaren Anschlag
(10) begrenzt, sowie der Stellhebel in Öffnungsrichtung durch ein Zugmittel (11) schwenkbar
ist.
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (10) als
Schraubenspindel ausgebildet ist.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellhebel (8) eine radial
verschiebbare, in Richtung auf den Drehpunkt unter Einfluß einer Feder (17) stehende Sperrklinke
(12) trägt, die mit dem Anschlag (10) zusammenarbeitet, in Öffnungsstellung vor seinem
Anschlagkopf liegt und in Schließstellung — durch ein weiteres Zugmittel (14) radial nach
außen gezogen und unter Einfluß der Feder (9) geschwenkt — seitlich an dem Anschlagkopf
ruht.
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellhebel (8)
und die Sperrklinke (12) mittels sogenannter Bowdenzüge od. dgl. betätigbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften 1084 509, 1084 510.
Deutsche Patentschriften 1084 509, 1084 510.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 579/105 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DEG37515A DE1219280B (de) | 1963-04-13 | 1963-04-13 | Regeleinrichtung fuer das Ausbringen von pulverfoermigen oder gekoernten Staeube- oder Streumitteln |
| FR71000632A FR1383011A (fr) | 1963-04-13 | 1963-10-16 | Dispositif de réglage pour dosage des produits secs à pulvériser |
| AT95864A AT258029B (de) | 1963-04-13 | 1964-02-06 | Regeleinrichtung für das Ausbringen von pulverförmigen oder gekörnten Stäube oder Streumitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG37515A DE1219280B (de) | 1963-04-13 | 1963-04-13 | Regeleinrichtung fuer das Ausbringen von pulverfoermigen oder gekoernten Staeube- oder Streumitteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1219280B true DE1219280B (de) | 1966-06-16 |
Family
ID=7125656
Family Applications (1)
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE1219280B (de) |
| FR (1) | FR1383011A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1293114A1 (de) * | 2001-09-15 | 2003-03-19 | Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG | Verteilmaschine mit einem System zum automatischen Beseitigen der Verstopfungen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1084510B (de) * | 1957-08-14 | 1960-06-30 | Landbouwwerktuigen & Maschf | Vorrichtung zum Streuen von pulverfoermigen oder koernigen Duengestoffen |
| DE1084509B (de) * | 1956-04-21 | 1960-06-30 | Landbouwwerktuigen & Maschf | Vorrichtung zum Streuen von pulverfoermigen oder koernigen Duengestoffen |
-
1963
- 1963-04-13 DE DEG37515A patent/DE1219280B/de active Pending
- 1963-10-16 FR FR71000632A patent/FR1383011A/fr not_active Expired
-
1964
- 1964-02-06 AT AT95864A patent/AT258029B/de active
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1084509B (de) * | 1956-04-21 | 1960-06-30 | Landbouwwerktuigen & Maschf | Vorrichtung zum Streuen von pulverfoermigen oder koernigen Duengestoffen |
| DE1084510B (de) * | 1957-08-14 | 1960-06-30 | Landbouwwerktuigen & Maschf | Vorrichtung zum Streuen von pulverfoermigen oder koernigen Duengestoffen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1293114A1 (de) * | 2001-09-15 | 2003-03-19 | Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG | Verteilmaschine mit einem System zum automatischen Beseitigen der Verstopfungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1383011A (fr) | 1964-12-24 |
| AT258029B (de) | 1967-11-10 |
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