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Ölmeßstab Die Erfindung bezieht sich auf einen Ölmeßstab rj:r Gehäuse
von Verbrennungsmotoren und anderen Motoren, insbesondere für Motorgehäuse von Kraftfahrzeugen.
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Es ist bereits ein Ölmeßstab bekannt, der aus einem zenit die minimale
und die maximale Niveauhöhe eigenden Markierungen versehen ist, zwischen denen ter
Ölspiegel bei in das zugehörige Motorgehäuse eingeführtem Stab in Ruhestellung stehen
soll; dieser Stab weist eine seitliche, zwischen der Minimal- und der Maximalmarkierung
gelegene Öffnung und eine diese Öffnung mit dem oberen Ende des Ölmeßstabes verbindenden
Kanal auf, wobei am oberen Ende des Ölmeßstabes ein durchsichtiger, mit einer Handpumpe
versehener Behälter vorgesehen ist, mittels der Öl in den Behälter eingesaugt werden
kann, wenn die seitliche Öffnung des Stabes in Öl eingetaucht ist.
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Bei diesem bekannten Ölmeßstab ist der am oberen Ende vorgesehene
Behälter als Ballon aus durchsichtigem elastischem Kunststoff ausgebildet, der durch
Zusammendrücken bzw. Ausdehnen als Pumpe wirt. An diesem zusammendrückbaren transparenten
Behälter oder Ballon ist eine Entlüftungsöffnung derart angeordnet, daß sie durch
einen Finger der ihn betätigenden Hand abschließbar ist. Eine solche Entlüftungsöffnung
ist deshalb wichtig, damit das in den Behälter oder Ballon gesaugte Öl selbsttätig
und unmittelbar nach Prüfung des Ölstandes wieder in das Motorgehäuse absinken kann.
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Die Erfindung bezweckt, einen bezüglich seiner Handhabung und Ablesegenauigkeit
verbesserten Ölmeßstab zu schaffen. Ausgehend von einem Ölmeßstab der genannten
Art zeichnet sich der Ölmeßstab nach der Erfindung dadurch aus, daß der durchsichtige
Behälter zylindrisch ausgebildet ist und die Pumpe einen mit einer Rückholfeder
versehenen Kolben aufweist, der gleitend in dem Behälter angeordnet ist, und daß
der Behälter eine seitliche Öffnung besitzt, die gerade unterhalb der Ruhestellung
des Kolbens gelegen ist und Öl nach seinem Ansaugen in den durchsichtigen Beälter
über die seitliche Öffnung des Stabes auf die Niveauhöhe des Öl&piegels im Motorgehäuse
zurückfließen läßt.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Kolbenstange koaxial
von einer zylindrischen Kapsel umgeben, deren offenes Ende im Eingriff mit dem durchsichtigen
Behälter steht und mit einem Filz versehen ist, der in Berührung mit dem durchsichtigen
Behälter steht und diesen an seiner Außenseite beim Niederdrücken des Kolbens reinigt.
Hierdurch wird die Außen- und die Innenseite des durch-
sichtigen Behälters beim
Niederdrücken und Hochgehen des Kolbens gereinigt.
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Wenngleich es bei Einrichtungen zur Bestimmung der Beschaffenheit
von Öl grundsätzlich bekannt war, eine Kolbenpumpe zu verwenden, so wird durch die
Erfindung ein besonders einfach zu betätigender und eine fehlerfreie Ablesung ermöglichender
Ölmeßstab geschaffen. Bei dem bekannten Ölmeßstab der eingangs genannten Art muß
die Entlüftungsöffnung beim Zusammendrücken und Ausdehnen des transparenten und
elastischen Behälters bzw. Ballons verschlossen sein, und zwar so, daß ein Durchtritt
von Luft oder Öl durch die Öffnung völlig vermieden wird. Der -bekannte Ölmeßstab
kann daher leicht eine Fehlanzeige liefern, wenn die Entlüftungsöffnung nicht richtig
durch einen Finger der betätigenden Hand verschlossen wird; beim Ablesen muß die
Entlüftungsöffnung mit einem Finger der den Behälter bzw. Ballon zusammendrückenden
Hand verschlossen gehalten werden, während sich der Behälter ausdehnt, wodurch das
Ablesen erschwert wird.
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Bei dem Ölmeßstab nach der Erfindung wird dagegen die Öffnung mittels
des Kolbens selbsttätig verschlossen und geöffnet. Die Bedienungsperson braucht
nur den Kolben mittels eines Fingers herabzudrücken und dann loszulassen, so daß
der Ö1-spiegel in dem durchsichtigen Behälter, wenn der Kolben in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt, bequem und sicher festgestellt werden kann. Eine Fehlanzeige durch
Manipulationen der betätigenden
Hand oder durch nicht richtiges
Verschließen der Öffnung ist ausgeschlossen.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt, die eine teilweise weggebrochene Ansicht des Ölmeßstabes
im Aufriß veranschaulicht.
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Der in der Zeichnung dargestellte Ölmeßstab besteht aus einem Stab
1, der mit Markierungen 2 und 3 versehen ist, die die minimale bzw. maximale Niveauhöhe
anzeigen, zwischen denen sich der Ölspiegel befinden soll, wenn der Ölmeßstab an
Ort und Stelle ist und der Stab 1 in das zugehöhrige Motorgehäuse hineinragt. Der
Stab 1 weist eine seitliche, in der Mitte zwischen den Markierungen 2 und 3 gelegene
Öffnung 4 und einen koaxialen Kanal 5 auf, der die Öffnung 4 mit einem zylindrischen,
durchsichtigen Behälter 6 verbindet, der koaxial auf dem oberen Ende des Stabes
angeordnet ist. Ein Kolben 7, dessen Kolbenstange von einer Rückholfeder 8 umgeben
ist, ist koaxial in einer zylindrischen Kapsel 9 angeordnet. Während der Kolben
7 im Inneren -des Behälters 6 gleitend angeordnet ist, steht die Kapsel 9 mit ihrem
offenen, mit einem Filzring 10 versehenen Ende im Eingriff mit dem Behälter 6, der
seinerseits eine seitliche Öffnung 11 aufweist, die gerade unterhalb der Ruhestellung
des Kolbens 7 angeordnet ist.
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Der Ölmeßstab arbeitet folgendermaßen: Befindet sich Öl bei eingeführtem
Ölmeßstab mit in das Motorgehäuse vorstehendem Stab 1 oberhalb der Öffnung 4, kann
man das Öl in den durchsichtigen Behärter 6 dadurch ansaugen, daß man die Kapsel
9 herabdrückt und anschließend losläßt, so daß der Kolben 7 unter der Wirkung der
Rückholfeder 8 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Wenn der Kolben 7 eine Stellung
oberhalb der Öffnung 11 erreicht, sinkt das angesaugte Öl durch den Kanal 5 und
die Öffnung 4 wieder in das Motorgehäuse ab, da über die Öffnung 11 Luft in den
Behälterinnenraum eindringt.
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In dem Fall, in dem der Ölspiegel das Niveau der Öffnung 4 im Stab
1 nicht erreicht, kann dies nicht in den Behälter 6 eingesaugt werden und man erfährt
hierdurch, ohne den Ölmeßstab zur Feststellung des Ölspiegels herausziehen zu müssen,
daß Öl nachgefüllt werden muß.
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Der FilzlO, der an der Innenseite des offenen Endes der Kapsel 9
angeordnet ist, steht in Berüh-
rung mit der Außenfläche der durchsichtigen zylindrischen
Wand des Behälters 6 und reinigt diese jedesmal, wenn man die Kapsel zum Einsaugen
von Öl in den Behälter 6 betätigt.