DE1217966B - Verfahren zur Herstellung von Polyacetalen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PolyacetalenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08G59/00—Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
- C08G59/18—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
- C08G59/40—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
- C08G59/4007—Curing agents not provided for by the groups C08G59/42 - C08G59/66
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C08g
C07d
Deutsche Kl.: 12 q - 25
Nummer: 1217 966
Aktenzeichen: C 31028 IV b/12 q
Anmeldetag: 2. Oktober 1963
Auslegetag: 2. Juni 1966
Es ist bekannt, daß Carbonylverbindungen sich mit Epoxyden zu Abkömmlingen des 1,3-Dioxolans umsetzen
(Journal of the American Chemical Society, Bd. 55, S. 3741 bis 3745 [1933]). Es ist auch bekannt,
daß die Isomerisierung von Diepoxyden zu Dialdehyden führen muß.
Es war daher nicht zu erwarten, daß man aus bestimmten Diolefindioxyden zu Polyacetalen kommt,
deren Mittelglieder vermutlich vom 1,3-Dioxolan abgeleitet sind.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß man Polyacetale dadurch erhält, daß man 10- bis 30%ige
Lösungen von endständigen Diolefindioxyden in trockenen inerten organischen Lösungsmitteln bei
Temperaturen zwischen —10 und +4O0C mit 0,1 bis 10 Gewichtsprozent Bortrifluorid, bezogen auf das
Diolefindioxyd, behandelt.
Geeignete endständige Diolefindioxyde sind solche symmetrisch oder unsymmetrisch gebauten Verbindungen,
die man durch Epoxydierung aus endständigen Diolefinen wie Hexadien-(1,5) und 2,5-Dimethylhexadien-(l,5)
erhält. Vorzugsweise werden cyclische Verbindungen, insbesondere das aus 1,4-Dimethylencyclohexan
erhältliche 1,4-Dimethylencyclohexandioxyd
verwendet, aber auch aliphatische endständige Diolefindioxyde lassen sich nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren überraschend gut zu Polyacetalen umsetzen.
Das Bortrifluorid wird in einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, insbesondere 0,5 bis 5 Gewichtsprozent,
bezogen auf das entsprechendeDiolefindioxyd, verwendet. Zweckmäßigerweise wird es in gelöster
Form eingesetzt, bevorzugt als in Äther gelöstes Borfluoridätherat.
Das zu verwendende organische Lösungsmittel darf weder mit dem Ausgangsstoff noch mit den Zwischenstufen
oder dem Endprodukt reagieren und muß auch gegen das Bortrifluorid inert sein. Wasser darf nicht
zugegen sein. Als inertes organisches Lösungsmittel eignet sich beispielsweise trockener Äther, trockenes
Dioxan, Cyclohexan, Benzol oder Toluol.
Die Umsetzung der 10- bis 30%igen Lösung des
entsprechenden Diolefindioxyds wird bei Temperaturen zwischen —10 und +4O0C, vorzugsweise
zwischen +10 und +200C durchgeführt.
Die Umsetzung ist in der Regel nach etwa 5 bis 30 Minuten weitgehend abgeklungen. Da die Bildung
des Polyacetals exotherm verläuft, ist die anfänglich erforderliche Kühlung des Reaktionsgefäßes, die
beispielsweise noch durch Ätherrücklaufkühlung ergänzt werden kann, gegen das Ende der Umsetzung
entbehrlich, damit eine gute Nachreaktion bewirkt wird.
Verfahren zur Herstellung von Polyacetalen
Anmelder:
Chemische Werke Hüls Aktiengesellschaft, Mari
Als Erfinder benannt:
Dr. Friedrich August Fries, Mari
Die Polyacetale lassen sich aus der Lösung leicht isolieren. Aus ätherischer Lösung fallen die Polyacetale
in der Regel aus; sie können dann abgetrennt, in einem guten Lösungsmittel wie Dioxan gelöst, die
Lösung entsäuert und das Lösungsmittel abdestilliert werden.
Die anfallenden Polyacetale stellen farblose bis leicht gefärbte, je nach dem Polymerisationsgrad
äußerst viskose oder pulverisierbare klare Stoffe von harzartigem Charakter dar.
Die Verfahrensprodukte zeichnen sich durch besondere Haftfestigkeit auch auf glatten Flächen, wie
Glasplatten oder polierten Metallen, aus und können aus ihren Lösungen als durchsichtige Filme, aus der
Schmelze oder mit wenig Lösungsmittel verarbeitet auch im stark gefüllten Zustand als Kittmassen und
Bindemittel aller Art verwendet werden.
Die Glieder der der erhaltenen Polyacetale sind vermutlich durch 1,3-Dioxolangruppen der Konstitution
CH9 C^
miteinander verbunden, so daß beispielsweise dem aus 1,4-Dimethylencyclohexandioxyd erhaltenen PoIyacetal
(Beispiel 1) die Struktur
zukommen dürfte.
609 577/442
21 g Diepoxyd des l^-Dimethylencyclohexans werden
in 210 g trockenem Äther gelöst, und der Lösung wird innerhalb von 15 Minuten 2 ecm Borfluoridätherat
(44%ig) gleichmäßig zugetropft. Die kräftig einsetzende Reaktion wird durch äußere Kühlung
des Reaktionsgefäßes mit Eiswasser bei einer Temperatur von 20° C konstant gehalten.
Nach etwa 15 Minuten fällt aus der Lösung ein weißes, flockiges, leichtklebriges Produkt aus, das
sich rasch zusammenballt.
Das Produkt wird abgetrennt, in 200 ecm Dioxan aufgenommen und mit Bicarbonat neutralisiert. Dann
wird das Lösungsmittel nach Entfernung des Bicarbonate abdestilliert, und man erhält als Rückstand ein
leicht gefärbtes harzartiges Produkt.
Die Analyse des Polyacetals ergab folgende Werte:
Molgewicht:
Gefunden 680; berechnet auf 5 Mol 700 (97,2%).
Acetalgehalt:
Gefunden 268; berechnet auf vier Dioxolanringe pro Mol 83,6% der Theorie.
Hydroxylzahl:
Gefunden 162,4; berechnet auf zwei OH-Gruppen (Endgruppen) 84,4% der Theorie.
Das Polyacetal bildet aus einer-verdünnten Lösung
in Dioxan auf Glasplatten einen durchsichtigen, sehr fest haftenden Film.
Borfluoiidlösung
(44»/oig)
(44»/oig)
2 ecm
3 ecm
4 ecm
5 ecm
°/o BF3 (bezogen
auf Diepoxyd)
auf Diepoxyd)
4,2
6,3
8,4
10,0
Produkt
Molgewicht
250
610
900
>900
Polymerisationsgrad
1,8
4,35
6,4
IO
21,3 g l^-Dimethylencyclohexandioxyd werden in
g trockenem Äther gelöst und zu der Lösung ecm einer 44%igen ätherischen Borfluoridätherlösung
zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird hierbei durch Eiskühlung unter 30° C gehalten. Nach dem
Ausklingen der Reaktion wird die klare Lösung mit Natriumbicarbonat neutral gewaschen und eingedampft.
Es verbleiben 21 g einer viskosen, klaren Flüssigkeit vom Molgewicht 800; die Acetalzahl
beträgt 265.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Polyacetates, dadurch gekennzeichnet, daß mail 10- bis 30%ige Lösungen von endständigen Di-; olefindioxyden in trockenen inerten organischen Lösungsmitteln bei Temperaturen zwischen —10 und +400C mit 0,1 bis 10 Gewichtsprozent Bortrifluorid, bezogen auf das Diolefindioxyd, behandelt.Beispiel 2Gemäß Beispiel 1 werden unter Verwendung von trockenem Dioxan an Stelle von trockenem Äther und bei den nachstehend angegebenen Mengen an Katalysator die folgenden Produkte erhalten:In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1062 008;
H ο u b e η —We y 1, Methoden der organischenChemie, 4. Auflage, Bd. 14/2 (1963), S. 432 bis 434, und 529.609 577/442 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DEC31028A DE1217966B (de) | 1963-10-02 | 1963-10-02 | Verfahren zur Herstellung von Polyacetalen |
| US365480A US3368984A (en) | 1963-10-02 | 1964-05-06 | Process for the production of polyacetal from terminal diolefin dioxides and product |
| FR989252A FR1410553A (fr) | 1963-10-02 | 1964-09-25 | Procédé de préparation de poly-acétals à partir de dioxydes terminaux de dioléfines |
| GB39943/64A GB1078541A (en) | 1963-10-02 | 1964-10-01 | Process for the production of polyacetals from terminal diolefine dioxides |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE1217966B (de) |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062008B (de) * | 1957-04-18 | 1959-07-23 | Ciba Geigy | Verfahren zum Haerten von Polyepoxydverbindungen |
-
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-
1964
- 1964-05-06 US US365480A patent/US3368984A/en not_active Expired - Lifetime
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Patent Citations (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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