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Maschine zum selbsttätigen Verpacken einer Gruppe von Gegenständen
in eine an beiden Stirnseiten offene Umhüllung Die Erfindung betrifft eine Maschine
zum selbsttätigen Verpacken einer Gruppe von Gegenständen, insbesondere von Blechdosen
in eine an beiden Stirnseiten offene Umhüllung aus etwa rechteckförmigen, vorgeritzten
und auf die Gegenstände aufzulegenden P appzuschnitten mit ortsfesten Einrichtungen
zum Abfalten der Seiten- und Bodenteile der Zuschnitte, von denen die Bodenteile
im geschlossenen Zustand aus wenigstens teilweise übereinanderliegenden Bodenklappen
bestehen, deren eine in der Randzone Öffnungen oder entsprechende Vorstanzungen
aufweist, während die andere mit einer abkantbaren Randzone versehen ist, die randseitig
angeordnete, den Öffnungen entsprechende Zungen und mit diesen korrespondierende
jenseits der Abkantlinie angeordnete zahnförmige Vorsprünge aufweist.
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Es ist eine Maschine bekannt, bei der auf die in Gruppen abgeteilten
Behälter in einer Station ein rechteckiger Verpackungszuschnitt aufgelegt wird,
der in einer weiteren Station an einem Ende mit einem Leimstreifen versehen wird,
worauf die überstehenden Seitenteile in einer Faltstation mit Hilfe von zwei ortsfesten
Führungsschienen an die Seite der Gruppe herangeklappt werden. In einer vierten
Station werden die Behälter auf einer flachen Platte unterstützt, der Zuschnitt
fest auf die Gruppe gezogen und an den Seiten angepreßt, wobei gleichzeitig die
Bodenklappenteile zunächst mit Hilfe von kegelförmigen Faltscheiben unter der Stützplatte
vorgefaltet und dann durch Falthebel in überlappter Stellung unter der Stützplatte
verklebt werden. Darauf wird das Paket von der Stützplatte abgezogen und abgefördert.
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Es ist auch bekannt, den Faltzuschnitt vorher zu kleben und danach
eine Behältergruppe einzuschieben. Eine feste Packung ist hiermit jedoch nicht zu
erzielen.
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An Stelle von Zuschnitten, deren Kanten überlappt verklebt werden,
sind auch solche schon bekannt, bei denen in der einen Bodenklappe Öffnungen oder
entsprechende Vorstanzungen und in der abkantbaren Randzone der anderen Klappe den
Öffnungen entsprechende Zungen mit zahnförmigen Vorsprüngen vorgesehen sind. Zur
Anbringung dieser Zuschnitte werden diese auf die kontinuierlich weiterbewegten
Behälter von oben her aufgelegt. Darauf werden die Behälter durch umlaufende Trennelemente
in Gruppen abgeteilt. Die Seitenklappen der Zuschnitte werden durch rotierende Faltscheiben
abgeklappt, worauf die Bodenklappen durch ortsfeste Schienen oder Faltstangen unter
den Behältern so angefaltet werden, daß diese bei der Abfaltung
allmählich von einer
in Transportrichtung schwertartig zusammenlaufenden Stützplatte oder Faltschiene
freikommen und mit den angefalteten Boden-Idappen aus Förderketten abgesetzt werden.
Die Förderketten weisen Elemente auf, die in vorgestanzte Ausnehmungen in den Bodenklappen
eingreifen, um diese Klappen in vorbestimmter Stellung zu halten, während eine Verriegelungseinrichtung
mit einem horizontal und vertikal bewegbaren Verriegelungskopf die Zungen in den
entsprechenden Riegelöffnungen der Bodenklappen in verriegelnden Eingriff bringt.
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Nach einem älteren, jedoch nicht vorveröffentlichten Vorschlag hat
man die zu verpackenden Dosen mit aufgelegten und seitlich abgeklappten Bogen auf
einem Plattenteil mit seitlichen Führungsteilen entlang bewegt, während die Bodenklappen
durch unter dem Plattenteil angeordneten Faltzstangen in die überlappte Verleimstellung
übergeführt werden. Der Plattenteil ist auch hier schwertförmig ausgebildet, und
zwar so, daß eine Reihe der nebeneinanderliegenden Büchsenreihen gegenüber der benachbarten
angehoben und die Doppelfalznähte sich übergreifen.
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Die Führungsteile dienen dazu, die Falzränder benachbarter Dosen übereinanderzuhalten.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Maschine der eingangs näher bezeichneten
Art zu schaffen, bei der
der an sich komplizierte Vorgang des Ineingriffbringens
der Zungen und Vorsprünge mit den Vorstanzungen oder Öffnungen auf einfache Weise
mit ortsfesten Elementen lediglich durch den Transport der Gruppe von Gegenständen
mit dem aufgelegten und herumgefalteten Zuschnitt zuverlässig verwirklicht wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Einschieben
der Vorsprünge und zum anschließenden Einschieben der Zungen in die Öffnungen der
hochgefalteten Bodenklappe in Bewegungsrichtung der Gegenstände gesehen außer einer
an sich bekannten Faltschiene zum Hochfalten der Klappe eine die Randzonen der Klappe
während ihres Hochfaltens längs der Abkantlinie aus der Ebene der Klappe ausschwenkende
Faltschiene vorgesehen ist, an die sich in Bewegungsrichtung der Behälter überschneidende
weitere Faltschienen zum Andruck der Bodenklappen gegen die Behälterböden und zum
Einschieben der Vorsprünge in die Ausnehmungen anschließen, und daß zur Führung
der Zungen in Verlängerung der Faltschiene eine schwertförmige Falt- und Führungsschiene
sowie die Zungen von unten um die Führungsschiene herum faltende und in die Öffnungen
einschiebende Führungsteile vorgesehen sind.
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Durch das Ausschwenken der Randzonen der einen Klappe während des
Hochfaltens werden die Vorsprünge in einer Stellung gehalten, in welcher sie in
Fluchtung mit den Öffnungen stehen und auf Grund ihrer aus der Ebene der Klappe
herausgeschwenkten Stellung leicht in die Öffnungen eingeführt werden können. Das
Einführen kann daher ebenfalls mit ortsfesten Schienen erfolgen, welche lediglich
die Bodenklappen an die Behälterböden anzudrücken brauchen, und zwar vor allem im
Bereich der Abkantlinie.
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In ähnlicher Weise werden die Zungen durch eine schwertförmige Falt-
und Führungsschiene zunächst gegenüber der Randzone abgefaltet, und zwar mit Hilfe
von ebenfalls ortsfesten Führungsteilen, welche die Zungen um die Führungsschiene
falten und in der abgefalteten Stellung von unten in die Öffnungen einschieben.
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Dadurch, daß dieser Vorgang ohne bewegte Teile erfolgt, läßt sich
ein rascher zuverlässiger Ablauf und ein praktisch störungsfreier Betrieb erzielen.
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Erleichtert wird dieser Vorgang dann, wenn man nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung dafür sorgt, daß eine umlaufende Scheibe mit konischem Umfang
sowie eine mit der Scheibe zusammenwirkende Gegenrolle zur Vorfaltung eines Seitenendes
der Pappzuschnitte vorgesehen sind, die die Zungen in eine abgewinkelte Lage zur
Randzone bringen, und wenn man die Maschine weiterbildet durch die Anordnung zweier
waagerecht liegender, mit ihren Umfängen einander übergreifender Abkantrollen, die
nach dem Abwärtsfalten der Umhüllungsseitenwände die Verschlußklappe vorfalten,
so daß die Vorsprünge der Abkantlinie aus der Ebene des Papierbogens herausgedreht
werden. Hierdurch wird der Einlauf der Zuschnitteile in der richtigen Stellung in
die Verriegelungsstation der Maschine erleichtert und die Länge dieses Maschinen
abschnittes wesentlich verkürzt. Es handelt sich hierbei um einfache, umlaufende
Rollen oder Scheiben, welche den einfachen Aufbau der Maschine nicht beeinträchtigen.
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Die Erfindung wird nachfoIgend an Hand suche matischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Fig.lA und 1 B zeigen in Teildraufsicht eine Verpackungsvorrichtung
gemäß der Erfindung; F i g. 2 ist ein Längsschnitt der Vorrichtung gemäß F i g.
1 A und 1 B, wobei der rechte Teil der Vorrichtung im unteren Teil der F i g. 2
gezeigt ist; Fig.3 ist ein Schnitt gemäß der Linie 3-3, Fig.1A; F i g. 4 ist ein
Teilschnitt gemäß der Linie 4-4, Fig. 2; Fig.S ist ein Teilschnitt gemäß der Linie
5-5, Fig. 2; F i g. 6 ist ein Teilschnitt gemäß der Linie 6-6, Fig. 2; Fig.7 ist
ein Teilschnitt gemäß der Linie 7-7, Fig. 2; Fig. 8 ist ein Schnitt gemäß der Linie
8-8, Fig. 2; Fig.9 ist ein Teilschnitt gemäß der Linie 9-9, Fig.2; F i g. 10 ist
ein Teilschnitt gemäß der Linie 10-10, Fig. 2; Fig. 11 ist ein Teilschnitt gemäß
der Linie 11-11, Fig.2; F i g. 12 ist ein Teilschnitt gemäß der Linie 12-12, Fig.
2, und F i g. 13 ist eine vergrößerte Ansicht des Verschlusses einer Umhüllung.
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Für die Verpackung von Gegenständen findet der in F i g. 1 A eingezeichnete
Bogen B Verwendung, der aus einem Bodenteill6, zwei angrenzenden Seitenteilen 14,15,
zwei Deckelklappen 17, 18 und einer Verschlußklappe 19 mit Verschlußzungen 22 besteht.
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In der Deckelklappe 17 befinden sich drei Öffnungen 23, je eine für
jede der drei Verschlußzungen 22 an der Verschlußklappe 19. Zwischen den einzelnen
Teilen des Bogens B sind kammartige Abkantlinien vorgesehen, die Vorsprünge 20 und
Ausnehmungen 21 aufweisen.
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Die Verschiebung der Dosen 24 durch die Vorrichtung erfolgt von links
nach rechts. Die Dosen gelangen in die Vorrichtung über Stützplatten 25 und 26.
Die zu verpackenden Dosen 24 wurden durch eine nicht gezeigte Abteilvorrichtung
in Gruppen zu je sechs (zwei Reihen von je drei Dosen) abgeteilt.
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Die Bogen B werden durch endlose Förderketten27 mit Mitnehmern 28
bewegt. F i g. 1 A zeigt den auf den Förderketten 27 ruhenden Bogen B über den zu
verpackenden Blechdosen 24. Die Mitnehmer 28 liegen beim Vorschub mit ihren Ausnehmungen
29 an den mitzunehmenden Dosen und mit ihren leistenartigen Vorsprüngen30 an den
Rändern der Umhüllungsbogen an.
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Die aus je zwei Reihen bestehenden Gruppen 31 der Dosen 24 (F i g.2)
werden über Stützplatten 25 und 26 oben durch die Mitnehmer 28 an der oberen Förderkette27
und unten durch Mitnehmer 33 an den unteren endlosen Förderketten 32 von links nach
rechts weiterbewegt, wobei sich die Mitnehmer-Stangen 33 gegen die unteren Teile
der freien Seiten der beiden letzten Dosen einer Dosengruppe 31 und die Ausnehmungen
29 der Mitnehmer 28 an den Zargen der letzten Dosen 24 anlegen (F i g. 2), während
die leistenartigen Vorsprünge 30 an dem hinteren Rand des die Dosen 24 abdeckenden
Umhüllungsbogens B angreifen. Die Förderketten 27, 32 werden über ihre Kettenräder
34 und 35 in Richtung
der in F i g. 2 angegebenen Pfeile gleichmäßig
angetrieben.
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Im Gestellteil 40 (F ig. 3) ist eine Welle 39 drehbar gelagert, die
durch eine Kette 38 angetrieben wird und die eine Scheibe 36 mit einem konischen
Rand 37 trägt. Die Scheibe 36 wird während des Vorschubes einer Gruppe von Dosen
od. dgl. einmal gedreht und kommt dabei mit ihrem Rand mit dem Rand jedes vorbei
wandernden Bogens B in Berührung. Mit dem Gestellteil 40 ist ein Winkel 41 verhunden,
in dem ein Wellenzapfen 42 gelagert ist, an dem eine Gegendruckrolle 43 befestigt
ist. Zwischen der Gegendruckrolle43 und der Scheibe 36 mit dem konischen Rand 37
werden die Umhüllungsbogen B vor dem Auflegen auf eine Gruppe von Dosen so hindurchgeführt,
daß von der Rolle 43 und der Scheibe 36 die Zungen22 des Bogens in der Abkantlinie
44 aufwärts gefaltet werden.
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Dieses Aufwärtsfalten ist von großer Bedeutung bei der angemeldeten
automatischen schnellaufenden Maschine, in der über 720 Dosen in einer Minute verpackt
werden. Das Aufwärtsfalten sichert ein glattes Biegen der Zungen 22 zwischen den
Faltgliedern, wie sie nachstehend unter Bezugnahme auf F i g. 7 beschrieben werden.
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Nach dem Aufwärtsfalten der Zungen 22 an dem Bogen B gelangt dieser
in die Kurvenführungen 45 (F i g. 2), durch die der Bogen umgekehrt und dann auf
die vorwärts geschobenen Gruppen 31 der Dosen 24 aufgelegt wird. Beim Weiterwandern
der Dosen mit der Umhüllung auf den Stützplatten 25, 26 wirken halbkreisförmige
Faltscheiben 46, 47, die auf der angetriebenen Welle 39 sitzen, auf die Umhüllung
ein, und ihre Abkantungen 48 bewirken das Abwärtsfalten der Seitenwände 14, 15 der
Umhüllung über die Dosengruppe. Das Ende der Seitenwand 15 mit seiner Deckelklappe
18 und seiner Verschlußklappe 19 kommt dabei mit den Abkantrollen 49, 50 in Berührung,
die mit ihren Umfängen einander überlappen. Die Rolle 49 wirkt auf die Außenfläche
der Deckelklappe 18 längs der Abkantlinie 21 ein, wohingegen die AbkantrolleSO die
Innenseite der Verschlußklappe 19 abstützt. Infolgedessen wird diese Klappe um ihre
Abkantlinie 21 nach außen gefaltet.
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Nachdem die Gruppe der Dosen mit der Umhüllung die Faltscheiben 49,
50 passiert hat, werden die abwärts gefalteten Seiten des Bogens zwischen die Abstützplatten
25, 26 und benachbarte Platten 51, 52 bewegt, deren Führungsenden53, 54 gekrümmt
sind, um den Eintritt der Hüllenseitenwände zwischen die Platten 25, 51 und 26,
52 zu erleichtern.
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Auf den Platten 51, 52 sind Führungsschienen 55, 56 (F i g. 1 A und
4) angebracht. Die Führung 55, die einen Ausschnitt 57 aufweist, ragt mit ihrer
Innenkante über die der Faltplatte 51, und die Innenseite der Führung 56 ragt über
die Innenkante der Faltplatte 52. Die Ausschnitte 57 und 58 erlauben eine Bewegung
der Deckelklappen 17, 18, die sich über die Seiten 14, 15 hinaus erstrecken, wenn
diese Klappen 17, 18 in die waagerechte Stellung gefaltet werden. Die Faltplatten
51, 52 bringen die Klappen 17, 18, wenn der Bogen an ihnen entlanggeführt wird,
in ihre waagerechten, einander überlappenden Stellungen.
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Wie aus F i g. 1 A zu ersehen ist, ist die Stützplatte 25 bei 59
ausgeschnitten, wodurch ein Spielraum für die Verschlußklappe 19 vorgesehen ist,
wenn diese aufwärts gefaltet wird. Auch die Stützplatte 26
ist innen nahe ihrem Ende
61 schräg abgeschnitten, und die Faltplatte 51 hat auch eine sich nach innen erstreckende
Schräge 62, die parallel zu der Schräge 60 der Platte 26 liegt.
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Jenseits des Endes 61 der Stützplatte 26 ist eine von der Welle 64
getragene, frei drehbare Führungsrolle 63 angeordnet, die mit ihrem Umfang über
die Ebene der Stützplatte 26 jenseits des Endes 61 hinausragt, so daß, wenn sicQ1
eine Gruppe 31 der Dosen der Schrägen 62 nähert, die erste Deckelklappe 17 nach
oben abgelenkt wird. Die Deckelklappe 17 kommt, wenn der Bogen seine Vorwärtsbewegung
fortsetzt, einerseits mit dem Rand der Führungsrolle 63 und anderseits mit dem Boden
der Dosen 24 in Berührung. Dabei wird die linke Seite der Dosen 24 angehoben, so
daß die Fälze der Dosen der einen Reihe sich auf die Fälze der Dosen der anderen
Reihe aufsetzen. Während dieses Anhebens der linken Reihe der Dosen 24 veranlaßt
der konvergierende Teil der Führung 66, daß die Dosen aneinandergedrückt werden.
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Nach Verlassen der Führungsrolle 63 passiert die gegen die Dosenböden
gefaltete erste Deckelklappe 17 eine senkrechte Platte 69. Ein spitz zulaufender
Teil 70 der Platte 52 (F i g.1 k) dient als Faltschiene, die die Deckelklappe 18
aufwärts unter den kurzen Teil der Stützplatte 25 dreht. Auf die fortgesetzte Aufwärtsbewegung
der zweiten Deckelklappe 18 werden die Zungen 22 und die Klappe 19 gegen die senkrechte
Platte 69 getrieben. Eine senkrechte Faltschiene 71 (F i g. 1 A, 1 B und 2) ist
mit einem Abstand von der senkrechten Platte 69 und parallel mit dieser angeordnet
und läuft spitz zu.
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Die vordere Kante der zweiten Deckelklappe 18 berührt den zugespitzten
Teil der Faltschiene 71 und wird aufwärts gelenkt, wenn die Dosen sich auf der Platte
25 bewegen, wobei die angrenzende Reihe auf der Klappe 17 ruht. Wenn das Ende des
zugespitzten Teils der FaItschiene 71 erreicht ist, werden die erste Deckelklappe
17 und die zweite Deckelklappe 18 zum Überlappen gebracht, während die Vorsprünge
20 der kammartigen Abkantlinie, die durch die senkrechte Platte 69 geführt werden,
senkrecht gegen die Klappenöffnungen 23 in der ersten Deckelklappe 17 gerichtet
werden. An diesem Punkt stehen die Vorsprünge 20, die Verschlußklappe 19 und die
Zungen 22 im wesentlichen rechtwinklig zu den Böden der Dosen.
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Nachdem die Deckelldappen 17, 18 vollständig gefaltet sind, wandert
die Packung von der Stützplatte 25 auf die Platten 72, 73. Angrenzend an die Stützplatte
72 und parallel zu dieser ist ein abgewinkelter Faltschenkel 74, 75 (F i g. 7) angeordnet,
der in einem abgerundeten Teil 76 (F i g. 1B) endet. Durch diesen Faltschenkel74,
75 werden die Deckelklappen abgestützt. Wie Fig. 7 zeigt, befindet sich die Abkantlinie
22 der Verschlußklappe 19 in Berührung mit dem Rand der Faltschiene 75. Der Faltschenkel
75 ist an der Unterseite seiner Außenkante abgeschrägt, um- für die Verschlußldappe
19 bei ihrer Bewegung Raum zu schaffen. In dem ortsfesten Träger 78 ist eine Faltschiene77
waagerecht angebracht und erstreckt sich parallel zu dem Faltschenkel 75 unter diesem.
Beim Antreffen der Verschlußklappe 19 gegen diese Schiene 77 wird die Verschlußklappe
19 eingeknickt, so daß ihre Zungen 22 etwas rechtwinklig abstehen und dabei mit
der Schiene 80 in Berührung kommen. Dabei wird die kammartige Abkantlinie
um
die Kante des Faltschenkels 75 scharnierartig herumbewegt. Da die Oberseite des
Faltschenkels 75 tiefer liegt als die Oberseite der Führungsplatte 72, so machen
die Vorsprünge 20 der kammartigen Abkantlinie die Böden 81 der Dosen in der einen
Reihe frei, wenn sie gedreht werden.
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Die Anordnung des Faltschenkels 75 unter der Schiene 72 ermöglicht
das Hinunterbiegen der ersten Deckelklappe 17, wenn die Vorsprünge 20 der Abkantlinie
gezwungen werden, sich infolge der unregelmäßigen Bodenflächen der Dosen oder anderer
zu verpackender Behälter auf und ab zu bewegen.
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Mit den nach unten bewegten Vorsprüngen 20 der Abkantlinie zum Freigeben
der Böden 81 ist sie dann in der Lage, in ineinandergreifende Verbindung mit den
Klappenöffnungen 23 bewegt zu werden.
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F i g. 1 B zeigt, daß die untere Faltschiene 77 einen Teil 82 aufweist,
der nach der Stützplatte 73 zu zugespitzt ist. Ein wenig jenseits des Anfangs dieses
zugespitzten Teils 82 befindet sich der Anfang der zugespitzten Faltstange 83, die
in einer waagerechten Ebene liegt und auf dem senkrechten Träger 80 aufruht. Die
vordere Kante der Verschlußkappe 19 kommt mit der zugespitzten Faltstange 83 in
Berührung, die die Verschlußklappe 19 veranlaßt, sich nach innen zu drehen. Die
fortgesetzte Drehung nach innen veranlaßt die Vorsprünge 20 der kammartigen Abkantlinie,
sich in die Klappenöffnungen 23 zu bewegen. Wie aus Fig.8 ersichtlich, treibt die
Faltstange 83 die Verschlußklappe 19 gegen das Ende 84 (F ig.1 B) der unteren waagerechten
Faltschiene 77, die über der Faltstange 83 angeordnet ist. In den F i g. 1 B und
9 ist gezeigt, daß die Faltstange 83 nach innen genügend zugespitzt ist, so daß
die gefalteten Zungen 22 darübergleiten, wenn sie sich jenseits des Endes 84 der
waagerechten Faltschiene 77 befinden. Ein Träger 86 ist am Anfang eines schmalen
Teiles 87 einer Trägerplatte 73 angeordnet.
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Der Träger 86 hat eine Schräge88 (Fig.lB), die das glatte Auflaufen
der ersten Deckelklappe 17 ermöglicht, wenn sie auf den Träger 86 wandert. Eine
senkrechte Führung 89 ist an der Innenkante des Trägers 88 befestigt. Beginnend
am Ende der Faltstange 83 ist der Rampenteil 90 einer Wand 91, die an der Stütze
92 montiert ist (Fig.9 und 10) angeordnet, wobei an der Innenseite der Wand 91 sich
eine Schräge 93 befindet. Eine schräge Führungswand 94 hat einen abgerundeten Endteil
95 (Fig. 1 B).
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Wenn die Packung vorrückt, gehen die Zungen22 von der Faltstange 83
zu dem Rampenteil 90 der Wand 91, die, wie in den F i g. 9 und 10 gezeigt ist, die
Zungen 22 gegen die senkrechte Führung 89 falten. Das Aufwärtsfalten der Zungen22
verursacht die Aufwärtsdrehung der Verschlußklappe 19, so daß sie über das abgerundete
Ende 95 auf die schräge Führungswand 94 gleitet. Während dieser Bewegung gelangen
die Vorsprünge 20 der kammartigen Abkantlinie unter den Dosenboden 81, um ihn gegen
die Klappenöffnung23 festzuhalten. Die Rampe 96, die zwischen der Wand 91 und der
Führungswand 94 liegt, ist nach aufwärts abgeschrägt. Die Zungen 22 gleiten von
dem Rampenteil 90 nach der Schräge 93 der Wand 91, zu welcher Zeit sie sich mit
den Klappenöffnungen 23 in einer Ebene befinden, und dann berührt die Abkantlinie
44, die die Zungen 22 mit der Verschlußklappe 19 verbindet, die Rampe 96. Wenn die
Faltlinie 44 der Zungen 22 aufwärts längs der Rampe 96 vorrückt, gehen die Zungen
22
durch die Vers chluß öffnungen 23 und unter den Dosenboden 81. Der verbreiterte
Teil 97 der Faltschiene 75 unterstützt die endgültige Verschließbewegung durch das
Vorwärtstreiben gegen die Verschlußklappe 19. Die am Ende der Biegung 96 angeordnete
Stützplatte98 berührt ebenfalls die Verschlußklappe 19, um die Verschlußklappen
gegen die Dosenböden abzuflachen.
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Wirkungsweise Die Wirkungsweise der Maschine wird nachstehend kurz
beschrieben.
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Dosengruppen 31 werden in die Maschine durch eine nicht gezeigte
Gruppenabteilvorrichtung eingeführt, während Umhüllungsbogen B zu dem oberen Förderer
27 geführt werden. Der obere Förderer 27 ist mit der Gruppenabteilvorrichtung für
die Dosengruppen 31 synchronisiert, und die Bogen werden umgekehrt und dann nach
dem Durchgang durch Kurvenführungen 45 auf die Dosengruppen aufgebracht. Die Dosengruppen
31 werden durch Mitnehmer 28 und Stoßstangen 33, die von oberen endlosen Ketten
27 bzw. unteren endlosen Ketten 32 getragen werden, durch die Maschine geführt.
Die Zwischentätigkeit von Scheiben 36 und 43 dient dazu, die Abkantlinie 44 zwischen
den Zungen 22 und den Klappen 19 des Bogens B zu brechen, während Räder 49 und 50
dazu dienen, die Abkantlinie21 zwischen der Verschlußklappe 19 und der Deckelklappe
18 zu brechen. Die Kartonseitenwände 14 und 15 werden dann längs der Seiten der
Dosengruppen mittels der Scheiben 46, 47 gefaltet. Der abgeschrägte Teil 62 der
Faltstützplatte 51 leitet das Aufwärtsdrehen der ersten Deckelklappe 17 ein, die
dann zwischen den Böden der Dosenzargen und der Führungsrolle 63 hindurchgeht. Die
Führungsrolle 63 hilft sowohl, die erste Deckelklappe 17 unter den Dosen zu falten
und die Dosen, jeweils eine in einer Reihe, anzuheben, so daß die Falze der Dosen
in einer Reihe gegenüber denen in der angrenzenden Reihe angehoben werden. Die konvergierende
Führund 66 drängt die angrenzende Reihe der Dosen, auch jeweils eine, gegen die
angehobene Reihe, um die gehobenen Dosen zu überlappen. Das Falten der ersten Deckelklappe
17 unter die sich der Führungsrolle 63 nähernden Dosen erleichtert einen glatten
Eintritt der Dosen zum Hochheben durch die Führungsrolle 63, während die Führungsrolle
63 die erste Deckelklappel7 mit dem Gewicht der darauf befindlichen Dosen abstützt.
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Nach dem Verlassen der Führungsrolle 63 ruhen die Dosen, die vorher
in Kontakt mit der Stützplatte 26 waren, nunmehr auf der ersten Deckelklappe 17,
die jetzt von der Platte 68 getragen wird.
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Die Tätigkeit des abgeschrägten Teils 70 der Stützplatte 52 und die
abgeschrägte Faltschiene 71 dienen dazu, die zweite Deckelklappe 18 unter die Stütze
25 zu schwingen, auf der eine Reihe von Dosen ruht.
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Gleichzeitig führen die senkrechte Platte 69 und die Platte 71 die
Zungen 22 durch die Verschlußöffnungen 23. Nunmehr ist die zweite Deckelklappe 18
vollständig gefaltet, überlappt die erste Deckelklappe 17 und ist jenseits des Endes
der Stützplatte 25 angelangt, so daß auch sie sich jetzt in Berührung mit den Böden
der Dosen in der angrenzenden Reihe befindet.
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Um Raum zu schaffen zwischen den Vorsprüngen 20 der kammartigen Abkantlinie
und den Böden 81
der Dosen in dem Gebiet innerhalb der Dosenzargen,
dreht die waagerechte Faltschiene 77 die Verschlußklappe 19 mit Bezug auf den waagerechten
Faltschenkel 75 des winkligen Faltgliedes 74. Das Glied 75 dient als Stützpunkt
für das Falten. Die abgeschrägte Faltstange 83 schwingt dann die Verschlußklappe
19 in die entgegengesetzte Richtung, um die Verschließbewegung zu beginnen, die
durch den Rampenteil 90 der Wand 91 fortgesetzt wird, wodurch die Zungen 22 aufwärts
gedrückt werden, so daß die Abkantlinie 44 der Zungen 36 um die senkrechte Führung
89 geht. Die schräge Führungswand 94 unterstützt die Verschlußklappe 19 während
des Faltens der Zungen 22.
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Die nach aufwärts abgeschrägte Rampe 96, die auf die Abkantlinie
44 der Zungen 22 wirkt, schiebt die Zungen durch die Klappenöffnungen 23. Das endgültige
Verschließen der Verschlußklappe 19 wird durch den verbreiterten Teil 97 der Faltschiene
75 vollendet, während die Stütze 94 die Verschlußklappe 19 gegen die Böden der Dosen
abflacht.
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Das obige Falten und Verschließen der Deckelklappen 17 und 18 wird
durch die fqrtgesetzte Vorwärtsbewegung des Bogens und der Dosen vollendet, so daß
die Deckelklappen 17, 18 aufeinanderfolgend mit den verschiedenen, oben beschriebenen
Falt- und Verschließgliedern in Kontakt kommen, wenn der Bogen und die Dosen durch
die Maschine wandern, wodurch die Deckelklappen 17, 18 veranlaßt werden, sich in
der oben beschriebenen Weise zu bewegen.
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In der vorstehenden Beschreibung ist eine Maschine zum Umhüllen von
zwei Seite an Seite befindlichen Reihen von Dosen beschrieben. Selbstverständlich
kann die Maschine, wenn gewünscht, abgeändert werden, um das Hüllen eines Bogens
der erwähnten Art um eine einzige Reihe von Dosen zu bewirken, in welchem Fall die
Maschine durch Fortlassen des Hubrades 63 und der damit verbundenen Mittel zum Zusammenschließen
der beiden Dosenreihen vereinfacht werden kann.