DE1216034B - Vorrichtung zum Nachstellen einer Kupplung oder Bremse, insbesondere von Pressen oder Stanzen - Google Patents
Vorrichtung zum Nachstellen einer Kupplung oder Bremse, insbesondere von Pressen oder StanzenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
- Vorrichtung zum Nachstellen einer Kupplung oder Bremse, insbesondere von Pressen oder Stanzen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nachstellen des durch Verschleiß entstandenen Spiels einer Reibungskupplung oder bremse, insbesondere von Pressen oder Stanzen, mit einem achssymmetrischen Reibkörper, bei der zwischen dem nachzustellenden Reibkörper und seinem Träger ein Distanzring drehbar angeordnet ist, der in regelmäßigen Abständen über den Umfang verteilte, sich in der Nachstellrichtung erstreckende Vorsprünge oder Vertiefungen aufweist, denen Vertiefungen bzw. Vorsprünge im Reibkörper zugeordnet sind und wobei die Eingriffstiefe der Vorsprünge in Abhängigkeit von der Ausbildung der Vertiefungen durch Drehen des Distanzringes gegenüber dem Reibkörper einstellbar ist.
- Es ist bei einer elektromagnetischen Kupplung für Langhobelmaschinen bekannt, zwischen Stützbolzen einer Ankerscheibe und dem auf ihnen mittels Schrauben befestigten Reibkörper einen drehbaren Distanzring zu lagern, der Langlöcher für den Durchgang der Befestigungsschrauben für den Reibkörper aufweist und infolgedessen in geringen Grenzen drehbar ist. Die Langlöcher sind dabei von Ausnehmungen mit gegenüber der Stirnfläche des Ringes geneigten Schrägflächen umgeben, an denen die in gleicher Weise in Umfangsrichtung des Ringes geneigten Stirnflächen der Stützbolzen der Ankerscheibe zur Anlage kommen. Diese bekannte Anordnung hat verschiedene Nachteile. Ist schon die Einarbeitung der auf einem Kreisbogen liegenden Langlöcher aufwendig, so gilt dies in verstärktem Mäße für die Ausbildung der diese Langlöcher umgebenden Vertiefungen, deren Grund eine sehr genau gearbeitete Schrägfläche aufweisen muß. Vor allem muß zum Einfräsen dieser Vertiefungen für jede einzelne Vertiefung das Werkstück umgespannt werden, was notwendig eine Verminderung der Fertigungsgenauigkeit zur Folge hat. Es ist aber eine sehr hohe Präzision erforderlich, damit alle Schrägflächen gleichmäßig tragen. Dies ist wiederum die Voraussetzung dafür, daß der Distanzring sich während der Betriebsbeanspruchungen nicht lockert.
- Ferner ist eine Reibscheibenbremse bekannt, bei der eine in axialer Richtung bewegliche Reibscheibe an einem Tragring befestigt ist, der gegenüber einer ortsfesten Reibscheibe drehfest, aber axial beweglich angeordnet ist. Die bewegliche Reibscheibe und der sie tragende Ring weisen an den einander zugekehrten Stirnflächen abwechselnd Vorsprünge und Vertiefungen auf, deren Ausdehnung in Umfangsrichtung so bemessen und auf die Anzahl der Befestigungsbolzen abgestimmt ist, daß die Scheibe auf dem Ring entweder so befestigt werden kann, daß die Stirnflächen der Vorsprünge aufeinanderliegen, oder so, daß die Vorsprünge des einen Teiles in die Vertiefungen des anderen Teiles eingreifen. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß zur Nachstellung der Bremse die Reibscheibe von dem sie tragenden Ring gänzlich abgenommen werden muß, was bei schweren Bremsen nur mit Hilfe von Hebezeugen und großem Arbeitsaufwand geschehen kann. Es ist auch nicht möglich, mehr als zwei verschiedene Stellungen der Reibscheibe gegenüber dem Ring vorzusehen, weil der Ring und die Reibscheibe außer von den Verbindungsbolzen auch noch von Federn tragenden Bolzen durchdrungen werden und die dafür vorgesehenen Bohrungen nicht für die Verbindungsbolzen geeignet sind. Die Forderung, daß bei einem Drehen der Reibscheibe gegenüber dem Tragring wieder entsprechende Bohrungen miteinander fluchten, läßt bei der erforderlichen Dichte der Bolzen nicht mehr als zwei Stellungen und also nur eine Nachstelhnöglichkeit zu.
- Durch die Erfindung sollen die Nachteile der bekannten Einrichtungen vermieden und eine bessere Sicherung der Vorsprünge in der jeweiligen Stufe erreicht werden. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß jedem Vorsprung in an sich bekannter Weise eine Gruppe von mehreren, in Stufen aneinandergereihten und verschiedene Tiefe aufweisenden Vertiefungen zugeordnet ist, die einzeln und mit Abstand voneinander angeordnet sind.
- Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das Nachstellen besonders einfach und leicht vorgenommen werden kann. Die Nachstellung wird wie bei der eingangs erwähnten bekannten Vorrichtung nur durch Drehen des Distanzringes um einen bestimmten Winkel vorgenommen. Das Drehen erfolgt auf einem gewindelosen Schaft, ein Gewinde ist daher nicht erforderlich. Da der Distanzring durch den Eingriff der Vorsprünge in den Vertiefungen drehfest mit den ihm benachbarten Gehäusedeckel verbunden ist, ist auch eine Sicherung des Distanzringes gegen Drehen nicht erforderlich. Auch bedarf es im Gegensatz zu den bekannten Nachstellvorrichtungen mit Schrägflächen oder mit Gewinde keiner besonderen Sorgfalt beim Nachstellen, denn die einzelnen Stufen für das Nachstellen sind bereits durch die in Vertiefungen eingreifende Vorsprünge deutlich markiert.
- Bei Nachstellvorrichtungen für Scheibenreibungskupplungen oder -bremsen, bei denen die Nachstellbewegung in axialer Richtung erfolgt, sind die Vertiefungen in einer der Stirnseiten des Distanzringes angeordnet. Dementsprechend weist der an dieser Stirnseite des Distanzringes anliegende Gehäusedeckel drei Vorsprünge mit den in der Normalebene liegenden Stirnflächen auf.
- Bei Zylinderreibungskupplungen und -bremsen, bei denen die Nachstellbewegung in radialer Richtung erfolgt, sind die Vorsprünge oder Vertiefungen an dem Umfang des Distanzringes vorgesehen. Je nachdem, ob eine Nachstellung radial nach innen oder radial nach außen erfolgt, tragen die Vorsprünge oder Vertiefungen am äußeren Umfang oder an der der Achse zugewandten Innenwand. Besonders bei einer radialen, aber auch bei einer axialen Nachstellung kann es zweckmäßig sein, än Stelle eines geschlossenen Ringes Ringsegmente zwischen dem Distanzring und seiner Abstützung vorzusehen.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Nachstellvorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Darin zeigt F i g. 1 einen Schnitt längs der Mittelinie durch einen Teil des Gehäuses und des Distanzringes einer Ausführungsform der Kupplung oder Bremse mit axialer Nachstellung, F i g. 2 eine Draufsicht auf den Distanzring der Ausführungsform nach F i g. 1, F i g. 3 die Darstellung einer Abwicklung entsprechend einem Schnitt nach der Linie III-III der F i g. 1 in Umfangsrichtung, F i g. 4 einen Normalschnitt bei einer Ausführungsform der Vorrichtung mit radialer Nachstellung.
- Bei der in den F i g. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform ist ein Gehäusedeckel 1 einer Bremse mit Hilfe von Schrauben 4 an einem maschinenfesten Flansch 2 befestigt. Zwischen dem maschinenfesten Flansch 2 und dem Gehäusedeckel 1 ist ein Distanzring 3 eingelegt. An dem Deckel 1 ist der nicht dargestellte Reibkörperträger befestigt, der nachgestellt werden muß, wenn sich die Reibklötze um einen bestimmten Betrag abgeschliffen haben. Die an dem Flansch 2 anliegende Stirnseite des Distanzringes 3 ist eben. Dagegen weist die dem Gehäusedeckel 1 zugewandte Stirnseite des Ringes 3 mehrere Gruppen von Nuten 5, 6 und 7 mit verschiedener Tiefe auf. Die den Nuten gegenüberliegende Fläche des Gehäusedeckels 1 trägt eine Anzahl von Vorsprüngen, die der Anzahl der Gruppen der Nuten entspricht und die zum Eingriff in die Nuten 5, 6 oder 7 bestimmt sind.
- In F i g. 3 ist diejenige Eingriffstellung gezeichnet, die dem geringsten Verschleiß des an dem Gehäusedecket 1 befestigten Reibkörpers entspricht. Muß die Bremse nachgestellt werden, so werden die Bolzen 4 so weit gelöst, daß der Deckel 1 von dem Distanzring 3 so weit entfernt werden kann, bis der Vorsprung 8 aus der Vertiefung 5 heraustritt. Dann wird der Distanzring 3 um einen Winkel gedreht, bis die Nut 6 dem Vorsprung 8 gegenübersteht. Hierauf werden die Schrauben 4 wieder angezogen. Damit ist der Abstand des Teiles 1 von dem Teil 2 um so viel geringer, als die Nut 6 tiefer ist als die Nut 5. Dieser Vorgang wiederholt sich, wenn die Notwendigkeit eines weiteren Nachstellens besteht. Dann wird der Ring 3 so gedreht, daß der Vorsprung 8 in die Vertiefung 7 eintreten kann. Um die Drehung des Distanzringes zu erleichtern, sind im Umfang des Distanzringes Sackbohrungen 9 vorgesehen, in die eine Handhabe, z. B. ein Steckschlüssel od. dgl., eingesteckt werden kann. An Stelle von drei verschieden tiefen Nuten 5, 6 und 7 kann einem Vorsprung 8 eine Gruppe mit einer beliebigen Anzahl von Nuten verschiedener Tiefe zugeordnet sein, je nachdem, wie feinstufig die Nachstellung erfolgen soll. Bei der dargestellten Ausführungsform ist zwischen dem Gehäusedeckel 1 und dem Distanzring 3 ein Zwischenraum 10 vorgesehen, der zur Belüftung der Bremse dient.
- Bei der in F i g. 4 dargestellten Ausführungsform ist eine Anordnung dargestellt, bei der ein Reibkörper 11 in radialer Richtung nachgestellt werden soll. Der Reibkörper 11 ist in radial gerichteten Führungen 12 geführt, und die mit den Nuten 5,' 6' und 7' zusammenarbeitenden Vorsprünge 8' sind am Umfang des Distanzringes 3' angeordnet. Die Nachstellung erfolgt in der gleichen Weise wie bei der Ausführungsform nach den F i g. 1 bis 3.
- Der Distanzring 3 kann beliebig unterteilt sein. Insbesondere bei großen Pressen können an Stelle eines geschlossenen Ringes segmentförmige Stücke gegenüber den Vorsprüngen 8 im Bereich der Befestigungsschrauben 4 angeordnet sein.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Nachstellen des durch Verschleiß entstandenen Spiels einer Reibungskupplung oder -bremse, insbesondere von Pressen oder Stanzen, mit einem achssymmetrischen Reibkörper, bei der zwischen dem nachzustellenden Reibkörper und seinem Träger ein Distanzring drehbar angeordnet ist, der in regelmäßigen Abständen über den Umfang verteilte, sich in der Nachstellrichtung erstreckende Vorsprünge oder Vertiefungen aufweist, denen Vertiefungen bzw. Vorsprünge im Reibkörper zugeordnet sind und wobei die Eingriffstiefe der Vorsprünge in Abhängigkeit von der Ausbildung der Vertiefungen durch Drehen des Distanzringes gegenüber dem Reibkörper einstellbar ist, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß jedem Vorsprung (8, 8') in an sich bekannter Weise eine Gruppe von mehreren, in Stufen aneinandergereihten und verschiedene Tiefe aufweisenden Vertiefungen (5, 6, 7; 5', 6', 7') zugeordnet ist, die einzeln und mit Abstand voneinander angeordnet sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Nachstellen eines Reibkörpers in axialer Richtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (5, 6, 7) in einer Stirnseite des geschlossenen oder in Segmente geteilten Distanzringes (3) angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Nachstellung eines Reibkörpers in radialer Richtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (S') oder Vertiefungen (5', 6', 7') am Umfang des geschlossenen oder in Segmente geteilten Distanzringes (3') vorgesehen sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, d'aß das zwischen den Vertiefungen befindliche Material bis zur ursprünglichen Höhe stehengeblieben ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 734 932; deutsche Auslegeschrift Nr.1042 985; USA.-Patentschrift Nr. 2 785 781.
Priority Applications (1)
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| DESCH25277A DE1216034B (de) | 1958-12-31 | 1958-12-31 | Vorrichtung zum Nachstellen einer Kupplung oder Bremse, insbesondere von Pressen oder Stanzen |
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Publications (1)
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| DE1216034B true DE1216034B (de) | 1966-05-05 |
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE1216034B (de) |
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