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Gitterwickelmaschine zur Herstellung von Spanngittern für elektrische
Entladungsröhren Mit abnehmendem Elektrodenabstand und mit kleiner werdendem Röhrenaufbau
werden in steigendem Maße Spanngitter in der Röhrentechnik eingeführt; es ist bekannt,
diese Spanngitter auf Gitterwickelmaschinen automatisch herzustellen.
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Neben diesen Spanngittern mit konstanter Steigung der Gitterwindungen
werden nunmehr auch Spanngitter mit variabler Gittersteigung benötigt; die für Regelröhren
erforderlich sind. Die Herstellung solcher Spanngitter mit variabler Steigung bereitet
besondere Schwierigkeiten, weil die dabei erforderlichen Toleranzen eine Präzision
erfordern, die bei normalen Herstellungsprozessen kaum einzuhalten ist.
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Um eine Vorstellung von den geometrischen Abmessungen eines solchen
Gitters mit variabler Steigung zu geben, ist im folgenden eine Aufstellung wiedergegeben,
welche die Windungszahl sowie die Steigung und die jeweilige Länge des befreffenden
Windungsabschnittes angibt.
| Windungen I Steigung (mm) Länge (mm) |
| 43 0,038 1,634 |
| 20 0,042 0,840 |
| 10 0,052 0,520 |
| 10 0,060 0,600 |
| 3 0,074 0,222 |
| 1 0,084 0,084 |
| 1 0,094 0;094 |
| 1 0,104 0,104 |
| 1 0,094 0,094 |
| 1 0,084 0,084 |
| 3 0,074 0,222 |
| 10 0,060 0,600 |
| 1,0 0,052 0,520 |
| 20 0,042 0;840 |
| 42 0,038 1,596 |
| 176 8,054 |
Diese Tabelle zeigt, daß auf eine Gesamtlänge von etwa 8 mm insgesamt 176 Windungen
kommen, wobei die Abstände der einzelnen Gitterwindungen entsprechend dem Schema
dieser Tabelle verschicden sind.
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Gitterwickelmaschinen zur Herstellung von Spanngittern mit unregelmäßiger
Gittersteigung sind an sich bekannt.
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Eine solche bekannte Vorrichtung arbeitet in der Weise, daß bei voneinander
unabhängiger Steuerung des Vorschubes des Wickeldrahtes und der Wickelachse der
Vorschub des Wickeldrahtes bei einer vorbestimmten .Stellung der Wickelachse eingeschaltet
und nach einem bestimmten zurückgelegten Weg des Vorschubes ausgeschaltet wird.
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Da während einer Umdrehung der Wickelachse mehrmals die Schaltung
für den Vorschub des Wickeldrahtes erfolgt, ist mit dieser bekannten Vorrichtung
nur eine äußerst geringe Wickelgeschwindigkeit erzielbar.
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Weiterhin ist eine Gitterwickelinaschine zur Herstellung von Spanngittern
bekannt, welche zur Erzielung einer gewünschten unregelmäßigen Gittersteigung einen
Steuermechanismus enthält,- der der linearen Wickelbewegung eine zusätzliche axiale
Bewegung überlagert. Diese zusätzliche axiale Bewegung wird auf eine .Spindel übertragen
und durch eine Kurvenscheibe gesteuert.
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Der Nachteil dieser bekannten Anordnung -besteht darin, daß der Wickelverlauf
der gesamten Länge eines Gitters auf dem Umfang der Kurvenscheibe nachgebildet ist.
Damit ist aber die erzielbare Genauigkeit im .Steigungsverlauf der einzelnen Gitterwindungen
sehr beschränkt.
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In der- Erfindung wird ebenfalls von einer Gitterwickelmaschine zur
Herstellung von Spanngittern für elektrische Entladungsröhren, welche zur Erzielung
einer gewünschten unregelmäßigen Gittersteigung einen Steuermechanismus enthält,
der der linearen Wickelbewegung eine zusätzliche axiale Bewegung überlagert, ausgegangen.
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Zur Vermeidung der Nachteile der bekannten Gitterwickelvorrichtungen
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß eine Gitterwickelmaschine Mittel zu
einer
eine Längsverschiebung ermöglichenden Einspannung eines die Gitterrahmen tragenden
Dornes, Mittel zu einem mit der Rotation dieses Dornes in linearem Zusammenhang
stehenden Vorschub des Wickeldrahtführers und schließlich ein Zählwerk enthält,
welches nach einer einstellbaren Umdrehungszahl des :die Gitterrahmen tragenden
Dornes den Steuermechanismus zur axialen Steuerung des Dornes einschaltet.
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Dadurch, daß der Steuermechanismus zur axialen Steuerung des Dornes
in Abhängigkeit von einem Zählwerk eingeschaltet wird, braucht nur noch die Steigung
derjenigen Gitterwindungen in dem Steuermechanismus nachgebildet zu werden, die
eine unregelmäßige Steigung aufweisen. Die Wickelgenauigkeit wird damit wesentlich
verbessert.
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Gemäß- einer Weiterbildung -der Erfindung weist die Gitterwickelmaschine
zwei koaxial zueinander angeordnete, durch Keil und Nut gegen gegenseitige Verdrehung
gesicherte Spindel auf, deren äußere als Antriebsspindel dient und deren innere
an ihrem einen Ende die Einspannmittel für den die Gitterrahmen tragenden Dorn aufweist,
während ihr anderes Ende gegen eine von einer Kurvenscheibe gesteuerte Hebelübersetzung
gedrückt wird. Es empfiehlt sich in diesem Zusammenhang, die Hebelübersetzung zweifach
übersetzt auszubilden, vorzugsweise mit einem Gesamtübersetzungsverhältnis von etwa
20:1. Auf einer Kurvenscheibe, die für die ungleichmäßige Bewegung verantwortlich
ist, sind dann die Bewegungsabschnitte zwanzigmal so groß ausgebildet wie bei der
gewünschten, auf. den Gitterrahmen einwir-_ kenden ungleichmäßigen Bewegung.
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Ein Ausführungsbeispiel für eine Gitterwickelmaschine gemäß der Erfindung
ist in der Zeichnung in verschiedenen Darstellungen wiedergegeben.
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F i g. 1 zeigt eine zu einer Gitterwickelmaschine umgebaute Drehbank
mit den üblichen zu einer Drehbank gehörenden Teilen und den zusätzlichen Teilen,
die zur Durchführung des Gitterwickelvorganges erforderlich sind ,-F i g. 2 zeigt
nochmals das linke vordere Teil der Maschine in Ansicht, F i g. 4 eine Draufsicht
auf dieses Teil und F i g. 3 .eine Seitenansicht.
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In F i g. 1 der Zeichnung ist die normale Drehbankspindel mit
10 bezeichnet. Diese Spindel ist hohl ausgebildet und genau laufend ausgeschnitten.
In diese Spindel ist eine zweite Spindel 7 eingesetzt, welche sich in der geschliffenen
Bohrung der Spindel 10 hin- und herbewegen läßt: Der Spindel 7 wird bei Antrieb
der Spindel 10 durch die .Scheibe 18 ebenfalls die Drehbewegung der Spindel 10 aufgedrückt,
und zwar dadurch, daß die Spindel ? einen Längskeil erhält, welcher in einer Nut
der Spindel 10 geführt wird. -, An dieser Spindel ? befindet sich wickelseitig
eine Aufnahme 11 zum einfachen Ein- und Ausspannen eines bisher bereits üblichen
Zehnerdornes 13 für die Gitterrahmen. Dieser Dorn 13 ist auf seiner anderen Seite
in einem Einspannkopf 15 gleitend gehalten, welcher an dem Reitstock 16 befestigt
ist. An dem Support 14 ist der Wickeldrahtträger 12 befestigt, der sich mit dem
auf der Leitspindel 17 geführten Support 14 vorwärts bewegt.
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Diese Vorwärtsbewegung, die der vorgeschriebenen Grundsteigung des
Gitters entspricht, wird nun durch eine zweite Bewegung ergänzt, welche von der
Spindel 7 auf den Dorn 13 übertragen wird. Diese Spindel ? wird nämlich mit Hilfe
einer Schraubenfeder 6 an eine noch näher zu beschreibende Hebelübersetzung angedrückt.
Zu -diesem Zweck ist auf das linke Ende der Spindel 7 ein Kugellager 5 aufgesetzt,
so daß bei Drehung der Spindel ? lediglich die feststehende Kappe des Kugellagers
5 gegen die Rolle 4 der Hebelübersetzung drückt. Diese Hebelübersetzung ist besser
aus den Darstellungen nach den F i g. 2, 3 und 4 zu erkennen. Die eine Hebelanordnung
ist um die horizontal verlaufende Achse 21 schwenkbar. Diese Hebelanordnung wirkt
auf eine zweite Hebelanordnung, welche um die ebenfalls horizontal verlaufende Achse
22 drehbar ist. Der Hebel 23 besitzt eine Rolle 24, welche auf einer Kurvenscheibe
2 gleitet, und eine Feder 25, welche dafür sorgt, daß die Rolle 24 stets auf der
Kurvenscheibe 2 aufliegt.
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Wie sich aus F i g. 1 ergibt, besitzt die erfindungsgemäße, Gitterwickelmaschine
noch weiterhin ein von der Spindel ? bzw. 10 angetriebenes Zahnradgetriebe 8 mit
auswechselbaren Zahnrädern zur Einstellung der Anzahl der geforderten Windungen
mit abweichender Steigung. Weiterhin ist eine Magnetkupplung 3 vorgesehen, welche
die Achse der Kurvenscheibe 2 mit der Antriebsachse 20 des erwähnten Zahnradgetriebes
kuppelt. Diese Magnetkupplung wird von einem Zählwerk9 aus eingeschaltet, welches
über ein Zahnradgetriebe 19 von der.Spindel 10 aus angetrieben wird. Nach Betätigung
der Magnetkupplung 3 beginnt sich die Kurvenscheibe 2 um ihre Achse in dem. eingezeichneten
Drehsinn zu drehen; damit erfährt der Hebel 23 eine Drehung um die Achse 22. Diese
Drehung des Hebels 23 wird auf den um die Achse 21 drehbaren Hebel übertragen und
entsprechend erfolgt die axiale Bewegung der Spindel 7, welche unter dem Einfluß
der Feder 6 in Richtung auf die Rolle 4 gedrückt wird.
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An der Kurvenscheibe 2 ist noch ein Einstellgriff l vorgesehen, der
zu ihrer Rückführung in die Ausgangslage dient. Der Arbeitsablauf mit der vorgeschlagenen
Gitterwickelmaschine sieht folgendermaßen aus: Der mit Gitterrähmchen versehene
Dorn 13 wird in die Einspannkappe 11 eingespannt, wobei er in dem Kopf
15 axial verschiebbar ist, und der Wickeldraht wird über den Fadenführer
an das zu wickelnde Rähmchen angelegt und festgeklemmt. Durch Drehung mit einem
wickelseitig angesetzten Handrad wird der Wickeldraht so weit geführt, d'aß er an
der Spannbügelkante des zu wickelnden Rahmens anliegt. Durch Hebeldruck wird das
elektrische Zählwerk 9 auf Null gestellt und die Gitterwickehnaschine mit Hilfe
eines Druckknopfes eingeschaltet. Zuvor wurden die Wechselräder der Drehbank für
das zu wickelnde Gitter auf die vorgeschriebene Grundsteigung eingesetzt. Die Maschine
läuft nun an und wickelt ununterbrochen, bis das ganze Gitter fertiggestellt ist.
Dabei schaltet bei dem oben angegebenen Beispiel eines zu wickelnden Gitters das
elektrische Zählwerk nach dreiundvierzig vollen Windungen die Magnetkupplung ein
und setzt somit die Kurvenscheibe 2 von ihrer Ausgangsstellung aus in Gang. Die
Hebelübersetzung überträgt nun von dieser Kurvenscheibe aus die Bewegung auf die
Spindel ?, so daß diese außer ihrer drehenden Bewegung noch eine zusätzliche Bewegung
in Längsrichtung erfährt, wodurch das zu wickelnde Gitter die variable Steigung
erhält.
Nach Fertigstellung der Gitterwindungen mit variabler Steigung schaltet die Kurvenscheibe
2 selbsttätig die Magnetkupplung aus und bleibt stehen. Die restlichen Windungen
mit der gleichbleibenden Grundsteigung werden nun von der Maschine zu Ende gewickelt.