DE3141675A1 - Naehmaschine - Google Patents
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- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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Description
DR.-ING. DIPL.-PHYS. H.StURIES "" -' I^ 1 67
PATENTANWÄLTE
DIPL-ING. P. EICHLER
BRAHMSSTRASSE 29. 5600 WUPPERTAL 2
VIGORELLI Genova S.p.A., 16153 Genova-Sestri (Italien),
Via Galda, 5
Die Erfindung bezieht sich auf eine Nähmaschine mit querbeweglichem Transporteur.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Nähmaschine, in der zusätzlich zu den die Querbewegung - der Nadelstange
und die Bewegung des den Stoff vorwärts und/oder rückwärts fördernden Transporteurs steuernden Mechanismen
eine Vorrichtung vorhanden ist, welche die Querbewegung des Transporteurs steuert. In solchen Maschinen wird der Transporteur
daher in Wirklichkeit zwei Arten von Bewegungen unterworfen, von denen die erste in einer Längs-Vertikal-Richtung
stattfindet nnd für das Fördern des Stoffes in der Zuführrichtung
und/oder in der Gegenrichtung sorgt, während die zweite in einer Querrichtung stattfindet und es ermöglicht,
den Stoff, bezogen auf die Zuführrichtung, nach links oder '
rechts zu fördern.
Gegenwärtig werden die Vorrichtungen zur Steuerung der Querbowegung des Transporteurs im weisentliehen durch einen
Fühler gebildet, der durch Poderini Ltel zu einem HrouLalen
Zusammenwirken mit einer Kurvenscheibe gezwungen wird und durch Verbindungsmittel Veränderungen der Kontur der Kurvenscheibe
in Querbewegungen des Transporteurs umwandelt.
314
Obwohl die vorbeschriebenen Vorrichtungen in gewissen, qocjrnwär t i g verfügbaren Nähmaschinen weit benutzt werden, haben
sie gewisse Nachteile. Beispielsweise müssen unterschiedliche Kurvenscheiben benutzt werden, um unterschiedliche Zyklen
der Querbewegung für den Transporteur zu erhalten, so daß es für den Bediener notwendig wird, jedesmal einzugreifen,
um die erforderliche Kurvenscheibe einzubauen. Darüber
hinaus sind die Querbewegungen des Stoffes immer auf den Wirkunqsradius der Kurvenscheibe begrenzt und es ist daher
nicht möglich, Stickarbeiten auszuführen, die sich in Querrichtung über eine bestimmte Maximalgrenze erstrecken.
Letztlich sind diese Vorrichtungen von nur geringer Präzision und besonders kompliziert.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Nähmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, die unter Vermeidung
der Nachteile der bekannten Nähmaschinen einen verbesserten Einsatz erlaubt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß für den Transporteur oLtio Welle vorhanden ist, die entgegen der Wirkung von FederlniULeln
axialbeweglich ist, daß eine Dekodereinheit Steuersignale einer Dateneinheit aufnimmt und drei Arbeitslagen einnimmt,
je nach dem ob der Transporteur zu einem Querschritt nach rechts, nach links, oder zu keinem Querschritt veranlaßt werden
soll, und daß eine Verbindung zur Umwandlung jeder Arbeitslage in eine entsprechende Winkelstellung eines Bolzens vorhanden
ist, der sich radial von einer mit der dem Transporteur zugeordneten Welle axial gekuppelten zweiten Welle erstreckt
und eine um ihre Achse drehbare Rolle aufweist, die auf einer Fläche eines mit einem feststehenden Teil der Nähmaschine
verbundenen Profilteils läuft.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Nähmaschine,
Fig. 2 bis 5 Darstellungen von Einzelheiten der Maschine -der Fig. 1 und
Fig. 6 das Schema der Vertikalbewegungen "v" (Fig. 6a) und der Querbewegungen "t" (Fig. 6b) des Transporteurs
der Nähmaschine der Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Nähmaschine 10 hat einen Sockel
11 und eine Tragsäule 12, von der aus sich ein Arm 13 erstreckt, der eine Nadel 14 trägt. Die Nähmaschine 10 hat
einen Transporteur 15, der von einem Ende einer Welle 16 getragen wird, deren anderes Ende mit dem Ausgang einer Antriebseinheit
17 verbunden ist, die im Einzelnen in den Fig. 2 bis dargestellt wird. Die Nähmaschine 10 hat auch Dekoder 20
bekannt Art, der insbesondere zwei Stangen 21, 22 aufweist,
die jeweils eine Ruhestellung oder eine Arbeitsstellung einnehmen können, wobei sie entweder teilweise im Inneren des Dekoders
20 gehalten oder nach außen getrieben sind, wie in Fig.- 2
besser zu sehen ist. Der Dekoder 20 ist im wesentlichen elektromechanischer Art, der ein elektrisches Signal von
einer nicht dargestellten Dateneinheit erhält und dieses in eine entsprechende Bewegung der Stangen 21 und/oder 22
umwandelt, so daß unterschiedliche Zyklen ermöglicht werden, die aus unterschiedlichen, den in der Dateneinheit 20 gespeicherten
Programmen entsprechenden Kombinationen der vorbeschriebenen Stangenbewegungen bestehen.
Zwischen den Stangen 21, 22 und dem Steuereingang der Antriebseinheit 17 ist eine Bewegungsübertragungsverbindung
23 angeordnet, die im Folgenden unter Bezugnahme auf Fig. beschrieben wird. Die Bewegungsübertragungsverbindung 23
wird von einem Paar Kipphebel 25, 26 gebildet. Die einander gegenüberliegenden Enden des ersten Kipphebels 25
greifen gleitend in an den Enden der Stangen 21, 22 angeordnete Schlitze 27, 28. Der Kipphebel 26 ist an einem
Tragstift 30 drehbar und mit einem Ende an einem Zentralstift 29 des Kipphebels 25 angebracht, während sein
anderes Ende mit einem von einem ersten Ende einer Stange getragenen Stift 32 verbunden ist. Das andere Ende der Stange
31 ist gelenkig an einem Ende eines U-förmigen Arms 33
-6*.-v- '"'' ""* '" 314"Ί
angebracht, der sich radial von einem Zylinderteil· 34 erstreckt, welches drehbar um einen Stift 35 angebracht ist,
der von einer in Fig. 3 dargestellten Wand 36 des Gestells der Nähmaschine 10 getragen wird. Das Zylinderteil· 34 hat
einen Fortsatz 38, der mit einem gabelförmigen Ende an einem
entsprechenden Fortsatz 39 angreift, der radial von einem Gleiter 40 vorspringt, welcher im wesentlichen durch ein
Rohrteil· 41 gebildet wird, das axial auf einer Welle 42 gleitet.
Die Oberfläche des Rohrteils 41 hat drei Radiaikerben 44,
dLc jeweils für einen Schnappeingriff einer Federstange 45
ausgebildet sind, die mit einem Ende gemäß Fig. 3 an einer Stützwand 46 befestigt ist. Vom Gleiter 40 erstreckt sich
radial ein Arm 48 und hat ein kreisbogenförmiges Ende 49. Dieses kann mit piner der drei Kurvenscheiben 51, 52, 53
zusammenwirken, die auf einer Welle 50 verkeilt sind, welche mit einem Antrieb in nicht dargestellter Weise verbunden ist.
Die Kurvenscheibe 52 wird im wesentlichen von einer kreisförmigen Scheibe gebildet, die axial auf der Welle 50 angebracht
ist, während die Kurvenscheiben 51 und 53 auf den einander gegenüberliegenden Seiten der Kurvenscheibe 52 angebracht
sind und in Bezug auf den kreisförmigen Umriß der
Kurvenscheibe 52 jeweils einen nach außen gerichteten Zahn aufweisen, der jeweils dieselbe winkelmäßige Erstreckung hat
und an den sich eine innerhalb der kreisförmigen Kontur der Kurvenscheibe 52 gelegene Ausnehmung anschließt bzw. diesem
vorausgeht, so daß das Ende 49 des Arms 48 des Gleiters 40 bei einer Drehung der Welle 50 um 360° zuerst auf den Zahn und dann
auf die Ausnehmung stößt, wenn der Arm 48 auf der Kurvenscheibe 53 aufliegt, oder zuerst auf die Ausnehmung' und dann auf den
Zahn stößt, wenn der Arm 48 auf der Kurvenscheibe 51 angeordnet ist.
Vom Rohrteil 41 des Gleiters 40 springt ein um 90° abgewinkelter
Fortsatz 55 vor, der an seinem Ende 56 ein Gabelteil·
hat, das an einem Bolzen 57 angreift, der radial· angeordnet ist und unter einem Winkel· mit der Welle 42 gekuppelt
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ist. An dem von der Welle 42 entfernt gelegenen Ende trägt
der Bolzen 57 eine Rolle 58, die um ihre Achse drehbar ist und auf dem Bolzen 57 mit einer Mutter 59 und einer Kontermutter 60 gehalten wird, die auf ein Gewindeende 61 des
Bolzens 57 geschraubt sind. Das Gewindeende 61 ist mit einer Zylinderfeder 63 an einem Support 62 befestigt, wobei
die Zylinderfeder 63 den Arm 48 des Gleiters 40 in Berürhung
mit der Fläche einer der Kurvenscheiben 51, 52, 53 zu halten
sucht. Letztlich wirkt die Rolle 58 mit der Oberfläche eines Kegelstumpf- oder Profilteils 65 zusammen, das an
einem Ende eines Zylinders 66 angeordnet ist, der in eine
Stützwand 67 des nicht dargestellten Gestells der Nähmaschine 10 eingeschraubt ist.
Gemäß Fig. 2, 4 hat die Welle 42 an ihren Enden jeweils
einen Lagerzapfen 69, 70, von denen der erste drehbar in einer
Bohrung in einer Stützwand 71 ist und der zweite frontal mit. einer Kugel 72 zusammenwirkt und zusammen mit der Kugel 72
in einem Ringsitz eines Stützteils 73 aufgenommen ist. Letzteres ist mittels einer Schraube 74 winkclraäßig mit dor
Welle 16 verbunden, die mit ihren Enden in einen Teil des Gestells der Nähmaschine 10 bildenden Wänden 75, 76 abgestützt
ist. Die Welle 16 trägt in bekannter Weise mit einem Kurbelgetriebe 78 den Transporteur 15, der von einer Welle
79 abgestützt ist, die einen Teil des Kurbelgetriebes 78 bildet und drehbar um ihre Achse ist. Mit der Welle 79
ist eine radial angebrachte, hochelastische Lamelle 77 verbunden, die mit einem Ende an der Innenwand des Sockels 11
ruht, um auf die Welle 79 ein Drehmoment auszuüben, welches das willkürliche Abheben des Transporteurs 15 aus seiner
Ruhelage verhindert.
Gemäß Fig. 2, 4 und 5 ist auf der Außenfläche der
Wand 76 eine Blattfeder 80 mit Schrauben 81 und einer Platte 82 angebracht. Das Ende der Blattfeder 80 wirkt frontal mit
dem Ende der Welle 16 zusammen, um letztere axial in die Richtung der Wand 75 zu drücken und um gemäß Fig. 2 die
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Welle 42 axial so zu beaufschlagen, daß die Rolle 58 stets
in Berührung mit dem gegenüberliegenden Kegelstumpfteil gehalten wird.
Die Vorrichtung 84 steuert gemäß den Fig. 2, 4 und 5 das
zyklische Anheben des Transporteurs im Verlauf eines Nähzyklus. Die Vorrichtung 84 besteht im wesentlichen aus einer
Welle 85, die an einem ersten Ende einen radialen Arm 86 trägt, der mit der Unterfläche des Transporteurs 15 zusammenwirkt.
An ihrem gegenüberliegenden Ende hat die Welle 85 einen Radialarm 89, an dem ein Zapfen 90 angebracht ist,
der eine drehbare und axial verschiebliche Rolle 91 aufweist. Letztere ruht auf einem Kurvenelement 96, das mit der
Welle 50 verkeilt ist und durch diejenige Kraft in Richtung der Welle 50 beaufschlagt ist, welche die hochelastische
Lamelle 77 auf die mit der Rolle 91 über den Radialarm 89 verbundene Welle 85 mit der Welle 79 und den Transporteur 15 ausübt,
der auf dem sich auch von der Welle 85 sich erstreckenden Arm 86 ruht. Das Kurvenelement 96 wird gemäß Fig. 4 im
wesentlichen von einer Kurvenscheibe 97 und einer daneben liegenden Kurvenscheibe 98 gebildet.
Die Rolle 91 ist gemäß Fig. 2 auf dem Zapfen 90 gleitverschieblich
und ihre Lage auf dem Zapfen 90 kann mit Hilfe einer von Hand bedienbaren Stange 100 gewählt werden, die :
ein Gabelende 101 hat, welches an der Rolle 91 angreift. An riem von dem Gabelende 101 entfernten Ende hat die Stange
100 eine rechteckige Kerbe 102, die in eine Öffnung 103 der Stützwand 71 der Nähmaschine 10 gegen die Wirkung einer
Rückholfeder 105 eingreifen kann. Der die Kerbe 102 aufweisende Teil der Stange 100 ist dem Bediener zugänglich
und bei normalen Betriebsbedingungen der Nähmaschine 10 in der in Fig. 2 dargestellten Lage, wobei die Rolle
auf der Kurvenscheibe 97 angeordnet ist. Bei einer davon abweichenden
Arbeitslage greift die Kerbe 102 in die öffnung 103 ein, so daß sich die Rolle 91 längs des Zapfens 90
bewegt und in Berührung mit der Konturfläche der Kurvenscheibe
*- Λ
98 gebracht wird. m Q
Die Arbeitsweise der Nähmaschine 10 wird im Folgenden mit besonderer Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben.
Die Stangen 21, 22 des Dekoders 20 können eine erste
oder zweite Arbeitsstellung einnehmen. Fig. 2 zeigt eine
Arbeitsstellung in der die Stange 21 zurückgeziogon ist und
die Stange 22 nach außen geschoben ist, so daß dor !Hifi 2<)
des Kipphebels 25 in einer Zwischenlage zwischen zwei Endlagen ist, die er einnehmen kann, wenn beide Stangen 21,
22 entweder zurückgezogen oder nach außen geschoben sind.
Die von dem Stift 29 des Kipphebels 25 in Fig. 2 eigenommene Lage ist derart, daß die Stange 31, der Arm
und der Fortsatz 38 des Zylinderteils 34 und der Gleiter 40 mit dem Kipphebel 26 so angeordnet werden, daß der
Arm 48 des Gleiters 46 auf der mittleren Kurvenscheibe der aus Fig. 4 ersichtlichen Kurvenscheibenanordnung 51, 52,
53 Tuhen. Da die Kurvenscheibe 52 im wesentlichen durch einen Axialzylinder gebildet wird, ruft die Rotation der angetriebenen
Welle 50 keine winkelmäßige Bewegung des Gleiters hervor, so daß die von dem Bolzen 57 getragene Rolle 58
und infolgedessen auch die Welle 42 in Ruhe bleiben. Unter diesen Bedingungen erhält die Welle 16 keine axiale Beaufschlagung
von der Welle 42 und wird infolgedessen von der Blatt
feder 80 in ihrer Ruhelage gehalten. Die Nähmaschine 10 führt infolgedessen die üblichen Nähzyklen mit Hebewegungen des
Transporteurs 15 aus, welche von der Welle 85 mit der Kurvenscheibe
97 gesteuert und mit den Bewegungen der Nadel 14 synchronisiert werden, so daß der Stoff im wesentlichen vorwärts
oder rückwärts entsprechend der auf die Welle 16 durch einen nicht dargestellten aber bekannten Antriebsmechanismus
übertragenen Drehbewegung bewegt wird.
Es wird jetzt angenommen, daß beide Stangen 21, 22 des Dekoders 22 zurückgezogen sind. Infolgedessen wird gemäß
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Fig. 2 der Stift 29 des Kipphebels 25 aufwärts bewegt und die Stange 31 infolgedessen durch den Kipphebel 26 abwärts
bewegt. Infolgedessen dreht sich das Zylinderteil 34 im Uhrzeigersinn
und verursacht eine Bewegung des Gleiters 40 derart, daß der Arm 48 des letzteren auf dem Umfang der
Kurvenscheibe 51 abgestützt wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 3 und unter der Voraussetzung, daß sich die Welle 50 im Gegenuhrzeigersinn dreht, verursacht
die Kurvenscheibe 51 zunächst eine im Gegenuhrzeigersinn erfolgende Bewegung des Gleiters 40 um seine Achse bzw. die
Welle 42, gefolgt durch eine im Uhrzeigersinn erfolgende Bewegung,
bis er eine der vorbeschriebenen Maximallage gegenüberliegende Lage erreicht und letztlich eine im Gegenuhrzeigersinn
erfolgende Bewegung zur Rückkehr in seine Ausgangslage ausführt. Die winkelmäßigen Schwenkungen der Welle 42
um ihre Achse veranlaßt den Bolzen 57 über das Ende des Gabelteils entsprechende Bewegungen auszuführen und veranlaßt die
Rollo 1SO, auf der benachbarten Fläche des Kegelstumpf teils
des Endes des Zylinders 66 abzurollen. Bei dem jetzt betrachteten Beispiel wird die Rolle 58 zuerst in den größten
Durchmesserbereich des Kegelstumpfteils 65 gedruckt, bewegt
sich dann, bis sie den Bereich des kleinsten Durchmessers erreicht und kehrt letztlich in den mittleren Bereich des
Kegelstumpfteils 65 zurück. Da die Rolle 58 drehbar auf dem
Bolzen 57 angebracht ist und letztere auf der Welle 42 befestigt ist, führen die Bewegungen der Rolle 58 zu einer
axialen Bewegung der Welle 42. Diese Axialbewegung wird auf die die Bewegungen des Transporteurs 15 steuernde Welle
16 übertragen.
In dem beschriebenen Fall wird die Welle 16 gegen die Wirkung der Blattfeder 80 beaufschlagt, zuerst ihre Lage in
Auswärtsrichtung zunehmend zu verändern, um dann bis zur Außenfläche der Wand 76 wieder einzutreten und letztlich in
eine mittlere Ruhelage zurückzukehren. Der Ablauf der Axialbewegungen
der Welle 16 und infolgedessen der Querbewegungen
(t) des Transporteurs 15 ist in dem ersten Teil der Fig. 6b dargestellt und zwar im Verlauf eines vollständigen Nähzyklus,
der sich über 360° erstreckt. Fig. 6a zeigt entsprechend die durch die Welle 85 gesteuerte Vertikalbewegung (v) des
Transporteurs 15. Aus dem Vergleich der beiden Darstellungen
ist ersichtlich, daß sich der Transporteur 15 zuerst von links nach rechts bewegt (Fig. 2) bevor er angehoben wird. In dem darauffolgenden
Zwischenbereich, in dem er angelioben ist, wird er auch
gezwungen, sich von rechts nach links zu bewegen. Wenn er
zuletzt wieder abgesenkt wird, kehrt ^r in seine Ausgangslage
zurück, so daß die Querverschiebung Null ist. Ein solcher Bewegungsablauf des Transporteurs 15 veranlaßt den auf ihm
ruhenden Stoff eine Querverschiebung zu machen, gemäß Fig.
von rechts nach links über eine vorbestimmte Distanz oder gemäß Fig. 1 von links nach rechts. Als Ergebnis bewegt der Transporteur
15 den Stoff während eines Zyklus gemäß Fig. 1 um einen
Schritt vorbestimmter Größe nach rechts.
Ein genau entgegengesetzt verlaufendes Verhalten mit
einer Querverschiebung des Stoffes nach links erfolgt, wenn beide Stangen 21, 22 des Dekoders 20 nach außen gedrückt werden.
In diesem Fall gleitet der Arm 48 des Gleiters 40 auf der Kurvenscheibe 53 und infolgedessen wird die Rolle 58 zuerst
in den Bereich des kleinsten Querschnitts des Kegelstumpfteils
65 bewegt, macht dann einen vollständigen Hub aus diesem Bereich in den Bereich des größten Querschnitts und kehrt
zuletzt in den dazwischenliegenden Bereich zurück.
Die Welle 16 wird jetzt in entgegengehe tv. tcr Richtung beaufschlagt und verändert ihre axiale Lage üntsprecliciid
dem zweiten Teil der Fig. 6b, bewegt sich also zunächst nach links, während der Transporteur 15 noch abgesenkt wird,
dann vollständig nach rechts, während der Transporteur 15 angehoben wird, und kehrt dann in ihre Ausgangslage zurück,
während der Transporteur 15 abgesenkt wird. In diesem Fall bewirkt der Transporteur 15 eine Bewegung des Stoffes von
links nach rechts gemäß Fig. 2 oder während jedes Nähzyklus eine Querverschiebung bestimmter Größe nach links.
Aus Fig. 4 und 5 ist ersichtlich, daß die Wahl der Axiallage der Rolle 91 auf dem Zapfen 90 bestimmt, ob der
Stoff durch den Transporteur 15 transportiert wird oder nicht. Der Stoff wird nur bewegt, wenn der Transporteur
15 angehoben wird und dies erfolgt nur, wenn die Rolle auf der Kurvenscheibe 97 gleitet. Der Bediener kann durch
Bedienen des Hebels 100 veranlassen, daß die Rolle 91 auf der Scheibe 98 gleitet, so daß die Kerbe 102 mit dem
Schlitz 103 zusammenwirkt. In diesem Fall wird der Transporteur 15 nicht länger durch den Arm 86 zu einer Aufwärtsbewegung
gezwungen und ist infolgedessen nicht länger in Lage, den Stoff zu ziehen.
Die Nähmaschine 10 gemäß der Erfindung erreicht die eingangs genannten Ziele, wie aus einer Prüfung ihrer Kennzeichen
ersichtlich ist.
Zuerst arbeitet der beschriebene Mechanismus mit hoher Präzision, da jegliches in der Verbindung der Stangen 21,
mit der Welle 16 vorhandene Spiel keinen Einfluß auf die Genauigkeit des Anordnens der Welle 16 hat. Das rührt daher,
daß die Axialbewegungen der Welle 16 von den Bewegungen der Welle 42 abhängen sowie von der Winkellage dieser Welle,
die nur durch die Lage der Rolle 58 auf der Lauffläche des Kegelstumpfteils 65 bestimmt ist. Zusätzlich ist es durch
einen einzigen Mechanismus (Rolle 58 und Kegelstumpfteil 65)
möglich, die nach links und rechts erfolgenden Querbewegungen des Transporteurs 15 jeweils ohne Begrenzung zu
steuern, wobei es lediglich notwendig ist, die Querbewegung des Transporteurs 15 für eine erforderliche Zahl von Zyklen
in derselben Richtung zu wiederholen, um Bewegungen des Stoffes zu erreichen, die mit den zur Zeit bekannten Vorrichtungen
nicht zu erreichen sind.
#'- '-'-' ""' ■'- 3U167 5
Handsteuerung ist nicht länger erforderlich, wenn Kurvenscheiben
ersetzt werden sollen, da alle Bewegungen durch den Dekoder 20 gesteuert werden, der in vollständig selbständigerweise
von einer Dateneinheit gesteuert wird.
.AU-
Leerseite
Claims (5)
1. Nähmaschine mit einem querbeweglichen Transporteur,
dadurch gekennzeichnet, daß für den Transporteur (15) eine Welle (16) vorhanden
ist, die entgegen der Wirkung von Federmitteln (80) axialbeweglich ist, daß eine Dekodereinheit (20, 25)
Steuersignale einer Dateneinheit aufnimmt und drei Arbeitslagen einnimmt, ie nach dem ob der Transporteur
(15) zu einem Querschritt nach rechts, nach links, oder zu keinem Querschritt veranlaßt werden soll, und daß
eine Verbindung (23, 17, 40) zur Umwandlung jeder Arbeitslage in eine entsprechende Winkelstellung eines Bolzens
(57) vorhanden ist, der sich radial von einer mit der dem Transporteur (15) zugeordneten Welle (16) axial
gekuppelten zweiten Welle (42) erstreckt und eine um ihre Achse drehbare Rolle (58) aufweist, die auf einer Fläche
eines mit einem feststehenden Teil der Nähmaschine (10) verbundenen Profilteils (65) läuft.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dekodereinheit (20, 25) einen elektromechanischen Dekoder (20) hat, dessen Eingang
elektrische Steuersignale aufnimmt und dessen Ausgang zwei jeweils in einer ersten oder in einer zweiten
Stellung anzuordnende Stangen (21, 22) beaufschlagt,
an deren Enden die Enden eines Kipphebels (25) angreifen, die einen mittig angeordneten Stift (29) aufweist,
der eine erste, dritte oder zweite der drei Arbeitslagen einzunehmen vermag, je nach dem, ob beide
Stangen (21, 22) in ihrer ersten oder in ihrer zweiten Stellung angeordnet sind, oder ob eine der Stangen
(21) in ihrer ersten und die zweite Stange (22) in
ihrer zweiten Stellung oder umgekehrt angeordnet sind.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennz e lehnet, daß die Verbindung
(23, 17, 40) im wesentlichen wenigstens einen relativ zur zweiten Welle (42) axial verschieblichen Gleiter
(40) hat, der eine von der Dekodereinheit (20, 25) gesteuerte Antriebseinheit (17) zur Anordnung eines
ersten Gleiterarms (48) in einer der drei Arbeitslagen aufweist, in deren jeder der Gleiterarm (48) zum Zusammenwirken
mit einer entsprechenden Fläche einer ersten, zweiten oder dritten Kurvenscheibe (51, 52,
53) beaufschlagt ist.
4. Nähmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleiter (40) einen Fortsatz (55) hat, dessen eines Ende (56) mit dem sich radial von der
Welle (42) erstreckenden Bolzen (57) gekuppelt ist und diesen zum entsprechend der Kontur der ersten, zweiten
oder dritten Kurvenscheibe (51, 52, 53) erfolgenden Schwenken um die Achse der Welle (42) veranlaßt.
5. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Profilteil (65) kegelstumpfförmig ist und die Rolle
(58) während eines Nähzyklus von einem Bereich mittleren Querschnitts in einen Bereich eines kleinsten Querschnitts,
danach in einen Bereich eines größten Querschnitts und von diesem zurück in den Bereich mittleren
Querschnitts läuft, oder umgekehrt, oder ständig in dem Bereich mittleren Querschnitts verbleibt, mit einer
infolgedessen über den Bolzen (57) erfolgenden Übertragung einer Axialbewegung auf die zweite Welle (42),
die letztlich die Axialbewegung über die erste Welle (16) auf den Transporteur (15) überträgt.
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