DE1214613B - Verfahren und Vorrichtung zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Wasch-maschinen mit Schleudergang - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Wasch-maschinen mit SchleudergangInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
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- D06F37/22—Mountings, e.g. resilient mountings, for the rotary receptacle, motor, tub or casing; Preventing or damping vibrations in machines with a receptacle rotating or oscillating about a horizontal axis
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Waschmaschinen mit Schleudergang Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Waschmaschinen mit Schleudergang durch Änderung der Wassermenge sowie auf eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
- Es ist bekannt, am Umfang der Wasch- und Schleudertrommel Auswuchtbehälter anzuordnen, die mit Wasser gefüllt werden. Durch Änderung der Wassermenge in einzelnen Behältern wird ein Auswuchten der Trommel erreicht. Bei dieser Ausbildung muß die Trommel zweiseitig gelagert werden, und das Kriterium für die Unwucht, die beseitigt werden soll, ist die Auslenkung an den Lagern. Es sind hier umfangreiche konstruktive Vorkehrungen erforderlich, wie z. B. die Anordnung von exzentrischen Traggliedern. Die Unwucht wird dann durch zufließendes Wasser ausgeglichen. Je nach der Größe der Unwucht wird mehr oder weniger Wasser in die Auswuchtbehälter eingeleitet. Eine große Genauigkeit der Ausgleichglieder ist erforderlich, da die geringen radialen Bewegungen der Trommelwelle ausreichen müssen, um den Wasserzu- oder -ablauf zu regeln.
- Durch die Erfindung wird hier eine wesentliche Vereinfachung bewirkt, insbesondere dadurch, daß das neue Verfahren bei Wasch- und Schleudertrommeln, die nur einseitig gelagert sind, angewendet werden kann. Dadurch ist eine Beschickung der Trommel von einer Stirnseite aus möglich, wie es insbesondere bei Haushaltmaschinen üblich ist.
- Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß vor dem Beginn des Schleuderns alle Auswuchtbehälter mit der gleichen Wassermenge gefüllt werden und während des Schleuderns jeweils den Auswuchtbehältern, deren Abstand von der Symmetrieachse am größten ist, Wasser entnommen wird. Es wird hier also die Unwucht nicht durch eine Wasserzufuhr, sondern durch Wasserabfuhr ausgeglichen.
- Durch das neue Verfahren ist es möglich, die hierfür notwendige Vorrichtung einfach zu gestalten. Eine bevorzugte Ausführung dieser Vorrichtung besteht darin, an den Auswuchtbehältern federbelastete Ventile anzuordnen, deren Verschlußkörper unter der Wirkung der Zentrifugalkraft vom Wasser gegen ihren Sitz gepreßt werden, wobei die Verschlußkörper Vorsprünge aufweisen, die bei auftretender Unwucht eine konzentrisch zur Symmetrieachse angeordnete Ringfläche streifen und dadurch von ihrem Sitz gedrückt werden, so daß kurzzeitig Wasser aus dem Auswuchtbehälter austritt.
- Statt umständlicher Messungen wird jetzt nur der Druck benutzt, den die Zentrifugalkraft ausübt, und dieser Druck schließt die Ventile an den Auswuchtbehältern. Läuft die Wasch- und Schleudertrommel urrund, so wirkt der Zentrifugalkraft ein Druck entgegen, der um so stärker ist, je mehr eine Abweichung von der Symmetrieachse auftritt. Es ist also gewissermaßen eine Differenzmessung zwischen der Zentrifugalkraft und der geometrischen Abweichung von der Symmetrieachse vorhanden, so daß in sehr kurzer Zeit sehr genau ausgewuchtet werden kann. Die Auswuchtung wird also um so genauer, je schneller die Trommel umläuft, weil dann die Zentrifugalkraft größer ist, bei langsamer Drehzahl ist die Kraft geringer, d, h., man erreicht eine Auswuchtung mit geringstem konstruktivem Aufwand, genau den physikalischen Verhältnissen angepaßt.
- Zweckmäßigerweise dienen als Verschlußkörper Kugeln, deren aus dem Dichtungssitz herausragenden Kugelflächen im Fall einer Unwucht die die Schleudertrommel umgebende Ringfläche streifen, Um in einfacher Weise die Auswuchtbehälter laufend zu füllen, ist es zweckmäßig, daß die Zuleitungen an sich bekannte federbelastete Ventile aufweisen, die so angeordnet sind, daß sie sich unter dem Wasserleitungsdruck und unter der Zentrifugalwirkung öffnen und beim Stillstand der Wasch- und Schleudertrommel unter dem Druck der stehenden Wassersäule schließen. Durch diese Maßnahme bleiben die Auswuchtbehälter ständig gefüllt, so daß der Auswuchtvorgang sofort nach der Inbetriebsetzung der Wasch- und Schleudertrommel stattfindet.
- Es ist übrigens auch möglich, die Versteifungsrippen der Wasch- und Schleudertrommel als Auswuchtbehälter auszubilden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 schematisch eine Wasch- und Schleudertrommel mit Auswuchtbehältern, Zufuhrleitungen und einer Ringfläche zur Betätigung der Ventile der Auswuchtbehälter, F i g. 2 schematisch eine Möglichkeit, die Auswuchtbehälter zu füllen, und F i g. 3 schematisch eine Ausführung, bei der die Rippen der Wasch- und Schleudertrommel als Auswuchtbehälter dienen.
- In F i g. 1 ist die Wasch- und Schleudertrommel 1 mit Auswuchtbehältern 2 versehen. Im Ausführungsbeispiel sind es drei, es können aber auch mehr als drei Behälter sein, mindestens müssen es aber drei sein. Die Auswuchtbehälter besitzen radial nach außen weisende federbelastete, an sich bekannte Ventile 3, die als Verschlußkörper Kugeln 4 aufweisen. Federn 12 drücken..dabei die Kugeln 4 gegen, ihren Dichtungssitz 13. Im Abstand von den Verschlußkörpern--ist eine Ringfläche 5 angeordnet, die konzentrisch zur Trommelachse 6 verläuft. Die Ringfläche ist durch Streben 7 mit dem nicht dargestellten Maschinengehäuse verbunden.
- Um die Auswuchtbehälter 2 mit Flüssigkeit zu füllen, sind Zuleitungen 8 vorgesehen, die, von einem Verteiler 9 ausgehend, in die Auswuchtbehälter 2 münden. In Richtung'--des Pfeiles 10 wird dann Wasser zugespeist, sofern der' Wasserleitungsdruck, zu dem sich noch die Wirkung der Zentrifugalkraft addiert, die Ventile 14 öffnet. Die Ventile 14 weisen Verschlußkörper 16 in Form von Kugeln- auf, die durch Federn 17 gegen ihren Dichtungssitz gedrückt werden. Die Schließrichtung dieser Ventile ist der Schließrichtung der Ventile 3 entgegengesetzt. Mit 11 ist .die Trommelachse bezeichnet. Tritt eine Unwucht auf, so streifen _ die Kugeln 4 die Ringfläche 5 und werden nach innen gedrückt, so daß Wasser ausspritzt.
- Das Füllen der Auswuchtbehälter 2 erfolgt im Stillstand oder impulsweise bei niedriger Drehzahl der Wasch- und Schleudertrommel. Nach dem Füllen der Auswuchtbehälter und dem Schließen eines Ventils für die Zufuhr von Wasser zu den Auswuchtbehältern wird mit ansteigender Drehzahl und unter der Wirkung der Zentrifugalkraft das Wasser gegen die Verschlußkörper 4 der Ventile 3 gepreßt. Im gleichen Sinn wirken auch die Federn 12. Tritt eine Unsymmetrie ein, so werden die Kugeln 4 von der Ringfläche 5 in die Pfeilrichtung 22, d. h. nach der Trommelachse hin, gedrückt. Durch die so entstehende Öffnung spritzt dann an den Stellen der Ringbahn Wasser heraus, an denen das Ventil geöffnet wird. Mit kleiner werdender Unwucht wird auch der Druck der betreffenden Stelle der" Ringfläche, die die Kugeln 4 bewegt, immer, kleiner, bis kein Wasser mehr herausspritzt. Nach Beendigung des Schleuderganges wird die Wasch- und Schleudertrommel entweder in ihre Ausgangslage gebracht oder irgendeine andere Lage annehmen, wobei dann die Auswuchtbehälter leerlaufen können oder aber neu gefüllt werden. Als Anwendung der Erfindung sind alle Möglichkeiten bei der Auswuchtung von Rotationskörpern zu bezeichnen, deren unrundes Laufen von den Betriebsbedingungen, z. B. von der Füllung der Trommel, abhängt. Im vorliegenden Fall wird noch durch die gleichmäßig am Umfang angeordneten Auswuchtbehälter ein ruhigerer Lauf erreicht als bei allen bekannten Anordnungen, bei denen die Auswuchtgewichte, d. h. die, in den Wasserbehältern gelangenden Wassermengen erst abhängig von der Unwucht und vom Meßergebnis eingespritzt werden müssen.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Auswuchten der Wasch- und. Schleudertrommel von Waschmaschinen mit Schleudergang durch Änderung der Wassermenge in den am- Trommelumfang angeordneten Aus-"wuchtbehältern, dadurch gekennzeich= net, daß vor dem Beginn des Schleuderns alle Auswuchtbehälter mit der gleichen Wassermenge. gefüllt werden und während des Schleuderns jeweils den Auswuchtbehältern, deren Abstand von der Trommelachse am größten ist, Wasser ent-, nommen wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,. daß an den Auswuchtbehältern (2) federbelastete Ventile (3) angeordnet sind, deren Verschlußkörper (4) unter der Wirkung der Zentrifugalkraft vom Wasser gegen ihren Sitz gepreßt werden, und daß die Verschlußkörper Vorsprünge aufweisen, die bei auftretender Unwucht an eine konzentrisch zur Trommelachse (6) angeordnete Ringfläche (5) streifen und dadurch von ihrem Sitz gedrückt werden, so daß kurzzeitig Wasser aus den Auswuchtbehältern (2) austritt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschlußkörper (4) Kugeln dienen, deren aus dem Dichtungssitz herausragenden Kugelflächen im Fall der Unwucht die Ringfläche (5) streifen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch-2, dadurch ge-, kennzeichnet, daß die Zuleitungen (8) an sich bekannte federbelastete Ventile (16,17) aufweisen, die so angeordnet sind, daß sie sich unter dem Zufuhr-Wasserleitungsdruck und unter der Zentrifugalkraft öffnen und beim Stillstand der Wasch- und Schleudertrommel unter dem Druck der stehenden Wassersäule schließen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Versteifungsrippen (19) der-Wasch- und Schleudertrommel (1) als Auswuchtbehälter ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr.1080 962; britische Patentschrift Nr. 598 086; USA.-Patentschrift Nr. 2 798 610.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH40577A DE1214613B (de) | 1960-10-03 | 1960-10-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Wasch-maschinen mit Schleudergang |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH40577A DE1214613B (de) | 1960-10-03 | 1960-10-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Wasch-maschinen mit Schleudergang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1214613B true DE1214613B (de) | 1966-04-14 |
Family
ID=7154300
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH40577A Pending DE1214613B (de) | 1960-10-03 | 1960-10-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Auswuchten der Wasch- und Schleudertrommel von Wasch-maschinen mit Schleudergang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1214613B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1298045B (de) | 1962-04-03 | 1969-06-19 | Goedecker B J Maschf | Einrichtung an Schleudertrommeln zum Kompensieren der Unwucht |
| US5513504A (en) * | 1995-01-23 | 1996-05-07 | General Electric Company | Clothes basket and balance ring subassembly for a horizontal axis clothes washing machine |
| WO2020182449A1 (en) * | 2019-03-11 | 2020-09-17 | Arcelik Anonim Sirketi | A washer/dryer wherein unbalanced load is balanced with fluid |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB598086A (en) * | 1944-07-11 | 1948-02-10 | Herbert Edward Page | Washing machine |
| US2798610A (en) * | 1953-12-28 | 1957-07-09 | Henry C A Meyer | Laundry machine |
| DE1080962B (de) * | 1951-12-29 | 1960-05-05 | Us Hoffman Machinery Corp | Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Waescheschleudern |
-
1960
- 1960-10-03 DE DEH40577A patent/DE1214613B/de active Pending
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