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DE1080962B - Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Waescheschleudern - Google Patents

Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Waescheschleudern

Info

Publication number
DE1080962B
DE1080962B DEU1966A DEU0001966A DE1080962B DE 1080962 B DE1080962 B DE 1080962B DE U1966 A DEU1966 A DE U1966A DE U0001966 A DEU0001966 A DE U0001966A DE 1080962 B DE1080962 B DE 1080962B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
bearing
axis
rotatable
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU1966A
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Joseph Armstrong
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
US Hoffman Machinery Corp
Original Assignee
US Hoffman Machinery Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by US Hoffman Machinery Corp filed Critical US Hoffman Machinery Corp
Publication of DE1080962B publication Critical patent/DE1080962B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06FLAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F37/00Details specific to washing machines covered by groups D06F21/00 - D06F25/00
    • D06F37/20Mountings, e.g. resilient mountings, for the rotary receptacle, motor, tub or casing; Preventing or damping vibrations
    • D06F37/22Mountings, e.g. resilient mountings, for the rotary receptacle, motor, tub or casing; Preventing or damping vibrations in machines with a receptacle rotating or oscillating about a horizontal axis
    • D06F37/225Damping vibrations by displacing, supplying or ejecting a material, e.g. liquid, into or from counterbalancing pockets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Main Body Construction Of Washing Machines And Laundry Dryers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Wäscheschleudern Die Erfindung bezieht sich auf Waschmaschinen und Wäscheschleudern mit waagerecht umlaufender Trommel, bei welchen eine Flüssigkeit benutzt wird, um die Unwucht der Trommel im Betrieb der Maschine auszugleichen.
  • Bei der Benutzung von umlaufenden Trommeln der erwähnten Art zum Schleudern von Wäsche oder auch anderem Gut ist es schwierig, das Gewicht des eingeführten Gutes gleichmäßig zu verteilen, so daß infolge der Wirkung der ' nicht ausbalancierten Massen die Trommel bei höheren Umdrehungsgeschwindigkeiten während des Entwässerns bzw. Trocknens eine Nei-Z, Clung zum gefährlichen Vibrieren hat.
  • Die Technik hat sich seit langem bemüht, diesen Nachteil zu beseitigen.
  • So wurde beispielsweise bei Schleudereinrichtungen, bei denen sich ein Behälter um eine aufrecht stehende Achse dreht, von der schweren Seite des nicht ausbalancierten Behälters Ausgleichsflüssigkeit selbsttätig zu der leichten oder Abgabeseite des Behälters geführt. Bei diesen Schleudern hing die selbsttätige Steuerung des Flüssigkeitsstromes für den Ausgleich von dem Grad der Taunielbewegung des Gefäßes in bezug auf dessen normale Drehachse ab, wobei eine solche Bewegung hauptsächlich durch die unausgeglichene Beschickung des Gefäßes verursacht wurde. Derartige Einrichtungen, die für aufrecht stehende Schleudertrommeln geeignet sind, können nicht ohne weiteres für die Benutzung bei Trommeln angewendet werden, die sich um waagerechte Achsen drehen, insbesondere wenn infolge der Unwucht auftretende Kräfte direkt dazu verwendet werden sollen, das Strörnen von Ausgleichsflüssigkeit zu steuern.
  • Einige Versuche sind bereits gemacht worden, um den gewünschten Zweck bei waagerecht liegenden Wasch- und/oder Schleudertrommeln zu erreichen, deren Wellen sich wie üblich in starren Lagern drehen, wobei die aus der Unwucht der sich drehenden Tromrnel oder ihres Gehäuses oder der verlängerten Trominelwelle herrührenden Vibrationen durch empfindliche elektrische Instrumente aufgenommen und durch Kommutierung und elektronische Verstärkung auf ein ausreichendes elektrisches Potential gebracht werden, um das Arbeiten von Solenoid-Ventilen zu ermöglichen, die ihrerseits das Einlassen von Flüssigkeit zu Ausgleichsbehältern regeln, welche innerhalb der sich drehenden Trommel untergebracht sind. Durch Vibration gesteuerte Systeme dieser Art sind äußerst kompliziert und teuei. Sie bedingen eine sehr kostspielige Wartung und sind infolge der Notwendigkeit, die Maschinen auf dem Fußboden befestigen oder elastische Lagerungen verwenden zu müssen, allgemein nachteilig.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Wäscheschleudern mit einer in wenigstens einem Lager uld eine horizontale Achse drehbaren Trommel, welche mit einer Mehrzahl von Kammern versehen ist, die gleichmäßig um den Umfang der Trommel verteilt sind und durch Leitungen mit einem Vorratsbehälter für Ausgleichsfliissigkeit in Verbindung stehen. Hierbei ist die Trommel in bezug auf ihre normale horizontale Drehachse durch eine auf einen Unwuchtzustand ansprechende Einrichtung seitlich schwingbar und mit Ventileinrichtungen in den Leitungen versehen-, die im Ansprechen auf die seitliche Schwingbewegung gesteuert werden, so daß Ausgleichsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter in die Kammern eingeführt wird und dadurch 'zur Aufhebung des Unwuchtzustandes beiträgt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, Mittel zu finden, welche auf die ungleiche Verteilung des eingeführten Gutes ansprechen und welche die aus der Unwucht herrührenden Kräfte direkt dazu verwenden, Ausgleichsvorrichtungen zu betätigen. Was bisher fehlte, war eine Einrichtung, die von der Trommel selbst und deren Lage bei unausbalancierten Arbeitsbedingungen zu einem feststehenden Bezugspunkt, wie beispielsweise dein Traglager der sich drehenden Masse der Trommel, betätigt wird.
  • Gemäß der Erfindung weist die Einrichtung zur Erzeugung einer seitlichen Schwingbewegung der Trommel ein feststehendes Traglager auf, in dem das Lager, in welchem die Trommel drehbar ist, mittels eines schwingbaren Traggliedes abgestützt ist, dessen horizontale Schwingachse normalerweise über der horizontalen Drehachse der Trommel in der gleichen senkrechten Ebene wie die Drehachse liegt, wodurch das Lager, in dem die Trommel drehbar ist, beim Eintreten eines Unwuchtzustandes mittels des schwingbaren Traggliedes als Pendel frei schwingen kann, um die gewünschte Steuerung der Ventileinrichtungen in den Leitungen herbeizuführen.
  • Der Erfindung liegen die folgenden Überlegungen zugrunde.
  • Es wurden verschiedene Ausführungsformen untersucht, welche ermöglichten, daß der Behälter sich waagerecht bewegt, aber gegen eine senkrechte Bewegung festgehalten wird. Die beste Lösung schien eine Art Pendelaufhängung des Behälters und seiner Welle zu sein. Bei einer solchen Aufhängung würde die Schwerkraft die Beziehung von Trommel und Ge- häuse weder unter statischen Bedingungen noch unter normalen Betriebsbedingungen beeinflussen. Waagerecht wirkende Kräfte können aber zur Folge haben, daß sich die Trommel von der einen Seite zu der anderen Seite verschiebt. Es hat sich aber als notwendig herausgestellt, das Problem der Resonanz insoweit zu berücksichtigen, als es erwünscht ist, einen Zustand zu vermeiden, bei dem die Eigenfrequenz des Pendels mit der aufgezwungenen Frequenz der Umdrehungsgeschwindigkeit zusammenfällt und eine gefährliche und kritische Vibration erzeugt.
  • Würde beispielsweise die Pendellänge für eine Periode, die langsamer als die Trockengeschwindigkeit ist, willkürlich gewählt werden, so würde bei höchster Geschwindigkeit einer Schwingung entgegengewirkt werden. Durch die kritische Geschwindigkeit müßte hindurchgegangen werden, wenn eine Beschleunigung der Drehgeschwindigkeit eintritt. Andererseits müßte ,eine für die Frequenz oberhalb der Umdrehungsgeschwindigkeit gewählte Länge des Pendels sehr kurz sein, und sie würde nur einen Bruchteil eines Zentimeters betragen. Dies würde den Stützpunkt desselben in den Durchmesser der Welle verlegen und ein schwieriges Konstruktionsproblem darstellen.
  • Die natürliche Periode für ein frei schwingendes Pendel ist - worin F die Schwingungszahl des Pendels in Minuten, g die Erdbeschleunigung in cm/seC2 und L die Länge des Pendels in Millimeter ist.
  • Nimmt man eine erwünschte Schleudergeschwindigkeit von 500 bis 700 Umdrehungen je Minute an, dann würde bei einer willkürlich gewählten Frequenz von F = 800, um wesentlich höher als die Schleudergeschwindigkeit zu sein, für die Länge des Pendels ungefähr der Wert L = 1,4 mm erhalten.
  • In dem vorliegenden Fall umfaßt das Pendel die Trommel, deren Welle und deren Lager und wird am Schwerpunkt, der im Drehzentrum liegt, wirksam. Die Aufhängung der Pendelmasse an einem Stützpunkt, der nur 1,4 mm über der Mitte der Welle liegt, die im Durchmesser ungefähr etwa 75 mm stark ist, stellt ein Problem dar. Dieses Problem wurde dadurch gelöst, daß eine Hilfslageranordnung zum Tragen der Masse vorgesehen wurde, deren Mitte 1,4 mm über der Mitte der Hauptdrehlager lag. Dies ermöglichte der Hauptwelle, sich in ihren eigenen Lagern zu drehen, aber außerdem in den Traglagern zu schwingen.
  • Ein nach der oben angeführten Berechnung hergestelltes Modell ergab, daß die Exzentrizität von 1,4 mm, obgleich sie für die gewählte Frequenz richtig ist, eine Nieigung zur Selbstblockierung hervorrief und auf waagerechte Kräfte nicht zuverlässig ansprach. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wurde die Pendellänge vergrößert, und zur Vermeidung einer Resonanz wurde von der Idee eines frei schwingenden Pendels dadurch etwas abgegangen, daß eine Rückstellfeder eingeführt wurde, um das Schwingungssysteni zu versteifen und die Frequenz zu erhöhen. Diese Feder führte zu zwei erwünschten Ergebnissen: 1. Die Möglichkeit, die Länge des Pendels auf etwa 3,2 mm zu vergrößern, ohne dessen Eigenfrequenz zu verringern. Diese Vergrößerung der L änge beseitigte den Selbstblockierungseffekt und ermöglichte, daß waagerechte Kräfte die Trommel ausschwingen.
  • 2. Die Feder bewirkt, wie dies aus den weiter unten näher zu erläuternden Zeichnungen hervorgeht, in der Mittellinie der Trag- und Drehlager an einem oder beiden Enden der Trommel über Arme, die an schwingenden exzentrischen Wellenstümpfen befestigt sind, welche die Trommel tragen und mit ihr schwingen. Wenn die Trommel um ihren ungefähr um etwa 3 mm versetzten Achsenmittelpunkt schwingt, dann schwingen der Arm bzw. die Arme aus und strecken hierbei die Feder (oder die Federn im Fall einer an beiden Enden unterstützten Trommel). Eine geringe Bewegung der Trommel wird an dem Punkt der Federbefestigung vielmals vervielfacht.
  • Die Federspannung vergrößert sich in hohem Maß mit der Schwingungsweite der Trommel, bietet aber einer Schwingung bei kleiner Schwingungsweite einen geringen Widerstand. Diese Beschränkung erwies sich als wertvoll, da gefunden wurde, daß bei großer Schwingweite von beispielsweise 30' eine zuverlässige Auswuchtung (infolge einer Verschiebung zwischen Ursache und Wirkung) nicht erreicht werden konnte, daß aber bei einer Schwingungsweite von 3 oder 4' die Auswuchtung ausgezeichnet war.
  • Bei Benutzung eines Stroboskops und beim Arbeiten mit einem feststehenden außermittigen Versuchsgewicht in der Trommel zeigte sich, daß bei großer Schwingungsweite (die Schwingung wird nur durch die Wirkung des frei schwingenden Pendels beschränkt) die unausbalancierte Masse sich in der oberen senkrechten Stellung befindet, wenn die maximale waagerechte Ausschwingung stattfand. Dies zeigt an, daß Ursache und Wirkung um 90' außer Phase waren, so daß eine gute Auswuchtung unmöglich ist. Bei beschränkter Schwingungsweite und erhöhter Schwingungsfrequenz infolge der Wirkung der starken Feder war, wie gefunden wurde, das befestigte Gewicht ungefähr in dem gleichen Zeitpunkt in waagerechter Lage, in, welchem die maximale waagerechte Schwingung auftrat, was zeigte, daß bei kleinen Schwingungsweiten die störende Ursache und deren Wirkung auf das Pendel miteinander in Phase waren.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine Waschmaschine gemäß der Erfindung mit feststehenden Traglagern, Fig. 2 eine Frontalansicht derselben, teilweise im schnitt, Fig.- 3 einen in größerem Maßstab gehaltenen teilweisen Längsschnitt, der im einzelnen die Trommellager veranschaulicht, Fig. 4 und 5 die Anordnung von Steuerventilen, Fig. 6 einen Querschnitt durch den oberen Teil der Waschtrommel, Fig. 7 weitere Einzelheiten der Ventilstetierung, Fig. 8 einen senkrechten Schnitt dur ch den Tragrahmen und die Lager für die Antriebswelle der Trommel und die damit verbundene Exzenterwelle, Fig. 9 einen senkrechten Schnitt durch das Ventil nach Fig. 7.
  • Die dargestellte Vorrichtung weist eine Trommel 10 zum Waschen, Entwässern und bzw. oder Trocknen von Wäsche oder anderen zu reinigenden Materialien und Gegenständen auf. Die Trommel 10 hat einen durchlöcherten zylindrischen Mantel 12 und ist auf einer Welle 11 gelagert, die in geeigneter Weise, wie beispielsweise durch einen (nicht dargestellten) Motor oder Riemen, angetrieben wird. Eine Schiebetür 14 (Fig. 1) von üblicher Batiart dient zum Beschicken und Entleeren der Trommel, welche mit links und rechts liegenden Stirnwänden 16 und 18 sowie mit Umwälzrippen 20 (beim Ausführungsbeispiel vier Rippen) versehen ist, die in gleichem Abstand voneinander im Innern der Trommel fest angebracht sind. jede Rippe erstreckt sich von einer Stirnwand zur anderen und dient als Behälter oder enthält einen solchen, welcher wahlweise Ausgleichsflüssigkeit aufnehmenkarm, um jeder ungleichen Gewichtsverteilung der beladenen Trommel entgegenzuwirken. Diese Behälter oder Rippen 20 haben einen dreieckigen Querschnitt, wobei dessen Spitze in einer gewissen Tiefe innerhalb des Zylinders liegt, wie dies bei 22 angedeutet ist. jeder Behälter hat eine radial verlaufende Mittelwand 24, die sich von dem Trommelmantel. 12 nach innen bis zu einem Punkt 22 kurz vor der Spitze des dreieckigen Querschnittes erstreckt, wodurch der Behälter in rechts und links liegende Teile unterteilt wird.
  • Die Trommel ist von einem Gehäuse 25 umgeben, welches Endwandungen 26 und 27 hat und von Ständern 30 (Fig. 1, 2 und 3) getragen wird. Das Gehäuse dient als Trog, welcher die Waschlauge oder das trockene Reinigungsmittel aufnimmt, die in der üblichen Weise zugeführt und mittels eines geeigneten Auslaßventils 29 abgezogen werden können.
  • Das Gehäuse wird starr von den erwähnten Ständern 30 getragen, welche an jedem Ende des Gehäuses Stützlager 32 haben. jedes dieser Stütz- oder Traglager 32 weist einen Außenring 32' (Fig. 3), der von dem Stützlager getragen wird, sowie einen Innenring 32" auf, welcher an jedem Ende der Trommel auf einem Tragglied 34 sitzt. Diese Tragglieder 34 haben exzentrische Absätze 34', die in den Traglagern 32 schwingen können. Sie werden aber an einer vollständigen Umdrehung gehindert. jede Seitenwand der Trommel trägt einen starren Nabenteil 36, der sich um ein selbst einstellendes Rollenlager 38 dreht, dessen Innenring 38' starr mit den inneren Enden der beiden Tragglieder verbunden ist und dessen Außenring 38" mit der Trommel drehbar ist. In der Zeichnung sind die Nabenteile als getrennt voneinander liegende Teile dargestellt. Dies ermöglicht einen leichten Zusammenbau.
  • Die Mittelachse für die Schwingung liegt gewöhnlich um etwa 3 mm höher als die Umdrehungsachse. Demzufolge sind die Traglager 32 um 3 mm höher als die Drehlager 38 zentriert. Die Trommel hän - gt somit an den Traglagern wie die Masse eines Pendels von kurzer Länge, wodurch die Tragglieder gewöhnlich in der in Fig, 3 dargestellten Lage gehalten werden.
  • Wie ersichtlich, ist die Antriebswelle 11 mit Bezug auf die Trommelnaben zentriert, mit deren einer sie gekuppelt ist, um eine Drehung der Trommel zu veranlassen. Beim Ausführtingsbeispiel ist die Antriebswelle mit der einen Nabe durch einen Gleitkeil 37 verbunden, der als Kardangelenk dient, um eine geringe Relativbewegung zwischen Welle und Trommel zu ermöglichen, wenn diese um-die Traglager schwingt. Es kann auch irgendein anderes Gelenk Anwendung finden. In vielen Fällen ist eine ausreichende Elastizität in der Antriebswelle selbst vorhanden, um sich dem sehr geringen exzentrischen Zustand anzupassen, welcher während des Arbeitens der Trommel auftritt. jedes Traglager 32 weist zwei getrennte Einzellager auf, die in einem gewissen Abstand voneinander liegen, um der Trommel eine bessere Unterstützung zu verleihen; es kann aber auch ein einzelnes Lager für jedes Tragglied (Hohlwelle) benutzt werden.
  • Die dargestellte Ausführungsform hat den Vorteil, daß zwischen den getrennten Teilen des Traglagers einer jeden Hohlwelle ein Bund oder eine Muffe 39 gelagert werden kann, die durch eine Stellschraube 39' starr auf dem Tragglied gehalten wird. jeder Bund 39 (Fig. 3) hat einen sich nach unten erstreckenden Arm 40, der an dem Bodenteil des Bundes festgeschraubt oder in anderer Weise befestigt ist. Dieser Arm 40 erstreckt sich durch einen Schlitz 41 hindurch nach unten, der in dem Fuß des Lagerbockes 42 vorgesehen ist. jeder Arm 40 greift mittels einer Zugfeder 44 an der Endwand des Gehäuses 26, beispielsweise mittels eines Stiftes 45 an.
  • Die linke Seitenwand 16 (Fig. 2 und 3) trägt eine kon,zentrische ringförmige abgeschlossene Kammer oder einen Behälter 47, der beispielsweise durch Schweißen flüssigkeitsdicht an derselben angebracht ist. Dieser Behälter kann bis zu der gewünschten Höhe mit einer Flüssigkeit durch eine Öffnung gefüllt werden, die durch einen Stopfen 48 (Fig. 2) angedeutet ist. Es kann irgendeine geeignete Ausgleichsflüssigkeit benutzt werden. Perchloräthylen z. B., welches ungefähr 1,5 1,ig/dm3 wiegt, hat sich als zufriedenstellend wirkend herausgestellt. Die Behälter oder Rippen 20 haben ein ausreichendes Volumen, um eine angemessene Menge dieser Flüssigkeit zu halten, so daß der gewünschte ausgewuchtete Zustand der Trommel erreicht werden kann. Der ringförmige Behälter 47 hat eine solche Größe, daß er mehr Flüssigkeit aufnehmen kann, als den Rippen- zugeführt werden muß, da die vorliegende Arbeitsweise einen zusätzlichen freien Raum innerhalb des Behälters erfordert, wie dies weiter unten noch näher erläutert wird.
  • Die Zuführung von Flüssigkeit von dem Behälter 47 zu den Rippen 20 erfolgt durch die Zentrifugalkraft, die durch einen Flüssigkeitsring geliefert wird, welcher sich an der zylindrischen Wand dieses Behälters bildet, nachdem die Trommel begonnen hat, sich mit ausreichnder Geschwindigkeit zu drehen. Die Flüssigkeit wird auf diese Weise durch Leitungen 50 hindurch nach außen geschleudert, die zwischen dem Umfang des Behälters 47 und dem Ende eines jeden Behälters 20 verlaufen, welches an das linke Ende der Trommel angrenzt. Die Leitung 50 führt zu einem Steuerventil 51 (Fig. 1, 4 und 9), von dem die Flüssigkeit durch ein Zweigrohr 52 in einen Behälter 53 (Fig. 7) gelangt, der auf der linken Seite der Mittelwand 24 vorgesehen ist. Die Leitung 50 ist außerdem mittels eines Zweigrohres 54, das durch jede Rippe 20 hindurchgeht, mit einem ähnlichen Steuerventil 55 (Fig. 6) verbunden. welches von der rechts liegenden Seitenwand 18 der Trommel getragen wird. Das Ventil 55 steht mittels eines Rohres 56 mit der Behälterkammer 57 in Verbindung, die den Raum innerhalb der Rippe rechts von der Mittelwand 24 einnimmt.
  • Die Ventile 51 und 55 sind Tellerventile, deren Bauart aus Fig. 9 der Zeichnung hervorgeht. jedes Ventil, sowohl das linke als auch das rechte, steht unter dem Einfluß einer Stoßstange 58, welche, wenn die Trommel schwingt, mit der Ventilstange 59 in Eingriff kommt. Eine Einstellschraube für die Länge der Stoßstange ist bei 60 angedeutet. jede Behälterkammer kann mit einem solchen Tellerventil versehen sein, welches neben dem zugehörigen Ende des Behälters in fester Lage mit Bezug auf die danebenliegende Seitenwand angebracht ist.
  • Die anderen Enden der Stoßstangen 58 sind mit einem Gewinde versehen und in eine Muffe 61 eingeschraubt (Fig. 1 und 3), die auf einem konzentrischen Lagerteil 62 drehbar ist, der fest an dem Tragrahmen oder dem Gehäuse der Maschine angebracht ist; die Muffe liegt dabei gleichachsig zu dem wahren Drehzentrum der Vorrichtung. Wenn daher die Trommel veranlaßt wird, zu schwingen, dienen die sich mit der Trommel drehenden Stoßstangen dazu, die Ventilstangen zu betätigen, so daß bestimmte Ventile geöffnet werden. An der Trommel sitzende Führungen 63 bewirken zwar, daß die Stoßstangen 58 sich mit der Trommel drehen, erlauben aber, daß diese Stangen sich radial verschieben können, um die Ventilstangen zu betätigen. Der Grund, weshalb die Rippen bzw. Behälter einen Behälterabschnitt an jedem Ende der Trommel aufweisen, ist der, die Ansgleichsflüssigkeit beiden Teilen gleichzeitig zuführen zu können, wenn die Unwucht gleichförmig über die Länge der Trommel verteilt ist, oder in den einen Endabschnitt des Behälters weniger Flüssigkeit strömen zu lassen als in den anderen, wenn der Zustand der Unwucht mehr an einem Trommelende vorhanden ist. Die Flüssigkeitsströmung von dem Behälter 47 wird also durch ein Ventil geregelt, welches zu dem betreffenden Ab- teil führt, wobei ein Ventil an dem einen Ende und .ein Ventil an dem anderen Ende für jeden der vier Rippenbehälter vorhanden ist.
  • Aus Fig. 1 ist zu erkennen, daß die Stoßstangen 58, die an dem antriebseitigen Behälterende der Trommel angeordnet sind, sich ohne jede Abbiegung unmittelbar bis zu ihren zugehörigen Ventilen 51 erstrecken, während die Stoßstangen 58 an dem anderen Ende der Trommel dicht neben der Fläche der Seitenwand an diesem Ende liegen und etwas an ihren beiden Enden abgebogen sind, um mit dem zugehörigen Bund 38 -und den Ventilstangen des Ventils 55 in Eingriff zu treten. Dieser Unterschied ist lediglich eine Sache der Ausführung und beeinflußt das Arbeiten in keiner 'Weise.
  • Die Arbeits-,veise der Vorrichtung bei dem Ausgleichen einer Unwucht, welche das Ergebnis einer ungleichförmigen Beschickung der Trommel sein kann, geht aus der folgenden Beschreibung ohne weiteres hervor. Hierbei ist zu beachten, daß der Schwingungsmittelpunkt mit der Mitte des Traglagers zusammenfällt und gewöhnlich direkt über dem Drehzentrum liegt, welches der normale Massenmittelpunkt des Trommelsystems ist. Unter normalen ausgewuchteten Betriebsbedingungen findet kein Ausschwingen statt. Hieraus folgt, daß das Gewicht der Trommel auf jeden der Mittelpunkte der Unterstützung nach einer senkrechten Linie wirkt. Wenn aber eine Unwucht vorhanden ist, wirkt der Massenmittelpunkt nicht mehr jederzeit oder in allen Stellungen der Trommel senkrecht. Während der Trommeldrehung wird das Drehzentrum veranlaßt, um den Unterstützungsmittelpunkt auszuschwingen, bis der Gleichgewichtszustand wiederhergestellt ist und der Massenmittelpunkt sofort wieder mit dem Drehzentrum zusammenfällt.
  • Es ist ersichtlich, daß, wenn die Umdrehungsgeschwindigkeit ausreicht, um eine Ausschwingung der Trommel zu veranlassen, eine unausgewuchtete Masse auf der einen Seite des Mittelpunktes eine Schwingbewegung der Trommel auf diese Seite zu infolge der unausgeglichenen Zentrifugalkraft hervorruft. Eine sehr kleine Bewegung in dieser Richtung hat zur Folge, daß eine Ventilstange auf der leichten Seite in Berührung mit ihrer Stoßstange kommt, so daß das Ventil geöffnet und der Flüssigkeit gestattet wird, in den Rippenbehälter auf dieser leichten Seite zu strömen.
  • Da die Trommel ihre Drehung fortsetzt, werden die Ventile auf der leichten Seite nacheinander so lange geöffnet und geschlossen, solange ihre Stangen mit ihren Stoßstangen im Eingriff sind. Gewöhnlich werden ein Behälter oder zwei Behälter, die der unausgewuchteten Belastung mehr oder weniger symmetrisch gegenüberliegen, Flüssigkeit aufnehmen aber diese Wirkung wird in der Tat schnell unterbrochen, da die Auswachtung fast augenblicklich erreicht wird. Wenn dies eintritt, hören die Ventile auf, Flüssigkeit hindurchzulassen, und der ausgewuchtete Zustand wird aufrechterhalten, bis die Trommel verlangsamt wird und zum Stillstand kommt. Während dieser letzten Arbeitsperiode wird die Flüssigkeit auf Grund der Schwerkraft durch die Öffnungen 64 (Fig. 1 und 7), die neben dem Behälterscheitel 22 an der linken Endwand der Behälter vorgesehen sind, wieder in den Behälter zurückgeführt. Von diesen Öffnungen 64 gehen Leitungen 65 durch die Umfangswand des Behälters 47 hindurch, wenn sie mit den Rohren 66 in Verbindung sind, welche eine kurze Strecke an der Innenwand 67 des Flüssigkeitsbehälters nach unten gehen.
  • Während die Einlaßventile für die Ausgleichsflüssigkeit in ihrer Beziehung zur beidseitigen Lagerung beschrieben wurde, sei bemerkt, daß die exzentrischen Antriebsmittel mit gleicher Wirkung auch an einem einzelnen Traglager einer frei tragenden oder am einen Ende offenen Schleudertrommel angebracht werden können.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Wäscheschleudern mit einer in wenigstens einem Lager um eine horizontale Achse drehbaren Trommel, welche mit einer Mehrzahl von Kammern versehen ist, die gleichmäßig um den Umfang der Trommel verteilt sind und durch Leitungen mit einem Vorratsbehälter für Ausgleichsflüssigkeit in Verbindung stehen, und die Trommel in bezug auf ihre normale horizontale Drehachse durch eine auf einen Unwuchtzustand ansprechende Einrichtung seitlich schwingbar und mit Ventileinrichtungen in den Leitungen versehen ist, die auf die seitliche Schwingbewegung ansprechen, so daß Ausgleichsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter in die Kammern eingeführt wird und dadurch zur Aufhebung des Unwuchtzustandes beiträgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung einer seitlichen Schwingbewegung der Trommel (10) ein feststehendes Traglager (32) aufweist, in dem das Lager (38), in welchem die Trommel (10) drehbar ist, mittels eines schwingbaren Traggliedes (34) abgestützt ist, dessen horizontale Schwingachse normalerweise über der horizontalen Drehachse der Trommel (10) in der gleichen senkrechten Ebene wie die Drehachse liegt, wodurch das Lager (38), in dem die Trommel (10) drehbar ist, beim Eintreten eines Unwuchtzustandes mittels des schwingbaren Traggliedes (34) als Pendel frei schwingen kann, um die gewünschte Steuerung der Ventileinrichtungen (51, 55) in den Leitungen (50, 52, 54) herbeizuführen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zugfedern (44) mit dem Tragglied (34) und dem feststehenden Traglager (32) durch Arme (40) verbunden sind, um die Rückführung der Trommel in die normale horizontale Lage zu unterstÜtzen. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das schwingbare Tragglied (34) aus einer Hohlwelle besteht, die in dem feststehenden Traglager (32) horizontal und mit Bezug auf das Lager (38), in dem die Trommel (10) drehbar ist, exzentrisch angeordnet ist, und daß sich eine drehbare Antriebswelle (11) mit Spiel innerhalb der Hohlwelle erstreckt und mittels eines Gleitkeiles (37) mit der einen Nabe der Trommel im wesentlichen zentrisch zu der Achse des letztgenannten Lagers (38) verbunden ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das feststehende Traglager (32) von dem Maschinengehäuse (25) getragen wird und daß die Hohlwelle (34) einen Abschnitt aufweist, der zur Achse der Trommel konzentrisch ist, und einen Abschnitt hat, der zu dieser Achse exzentrisch ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerventile (51, 55) verschiebbare Stangen (58) aufweisen und daß die Ventile und die Stangen mit der Trommel umlaufen. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerventile (51 bzw. 55) für jede der Kammern. (53, 57) vorgesehen und in unmittelbarer Nähe derselben angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 990 781, 986 259; britische Patentschrift Nr. 598 086.
DEU1966A 1951-12-29 1952-12-24 Vorrichtung zum Auswuchten der Trommel in Waschmaschinen und Waescheschleudern Pending DE1080962B (de)

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