[go: up one dir, main page]

DE1214658B - Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden - Google Patents

Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden

Info

Publication number
DE1214658B
DE1214658B DEU11614A DEU0011614A DE1214658B DE 1214658 B DE1214658 B DE 1214658B DE U11614 A DEU11614 A DE U11614A DE U0011614 A DEU0011614 A DE U0011614A DE 1214658 B DE1214658 B DE 1214658B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cerium
solution
aqueous
rare earths
organic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU11614A
Other languages
English (en)
Inventor
Lane Allan Bray
Francis Paul Roberts
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
US Atomic Energy Commission (AEC)
Original Assignee
US Atomic Energy Commission (AEC)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by US Atomic Energy Commission (AEC) filed Critical US Atomic Energy Commission (AEC)
Publication of DE1214658B publication Critical patent/DE1214658B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B59/00Obtaining rare earth metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F17/00Compounds of rare earth metals
    • C01F17/10Preparation or treatment, e.g. separation or purification
    • C01F17/17Preparation or treatment, e.g. separation or purification involving a liquid-liquid extraction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F17/00Compounds of rare earth metals
    • C01F17/20Compounds containing only rare earth metals as the metal element
    • C01F17/276Nitrates
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F9/00Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
    • G21F9/007Recovery of isotopes from radioactive waste, e.g. fission products
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21GCONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
    • G21G1/00Arrangements for converting chemical elements by electromagnetic radiation, corpuscular radiation or particle bombardment, e.g. producing radioactive isotopes
    • G21G1/001Recovery of specific isotopes from irradiated targets
    • G21G2001/0094Other isotopes not provided for in the groups listed above

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
COIf
Deutsche KL: 12 m -17/00
Nummer: 1214 658
Aktenzeichen: U11614IV a/12 m
Anmeldetag: 9. April 1965
Auslegetag: 21. April 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden in wäßriger radioaktiver Lösung durch Koextraktion von Cer und seltenen Erden in eine organische Dialkylphosphorsäurelösung. Dann wird Cer zur vierwertigen Stufe oxydiert, und die seltenen Erden außer Cer werden mit einer wäßrigen sauren Persulf at-Ag+-Lösung in eine wäßrige saure Phase rückextrahiert.
Lösungen, die radioaktives Cer und andere lanthanidische seltene Erden enthalten, treten in Abfallprodukten auf, wie z. B. wäßrigen oder organischen Lösungen oder Niederschlägen, die bei der Behandlung von mit Neutronen bestrahltem Uran anfallen. Bevor solche Abfallprodukte zur Abtrennung der verschiedenen radioaktiven Spaltprodukte weiterbehandelt werden, werden sie gewöhnlicherweise für einige Zeit gelagert, um kurzlebige radioaktive und deshalb gefährliche Isotopen, z. B. Pm148, abbauen zu lassen; die Abfallprodukte können dann leichter gehandhabt werden und können mit Ionenaustauschharzen mit geringem oder gar keinem Schaden an den letzteren durch Radioaktivität behandelt werden. Die Entfernung einiger radioaktiver Isotopen durch Behandeln oder Abbau ermöglicht auch die Lagerung einer größeren Menge von Promethium und eine Verminderung der Schutzmaßnahmen. Reines Cer, wie es durch das erfindungsgemäße Verfahren gewonnen wird, findet in Stromquellen für Satelliten Verwendung. Ce144, eines der radioaktiven Isotopen, die gewöhnlicherweise in den oben beschriebenen Abfallprodukten vorkommen, hat jedoch eine zu lange Halbwertzeit, um seinen Abbau durch Lagerung innerhalb eines angemessenen Zeitraumes möglich zu machen. Es muß deshalb durch ein chemisches Verfahren entfernt werden.
Bisher wurde versucht, das Cer durch Oxydation zur Vierwertigkeit zu trennen und durch Lösungsextraktion der dreiwertigen seltenen Erden von dem vierwertigen Cer zu entfernen. Diese Verfahren führen zu zufriedenstellenden Ergebnissen in nicht radioaktiven Lösungen; aber sie sind für radioaktive Lösungen vollkommen unzureichend. Sehr wahrscheinlich zerstört die Radioaktivität, im besonderen die Gammastrahlen, das Oxydierungsmittel, und sie baut möglicherweise auch das organische Lösungsmittel ab, das als Auszugsmittel dient. Wenn z. B. Kaliumpermanganat das Oxydierungsmittel ist, muß es in der radioaktiven Lösung sehr bald aufgefüllt werden. Gleiche Erfahrungen macht man mit Bleidioxyd und auch mit Natriumwismutat als Oxydationsmittel zur Extrahierung und auch mit Peroxydazetaten, die als Ausscheidungsmittel für Cer Verwendung finden.
Verfahren zum Trennen von Cer von anderen
seltenen Erden
Anmelder:
United States Atomic Energy Commission,
Germantown, Md, (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. J. Straße, Patentanwalt,
Hanau/M., Frankfurter Landstr. 1
Als Erfinder benannt:
Lane Allan Bray,
Francis Paul Roberts, Richland, Wash. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. April 1964 (361 629)
Es ist bekannt, daß Persulfate den ungünstigen Auswirkungen der Radioaktivität bei Raumtemperatur widerstehen; jedoch oxydieren sie dann das Cer in einer solch langsamen Geschwindigkeit, daß ihre Anwendung unpraktisch wird. Höhere Temperaturen sind unerwünscht, weil dann der Abbaueffekt der Radioaktivität zu groß wird. Wenn ein Silberionenkatalysator dem Persulfat zugesetzt wird, ist die Oxydationsgeschwindigkeit größer. Jedoch ist das vierwertige Cer nicht sehr stabil und wird leicht in den dreiwertigen Zustand reduziert, so daß seine Extrahierung in und/oder seine Beibehaltung im organischen Lösungsmittel mengenmäßig keine Ausbeute bringt und eine mäßige Abscheidung von den dreiwertigen seltenen Erden zur Folge hat.
Mit der Erfindung soll ein Verfahren zum Abscheiden von Cer von anderen lanthanidischen seltenen Erden, die in radioaktiven wäßrigen Lösungen gleichzeitig vorliegen, durch Lösungsextrahierung geschaffen werden, bei welchem das Cer fast in seiner ganzen Menge und über einen relativ langen Zeitraum in vierwertigem Zustand gehalten werden kann, so daß die dreiwertigen seltenen Erden leicht und wahlweise durch eine lange und durchgreifende Berührung mit dem Extrahierungsmittel von ihm extrahiert werden können, und bei welchem das organische Lösungsmittel und das Oxydationsmittel dem Abbaueffekt der anwesenden Radioaktivität widerstehen.
609 559/366
3 4
Vorzugsweise werden die Oxydation und die Gewin- enthält, wird dann von der ausgebeuteten wäßrigen
nung bei Raumtemperatur ausgeführt. Chargenlösung abgeschieden. Danach wird die orga-
Wider alle Erwartungen hat sich herausgestellt, nische Phase mit einer wäßrigen Lösung zusammengedaß, wenn gewisse kritische Konzentrationen des bracht, die das Oxydationsmittel in den Konzen-Silberkatalysators, des Persulfatanions und des Säure- 5 trationen gemäß der Erfindung enthält. Wie bereits . gehaltes eingehalten werden, eine quantitative Um- oben ausgeführt, sind diese Konzentrationen kritisch Wandlung und Beibehaltung des Cers im vierwertigen und müssen zum Erzielen optimaler Ergebnisse einge-Zustand über eine beachtliche Zeitspanne aufrecht- halten werden. Das Persulfat kann in Säureform oder erhalten werden kann und im besonderen ausreichend als Alkalisalz angewandt werden; Ammonium, Nalang, um die Extrahierung der dreiwertigen lanthanidi- io trium oder Kaliumpersulfat sind gleichermaßen gesehen seltenen Erden vom vierwertigen Cer bequem eignet.
und sorgfältig auszuführen. Die Erfindung ist daher Das Silberion kann in der Form irgendeines wasserdadurch gekennzeichnet, daß die kritischen Konzen- löslichen Salzes zugefügt werden, aber im Fall einer trationen 1- bis 2molar für den Säuregehalt, 0,02- bis Salpetersäurelösung wird das Nitrat bevorzugt. Die 0,01molar für das Silberkation und etwa 0,2molar für ,15 Oxydationslösung für die Rückextrahierung der seldas Persulfatanion sind. Vorzugsweise besteht die tenen Erden außer Cer muß freie Mineralsäure entwäßrige Oxydationslösung aus einer 1 m-Salpeter- halten, vorzugsweise in einer Konzentration von 1 m säure-, 0,01 m-Silbernitrat- und 0,2 m-Alkalipersulfat- im Fall von Salpetersäure. Da diese Konzentration den lösung. höchsten Abscheidungsgrad ergibt, ist sie nicht so
Diese Erfindung wird nachstehend im Beispiel 1 20 kritisch wie die Konzentrationen des Persulfates und
näher erläutert. Silberions; zufriedenstellende Ergebnisse können auch
Das Verfahren umfaßt folgende Schritte: Bereit- noch mit einem Säuregehalt zwischen 0,5 ni und ungestellung einer wäßrigen Chargenlösung von radio- fähr 10 m erhalten werden. Mit diesen Bedingungen aktivem Cer und anderen Isotopen der lanthanidischen und Konzentrationen wird eine fast quantitative Exseltenen Erden; Einstellen des pH-Wertes der Chargen- 25 traktion der dreiwertigen seltenen Erden und eine fast lösung zwischen 1 und 4; Zusammenbringung der quantitative Beibehaltung des Cers in der organischen Chargenlösung mit einer organischen Lösung einer im Phase bewerkstelligt. Für die eben beschriebene Trenwesentlichen mit Wasser nicht mischbaren Dialkyl- nungsstufe wurden verschiedene Temperaturen unterphosphorsäure, wodurch das Cer und andere lanthani- sucht. Während Temperaturen bis zu 50° C halbwegs dische seltene Erden zusammen extrahiert werden; Ab- 30 zufriedenstellende Ergebnisse erbrachten und das viertrennen einer organischen Phase von der erschöpften wertige Cer in diesem Oxydationszustand über eine wäßrigen Chargenlösung; Zusammenbringen der orga- angemessene Zeitspanne im Oxydationsstadium benischen Phase mit einer wäßrigen Oxydationslösung ließen, stellten sich die niedrigeren Temperaturen von mit 1- bis 2 m-Mineralsäure, 0,02- bis 0,01 m-Silberion 35° C und 25°C als vorteilhaft heraus, da sie eine und etwa 0,2 m-Persulfatanion, wodurch Cer in den 35 längere Extraktionszeitspanne ohne Selbstreduktion vierwertigen Zustand oxydiert wird und in der organi- von Cer zuließen. Raumtemperatur war bei weitem die sehen Phase gehalten wird, während die anderen drei beste und wird deshalb vorzugsweise bei diesem Verwertigen seltenen Erden in die wäßrige Lösung zurück- fahren angewandt.
extrahiert werden; Trennen der wäßrigen Lösung von Nach Trennung der Cer enthaltenden organischen
der organischen Phase; Zurückverwandelnlassen des 40 Phase von der wäßrigen Lösung, die die dreiwertigen
vierwertigen Cers in der organischen Phase in drei- seltenen Erden enthält, wird die organische Phase zur
wertiges Cer; Zusammenbringen der organischen Selbstreduktion des vierwertigen Cers in dem drei-
Phase mit einer schwachen, die Mineralsäure ab- wertigen Zustand belassen. Es stellte sich heraus, daß
ziehenden Lösung, wodurch das Cer von der organi- hierfür annähernd 15 Stunden bei Raumtemperatur
sehen Phase getrennt wird, und Abscheiden der abge- 45 benötigt werden. Wenn es erwünscht ist, diese Reduk-
zogenen organischen Phase von der wäßrigen Cer- tion zu beschleunigen, können Reduzierungsmittel,
lösung. wie z. B. Wasserstoffperoxyd, zugefügt werden.
Verschiedene bekannte, mit Wasser nicht mischbare Nachdem die Reduktion vollendet ist, wird das Cer Dialkylphosphorsäuren sind für das Verfahren gemäß von der organischen Phase mit einer schwachen Mieder Erfindung geeignet. Zum Beispiel kann Di-(2-äthyl- 50 ralsäure, vorzugsweise mit Salpetersäure, mit einer hexyl)-phosphorsäure, Bis-(2-äthylhexyl)-phosphor- Konzentration von etwa 2 m abgezogen,
säure und Oktylphenylphosphorsäure angewandt wer- Alle in dieser Beschreibung angeführten Extrakden. Die Lösungsmittel können in unverdünnter Form tionsstufen können mit bekannten Mitteln ausgeführt angewandt werden, oder sie können mit einem orga- werden, entweder in einem Chargenbetrieb oder in nischen Lösungsmittel, wie z. B. Paraffinöl, Benzol, 55 einem kontinuierlichen Gegenstromverfahren.
Toluol oder Xylol, verdünnt werden. Die besten Resul- Wenn die dreiwertigen seltenen Erden weiter vertäte wurden mit einer Paraffinöllösung mit 0,4 m-Di- wendet werden sollten, z. B. für medizinische Zwecke, (2-äthylhexyl)-phosphorsäure und 0,2 m-Tri-n-butyl- könnte es wünschenswert sein, sie von dem Sulfat und phosphat erhalten. dem mit ihnen verbundenen Silber zu trennen. Dies
Bevor die Chargenlösung mit der organischen 60 kann durchgeführt werden, indem zuerst der pH-Wert
Lösung zum Zusammenextrahieren des Cers und der eingestellt wird, und dann die seltenen Erden von der
anderen seltenen Erden zusammengebracht wird, ist es wäßrigen Lösung mittels eines organischen Lösung:-
wünschenswert, wie schon kurz erwähnt wurde, den mittels extrahiert werden, z. B. Di-(2-äthylhexyl)-phos-
pH-Wert zwischen 1 und 4 zum Erzielen bester Ergeb- phorsäure, aus welcher es dann mit einer schwachen
nisse einzustellen. Für diesen Zweck können alle Mine- 65 Mineralsäure rückextrahiert werden kann. Diese Stufe
ralsäuren angewandt werden, jedoch wird Salpeter- des Verfahrens ist kein Bestandteil dieser Erfindung,
säure vorgezogen. Die organische Phase, die alle Be- Im folgenden werden fünf Beispiele zur Darstellung
,standteile an seltenen Erden einschließlich des Cers des Verfahrens gemäß der Erfindung gegeben.
Beispiel 1
Es wurde eine wäßrige Abfallösung angewandt, die 800 Curies Ce144 pro Liter, 100 Curies Pm14 7 pro Liter, ebenso geringe Beträge anderer Spaltprodukte von lanthanidischen seltenen Erden und Sr90, Ru106 und Zr-Nb95 enthielt. Die Salpetersäurekonzentration wurde auf einen pH-Wert von 1,5 bis 1,8 eingestellt.
Es wurde eine Reihe von Koextraktionen ausgeführt. Jedesmal wurde 11 der wäßrigen Abfallösung mit 2,21 eines Paraffinölverdünnungsmittels mit 0,2 m-Tributylphosphat und 0,4 m-Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure bei 35° C zusammengebracht. Die organischen Phasen, die sich bei jedem dieser Koextraktionsversuche ergaben, wurden für Studien der Bestimmung der Arbeitsbedingungen, die nachstehend beschrieben werden, angewandt.
Diese Experimente umfaßten die Extraktion dreiwertiger seltener Erden außer Cer mit einer wäßrigen oxydierenden Lösung, die Silberion, Persulfation und Salpetersäure in verschiedenen Konzentrationen enthielt. Die Kontakttemperatur betrug 3 5 0C, und das Volumenverhältnis der organischen Lösung zur wäßrigen Trennlösung war gleich 1. Nach der Extraktion und Phasentrennung wurde von beiden Phasen eine Probe genommen und analysiert, um die Verteilungskoeffizienten des erhaltenen Cers zu bestimmen. Bei allen Versuchen wurde eine Persulfatkonzentration von 0,2 m angewandt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I zusammengefaßt.
Tabelle I (Fortsetzung)
Tabelle I Ce in der
organischen
Kontaktzeit HNO3 Ag+ Phase
°/o
Minuten molar molar 99,3
60 1,0 0,1 84,1
120 1,0 0,1 16,6
180 1,0 0,1 98,8
60 1,0 0,05 92,0
120 1,0 0,05 42,5
180 1,0 0,05 99,1
60 1,0 0,02 98,9
120 1,0 0,02 98,2
180 1,0 0,02 94,9
240 1,0 0,02 99,2
60 1,0 0,01 99,4
120 1,0 0,01 99,5
180 1,0 0,01 • 99,2
240 1,0 0,01 99,0
300 1,0 0,01 96,9
30 2,0 0,10 51,9
60 2,0 0,10 1,3
120 2,0 0,10 99,1
60 2,0 0,05 98,6
120 2,0 0,05 92,4
180 2,0 0,05 61,6
240 2,0 0,05 99,2
70 2,0 0,02 98,8
160 2,0 0,02 97,4
220 2,0 0,02 88,9
280 2,0 0,02 98,9
60 2,0 0,01 98,8
120 2,0 0,01 98,6
180 2,0 0,01 97,2
240 2,0 0,01
Kontaktzeit HNO3 Ag+ Ce in der
organischen
5 Minuten molar molar Phase
300 2,0 0,01 7o
60 4,0 0,01 94,0
IO 120 4,0 0,01 99,2
240 4,0 0,01 97,8
300 4,0 0,01 96,7
360 4,0 0,01 96,0
420 4,0 0,01 94,1
15 70 4,0 0,02 91,7
160 4,0 0,02 96,1
220 4,0 0,02 93,5
60 2,0 86,4
120 2,0 2,97
20 180 2,0 2,33
2,11
Die obigen Daten zeigen, daß bei Salpetersäurekonzentrationen von 1 m und 2 m das Cer praktisch völlig in seinem vierwertigen Zustand gehalten wurde und so für die erste Stunde in der organischen Phase, während danach eine Reduktion in den dreiwertigen Zustand innerhalb einer mehr oder weniger kurzen Zeitspanne auftrat, welche natürlich die Abscheidung beeinflußte. Dreiwertiges Cer wurde zusammen mit den anderen dreiwertigen Lanthaniden aus der organischen Phase abgeschieden. Wo jedoch die Silberionkonzentration 0,01 m betrug, konnte sogar 5 Stunden lang mit 1 m-Salpetersäure eine quantitative Cerabscheidung (99°/0) und eine fast quantitative Abscheidung (94°/0) mit einer 2 m-Salpetersäure über 5 Stunden aufrechterhalten werden. Mit einer Salpetersäurekonzentration von 4 m wurde das Cer bis zu einem bemerkenswerten Grad nach 2 Stunden reduziert, wenn die Silberkonzentration 0,02 m betrug; jedoch ergab eine 4 m-Salpetersäure mit einer optimalen Silberkonzentration von 0,01 m einen befriedigenden Cergehalt über 5 Stunden. Ohne den Silberkatalysator und eine Salpetersäurekonzentration von 2 m fand kaum eine Ceroxydation statt, wie es sich aus der geringen Cer-Abscheidung in die organische Phase ergibt.
In einigen Versuchen wurden die organischen Phasen für die Rückextraktion des Cers in eine wäßrige Cerlösung noch einmal behandelt. Zu diesem Zweck wurden die organischen Phasen mit Salpetersäure mit einer Konzentration von ungefähr. 2 m bei Raumtemperatur zusammengebracht. Es brauchte gewöhnlicherweise zwischen 15 und 16 Stunden, um etwa 98 % des Cers in die Salpetersäure überzuführen, wenn kein Reduziermittel angewandt wurde.
Beispiel 2
Eine weitere Versuchsreihe wurde ähnlich der von Beispiel 1 durchgeführt, aber es wurden gleiche Volumen von organischem Extraktionsmittel angewandt und wäßrige Chargenlösungen bei 35°C. Das organische Extraktionsmittel hatte die gleiche Zusammensetzung wie im Beispiel 1, die wäßrige Scheidelösung war immer 0,2 Hi-K2S3O8, 1 m-Salpetersäure,
hatte aber verschiedene Silberionkonzentrationen. Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengefaßt.
Tabelle II
Kontaktzeit Ag+ Ce in der
organischen Phase
Minuten molar °/o
20 0,1 99,3
40 0,1 99,5
60 0,1 99,3
90 0,1 98,4
120 O5I 84,1
150 0,1 41,5
180 0,1 16,6
20 0,05 98,9
40 0,05 99,0
60 0,05 98,8
90 0,05 97,3
120 0,05 92,0
150 0,05 75,1
180 0,05 42,5
210 0,05 21,6
20 0,02 96,4
40 0,02 99,2
60 0,02 99,1
90 0,02 99,0
120 0,02 98,9
150 0,02 98,6
180 0,02 98,2
210 0,02 96,7
240 0,02 94,9
270 0,02 90,0
300 0,02 82,7
30 0,01 95,4
30 0,01 90,1
60 0,01 99,2
60 0,01 99,4
120 0,01 99,4
120 0,01 99,4
180 . 0,01 99,5
180 0,01 99,4
240 0,01 99,2
240 0,01 98,4
300 0,01 99,0
300 0,01 96,2
360 0,01 97,4
360 0,01 90,2
10
Tabelle III
Kontaktzeit K2S2O3 Ce in der
organischen Phase
Minuten molar %
30 0,1 - 76,2
60 0,1 95,7
120 0,1 95.1
180 0,1 84,0
240 0,1 57,8
300 0,1 31,0
360 0,1 16,0
20 0,2 96,4
40 0,2 99,2
60 0,2 99,1
90 0,2 99,0
120 0,2 98,9
150 0,2 98,6
180 0,2 98,2
210 0,2 96,7
240 0,2 94,9
270 0,2 90,0
300 0,2 82,7
50
Diese Versuche zeigen, wie die von Beispiel 1, daß sich mit einer Silberkonzentration von 0,01 m bei weitem die besten Ergebnisse erzielen lassen. Gleiche Ergebnisse wurden auch mit analogen Versuchen erhalten, bei denen die Salpetersäurekonzentration der wäßrigen Scheidelösungen 2 m betrug.
Beispiel 3
In diesem Beispiel wurden die Ergebnisse von verschiedenen Versuchen, die mit einer Scheidelösung von 0,1 m-Kaliumpersulfat, 0,02 m-Ag+ und 1 m-Salpetersäure den analogen Werten aus Tabelle II gegenübergestellt; die Bedingungen einschließlich der Zusammensetzung des organischen Extraktionsmittels waren in beiden Fällen gleich, mit der Ausnahme, daß in Tabelle Π die Persulfatkonzentration 0,2 m betrug.
20
25 Aus dem Obenstehenden geht hervor, daß eine Persulfatkonzentration von 0,1 m für eine längere Zeitspanne als 2 Stunden nicht ausreicht und daß dann die Konzentration von 0,2 m für das Persulfat überlegen ist.
Beispiel 4
Eine Anzahl von Versuchen wurde bei einer nicht radioaktiven Chargenlösung ausgeführt, um die Aus-' Wirkungen der Temperaturänderungen zu untersuchen. Temperaturen von 25° C, 36°C und 500C wurden angewandt.
Die organische Lösung war eine Paraffinöllösung, 0,4 m-Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure, 0,2 m-Tributylphosphat, 0,01 m-Cer und 0,01 m-Neodym. Die wäßrige Scheidelösung war 0,1 m-Kaliumpersulfat, 0,02 m-Silbernitrat und 1 m-Salpetersäure. Es wurden gleiche Volumen der organischen und wäßrigen Lösungen zusammengebracht. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengefaßt.
Tabelle IV
Zeit Ce in der organischen Phase (%)
Minuten 25° C 36°C
1 18,7 19,4
5 63,0 98,8
30 99,4 99,4
60 99,6 99,5
90 99,5 99,5
120 99,5 99,5
500C
52,2
99,4
99,5
99,4
99,0
92,1
Die obenstehenden Ergebnisse zeigen, daß eine gewisse Zeit notwendig ist, um Cer in den vierwertigen, organisch ausziehbaren Zustand zu oxydieren, und diese Zeit ist kürzer bei erhöhten Temperaturen (30 Minuten bei 25° C, etwa 5 Minuten bei 36° C und 5O0C). Die Ergebnisse zeigen auf, daß bei 500C nach annähernd 2 Stunden der Cergehalt in der organischen
Lösung abfällt, während bei 25° C und 360C die Extraktion äußerst quantitativ (99,5 °/0) ist.
Beispiel 5
Eine wäßrige Chargenlösung mit 35 Kilocuries Cer und 60 Kilocuries Pm1*7 und mit einem pH-Wert von 2 wurde mit einer Lösung von Paraffinöl, 0,4 m-Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure und 0,2 m-Tributylphosphat extrahiert. Die so erhaltene organische Phase wurde bei Raumtemperatur mit einer wäßrigen Lösung von 2 m-Salpetersäure, 0,2 m-Kaliumpersulfat und 0,02 m-Silbernitrat zusammengebracht. Die dadurch erhaltenen Phasen wurden getrennt und die wäßrige Phase analysiert. Sie enthielt nur 0,6 °/0 Cer und Promethium gänzlich.
Bei den obigen Beispielen wurde ein Lösungsmittel angewandt, das aus Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure, Tributylphosphat und Paraffinöl bestand, welche 0,4 m-Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure und 0,2 m-Tri- ao butylphosphat enthielt.
Die Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure ist das aktive Extraktionsmittel für die seltenen Erden. Da sie im wesentlichen in Wasser unlöslich ist, verbessert ihr Gebrauch in Paraffinöl die Phasentrennung. Das Tributylphosphat wirkt als Begleitlösungsmittel für das Paraffinöl und das Natriumsalz der Öi-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure. Der letztere Bestandteil ist in dem Lösungsmittel während der Extraktionsstufen nicht anwesend, aber er wird gebildet, wenn das Lösungsmittel zum Wiedergebrauch durch Behandlung mit wäßrigem Natriumkarbonat gereinigt wird. Das Tributylphosphat verhindert eine dritte Phasenbildung. Die Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäurekonzentration in der gemischten Lösung kann von 0,01 m bis 1 m variieren. Die Konzentration des Tributylphosphates sollte etwa die Hälfte von der Di-(2-äthylhexyl)-phosphorsäure haben.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden in wäßriger radioaktiver Lösung durch Koextraktion von Cer und seltenen Erden in eine organische Dialkylphosphörsäurelösung, Oxydation des Cers zur vierwertigen Stufe und Rückextraktion der seltenen Erden außer Cer mit einer wäßrigen sauren Persulfat-Ag+-Lösung in eine wäßrig saure Phase, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der Säure 1- bis 2molar, die der Silberionen 0,01- bis 0,02molar und die Persulfationen etwa 0,2molar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel für die Dialkylphosphorsäure eine Paraffinöllösung mit 0,4 m - Di - (2 - äthylhexyl) - phosphorsäure und 0,2 m-Tributylphosphat ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Oxydationslösung aus einer 1 m-Salpetersäure-, 0,01 m-Silbernitrat- und 0,2 m-Alkalipersulfatlösung besteht.
609 559/366 4.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEU11614A 1964-04-20 1965-04-09 Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden Pending DE1214658B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US361629A US3351424A (en) 1964-04-20 1964-04-20 Separation of cerium from other rare earths

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1214658B true DE1214658B (de) 1966-04-21

Family

ID=23422823

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU11614A Pending DE1214658B (de) 1964-04-20 1965-04-09 Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden

Country Status (5)

Country Link
US (1) US3351424A (de)
BE (1) BE662700A (de)
DE (1) DE1214658B (de)
GB (1) GB1056196A (de)
NL (1) NL6504997A (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2186732C2 (ru) * 2000-08-18 2002-08-10 Государственный научный центр - Научно-исследовательский институт атомных реакторов Способ выделения церия или берклия из облученных материалов
RU2443630C1 (ru) * 2010-08-02 2012-02-27 Учреждение Российской академии наук Институт химии и технологии редких элементов и минерального сырья им. И.В. Тананаева Кольского научного центра РАН (ИХТРЭМС КНЦ РАН) Способ извлечения лантаноидов из экстракционной фосфорной кислоты
CN104878202B (zh) * 2014-02-28 2017-04-26 中国石油化工股份有限公司 一种从含稀土污泥中提取稀土的方法

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2564241A (en) * 1949-05-12 1951-08-14 James C Warf Extraction process for cerium

Also Published As

Publication number Publication date
BE662700A (de) 1965-08-17
GB1056196A (en) 1967-01-25
NL6504997A (de) 1965-10-21
US3351424A (en) 1967-11-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2210106C2 (de) Verfahren zur selektiven Extraktion von Metallionen aus wäßrigen Lösungen
DE4220207A1 (de) Kombiniertes transuran-strontium-auszugsverfahren
DE1217351B (de) Verfahren zur Gewinnung von Cs 137-Salzen aus bestrahlten Kernbrennstoffen
DE2449589C2 (de) Verfahren zur Entfernung von Zersetzungsprodukten aus Extraktionsmitteln, die zur Wiederaufarbeitung abgebrannter Kernbrenn- und/oder Brutstoffe verwendet werden
DE2621795A1 (de) Extraktionsverfahren
DE3504743A1 (de) Verbessertes verfahren zur behandlung von kernbrennstoff
DE3784647T2 (de) Verfahren zum trennen von technetium, das sich in einer organischen loesung mit zirkon und mindestens einem anderen metall, wie zum beispiel uran oder plutonium, befindet, verwendbar insbesondere fuer die wiederaufarbeitung von bestrahlten kernbrennstoffen.
EP0073262A1 (de) Verfahren zum Abtrennen von Cäsiumionen aus wässrigen Lösungen unter Verwendung einer Adduktverbindung, bestehend aus einem macrocyclischen Polyether und einer anorganischen Heteropolysäure
DE3346405C2 (de)
EP0228051A2 (de) Verfahren zur selektiven Trennung des Plutoniums von Uran und anderen Metallen
EP0170795B1 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Uran-Werten in einem extraktiven Wiederaufarbeitungsprozess für bestrahlte Kernbrennstoffe
DE1214658B (de) Verfahren zum Trennen von Cer von anderen seltenen Erden
DE2610947C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Molybdän-99 aus mit Neutronen bestrahlter, spaltbare Stoffe und Spaltprodukte enthaltender Matrix
DE3345199C2 (de)
DE1592541A1 (de) Fluessigkeits-Fluessigkeits-Extraktionsverfahren zum Abtrennen des Plutoniums von Uran
DE68909509T2 (de) Verfahren zur Trennung mit Hilfe von Kronenethern von Uran und Plutonium, die im aus der Wiederaufbereitung bestrahlter Kernbrennstoffe stammenden wässerigen Medium anwesend sind.
DE2635482A1 (de) Wiedergewinnung von caesium und palladium aus kernreaktor-brennstoffaufbereitungsabfall
DE1467313A1 (de) Verfahren zur Trennung von Uran und Plutonium
DE2126208C3 (de) Verfahren zum Trennen von Neptunium und Plutonium
DE2048527C2 (de) Verfahren zur Trennung von Neptunium und Plutonium
DE1295534B (de) Verfahren zur Trennung von Uran und Thorium aus einer diese Stoffe enthaltenden Loesung
DE1916114C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von Transplutoniumelementen und seltenen Erden von Spaltprodukten aus einer wässrigen Lösung
DE3129528C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer uranhaltigen Phosphorsäure nach dem Naßverfahren
DE3341379A1 (de) Verfahren zur verbesserung der wirksamkeit der rutheniumentgiftung bei der salpetersaeure-verdampfungsbehandlung
DE1244139B (de) Verfahren zur Trennung von Elementen der Actiniden- und Lanthaniden-Gruppen