DE1213988B - Verfahren zur gegebenenfalls einstufigen Herstellung von Polyurethanschaumstoffen - Google Patents
Verfahren zur gegebenenfalls einstufigen Herstellung von PolyurethanschaumstoffenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C08g
Deutsche Kl.: 39 b-22/04
1 213 988
J24145IVc/39b
16. Oktober 1961
7. April 1966
J24145IVc/39b
16. Oktober 1961
7. April 1966
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Polyurethanschaumstoffen.
Die Herstellung von Polyurethanschaumstoffen durch die Reaktion von hydroxylgruppen enthaltenden
Polymeren, die je Molekül wenigstens zwei mit Isocyanaten reaktionsfähige Gruppen enthalten
müssen, mit organischen Polyisocyanaten in Gegenwart von Wasser oder einem anderen Treibmittel
ist bekannt.
Weiterhin ist es bekannt, daß Siloxanoxyalkylenmischpolymere wertvolle oberflächenaktive Zusätze
bei der Herstellung von Polyurethanschaumstoffen darstellen. Solche Zusätze verleihen der Schaummasse
vor dem Aushärten einen außergewöhnlichen Grad von Stabilität, und ihre Verwendung ermöglicht
die Herstellung von Schaumstoffen geringer Dichte und hoher Elastizität, wobei eine ausgezeichnete
Porenstruktur erreicht wird.
Nun ist es in der Industrie in der Regel üblich, bei der Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
die einzelnen Bestandteile nicht erst unmittelbar vor der Herstellung zu mischen, sondern man geht aus
Zweckmäßigkeitsgründen meistens so vor, daß man die einzelnen Komponenten nur in zwei getrennten
Behältern für die Verarbeitung bereithält, und zwar bewahrt man (a) das Polyisocyanat in einem Behälter
und (b) sämtliche anderen Komponenten in Mischung in einem anderen Behälter auf. Somit
liegen das hydroxylgruppenhaltige Polymere, das Treibmittel, das oberflächenaktive Mittel und noch
weitere Zusatzstoffe während längerer Lagerzeiten in Mischung vor.
Es hat sich nun gezeigt, daß bei Verwendung der bisher bekannten Siloxanoxyalkylenmischpolymeren
als oberflächenaktive Mittel bei dieser Arbeitsweise ein besonderer Nachteil auftrat: die obengenannten
Gemische (b) besitzen nämlich nur eine geringe Lagerfähigkeit. Schaumstoffe, die aus solchen Gemischen,
die mehrere Wochen gelagert worden waren, hergestellt wurden, besaßen eine viel rauhere
Struktur als Schaumstoffe, die aus frisch angemachten Gemischen hergestellt wurden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffen zu schaffen,
bei dem die Vorteile der Verwendung von Siloxanoxyalkylenmischpolymeren ausgenutzt werden
können, ohne daß aber dabei eine verkürzte Lagerfähigkeit der Vorgemische in Kauf genommen
werden muß.
So wird gemäß der Erfindung ein Verfahren zur gegebenenfalls einstufigen Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
durch Umsetzung von orga-Verfahren zur gegebenenfalls einstufigen
Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited, London
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Fincke, Dipl.-Ing. H. Bohr
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
Als Erfinder benannt:
Arthur Ibbotson,
Edward Jervis Vickers,
Manchester (Großbritannien)
Arthur Ibbotson,
Edward Jervis Vickers,
Manchester (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 19. Oktober 1960 (35 823),
vom 6.JuIi 1961 (24470)
vom 6.JuIi 1961 (24470)
nischen Polyisocyanaten mit mindestens zwei Hydroxylgruppen im Molekül enthaltenden Polymeren
in Gegenwart von Wasser und/oder einem anderen Treibmittel und Siloxanoxyalkylenmischpolymeren
ausgeführt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Siloxanoxyalkylenmischpolymeres eines
der Formel
R3Si
OSiR ■
(OCnH2 »)»R'
(OSiR2 %■ OSiR3
verwendet wird, worin R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, R' eine Alkoxy-, Cycloalkoxy-,
Arylalkoxy-, Aryloxy-, Dialkylamin-, Acyloxy- oder Acylaminogruppe bezeichnet, η eine ganze Zahl von
bis 4, m und ρ ganze Zahlen von mindestens 1 und j = 0 oder eine ganze Zahl ist.
R kann ein beliebiger einwertiger Kohlenwasserstoffrest sein, beispielsweise ein Alkylrest, wie
Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Octyl- oder Octadecylrest, ein Cycloalkylrest, wie der Cyclohexylrest,
ein Arylrest, wie Phenyl- oder Toluylreste, oder ein Aralkylrest, wie Benzyl- oder Phenyläthylreste.
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R' kann beispielsweise eine Alkoxygruppe sein, wie Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Butoxy-, Octyloxy-
oder Octadecyloxygruppe, eine Cycloalkoxy- oder Arylalkoxygruppe, wie Cyclohexyloxy- oder
Benzyloxygruppe, eine Aryloxygruppe, wie Phenoxy-, tert.Butylphenoxy- oder Octylcresoxygruppe, eine
Aminogruppe, wie Dimethylamino-, Diäthylamino-, Phenylmethylamino- oder Morpholinogruppe, oder
eine Carbonsäure- oder Amidogruppe, wie Benzoyloxy- oder Benzoylmethylaminogruppen.
Der Oxyalkylenrest ΟΟηΐί2η können beispielsweise
Oxyäthylen-, Oxypropylen- oder Oxybutylenreste sein. Die Einheit (0CreH2m)m, wenn es sich um ein
Polymeres handelt, kann ein Homopolymeres oder ein Mischpolymeres, das verschiedene Oxyalkyleneinheiten
enthält, sein. Mischpolymere können entweder statistische Mischpolymere oder Blockmischpolymere
sein.
Im allgemeinen wird bevorzugt, daß R' eine aromatische Gruppe, wie Aryloxy- oder Arylalkoxygruppe,
oder eine Aminogruppe ist oder statt dessen m wenigstens 2 ist, wenn R' eine Alkoxygruppe
ist, da diese die wertvollsten Stoffzusammensetzungen sind. Besonders wird bevorzugt, daß OR' der Rest
eines durch Oxyalkylierung der Verbindung R'H erhaltenen Polyäthers ist.
Ferner wird bevorzugt, daß R ein niedriger Alkylrest, insbesondere Methylrest, ist, daß ρ und y
mindestens 8 und das Verhältnis yjp nicht wesentlich über 6 ist. Die Einheiten
„„.„
OSiR—
OSiR—
und O01K2
sind außerdem vorzugsweise statistisch längs der Polysiloxankette verteilt,
Die Herstellung von Siloxanoxyalkylenmischpolymeren der obigen allgemeinen Formel bildet den
Gegenstand der französischen Patentschrift 1 313 814, weiche zahlreiche Beispiele für solche Verbindungen
und ihre Herstellung enthält.
Die Hydroxylgruppen enthaltenden Polymeren, die wenigstens zwei mit Isocyanaten reaktionsfähige
Gruppen pro Molekül enthalten, können z.B. sein: Polyester, Polyesteramide oder Polyäther oder
Mischungen daraus, so wie sie bei der Herstellung von Polyurethanen bekannt sind.
Das organische Polyisocyanat kann z. B. eines von jenen Polyisocyanaten sein, wie sie bei der Herstellung
von Polyurethanen bekannt sind, wie z. B. Toluylen-2,4-diisocyanat, Toluylen-2,6-diisocyanat,
Hexamethylendiisocyanat, Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat oder Mischungen aus solchen Polyisocyanaten.
Geeignete Treibmittel sind niedrigsiedende Flüssigkeiten, die gegen Isocyanate und Wasser chemisch
inaktiv sind und deren Siedepunkte nicht über 750C
und vorzugsweise zwischen —40 und 500C liegen, so
beispielsweise fluorierte Alkane, wie Monofluortrichlormethan,
Dibromdifluormethan, 1,1,2-Trichlor-1,2,2-trifluoräthan,
Dichlordifluormethan, Dichlormonofluormethan, Dichlortetrafluoräthan, Monochlordifluormethan
oder Difluoräthylbromid bzw. Mischungen von diesen.
Mischungen dieser niedrigsiedenden Flüssigkeiten miteinander und/oder mit fluorfreien substituierten
oder unsubstituierten Kohlenwasserstoffen können ebenfalls benutzt werden. ·
Solche Flüssigkeiten werden gewöhnlich in Mengen von 1 bis 200 Gewichtsprozent, vorzugsweise 50 bis
125 Gewichtsprozent, des hydroxylhaltigen PoIymeren angewandt.
Wasser wird gewöhnlich in Mengen von 1 bis 10 Gewichtsprozent des hydroxylgruppenhaltigen
Polymeren angewandt, wenn dieses als Quelle des Kohlendioxydtreibgases benutzt wird.
Die Herstellung der geschäumten zellhaltigen Polyurethane kann nach den bekannten allgemeinen
Verfahren durchgeführt werden. So können die Stoffe kontinuierlich oder diskontinuierlich gemischt
werden, und das hydroxylgruppenhaltige Polymere kann zuerst mit einem Teil oder dem gesamten
organischen Polyisocyanat umgesetzt werden, bevor in einer zweiten Stufe die Endreaktion der Schaum-Stoffbildung
durchgeführt wird. Im allgemeinen wird jedoch die einstufige Durchführung der Schaum-Stoffherstellung
durch gleichzeitige Umsetzung der schaumbildenden Stoffe, nämlich des hydroxylgruppenhaltigen
Polymeren, des organischen PoIyisocyanats und des Wassers und/oder der niedrigsiedenden
Flüssigkeit, bevorzugt. Dieses zweckmäßige Einstufenverfahren kann nicht mit allen
hydroxylgruppenhaltigen Polymeren in befriedigender Weise durchgeführt werden. Insbesondere ergeben
Polymere, die hauptsächlich sekundäre Hydroxylendgruppen enthalten, bei einem derartigen Einstufenverfahren
normalerweise keine befriedigenden Schaumstoffe; bei Verwendung solcher Polymere
fällt die schaumbildende Masse gewöhnlich teilweise oder vollständig unter erheblichem Gasverlust und
Bildung unerwünschter Produkte hoher Dichte zusammen. Das Einstufenverfahren gibt besonders
unbefriedigende Ergebnisse bei Verwendung von Polyäthern mit hauptsächlich sekundären Hydroxylendgruppen.
Es wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Siloxanoxyalkylenmischpolymeren als Schaumstabilisatoren besonders wertvoll sind bei der Herstellung
von Schaumstoffen nach dem Einstufenverfahren aus Polyäthern mit hauptsächlich sekundären
Hydroxylendgruppen.
Beispiele von Polyäthern mit sekundären Hydroxylendgruppen sind unter anderem Polymere oder
Mischpolymere von 1,2-Alkylenoxyden, wie Propylen-
oder 1,2-Butylenoxyden. Vorzugsweise werden PoIymere
von Propylenoxyd mit hauptsächlich sekundären Hydroxylendgruppen, besonders solche mit
Molekulargewichten von 400 bis 6000 benutzt.
Die Siloxanoxyalkylenmischpolymeren können der schaumbildenden Mischung als solche zugesetzt
werden oder können zuerst mit einem der schaumbildenden Bestandteile, mit denen sie nicht reagieren,
beispielsweise dem hydroxylgruppenhaltigen PoIymeren oder Wasser gemischt und dann den anderen
schaumbildenden Bestandteilen zugesetzt werden. Die Siloxanoxyalkylenmischpolymeren werden normalerweise
in Mengen von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,3 bis 1 Gewichtsprozent, des hydroxylgruppenhaltigen
Polymeren zugesetzt, wenn man Schaumstoffe einstufig herstellt, d. h. die Schaumstoffe
in einer Stufe durch gleichzeitige Umsetzung von hydroxylgruppenhaltigem Polymeren, Polyisocyanat
und Wasser hergestellt werden.
Wie bekannt, können Polyurethanschaumstoffe unter Verwendung verschiedenster Zusatzstoffe hergestellt
werden, insbesondere einschließlich Kataly-
satoren, wie basische Stoffe, beispielsweise tertiäre Amine oder lösliche organische Schwermei;iIlverbindungen,
beispielsweise Eisen- oder Manganacetylacetonat, Dibutylzinndilaurat oder Zinn(II)-caprylat,
wobei oft Mischungen von Katalysatoren mit Vorteil benutzt werden können. Andere Zusatzstoffe
sind unter anderem Netzmittel, beispielsweise oxyätliylierte Phenole, Fettalkohole, wie Oleylalkohol
oder sulfatisiertes Methyloleat oder Alkyl- oder Arylpolysiloxane, flammhemmende Mittel, wie
p'-Trichloräthylphosphat oder Antimonoxyd, Weichmacher,
wie Tricresylphosphat oder Dioctylphthalat, Färb- oder Füllstoffe, wie Ruß oder Siliciumdioxyd,
Farbstabilisatoren oder optische Aufheller. Eine weitere Klasse von Zusatzstoffen, die zugesetzt
werden können, sind Antioxydationsmittel, beispielsweise tert.-Butylbrenzcatechin oder sterisch .gehinderte
Phenole.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
50 Teile eines oxypropylierten Trimethylolpropans von einem Molekulargewicht 300, 2 Teile Wasser
und 1 Teil Siliconzusatzmittel A werden gründlich gemischt, bis sie homogen sind. Diese Mischung
wird dann zu 100 Teilen eines 4,4'-Diisocyanato-3-methyldiphenylmethans
gegeben, und das Ganze wird innerhalb 10 Sekunden gemischt und dann in eine Form-gegossen. Das Schäumen tritt sehr rasch
ein und führt zu einem außerordentlich feinporigen starren Schaumstoff.
Das Siliconzusatzmittel A ist ein Produkt, das im wesentlichen der Durchschnittsformel
CH3
(CH3)Si
OSi-
OCH2CH2N(C2H5)O
OSi(CHs)3
entspricht, welches durch Umsetzung eines Methylhydrogenpolysiloxans
mit Ν,Ν-Diäthyläthanolamin in Gegenwart katalytischer Mengen Natriummethoxyd
in hier nicht beanspruchter Weise erhalten worden ist.
Das 4,4' - Diisocyanato - 3 - methyldiphenylmethan ist eine durch Phosgenierung von rohem 4,4'-Diamino-3-methyldiphenylmethan
hergestellte Stoffzusammensetzung, wobei das letztere ungefähr 15% Polyamine (hauptsächlich Triamine) enthält und
durch Kondensation von Anilin, o-Toluidin und Formaldehyd in den Molverhältnissen 3,3 : 1,1 : 1,0
in Gegenwart von Salzsäure erhalten worden ist.
70 Teile eines durch Addition von Propylenoxyd an Glycerin hergestellten Polyäthertriols vom Molekulargewicht
3000, 1,85 Teile Wasser, 0,5 Teile Dibutylzinndilaurat, 0,3 Teile N-Methylmorpholin und
0,6 Teile Siliconzusatzmittel B werden innig gemischt. 25,9 Teile einer 80 : 20-Mischung der 2,4-
und 2,6-Isomeren von Toluylendiisocyanat werden zugesetzt und während 6 Sekunden rasch eingerührt,
wonach die Mischung in eine Form gegossen und bei Raumtemperatur stehengelassen wird. Der Schaumstoff
mit geringer Dichte, der später aus der Form entnommen wurde, zeichnete sich durch feine Porenstruktur
und hohe Elastizität aus.
Das Siliconzusatzmittel B ist ein Produkt mit im wesentlichen der folgenden Durchschnittsformel:
CH3
(CHs)3Si
OSi-OCHaCH3OCHsCH2OCaH5
OSi(CHs)3
das durch Umsetzung eines Methylhydrogenpolysiloxans mit Diäthylenglykolmonoäthyläther in
Gegenwart katalytischer Mengen Natriummethoxyd in hier nicht beanspruchter Weise erhalten worden
ist- Beispiel 3
100 Teile eines oxypropylierten Glycerins vom Molekulargewicht 3000 werden gemischt mit 38 Teilen
einer 80 : 20-Mischung von Toluylen-2,4- und -2,6-diisocyanaten und einer Mischung von 3 Teilen
Wasser, 0,3 Teilen 1,4 - Diazabicyclo[2,2,2]octan, 0,5 Teilen N-Methylmorpholin, 0,05 Teilen Dibutylzinndilaurat
und 1 Teil Siliconzusatzmittel C. Die ganze Mischung wird dann in eine Form gegeben,
und innerhalb 30 Minuten erhält man ein elastisches zellhaltiges Produkt mit einer Dichte von 0,032.
Siliconzusatzmittel C ist ein Produkt mit im wesentlichen der folgenden Durchschnittsformel:
(CHs)3Si
das durch Umsetzung von a) einem Methylhydrogenpolysiloxan, gewonnen durch gemeinsame Hydrolyse
CH3
— OSi-
— OSi-
OSi(CHs)2I OSi(CHs)3
15
von 3 Mol Methyldichlorsilan, 15 Mol Dimethyldichlorsilan und 2 Mol Trimethylchlorsilan, und
b) einem Polyäther vom Molekulargewicht 1529, gewonnen durch Oxyalkylierung eines technischen
Isooctanols mit einer Mischung gleicher Gewichtsteile Äthylen- und Propylenoxyde, in Gegenwart von
Zinn(II)-caprylat als Katalysator in hier nicht beanspruchter Weise gewonnen worden ist.
400 Teile eines oxypropylierten Glycerins vom Molekulargewicht 3000 und Hydroxylwert 56 werden
auf 400C erwärmt und mit 11,6 Teilen Wasser gemischt.
Dieser Mischung werden sofort 2 Teile Zinn(II)-caprylat und eine Mischung νςη 4 Teilen
Siliconzusatzmittel D und 152 Teilen einer 80 : 20-Mischung von Toluylen-2,4- und Toluylen-2,6-diisocyanaten
unter kräftigem Rühren zugesetzt. Bei Einsetzen des Schäumens wird die Mischung in eine
Form gegossen, wodurch man rasch einen elastischen Schaumstoff mit geringer Dichte und sehr feiner
Porenstruktur erhält.
Das Siliconzusatzmittel D ist ein Produkt mit im wesentlichen folgender Durchschnittsformel:
(CHa)3Si
CH3
-OSi
-OSi
(OC3He)415OC8Hi7
OSi(CHs)3
18
876 Teilen Adipinsäure und 148 Teilen Phthalsäureanhydrid hergestellten flüssigen Polymeren mit einem
Säurewert von 6,8 mg KOH/g, einem Hydroxylwert von 221 mg KOH/g und einer Viskosität bei 250C
von 503 P werden 4 Teile Wasser, 15 Teile Tri-/9-chloräthylphosphat
und 10 Teile einer 66%igen wäßrigen Lösung von Dimethylbenzylaminlactat eingemischt.
b) In 200 Teilen einer Diphenylmethandiisocyanatmischung werden 2 Teile Siliconzusatzmittel C disper-
gie.it.
c) 182 Teile der Mischung b) werden der Gesamtmenge
der Mischung a) zugesetzt, das Ganze wird 1^4 Minute kräftig gerührt, dann in eine Form gegeben,
und es schäumt zu einem feinen zellhaltigen starren Produkt mit einer Dichte von 0,032.
Die in diesem Beispiel benutzte Diphenylmethandiisocyanatmischung
ist hergestellt durch Phosgenierung eines rohen Diaminodiphenylmethans mit ungefähr 15% Gehalt an Polyaminen (hauptsächlich
Triaminen), das durch Kondensation von Formaldehyd mit Anilin in Gegenwart von Salzsäure
erhalten worden war.
25
30
das durch Umsetzung eines Methylhydrogenpolysiloxans mit einem durch Oxypropylierung eines
technischen Isooctanols erhaltenen Polyäther vom Molekulargewicht 390 in Gegenwart katalytischer
Mengen Zinn(II)-caprylat in hier nicht beanspruchter Weise hergestellt worden ist.
Ein Vorpolymeres wird hergestellt, indem man 100 Teile Polypropylenglykol vom Molekulargewicht
2000, 57 Teile einer 80 : 20-Mischung von Toluylen-2,4- und Toluylen-2,6-diisocyanaten und
0,25 Teile N,N-Dimethylbenzylamin' mischt, und dieses wird gemischt mit 0,35 Teilen N,N-Dimethylcyclohexylamin,
0,3 Teilen Siliconzusatzmittel D, 3,1 Teilen Wasser und 0,31 Teilen eines Octylphenoläthylenoxydkondensats.
Die Mischung wird in eine Form gegossen. Nach 15 Minuten erhält man ein elastisches zellhaltiges Produkt mit einem
spezifischen Gewicht von 0,022 g/ccm.
a) In 100 Teile des durch Umsetzung von 242 Teilen Pentaerythrit und 630 Teilen 1,3-Butylenglykol mit
a) In 100 Teile des durch Umsetzung von 1193 Teilen Propylenoxyd mit 750 Teilen Trimethylolpropan
hergestellten flüssigen Polyäthers mit einem Hydroxylwert von 479 mg KOH/g, einem Molekulargewicht
von -354 und einer Viskosität bei 25°C von 1152 cSt werden 4 Teile Wasser, 15 Teile Tri-^-chloräthylphosphat
und 10 Teile einer 66%igen wäßrigen Lösung von Dimethylbenzylaminlactat eingemischt.
b) 3,0 Teile Siliconzusatzmittel C werden in 300 Teilen der Diphenylmethandiisocyanatmischung
des Beispiels 14 dispergiert.
c) 272 Teile der Mischung b) werden zu der Gesamtmenge der Mischung a) gegeben, und das
Ganze wird 1 Minute lang gründlich schaumig gerührt. Dann wird die Mischung in eine Form ge-·
gössen, wo sie rasch zu einem starren Schaumstoff mit gleichmäßiger Struktur und einer Dichte von
0,024 schäumt.
a) In 100 Teile des flüssigen Polyesters des Beispiels 6 werden 4 Teile Wasser, 10 Teile 66%iger
wäßriger Dimethylbenzylaminlactatlösung und 15 Teile Tri-/J-chloräthylphosphat eingemischt.
b) In 270 Teilen der Diphenylmethandiisocyanatmischung
des Beispiels 14 werden 1,5 Teile des Siliconzusatzmittels E aufgelöst und dispergiert.
c) 181 Teile der Mischung b) werden kräftig in die Gesamtmenge der Mischung a) IV4 Minute lang
eingerührt, wobei Schäumen auftritt und man einen zellhaltigen starren Schaumstoff mit einer Dichte von
0,037 erhält.
35
40
45
Das Siliconzusatzmittel E ist ein Produkt mit im wesentlichen der folgenden Durchschnittsstruktur:
(CHg)3Si
CH3
OSi-(OC2H4)i6,aOCH3 OSi(CHs)31 OSi(CH3)3
OSi-(OC2H4)i6,aOCH3 OSi(CHs)31 OSi(CH3)3
das in hier nicht beanspruchter Weise hergestellt worden ist.
100 Teile eines durch Umsetzung von 7 Molanteilen Trimethylolpropan und 3 Molanteilen
Adipinsäure erhaltenen, verzweigten Polyesters mit einem Hydroxylwert von 650 und einem Säurewert
von 3,55 Teile Trichlorfluormethan und 2 Teile Ν,Ν-Dimethylcyclohexylamin werden 15 Sekunden
lang mit einem korbförmigen Rührer miteinander gemischt. Dann werden 160 Teile der Diisocyanatmischung
des Beispiels 6, in welcher 2 Teile Siliconzusatzmittel C dispergiert sind, zugefügt, und das
Ganze wird dann weitere 15 Sekunden gerührt und in eine Form gegossen. Man erhält so einen starren
Schaumstoff mit feiner Struktur und einer Dichte von 0,042.
Ohne das Silicon tritt ein großer Gasverlust ein, und man erhält eine grobe Wabenstruktur von
außerordentlicher Sprödigkeit und einer höheren Dichte.
Zum Nachweis des überlegenen Lagerungsverhaltens der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten
Siloxanoxyalkylenmischpolymeren wurden die folgenden Vergleichsversuche durchgeführt.
Es wurden schaumbildende Mischungen und Schaumstoffe hergestellt, und zwar unter Verwendung
der folgenden Siloxanoxyalkylenmischpolymeren:
Siloxanzusatz A Ein Mischpolymeres etwa folgender Zusammensetzung:
C2H5Si-OKCHs)2SiO]519(C2H4O)I615(C3H6O)Io16C4H9
\)[(CH3)2SiO]5.9(C2H4O)i6,5(CsH6O)i2,6C4H9
Siloxanzusatz Y Ein Mischpolymeres etwa folgender Zusammensetzung:
CH3
(CHs)3Si
— OSi-
(OC2Hi)1519(OC3H6)I2JOC8Hi7
CH3
OSi
CH3
OSi
CH3
OSi(CHs)3
15
Siloxanzusatz Z Ein Mischpolymeres etwa folgender Zusammensetzung:
/0[(CHs)2SiO]217(C2H4O)1613CH3
C2H5Si-O[(CH3)2SiO]2.7(C2H4O)i6l3CH3
X O[(CHs)2SiO]2l7(C2H4O)i6,3CH3
Die Siloxanzusätze X und Z entsprechen den Siloxanoxyalkylenmischpolymeren, wie sie in den
belgischen Patentschriften 582 362 und 584 911 beschrieben sind.
Der Siloxanzusatz Y entspricht dem Siloxanoxyalkylenmischpolymer, dessen Herstellung im Beispiel
4 der französischen Patentschrift 1 313 814 beschrieben ist. Dieses Mischpolymere wird gemäß
Beispiel 3 der vorliegenden Beschreibung angewendet.
Zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffen wurden folgende Mischungen hergestellt:
Propylenoxyd-Trimethylolpropan-Addukt, Molekulargewicht 310
Dimethylbenzylaminlactat
(66%ige wäßrige Lösung)
(66%ige wäßrige Lösung)
Wasser
Trichloräthylphosphat
Siloxanzusatz X
Siloxanzusatz Y
Siloxanzusatz Z
Mischung ABC
100
10 4
15 1
100
10
15
55 Diese drei Mischungen wurden bei Raumtemperatur verschiedene Zeit gelagert, und dann wurden
von Zeit zu Zeit Schaumstoffe durch kräftiges Vermischen von 53 Teilen jeder Mischung mit jeweils
105 Teilen eines Diphenylmethandiisocyanats hergestellt, das durch Phosgenieren von rohem Diaminodiphenylmethan
erzeugt worden ist und das etwa 15% Polyamine (hauptsächlich Triamine) enthalten
hat und durch Kondensieren von Formaldehyd mit Anilin in Gegenwart von Salzsäure hergestellt
worden war. Die Mischungen wurden zum Schäumen gebracht. In jedem Fall wurden Kontrollschaumstoffe
aus frisch hergestellten Mischungen zum Vergleich hergestellt.
Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
100
10
15
60
65
| Siloxan zusatz |
Schaumstoffqualität nach Lagerung | ι verschäumenden Ansatzes | 5 Wochen | 7 Wochen | |
| Mischung | des zi | 3 Wochen | 4 | 5 | |
| X | keine | 2 | 1 | 1 | |
| A | Y | 1 | 1 | 4 | 5 |
| B | Z | 1 | 3 | ||
| C | 1 | ||||
Die Ziffern der obigen Tabelle entsprechen folgender Bewertung:
609 557/355
1. Der Schaumstoff ist so gut wie derjenige einer frisch hergestellten Mischung.
2. Der Schaumstoff besitzt eine etwas gröbere Struktur.
3. Der Schaumstoff besitzt eine wesentlich gröbere Struktur.
4. Der Schaumstoff besitzt eine sehr grobe Struktur.
5. Die Schäumungsmasse brodelte, und das entwickelte Gas entwich.
IO
Nach 7 Wochen Lagerung konnte aus den Mischungen, die die Siloxanzusätze X oder Z enthielten,
keine Schaumstoffe mehr hergestellt werden. Demgegenüber ergab eine mit dem Silicon Y gemäß
der Erfindung versetzte Mischung einen Schaumstoff, der eine ebenso feine Struktur besaß wie derjenige,
welcher aus einer frisch hergestellten Mischung erzeugt worden ist.
Die durchgeführten Versuche lassen also erkennen, daß der Siloxanzusatz gemäß der Erfindung
wesentliche Vorteile gegenüber den Zusätzen besitzt, wie sie in den belgischen Patentschriften 582 362
und 584 911 zur Polyurethanschaumstoffherstellung beschrieben sind.
Claims (2)
1. Verfahren zur gegebenenfalls einstufigen Herstellung von Polyurethanschaumstoffen durch
Umsetzung von organischen Polyisocyanaten
mit mindestens zwei Hydroxylgruppen im Molekül enthaltenden Polymeren in Gegenwart von Wasser
und/oder einem anderen Treibmittel und Siloxanoxyalkylenmischpolymeren, dadurch gekennzeichnet,
daß als Siloxanoxyalkylenmischpolymeres eines der Formel
R3Si
OSiR-
■ (OSiR2 % OSiR3
verwendet wird, worin R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest, R' eine Alkoxy-, Cycloalkoxy-,
Arylalkoxy-, Aryloxy-, Dialkylamin-, Acyloxy- oder Acylaminogruppe bedeutet, η eine
ganze Zahl von 2 bis 4, m und ρ ganze Zahlen von mindestens 1 und y = O oder eine ganze Zahl
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als mindestens zwei Hydroxylgruppen
enthaltendes Polymeres ein Polyäther verwendet wird, der überwiegend sekundäre Hydroxylendgruppen besitzt und das organische
Polyisocyanat gleichzeitig mit dem mindestens zwei Hydroxylgruppen enthaltenden Polymeren
und Wasser zur Reaktion gebracht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschriften Nr. 582 362, 584 911.
Belgische Patentschriften Nr. 582 362, 584 911.
609 557/355 3.66 © Bundesdruckerei Berlin
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