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DE1213325B - Verfahren zur Herstellung von Feststofftreibsaetzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Feststofftreibsaetzen

Info

Publication number
DE1213325B
DE1213325B DEA41676A DEA0041676A DE1213325B DE 1213325 B DE1213325 B DE 1213325B DE A41676 A DEA41676 A DE A41676A DE A0041676 A DEA0041676 A DE A0041676A DE 1213325 B DE1213325 B DE 1213325B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mixer
fuel
components
oxidizing agent
component
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA41676A
Other languages
English (en)
Inventor
Gordon Anthony Fluke
Jerome Wilson Keating
Donald Carl Mcgehee
Rudolph Albert Peterson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aerojet Rocketdyne Inc
Original Assignee
Aerojet General Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aerojet General Corp filed Critical Aerojet General Corp
Priority to DEA41676A priority Critical patent/DE1213325B/de
Publication of DE1213325B publication Critical patent/DE1213325B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0008Compounding the ingredient
    • C06B21/0025Compounding the ingredient the ingredient being a polymer bonded explosive or thermic component

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Feststofftreibsätzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Feststofftreibsätzen durch homogenes Vermischen dosierter Mengen von Oxydationsmitteln und organischen Brennstoffbindemitteln, gegebenenfalls unter Beimengung üblicher Zusätze in einem kontinuierlich arbeitenden Mischer mit gesonderten Zuführungen für die einzelnen Komponenten.
  • Bei einem derartigen bekannten Verfahren wird eine Mehrspindelschneckenpresse verwendet, die durch Querschnittsänderungen oder ungleichmäßige Gestaltung der Schneckengänge mindestens je zwei abwechselnd aufeinanderfolgende drucklose und druckerzeugende Zonen aufweist. In die drucklosen Zonen dieser Mehrspindelschneckenpresse werden die einzelnen Komponenten eingeleitet und anschließend in den druckerzeugenden Zonen miteinander vermischt. Hierbei kann es jedoch vorkommen, daß das Treibstoffgemisch insbesondere in den druckerzeugenden Zonen höheren Drücken und Temperaturen ausgesetzt wird, durch welche das Oxydationsmittel in dem Treibstoffgemisch zur Explosion gebracht wird. Insbesondere kann es bei kontinuierlich arbeitenden Mischern, die mit einem hohen Durchsatz bzw. Ausstoß arbeiten, rasch zu irgendwelchen Verstopfungen kommen, die einen schnellen Druckaufbau zur Folge haben. Dieser Druckaufbau führt dann zu der obenerwähnten Explosionsgefahr. Eine Verstopfung kann besonders dann leicht eintreten, wenn kunstharzhaltige Brennstoffbindemittel rasch teilweise polymerisieren. Die hierdurch gebildete hochviskose Masse gibt dann leicht Anlaß zu Verstopfungen. Wenn dies geschieht, so entstehen im Treibstoffgemisch Stellen hohen Druckes, die zu lokalen Erhitzungen (Hot Spots) führen. Die auf diese Weise erzeugten örtlichen Temperaturerhöhungen können so groß sein, daß sie eine Entzündung des Oxydationsmittels und damit eine Explosion auslösen.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von Feststofftreibsätzen durch homogenes Vermischen dosierter Mengen von Oxydationsmitteln und organischen Brennstoffbindemitteln, gegebenenfalls unter Beimengung üblicher Zusätze in einem kontinuierlich arbeitenden Mischer mit gesonderten Zuführungen für die einzelnen Komponenten, bei dem Verstopfungen während des Mischens und die damit verbundenen Druck- bzw. Temperaturerhöhungen sowie die hierdurch verursachte Explosionsgefahr vermieden werden.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Oxydationsmittel primär in den Mischer eingebracht werden und daß als Brennstoffbindemittel an sich bekannte hartbare, flüssige Kunstharze oder Kunstharzkomponenten oder Asphaltmischungen derart in den Oxydationsmittelstrom in den Mischer eingespeist werden, daß das Brennstoffbindemittel sofort allseitig vom Oxydationsmittel umgeben ist und daß die in dem Mischer homogen gemischte Treibstoffmasse ohne zusätzliche Druckeinwirkung aus dem Mischer herausgefördert wird. Zweckmäßig wird so verfahren, daß man das Bindemittel unterstromseitig der Einführungsstelle des Oxydationsmittels in den Mischer einführt. Als kontinuierlich arbeitender Mischer wird vorteilhaft ein Schneckenmischer verwendet. Es kann jedoch jeder andere Mischer oder jede andere Fördervorrichtung verwendet werden, die in der Lage ist, das Oxydationsmittel in eine strömende Bewegung zu versetzen.
  • Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat es sich erwiesen, daß Verstopfungen innerhalb des kontinuierlich arbeitenden Mittels praktisch nicht mehr eintreten. Hierdurch und dadurch, daß die in dem Mischer homogen gemischte Treibstoffmasse ohne zusätzliche Druckeinwirkung aus dem Mischer herausgefördert wird, werden Druckerhöhungen und örtliche Temperaturerhöhungen (Hot Spots) vermieden. Die Explosionsgefahr wird damit wesentlich verringert. Bei Verwendung von härtbaren, flüssigen Zweikomponentenharzen, wie z. B. von Urethanharzen werden die beiden Komponenten zweckmäßig dem Mischer getrennt zugeführt und derart in den Oxydationsmittelstrom eingeschleust, daß eine Komponente die andere mantelförmig umgibt. Hierdurch wird eine vorzeitige Wechselwirkung zwischen den Harzkomponenten vermieden.
  • Während des Mischvorganges können dem Treibstoffgemisch noch verschiedene andere übliche Zusätze, wie z. B. Katalysatoren, Antioxydationsmittel, Benefzungsmittel, Aniischaummittel und Weichmacher, beigemengt werden. Vorzugsweise werden jedoch diese Zusätze zusammen mit dem Bindemittel zugesetzt. Bei Verwendung von Zweikomponentenharzen kann die eine Komponente als Trägermaterial für die verschiedenen Zusätze zum Treibstoff verwendet werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren, bringt weiterhin den Vorteil mit sich, daß das Oxydationsmittel und das Brennstoffbindemittel, insbesondere ein flüssiges Brennstoffbindemittel, besonders innig miteinander vermengt werden. Bei Verwendung eines flüssigen Kunstharzbindemittels kann es nämlich bei Anwendung der bisher üblichen Mischverfahren vorkommen, daß sich der flüssige Kunstharzstrom längs der Mischerwand oder längs den Flächen des Mischrührers bewegt und somit in einem im wesentlichen unvermischten Zustand durch den Mischer gefördert wird. Das erzeugte Treibstoffgemisch ist dann nicht homogen, was zu Härterissen während des Aushärtevorganges, zu einem ungleichmäßigen Abbrennen oder auch zu einer Explosion führen kann, wenn der Treibstoff gezündet wird.
  • Nachstehend ist das erfindungsgemäße Verfahren an Hand einer in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung, die zur Durchführung des neuen Verfahrens besonders geeignet ist, näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Ansicht der Gesamtanlage, F i g. 2 einen Schnitt durch den Mischer nach der Linie 11-1I der F i g. 1, F i g. 3 die Stirnansicht .einer Einführungsdüse für härtbares, flüssiges Zweikomponentenharz, F i g. 4 einen Längsschnitt durch diese Düse nach der Linie IV-IV der F i g. 3.
  • In der Zeichnung ist eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung dargestellt. Das Oxydationsmittel wird aus dem Wiegebehälter 1 über eine Dosiervorrichtung 2 einem Schneckenförderer 3 zugeführt. Von dort gelangt das Oxydationsmittel zu dem Beschickungseinlaß 4 des Mischers 5, wie er bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Schneckenmischer ausgebildet ist. Die in die Mischschnecke 6 hineinragenden, feststehenden Mischzähne 7 sorgen bei Bewegung der Schnecke für eine gute Vermischung des Treibstoffmaterials. Durch einen Wärmetauscher 8 kann die Temperatur in dem Mischer 6 geregelt werden.
  • Das Brennstoffbindemittel soll nach dem er= findungsgemäßen Verfahren in den Oxydationsmittelstrom derart eingespeist werden, daß das Brennstoffbindemittel sofort allseitig vom Oxydationsmittel umgeben ist. Zu diesem Zweck ist einer der Mischzähne als Düse 9 ausgebildet. Diese Mischdüse 9 ragt, wie sich insbesondere aus F i g. 2 ergibt, etwa bis in die Mitte des zwischen dem Schneckenkern 6 a und .dem Mischergehäuse 10 gebildeten Raumes. Als Brennstoffbindemittel werden an sich bekannte härtbare, flüssige Kunstharze oder Kunstharzkomponenten oder Asphaltmischungen verwendet. Die weiterhin in der Zeichnung dargestellte und im 'folgenden näher erläuterte Vorrichtung ist insbesondere für die Verarbeitung von härtbaren, flüssigen Zweikomponentenharzen, wie z. B. Polyurethan, geeignet. Dieses Polyurethan kann in bekannter Weise aus den zwei Komponenten Isocyanat und einem Polyol hergestellt werden. Zur Aufbewahrung des Isocyanat ist der Behälter 11 vorgesehen, dessen Temperatur durch einen Wärmetauscher 12 in geeigneter Weise geregelt wird. Der weitere Behälter 13 dient zur Bereitstellung des Polyols, wobei dessen Temperatur ebenfalls durch einen Wärmetauscher 14 geregelt werden kann. Der in dem Behälter 13 enthaltene Polyolbestandteil des Brennstoffbindemittels kann mit Zusatzkomponenten herkömmlicher Art, z. B. Katalysatoren, Antioxydationsmittel usw., versetzt sein.
  • Beide Komponenten des Brennstoffbindemittels werden unterstromseitig des Beschickungseinlasses 4 für das Oxydationsmittel über die Düse 9 in den Mischer 5 eingeleitet.
  • Der Aufbau der Düse 9 ist in F i g. 3 und 4 näher dargestellt. Diese Düse 9 ist von innen durch die Behälterwand 10 gesteckt und mittels einer Mutter 15 gehalten. Die Düse besteht aus zwei konzentrisch angeordneten Rohren 16 und 17. Das innere Rohr 16 wird an dem Austrittsende der Düse durch Stege 18 konzentrisch gegenüber dem Rohr 17 fixiert.
  • Die eine Harzkomponente Isocyanat gelangt, wie es in F i g. 4 schematisch dargestellt ist, aus dem Behälter 11 in das innere Rohr 16. Die zweite Komponente Polyol wird aus dem Behälter 13 über den Kanal 19 des Sammelstückes 20 in das äußere Düsenrohr 17 gepumpt. Auf diese Weise wird erreicht, daß sich die beiden Komponenten am Düsenaustritt, wo sie in den Oxydationsmittelstrom eingeschleust werden, mantelförmig umgeben. Die Polyolkomponente umgibt hierbei die Isocyanatkomponente. Bei der Einleitung dieser beiden Komponentenströme ist zwischen ihnen die Grenzfläche besonders groß. Hierdurch wird ein wirksames Vermischen der beiden Harzkomponenten untereinander erreicht. Außerdem wird durch die Einleitung der beiden Harzkomponenten in den Oxydationsmittelstrom erreicht, daß das Oxydationsmittel sofort die Harzkomponente umgibt und gleichzeitig auch schon eine Vermischung der Harzkomponente mit dem Oxydationsmittel einsetzt. Eine teilweise Polymerisierung, die wegen der Klumpenbildung Anlaß zu Verstopfungen geben kann, wird hierdurch vermieden. Da diese Verstopfungen, die wie oben ausgeführt wurde, zu örtlichen Erhitzungen und Stellen hohen Druckes führen können, bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens vermieden werden, wird auch eine Explosionsgefahr praktisch vermieden.
  • Um die Verteilung der Polyolkomponente in dem Treibstoffgemisch prüfen zu können, ist in dem Sammelstück 20 ferner noch ein durch eine biegsame Membran 21 verschlossener Einführkanal 22 vorgesehen. In diesen Einführkanal kann beispielsweise mittels einer Spritze ein radioaktiver Tracer oder sonstiger- Indikator eingebracht werden. An Hand der Verteilung dieses radioaktiven Tracers oder Indikators in dem aus dem Mischer austretenden Treibstoffmaterial. kann man auf die Verteilung des Polyols schließen. Diese Bestimmung kann sehr nützlich für die Beurteilung des Wirkungsgrades des Mischers hinsichtlich der Gleichmäßigkeit des erzeugten Produktes sein.
  • Nachdem, wie oben ausgeführt wurde, das Brennstoffbindemittel über die Düse 9 in den Oxydationsmittelstrom eingeleitet wurde, werden diese beiden Treibstoffkomponenten durch die Mischschnecke 6 und die Mischzähne 7 innig miteinander vermischt. Der Mischer 5 ist hierbei so ausgebildet, daß die homogen gemischte Treibstoffmasse ohne zusätzliche Druckeinwirkung aus dem Mischer herausgefördert wird. Zu diesem Zweck ist die Austrittsöffnung 23 nicht wie bei herkömmlichen Mischern als Düse ausgebildet, sondern genügend groß bemessen, so daß keine Druckerhöhung stattfindet. Die aus dem Mischer 5 austretende Treibstoffmasse wird dann zweckmäßig über einen Ausgleichsbehälter 24 einer Entlüftungsvorrichtung 25 zugeführt. Diese Entlüftungsvorrichtung kann ebenfalls aus einer Förderschnecke 26 bestehen, wobei der Förderraum über eine Leitung 27 an eine Vakuumquelle angeschlossen ist. Mittels eines Wärmetauschers 28 kann im Austrittsabschnitt der Entlüftungsvorrichtung die Temperatur geregelt werden, um die Viskosität der Treibstoffmasse auf einem ausreichend niedrigen Wert zu halten, so daß man sie pumpen kann, ohne daß sie übermäßig hohen Drücken ausgesetzt wird. Auch hier also wird dafür gesorgt, daß sich in dem Treibstoff kein unzulässig hoher Druck, der eine Explosionsgefahr bedeuten würde, aufbauen kann. Die Entlüftungsvorrichtung sorgt für einen Druckabbau und gleichzeitig auch für die Steuerung der Viskosität der Treibstoffmasse, damit diese für den anschließenden Gießvorgang die richtige Temperatur hat.
  • Nach dem Verlassen der Entlüftungsvorrichtung 25 wird die Treibstoffmasse innerhalb des Kontrollabschnittes 29 analisiert, um die richtige Zusammensetzung zu überprüfen. Mittels eines Gammastrahlendetektors wird hierbei auch die Dichte der Treibstoffmasse überprüft, indem Gammastrahlen quer durch den Strom der Treibstoffmasse hindurchgeleitet werden. Da die Übertragung von Gammastrahlen durch die Treibstoffmasse umgekehrt proportional zur Dichte der Treibstoffmasse ist,. ergibt die Strahlenintensität am Detektor eine unmittelbare Anzeige über die Treibstoffdichte.
  • Entspricht der so hergestellte Treibstoff den Anforderungen, so wird er über den Ausgleichsbehälter 30 und über eine Pumpe 31 zu der Gießstation geleitet. Andererseits kann man Treibstoffmasse, die nicht den Bestimmungen entspricht, durch die Leitung 32 aus der Anlage entfernen.
  • Die zahlreichen in der oben beschriebenen Vorrichtung vorhandenen, -nicht näher beschriebenen Rückleitungen, Pumpen usw. sowie die Wärmetauscher gestatten es, den Druck, die Menge und die Temperatur der einzelnen Treibstoffkomponenten an verschiedenen Stellen zu regeln, so daß man auf diese Weise den ganzen Verfahrensablauf so steuern kann, daß nirgends eine unzulässige Temperaturerhöhung oder Druckerhöhung eintritt.
  • Wenn das erfindungsgemäße Verfahren bei leerer Anlage in Gang gesetzt wird, wird zuerst die Polyolkomponente in den leeren Mischer eingeführt. Der Mischer wird mit der Polyolkomponente allein betrieben, bis seine Innenfläche gründlich benetzt sind. Hierauf werden die Isocyanat- und Oxydationsmittelströme gleichzeitig eingeschaltet, und wird der Mischer so lange betrieben, bis die aus dem Mischer austretende Treibstoffmasse homogen gemischt ist und die gewünschte Zusammensetzung hat.
  • In manchen Fällen können andere Benetzungsmittel statt der Polyol-Treibstoff-Komponente bei der Ingangsetzung des Mischers verwendet werden. Solche Benetzungsmittel haben jedoch den Nachteil, daß eine Verunreinigung in den Treibstoff eingebracht wird, so daß dieser anfangs nicht die richtige Zusammensetzung aufweist.
  • Im Gegensatz dazu entstehen durch die Verwendung der Polyolkomponente als Benetzungsmittel keine Probleme, da sie selbst einen Bestandteil des Treibstoffes darstellt.
  • Bei der Ingangsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es ferner erforderlich, zuerst die Strömungsgeschwindigkeiten der verschiedenen Treibstoffbestandteile, nämlich des Oxydationsmittels, des Polyols und des Isocyanats zu stabilisieren. Für diesen Zweck werden die verschiedenen Dreiwegeventile, die in F i g. 1 dargestellt sind, so eingestellt, daß die Oxydationsmittel-, Polyol- und Isocyanatströme ganz oder teilweise in die zugehörigen Behälter zurückgeleitet werden. Nachdem gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeiten erreicht worden sind, können die entsprechenden Ventile geöffnet werden.
  • In manchen Fällen ist es notwendig, .den Mischer abzuschalten, wenn er voll ist. In diesen Fällen müssen die verschiedenen Beschickungsströme in der richtigen Reihenfolge abgeschaltet werden, damit die später erzeugte Treibstoffmasse die richtige Zusammensetzung aufweist, wenn der Mischer wieder in Gang gesetzt wird. Bei dem hier verwendeten Mischer werden der Mischer und der Oxydationsmittelstrom gleichzeitig abgeschaltet. Die flüssigen Polyol- und Isocyanatströme werden etwa 2 Sekunden später abgeschaltet.
  • Bei der späteren Ingangsetzung des Mischers werden die Polyol- und Isocyanatströme etwa 2 Sekunden nach dem Mischer eingeschaltet. Der Oxydationsmittelstrom wird 3 Sekunden später oder 5 Sekunden nach der Einschaltung des Mischers eingeschaltet.
  • Der Grund hierfür liegt darin, daß infolge der Massenträgheit der Mischschnecke diese erst etwa 8 Sekunden nach der Abschaltung des Antriebs für den Mischer zum Stillstand kommt. Die Mischerschnecke fördert daher weiter Material innerhalb des Mischers, nachdem dessen Antrieb abgeschaltet worden ist. Durch die vorgeschlagene Abschaltung des Oxydationsmittel-, Isocyanat- und Polyolströme in der angegebenen Weise wird ein Ausgeich für das allmähliche Auslaufen der Mischschnecke geschaffen und ein Abschalten sowie ein Einschalten ermöglicht, ohne daß ein Treibstoff falscher Zusammensetzung erzeugt wird. Gleichfalls werden unzulässig hohe Drücke im Mischer vermieden.
  • Obwohl das erfindungsgemäße Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von festen Treibstoffsätzen verschiedener Zusammensetzung Anwendung finden kann, hat es sich als besonders vorteilhaft zur Herstellung von Festtreibstoffen erwiesen, die einen festen Polyurethanbrennstoff enthalten. Solche Treibstoffzusammensetzungen sind mit näheren Einzelheiten in der USA: Patentanmeldung 829180 vom 20. Juli 1959 und in der USA.-Patentanmeldung 33 054 vom 31. Mai 1960 beschrieben. Weitere Treibstoffsätze, die unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellt werden können, sind beispielsweise Treibstoffe mit einem Asphalt-Bindemittel, wie in der USA.-Patentschrift 2 563 265 beschrieben, Treibstoffsätze mit einem Polyester-Bindemittel, wie in der USA.-Patentanmeldung 109 409 vom 9. August 1949 beschrieben, und andere Arten von Treibstoffsätzen, wie in der britischen Patentschrift 579 057 beschrieben.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Feststofftreibsätzen durch homogenes Vermischen dosierter Mengen von Oxydationsmitteln und organischen Brennstoffbindemitteln, gegebenenfalls unter Beimengung üblicher Zusätze in einem kontinuierlich arbeitenden Mischer mit gesonderten Zuführungen für die einzelnen Komponenten, d a-. durch gekennzeichnet, daß die Oxydationsmittel primär in den Mischer eingebracht werden und daß als Brennstoffbindemittel an sich bekannte härtbare, flüssige Kunstharze oder Kunstharzkomponenten oder Asphaltmischungen derart in den Oxydationsmittelstrom in den Mischer eingespeist werden, daß das Brennstoffbindemittel sofort allseitig vom Oxydationsmittel umgeben ist und daß die in dem Mischer homogen gemischte Treibstoffmasse ohne zusätzliche Druckeinwirkung aus dem Mischer herausgefördert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von härtbaren, flüssigen Zweikomponentenharzen, wie z. B. von Urethanharzen, die beiden Komponenten dem Mischer getrennt zugeführt und derart in den Oxydationsmittelstrom eingeschleust werden, daß eine Komponente die andere mantelförmig umgibt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibstoffmasse nach dem Verlassen des Mischers in einer weiteren Entlüftungsvorrichtung entlüftet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung des Verfahrens ein Schneckenmischer verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr.1048 212, 1064 855, 1078 031, 1082175.
DEA41676A 1962-11-21 1962-11-21 Verfahren zur Herstellung von Feststofftreibsaetzen Pending DE1213325B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR3051134A1 (fr) * 2016-05-12 2017-11-17 Herakles Installation destinee a la fabrication d'une composition polymerique chargee

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