DE1212526B - Verfahren zur Herstellung von Dimethylthionophosphorsaeureestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DimethylthionophosphorsaeureesternInfo
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DEUTSCHES
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C07f
Deutsche Kl.: 12 ο - 23/03
1212 526
S90305IVb/12o
28. März 1964
17. März 1966
S90305IVb/12o
28. März 1964
17. März 1966
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dimethylthionophosphorsäureestern der
allgemeinen Formel
CHaO\jLo^ N
CH3O^
SO2NHR
in der R eine Methyl-, Äthyl- oder Isopropylgruppe ist, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich
bekannter Weise Dimethylthionophosphorsäurechlorid mit einer ^N-Monoalkylsulfamoyl-S-chlorphenolverbindung
der allgemeinen Formel
MO
SO2NHR
in der M ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetallatom ist und R die vorstehende Bedeutung besitzt,
kondensiert.
Die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen sind von besonderem Wert zur Vernichtung von
für die Landwirtschaft schädlichen Insekten, wie Lepidoptera, Diptera und Coleoptera, insbesondere
Reisschädlingen, wie Chilo suppressalis Walker, Schoenobius incertellus Walker, Sesamina inferens
Walker, u. a., wie Chilo plejadellus Zinck, Chilotrea polychrysa Meyr, Scirpophaga albinella Cramer,
Scirpophaga innotata Walker, Eidana dichromellus Walker und Elasmopalpus lignosellus Zeller, und
Schädlingen, die Krankheiten übertragen, insbesondere Stubenfliegen und ihren Larven.
Die neuen· Phosphorsäureester haben nicht nur eine sehr hohe insektizide Aktivität, sondern gleichzeitig
auch eine sehr niedrige Warmblütertoxizität und eine lange Dauerwirkung.
Bekanntlich besitzen Phosphorsäureester mit einem p-Nitrophenylrest, wie Ο,Ο-Diäthyl-O-p-nitrophenylthionophosphorsäureester
und Ο,Ο-Dimethyl-O-p-nitrophenyl-thionophosphorsäureester,
eine hohe insektizide Aktivität und sind daher sehr brauchbar als Wirkstoffe in Insektiziden Mitteln. Der Nachteil
dieser Verbindungen ist jedoch ihre sehr hohe Warmblütertoxizität. Es wurden daher zahlreiche Versuche
unternommen, Verbindungen mit niedrigerer Toxizität und höherer insektizider Aktivität aufzufinden.
Solche Verbindungen sind z. B. 0,0-Dimethyl-O-(3-chlor-4-nitrophenyl)-thionophosphorsäureester
und 0,0 - Dimethyl - O - (2 - chlor - 4 - nitrophenyl)-Verf ahren zur Herstellung von
Dimethylthionophosphorsäureestern
Dimethylthionophosphorsäureestern
Anmelder:
Sumitomo Chemical Company, Ltd.,
Osaka (Japan)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. V. Vossius,
Patentanwalt,
München 23, Siegesstr. 26
Als Erfinder benannt:
Saichiro Kuramoto, Toyonaka-shi;
Keimei Fujimoto, Minoo-shi;
Yositosi Okuno, Nishinomiya-shi;
Hideo Sakamoto, Itami-shi;
Masataka Nakagawa, Yamatotakada-shi;
Toshio Mizutani, Amagasaki-shi (Japan)
thionophosphorsäureester. Diese sogenannten Insektizide mit niedriger Toxizität lassen jedoch hinsichtlich
der Insektiziden Aktivität, der Dauerwirkung und des Insektiziden Spektrums zu wünschen übrig.
Das zur Herstellung der neuen Phosphorsäureester benötigte Dimethylthionophosphorsäurechlorid
Das zur Herstellung der neuen Phosphorsäureester benötigte Dimethylthionophosphorsäurechlorid
(CH3O)2P(S)Cl
Kp.2O 70 bis 710C, n2i = 1,4786, kann nach an sich
bekannten Methoden, z. B. nach dem in der Zeitschrift J. Am. Chem. Soc, Bd. 72 (1950), S. 2461;
Chem. Abstracts, 53, S. 1205; 52, S. 294, beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten ^N-Monoalkylsulfamoyl-S-chlorphenolverbindungen
der allgemeinen Formel
Cl
MO
SO2NHR
in der M ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetallatom ist und R eine Methyl-, Äthyl- oder Isopropylgruppe
bedeutet, können durch Verkochen von diazotierten 4-N-Monoalkylsulfamoyl-3-chloranilinen nach
an sich bekannten Methoden, z. B. nach der in Organic Syntheses, Bd. 23, S. 11, beschriebenen
609 538/428
Methode, hergestellt werden. Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare Ausgangsverbindungen sind: "
Cl
/H
■so2n(
xCHs Fp.ll9bisl21°C
Cl
SO2N
C2H5 n% = 1,5701
H
H
SO2N
\so-C3H7 Fp. 152bis 153°C
Diese Phenole können in die Alkalisalze übergeführt werden, beispielsweise durch Umsetzung mit einem
Alkalihydroxyd, einem Alkalimetall oder einem Alkalialkoholat in Wasser oder einem organischen
Lösungsmittel. Das Alkalikation kann z. B. ein Natrium- oder Kaliumkation sein.
Für die Herstellung der Ausgangsstoffe wird kein Schutz begehrt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Kondensationsreaktion mit Erfolg durchgeführt werden,
indem man die beiden Reaktionsteilnehmer in mindestens äquimolaren Mengen miteinander vermischt
oder das Phosphorsäurechlorid im Überschuß anwendet. In diesem Fall führt man die Umsetzung
vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel durch. Im allgemeinen werden die beiden
Verbindungen in beinahe äquimolaren Mengen verwendet. Wenn man z. B. das Phosphorsäurechlorid
mit dem Alkaliphenolat in einem inerten organischen Lösungsmittel vermischt und dann das Gemisch
erhitzt, bilden sich das entsprechende Alkalichlorid und der Phosphorsäureester. Bei Verwendung des
freien Phenols entsteht Chlorwasserstoff, und in diesem Fall kann man die Umsetzung vorzugsweise
in Gegenwart bekannter Säureakzeptoren, wie organische Basen, z. B. Pyridin und Diäthylamin, Alkalicarbonate,
wie Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat, Alkalibicarbonate, wie Natriumbicarbonat
und Kaliumbicarbonat oder Ammoniumbicarbonat, durchführen. Als inertes organisches Lösungsmittel
kann jedes bekannte Lösungsmittel verwendet werden, sofern es die Umsetzung nicht ungünstig beeinflußt,
z. B. Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol und Xylol, halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie
Chlorbenzol und o-Dichlorbenzol, Alkohole, wie Äthanol und Isopropanol, Ketone, wie Aceton,
Methyläthylketon und Methylisobutylketon. Das' erfindungsgemäße Verfahren kann in einem breiten
Temperaturbereich von etwa Raumtemperatur bis etwa 1200C durchgeführt werden. Beispielsweise
verläuft die Reaktion, wenn man das Reaktionsgemisch längere Zeit bei Raumtemperatur stehen-
läßt. Im allgemeinen wird jedoch das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur zwischen etwa 60 und
etwa 1000C erhitzt. Bei dieser Temperatur ist die
Umsetzung innerhalb einiger Stunden beendet. Das erfindungsgemäße Verfahren kann weiterhin in
Gegenwart von Kupferpulver oder Kupfer(I)-salzen als Katalysator durchgeführt werden, da man dann
bessere Ausbeuten erzielt.
0,0-Dialkylthionophosphorsäureester der allgemeinen
Formel
RiO
P —
SO2NHR2
in der Rx eine niedrigmolekulare Alkylgruppe mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R2 eine niedrigmolekulare
Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, sind bereits in der USA.-Patentschrift
3 005 004 und in den deutschen Patent-Schriften 1039 070 sowie 1044 826 beschrieben.
Diese Verbindungsreihe ist jedoch hinsichtlich der Insektiziden Aktivität und der Warmblütertoxizität
noch nicht befriedigend. Erst durch Einführung des Chlorsubstituenten in die 3-Stellung des Phenolkernes
läßt sich eine Verbesserung hinsichtlich der Aktivität und Toxizität erzielen. Im übrigen wurde festgestellt,
daß der Dimethylester der erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen besonders wirksam ist.
In Tabelle I sind die Wirksamkeit und die Toxizität von erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen mit
bekannten Verbindungen verglichen.
| Cl | v_ | - SO2NHCH3 | Azuki-Bohnen- stecher, Tauchtest* LC50 Teile je Million |
Relative Toxizität gegenüber Chilo suppressalis Walker Topftest** |
LD50, oral bei Mäusen mg/kg . |
|
| S | -SO2NHCH3 | |||||
| L^tI3Ux Ii /P- 0- CH3O/ |
Cl I |
480 | 33 | 15 | ||
| S CH3Ox 1 ;p — o- CH3O/ |
/P-O-/ ^-SO2NHCH3 CH3O/ ^=/ (erfindungsgemäß hergestellte Verbindung) |
200 | 20 | 30 | ||
| S | ||||||
| 80 | 50 | 200 | ||||
Fortsetzung
Azuki-Bohnenstecher, Tauchtest*
LC50
Teile je Million
Teile je Million
Relative Toxizität
gegenüber Chilb
suppressalis Walker
Topftest**
LD60, oral bei Mäusen
mg/kg
CH3OxII
CH30/
P-O
CH3OxII
;p
p —
CH3O
SO2NHC2H5
SO2NHC2H5
1000
30
500
40
CH3OxH . .
) P — O —< >— SO2NHC2H5
CH3O7
CH3O7
(erfindungsgemäß hergestellte Verbindung)
CH3Ox Il
200
100
70
CH3O
CH3O
CH3O
CH3O
SO2NH — ISO-C3H7
SO2NH-ISO-C3H7
230
200
100
200
CH3Ox Il
) P — O -< y- SO2NH — ISO-C3H7
CH3O7
(erfindungsgemäß hergestellte Verbindung)
S
S
20
100
300
C2H5On
C2H5O
P-I
C2H5°\|_o^
C2H5O/
C2H5OxJl
C2H5O'
C2H5O'
SO2NHCH3
SO2NHC2H5
-SO2NH — iso-C3H7
300
200
70
10
13
40
* Der Tauchtest mit Azuki-Bohnenstechern wurde folgendermaßen durchgeführt: Es wurde ein emulgierbares Konzentrat
jeder Verbindung hergestellt, und das Konzentrat wurde mit Wasser zu Testemulsionen einer Konzentration von
■ etwa Vioo bis Vioo ooo verdünnt. In diese Emulsionen wurden
Gruppen von jeweils dreißig Bohnenstechern 1 Minute eingetaucht und dann in Petrischalen verbracht, deren Boden
mit einem Filterpapier bedeckt war. Nach dem Stehen über Nacht bei 25 0C werden die toten und überlebenden Bohnenstecher
gezählt. Dieser Versuch wurde dreimal wiederholt und der LCeo-Wert, bezogen auf die angewandte Konzentration und
die prozentuale Vernichtung, bei jeder Verbindung berechnet. ** Die »relative Toxizität gegenüber Chilo suppressalis Walker«
wurde nach dem sogenannten Topftest bestimmt. In diesem Versuch wird eine Emulsion der zu testenden Verbindung
auf die zweite Generation von Larven des Insektes gesprüht
und die Toxizität bestimmt durch Vergleich der Wirksamkeit der Testverbindung gegenüber Chilo suppressalis Walker
mit der Standardverbindung Ο,Ο-Diäthyl-O-p-nitrophenylthionophosphorsäureester
(= 100). Der Topftest wurde folgendermaßen durchgeführt: 45 bis 50Tage alte Reispflanzen
wurden in einen Wagnertopf mit einer Oberfläche von 10 ar · !/so ooo verpflanzt, und nach weiteren 60 bis 70 Tagen
wurden die Pflanzen mit den Eiern von Chilo suppressalis Walker infiziert.
Danach wurden die Töpfe in einen Brutraum verbracht. Nach 4 Tagen Bebrütung wurde jeder Topf mit einer Emulsion
der Testverbindung besprüht. Die Emulsion der Testverbindung wurde hergestellt, indem man ein 50%iges
emulgierbares Konzentrat des Wirkstoffes in 35 Teilen eines Polyäthylenglykolnonylphenoläthers und 15 Teilen Xylol mit
Wasser verdünnte.
Zum Vergleich der Wirksamkeit einiger erfindungsgemäß
hergestellter . Verbindungen mit derjenigen' einer aus der französischen Patentschrift 1 323 570
bekannten analog gebauten 4-N-Dimethylsulfamoyl-3-chlorphenolverbindung
der Formel
Cl
(CH3O)2P — O
/ V
- SO2N(CHs)2
wurde die orale Toxizität an Mäusen und die insektizide Wirksamkeit bei äußerer Anwendung an voll
ausgewachsenen Larven des Reisstengelbohrers mit folgenden Ergebnissen ermittelt:
| Verbindung mit Sulfamoylrest |
Orale Warmblüter- toxizität LD50 (mg/Hg) |
Insektizid wirksamkeit LDso (y/larva) |
| I -N(CHs)2 II -NH-CH3 III -NH-C2H5 IV -NH-J-C3H7 |
48 200 70 300 |
0,2 0,2 0,2 0,1 |
Hieraus ist zu ersehen, daß bei gleichartiger bzw. auch höherer insektizider Wirksamkeit die erfindungsgemäß
hergestellten Verbindungen eine bedeutend geringere Toxizität gegenüber Warmblütern
zeigen.
Die Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
Ein Gemisch von 11,0 g 3-Chlor-4-N-methylsulfr amoylphenol und 7 g wasserfreiem Kaliumcarbonat
in 100 ml Toluol wird bei Raumtemperatur tropfenweise mit 8 g Dimethylthionophosphorsäurechlorid
versetzt. Nach beendetem Eintropfen wird das Gemisch einige Zeit stehengelassen und dann weitere
3 Stunden unter Rühren auf etwa 800C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird das
Gemisch von festen Stoffen abfiltriert und die organische Lösung mit Wasser, verdünnter wäßriger
Natriumcarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und anschließend über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet. Das Toluol wird unter vermindertem Druck abdestilliert. Es hinterbleibt
kristalliner O,O-Dimethyl-O-(3-chlor-4-N-methylsulfamoylphenyl)
- thionophosphorsäureester. Ausbeute 13 g, Fp. 120 bis 1210C.
C9Hi3ClNO5PS2:
Berechnet
gefunden
gefunden
N 4,05, P 8,97, S 18,52;
N 4,02, P 9,05, S 18,61.
N 4,02, P 9,05, S 18,61.
B ei sp i el 2
Ein Gemisch von 8,0 g Dimethylthionophosphorsäurechlorid, 12 g 3-Chlor-4-N-äthylsulfamoylphenol
und eine geringe Menge Kupfer(I)-chlorid in 100 ml Toluol wird unter Rühren bei etwa 700C mit 7 g
wasserfreiem Kaliumcarbonat versetzt. Die Reaktion verläuft heftig exotherm. Nach etwa 2 Stunden wird
das Reaktionsgemisch abgekühlt und von festen Stoffen abfiltriert. Die organische Lösung wird mit
Wasser, mit verdünnter wäßriger Natriumcarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen und
dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Toluol wird unter vermindertem Druck abdestilliert,
und es !unterbleiben 13 g 0,0-Dimethyl-O
- (3 - chlor - 4 - N - äthylsulfamoylphenyl) - thionophosphorsäureester, der an aktivem Aluminiumoxyd
chromatographisch gereinigt wird.
CioH15ClNOsPS2:
Berechnet ... N 3,89, P 8,62, S 17,80;
gefunden ... N 3,79, P 8,83, S 17,91.
gefunden ... N 3,79, P 8,83, S 17,91.
Ein Reisfeld mit einer Fläche von 15 ar wird in fünfzehn Blöcke unterteilt. Jeder Block wird mit
einer wäßrigen Emulsion eines Insektizids mit der in Tabelle II angegebenen Konzentration besprüht
und die insektizide Aktivität jeder Verbindung gegenüber den Larven des Reisstengelbohrers geprüft.
Drei Blöcke werden 10 Tage nach dem Maximum der Entwicklung zur erwachsenen Pflanze und während
des ersten Schößlingsstadiums der Reispflanzen in einer Menge von 7 1/ar gespritzt.
Als Reispflanzen wird die Iwaimochisorte verwendet. Die Wirksamkeit der Testverbindungen wird
geprüft, indem man willkürlich fünfzig Pflanzen aus etwa zweihundert Pflanzen in jedem Block 10 Tage
nach dem Bespritzen heraussucht und die Anzahl der lebenden Larven des Reisstengelbohrers und die
Anzahl der geschädigten Herzen der Pflanzen zählt. Das Verhältnis der geschädigten Herzen ist die
Anzahl der geschädigten Herzen dividiert durch die gesamten Stengel in fünfzig Pflanzen multipliziert
mit 100.
In Tabelle II ist der Durchschnittswert des Verhältnisses der geschädigten Herzen in drei Blöcken
und die Gesamtzahl der lebenden Larven des Reis-Stengelbohrers in drei Blöcken angegeben.
Insektizid
Konzentration
des Insektizids
des Insektizids
Teile je Million
Verhältnis der
geschädigten Herzen
geschädigten Herzen
Gesamtzahl der
lebenden Larven
in drei Blöcken
lebenden Larven
in drei Blöcken
Keine Behandlung
0,0-Dimethyl-O-p-nitrophenyl-thionophosphorsäureester
(50%iges emulgierbares Konzentrat)
25%iges emulgierbares Konzentrat der Verbindung
von Beispiel 1
von Beispiel 1
20%iges emulgierbares Konzentrat der Verbindung
von Beispiel 2
von Beispiel 2
25%iges emulgierbares Konzentrat der erfindungsgemäß hergestellten Isopropylverbindung
250
250
250
250
250
250
250
12,5
4,5
2,3
1,9
1,8
4,5
2,3
1,9
1,8
68
21
18
11
10
21
18
11
10
ίο
Residualeffekt
Reispflanzen werden in Wagnertöpfen mit einer Oberfläche von 10 ar · Vso ooo angesät, und 50 Tage
nach dem Keimen werden die in Tabelle III angegebenen Insektizide in einer Menge von 10 ml je
Topf aufgesprüht. Jeweils 3, 5, 7 und 10 Tage nach dem Besprühen werden die Pflanzen mit Eiern des
Reisstengelbohrers infiziert, und die Mortalität der ausgeschlüpften Larven wird beobachtet.
Die Wirksamkeit eines Insektizids längere Zeit nach dem Aufsprühen bedeutet eine längere Dauerwirkung
(Residualeffekt).
Insektizid
Konzentration des Wirkstoffs
Teile je Million Mortalität der ausgeschlüpften Larven des Reisstengelbohrers nach dem Spritzen (%)
3 Tage 5 Tage ' 7 Tage 10 Tage
Keine Behandlung
0,0-Dimethyl-O-p-nitrophenyl-thionophosphorsäureester
(50%iges emulgierbares Konzentrat)
25%iges emulgierbares Konzentrat der Verbindung von Beispiel 1
20%iges emulgierbares Konzentrat der Verbindung von Beispiel 2
25%iges emulgierbares Konzentrat der erfindungsgemäß hergestellten Isopropylverbindung
250 250 250
250 100
100
100
100
100
100
60
100
100
100
100
100
42 70
98
3 20
57
73
Reispflanzen werden 50 Tage nach dem Keimen in Wagnertöpfe mit einer Oberfläche von 10 ar ·
1IsO ooo umgepflanzt und mit den Eiern des Reis-Stengelbohrers
infiziert. 3 Tage nach dem Ausschlüpfen der Larven werden die Reispflanzen mit einem Stäubemittel des in Tabelle IV angegebenen
Insektizids gespritzt. Die Mortalität der Larven wird 5 Tage nach dem Bespritzen bestimmt.
| Tabelle | Insektizid | IV | Gespritzte Menge des Wirkstoffes mg/Topf |
Mortalität der Larven des Reisstengelbohrers % |
| Keine Behandlung O.O-Dimethyl-l-hydroxy^^^-trichloräthylphosphonat (4%iger Staub) 3%iges Stäubemittel der Verbindung von Beispiel 2 3%iges Stäubemittel der erfindungsgemäß hergestellten Isopropylverbindung |
50 100 50 100 50 100 |
6 70 95 81 100 68 99 |
||
Abfallköder, auf welchem Hausfliegenmaden ge- 50 Bechergläser werden in einen Käfig gestellt, und die
züchtet wurden, wird mit Zucker vermischt, und das Gemisch wird in einer Menge von jeweils 200 g in
300 ml fassende Bechergläser verteilt. Dann wird ein l%iges ölpräparat auf die Oberfläche des Köders
in einer Menge von 1 ml/Becherglas gespritzt. Die erwachsenen Hausfliegen, 4 Tage nach dem Ausschlüpfen,
werden in diesen freigelassen. Die Mortalität wird in Zeitabständen beobachtet. Die Ergebnisse
sind in Tabelle V angegeben.
Insektizid
Mortalität der Hausfliegen nach dem Spritzen (%)
l.Tag
3. Tag
5. Tag
7. Tag
10. Tag
Keine Behandlung
O^-Dimethyl-S-Cl^-dicarbäthoxyäthyO-dithiophosphat
(l%iges ölpräparat)
l%iges ölpräparat der erfindungsgemäß hergestellten Isopropylverbindung
98
100 30
95
100
70
10 '
609 538/428
Claims (1)
- Patentanspruch;Verfahren zur Herstellung von Dimethylthionophosphorsäureestern der allgemeinen FormelClCH3O
CH3OSO2NHRin der R eine Methyl-, Äthyl- oder Isopropylgruppe ist, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise Dimethylthionophosphorsäurechlorid mit einer 4-N-Mono-alkylsulfamoyl-3-chlorphenolverbindung der allgemeinen FormelClMOSO2NHRin der M ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetallatom ist und R die vorstehende Bedeutung besitzt, kondensiert.In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 323 570.609 538/428 3.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90305A DE1212526B (de) | 1964-03-23 | 1964-03-28 | Verfahren zur Herstellung von Dimethylthionophosphorsaeureestern |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1208264A GB1029742A (en) | 1964-03-23 | 1964-03-23 | Improvements in or relating to o,o-dialkyl phosphorothioate derivatives |
| NL6403195A NL6403195A (de) | 1964-03-23 | 1964-03-25 | |
| BE645888A BE645888A (de) | 1964-03-23 | 1964-03-27 | |
| DES90305A DE1212526B (de) | 1964-03-23 | 1964-03-28 | Verfahren zur Herstellung von Dimethylthionophosphorsaeureestern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1212526B true DE1212526B (de) | 1966-03-17 |
Family
ID=27424758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES90305A Pending DE1212526B (de) | 1964-03-23 | 1964-03-28 | Verfahren zur Herstellung von Dimethylthionophosphorsaeureestern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1212526B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1323570A (fr) * | 1962-02-13 | 1963-04-12 | Sumitomo Chemical Co | Nouveaux composés organiques du phosphore et compositions insecticides contenant ces composés |
-
1964
- 1964-03-28 DE DES90305A patent/DE1212526B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1323570A (fr) * | 1962-02-13 | 1963-04-12 | Sumitomo Chemical Co | Nouveaux composés organiques du phosphore et compositions insecticides contenant ces composés |
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