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DE1212289B - Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Dekorationsplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Dekorationsplatten

Info

Publication number
DE1212289B
DE1212289B DER25595A DER0025595A DE1212289B DE 1212289 B DE1212289 B DE 1212289B DE R25595 A DER25595 A DE R25595A DE R0025595 A DER0025595 A DE R0025595A DE 1212289 B DE1212289 B DE 1212289B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
pressed
impregnated
press
core layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER25595A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Leo Bettelheim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roemmler H GmbH
Original Assignee
Roemmler H GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Roemmler H GmbH filed Critical Roemmler H GmbH
Priority to DER25595A priority Critical patent/DE1212289B/de
Publication of DE1212289B publication Critical patent/DE1212289B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C5/00Processes for producing special ornamental bodies
    • B44C5/04Ornamental plaques, e.g. decorative panels, decorative veneers
    • B44C5/0469Ornamental plaques, e.g. decorative panels, decorative veneers comprising a decorative sheet and a core formed by one or more resin impregnated sheets of paper

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Dekorationsplatten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Dekorationsplatten, bei dem mehrere Lagen aus kunstharzgetränktem Natronpapier mit einem ebenfalls kunstharzgetränkten Dekorationspapier und gegebenenfalls einem Überzugspapier im Warmpreßverfahren zusammen verpreßt werden.
  • Die gebräuchlichste Zusammensetzung der zwischen je zwei polierten Stahlpreßblechen E, E' liegenden Stapel von imprägniertem Papier geht aus F i g. 1 hervor. A, A' bezeichnet ein mit Melaminharz imprägniertes weißes Zellulose- oder Baumwollpapier (überzugspapier), welches die Aufgabe hat, das darunterliegende Dekorationspapier B, B' in der fertigen Platte vor mechanischen Einflüssen zu schützen. Das Dekorationspapier B, B' ist ein mit Farbpigment gefülltes, gegebenenfalls mit einem Muster, beispielsweise einem Edelholz- oder Gesteinschliffmuster od. dgl., das fotografisch oder in entsprechender Weise aufgetragen sein kann, bedrucktes Zellulose-oder Baumwollpapier, welches ebenfalls mit Melaminharz imprägniert ist (Dekorpapier). Die Bogen A, A' und B, B' bilden in der fertigen Platte die sogenannte »Dekorationsschicht«.
  • Unter dem Dekorationspapier B, B' lie gt eine Reihe von mit Phenolharz, Kresolharz oder ähnlichen Harzen imprägnierten Bögen von Natronpapier (C, bis C., C,' bis CJ). Die Gesamtheit der mit Phenolharz imprägnierten Bögen bildet in der fertigen Platte den sogenannten »Kern«. Dieser Kein könnte bereits in einem Vorpreßvorgang leicht angehärtet sein, um danach mit der Dekorationsschicht fertig verpreßt und ausgehärtet zu werden, wie dies bereits von anderen verziertenHarzgegenständen aus einem Grundkörper und darauf aufzubringendem Dekorationspapier bekannt ist. Eine solche Vorbehandlung des Kerns ändert bei sonst gleichbleibenden Verfahrensschritten nichts am fertigen Erzeugnis.
  • Nach den Kernpapieren folgt ein stark geleimtes dünnes NatronpapierD (Schutzpapier), welches aus Zellulose von hohem Mahlungsgrad hergestellt wird und daher für Kunstharz undurchlässig ist. Wie aus der F i g. 1 ersichtlich, liegen zwei derartige Papiere aneinander. Sie besitzen die Funktion, die zwei Rilkken an Rücken liegenden Stapel während des Pressens vor dem Zusammenkleben zu schützen, so daß die »Zwillingsplatte« nach erfolgter Pressung in ihre beiden Einzelplatten getrennt werden kann. Die Rückseite der auf diese Weise erhaltenen Platten ist infolge der sowohl im Papier vorhandenen als auch der beim Preßvorgang auftretenden Ungleichmäßigkeiten im Fließverlauf des Harzes wellig. Versucht man, eine solche Platte auf eine Unterlage von Holz aufzuleimen, so haftet sie nur sehr unvollkommen, teils wegen der welligen Struktur der Rückseite, teils weil der Leim sich in der glatten und porenfreien Rückseite der Platte nicht verankern kann. Um eine gute Verleimbarkeit zu erzielen, ist man gezwungen, die Rückseite der Platte abzuschleifen. Hierdurch wird die sogenannte Preßhaut beseitigt. Die hierbei erzielte rauhe und rillige Oberfläche, auf der die Zellulosefasern von der überkleidung durch das Kunstharz befreit sind, gibt dem Leim genügend Verankerungsmöglichkeit. Das Abschleifen verursacht jedoch infolge der Welligkeit der Rückseite recht hohe Materialverluste in der Größenordnung von 100 bis 150 g/m2. Das Pressen der Platten geschieht in Etagenpressen, wobei in jeder Etage eine größere Anzahl von Platten hergestellt wird. Die von der Imprägniermaschine kommenden imprägnierten Papierbahnen werden in Querschneidemaschinen in Bögen aufgeteilt und diese dann in der oben angegebenen Folge zwischen die Preßbleche E, E' von Hand eingelegt.
  • Die bekannte Fablikation besteht also, im ganzen gesehen, aus folgenden Arbeitsoperationen: 1. Imprägnieren des Papiers; 2. Querschneiden'des imprägnierten Papiers auf auf einer Querschneidemaschine; 3. Einlegen der imprägnierten Papiere zwischen die Preßbleche (Eintafeln); 4. Einführen der zwischen den Blechen liegenden imprägnierten Papiere in die Etagen der Presse; 5. Preßvorgang; 6. Herausnehmen der zwischen den Blechen liegenden fertiggepreßten Plattenpakete; 7. Abheben der Bleche von den Platten (Austafeln). Gegenstand der nachstehend beschriebenen Erfmdung ist ein Verfahren, durch. welches das relativ teuere Schutzpapier überflüssig, der Materialverlust beim Schleifen auf ein Minimum reduziert und Harz durch Einarbeiten von Rohpapier in den Kern gespart wird. Ferner kann das Verfahren teilweise kontinuierlich gestaltet werden.
  • Für die Lösung der nach der Erfindung gestellten Aufgabe und die praktische Verwirklichung der aufgezeigten, in beträchtlichen Material- und Arbeitsersparnissen liegenden Vorteile wird nach der Erfindung das herkömmliche Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Dekorationsplatten in der Weise abgewandelt, daß die Natronpapierlagen vor dein Vera pressen mit dem Dekorationspapier zwischen zwei nicht getT:gTlkti#" gohpqpier.e gelegt, aus diesem Paket eine Kernschicht gepreßt wird, -wobei das Kunstharz in bekannter Weise nur angehärtet wird, und dann die Oberflächen der gepreßten Kernschicht beiderseits leicht abgeschliffen werden.
  • Bei der Vorpressung des in den obigen Ausführungen als Kein bezeichneten, aus den Papierlagen C, bis C., CI bis C, bestehenden Teiles der Platte in einer Presse mit erwärmten, polierten Preßtischen genügt eine sehr kurze Preßzpit, u4# die imprägnigten Kernpapiere zusammenzubinden. Als oberste und unterste Lage verwendet man ein nicht imprägniertes Papier. Beim Preßvorgang gerät das Harz der iinprägnierten Kernpapiere ins Fließen, bindet die einzelnen Kernpapiere untereinander zusammen und bindet auch die beiden Rohpapiere, die hierbei glei#Iizeitig von dem in Fluß gergtenen Harz durchtränkt werden.
  • Der auf diese Weise vorizei)reßte Kein besitzt im Gegensatz zu der welligen Oberfläche, welche beim bekannten Verfahren auftritt, eine auf beiden Seiten glatte Oberfläche. Die5,e beiden Oberfläjhe"n werden nun mit einer Schleifmaschinp schwach abgeschliffen, wobei die Materialverliiste infolg-e- der Q--Iätt-e dieser Oberfläche relativ unerheblich sind. Die Preßhau t wird hieidi4rch entfernt. Gegenüber dem bekannten Verfahren bedeutet das eine erheblich bessere Materialausmitzung.
  • Die EintafelunLy mit diesen voTgeprpßten Kerjqen in die Presse erfolgt gemäß F i g. 2.. In dieser Figur be.-deutet A, A' das über?:ugsp4pier, B, B' das impragnierte Dekorationspap#pr lind C#, C' die aneinanderliegenden vor-gepreßten Kerne. Während sigh überzugs- und Dekorationspapier ge-nag so wie beim bekannten Verfahren vollkomm n einwandfrei mit der aufgerauhten Vorderseite des Kerns verbinden verschmelzen überraschenderweise die 'beiden aufgerauhten Rückseiten der Kerne, beim Preßprozeß nicht miteinan er, 0 . BgiM Austafeln lassen sich daher die Zwillingsplatten ohne Schwierigkeiten voneinander abheben. Die Bindung der Dekorschicht an den vorgepreßten und abgeschliffenen Kein ist so zu erklären, daß sich das ins Fließen geratene Melaminharz des Dekorationspapiers in der von der Preßhaut befreiten angeschliffenen Schicht des vorgepreßten Kerns verankert. Daß die beiden gegeneinanderliegenden > angeschliffenen Kemschichten sich nicht miteinander vereinigen, beruht hingegen daraui,'daß infolge der bei der Vorpressung stattgefundenen Vorhärtung des Kernharzes dieses beim eigentlichen Preßvorgang nicht mehr so weit plastisch'wird, daß eine Verbindung Zwischen den aneingiiderliegenden Schichten eintreten kann. Die. Herstellung des vorgepreßten Kerns kann auf kontinuierliche Weise erfoigen. F i g. 3 zeigt das Prinzip dieser Erzeugung. Auf den Rollen 1 und 8 sind die nicht ünprägnierten Rohpapiere auf den Rollen 2 bis 7 die mitPli#golliarz imp.fäginerte.a Natronpapierp. Die #ap#erÜahnen weräen gemeinsam in die Presse P eingeführt. Beim Schließen der erwärmten Presse Werden die einzelnen Schichten verbunden. Je nach Art des benutzten Phenolharzes wird bei einer Preßtemperatur von 120 bis 180' C gearbeitet, wobei der Preßvorgang nicht mehr als 1 Nhnute dauern soll. Nach öffnen der Presse wird ein der Länge des Preßtisches entsprechender Teil der Platte in der Schleifmaschine S beiderseitig aufgerauht und der auf2 gerauhte Plattenabschnitt dann durch die Schere X abgeschnitten. Die Schleifmaschine S kann bei dieser Operation gleichzeitig die Funktion einer Transportanordnung übernehmen, da durch die Schleifoperatipn die Platte vorwärts bewegt -wird und dadurch die Papi#rbahnen in die Presse P hineingezogen werden, Sobald der nächste Abschnitt der Papierbahnen entr sprechend einer Tischlänge in der Presse liegt, er-folgt die nächste Pressung.
  • GegeAüber einem bereits bekannten Verfahren bestehen folgende Unt -schiede und Vorteile: . . er. - -. .
  • Bei diesem bekannten Verfahren wird der Papierr stapel während der halben Preßzeit vorgepreßt und nach Verschiebung um eine halbe Plattenlänge fertiggepreßt. Dieser Vorgang unterscheidet sich von dem im vorliegenden Verfahren beschriebenen in doppelter Hinsicht: 1. Bei diesem Preßvorgang wird die Härtung währ rend relativ langer Zeit bis zu einem relativ hohen Grad geführt, während bei dem vorliegend den Verfahren nur eine äußerst kurze Vorpressung erfolgt, bei der zwar die Oberfläche der vorgepreßten Kernschicht an Plastizität verliert, die -vorgepreßte Kernschicht jedoch bleibt, als Ganzes betrachtet, für den späteren eigentlichen Preßvorgang noch genügend plastisch.
  • 2. Der Zweck der Vorpressung ist bei dem bekannten Verfahren ein izrundsä#tzlich anderer, da es sich bei diesem Verfahren um die Herstellung von technischen Platten in größeren Längen als die Länge des Preßtisches handelt und nicht um die Herstellung von Kernen für Kunststoff-Dekorationsplatten, die in eimem zweiten Preßvorgang ohne Anwendung von Schutzpapier paarweise gepreßt werden können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche-1. Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Df,>korationspI4tten bei dem mehrere Lagen aus kunstharzgetränktem Natronpapier nut einem ebenfalls kunstharzgetränkten Dekorationspapier, gegebenenfalls einem überzugspapier, ün Warmpreßverfahren zusammen verpreßt werden, d a - durch gekennzeichnet, daß die Natronpapierlagen vor dem Verpressen mit dem Dekorationsp4pier zwischen zwei nichtgetränkte RohpApiere gelegt, gus diesem Paketeine Kernschicht gepreßt wird, wobei das Kunstharz in bekannter Weise nur angehärtet wird, und dann die Oberflächen der gepreßten Kernschicht beiderseits leicht abgeschliffen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Lagen der Kernschicht von Rollen abgezogen, abschnittsweise gepreßt und abgeschliffen und dann in die erforderlichen Längen geschnitten werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 663 200; USA.-Patentschrift Nr. 2 466 966; Mehdorn, Walter, »Kunstharzpreßstoffe und andere Kunststoffe«, 1949, S. 240 bis 244.
DER25595A 1959-05-23 1959-05-23 Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Dekorationsplatten Pending DE1212289B (de)

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Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2774629A1 (fr) * 1998-02-10 1999-08-13 Ahlstrom Paper Group Research Procede pour la realisation d'articles stratifies et feuilles stratifiees obtenues par la mise en oeuvre d'un tel procede

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE663200C (de) * 1938-08-01 Roemmler Akt Ges H Herstellung von Platten aus geschichteten, mit einem haertbaren Kunstharzbindemittelgetraenkten Stoffen
US2466966A (en) * 1944-07-07 1949-04-12 Briggs Mfg Co Method for making decorated laminated articles with contoured surfaces

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WO1999041075A1 (fr) * 1998-02-10 1999-08-19 Ahlstrom Paper Group Research And Competence Center Procede pour la realisation d'articles stratifies et feuilles stratifiees obtenues par la mise en oeuvre d'un tel procede

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