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DE1212162B - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit nach erfolgter Betaetigung magnetisch haftenden binaeren Koppelelementen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit nach erfolgter Betaetigung magnetisch haftenden binaeren Koppelelementen

Info

Publication number
DE1212162B
DE1212162B DET26694A DET0026694A DE1212162B DE 1212162 B DE1212162 B DE 1212162B DE T26694 A DET26694 A DE T26694A DE T0026694 A DET0026694 A DE T0026694A DE 1212162 B DE1212162 B DE 1212162B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling elements
connection
circuit arrangement
connection point
potential
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET26694A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Martin Hebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tenovis GmbH and Co KG
Original Assignee
Telefonbau und Normalzeit GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefonbau und Normalzeit GmbH filed Critical Telefonbau und Normalzeit GmbH
Priority to DET26694A priority Critical patent/DE1212162B/de
Publication of DE1212162B publication Critical patent/DE1212162B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0008Selecting arrangements using relay selectors in the switching stages
    • H04Q3/0012Selecting arrangements using relay selectors in the switching stages in which the relays are arranged in a matrix configuration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit nach erfolgter Betätigung magnetisch haftenden binären Koppelelementen In neuzeitlichen Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen verwendet man für den Verbindungsaufbau an Stelle von Wählern in immer größerem Umfange binäre Koppelelemente, die teils elektromechanisch, teils elektronisch arbeiten. Die Koppelpunkte sind dabei in den einzelnen Schalt-oder Koppelstufen einseitig vielfach geschaltet, und die Ausgänge der einzelnen Koppelstufen sind nach einer sogenannten Zwischenleitungsanordnung über Einzelkontakte mit den Eingängen der jeweils folgenden Koppelstufe verbunden.
  • Zur Durchschaltung der einzelnen Koppelpunkte können dabei Relais herkömmlicher Bauart, Kreuzschienenschalter oder auch Schutzgaskontakte steuernde Einrichtungen und Anordnungen Verwendung finden. Es ist auch bereits bekannt. an den Koppelpunkten elektronisch arbeitende Schaltmittel einzusetzen. wie Glimmröhren oder Dioden verschiedener Bauart.
  • Bei all diesen Einrichtungen ist es aber notwendig, daß zur Überführung des jeweiligen Koppelelementes von der Ruhe- in` die Arbeitslage, also von der Trenn- in die Durchschaltestellung und wieder zurück. ein aktives Schaltelement vorgesehen sein muß, das vielfach durch ein elektromagnetisch arbeitendes Relais dargestellt wird. Handelt es sich um elektronische Koppelelemente, so müssen von außen angreifende, gemeinsame Markierorgane die jeweilige Umschaltung bewirken.
  • Diese Umschaltung in den einzelnen Koppelstufen wird durch einen anrufenden Teilnehmer eingeleitet und für die einzelnen Koppelpunkte durch eine Wahlinformation in Form einer Einstellwahl gesteuert, während man gleichzeitig in den einzelnen Koppelstufen mit einer freien Suchwahl unter mehreren verfügbaren Koppelelementen ein zum betreffenden Zeitpunkt freies Koppelelement aussucht, um es in die Kette der Koppelelemente der aufzubauenden Verbindung einzubauen.
  • Durch Einhängen der rufenden oder gerufenen Anschlußstelle. die ein Fernsprechteilnehmer, ein Fernschreibteilnehmer oder aber auch ein Datenübertragungsgerät sein kann, muß die Verbindung wieder Getrennt werden, und die einzelnen Koppelpunkte stehen dann für weitere Verbindungsaufgaben wieder bereit.
  • Es ist also notwendig, daß nach erfolgter Durchschaltung der eine Verbindung aufbauenden Anschlußstelle zu der jeweils gewünschten Anschlußstelle ein Signal abgegeben wird, das entweder als Dauerstrom das Halten der betätigten Koppelelemente der aufgebauten Verbindung bewirkt oder das mit einer Abtasteinrichtung periodisch der den Verbindungsaufbau beherrschenden Stelle oder Einrichtung entnommen und in einem Speicher ausgewertet wird, der nun seinerseits das Halten der Verbindung bewirkt. Zu diesem Zweck haben die herkömmlichen Vermittlungsanlagen neben den eigentlichen Sprechadern und/oder Signalübertragungsadern weitere Adern, die ebenfalls durchgeschaltet werden und über die unter Bildung von Haltestromkreisen die Aufrechterhaltung der Verbindungsdurchschaltung in den einzelnen Koppelstufen durchgeführt wird bzw. am Ende einer Verbindung eine Auslösung der einzelnen Koppelstufen stattfindet. Zur Einspaiung derartiger zusätzlicher Adern in den einzelnen Koppelpunkten ist es auch schon bekannt, das Halte-und Kennzeichnungspotential auf die Sprechadern selbst zu verlegen, wodurch aber die Sprechübertra-Gung störend beeinflußt werden kann.
  • Es ist außerdem bereits bekannt, in einer zentralen Überwachungseinrichtung für jeden Koppelpunkt ein Kontrollschaltmittel vorzusehen, welches den Zustand des betreffenden Koppelpunktes kennzeichnet und bei weiteren Versuchen zum Verbindungsaufbau das jeweilige Freisein oder Freiwerden eines Koppelpunktes meldet und gegebenenfalls einen besonderen Vorgang für die Rückführung des betreffenden Koppelpunktes in dessen Ruhezustand veranlaßt.
  • Bei einem Verbindungsaufbau mit derartigen binären Schaltgliedern sind um so mehr Koppelstufen hintereinander anzuordnen je weniger Koppelelemente man einseitig vielfach schaltet. Die Kosten jedes Koppelpunktes zwingen zu einer Beschränkung in der Zahl der Vielfachpunkte, und damit treten bei derartigen Anordnungen sehr viele hintereinanderliegende Koppelstufen auf.
  • Wenn daher zur Aufrechterhaltung der Verbindung in einer Hilfsader Dauerstromkreise gebildet werden müssen, so ergibt sich ein recht erheblicher Stromverbrauch, da viele hintereinandergeschaltete Koppelpunkte über eine solche Ader gehalten werden müssen. Es ist deshalb bereits bekannt, an den einzelnen Koppelpunkten Durchschaltelemente mit Hafteigenschaften zu verwenden, die auf Grund eines einmaligen Anstoßes, z. B. durch die Remanenz des das betreffende Koppelglied betätigenden Magnetkreises, in der Arbeitslage bleiben. So sind schon Anordnungen bekannt, bei denen die Brückenmagnete von Kreuzschienenschaltern als Haftmagnete ausgebildet sind, so daß es nicht notwendig ist, für die Dauer der Verbindung die einzelnen Brückenmagnete der verschiedenen Schaltstufen mit einem Haltestrom zu versorgen. Auch die Verwendung von Schutzrohrkontakten mit Hafteigenschaften zur Durchschaltung von Koppelpunkten in Fernmeldevermittlungsanlagen ist bereits bekannt.
  • Werden derartige, magnetisch selbsthaftende Koppelelemente zur Verbindungsdurchschaltung verwendet, so ist es notwendig, am Ende der jeweiligen Verbindung eine Rückstellung dieser Koppelelemente in die Ruhelage vorzunehmen, und zwar durch nochmalige Ansteuerung der durchgeschalteten Koppelpunkte, da bei den bekannten Anordnungen nur auf diese Weise eine Gegenerregung der betreffenden Koppelelemente erfolgen kann, die die Rückstellung der mit Hafteigenschaften ausgerüsteten Koppelelemente in die Ruhelage herbeiführt. Die mit dem Aufbau eines neuen Markiervorganges am Ende einer Verbindung zusammenhängenden Schwierigkeiten haben dazu geführt, daß vielfach auf die Hafteigenschaft der Koppelelemente verzichtet wird und man trotz des Nachteiles des verhältnismäßig großen Stromverbrauches Haltestromkreise zum Halten der einzelnen durchgeschalteten Koppelpunkte vorsieht, deren Unterbrechung eine Rückstellung der einzelnen Koppelelemente in ihre Ausgangslage bewirkt.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen mit nach erfolgter Erregung magnetisch haftenden, binären Koppelelementen des jeweils aufzubauenden Verbindungsweges, deren Auswahl und Betätigung durch Markierungseinrichtungen erfolgt, die den Besetztzustand der zwischen den Koppelelementen verlaufenden Verbindungsleitungen überwachen, sowie die Bezeichnung der jeweils gewünschten Anschlußstelle oder Verkehrsrichtung vornehmen.
  • Die obenerwähnten Schwierigkeiten bekannter Anordnungen mit haftenden, binären Koppelelementen vermeidet die Erfindung dadurch, daß während der Dauer einer mehrere in Reihe geschaltete Koppelpunkte durchlaufenden Verbindung durch den Anschaltezustand der Anschlußstelle überwachende Schaltmittel an eine über die Koppelpunkte verlaufende Ader ohne Ausbildung eines Dauerstromkreises Sperrpotential angelegt wird und daß die verschiedenen über Auswahleinrichtungen der Markiereinrichtungen verlaufenden Betätigungs- und Rückstellstromkreise für die Koppelelemente über Sperrdioden derart an die das Sperrpotential führende Ader angeschaltet sind, daß eine wirksame Betätigung der durch die Markiereinrichtungen für eine weitere Verbindung ausgewählten Koppelelemente nur bei fehlendem Sperrpotential erfolgen kann.
  • Bei einer solchen Anordnung erkennt zweckmäßig ein in die Betätigungsstromkreise für die Koppelelemente geschaltetes Schaltmittel bei Anschaltung eines Sperrpotentials an die betreuenden Sromkreise den Besetztzustand der über die betreffenden Koppelelemente erreichbaren Verbindungs- oder Zwischenleitungen und meldet diesen in die in Anspruch genommene Markiereinrichtung zwecks Vornahme entsprechender Schaltmaßnahmen, die beispielsweise in einer Weiterschaltung der Markiereinrichtung auf die nächstmögliche Verbindungsmöglichkeit bestehen können.
  • Die Rückstellung der haftenden binären Koppelelemente beim Einhängen des rufenden Teilnehmers kann beispielsweise durch das Schaltmittel der Aushängeüberwachung erfolgen, das zu diesem Zweck in die das Sperrpotential führende Ader einen Auslösestromstoß, vornehmlich in Form eines Induktionsstoßes, mit solchem Potential gibt, daß zumindest die die jeweilige Einspeisestelle dieses Induktionsstoßes eingrenzenden Koppelelemente (Brückenmagnete) ausgelöst werden.
  • Es ist bei dieser Anordnung nicht notwendig, daß alle haftenden binären Koppelelemente am Ende der Verbindung in ihren Ausgangszustand zurückkehren, da das Besetztsein oder Freisein der einzelnen Koppelpunkte durch das Fehlen oder Vorhandensein des obenerwähnten Sperrpotentials in die Markiereinrichtung gemeldet wird. Die Koppelelemente derjenigen Koppelstufen, die am Ende einer Verbindung nicht ausgelöst werden, werden dann zu Beginn einer neuen Verbindung erst in ihre Ausgangslage gebracht, um aus dieser heraus neu eingestellt zu werden.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 das Schema einer mehrstufigen Koppeleinrichtung einer Fernsprechvermittlungsanlage und F i g. 2 eine Schaltungseinzelheit aus der Anordnung nach F i g. 1.
  • Die Durchschaltung einer Anschlußstelle, also eines Teilnehmers T1 zu einem gerufenen Teilnehmer T2 in F i g. 1 erfolgt über zwei Vorwahlstufen IAS und IIAS sowie drei Gruppenwahlstufen IGW, II GW, III GW und eine Leitungswählerstufe LW. Der anrufende Teilnehmer T1 wird dabei über ein Speise- und Impulsrelais A zwischen der Koppelstufe IIAS und der Koppelstufe IGW gespeist, während die Speisung und damit auch die Aushänge- und Einhängeüberwachung des gerufenen Teilnehmers T 2 über ein Relais Y in der Leitungswählerstufe LW erfolgt. In bekannter Weise sind den einzelnen Teilnehmern Teilnehmerrelais T zugeordnet, von denen lediglich das Relais T des Teilnehmers T 2 in der Schaltung nach F i g. 1 angedeutet ist. Dieses schaltet beim Aushängen des Teilnehmers mit seinen Kontakten t1 und t2 die Sprechadern durch.
  • Als Koppelelemente in den Koppelstufen IAS bis LW dienen Kreuzschienenschalter einer Ausführungsform, wie sie z. B. in der deutschen Auslegeschrift 1145 234 gezeigt ist. In F i g. 1 dieser Auslegeschrift ist ein solcher Kreuzschienenschalter in Seitenansicht und in F i g. 2 in Draufsicht und Schnitt dargestellt, bei dem es genügt, den Brückenmagneten lediglich neu zu erregen, worauf sich selbsttätig die Rückstellung der Kontakte der betreffenden Reihe oder Brücke in die jeweilige Ruhelage vollzieht. Diese Brückenmagnete, die also als haftende Schaltglieder ausgebildet sind, sind in den einzelnen Koppelstufen in F i g. 1 mit 1 B bis 6B bezeichnet. Diese Magnete 1B bis 6B sind den einzelnen Brücken eines Koordinatenschalters zugeordnet, während sie bei einer matrizenförmigen Ausbildung der einzelnen Koppelfelder beispielsweise die Durchschaltung der Spaltenleitungen beherrschen. Die Markierung der sonstigen Bezugspunkte in den einzelnen Koordinatenschaltern oder Schaltmatrizen, die nicht mit haftenden Koppelelementen arbeiten, sind im Ausführungsbeispiel der Zeichnung nicht wiedergegeben, da sich die Erfindung lediglich mit der zweckmäßigen Ausbildung der Sperr- und Auslöseschaltkreise in Schalteinrichtungen der vorausgesetzten Art befaßt.
  • In dem gezeigten Beispiel ist außerdem angenommen, daß im Speiserelaissatz des rufenden Teilnehmers T l, also z. B. im I GW, das Speise- und Impulsrelais A vorgesehen ist, das zur Aushängeüberwachung ein verzögertes Relais V betätigt. Dieses unterscheidet, wie es in Schleifensystemen allgemein üblich ist, die Schleifenunterbrechung beim Einhängen des Teilnehmers von den kurzen impulsweisen Unterbrechungen bei der Durchgabe von Einstellimpulsen. Außerdem ist über alle Schaltstellen durchlaufend eine Besetztkennzeichnungsleitung oder Ader c vorgesehen, und an diese wird durch Kontakte v 1 und v 2 nach Ansprechen des Relais V das Besetztpotential angeschaltet, das über Dioden Di 1 bis Di 6 den einzelnen Markierpunkten zugeführt wird, um den jeweiligen Besetztzustand eines angesteuerten Koppelpunktes zumarkieren. Dieses Besetztpotential liegt beispielsweise in der Größenordnung von -60 V, das über niederohmige Widerstände Wil und Wi2 an die Ader c angeschaltet wird.
  • Zur Speisung des gerufenen Teilnehmers dient das Relais Y, das somit auch das Einhängen dieses Teilnehmers überwacht und in einer noch zu beschreibenden Weise mit Hilfe zweier Relais Z und W die Freischaltung des Teilnehmers bewirkt, und zwar auch dann, wenn über den Kontakt v 2 noch Sperrpotential an die Ader c angeschaltet ist.
  • Diese Ader c zur Besetztkennzeichnung der einzelnen Koppelpunkte führt, wie F i g. 1 zeigt, zu allen für die Auslösung in Frage kommenden Brückenmagneten 1B bis 6B, und zwar über jeweils eine Entkopplungsdiode Di 1 bis Di 6. Über diese Diode ist sie sowohl mit den Eingangsklemmen der entsprechenden Magnete 1B bis 6B als auch mit den Ausgängen der Markierschalter nil bis m6 verbunden.
  • Wird eine Verbindung zwischen den Teilnehmern T 1 und T 2 durch Einhängen des Hörers an der Teilnehmerstelle T1 ausgelöst, so fällt mit dem Relais A auch das Relais V ab, und durch Umlegen der Kontakte v 1 und v 2 wird das Besetztpotential von der Kette der Brückenmagnete und der Besetztkennzeichnungsleitung c abgetrennt. Die in ihre Ruhelage zurückkehrenden Kontakte v 1 und v 2 schalten über einen übertrager ü1 einen einmaligen Gleichstrominduktionsstoß an die noch durchgeschaltete Ader c, der über die Dioden Di 1 bis D16 je nach der Konstruktion des verwendeten Kreuzschienenschalters entweder durch Gegenerregung oder durch einfache nochmalige Erregung die Auslösung der Brückenmagnete bewirkt. Die Erzeugung des Auslösestromstoßes auf der Ader c kann selbstverständlich auch durch eine Kondensatorentladung bewirkt werden, wozu es lediglich notwendig ist, den Kondensator durch einen Kontakt des Relais F aufzuladen und über die Ader c beim Abfallen des Relais V zu entladen. Da die Freigabe der einzelnen Koppelkontakte der Aberregung der Magnete 1B bis 6B nachfolgt, besteht keine Gefahr, daß ein Magnet unausgelöst bleibt. Würde dies aber eintreten, so kann er gleichwohl durch die Markierschalter ni 1 bis m 6 für einen neuen Verbindungsaufbau neu markiert werden, da er nicht mehr mit Sperrpotential versehen ist, das durch Umlegen der Kontakte v 1 und v 2 von der durchgeschalteten Ader c weggenommen wird. Es kann in manchen Vermittlungsanordnungen geradezu erwünscht sein, daß nur der den Kontakten v1 und v2 jeweils benachbarte nächste Brückenmagnet ausgelöst wird und die Resteinstellung des sonstigen Verbindungsteiles bestehen bleibt.
  • Gefordert aber muß in jedem Fall werden, daß die letzte Verbindungsstufe freigeschaltet wird, damit der gerufene Teilnehmer erneut belegungsfähig ist. Dies erfolgt beim Einhängen des Teilnehmers T2 durch Aberregung des Speicherrelais Y, das bei seinem Aushängen über einen Kontakt b des Brückenmagneten 6B sowie W 1 und y das Relais Z erregt hat. Dieses hält sich für die Dauer des Gespräches über seinen Kontakt z1 selbst, während beim Abfallen des Relais Y über den Kontakt z 2 ein Thermorelais Th aufgeheizt wird. Nach erfolgter Aufheizung schaltet der Thermokontakt th das Relais W ein, das zunächst über den Kontakt b des Brückenmagneten 6B und seinen eigenen Kontakt w1 gehalten bleibt.
  • Ein in der Besetztkennzeichnungsleitung c liegender Umschaltekontakt w2 bewirkt in ähnlicher Weise wie die Kontakte v 1 und v 2 die Abgabe eines Auslösestromstoßes, so daß einerseits der Brückenmagnet 6B wieder freigeschaltet und andererseits auch das Relais W aberregt wird, das im Ausführungsbeispiel ebenfalls als Haftrelais .ausgebildet ist; damit ist der Teilnehmer wieder frei und kann durch einen neuen Verbindungsaufbau wieder erreicht werden.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 ist der Markierer so ausgebildet, daß er vor der Beanspruchung der Schaltstufen und der jeweiligen Brückenmagnete zum Einbau in eine neue Verbindung prüft, ob erstens der durchzuschaltende Koppelpunkt nicht besetzt ist und, wenn er frei ist, zweitens feststellt, ob er nicht noch durch eine vorangehende Verbindung eingestellt, jedoch bereits freigegeben ist. Im letzteren Fall wird ein kurzer Rückstellimpuls auf den betreifenden Brückenmagneten gegeben, so daß er nunmehr für eine neue Einstellung zur Verfügung steht.
  • Wie im einzelnen der Markierstromkreis ausgebildet sein muß, um die erwähnte Aufgabe erfüllen zu können, richtet sich nach der Art des jeweiligen Koppelgliedes, wobei in F i g. 2 für einen Sonderfall ein Vorschlag für die Ausbildung des Markierers wiedergegeben ist.
  • Es ist dabei davon ausgegangen, daß der Markierer zur Einschaltung der Brückenmagnete 1B bis 6B über die entsprechenden Markierschalter »il bis m6 Erdpotential über ein Relais Pw mit einem Widerstandswert von etwa 400 Ohm anlegt. Wird nun der jeweilige Brückenmagnet B durch kein Sperrpotential als besetzt gekennzeichnet, befinden sich also die Kontakte v 1 und v 2 in F i g. 1 in ihrer jeweiligen Ruhelage, so kann das unempfindliche Relais Pw nicht ansprechen, während der betreffende Brückenmagnet B eingeschaltet wird und die Kontakte des jeweils markierten Koppelpunktes durchschaltet. Ist dieser in einer Resteinstellung, die auch für die neue Verbindung verwendbar ist, noch durchgeschaltet, so kann der betreffende Brückenmagnet B erregt bleiben, und der betreffende Koppelpunkt wird nunmehr in die neue Verbindung eingebaut.
  • Ist aber der Brückenmagnet B durch ein vom Kontakt v 1 oder v 2 über eine der Dioden Di 1 bis Di 6 angelegtes Sperrpotential noch gesperrt, so bleibt er beim Schließen der einzelnen Markierschalter ml bis m6 unbeeinflußt. Nunmehr spricht aber das Relais Pw an und meldet über seinen Kontakt pw2 dem Markierer den Belegungszustand des betreffenden Koppelpunktes. Ist eine freie Auswahl vorzunehmen, so veranlaßt dadurch das Relais Pw über den Kontakt pw2 eine Weiterschaltung des Markierers zu einem noch nicht gesperrten Koppelpunkt. Die Einschaltung eines Widerstandes von etwa 3000 Ohm vermindert die Stromstärke im jeweiligen Sperrstromkreis.
  • Die vorstehende Beschreibung stützt sich zum leichteren Verständnis auf bekannte elektromagnetische Koppler, die entweder mit gemeinsamen Brücken arbeiten oder als Relaismatrizen in Zeilen-und Spaltenanordnungen ausgebildet sind. Im letzteren Falle entspricht jeder Stufe der Betätigung und Aberregung des Brückenmagneten die Anschaltung der Vielfachseite der Koppelrelais einer solchen Matrize.
  • Statt der besonderen Ader C zur Besetztkennzeichnung kann auch eine der Sprechadern verwendet werden, wenn man beispielsweise den aufprüfenden Markierschalter über eine Glimmröhre oder Zenerdiode prüfen läßt, wie dies im zweiadrigen Verbindungsverkehr bereits bekannt ist. Diese Dioden liegen an der gleichen Stelle wie der in F i g.1 jeweils gezeigte Gleichrichter Di 1 bis Di 6. In diesem Falle muß eine Prüfung vorausgeschickt werden, ehe der Markierer das Koppelglied im Sinne der Auslösung und Neubelegung beeinfiußt. Diese Prüfung darf den Sprechstromkreis nicht stören, so daß die Vorschaltung der erwähnten Glimmröhre oder Zenerdiode notwendig ist.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen mit nach erfolgter Erregung magnetisch haftenden, binären Koppelelementen des aufzubauenden Verbindungsweges, deren Auswahl und Betätigung durch Markiereinrichtungen erfolgt, die den Besetztzustand der zwischen den Koppelelementen verlaufenden Verbindungsleitungen überwachen, sowie die Bezeichnung der jeweils gewünschten Anschlußstelle oder Verkehrsrichtung vornehmen, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß während der Dauer einer mehrere in Reihe geschaltete Koppelpunkte durchlaufenden Verbindung durch den Anschaltezustand der Anschlußstelle (T1) überwachende Schaltmittel (V) an eine über die Koppelpunkte verlaufende Ader (c) ohne Ausbildung eines Dauerstromkreises Sperrpotential (-60 Volt) angelegt wird und daß die verschiedenen über Auswahleinrichtungen (m1 bis m ö) der Markiereinrichtungen verlaufenden Betätigungs- und Rückstellstromkreise für die Koppelelemente (1B bis 6B) über Sperrdioden (Dil bis Di6) derart an die das Sperrpotential führende Ader angeschaltet sind, daß eine wirksame Betätigung der durch die Markiereinrichtungen für eine weitere Verbindung ausgewählten Koppelelemente nur bei fehlendem Sperrpotential erfolgen kann.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein in die Betätigungsstromkreise für die Koppelelemente geschaltetes Schaltmittel (Pw) bei Anschaltung eines Sperrpotentials an die betreffenden Stromkreise den Besetztzustand der über die betreffenden Koppelelemente erreichbaren Verbindungs- oder Zwischenleitungen erkennt und diesen in die in Anspruch genommene Markiereinrichtung zwecks Vornahme entsprechender Schaltmaßnahmen meldet.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Verbindung beim Einhängen der rufenden Anschlußstelle (T1) durch das Schaltmittel (V) der Aushängeüberwachung in die das Sperrpotential führende Ader (c) ein Auslösestromstoß, vornehmlich in Form eines Induktionsstoßes, mit solchem Potential gegeben wird, daß mindestens die die jeweilige Einspeisestelle eingrenzenden Koppelelemente (Brückenmagnete 2B, 3B) ausgelöst werden.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Auslösestromstoß sämtliche in Reihe liegenden Brückenmagnete (1B bis 6B) ausgelöst werden.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Freischaltung einer gerufenen Anschlußstelle Schaltmittel (Z, W) vorgesehen sind, welche bei Blockierung dieser Anschlußstelle durch die rufende Anschlußstelle (T1) das die Anschlußstelle (T2) sperrende Besetztpotential abtrennen.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel vorgesehen sind, welche die Freischaltung einer gerufenen Anschlußstelle nach der Abtrennung der Anschlußleitung in Abhängigkeit von einer Verzögerungszeit durchführen.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösestromstoß als Gleichstrominduktionsstoß oder Kondensatorentladungsstoß gegeben wird.
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