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DE1212033B - Verfahren zum reibechten Umfaerben von Bezugsstoffen auf Unterlagen - Google Patents

Verfahren zum reibechten Umfaerben von Bezugsstoffen auf Unterlagen

Info

Publication number
DE1212033B
DE1212033B DEB70675A DEB0070675A DE1212033B DE 1212033 B DE1212033 B DE 1212033B DE B70675 A DEB70675 A DE B70675A DE B0070675 A DEB0070675 A DE B0070675A DE 1212033 B DE1212033 B DE 1212033B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubbing
dyes
upholstery fabrics
documents
treated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB70675A
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Wilhelm Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB70675A priority Critical patent/DE1212033B/de
Publication of DE1212033B publication Critical patent/DE1212033B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/52General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing synthetic macromolecular substances
    • D06P1/5207Macromolecular compounds obtained by reactions involving only carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06P1/525Polymers of unsaturated carboxylic acids or functional derivatives thereof
    • D06P1/5257(Meth)acrylic acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum reibechten Umfärben von Bezugsstoffen auf Unterlagen Häufig besteht der Wunsch, Bezugsstoffen, beispielsweise solchen an Wänden, auf Tischplatten und besonders auf Polstern, eine andere Färbung zu geben. Während sich loses Textilgut auf einfache Weise durch Anwendung der üblichen Färbeverfahren umfärben läßt, ist dieser Weg für Bezugsstoffe, die auf Unterlagen befestigt sind, im allgemeinen unrentabel. Die Bezugsstoffe müssen nämlich dazu von ihrer Unterlage abgelöst, gefärbt und dann wieder befestigt werden.
  • Eine weitere Schwierigkeit, die sich dem Umfärben von Bezugsstoffen entgegenstellt, ergibt sich aus den hohen Anforderungen an die Reibechtheit der Färbungen, vor allem, wenn es sich um die Behandlung von Polsterbezugsstoffen handelt. Bisher hatte man keine Möglichkeit, diese Forderung ohne Abtrennen der Bezugsstoffe zu erfüllen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die obengenannten Schwierigkeiten umgehen und Bezugsstoffe auf ihren Unterlagen auf sehr einfache Weise reibecht umfärben kann, wenn man das Behandlungsgut zunächst mit heißen wäßrigen Lösungen von das Behandlungsgut anfärbenden Farbstoffen tränkt, es nach dem Trocknen der Farbstofflösungen mit wäßrigen Dispersionen von Mischpolymerisaten aus 1 bis 25 0lo eines N-Methylolamids einer Acrylsäure und 99 bis 7501o einer oder mehrerer anderer polymerisierbarer Verbindungen tränkt und es erneut trocknen läßt.
  • Die für das vorliegende Verfahren verwendeten Farbstoffe werden in bekannter Weise im Hinblick auf das zu färbende Material und den gewünschten Farbton ausgewählt. In Betracht kommen beispielsweise substantive Farbstoffe, basische Farbstoffe, Säurefarbstoffe, Metallkomplexfarbstoffe, Halbwollfarbstoffe, Dispersionsfarbstoffe und Reaktionsfarbstoffe. Auch Mischungen von Farbstoffen der genannten Art können verwendet werden. Da es sich im allgemeinen darum handelt, kleinere Flächen umzufärben, bewähren sich sehr gut Farbstoffe, die in Form von Haushaltspackungen im Handel sind.
  • Die Farbstoffe werden als heiße wäßrige Lösungen auf das umzufärbende Gut aufgebracht, beispielsweise durch Aufsprühen oder vorzugsweise durch Aufstreichen. Unter »heiß« ist .dabei eine Temperatur von ungefähr 60 bis 100° C zu verstehen. Die Trocknung des imprägnierten Gutes kann durch Stehenlassen an der Luft bewirkt werden; man kann es aber auch auf andere. Weise, z. B. durch Warmluft, Infrarotstrahlung oder Kontaktwärme, trocknen.
  • Die verwendeten Mischpolymerisate sind aus Monomerengemischen hergestellt, die als N-Methylolamid einer Acrylsäure, beispielsweise N-Methylolacrylamid oder N-Metbylolmethacrylamid, neben einer oder mehreren anderen polymerisierbaren Verbindungen enthalten. Zu diesen anderen polymerisierbaren Verbindungen gehören besonders die Ester der Acrylsäure, z. B. Acrylsäuremethylester oder Acrylsäurebutylester. Besonders günstig ist die Verwendung solcher Mischpolymerisate, die durch das Verfahren der deutschen Auslegeschrift 1047 431 erhalten werden.
  • Die Mischpolymerisate werden in wäßriger Dispersion angewandt. Dabei hat sich ein Gehalt zwischen 80 und 200 g Mischpolymerisat auf 1 1 Dispersion besonders bewährt, doch eignen sich auch niedrigere oder höhere Konzentrationen. Besonders vorteilhaft ist es, die Mischpolymerisat-Dispersionen vor dem Auftragen auf mäßige Temperatur, z. B. auf ungefähr 25 bis 40° C zu erwärmen. Die Dispersionen werden in üblicher Weise, beispielsweise durch Sprühen oder Streichen, auf das Behandlungsgut gebracht.
  • Man kann den Dispersionen saure Härtungskatalysatoren, beispielsweise mittelstarke organische Säuren, wie Ameisensäuren und Essigsäure, oder mit saurer Reaktion lösliche Salze, beispielsweise Salze aus starken Säuren und schwachen Basen in den für diese Zwecke üblichen Mengen zusetzen. Wenn jedoch die Farbstofflösungen, wie häufig üblich, freie Säuren enthalten, ist es nicht erforderlich, die Polymerisatdispersionen mit .einem Katalysator zu versetzen.
  • Das imprägnierte Behandlungsgut wird schließlich auf beliebige Art, vorzugsweise durch Stehenlassen an der Luft getrocknet.
  • Es ist aus der deutschen Auslegeschrift 1. 108178 ein Verfahren bekannt, bei dem man die Reibechtheit von Färbungen und Drucke mit Küpen-, Diazotierungs - und Pigmentfarbstoffen auf Textilgut aus Cellulose und ihren Mischungen mit synthetischen Fasern verbessern kann, indem man das Textilgut mit Dispersionen der obengenannten Mischpolymerisate behandelt. Wesentlich für die Wirksamkeit des bekannten Verfahrens ist es, daß man das so behandelte Textilgut einer Wärmeeinwirkung bei mindestens 120° C, vorzugsweise bei 140 bis 150° C unterwirft. Demgegenüber war nicht zu erwarten, daß das vorliegende Verfahren ohne eine solche Wärmeeinwirkung die für Bezugsstoffe erforderliche Reibechtheit zu erzielen gestattet. B ei@spiel Ein auf eine Couch aufgezogener gelber Bezugsstoff aus Halbwolle wurde wie folgt auf einen Anthrazitton umgefärbt: Eine Farbstofösung wurde hergestellt, indem ein handelsüblicher schwarzer Textilfarbstoff für Haushaltszwecke in der vorgeschriebenen Menge Wasser von 90° C gelöst und die Lösung mit wenig Essigsäure angesäuert wurde. Die Lösung wurde auf 90° C gehalten und mit einem Pinsel auf das umzufärbende Gewebe gebracht. Das eingefärbte Gut wurde bei normaler Temperatur an .der Luft getrocknet. Das trockene Gewebe wurde dann mit einer auf 30° C .erwärmten wäßrigen Dispersion eines Mischpolymerisats aus 95 Teilen Acrylsäurebutylester und 5 Teilen N-Methylolmethacrylamid, die 80 g Polymerisat je Liter enthielt, mit einem Pinsel bestrichen. Nach dem Trocknen der Polymerisatdispersion war das Gewebe reibecht umgefärbt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zum reibechten Umfärben von Bezugsstoffen auf Unterlagen, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß man das Behandlungsgut zunächst mit heißen wäßrigen Lösungen von das Behandlungsgut anfärbenden Farbstoffen tränkt, es nach dem Trocknen der Farbstofflösungen mit wäßrigen Dispersionen von Mischpolymerisaten aus 1 bis 25 % eines N-Methylolamids einer Acrylsäure und 99 bis 7511/o einer oder mehrerer anderer polymerisierbarer Verbindungen tränkt und es erneut trocknen läßt.
DEB70675A 1963-02-09 1963-02-09 Verfahren zum reibechten Umfaerben von Bezugsstoffen auf Unterlagen Pending DE1212033B (de)

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