DE1211759B - Formsandschleudermaschine - Google Patents
FormsandschleudermaschineInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C15/00—Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
- B22C15/20—Compacting by centrifugal forces only, e.g. in sand slingers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Casting Devices For Molds (AREA)
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 3Ib-Il
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1211759
K38543VI a/31b
26. August 1959
3. März 1966
K38543VI a/31b
26. August 1959
3. März 1966
Die Erfindung betrifft eine Sandschleudermaschine zum Einfüllen von Formsand od. dgl. in eine auf
einem horizontal drehbaren Drehtisch stehende Gießform, insbesondere zum Gießen von Stahlwerkskokillen, mit einem über dieser beweglich angeordneten
Schleuderradkopf.
Das Verdichten des Formsandes in Formkästen oder Kernkästen kann nach bekannten Verfahren
durch Stampfen, Pressen und bzw. oder Rütteln bewirkt werden. Es sind ferner sogenannte Schleuderanlagen
bekannt, bei denen der Formsand mittels eines Schleuderrades verdichtet wird; hierbei wird
die dem Formsand erteilte hohe kinetische Energie in Verfestigungsarbeit umgewandelt. Bei den bekannten
Schleuderanlagen, deren Schleuderräder in führbaren und verstellbaren Schleuderradköpfen
untergebracht sind, werden die Formkästen mittels Transportbändern oder Drehtischen in den Wirkungsbereich
des Schleuderradkopfes gebracht, und der Schleuderradkopf wird während des Schleuderns
manuell oder mechanisch über dem Formkasten hin- und herbewegt. Die Transportbänder bzw. Drehtische
dienen bei den bekannten Schleuderanlagen lediglich dazu, die Formkästen an den Schleuderradkopf heranzubringen
und stehen während des Einbringens des Formsands durch den hin- und hergeführten
Schleuderradkopf still.
Für die serienmäßige Herstellung von unter sich deichen Formen wurde ferner eine programmgesteuerte
Schleuderradformmaschine vorgeschlagen, die insbesondere für großflächige Formen in Betracht
kommt. Bei dieser bekannten Schleuderradformmaschine sind die Bewegungen des Schleuderkopfes
selbsttätig zu steuern, indem ein auf einer Schablone ablaufender Taster seine Impulse auf die hydraulische
Steuereinrichtung des Schleuderkopfes überträgt.
Bei Form- bzw. Kernkästen mit schmalen tiefen Spalten, die z. B. bei Stahlwerkskokillen über 2 m
tief sein können, ist es mit den bekannten Schleuderanlagen ohne besondere Vorkehrungen kaum
möglich, eine gleichmäßige Füllung der Form und Verdichtung des Formsandes zu erreichen,- Ein befriedigendes
Ergebnis ist nur bei Handsteuerung des Schleuderradkopfes durch erfahrenes Personal zu
erzielen. Das Ausschleudern von komplizierten Formen stellt hohe Anforderungen an das Bedienungspersonal,
um den Schleuderradkopf so zu führen, daß sich überall, gleichmäßige Verdichtung des Formsandes
ergibt. In Betrieben mit rasch wechselnden Programmen ergeben sich daher beim Schleudern
mit den bekannten Anlagen erhebliche Schwierig- t ormsandschleudermaschine
Anmelder:
Badische Maschinenfabrik A. G. Seboldwerk,
Karlsruhe-Durlach, Seboldstr. 1
Als Erfinder benannt:
Josef Maßmann,
Günter Kirsch,
Heribert Wissmann, Troisdorf (Bez. Köln)
keiten. Bei einer programmgesteuerten Schleuderanlage
tritt außerdem die Schwierigkeit auf, daß der Arbeitsablauf schon durch kleine Störungen und
Verzögerungen außer Tritt geraten kann.
Der Erfindung ist die Aufgabe gestellt, eine Schleuderanlage zu schaffen, die gleichmäßiges Einfüllen
und gleichmäßige Verdichtung des Formsandes auch bei Formen mit schmalen und tiefen Spalten
in selbsttätiger Arbeitsweise ohne Einsatz geschulten Bedienungspersonals ermöglicht. Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß mit einer Schleuderanlage zum Einfüllen von Formsand od. dgl. in eine
auf einem horizontal drehbaren Drehtisch stehende Form mit einem über dieser beweglich angeordneten
Gchleuderradkopf gelöst durch eine im wesentlichen aus einer mit der Form rotierenden Schablone
und einem mit dem Schleuderradkopf verbundenen A bereif organ bestehende Folgeeinrichtung, die den
Schleuderradkopf selbsttätig in einem bestimmbaren Abstand vom Rand der auf der Drehachse des Drehtisches
mit diesem rotierenden Form hält. Die Relativbewegung des Schleuderradkopfes zum Formkasten
kommt somit erfindungsgemäß durch das Zusammenwirken von zwei Bewegungskomponenten
zustande, nämlich der Drehbewegung der Form auf dem Drehtisch und der von dieser gesteuerten Hinr,r,d
Herbewegung des Schleuderradkopfes. Durch diese Maßnahme gelingt es, den Schleuderradkopf
genau über dem auszuschleudernden Spalt zwischen Kern und Modell bzw. zwischen Modell und Formkasten
mittig zu zentrieren, wobei sich als weiterer Vorteil ergibt, daß die Anlage praktisch wartungsfrei
arbeitet.
-o Die mit der Form rotierende Schablone besteht
zweckmäßig aus einem dem Grundriß der Form bzw. der Linienführung des auszuschleudernden Zwi-
€09 510 D3
schenraumes formähnlichen im Querschnitt rechtwinkligen Winkelblech, das mit einem Schenkel auf
dem oberen Rand der Form befestigt ist.
Das Abgreiforgan kann beispielsweise aus zwei an der Unterseite eines mit dem Schleuderradkopf
verbundenen Armes horizontal drehbeweglich gelagerten Rollen bestehen, die während des Schleudervorganges
auf beiden Seiten des zwischen ihnen mit der Form rotierenden senkrechten nach oben
ragenden Schenkels des als Schablone dienenden Winkelbleches abrollen.
Die Übertragung der von dem Abgreiforgan an der Schablone abgenommenen Führungskräfte auf
den Schleuderradkopf kann auf verschiedene Weise, z. B. mechanisch, hydraulisch bzw. pneumatisch oder
elektrisch erfolgen. Bei ausreichend steifer Ausbildung der Schablone und des Abgreiforgans kann
die Führung des Schleuderradkopfes selbstverständlich mechanisch unmittelbar über ein starres Gestänge
erfolgen. In vielen Fällen wird jedoch eine Fühlersteuerung vorzuziehen sein, bei der am
Schleuderradkopf ein Taster vorgesehen ist, der gleitend oder rollend, z. B. unter Federdruck, an der
Schablone anliegt, wobei nach Erreichen eines gewissen Mindestdruckes zwischen Taster und Schablone,
der sich durch die von der Schablonenform abhängige Bewegung einstellt, eine gleichfalls am
Schleuderradkopf angebrachte Vorrichtung ausgelöst wird, die den Schleuderradkopf so steuert, daß ein
immer gleichmäßiger Abstand zur Modellwand gewährleistet wird. Wird infolge des Abweichens des
drehbar angeordneten Form- oder Kernkastens von der Kreisform eine Unterbrechung des Kontaktes
zwischen Taster und Führungsschablone hervorgerufen, so wird infolge der aufhörenden Druckwirkung
ein hydraulischer, mechanischer oder elektrischer Steuermechanismus ausgelöst, der den Taster
in Richtung auf die Schablone zurücklenkt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der
beigefügten Zeichnungen, in welchen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt
ist. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Schleuderanlage in Seitenansicht,
Fi g. 2 dieselbe in Draufsicht,
F i g. 3 einen Horizontalschnitt längs der Schnittlinie A-A in F i g. 1,
F i g. 4 einen Teil des Schleuderradkopfes mit der Rollenführung und der Form in Seitenansicht bzw.
im Vertikalschnitt,
F i g. 5 zwei Stellungen eines ellipsoiden Formkastens
während der Drehbewegung des Drehtisches in Draufsicht.
Die schematische Darstellung zeigt eine Schleuderanlage, wobei der Formsand von einem nicht
dargestellten Transportband kommend über den Einlauftrichter α über das Transportband δ, den Einlauftrichter
c und das Transportband d dem Schleuderkopf 6 zugeführt wird. Hier erfährt der Sand
durch die umlaufende Schaufel die zum Schleudern erforderliche Beschleunigung. Als Antrieb für die
im Schleuderkopf 6 umlaufende Schaufel dient der Elektromotor e, während mit / ein stufenlos regelbarer
Antrieb des Drehtisches 4 bezeichnet ist.
Der Formkasten 1 mit dem Modell 2 und dem Kernträger 3 stehen auf der Drehscheibe 4, deren
Drehzahl in einem bestimmten Bereich stufenlos geregelt werden kann. Auf den Formkasten 1 ist eine
Schablone 5 aufgesetzt, an welcher sich ein Taster 10 der am Schleuderkopf 6 angebauten hydraulischen
Steuereinrichtung 7 abwälzt.
Über dem auf der rotierenden Drehscheibe stehenden Formkasten 1 mit dem Modell 2 und dem Kernträger 3 wird der Schleuderkopf 6 durch den von
der Schablone 5 über die Steuereinrichtung 7 vorgegebenen Weg so geführt, daß die Zwischenräume
8 und 9 durch die mit einer bestimmten Umlaufgeschwindigkeit arbeitende Schaufel des Schleuderkopfes
6 mit Formsand vollgeschleudert werden.
Die Schablone 5 ist als Doppelschablone so ausgeführt, daß sie für das Füllen beider Zwischenräume
8 und 9 benutzt werden kann.
Der Schleuderkopf 6 weist bei der Ausführungsform gemäß F i g. 4 einen starren Arm 11 auf, an
dem über die Achsstummel 11 α und 11 b die beiden Rollen 12 α und 12 b drehbar befestigt sind. Die
Rolle 12 α greift auf der einen und die Rolle 12 b
auf der anderen Seite der Führungsschablone 5 an und bewirkt eine sichere Führung des Schleuderkopfes
6 in gleichförmigem Abstand von der Schablone, so daß der zu schleudernde Sand mittig in
den Spalt zwischen Modell 2 und Kern 3 aufgegeben wird.
In Fig.5 ist ebenfalls, wie in Fig. 4, lediglich
die Schablone 5 zum Ausschleudern des Zwischenraumes zwischen Modell 2 und Kern 3 angedeutet,
während die entsprechende Schablone zur Füllung des Zwischenraumes zwischen Formkasten 1 und
Modell aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassen wurde. Der Form- und Kernkasten ist um den
Mittelpunkt M des Ellipsoids drehbar gelagert, wobei in der Figur zwei extreme Stellungen angedeutet
sind, von denen die eine gestrichelt und die andere voll ausgezogen veranschaulicht ist. Der Einfachheit
halber ist das Winkelgelenk, welches den Schleuderkopf hält, nicht veranschaulicht. Wie man aus Fi g. 5
ersieht, befindet sich der Schleuderkopf im Laufe des Bewegungshubs zunächst an einer Stelle 6 α, um
dann bei einer weiteren Drehung in die Stellung 6 b überzugehen. In beiden Fällen ist wiederum gewährleistet,
daß der Schleuderkopf mittig in dem Spalt zwischen Modell 2 und Kern gehalten wird.
Der Schleuderkopf 6 führt also neben einer tangentialen Bewegung gleichzeitig eine quergerichtete Bewegung
aus, wobei sein Abstand vom Mittelpunkt M sich ändert.
Claims (3)
1. Schleuderanlage zum Einfüllen von Formsand od. dgl. in eine auf einem horizontal drehbaren
Drehtisch stehende Form, insbesondere zum Gießen von Stahlwerkskokillen, mit einem
über dieser beweglich angeordneten Schleuderradkopf, gekennzeichnet durch eine den
Schleuderradkopf (6) selbsttätig in einem bestimmbaren Abstand vom Rand der auf der
Drehachse des Drehtisches (4) mit diesem rotierenden Form (1) haltende Folgeeinrichtung, die
im wesentlichen aus einer mit der Form rotierenden Schablone (5) und einem mit dem Schleuderradkopf
verbundenen Abgreiforgan (10) besteht.
2. Schleuderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone aus einem
dem Grundriß der Form bzw. der Linienführung des auszuschleudernden Zwischenraumes (8, 9)
ähnlichen rechtwinkligen Winkelblech (5) besteht, das mit einem Schenkel auf dem oberen Rand
der Form befestigt ist.
3. Schleuderanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgreiforgan
(10) aus zwei an der Unterseite eines mit dem Schleuderradkopf verbundenen Annes (11)
horizontal drehbeweglich gelagerten Rollen (12 a, 12 b) besteht, die während des Schleudervorganges
auf den beiden Seiten des zwischen ihnen mit
der Form rotierenden senkrechten Schenkels des als Schablone dienenden Winkelbleches (5) abrollen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 531431, 478 216,
431788;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1042182; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1736 716;
USA.-Patentschrift Nr. 1759 625.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK38543A DE1211759B (de) | 1959-08-26 | 1959-08-26 | Formsandschleudermaschine |
| FR836737A FR1266146A (fr) | 1959-08-26 | 1960-08-25 | Installation de compactage du sable de moulage, dite |
| GB2941460A GB956868A (en) | 1959-08-26 | 1960-08-25 | Improvements in or relating to sand slingers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK38543A DE1211759B (de) | 1959-08-26 | 1959-08-26 | Formsandschleudermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1211759B true DE1211759B (de) | 1966-03-03 |
Family
ID=7221413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK38543A Pending DE1211759B (de) | 1959-08-26 | 1959-08-26 | Formsandschleudermaschine |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1211759B (de) |
| GB (1) | GB956868A (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE431788C (de) * | 1924-11-07 | 1926-07-16 | Elmer Oscar Beardsley | Sandschleudermaschine zum Fuellen von Formkaesten |
| DE478216C (de) * | 1925-05-11 | 1929-06-19 | Elmer Oscar Beardsley | Sandschleudermaschine zum Fuellen von Formkaesten mit einer kraftbetriebenen, auf einem Fahrgestell angeordneten Sandhebevorrichtung und einem die Formkaesten der Sandschleuder zufuehrenden Drehtisch |
| US1759625A (en) * | 1927-02-07 | 1930-05-20 | Beardsley & Piper Co | Apparatus for handling sand in foundries |
| DE531431C (de) * | 1928-10-19 | 1931-08-10 | Elmer Oscar Beardsley | Maschine zum Herstellen von Gussformen |
| DE1736716U (de) * | 1956-09-03 | 1956-12-27 | Rheinische Maschinenfabrik Und | Formmaschine mit nachfuellbarem formmassebehaelter, insbesondere kern- oder formenschiessmaschine zur herstellung von giessereikernen oder giessereiformen. |
| DE1042182B (de) * | 1956-06-02 | 1958-10-30 | Badische Maschinenfabrik A G S | Programmsteuerung fuer Schleuderradformmaschinen |
-
1959
- 1959-08-26 DE DEK38543A patent/DE1211759B/de active Pending
-
1960
- 1960-08-25 GB GB2941460A patent/GB956868A/en not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE1736716U (de) * | 1956-09-03 | 1956-12-27 | Rheinische Maschinenfabrik Und | Formmaschine mit nachfuellbarem formmassebehaelter, insbesondere kern- oder formenschiessmaschine zur herstellung von giessereikernen oder giessereiformen. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB956868A (en) | 1964-04-29 |
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