DE1211309B - Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschalt-stellung unter Druck stehender Schaltkammer - Google Patents
Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschalt-stellung unter Druck stehender SchaltkammerInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/86—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid under pressure from the contact space being controlled by a valve
Landscapes
- Circuit Breakers (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIh
Deutsche KL: 21c-35/10
Nummer: 1211309
Aktenzeichen: A 49860 VIII d/21 c
Anmeldetag: 27. Juli 1965
Auslegetag: 24. Februar 1966
Die Erfindung betrifft einen Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschaltstellung unter Druck stehender
Schaltkammer, in welcher sich ein feststehendes und ein bewegliches, mit einem Antriebskolben
versehenes Schaltstück befinden, wobei die Beblasung der Schaltstrecke sowohl beim Ausschalten als auch
beim Einschalten durch Ausströmen des Druckgases aus der Schaltkammer durch den beweglichen Hohlkontakt
hindurch erfolgt.
Druckgasschalter mit einer oder mehreren Schaltkammern, welche in der Ein- und in der Ausschaltstellung
unter Druck stehen, also mit Druckgas gefüllt sind, sind bekannt. Es ist auch bekannt, bei solchen
Schaltern die Schaltstrecke sowohl beim Ausschalten als auch beim Einschalten zu beblasen. Um
eine solche Beblasung zu erreichen, hat man auf der Auspuff seite hinter dem hohlen Schaltstück ein separates
Auspuffventil angeordnet, welches über Kanäle, die durch das bewegliche Schaltstück freigegeben werden,
gesteuert wird. Diese Ausführung ist aber kompliziert und teuer und braucht auch ziemlich viel
Platz. Bei Schaltern, die in der Einschaltstellung eine drucklose Schaltkammer aufweisen, ist es zwar bekannt,
mittels des beweglichen Schaltstückes selbst die Kammer, welche in der Ausschaltstellung unter
Druck steht, gegen das Freie abzuschließen. Diese Ausführung läßt sich jedoch nicht auf Schalter anwenden,
welche sich sowohl in der Ein- als auch Aussehaltstellung unter Druck befinden.
•Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, auch
für einen solchen Schalter eine einfache und billige Lösung anzugeben. Erfindungsgemäß wird deshalb
vorgeschlagen, daß das hohle bewegliche Schaltstück auf der der Schaltstelle abgekehrten Seite zwei ein^
ander zugekehrte Ventilsitze aufweist, zwischen denen ein Dichtungsträger mit zwei Dichtungen derart angeordnet
ist, daß die Schaltkammer sowohl in der Ein- als auch Ausschaltstellung durch Anlage eines
der Ventilsitze an die zugehörige Dichtung verschlossen ist.
Auf diese Weise wird ein separates Blas- bzw. Auspuffventil vermieden.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden näher erläutert. Dabei zeigt
F i g. 1 eine Schaltkammer gemäß der Erfindung in der Emschaltstellung, während
F i g. 2 dieselbe Schaltkammer in der Ausschaltstellung zeigt.
In F i g. 1 bezeichnet 1 den Schaltkammerisolator, in welchem die Schaltstelle untergebracht ist. Der
feste Kontakt 2 ist mit dem Flansch 3 verbunden und bildet den unteren Abschluß der Kammer. D.urchden
Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschaltstellung unter Druck stehender Schaltkammer
Anmelder:
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie.,
Baden (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Carl-Dieter Floessel, Fislisbach (Schweiz)
Flansch 3 ist eine Rohrleitung 4 hindurchgeführt, über welche das Innere der Schaltkammer dauernd
mit Druckgas gefüllt gehalten wird. Das bewegliche Schaltstück 5 durchsetzt den Flansch 6 dicht gleitend,
wobei der tulpenartige Gleitkontakt 7 der Stromübertragung dient. Das Schaltstück 5 ist hohl ausgebildet
und besitzt eine schulterförmige Erweiterung 8 sowie den Antriebskolben 9, welcher in dem Zylinder 10
dicht gleitend geführt ist. Oberhalb des Kolbens 9 setzt sich das Schaltstück 5 in einem inneren Zylinder
11 fort, wobei dieser in einem weiteren Zylinder 12
- dicht gleitend geführt ist. Zwischen den Zylindern 10,
12 ist ein ringförmiger Raum 13 freigelassen, in welchem sich der Ringkolben 14 befindet. Die Feder 15
versucht den Ringkolben 14 ständig nach unten gegen eine bundförmige Erweiterung des Zylinders 10 zu
drücken. Der Raum 13 kommuniziert ständig mit dem 'Inneren des Schaltkammerisolators 1 über die Rohrleitung
16 und die Aussparung 17 im Flansch 6. Der Raum 18 unterhalb des Kolbens 9 enthält die Saugdämpfungseinrichtung
19. Zugleich ist er über die Rohrleitung 20 mit einem nicht näher dargestellten Steuerventil bekannter Art verbunden. Zwischen den
beiden auf der der Schaltstelle abgewandten Seite des Schaltstückes 5 befindlichen Ventilsitzen 21, 22 ist
der axial bewegliche Dichtungsträger 23 untergebracht. Der Dichtungsträger 23 enthält die beiden
Dichtungen 24, 25 und ist auf dem Bolzen 27 verschieblich gelagert, wobei letzterer unter Wirkung der
Feder 26 steht.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Zum Ausschalten wird der Raum 18 unterhalb des Kolbens 9 über die
Leitung 20 unter Druck gesetzt. Infolge des nach oben
gerichteten Kraftüberschusses auf den Kolben 9 wird das Schaltstück 5 nach oben bewegt. Dabei hebt der
Ventilsitz 22 von der Dichtung 25 ab, wodurch Löschgas aus der Schaltkammer durch das hohle
Schaltstück 5 über die Öffnungen 28 ins Freie ausströmt.
Der zwischen den Schaltstücken 2, 5 gezogene Lichtbogen wird dadurch in bekannter Weise beblasen.
Die Blasdauer endet damit, daß schließlich am Ende der Ausschaltbewegung des beweglichen Kontaktes
der andere Ventilsitz 21, wie in F i g. 2 dargestellt, zur Auflage auf die Dichtung 24 gelangt und
damit die Schaltkammer wieder gegen die Außenatmosphäre abschließt. Diese Ausschaltbewegung findet
aber nicht zügig statt, sondern wird in der optimalen Löschstellung verzögert. Dies geschieht dadurch,
daß der Kolben 9 unterwegs auf den Ringkolben 14 auftrifft. Der Ringkolben setzt der Aufwärtsbewegung
dadurch einen Widerstand entgegen, daß der Gasdruck im Raum 13 den Kolben 14 nach
unten drücken will, weil in dem unterhalb des Kolbens 14 entstehenden Raum 29 (F i g. 2) Unterdruck
herrscht. Der Ringkolben 14 wirkt also als Saugdämpfung. Dadurch daß die Ausschaltbewegung in
ihrem letzten Teil langsamer verläuft, wird dafür gesorgt, daß die Blasdauer ausreichend lang ist, um eine
sichere Löschung des Lichtbogens zu gewährleisten. Zum Einschalten wird der Raum 18 unterhalb des
Kolben 9 über die Leitung 20 und das damit in Verbindung stehende, nicht dargestellte Steuerventil entlüftet.
Dadurch wird durch den oberhalb des Kolbens 9 herrschenden Drucküberschuß das Schaltstück
5 nach unten bewegt. Kurz vor der Kontaktberührung trifft die bundförmige Erweiterung 8 auf die
Saugdämpfung 19, welche damit zur Wirkung kommt und die Einschaltbewegung im letzten Moment abbremst.
Die Beblasung des allfälligen Einschaltlichtbogens findet in analoger Weise statt, indem zu Beginn
der Bewegung der Ventilsitz 21 von der Dichtung 24 abhebt und damit eine Gasströmung durch
das hohle Schaltstück 5 ins Freie freigibt. Die Blasung hört auf, wenn wieder die in F i g. 1 gezeigte
Einschaltstellung erreicht ist, in welcher der Ventilsitz 22 auf der Dichtung 25 aufliegt. Dabei sind die
Durchmesser von Ventilsitz 25 und Kolben 9 so gewählt, daß die nach oben auf den Dichtungsträger 23
gerichtete Dichtkraft kleiner als die nach unten gerichtete, vermittels des Kolben 9 erzeugte Kraft ist,
welche den Kontaktdruck sicherstellt. Dadurch, daß der Dichtungsträger 23 eine gewisse axiale Verschieblichkeit
auf dem Bundbolzen 27 besitzt, ist dafür gesorgt, daß eine gleichzeitige Auflage der Schaltstücke
2, 5 und eine sichere Auflage des Ventilsitzes auf der Dichtung 25 gewährleistet ist. Auf diese
Weise werden allfällige Abweichungen der zusammenwirkenden Teile vom Sollmaß, wie sie z. B. durch
Kontaktabbrand und Fertigungsungenauigkeit entstehen können, ausgeglichen.
Claims (3)
1. Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschaltstellung unter Gasdruck stehender Schaltkammer,
in welcher sich ein feststehendes' und ein bewegliches, mit einem druckgasangetriebenen
Antriebskolben versehenes Schaltstück befinden, wobei die Beblasung der Schaltstrecke
sowohl beim Ausschalten als auch beim Einschalten durch Ausströmen des Druckgases aus
der Schaltkammer durch den beweglichen Hohlkontakt hindurch erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß das hohle bewegliche Schaltstück (5) auf der der Schaltstelle abgekehrten
Seite zwei einander zugekehrte Ventilsitze (21, 22) aufweist, zwischen denen ein Dichtungsträger
(23) mit zwei Dichtungen (24, 25) derart angeordnet ist, daß die Schaltkammer sowohl in der
Ein- als auch Ausschaltstellung durch Anlage eines der Ventilsitze (21, 22) an die zugehörige
Dichtung (24, 25) verschlossen ist.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsträger (23)
axial beweglich ist und die Durchmesser von Ventilsitz (25) und Kolben (9) so gewählt sind,
daß die Dichtkraft in der Einschaltstellung der Schaltstücke kleiner als die kontakterzeugende
Kraft ist.
3. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl für die Ein- als auch
für die Ausschaltung eine an sich bekannte Saugdämpfung vorhanden ist, durch die die Einschaltbewegung
erst kurz vor der Kontaktberührung, die Ausschaltbewegung dagegen bereits in der
optimalen Löschstellung gedämpft wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 509/258 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA49860A DE1211309B (de) | 1965-07-26 | 1965-07-27 | Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschalt-stellung unter Druck stehender Schaltkammer |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1211309B true DE1211309B (de) | 1966-02-24 |
Family
ID=25706647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA49860A Pending DE1211309B (de) | 1965-07-26 | 1965-07-27 | Druckgasschalter mit in der Ein- und Ausschalt-stellung unter Druck stehender Schaltkammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1211309B (de) |
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1965
- 1965-07-27 DE DEA49860A patent/DE1211309B/de active Pending
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