DE1186931B - Druckgasschalter - Google Patents
DruckgasschalterInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/16—Impedances connected with contacts
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H02c
Deutsche Kl.: 21c-35/10
Nummer: 1186 931
Aktenzeichen: A 43471 VIII d/21 c
Anmeldetag: 1. Juli 1963
Auslegetag: 11. Februar 1965
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckgasschalter mit mindestens einer ständig unter Druckgas
stehenden Schaltkammer, in welcher ein feststehendes und ein bewegliches Hauptschaltstück, sowie
ein über einen Widerstand mit dem feststehenden Hauptschaltstück verbundenes Hilfsschaltstück
angeordnet sind, wobei die Hauptschaltstücke hohl ausgebildet und mit je einem Auspuffventil versehen
sind, während der Widerstand innerhalb der Schaltkammer angeordnet ist und das feststehende Hauptschaltstück
konzentrisch umgibt und gleichzeitig als Träger für das Hilfsschaltstück dient, welches
gegenüber dem feststehenden in Richtung zum beweglichen Hauptschaltstück hin verschoben angebracht
ist.
Es sind Druckgasschalter mit im festen Abstand zueinander angeordneten Schaltstücken bekannt, von
denen eines hohl und eines stiftförmig ausgebildet sind und die durch ein bewegliches Überbrückungsschaltstück
in der Einschaltstellung verbunden sind. Das Überbrückungsschaltstück wird dabei gleichzeitig
mit dem dem hohlen Schaltstück zugeordneten Auspuffventil betätigt. Die Schaltanordnung befindet
sich in einer ständig mit Druckgas gefüllten Schaltkammer, in welcher sich außerdem noch im Neben-Schluß
zur Hauptschaltstelle eine Hilfsschaltstelle in Reihe mit einem Widerstand befindet. Der Aufbau
der Schaltkammer ist wegen der für die Hilfsschaltstelle erforderlichen Antriebseinrichtung jedoch kompliziert.
Ferner ist eine Anordnung für Vorkontaktwiderstände bei Druckgasschaltern bekannt geworden,
deren Kontakte einander umhüllen und am Ende eine Isolierhülle besitzen, in deren Innerem
das Druckgas der Unterbrechungsstelle zuströmt, wobei die Widerstände im Inneren der druckgasdurchströmten
Isolierhülle angeordnet sind. Hierbei umgibt der Widerstand mindestens das eine der beweglichen
Schaltstücke konzentrisch. Schließlich ist noch ein Druckgasschalter bekannt geworden, bei
dem als Löschvorrichtung eine Doppeldüsenanordnung und ein beim Ausschaltvorgang den Lichtbogen
teilweise überbrückender Widerstand vorhanden sind, wobei letzterer über eine Hilfselektrode an die Lichtbogenbahn
herangeführt ist. Bei dieser Anordnung ist die Schaltkammer in der Ausschaltstellung jedoch
drucklos, wodurch eine große Kontaktdistanz und damit unerwünscht große Schaltstückwege erforderlich
werden. Für einen solchen Schalter ist es bekannt, diejenige Düse, in welcher der zum Widerstand
parallel liegende Lichtbogenteil beblasen wird, nach dem Erlöschen dieses Lichtbogenteiles durch
einen von beweglichem Schaltstück mechanisch Druckgasschalter
Anmelder:
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie.,
Baden (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Helmuth Schubert,
Wettingen, Aargau (Schweiz)
Dipl.-Ing. Helmuth Schubert,
Wettingen, Aargau (Schweiz)
betätigten Schieber oder durch einen von der Blasluft angetriebenen Ventilteller abzusperren.
Die Erfindung geht von einem Druckgasschalter mit Vorkontaktwiderstand und Doppeldüsenanordnung
in einer ständig unter Druckgas stehenden Schaltkammer aus.
Es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, eine einfache und billige Lösung anzugeben, bei welcher für die
Löschung des Hauptlichtbogens eine Doppelbeblasung und für den Restlichtbogen zwecks Verringerung
des Druckgasverbrauches eine Einfachbeblasung in vorteilhafter Weise ermöglicht wird. Erfindungsgemäß
wird deshalb vorgeschlagen, daß das dem feststehenden Hauptschaltstück zugeordnete
Auspuffventil derart ausgebildet ist, daß die Gasströmung im feststehenden Hauptschaltstück annähernd
im Zeitpunkt der Trennung des beweglichen Hauptschaltstückes vom Hilfsschaltstück unterbunden
wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, an Hand dessen der Erfindungsgedanke näher erläutert
wird. Mit 1 ist das Schaltkammergehäuse bezeichnet, das ein symmetrisch angeordnetes Schaltstellenpaar
enthält, von dem das linke nur teilweise dargestellt ist. Das bewegliche, düsenförmige Hauptschaltstück 2
ist nach Art eines doppelmanteligen Zylinders ausgebildet und in dem Antriebsgehäuse 3 gleitend geführt.
Zwischen dem inneren und äußeren Zylindermantel des Hauptschaltstückes 2 ist die Einschaltfeder
4 untergebracht. 5 ist ein tulpenförmiger Gleitkontakt zur Stromübertragung vom Hauptschaltstück 2 auf das Antriebsgehäuse 3. Der äußere Zylindermantel
des Hauptschaltstückes 2 trägt eine Dämpferscheibe 6, gegen die sich die Feder 7 ab-
509 508/315
stützt. Das Schaltkammergehäuse 1 besitzt einen Auslaßstutzen 1 α, in dem der rohrförmige Ventilkörper
8 gleitend geführt ist. Letzterer bildet zusammen mit der feststehenden Ventilplatte 9 das Auspuffventil
auf der Auslaßseite des Hauptschaltstükkes 2. Der Antriebsraum 10 für den Ventilkörper 8
steht über die öffnung 11 mit einer nicht näher dargestellten pneumatischen Steuerleitung in Verbindung.
Der Ventilkörper 8 trägt eine Rückschlagscheibe 12 zum Abschluß der öffnungen 13, welche
die Räume 10 und 14 miteinander verbinden. Mit 15 ist eine feststehende Platte bezeichnet, welche die
Zapfen 16 sowie die Dichtungen 17 trägt. An der Stirnwand 1 & des Löschkammergehäuses 1 ist die
Isolierplatte 20 und an dieser der Widerstand 21 be- is
festigt. Der Widerstand 21 ist als Träger für das Hilfsschaltstück 22, von dem mehrere am Umfang
verteilt vorhanden sind, ausgebildet und mit letzteren an der Stelle 23 elektrisch verbunden. Das andere
Ende des Widerstandes 21 ist über die Leitung 24 ao mit dem feststehenden düsenförmigen Hauptschaltstück 25 elektrisch verbunden. An der Stirnwand 1 b
ist ferner der Hohlisolator 26 befestigt, mit dem das Hauptschaltstück 25 an seinem rechten Ende in geeigneter
Weise fest verbunden ist. Mit 27 ist das dem Hauptschaltstück 25 zugeordnete Auspuffventil schematisch
angedeutet Die öffnung 28 dient zum Nachfüllen des Löschkammergehäuses 1 mit Druckgas,
z. B. über einen nicht näher dargestellten hohlen Tragisolator bekannter Art.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: In der dargestellten Lage befindet sich der Schalter
in der Ausschaltstellung. Zum Einschalten wird über die öffnung 11 Druckgas in den Antriebsraum 10
und damit über die öffnungen 13 in den Raum 14 eingelassen, wodurch sich der Ventilkörper 8 nach
unten bewegt. Nach dem Überlaufen der öffnung 18 gelangt das Druckgas aus dem Raum 14 über 18 in
den Raum 19, so daß nunmehr die Einschaltfeder 4 das bewegliche Hauptschaltstück 2 zunächst in Eingriff
mit den Hilfsschaltstücken 22 und anschließend mit dem feststehenden Hauptschaltstück 25 bringt.
Bei dieser Bewegung wirkt die nach einem gewissen Teilhub vom Hauptschaltstück 2 mitgenommene
Dämpferscheibe 6 durch Kompression des im Räume 29 befindlichen Druckgases bremsend, wodurch das
Hauptschaltstück 2 mit mäßiger Geschwindigkeit auf das feststehende Hauptschaltstück auftrifft. Das Auspuffventil
27 bleibt beim Einschalten geschlossen.
Zum Ausschalten wird der Antriebsraum 10 über die öffnung 11 entlüftet, wodurch sich der Ventilkörper
8 unter Wirkung des auf seine untere Räche wirkenden Drucks nach oben bewegt. Dabei bewirkt
die Rückschlagscheibe 12, welche sich vor die Öffnungen 13 legt, daß eine sofortige Entlüftung des
Raumes 19 über die öffnungen 18 solange nicht erfolgen kann, bis der Ventilkörper 8 letztere überlaufen
hat Auf diese Weise wird zunächst im Inneren der Hauptschaltstücke 2 und 25 der Druck abgesenkt,
wodurch sich das Auspuffventil 27 in an sich bekannter Weise öffnet. Nachdem der Ventilkörper 8 die öffnung
18 überlaufen hat, entlüftet sich über diese der Raum 19, so daß sich nunmehr das bewegliche
Hauptschaltstück 2 nach links bewegt. Der dabei zwischen den Hauptschaltstücken 2, 25 entstehende
Lichtbogen wird durch die die Hauptschaltstücke 2, 25 durchsetzende Druckgasströmung beblasen und
gelöscht. Sobald der innere Zylindermantel des beweglichen Hauptschaltstückes 2 sich über den Zapfen
16 zu schieben beginnt, wird der Gasaustrittsquerschnitt stark gedrosselt und damit der Gasverbrauch
verringert. Das Auspuffventil 27 schließt in an sich bekannter Weise selbsttätig wieder. Der Schließzeitpunkt
wird in vorteilhafter Weise so gewählt, daß er annähernd mit der Trennung des beweglichen
Hauptschaltstückes 2 vom Hilfsschaltstück 22 zusammenfällt. Der hiernach nunmehr zwischen 2 und 22
brennende Lichtbogen, wobei jetzt der Widerstand 21 in den Stromkreis eingeschaltet ist, wird allein durch
die das Innere des Hauptschaltstückes 2 durchsetzende, gedrosselte Gasströmung beblasen und gelöscht.
Die Beblasung hört schließlich auf, sobald der innere Zylindermantel des Hauptschaltstückes 2 auf
die in der Platte 15 eingelassene Dichtung 17 auftrifft. Während der Ausschaltbewegung wird die
Dämpferscheibe 6 nach einem gewissen Teilhub des Hauptschaltstückes 2 durch letzteres mitgenommen.
Durch die dabei im Räume 19 entstehende Druckabsenkung wird eine Saugdämpfung erzielt, durch
welche das Hauptschaltstück 2 vorübergehend in einer für die Lichtbogenlöschung günstigen Stellung
abgebremst wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Druckgasschalter mit mindestens einer ständig unter Druckgas stehenden Schaltkammer, in welcher ein feststehendes und ein bewegliches Hauptschaltstück sowie ein über einenWiderstand mit dem feststehenden Hauptschaltstück verbundenes Hilfsschaltstück angeordnet sind, wobei die Hauptschaltstücke hohl ausgebildet und mit je einem Auspuffventil versehen sind und der Widerstand innerhalb der Schaltkammer angeordnet ist, das feststehende Hauptschaltstück konzentrisch umgibt und gleichzeitig als Träger für das Hilfsschaltstück dient, welches gegenüber dem feststehenden Hauptschaltstück in Richtung zum beweglichen Hauptschaltstück hin vorgeschoben angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das dem feststehenden Hauptschaltstück zugeordnete Auspuffventil derart ausgebildet ist, daß die Gasströmung im feststehenden Hauptschaltstück annähernd im Zeitpunkt derTrennung des beweglichen Hauptschaltstückes vom Hilfsschaltstück unterbunden wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 570 237,1 063 682,
1 052 501.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 508/315 2.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA43471A DE1186931B (de) | 1963-06-28 | 1963-07-01 | Druckgasschalter |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH805763A CH401206A (de) | 1963-06-28 | 1963-06-28 | Druckgasschalter |
| DEA43471A DE1186931B (de) | 1963-06-28 | 1963-07-01 | Druckgasschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1186931B true DE1186931B (de) | 1965-02-11 |
Family
ID=25702716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA43471A Pending DE1186931B (de) | 1963-06-28 | 1963-07-01 | Druckgasschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1186931B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE570237C (de) * | 1929-07-21 | 1933-02-13 | Sigwart Ruppel Dipl Ing | Anordnung fuer Vorkontaktwiderstaende bei Schaltern mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes Druckgas |
| DE1052501B (de) | 1956-04-14 | 1959-03-12 | Asea Ab | Anordnung bei elektrischen Druckgasschaltern |
| DE1063682B (de) | 1958-10-10 | 1959-08-20 | Voigt & Haeffner Ag | Hochspannungsdruckluftschalter mit Vielfachunterbrechung pro Pol |
-
1963
- 1963-07-01 DE DEA43471A patent/DE1186931B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE570237C (de) * | 1929-07-21 | 1933-02-13 | Sigwart Ruppel Dipl Ing | Anordnung fuer Vorkontaktwiderstaende bei Schaltern mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes Druckgas |
| DE1052501B (de) | 1956-04-14 | 1959-03-12 | Asea Ab | Anordnung bei elektrischen Druckgasschaltern |
| DE1063682B (de) | 1958-10-10 | 1959-08-20 | Voigt & Haeffner Ag | Hochspannungsdruckluftschalter mit Vielfachunterbrechung pro Pol |
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